die vierte Ausgabe des Magazins steht ganz im Zeichen des Mars. Ob es dem Magazin gut tut? Man wird sehen – mir ist es zu viel auf einmal, obwohl das Thema an sich schon seine Berechtigung hat. …
Ich tue mir einfach schwer mit diesem Heft. Das ist natürlich eine sehr subjektive Beurteilung, aber ich denke, dass das Material hier etwas unglücklich in eine Form gezwängt wurde, die es erschwert, den wahren Informationsgehalt wahrzunehmen. Der Text wird zerfleddert zwischen einer fiktiven Randgeschichte, eingestreuten Sekundärelementen von Rezensionen bzw. Werkbesprechungen und einer Themenbesprechung in chronologischer und thematischer Form. Dazwischen die Abbildungen von unzähligen Titelcover. Manche würden sagen aufgelockert, manche vielleicht leseflußzerstörend in einem dreispaltigen Layout. …
Und wir warnen Sie: Wir haben über 300 Romane und mehr als 180 Kurzgeschichten zum Mars aufgestöbert, dazu zwei Dutzend Sachbücher, etliche Comics und fast 80 Filme, und nicht zuletzt auch einige Musikstücke. Das Ganze gut durchgerührt und thematisch neu sortiert, haben drei Gastköche zum Mitköcheln eingeladen, vieles (aber bei weitem nicht alles) ausgewählt, das Selektierte mit diversen Sorten an Humor gewürzt, und über das fertige, vielfältige Menü noch ein paar appetitanregende Perlen gestreut. …
Auszug 'Vorwort', Seite 1
Vielleicht war es ein bisschen zu viel durchgerührt, zu viele Köche und ein zu üppiges Menü. Aber man muß trotzdem die geleistete Arbeit hervorheben und bewundern. Und – eines ist absolut ein hervorragender Einfall gewesen: Die kostenlos downloadbare Ergänzung zum Themenband – „Die Marsbibliothek“.
Die Marsbibliothek – Seite 1
Eine Bibliographie der Marsliteratur, -film und -musik. Diese ist für mich – und das ist wieder ein furchtbar subjektives Urteil – das Beste an dem diesjährigen Heft. Abgesehen von Hardy Kettlitz’s „Science Fiction History“, die ich für einen wichtigen Bestandteil des Heftes halte und überhaupt als einen der wertvollsten Beiträge in diesem Magazin. …
Alles in allem gibt es trotzdem eine Empfehlung für !Time Machine, Ausgabe 4. Ich denke, für andere Leser kann das Heft durchaus eine angenehmere Lektüre sein und ich bin höchst interessiert, wie diese Heft anderswo besprochen werden wird. Mal sehen, wie subjektiv diese hier vorgestellte Meinung wirklich ist.
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Anmerkung1
Übersetzer
Illustrator
[Artikel] Der Mars in der WIKIPEDIA
Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. …
„Die Marsbibliothek“ kannst du hier kostenlos runterladen. Die Bibliographie ist sowohl chronologisch als auch Alphabetisch sortiert und beinhaltet 305 Romane, 25 Sachbücher, 15 Comics, 16 Kurzgeschichten sowie 187 Novellen und Erzählungen, daneben 77 Filme und 21 Songtitel mit bibliographischen Daten zu deutschsprachigen Erstausgaben und Neuausgaben. …
Udo Klotz wurde 1962 Alzenau geboren. Er studierte Mathematik und Informatik in Darmstadt und arbeitete später als Systementwickler und Projektleiter. Heute arbeitet er als Product Line Manager in der Software-Entwicklung in München. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Das dritte Zine der Reihe ist wie immer professionell gemacht und bietet kriminelle Science Fiction, Zeitreise, amerikanische Alltagskultur, Science Fiction als Kunstform, Altes aus der Weimarer Republik, Science Fiction History und Probleme der Self Publisher …
Für mich sehr schmeichelhaft ist die Erwähnung dieser Website im Artikel von Michael Weisser “ Science-Fiction als Kunstform? Erinnerungen, Verknüpfungen und Visionen“. Er benutzt Beispiele aus der Sammlung „Science Fiction ist …“ und verbindet diese mit seiner Frage zur Kunstform Science Fiction …
Was sagt Thomas Sebesta als kenntnisreicher, bibliophiler Sammler von Werken zur Sekundärliteratur zur Phantastik zum Begriff Science Fiction? Er nennt sie eine „realistische Spekulation über Möglichkeiten“ …
Auszug, Seite 24
Danke, für dieses Zitat, es tut wohl wahrgenommen zu werden. Im Übrigen kann ich nur empfehlen, dieses Heft zu genießen, das nächste Heft kommt erst wieder in einem Jahr …
Der Wurdack-Verlag ist ein im Jahr 2004 gegründeter Kleinverlag mit Sitz in Nittendorf bei Regensburg. Inhaber ist Ernst Wurdack. Der Schwerpunkt liegt auf deutschsprachiger Phantastik. Der Verlag wurde vor allem durch seine Anthologien zum Wettbewerb der Storyolympiade und durch seine Neuveröffentlichung der Mark-Brandis-Reihe Weltraumpartisanen von Nikolai von Michalewsky bekannt. …
Man traut sich auch lange Artikel zu bringen (Dass sie für eine Ausgabe zu lang sind, siehe oben). Im Speziellen „In achtzig Kratern um den Mond“ von Udo Klotz finde ich, trotz der Länge, gut bis sehr gut. Ich selbst habe einen solchen Artikel in der Schublade, der sich im Beginn fast als Zwilling zeigt, aber jetzt kann ich diesen dem Schredder übergeben – es gibt kaum was hinzuzufügen. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Das Magazin aus dem Wurdack-Verlag, dass nur einmal im Jahr erscheint (leider). Heute ist die zweite Ausgabe auf meinem Schreibtisch gelandet und ich muss sagen, die Erwartungen wurden erfüllt und das Magazin hat sich, nach der Startauflage 2018, etabliert. Mal sehen wie lange Wurdack ein Magazin in dieser Qualität gewillt ist zu finanzieren. Noch dazu ein Magazin mit sekundärliterarischem Inhalt…
!Time Machine, Ausgabe 2/2019
Christian Hoffmann / Udo Klotz (Redak.)
!Time Machine, Ausgabe 2, 2019
Wurdack, Nittendorf (2019), Magazin A4 geheftet, 66 Seiten
Also, die zweite Ausgabe des Magazins aus dem Hause Wurdak konnte das halten, was die Erste versprochen hat. Alle Kritik, die es geben mag, ist Jammern auf hohem Niveau und schmälert nicht das Gesamtbild.
Fangen wir damit an und vergessen es dann sofort wieder.
Der Bezug aus dem Ausland hat sich etwas schwierig gestaltet aber das sollte jetzt behoben sein, die Software gibt es jetzt her, dass man ausländische Adressen eingibt. Drum gibt’s diese Besprechung auch erst jetzt …
Für meinen Geschmack sind einige der Artikel für ein Magazin zu lange. Hier erneuere ich meine Anregung das Magazin auf (zumindest) zwei Ausgaben pro Jahr zu erweitern (wünschen wird man sich ja noch was dürfen). Die Aufteilung von so langen Artikel würde dem Magazin m.E. guttun.
So, Schluß damit, zum Positiven:
Man traut sich auch lange Artikel zu bringen (Dass sie für eine Ausgabe zu lang sind, siehe oben). Im Speziellen „In achtzig Kratern um den Mond“ von Udo Klotz finde ich, trotz der Länge, gut bis sehr gut. Ich selbst habe einen solchen Artikel in der Schublade, der sich im Beginn fast als Zwilling zeigt, aber jetzt kann ich diesen dem Schredder übergeben – es gibt kaum was hinzuzufügen. Allerdings frage ich mich warum niemandem (ich kenne mehrere Artikel zum Thema) Perry Rhodan dazu einfällt. Da spielt der Mond auch in vielen Fällen eine nicht so geringe Rolle. Da gibt es einige Spezialessays darüber, also?
Mark Brandis – Abenteuer im Weltall – gut, eine Gelegenheit fein in eigener Sache Werbung zu machen. Wenn es aber dazu beträgt ein Magazin zu erhalten so sei es. Interessant ist er allemal.
Den Artikel „Willy Ley und der Luftpriat“ von Wolfgang Both fand ich auch in Ordnung. In dieser Artikel-Übersetzung stellt Willy Ley den Kapitän Mors neben Figuren wie Nat Pinkerton, Nick Carter, Buffalo Bill und Captain Future.
Highlight in diesem Heft ist für mich aber mit Abstand der Artikel „Religion und Science Fiction“ von Hans Frey. Gut, verständlich und mit Beispielen hinterlegt bietet er Information und überzeugt. Jedenfalls lese, auch wenn der Titel etwas altbacken daherkommt.
Sehr gut finde ich auch „Science Fiction History“ von Hardy Kettlitz. Hier wäre noch anzumerken, dass ich solche Zusammenstellungen von Autoren aus der ehemaligen DDR immer interessanter finde, da diese auch immer die Veröffentlichungen, Ereignisse und Personen auch aus der ehemaligen DDR mit einfließen lassen. Dies vergessen Nicht-DDR-Erfahrene sehr oft. Dass es hier zwei Sphären gab, die beide einer Betrachtung bedürfen. Auch, wenn manche gefühlt vielleicht etwas hochmütig auf die DDR-Spezifika herabblicken.
Jedenfalls hervorzuheben und zu loben sind die umfangreichen Literaturverzeichnisse die auf eine Vertiefung der Lektüre einladen.
Resümee:Auf jeden Fall kaufen und lesen. Das Heft macht Spaß und die Wartezeit von einem Jahr auf ein Neues fällt schwer. Für sekundärliterarisch Interessierte ist das Heft ohnehin ein Pflichtkauf.
Antiquarisch gesichtet: Verlagsneu – aus dem Wurdak-Verlag, 4,90 Euro
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich.