im Youtube-Kanal „Brennende Buchstaben“ von Thorsten Küoer und Frederic Brake
Die medizinische Forschung liefert traditionell Motive für die Science Fiction Literatur. Schon in Shelleys Frankenstein geht es um einen Toten, der von einem Wissenschaftler mit Gottkomplex wieder zum Leben erweckt wird. Wissenschaft ist eindeutig eine Inspiration für die Literatur. Bekanntermaßen beeinflusst die Fiktion Design und Technologie. Wirken sich Visionen der Science Fiction auch auf die reale Medizin aus? Kann Science Fiction ein Ideenlieferant für echte medizinische Fortschritte sein? Verlängern die Einfälle von Autoren schon jetzt Leben oder verbessern die Lebensqualität von Menschen mit körperlichen Einschränkungen? Wie beeinflussen sich erträumte medizinische Fortschritte und reale Wissenschaft gegenseitig? Darüber sprechen wir mit Maike Braun, S.C. Menzel, Jannis Radeleff, Thomas Sebesta und Mala Mukherjee Suess.
Also schauet es zahlreich!…
…eine sehr starke Diskussionsrunde, die sich schnell zum Selbstläufer entwickelt hat[…]
Gesern war es soweit. Ich durfte die ersten Erfahrungen in einer Online-Gesprächsrunde machen und es war sehr interessant und lehrreich. Die Gesprächsrunde war sehr ausgewogen besetzt und das Klima ausgesprochen locker und aufgeschlossen. Ich kann es euch nur anraten, die rund zweistündige Diskussion zum Thema Science Fiction und Medizin anzuhören.
Daneben sei auch noch gesagt, dass auch die weiteren, schon früher aufgenommenen Folgen der „Brennenden Buchstaben“ sehr hörenswert sind. Insbesondere die Folgen zu den Drogen und dem religiösen Fanatismus seien euch ans Herz gelegt.
Frederic Brake und Thorsten Küper haben eine Institution geschaffen, die eine Bereicherung für die Science-Fiction-Szene darstellt. Ich finde sehr unterhaltsam und voll von Anregungen und Denkanstößen.
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt. Dieser weltberühmte erste Satz aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ (1915) ist weit mehr als ein genialer Einstieg in eine tragische Familiengeschichte. Er markiert den präzisen historischen Wendepunkt, an dem die klassische Phantastik des 19. Jahrhunderts starb und die moderne Fantastik der Gegenwart geboren wurde. Der Literaturwissenschaftler Tzvetan Todorov stellte in seiner strukturalistischen Gattungstheorie fest, dass Kafka das traditionelle Prinzip der Phantastik grundlegend ausgehebelt hat. Doch wie genau funktionierte dieser fließende Übergang von der quälenden Unschlüssigkeit zur absurden Selbstverständlichkeit? …
Da kommen noch Nachschläge zum Golem-Thema und ein Download zum Thema literarisches Kunstwerk. Ursprünglich erschienen 1931 von Roman Ingarden. Es ist unter anderem ein Quellwerk für „Fantasy-Theorie und Geschichte“ von Helmut Pesch aus der Sekundärliterarischen Reihe des EDFC: Materialien zur phantastischen Literatur. Die Anschlussarbeiten beziehen sich auch alle auf Chajim Bloch, E. T. A. Hoffmann und Ror Wolf. Die Dissertation von Ulrike Schnaas untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa. Also ran ans Werk …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ein Nachtrag, Kurztexte von Asimov, Volksliteratur und ein Download
N
eben den Büchern und Artikel werden von mir auch Kurztexte aus Primärliteraturen gesammelt. Vor- und Nachwörter, Anhänge, sekundärliterarische Einschübe, usw. Vor allem die Villa Fantastica in Wien ist dabei sehr hilfreich, denn dort stehen die gesuchten Bücher in Reih und Glied, frei zur Verfügung …
Heute findet ihr ein Beispiel dieser Kurztexte in den Betrachtungen:
Hector, Robert- Andromeda Science Fiction Magazin, Nr. 145 + 146, Faszination Science-Fiction, SFCD, Otzberg-Lengfeld (2000), ASFM (SFCD), Paperback, ohne ISBN
Anmerkung: Da es sich um eine unveränderte Neuauflage handelt, können die von mir beanstandeten Veröffentlichungen neuerer Sekundärliteratur natürlich nicht beinhaltet sein. Eine Ergänzung wäre aber im Rahmen der Neuauflage sinnvoll gewesen …
Asimov, Isaac – Roboter-Visionen, 36 Stories und Essays vom berühmtesten Autor der SF, Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach (1994), Taschenbuch, ISBN 9783404212019
Beschreibung: Hier habe ich 15 Essays zum Thema „Roboter“ vom Altmeister Isaac Asimov aus dem angegebenen Buch in die Kurztextsammlung aufgenommen. Sie liegen in digitalen Buchauszügen vor (Titel siehe Bilderkarussell). Die Essays sind zwar schon einige Jährchen auf der Welt, aber immer noch interessant zu lesen …
Soukup, Dr. Peter (Hrsg.) – Blätter für Volksliteratur, 2024/1 Jänner 2024, 63. Jhrg., Verein der Freunde für Volksliteratur, Wien (2024), Blätter für Volksliteratur, Heft A5, ISSN 0006-4483
Beschreibung: Die neueste Nummer dieses fast ehrwürdigen Fanzines, welches bereits seit 1962 erscheint. Dieses Mal gibt es aus dem phantastischen Bereich einen Artikel von Robert M. Christ über Henry Kuttner und einen Artikel von Peter Soukup zu Captain Future …
Caduff, Corina – Die Literarisierug von Musik und Kunst um 1800, Fink, München (2003), ISBN 3770537637
Beschreibung: Seit jüngster Zeit sind die Künste wieder ein beliebtes Sujet der Gegenwartsliteratur: um 1980 hat die literarische Auseinandersetzung mit der Malerei neu eingesetzt, und seit Beginn der 1990er Jahre lässt sich von einem regelrechten Musik-Boom in der Literatur sprechen. Die aktuelle literarische Konjunktur der Künste hat mein Interesse für die Konjunktur der Künste um 1800 mit initiiert und bildet damit einen Anlass zu der vorliegenden Studie. Diesen Anlass möchte ich mit den nachfolgenden Thesen aufheben, denen hier gleichsam die Funktion eines Auftakts zukommt. …
Anmerkung: Hier sind die Betrachtung zu E. T. A. Hoffmann von besonderem Wert (z.B. Der Ort der Musik in der Poetik des Schauens (E.T.A. Hoffmann) (184) oder Fiktionalisierung des Kunstwerks: E.T.A. Hoffmann (208) …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Zunächst muss man festhalten, dass man eine Einführung natürlich so gestalten kann wie hier vorgestellt. Allerdings lässt mich das Buch mit unerfüllten Hoffnungen zurück und von einer „Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction“ hätte ich mir eine treffendere „Einführung“ gewünscht.…
…hat diese Taschenbuchreihe seit ihrer Gründung 1977 gedient. Zunächst als sozialistische Initiative gestartet, die philosophisches Wissen allgemein zugänglich machen und so den Marsch durch die Institutionen theoretisch ausrüsten sollte, wurden die Bände in den achtziger Jahren zu einem verlässlichen Leitfaden durch das Labyrinth der neuen Unübersichtlichkeit. Mit der Kombination von Wissensvermittlung und kritischer Analyse haben die Junius-Bände stilbildend gewirkt. …
Diesem obenstehenden Anspruch kann dieses Bändchen der Reihe m.E. nach nicht nachkommen. Es hoppelt von Buch zu Buch und von Film zu Film und reduziert dabei die Science Fiction auf Roboter, künstliche Intelligenz, Eroberung des Weltraums, Klimawandel und Umweltkatastrophen. Für eine Einführung viel zu wenig.
Nach dazu hat die Autorin die Unsitte übernommen, fremdsprachige Zitate, die zur Erklärung in ihre Einführung einfließen, unübersetzt und manchmal auf ungenügend kommentiert, im Fließtext dem Leser vor die Augen zu werfen. Diese Vorgehensweise scheint, schon im anzahlmäßigen Vorkommen, eine Überheblichkeit dem fremdsprachig nicht so kundigen Leser darzustellen, die in einer Einführung wohl absolut fehl am Platz ist. Auch dieser Leser hätte ein Recht darauf, den fremdsprachigen Text in der Übersetzung der Autorin zu lesen und damit ihre Schlussfolgerungen daraus nachvollziehen zu können. Hier zeigt sich wohl eine gewisse Abgehobenheit einer Wissenschaftlerin, die dem Anspruch der „sozialistischen Initiative“ nicht gerecht werden kann.
Nicht desto trotz ist das Buch eine dünne Stimme in der Sekundärliteratur, die ich nicht grundsätzlich missen möchte. Trotz aller Schwächen bietet es Wissen an und kann (m. E. wegen dieser Schwächen) Lust auf mehr machen. Mich hätte es wahrscheinlich als Einführung eher animiert als abgeschreckt und das ist ja auch viel wert …
Isabella Hermann ist Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction. Die promovierte Politikwissenschaftlerin geht dabei insbesondere der Frage nach, inwiefern das Genre neue Technologien, sozialpolitische Wertesysteme und globale Politik reflektiert. …
Science-Fiction, auch Sciencefiction geschrieben ([ˌsaɪəns ˈfɪkʃən̩]; englisch science: Naturwissenschaft, fiction: Fiktion), ist ein Genre in Literatur (Prosa, Comic), Film, Hörspiel, Videospiel und Kunst. Charakteristisch sind wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtthemen, ferne Zukunft, fremde Zivilisationen und meist zukünftige Entwicklungen.
Auch die Schreibweise Science Fiction ist gebräuchlich, im Deutschen jedoch nicht korrekt. Übliche Abkürzungen sind Sci-Fi oder SciFi ([saɪ̯faɪ̯], auch [saɪ̯fɪ]) sowie SF. …
[Podcast] Was uns Science Fiction über Politik verrät – Isabella Hermann auf br.de
Science Fiction hat die Politologin Isabella Hermann, Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction, schon als Teenagerin fasziniert. Wie gut, dass Science Fiction und Politik heute ein eigenes Forschungsfeld ist. …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt. Dieser weltberühmte erste Satz aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ (1915) ist weit mehr als ein genialer Einstieg in eine tragische Familiengeschichte. Er markiert den präzisen historischen Wendepunkt, an dem die klassische Phantastik des 19. Jahrhunderts starb und die moderne Fantastik der Gegenwart geboren wurde. Der Literaturwissenschaftler Tzvetan Todorov stellte in seiner strukturalistischen Gattungstheorie fest, dass Kafka das traditionelle Prinzip der Phantastik grundlegend ausgehebelt hat. Doch wie genau funktionierte dieser fließende Übergang von der quälenden Unschlüssigkeit zur absurden Selbstverständlichkeit? …
Da kommen noch Nachschläge zum Golem-Thema und ein Download zum Thema literarisches Kunstwerk. Ursprünglich erschienen 1931 von Roman Ingarden. Es ist unter anderem ein Quellwerk für „Fantasy-Theorie und Geschichte“ von Helmut Pesch aus der Sekundärliterarischen Reihe des EDFC: Materialien zur phantastischen Literatur. Die Anschlussarbeiten beziehen sich auch alle auf Chajim Bloch, E. T. A. Hoffmann und Ror Wolf. Die Dissertation von Ulrike Schnaas untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa. Also ran ans Werk …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Holger Nielen Philosophische Grundprobleme in der Science Fiction Logos, Berlin (2020-2021) ISBN 9783832546480
Prolegomena, Geschichtsphilosophie, Metaphysik, Erkenntnistheorie, Antropologie, Ethik und politische Theorie…
Drei Bände, die ich fast übersehen hätte. Dabei handelt es sich um ein neues Standardwerk, das auf keinem Schreibtisch fehlen sollte, wenn Science Fiction das Thema ist. Drei Bände, in denen all die Fragen gestellt werden, die alle Menschen prinzipiell betreffen und die im Lichte der Science Fiction und der Philosophie beleuchtet werden. …
Band I: Einführend beschäftigt sich dieser Band mit einer Definition der Science Fiction, ihrer Geschichte und philosophischen Fragen rund um die Technik. Geschichtsphilosophie und Metaphysik sind Themen. Zeit, Zeitmaschinen, das Ende der Menschheit und Parallelwelten. Auch Fragen nach der Wirklichkeit, der Identität des Ichs und auch der Identität der Science Fiction. …
Band II: Befasst sich mit erkenntnistheoretischen, anthropologischen und ethischen Fragen in der Science Fiction. Außerirdische, Roboter oder Klone, hier werden die philosophischen Fragen diesbezüglich angesprochen. Können Roboter denken, welche ethischen Implikationen hat die Anwendung von Biotechniken, die Fragen nach Begegnung mit außerirdischen Leben. …
Band III: Bespricht Staatstheorien antiker und frühneuzeitlicher Philosophen, Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus. Metautopie, die intentionale Utopie und die literarisch-fiktive Utopie, die klassische Utopie, die Dystopie, ökologische und feministische Utopien sowie den Cyberpunk und die selbstkritische Utopie.
Die Hauptthese dieses Buches lautet: Die Fragen, die die Science Fiction aufwirft, sid zugleich Fragen der Philosophie. Und Fragen der Philosophie sind Fragen, die im Prinzip alle Menschen betreffen. Es sind existentielle Fragen,, wie die nach Leben und Tod, dem Sinn des Lebens und der Geschichte, einer moralischen Verantwortung, einer gerechten Gesellschaft und nach dem Menschen selbst. Die Science Fiction, so die These dieses Buches, ist eine andere Form der philosophischen Fragestellung, wobei sie häufig in der Gestalt der Metapher ins Spiel kommt …
Auszug 'Prolegomena', Seite 1-3
Eine Fülle von Fragen, die es rechtfertigen, dass das Werk auf drei Bände ausgelegt ist. Im Grunde ist es schade, dass diesen Büchern der Festeinband verwehrt wurde. Man muss sie zu oft zur Hand nehmen und das Paperback wird bald den Geist aufgeben, aber vermutlich würden sie dann preislich noch höher liegen, als es der gewünschten Verbreitung guttäte. Keine Bücher, die man einfach durchliest, vielmehr Arbeitsbücher, denen man einiges an Zeit widmen sollte ……
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keine
[Rezension] Nielen, Holger.Philosophische Grundprobleme in der
Science Fiction. Drei Bände. Logos, 2021/22
Nicht anders als monumental kann man die in den vergangenen beiden Jahren vorgelegte Studie zu denPhilosophischen Grundproblemen in der Science Fictionbezeichnen,die von dem Bonner Philosophen Holger Nielen ausgearbeitet wurde. Auf nicht weniger als 1350 Seiten führt der Autor in die Thematik und ihre Geschichte ein und fügtdaran fünf analytische Hauptkapitel, die sich großen Fragen der klassischen Philosophie widmen: der Geschichtsphilosophie, der Metaphysik, der Erkenntnistheorie, der Anthropologie, der Ethik und der politischen Theorie. …
Geschichtsphilosophie ist eine Teildisziplin der Philosophie, die sich mit Fragen um die menschliche Geschichte beschäftigt. Der Begriff wurde im Zeitalter der Aufklärung von Voltaire geprägt.[1]
Wie das Wort „Geschichte“, das sowohl das geschichtliche Geschehen als auch seine Darstellung in der Geschichtsschreibung bezeichnet, lassen sich auch für die Geschichtsphilosophie zwei Ausrichtungen unterscheiden: Zum einen bietet sie Anreiz zum Nachdenken über Verlauf und Ziel der Geschichte, über das Vorhandensein und die Nachweisbarkeit allgemeiner Gesetzmäßigkeiten ihrer Entwicklung und über einen eventuell ihr innewohnenden Sinn. Zum anderen reflektiert sie die wissenschaftlichen Methoden der forschenden und darstellenden Historiker. Soll sie mehr sein als bloße Spekulation, so muss sie auf den einzelnen empirischen Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft basieren.[2] In der ersteren Bedeutung wird sie auch als spekulative, substantielle oder materiale Geschichtsphilosophie bezeichnet; in der letzteren als kritische, analytische oder formale Geschichtsphilosophie. …
Die Metaphysik (lateinischmetaphysica; griechischμετάmetá ‚danach‘, ‚hinter‘, ‚jenseits‘ und φύσιςphýsis ‚Natur‘, ‚natürliche Beschaffenheit‘) ist eine Grunddisziplin der Philosophie. Metaphysische Systementwürfe behandeln in ihren klassischen Formen die zentralen Probleme der theoretischen Philosophie, nämlich die Beschreibung der Fundamente, Voraussetzungen, Ursachen oder „ersten Begründungen“, der allgemeinsten Strukturen, Gesetzlichkeiten und Prinzipien sowie von Sinn und Zweck der gesamten Realität bzw. allen Seins.…
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt. Dieser weltberühmte erste Satz aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ (1915) ist weit mehr als ein genialer Einstieg in eine tragische Familiengeschichte. Er markiert den präzisen historischen Wendepunkt, an dem die klassische Phantastik des 19. Jahrhunderts starb und die moderne Fantastik der Gegenwart geboren wurde. Der Literaturwissenschaftler Tzvetan Todorov stellte in seiner strukturalistischen Gattungstheorie fest, dass Kafka das traditionelle Prinzip der Phantastik grundlegend ausgehebelt hat. Doch wie genau funktionierte dieser fließende Übergang von der quälenden Unschlüssigkeit zur absurden Selbstverständlichkeit? …
Da kommen noch Nachschläge zum Golem-Thema und ein Download zum Thema literarisches Kunstwerk. Ursprünglich erschienen 1931 von Roman Ingarden. Es ist unter anderem ein Quellwerk für „Fantasy-Theorie und Geschichte“ von Helmut Pesch aus der Sekundärliterarischen Reihe des EDFC: Materialien zur phantastischen Literatur. Die Anschlussarbeiten beziehen sich auch alle auf Chajim Bloch, E. T. A. Hoffmann und Ror Wolf. Die Dissertation von Ulrike Schnaas untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa. Also ran ans Werk …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Dierk Spreen / Bernd Flessner (Hrsg.) Die Raumfahrt der Gesellschaft Transcript, Bielefeld (2021) ISBN 9783837657623
Wirtschaft und Kultur im New Space Age
Die Raumfahrt kann nicht ein Eliteprojekt sein. Das zeigen die Beiträge dieses Buches. Sie hat sich bereits in der Gesellschaft platziert. Als Großprojekt von Wirtschaft und Kultur. Die Beiträge versuchen auch eine Zusammenschau dieser zwei wichtigen Dimensionen…
Raumfahrt ist auch ein Produkt utopischer Fantasie und der Fähigkeit des Menschen, Wirklichkeit in der Vorstellung zu verändern. Das ist ein Baustein von fünf für die These, dass die Raumfahrt in der Gesellschaft positioniert wird und nicht als über der Gesellschaft schwebendes Technikprojekt…
Wenn die Raumfahrt konstitutiv auf das exzentrische menschliche Vorstellungsvermögen zurückverweist, wird man mit dem in der Science Fiction eingenommenen utopischen Standort anders umgehen müssen, als dies gemeinhin der Fall ist. Als literarisches oder filmisches Genre ist Science Fiction nicht einfach abgehobene Fiktion oder Nerd-Spinnerei, sondern sie erschließt der Gesellschaft einen Möglichkeitsraum – im Unterschied zur Foresight-Prognostik, die einen Wahrscheinlichkeitsraum eröffnet. Die utopische Methode der Science Fiction erzeugt Modelle jenseits der jeweiligen Standortgebundenheit und Positionalität …
Auszug 'Der Weltraum wird Gesellschaft', Seite 34
Der vorliegende Band nimmt die wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte der Raumfahrt, die allerdings nicht künstlich voneinander getrennt werden sollen, in den Fokus. Besonders interessant ist der Beitrag von Bernd Fleissner, mit dem er den Möglichkeitsraum der Science Fiction untersucht, welcher Realisierungsoptionen in Bezug auf die Befahrung des Weltraums anbietet. Dazu kommen noch andere Beiträge, die das Thema Science Fiction in diese Diskussion einbringen. Lesenswert …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Raumfahrt in der WIKIPEDIA
Als Raumfahrt (auch Weltraumfahrt, Kosmonautik oder Astronautik genannt) werden Reisen oder Transporte in oder durch den Weltraum bezeichnet. Der Übergang zwischen Erde und Weltraum ist fließend, er wurde von der US Air Force auf eine Grenzhöhe von 50 Meilen (~80 km) und von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) auf eine Grenzhöhe von 100 Kilometern festgelegt (für letzteres siehe Kármán-Linie). Beide definierten Höhen liegen in der Hochatmosphäre. …
Es ist geprägt durch die Weltraumforschung, Raumfahrttechnologien und die durch diese Entwicklungen entstandenen Einflüsse in viele Bereiche des täglichen Lebens. Der Beginn des Weltraumzeitalters wird allgemein mit dem Start des ersten Sputniksatelliten am 4. Oktober 1957 gleichgesetzt. Verwendet wurde der Begriff „Space Age“ jedoch bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in dem Buch Dawn of the Space Age von Harry Harper und bezog sich auf den Höhenrekord der deutschen V2-Raketen 1944 (184 km). …
Spreen studierte (M.A. 1993) Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie und wurde 1998 an der Universität Freiburg im Breisgau mit der wissenssoziologischen Dissertation Tausch, Technik, Krieg. Die Geburt der Gesellschaft im technisch-medialen Apriori promoviert. 1999/2000 war er Post Doc am Graduiertenkolleg „Technisierung und Gesellschaft“ der TU Darmstadt und von 2001 bis 2006 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Paderborn. 2006 habilitierte er sich ebendort mit der soziologischen Arbeit Krieg und Gesellschaft. Die Konstitutionsfunktion des Krieges für moderne Gesellschaften und wurde Privatdozent. Bis 2014 war er Akademischer Oberrat im Fach Soziologie an der Universität Paderborn. …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Wer ist ein Held und wie wird man dazu? Was heute Marketingagenturen, soziale Medien und PR-Abteilungen übernehmen, war auch in der Frühen Neuzeit ein hochkomplexer Prozess. Der im Jahr 2013 im Harrassowitz Verlag erschienene Sammelband „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“, herausgegeben von Achim Aurnhammer und Manfred Pfister, widmet sich genau diesem Phänomen. Für interessierte Laien öffnet das Buch ein faszinierendes Fenster in eine Zeit, in der das moderne Verständnis von Ruhm, Individualität und Verehrung maßgeblich geprägt wurde. …
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt. Dieser weltberühmte erste Satz aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ (1915) ist weit mehr als ein genialer Einstieg in eine tragische Familiengeschichte. Er markiert den präzisen historischen Wendepunkt, an dem die klassische Phantastik des 19. Jahrhunderts starb und die moderne Fantastik der Gegenwart geboren wurde. Der Literaturwissenschaftler Tzvetan Todorov stellte in seiner strukturalistischen Gattungstheorie fest, dass Kafka das traditionelle Prinzip der Phantastik grundlegend ausgehebelt hat. Doch wie genau funktionierte dieser fließende Übergang von der quälenden Unschlüssigkeit zur absurden Selbstverständlichkeit? …
Da kommen noch Nachschläge zum Golem-Thema und ein Download zum Thema literarisches Kunstwerk. Ursprünglich erschienen 1931 von Roman Ingarden. Es ist unter anderem ein Quellwerk für „Fantasy-Theorie und Geschichte“ von Helmut Pesch aus der Sekundärliterarischen Reihe des EDFC: Materialien zur phantastischen Literatur. Die Anschlussarbeiten beziehen sich auch alle auf Chajim Bloch, E. T. A. Hoffmann und Ror Wolf. Die Dissertation von Ulrike Schnaas untersucht den Einsatz des Fantastischen und dessen Funktionen in der zeitgenössischen Prosa. Also ran ans Werk …
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