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[Medienhinweis] #248: Hirnkost – Hilferuf zur Rettung des Verlags – news.hirnkost.de

Der Hirnkost Verlag hat in seinem aktuellen Newsletter eindringlich um Hilfe bzw. Unterstützung gebeten, ohne die ein Weiterbestehen nicht möglich sein wird

von Klaus Farin auf news.hirnkost.de

Von den Problemen zu hören, geht nicht nur mir als Käufer des SF-Jahres unter die Haut. Hirnkost bietet wunderschön aufgemachte Wiederveröffentlichungen von klassischer deutschsprachiger SF, hat das legendäre Science Fiction Jahr vor dem Aus gerettet, bietet auch Themen um Jugend- bzw. Gegenkultur und Musik. Vielleicht kann und mag ja jemand helfen oder weiß Hilfe. Es wäre schade um diesen Verlag, darum stelle ich mich hier in den Dienst der Verbreitung des Hilferufes soweit möglich …

Hirnkost Verlag - 2022-09-16

Vor wenigen Monaten sah alles gut aus: Die Corona-Flaute schien überwunden – Ende April hatten wir bereits den Jahresumsatz von 2021 erzielt. Dann kam der Krieg. Die Inflation. Die Horrormeldungen. Die ungewisse Zukunft.
Im Mai und Juni mussten wir mehr Geld an den Buchhandel für Remissionen (zurückgesendete Exemplare) zurückzahlen, als wir Umsätze im Buchhandel erzielten. Bei monatlich 9.800 Euro Festkosten und ohne Rücklagen ein Problem. Der Sommer ist immer umsatzschwach, jetzt hoffen alle auf das Weihnachtsgeschäft. Doch inzwischen vergeht kein Monat, in dem nicht ein Verlag, keine Woche, in der nicht eine Buchhandlung aufgibt. Selbst einer der größten Papierproduzenten, Hakle (wenn auch nicht unbedingt Buchpapier 😊, aber die extremen Kostensteigerungen in dem Bereich treffen uns genauso), ist in die Insolvenz gegangen. Wir wollen nicht in dieser Liste auftauchen. Wir wollen weitermachen. Gerade erst haben wir mit den Wiederentdeckten Schätzen der deutschsprachigen Science Fiction eine 40-bändige Reihe gestartet, deren letzter Band zu meinem 80-jährigen Geburtstag erscheinen wird. Mein Plan ist, dass ich bei der Feier dabei bin.
Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich glaube, dass Hirnkost ein guter Verlag ist und viele Menschen unsere Bücher vermissen würden, wenn es uns nicht mehr gäbe. Schon als ich das Archiv der Jugendkulturen 1997 – vor 25 Jahren – initiiert habe und einen Großteil meiner privaten Rentenversicherung darin „investiert“ habe, haben mich viele für verrückt gehalten. „Das rechnet sich nie.“ Das „rechnet“ sich in der Tat heute noch nicht. Aber das Archiv der Jugendkulturen lebt und wirkt. Und darauf kommt es an. So auch der Verlag, der im nächsten Jahr sein 20. Jubiläum feiern wird. Mit 150 Büchern. Viele davon hätte kein anderer Verlag veröffentlicht.
Aber Optimismus alleine wird leider nicht genügen. Ich selbst kann den Verlag nun nicht mehr am Leben erhalten. Meine Reserven sind aufgebraucht, seit Corona und den dadurch ausfallenden Vorträgen usw. lebe ich selbst von rund 800 Euro im Monat. Es fällt mir sehr schwer, aber es ist notwendig: Ich muss um Unterstützung bitten. Hirnkost braucht schlicht Geld, um die nächsten Monate zu überleben. Die Miete zu zahlen, die Gehälter (nicht für mich, ich leite den Verlag ehrenamtlich), für die Druckkosten etc. der kommenden Bücher. Wir brauchen 25.000 Euro bis Ende November. Egal, ob als Spende, Kredit oder über mehr Einnahmen in unserem Shop. Hier im Detail, was möglich ist, um unser Überleben zu sichern:
 
1.) Uns einen Kredit geben. Wer uns 5.000 Euro gibt, erhält 5.500 Euro ab 2023 in elf monatlichen Raten à 500 Euro zurück, wer uns 10.000 Euro leihen kann, erhält 11.000 Euro in elf Raten à 1.000 Euro zurück. Ja, wir zahlen wesentlich mehr Zinsen als jede Bank und alle anderen Anlagemodelle bieten. Aber das finde ich okay. Wer uns einen Kredit gibt, hilft uns schließlich zu überleben. Und es sind Menschen, die uns helfen, nicht Banken und anonyme Konzerne. Menschen, die etwas Gutes tun wollen und deshalb auch verdient haben, davon selbst ein wenig zu profitieren.
 
2.) Wer es sich leisten kann, uns Geld zu spenden, kann dies über unsere Stiftung Respekt! machen, die wie der Verlag vom Archiv der Jugendkulturen gegründet wurde und heute der größte Anteilseigner des Verlages ist. Hier ist die Bankverbindung: GLS Bank, Konto-Inhaber: Respekt! – Die Stiftung; IBAN: DE13 4306 0967 1126 1636 00; BIC: GENODEM1GLS oder auch Paypal: spenden.respekt@jugendkulturen.de. Ab 200 Euro schicke ich eine Spendenquittung, darunter genügt dem Finanzamt der Überweisungsbeleg.
 
3.) Selbst Gesellschafter:in des Hirnkost Verlags werden, sozusagen mein Boss 😏. Ein Anteil kostet 5.000 Euro; diese können von der Steuer abgeschrieben werden. Es gibt keine weitere Haftung o. ä. Dafür aber lebenslänglich ein Exemplar jeder Neuerscheinung druckfrisch und kostenlos nach Hause geschickt. Nie wieder Probleme mit passenden Weihnachts-, Geburtstags- oder Partymitbringgeschenken.
 
4.) Veranstalter:innen jeglicher Art: Ladet uns auf Eure Kongresse, Fachtagungen und andere Events ein. Wann immer wir können, machen wir gerne Büchertische. Ladet unsere Autor:innen zu Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ein.
 
5.) Bücher bestellen in unserem Shop. Gerne auch im inhabergeführten Buchladen um die Ecke, denn der Buchhandel insgesamt kränkelt und braucht jede Unterstützung. Aber bei Direktbestellungen im Shop bleiben eben 100 Prozent des Ladenpreises bei uns. Wer gerade selbst keinen Bedarf an Büchern hat, kann diese auch verschenken. Da gibt es einmal unsere durchaus beliebten Überraschungspakete oder auch die Büchergutscheine.
 
Eigentlich wollte ich in diesem Newsletter nur erfreuliche Nachrichten verbreiten – über aktuelle, spannende Titel. Tut mir leid, dass ich diesen Finanzteil voranstellen musste. Es ging nicht anders. Ich muss in den nächsten Wochen entscheiden, welche geplanten Titel ich stornieren muss, ob weitere Einsparungen notwendig und möglich sind. Wie gesagt: Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich arbeite heimlich schon an meiner Rede zum Achtzigsten 😎 Aber ganz offen: Ohne Euch wird’s nicht gehen.

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[RAZ-Preis 2022]: Kim Stanley Robinson-Erzähler des Klimawandels – Fritz Heidorn / Kim Stanley Robinson

Dieses Buch ist aus einer Zusammenarbeit zwischen den Autoren, dem Verlag und dem Klimahaus Bremerhaven hervorgegangen

Kategorie: Jahrgangsbücher zum Rein A. Zondergeld-Preis 2022

  • Fritz Heidorn / Kim Stanlley Robinson
  • Kim Stanley Robinson-Erzähler des Klimawandels
  • Hirnkost, Berlin (2022)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 320 Seiten
  • ISBN 9783949452314 (print)
  • ISBN 9783949452321 (epub)
  • ISBN 9783949452338 (pdf)

Kann Literatur Handlungsimpuls sein? Der US-amerikanische Autor Kim Stanley Robinson ist der Meinung, dass es möglich sei, ja, dass es wichtig sei, Menschen mögliche Zukünfte anzubieten, wie er es in seinen Romanen und Erzählungen regelmäßig tut. Zuletzt erschien mit „Das Ministerium für die Zukunft“ (Heyne, 2021) ein Roman, der wie kein anderer Fiktion und Realität zusammenbringt.[…]

Buchbeschreibung

Ein Porträt über den Erzähler des Klimawandels zu seinem 70. Geburtstag. In Zusammenarbeit mit dem Klimahaus Bremerhaven haben Fritz Heidorn und Kim Stanley Robinson ein Werk geschaffen, das in Gesprächen, Interviews und Gastbeiträgen den Klimawandel in seinen Science Fiction-Szenarien beschreibt. Außerdem hat Kim Stanley Robinson auch 10 Stories beigesteuert. Man möchte damit sensibilisieren und Möglichkeiten aufzeigen, den Klimawandel zu verstehen und seinen Auswirkungen zu begegnen. Für mich auch ein heißer Kandidat auf den Rein A. Zondergeld-Preis 2022. Man wird sehen …


  • [Artikel] Kim Stanley Robinson in der WIKIPEDIA

Kim Stanley Robinson (* 23. März 1952 in Waukegan, Illinois) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Autor. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Science-Fiction-Literatur zum Klimawandel: Den Blick für verschiedene Zukünfte öffnen – von Fritz Heidorn – auf klimafakten.de

Schon lange vor Politik und Öffentlichkeit beschäftigte sich die Science Fiction intensiv mit dem Klimawandel. Sie hat, was den Naturwissenschaften oft fehlt: Imagination. Deshalb kann diese Kunstgattung der Gesellschaft beim Umgang mit dem Klimawandel helfen, meint unser Autor Fritz Heidorn in diesem Essay: „Science Fiction ist wie ein spannungslösendes Medikament, das Verkrampfungen im Denken und Fühlen auflöst und uns frei macht für ein neues Denken, das Barrieren überschreitet“…

Auszug Artikel


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Magazine #63 – das Salz in der Phantastik-Suppe: Philosophie Thema -Der Herr der Ringe – Anne-Sophie Moreau (Hrsg.)

Anne-Sophie Moreau (Hrsg.)
Philosophie Thema, Sonderausgabe 22
Philomagazin, Berlin (2022)
ISSN 2627-1966

Herr der Ringe – Tolkien und sein Mythos

Ein Magazin, das man in puncto Phantastik eigentlich nicht am Schirm hat. Trotzdem überrascht es mit einem Thema, das man leicht als trivial abtut. Tolkien und Herr der Ringe? Da gibt es etliche Versuche man Mythos Tolkien, Mittelerde und Herr der Ringe zu partizipieren und viele davon sind auch wirklich trivial. Dieses aber nicht …

Anfangs nahm ich das Magazin mit spitzen Fingern in die Hand und … wurde überrascht. Natürlich kommt auch dieses Magazin nicht an den Eckpunkten von Tolkien und seiner Schöpfung vorbei, aber es gelingt ihm neu Facetten aufzuzeigen, Schlaglichter an Stellen zu werfen, die bislang noch nicht so beleuchtet wurden und schaffte es, dass das Magazin in Griffweite blieb, um so manches nochmals zu lesen …

Aber sein Werk hat auch etwas Zeitloses und Leuchtendes. Es ist, getragen von Liebe zum Erzählen, zur kreativen Schöpfung. Tolkien kreiert eine Kosmologie, vermittelt übergreifende Wahrheiten, kurzum, er schafft das, was man einen Mythos nennt – und erinnert daaran, dass Erzählen das oberste Mittel der Sinnfindung, der „Kontingenzbewältigung“ ist. Es gibt wohl kaum eine wertvollere Ressource für heute. …

Auszug 'Editoral', Seite 3

Ob Denis Scheck über Tolkiens antikapitalistische Utopie und die Lieblingsfigur, den Drachen Smaug, spricht oder Octave Larmagnac-Matheron die Sprachphilosophie Tolkiens analysiert, ob Florian Werner Mittelerde als Vorläufer des Metaverse sieht und erklärt, warum der Ring das zentrale Objekt der Macht in Tolkiens Werk ist, ob Jens Balzer das zwiespältige kulturelle Erbe Tolkiens freilegt oder ob Isabelle Pantin über den Zauber in Tolkiens Geschichten spricht und darüber spekuliert, ob die Fantasie zur Weltflucht oder einen neuen Zugang zur Realität bereithält, oder ob Slavoj Zizek erklärt, warum der Katholik Tolkien eine so heidnische Mythologie erfand und Tristan Garcia den Herr der Ringe als Erzählung der Entzauberung, als Mythos der Entmythologisierung sieht. Das Heft ist es wert, dass man sich mit ihm beschäftigt. Ich werde es auch in die Auswahlliste zum Rein A. Zondergeld-Preis aufnehmen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Anne-Sophie Moreau (Hrsg.)
  • Philosophie Thema, Sonderausgabe 22
  • Herr der Ringe – Tolkien und sein Mythos
  • Philomagazin, Berlin (2022)
  • Magazin, A4, Klebebindung
  • 132 Seiten
  • ISSN 2627-1966

derzeit antiquarisch leider nicht greifbar

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Verlagsseite] Der Herr der Ringe. Tolkien und sein Mythos

Unsere neue Sonderausgabe lädt Sie ein, Tolkien und sein Werk zu ergründen. Wie kaum ein anderes zeugt sein Mythos um Mittelerde von der Kraft der Kreativität, vom Erzählen als oberstes Mittel der „Kontingenzbewältigung“. Was könnte heute eine wertvollere Ressource sein? In unsteten Zeiten sind es Erzählungen, die uns befähigen, Sinn zu stiften und uns den großen Fragen zu stellen.

Auszug



  • [Artikel] Philosophie Magazin in der WIKIPEDIA

Das Philosophie Magazin ist eine Zeitschrift für philosophische, gesellschaftliche, politische und lebensweltliche Themen. …

Auszug



  • [Artikel] J. R. R. Tolkien in der WIKIPEDIA

John Ronald Reuel Tolkien [dʒɒn ˈɹɒnld ɹuːl ˈtɒlkiːn], CBE (* 3. Januar 1892 in Bloemfontein, Oranje-Freistaat; † 2. September 1973 in Bournemouth, England) war ein britischer Schriftsteller und Philologe. Sein Roman Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings, 1954/55, auf Deutsch erschienen 1969/70) ist eines der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts und gilt als grundlegendes Werk für die moderne Fantasy-Literatur. …

Auszug




siehe auch (Auszug):


Die letzten 3 Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 

[Medienhinweis] #247: Einzelheiten sind wichtiger als das große Ganze – literaturkritik.de

Andreas Lindner liefert eine originelle Interpretation von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“

von Martin Lowsky auf literaturkritik.de

Ein Buch, das nicht direkt phantastisches beinhaltet, aber trotzdem interessant klingt. Robert Louis Stevenson, der ja allemal auf der Liste der phantastischen Autoren vermerkt ist, hat mit seiner Abenteuergeschichte nicht nur eines der bekanntesten Jugendwerke geschrieben, sondern auch sprachlich damit Großes vollbracht. Daher hier der Tip …

literaturkritik.de - 2022-08-04

Wie soeben angedeutet, muss man nicht allen Feinheiten in Lindners Studie zustimmen. Jedenfalls ist sie mit ihrem Scharfblick und ihrem Facettenreichtum eine höchst vergnügliche Lektüre. Die bibliografischen Angaben sind manchmal unpräzise (etwa heißt es „Google Eintrag“ statt: wikipedia). Doch zu loben ist diese philologische Sorgfalt: Zitate aus der Schatzinsel werden auf Deutsch geboten und ihr originaler Wortlaut in Fußnoten beigegeben. […]

Auszug Artikel


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Bibliographien #32 – Zeile für Zeile, Eintrag für Eintrag : Autoren der fantastischen Literatur – Jörg Weigand


Jörg Weigand
Autoren der fantastischen Literatur
p.machinery, Winnert (2022)
ISBN 9783957652904

Ein Leitfaden durch die deutschsprachige Sekundärliteratur: Monografien, Erinnerungen und Festschriften

Eine Publikation, die sicherlich ein Standardwerk in der sekundärliterarischen Literatur der Phantastik werden wird. Meines Erachtens reicht die Veröffentlichung an die Bedeutung der Beymehl-Bibliographien heran und rettet einen Wissensschatz vor dem Untergang, der es sicherlich wert ist erhalten zu bleiben …


Neben „Horror im Comic“ (siehe hier im Blog) von Alexander Braun und „Die geheime Geschichte von Wonder Woman“ (siehe hier im Blog) von Jill Lepore, halte ich das ich für einen der heißesten Geheimtipps bei den diesjährigen Preisen für Sekundärliteratur. Das Buch kommt zwar ziemlich unspektakulär daher, bietet aber einen umwerfenden Inhalt, der in seiner ganzen Tragweite noch gar nicht abgeschätzt werden kann. In dieser Form gibt es nur eine Veröffentlichung, welche dieses Buch toppen kann und das wäre das „Bibliographische Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur“ von Corian. Diese Loseblattsammlung ist aber leider schon eingestellt. Insgesamt wären zwar ein paar Schwächen anzumerken, aber in Hinblick auf die Bedeutung dieser Veröffentlichung sind diese alle vernachlässigbar. Die gegebene Hinweise zu sekundärliterarischen Veröffentlichungen für die erfassten Autoren sind teilweise eine enorme Hilfe. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Autoren sind auch nicht in der Corian-Loseblattsammlung erfasst und stellen daher eine maßgebliche Ergänzung dieser Quelle dar. Eine unbedingte Empfehlung.

Diese Zusammenstellung soll auch helfen zu erkennen, über welchen Autor es noch Relevantes zu veröffentlichen gäbe. […] Diese Zusammenstellung soll auch dem akademischen Nachwuchs Hinweise geben, wo ein Thema für eine Diplom- oder Magisterarbeit zu finden sein könnte. Vielleicht auch für eine Dissertation …

“Auszug

Bei aller Begeisterung über das zusammengetragene Wissen und die gelungene Erhaltung dieses Wissens, erlaube ich mir aber einige grundsätzlich Anmerkungen zu solchen Texten, die im Sinne der Sekundärliteratur zu machen wären:

So wertvoll diese Texte für die Erhaltung des Wissensschatzes sind, so verloren scheinen sie im Sinne eins grundsätzlichen Gesamtwissens in Zeiten der technischen Möglichkeiten von EDV zu sein. Wie das Corian-Lexikon ist auch diese Arbeit natürlich vom Mangel der Unvollständigkeit behaftet. Natürlich. Würde man aber alleine diese beiden grundlegenden Arbeiten zusammenlegen und in Form einer durchsuchbaren Datenbank anbieten, so wären die Synergien enorm.

Ich sehe schon ein, dass es schön ist, seinen Namen auf einem Buch zu sehen und vergesse auch nicht, dass finanzielle Aspekte das Buch vielleicht (aber nur vielleicht) interessant machen können. Ich verdränge auch nicht, dass es Manchen ziemlich egal ist, ob die Phantastik-Blase es schafft sich weiterzuentwickeln und Grundlagen zu schaffen, die nicht immer wieder von vorne beginnen und kaum Aussichten haben sich zu einer gewissen Vollständigkeit zu entwickeln. Wobei sich beides – eigenständiges Buch und zusammengefasste Datenbank – gar nicht zu widersprechen brauchen.

Wenn ich meine Handbibliothek mit den wichtigsten bibliographischen Veröffentlichungen zur Phantastik betrachte, so sehe ich mehrere Meter Regalböden, die eine Unzahl von Büchern enthält, die für Recherchen erforderlich sind, welche aber auch eine unendliche Anzahl von redundanten Daten enthält. Und da betrachten wir aber nur Daten zu Büchern und vielleicht Magazinen, aber noch gar nicht Daten zu verstreuten Artikel, Dissertationen und Abschlussarbeiten. Da reden wir auch nicht von nicht angegebenen ISBN-Nummern, unterschiedlichen Datensatz-Zusammenstelllungen und unterschiedlichen Namens-Schreibweisen, die einem das Leben schwer machen.

So froh ich über Veröffentlichungen wie oben bin, so traurig machen mich die vergebenen Möglichkeiten damit. Momentan sind (wieder einmal) einige Initiativen im Anlaufen, die diese Probleme beleuchten und in Angriff nehmen wollen. Ich sehe aber schon jetzt, dass diese wieder vor den altbekannten Hindernissen auflaufen und nicht vom Fleck kommen. Sei es bei der Digitalisierung der Corian-Loseblattsammlungen oder sie es bei der Erhaltung von nicht veröffentlichten Manuskripten und generell von einer Sammlung von Artikel, und Abschlussarbeiten. Fehlende Man-Power, endlose Rechteverhandlungen, fehlende Grundinformationen, mangelnde Gruppenidentität, fehlende Finanzen oder mangelnde Unterstürzung. Daher vielleicht zum Abschluss eine Bitte – sollten euch diesbezüglich vielleicht Initiativen bekannt werden oder an euch herangetragen werden, prüft bitte, ob es euch nicht möglich wäre einen (euren) Teil dazu beizutragen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Jörg Weigand
  • Autoren der fantastischen Literatur
  • Ein Leitfaden durch die deutschsprachige Sekundärliteratur: Monografien, Erinnerungen und Festschriften
  • p.machinery, Winnert (2022)
  • Taschenbuch
  • 232 Seiten
  • ISBN 9783957652904

Kleinster Preis: € 14,90, größter Preis: € 15,26, Mittelwert: € 14,90

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Jürg Weigand in der WIKIPEDIA

Jörg Ernst Weigand (* 21. Dezember 1940 in Kelheim/Donau) ist ein deutscher Schriftsteller und Herausgeber. Unter dem gemeinschaftlichen Pseudonym Celine Noiret veröffentlichte er auch mit Karla Weigand. In jüngerer Zeit ist Weigand auch als Komponist hervorgetreten. …

Auszug Artikel



  • [Liste] Kategorien der phantastischen Literatur in der WIKIPEDIA

Einträge in der Kategorie „Phantastische Literatur“
Folgende 200 Einträge sind in dieser Kategorie, von 261 insgesamt.

Auszug Artikel



  • [Liste] von Phantastikautoren in der WIKIPEDIA

In Wikipedia gibt es eine Liste von Science-Fiction-Autoren, eine Liste von Fantasyautoren, eine Liste von Steampunk-Werken und eine Liste von Märchen.
Diese Liste hier umfasst Autoren von Werken, die zwar der Kategorie Phantastik, aber nicht den Unterkategorien Science-Fiction, Fantasy, Steampunk oder Märchen zugeordnet werden können.

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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