Ein Nachtrag, Kurztexte von Asimov, Volksliteratur und ein Download
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eben den Büchern und Artikel werden von mir auch Kurztexte aus Primärliteraturen gesammelt. Vor- und Nachwörter, Anhänge, sekundärliterarische Einschübe, usw. Vor allem die Villa Fantastica in Wien ist dabei sehr hilfreich, denn dort stehen die gesuchten Bücher in Reih und Glied, frei zur Verfügung …
Heute findet ihr ein Beispiel dieser Kurztexte in den Betrachtungen:
Hector, Robert- Andromeda Science Fiction Magazin, Nr. 145 + 146, Faszination Science-Fiction, SFCD, Otzberg-Lengfeld (2000), ASFM (SFCD), Paperback, ohne ISBN
Anmerkung: Da es sich um eine unveränderte Neuauflage handelt, können die von mir beanstandeten Veröffentlichungen neuerer Sekundärliteratur natürlich nicht beinhaltet sein. Eine Ergänzung wäre aber im Rahmen der Neuauflage sinnvoll gewesen …
Asimov, Isaac – Roboter-Visionen, 36 Stories und Essays vom berühmtesten Autor der SF, Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach (1994), Taschenbuch, ISBN 9783404212019
Beschreibung: Hier habe ich 15 Essays zum Thema „Roboter“ vom Altmeister Isaac Asimov aus dem angegebenen Buch in die Kurztextsammlung aufgenommen. Sie liegen in digitalen Buchauszügen vor (Titel siehe Bilderkarussell). Die Essays sind zwar schon einige Jährchen auf der Welt, aber immer noch interessant zu lesen …
Soukup, Dr. Peter (Hrsg.) – Blätter für Volksliteratur, 2024/1 Jänner 2024, 63. Jhrg., Verein der Freunde für Volksliteratur, Wien (2024), Blätter für Volksliteratur, Heft A5, ISSN 0006-4483
Beschreibung: Die neueste Nummer dieses fast ehrwürdigen Fanzines, welches bereits seit 1962 erscheint. Dieses Mal gibt es aus dem phantastischen Bereich einen Artikel von Robert M. Christ über Henry Kuttner und einen Artikel von Peter Soukup zu Captain Future …
Caduff, Corina – Die Literarisierug von Musik und Kunst um 1800, Fink, München (2003), ISBN 3770537637
Beschreibung: Seit jüngster Zeit sind die Künste wieder ein beliebtes Sujet der Gegenwartsliteratur: um 1980 hat die literarische Auseinandersetzung mit der Malerei neu eingesetzt, und seit Beginn der 1990er Jahre lässt sich von einem regelrechten Musik-Boom in der Literatur sprechen. Die aktuelle literarische Konjunktur der Künste hat mein Interesse für die Konjunktur der Künste um 1800 mit initiiert und bildet damit einen Anlass zu der vorliegenden Studie. Diesen Anlass möchte ich mit den nachfolgenden Thesen aufheben, denen hier gleichsam die Funktion eines Auftakts zukommt. …
Anmerkung: Hier sind die Betrachtung zu E. T. A. Hoffmann von besonderem Wert (z.B. Der Ort der Musik in der Poetik des Schauens (E.T.A. Hoffmann) (184) oder Fiktionalisierung des Kunstwerks: E.T.A. Hoffmann (208) …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Desiderius Papp Der Maschinenmensch Inktank, o.A. (2018) ISBN 9783750385207
Ein Reprint
Eigentlich ist mir noch nicht klar, was mir da in die Hände gefallen ist. Das Original erschien 1925 und der Autor, Desiderius Papp, war ein Monarchie-Österreicher, schrieb noch vor seiner Flucht vor den Nationalsozialisten zwei weitere Bücher mit relevantem Inhalt ……
Das Original ist antiquarisch sehr schwer aufzutreiben, aber der Imprint der Verlagsgruppe Musketier hat 2018 eine Reprint-Neuauflage herausgebracht, welche jetzt auf meinem Schreibtisch liegt und ich bin neugierig das Buch zu lesen. Wie dem Titel zu entnehmen ist geht es um den Maschinenmenschen, sprich künstlichen Menschen oder Roboter, und wenn man in das Inhaltsverzeichnis sieht kommt da einiges zur Sprache …
Das Symbol des künstlichen Menschen aus seinem geschichtlichen Werdegang zu deuten, den ereignisreichen Wandel eines kühnen Tagtraums der wissenschaftlichen Romantik festzuhalten: ist Aufgabe dieses Bändchens … […] Einst erkühnten sich Menschenlist und Menschenfleiß, die seelenlose Maschine zum beseelten Menschen hinaufzusteigern; nun sorgt unsere europäisch-amerikanische Zivilisation dafür, daß der Mensch zur Maschine entgeistigt werde: dieser Umstand dürfte gerade in unseren Jahren der siegreichen „Übertechnik“ dem vorliegenden Bändchen Aktualität verleihen …
Auszug 'Zum Geleite', Seite 5
Papp schreibt hier über das schöpferische Spiel, den Homunkulus, den Tier- und Menschenautomat, den Mechaniker des Maschinenmenschen, den Philosoph des Maschinenmenschen, den Radiomensch und den Maschinenmensch als Symbol. Grund genug, sich das Bändchen mal anzusehen. Mal schauen, ob es sich wirklich gelohnt hat, den Text der Vergessenheit zu entreißen und ein Reprint davon herzustellen (man findet im Internet auch ein PDF davon – siehe „weiterführende Links“) …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Desiderius Papp in der WIKIPEDIA
Desiderius Papp, auch Desiderio Papp, (* 21. Mai 1895 in Sopron; † 31. Januar 1993 in Buenos Aires) war ein österreich-ungarisch-argentinischer Journalist und Wissenschaftshistoriker. Er wirkte vor allem in Südamerika und war dort einer der Begründer des Gebiets der Wissenschaftsgeschichte. Papp befasste sich vor allem mit Geschichte von Naturwissenschaft und Mathematik. …
Dr. Desiderius Popper: Ungarns Untergang. Die Wage. Wirtschaft, Kunst, Wissen. Neue Folge 2 (1921) #42, 513. (29.10.1921) [Druckfehler des Autornamens berichtigt in #43]
Dr. Desiderius Papp: Dostojewskij. Die Wage. Wirtschaft, Kunst, Wissen. Neue Folge 2 (1921) #43, 528-529. (5.11.1921)
Dr. Desiderius Papp: Die Metaphysik Hindenburgs, Ludendorffs und Stinnes‘. Die Wage. Wirtschaft, Kunst, Wissen. Neue Folge 2 (1921) #47, 579. (3.12.1921)
Dr. Desiderius Papp: Die verfluchte Kultur. Die Wage. Wirtschaft, Kunst, Wissen. Neue Folge 2 (1921) #50, 616. (24.12.1921)
[Download] Der Maschinenmensch – von Desiderius Papp – auf archive.org
Das Symbol des künstlichen Menschen aus seinem geschichtlichen Werdegang zu deuten, den ereignisreichen Wandel eines kühnen Tagtraums der wissenschaftlichen Romantik festzuhalten: ist Aufgabe dieses Bändchens …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Claudia Fortunato Der Androide in der Science-Fiction-Literatur der DDR Eigenverlag, Potsdam (2019) keine ISBN
Eine motivzentrierte Erzähltextanalyse
Bei dieser Veröffentlichung bin ich mir nicht ganz sicher, um was es sich handelt. Eine Diplomarbeit? Zugegangen ist sie mir von Franz Rottensteiner und in der Einleitung heißt es nur: „Die vorliegende Arbeit dient der Darstellung meiner Forschungsergebnisse …“. Vielleicht ist es ja auch nur dies …
Ein relativ schmales Bändchen mit rund 56 Seiten aus Potsdam und dem Jahr 2019. Hmmm, im Internet findet man eine Referentin des Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Potsdam unter diesem Namen und auch diese Information dürfte aus dem Jahre 2011 und daher veraltet sein. Nichtsdestotrotz hat sie ein interessantes Bändchen im Eigenverlag veröffentlicht, das eigentlich mehr erwarten lassen würde …
Im Verlauf meiner Untersuchung werden folgende Fragen beantwortet: Wie wurden Androiden und ihr Verhältnis zum Menschen in der DDR-SF dargestellt? Wie und wodurch fordern sie Denken und Handeln der menschlichen Figuren heraus? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich diesbezüglich bei den untersuchten Erzählwerken? Wie wird das Androidenmotiv im Spannungsfeld von Politik und Literatur ausgestaltet? Und wie kann es gedeutet werden?…
Auszug 'Einleitung', Seite 7-10
Der Band ist klar wissenschaftlich strukturiert, sehr leserlich gestaltet und geschrieben und enthält ein doch umfangreiches Quellenverzeichnis mit Primär- und Sekundärquellen bereit. Auch eine kurze Zusammenstellung von „Science-Fiction-Veröffentlichungen in der DDR mit Androidenfiguren“ findet sich im Anhang
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Der Androide in der WIKIPEDIA
Androide, auch Android, (von altgriechisch ἀνήρaner „Mensch, Mann“ und εἶδοςeidos „Aussehen“, „Gestalt“ → „einem Menschen (oder Mann) ähnlich“) ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen bzw. einen Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht und sich menschenähnlich verhält. Ein Androide ist somit ein spezieller humanoider Roboter. Ein humanoider Roboter in Form einer Frau wird gelegentlich auch Gynoid(e) (gr.: γυνήgyne „Frau“) genannt.…
[Artikel] Robotik – Die Androiden kommen – von Michael Odenwald – auf focus.de
Als emotionsloser Soldat, williger Bettgefährte oder ekelfreier Krankenpfleger: Schon bald werden die Roboter ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft sein. …
[Video] Zu Besuch bei den Androiden des Hiroshi Ishiguro – von anonym – auf dw.com
Wer das Roboterlabor im japanischen Kyoto betritt, trifft auf zahlreiche Androiden. Mit ihrer Hilfe erforscht Professor Hiroshi Ishiguro Fragen der Kognitionswissenschaft, der Neurowissenschaft und der Robotik.…
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Frankenstein und die Zukunft des künstlichen Menschen
Diederichs, München (2001)
ISBN 3720521877
Der Mensch ist das „künstliche“ Tier in Gottes Zoo
Eine provokante These. Norbert Borrmann beschwört Legende und Realität der menschlichen Abbilder. Interessant genug um mal einen Blick inside zu werfen …
Der direkte Bezug zur Phantastik wird im Kapitel 5 hergestellt: Die literarische Vorwegnahme: Frankenstein und die Wissenschaftsutopien der Science-fiction…
So gesehen ist das Thema künstlicher Mensch in der Literatur alt, sehr alt sogar, es ist eines der Urthemen schlechthin. In mündlicher Überlieferungen, Dichtungen, Chroniken und Reiseberichten stoßen wir auf seltsame Wesen, die Sagenwelt und Science-fiction zu verbinden scheinen. …
Auszug 'Kapitel 5', Seite 133-165
künstliche Menschen in der Literatur
Mary Shelleys Frankenstein
Der Blick ins Morgen: Vom Sinn der Science-fiction
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Schutzumschlag
[Artikel] Norbert Borrmann in der METAPEDIA
Norbert Borrmann (* 1953 in Bremen; + 22. Mai 2016) war ein deutscher Publizist. Er studierte Architektur, Kunstgeschichte, Alte und Neuere Geschichte in Bremen und Berlin und promovierte 1987. Er war jahrelang im Bereich der Denkmalpflege und Museumsarbeit tätig und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zur Kunst, Kulturgeschichte und Physiognomik.…
[Rezension] Frankenstein und die Zukunft des künstlichen Menschen – von Hans-Jürgen Heinrichs auf deutschlandfunk.de
Die Genforschung hat das Erschrecken und Staunen über die Phantasien und Fähigkeiten des Menschen, sich umzugestalten und zu perfektionieren, mit Macht neu belebt. Lässt man sich jedoch vom aktuellen Fortschrittstaumel nicht blenden und lenkt den Blick zurück in die Geschichte, zeigt sich, das der Mensch immer schon den Wunsch hatte, sich als Schöpfer seinesgleichen zu betätigen.…
[Download-Interview] Dr. Norbert Borrmann, Kulturwissenschaftler
im Gespräch mit Dr. Wolfgang Habermeyer – auf br.de
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, herzlich willkommen zum heutigen alphaforum.
Wir werden heute über die Zukunft sprechen, über Orte des Schreckens, über Frankenstein, vielleicht auch über Vampire, denn wir haben einen Kulturwissenschaftler zu Gast, der über diese Themen Bücher geschrieben hat, die recht erfolgreich sind. Ich freue mich, heute hier im Studio Dr. Norbert Borrmann
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.