Beiträge getaggt mit Mythologie

Neuzugänge #4– BIBLIOTHECA UNIVERSITAS PHANTASTICA

Für jeden etwas? Zunächst ein Neuzugang im Bereich Science Fiction der sich mit dem Genre beschäftigt. Dann Aufsätze zur phantastischen Literatur und schließlich ein Buch über Fabeltiere. Also:

Thomas P. Weber - Science Fiction

Thomas P. Weber – Science Fiction

Thomas P. Weber
Science Fiction
Fischer Kompakt, Frankfurt/Main (2005), Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN 9783596164912

Thomas P. Weber ist Biologe und Zoologe und arbeitet in Brüssel für die Europäische Union. Zu seinen Veröffentlichungen zählen, neben Texten zur Geschichte der modernen Biologie, Einführungsbände zu den Themen Darwinismus und Science Fiction.

Er bietet eine Geschichte der Science Fiction von der Begründung des Genres in den Pulp-Magazinen der zwanziger Jahre bis hin zur Themen- und Forenvielfalt der Gegenwart.

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 1.34 EUR, größter Preis: 32.67 EUR, Mittelwert: 5.90 EURO


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Ein Kommentar

Größling, Andreas: Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung

Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung
Andreas, Gößling: Drachenwelt – Geister der Schöpfung und Zerstörung, Piper München/Zürich (2003), ISBN 3492265022

Andreas Gößling hat unter dem Pseudonym Pietro Bandini bislang vier Bücher veröffentlicht. Darunter war das Buch Drachenwelt. Geister der Schöpfung und Zerstörung, welches 1996 im Weitbrecht-Verlag erschienen ist. Dieses Buch wurde 2003 als erweiterte Taschenbuchausgabe und auch als Ebook von Piper, unter seinem richtigen Namen, neu aufgelegt.

… Denn vom Genozid an den Drachen hat sich unser abendländischer Lebensraum bis heute nicht erholt. … (Drachenwelten, Seite 283)

Diese Buch liegt  mir hier vor und ich muss sagen, dass ich einigermaßen überrascht war, als ich das Buch aufschlug und begann mich damit auseinanderzusetzen. Eigentlich um meine Recherchearbeiten zu meinem eigenen „Drachenbuch der Sekundärliteratur“ weiterzubringen fand ich darin Aussagen, welche die Richtung meiner eigenen Ausführungen zur Sekundärliteratur der phantastischen Drachen eine etwas andere Richtung einschlagen ließen. Ich musste die Betrachtungen auf Grund dieses Buches zeitlich viel früher ansetzen.

„Was haben Drachenmythen mit unserer heutigen Welt noch zu tun?“ – fragt unter anderem Andreas Gößling. Die Antwort auf eine der unzähligen Fragen die Größling aufwirft, gelingt vorgegriffen, nur bedingt. Diese Rückschlüsse des Autors auf die heutige Zeit gehen in der Flut der Mythenbetrachtung ein bisschen unter.

Größing legt seine Drachenformen sehr grundsätzlich und zeitlich sehr früh an. Er postuliert im Grunde genommen , das die Schöpfung der Welt nicht der Beginn alles Seins war. Seine Ausführungen zielen auf das Vorhandensein von Urgöttern vor dem biblischen Gott. Auch babylonische, indische und überhaupt asiatische Mythen ließen sich in dieses Postulat mit aufnehmen. Jahwe nutzt den Urdrachen um die Schöpfung zu formen. Die dramatische Vorgeschichte vor „Es werde Licht …“ wird von der Bibel veschwiegen.

Dabei wird sehr bewußt die Rolle des weiblichen Prinzips beleuchtet, welches in den meisten Fällen in Zuge der Schöpfungsgeschchte vom männlichen Prinzip, und das meist sehr martialisch, abgelöst wird. Der Ausgangspunkt der Götterwelten ist bei Gößling zumeist überhaupt ein hermaphroditischer Drache. Wobei es meiner Meinung nach fraglich ist, ob dabei immer ein Drache im Sinne der heutigen Auslegung dabei gemeint ist.

Trotzdem führt Gößling seinen Drachen, als mythisches Wesen, in seinem Sinne folgerichtig bis in die heutige Zeit und man bekommt eine Ahnung davon, warum die Gestalt des Drachen einfach nicht umzubringen ist. Warum der Drache schon jahrtausendelang im Geist der Menschen überlebt. Auch wenn er kein faktisches Wesen ist.

Anfangs bereitet der Autor einiges Kopfzerbrechen in der Art und Weise wie er Drachen und Engel verbindet. Aber der wirkliche AHA-Effekt liegt auch darin, dass Gößling die unterschiedlichen Mythen der Welt, sei es europäischer, asiatischer oder auch amerikanischer Provenienz sehr einprägend gegenüberstellt. Die Erkenntnis der Ähnlichkeiten verblüfft teilweise und öffnet neue Zugänge.

Gößling betrachtet  biblische, babylonische, griechische, indische, chinesische, japanische und zoroastrische Drachenmythen in eindringlicher Gründlichkeit und bezieht auch die Drachen der Gnosis, der Inquisition und des Nordens mit in seine Überlegungen ein.

Normalerweise müßte man bei diesem Thema befürchten sehr trockene Kost vorgesetzt zu bekommen. Das weiß Größling jedoch zu vermeiden. Aber, Frühstückslektüre ist sein Buch beileibe nicht. Es erfordert schon ein gerütteltes Maß an Arbeit um das angebotene Wissen auch konkret verarbeiten zu können. Aufgelockert durch Auszüge aus der entsprechenden Literatur schafft es der Autor jedoch den Leser bei der Stange zuhalten.

Dem Drachen-„Interessierten“ bietet das Buch die Möglichkeit das Thema Drache sozusagen vom „Anbeginn der Zeit“ zu verfolgen. Es kann Grundlage zu weiterführenden Studien sein und bietet durch seine Gründlichkeit zahlreiche Startpunkte um die verschiedensten Thesen zu Drachen nachzuverfolgen.

Größing mag mit diesem Buch auch provozieren, nicht jeder Linie seiner Argumentation mag man folgen, aber schon als Überblick, als Querschnitt durch die Schöpfungsmythen, hat das Buch seine Berechtigung.

… Drachen sind der Inbegriff all dessen, was den absoluten Herrschaftsanspruch des Sonnengottes in unserem Himmel und in unseren Köpfen bedrohen – deshalb wird niemand sie je erschlagen können. Aber zugleich sind sie unendlich viel mehr: die mächtigen Hüter all jener nichtrealen Wirklichkeiten, die der von mathematischer Magie behexte Verstandesgott so beharrlich wie vergeblich zu zertrümmern versuchte….(Drachenwelten, Seite 283)

 

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Karfunkel Codex 12: Hexen

Karfunkel hexen

Cover-Ansicht

Für den Einen oder Anderen vielleicht durchaus interessant gibt’s die Schrift hier.
Vielleicht geben die Punkte „Hexen in Märchen und Sagen“ oder „Hexen in Literatur und Kunst“ sekundärliterarisch etwas her? Überraschungen gibt’s immer wieder 🙂

  • Broschüre: 164 Seiten
  • Verlag: Karfunkel (30. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935616600
  • ISBN-13: 978-3935616607

Inhalt:

Hexenverfolgung
– Eine kleine Geschichte der Hexenverfolgung
– Der Hexenprozess
– Wann ist man eine Hexe?
– Hexenproben
– Besondere Hexen: Männer, Kinder, Tiere
– Der Hexenhammer
– Gegner des Wahnsinns
– Gelnhausen 1599: Eine Hexe sollst Du nicht am Leben lassen!
Hexenmythos
– Was ist eine Hexe?
– Hexen in Märchen und Sagen
– Hexen in Literatur und Kunst
– Was eine Hexe alles kann
– Hexentiere und Zauberpflanzen
– Mythos Walpurgisnacht
– Blut, Herz und Galgen: Die Substanz von Angst und Aberglauben
Hexen heute
– Auf den Spuren mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gerichtsbarkeit und Hexenverfolgung
– Hexenverfolgung? Die gibt es heute noch!
– Hexen und Hollywood
– Sündenbock

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Anonymus – Beowulf. Mit dem Essay „Zur Übersetzung des Beowulf“ von J.R.R. Tolkien

Beowulf

Cover-Ansicht

Tolkiens Nachwort, auf das ich hier im besonderen hinweisen möchte (sehr lesenswert), welches sprachkritisch und rezeptionsgeschichtlich die Übersetzbarkeit des Beowulf reflektiert und bereits in dem Band Die Ungeheuer und ihre Kritiker enthalten ist, dürfte eher etwas für Spezialisten sein.

Trotzdem allen ans Herz gelegt.

Hier in:

  • Gebundene Ausgabe: 141 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 360893233X
  • ISBN-13: 978-3608932331
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 1,9 cm

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Fallstudie: Westliche Kultur und Mythologie im Manga „Sailor Moon“

manga

Blog-Vorschau

Ein netter Blog-Beitrag zum Thema Manga und westliche Kultur.

…Ob man also beim Bau der eigenen Welt und beim Konzipieren eigener Superhelden einen ähnlichen Weg beschreiten sollte? Tendentiell nicht – es spricht nichts dagegen, exotischere und/oder unbekanntere Mythologien als Grundlage heranzuziehen. Man sollte sich dann aber nicht auf die bloße Übernahme von Namen beschränken, sondern versuchen, mit dem vorhandenen Material zu arbeiten und die Inhalte sinnvoll aufeinander abzustimmen. …

Doch wahre Worte …?

Weltenschmiede

Die meisten in Europa lebenden Menschen sind fasziniert von der exotischen Kultur in Asien – sie kaufen Buddhastatuen, zünden Räucherstäbchen an und lesen Bücher über die weise Philosophie des Ostens.
Doch womit umgeben sich die Menschen in Asien? Denn was für uns exotisch ist, ist für sie gängiger Alltag – oder gar Touristenkitsch.
So ist es im Prinzip nur logisch, dass es für japanische Mangaka wenige Dinge gibt, die exotischer sind, als die Europäer, ihre Religion, Geschichte und ihre Traditionen.
Auch in der Anime-Version von „Sailor Moon“ merkt man immer wieder diverse kulturelle Einflüsse – christliche Sagen treffen auf griechisch-römische Mythologie.
Dieser Artikel bezieht sich nur auf den Manga – abweichende und widersprüchliche Fakten aus Anime, Realserie oder Musical werden nicht berücksichtigt.

Sailormoon und die Mythologie der Griechen und Römer

Der Name von Artemis, der Katze von Sailor Venus/Minako, stammt aus der griechischen Mythologie. Die Göttin Artemis ist die jungfräuliche…

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