Kategorie: Artikel (Zeitung, Magazin)

Jornalistische Darstellungsform von Beiträgen in Zeitungen, Fanzine und Magazinen mit meinungsbildendem Inhalt

[Medienhinweis] #250: Gedanken zu einem Skandal – Klaus Marion in: Andromeda Nachrichten 286

Gedanken zu einem Skandal

von Klaus Marion in Andromeda Nachrichten 286

Der HUGO-Skandal 2023 in einer Betrachtung, die ich euch nicht vorenthalten möchte, wenn ihr sie nicht schon im Original gelesen habt. Für jene, die nicht SFCD-Mitglied sind und daher die Andomeda Nachrichten nicht bequem ins Haus geliefert bekommen. Auch für jene, die um die Möglichkeit der kostenlosen Bezugsmöglichkeit der Andromeda Nachrichten als PDF-Exemplar nicht wissen.

Ich finde, es ist an def Zeit sich über solche Preise Gedanken zu machen und das macht Klaus Marion in sehr eindringlicher Art, die ich gut finde. Dies möge als Warnung auch für unsere Literaturpreise wie KPL und Vinzent-Preis oder den DSFP dienen. Nicht dass ich diesen solche Abwege zutraue, aber in grundsätzlicher Art. Man muss immer wieder hinterfragen, ob das was entschieden wird auch das richtige ist und kein Holzweg.  …

 

Andromeda Nachrichten 286

 

Was ist genau passiert:
Die Verantwortlichen beim HUGO Award (um es klar zu sagen: amerikanische Vertreter der HUGOS und  langjährige und geachtete Mitglieder der Fanszene) haben anscheinend während der Nominierungsphase Angst bekommen, dass das politische China ein Problem mit Themen und insbesondere mit der chinesisch- stämmigen Herkunft einiger Autoren haben könnte.‘ Veröffentlichte (geteakte) [vermutlich: geleakte Anm.d.Erstellers] Mails lassen erkennen, dass man befürchtete, dass Auslandschinesen als Autoren oder auch Themen mit Bezug zu China (insbesondere historische Einordnungen) die politische Führung der Volksrepublik verärgern oder gar zu einem Eingreifen bewegen könnte, und hat dann Autoren und ihre Werke als »nicht zulassungsfähig« (»not eligible«) aus der  Nominierungsphase genommen.
Belegt ist das für die Autoren Neil Gaiman,R. F. Kuang, Xiran Jay Zhao und Paul Weimer.[…]

Auszug Artikel Andromeda Nachrichten 286, Seite 90

Die angesprochenen Vorgänge haben mir schon einiges zu denken gegeben. Wenn ein Literaturpreis, den ich immer für einigermaßen korrekt gehalten habe, auf solche Weise benutzt und abgewertet wird, so stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, derartige Preise zu vergeben. Wenn auch nur ein Teil der angesprochenen Vorgänge so stattfanden, wie beschrieben, so halte ich den Preis für gravierend beschädigt. Zum Schaden der Literaturschaffenden. Aber lest selbst die Ausführungen von Klaus Marion und macht euch eure eigenen Gedanken …

oder

der download des Artikel hier im Blog: Marion, Klaus – Gedanken über einen Skandal

Übrigens unter: https://sfcd.eu/publikationen/andromeda-nachrichten.html könnt ihr euch die Andromeda Nachrichten ab Nummer 252 kostenlos herunterladen …


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[Medienhinweis] #248: Hirnkost – Hilferuf zur Rettung des Verlags – news.hirnkost.de

Der Hirnkost Verlag hat in seinem aktuellen Newsletter eindringlich um Hilfe bzw. Unterstützung gebeten, ohne die ein Weiterbestehen nicht möglich sein wird

von Klaus Farin auf news.hirnkost.de

Von den Problemen zu hören, geht nicht nur mir als Käufer des SF-Jahres unter die Haut. Hirnkost bietet wunderschön aufgemachte Wiederveröffentlichungen von klassischer deutschsprachiger SF, hat das legendäre Science Fiction Jahr vor dem Aus gerettet, bietet auch Themen um Jugend- bzw. Gegenkultur und Musik. Vielleicht kann und mag ja jemand helfen oder weiß Hilfe. Es wäre schade um diesen Verlag, darum stelle ich mich hier in den Dienst der Verbreitung des Hilferufes soweit möglich …

Hirnkost Verlag - 2022-09-16

Vor wenigen Monaten sah alles gut aus: Die Corona-Flaute schien überwunden – Ende April hatten wir bereits den Jahresumsatz von 2021 erzielt. Dann kam der Krieg. Die Inflation. Die Horrormeldungen. Die ungewisse Zukunft.
Im Mai und Juni mussten wir mehr Geld an den Buchhandel für Remissionen (zurückgesendete Exemplare) zurückzahlen, als wir Umsätze im Buchhandel erzielten. Bei monatlich 9.800 Euro Festkosten und ohne Rücklagen ein Problem. Der Sommer ist immer umsatzschwach, jetzt hoffen alle auf das Weihnachtsgeschäft. Doch inzwischen vergeht kein Monat, in dem nicht ein Verlag, keine Woche, in der nicht eine Buchhandlung aufgibt. Selbst einer der größten Papierproduzenten, Hakle (wenn auch nicht unbedingt Buchpapier 😊, aber die extremen Kostensteigerungen in dem Bereich treffen uns genauso), ist in die Insolvenz gegangen. Wir wollen nicht in dieser Liste auftauchen. Wir wollen weitermachen. Gerade erst haben wir mit den Wiederentdeckten Schätzen der deutschsprachigen Science Fiction eine 40-bändige Reihe gestartet, deren letzter Band zu meinem 80-jährigen Geburtstag erscheinen wird. Mein Plan ist, dass ich bei der Feier dabei bin.
Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich glaube, dass Hirnkost ein guter Verlag ist und viele Menschen unsere Bücher vermissen würden, wenn es uns nicht mehr gäbe. Schon als ich das Archiv der Jugendkulturen 1997 – vor 25 Jahren – initiiert habe und einen Großteil meiner privaten Rentenversicherung darin „investiert“ habe, haben mich viele für verrückt gehalten. „Das rechnet sich nie.“ Das „rechnet“ sich in der Tat heute noch nicht. Aber das Archiv der Jugendkulturen lebt und wirkt. Und darauf kommt es an. So auch der Verlag, der im nächsten Jahr sein 20. Jubiläum feiern wird. Mit 150 Büchern. Viele davon hätte kein anderer Verlag veröffentlicht.
Aber Optimismus alleine wird leider nicht genügen. Ich selbst kann den Verlag nun nicht mehr am Leben erhalten. Meine Reserven sind aufgebraucht, seit Corona und den dadurch ausfallenden Vorträgen usw. lebe ich selbst von rund 800 Euro im Monat. Es fällt mir sehr schwer, aber es ist notwendig: Ich muss um Unterstützung bitten. Hirnkost braucht schlicht Geld, um die nächsten Monate zu überleben. Die Miete zu zahlen, die Gehälter (nicht für mich, ich leite den Verlag ehrenamtlich), für die Druckkosten etc. der kommenden Bücher. Wir brauchen 25.000 Euro bis Ende November. Egal, ob als Spende, Kredit oder über mehr Einnahmen in unserem Shop. Hier im Detail, was möglich ist, um unser Überleben zu sichern:
 
1.) Uns einen Kredit geben. Wer uns 5.000 Euro gibt, erhält 5.500 Euro ab 2023 in elf monatlichen Raten à 500 Euro zurück, wer uns 10.000 Euro leihen kann, erhält 11.000 Euro in elf Raten à 1.000 Euro zurück. Ja, wir zahlen wesentlich mehr Zinsen als jede Bank und alle anderen Anlagemodelle bieten. Aber das finde ich okay. Wer uns einen Kredit gibt, hilft uns schließlich zu überleben. Und es sind Menschen, die uns helfen, nicht Banken und anonyme Konzerne. Menschen, die etwas Gutes tun wollen und deshalb auch verdient haben, davon selbst ein wenig zu profitieren.
 
2.) Wer es sich leisten kann, uns Geld zu spenden, kann dies über unsere Stiftung Respekt! machen, die wie der Verlag vom Archiv der Jugendkulturen gegründet wurde und heute der größte Anteilseigner des Verlages ist. Hier ist die Bankverbindung: GLS Bank, Konto-Inhaber: Respekt! – Die Stiftung; IBAN: DE13 4306 0967 1126 1636 00; BIC: GENODEM1GLS oder auch Paypal: spenden.respekt@jugendkulturen.de. Ab 200 Euro schicke ich eine Spendenquittung, darunter genügt dem Finanzamt der Überweisungsbeleg.
 
3.) Selbst Gesellschafter:in des Hirnkost Verlags werden, sozusagen mein Boss 😏. Ein Anteil kostet 5.000 Euro; diese können von der Steuer abgeschrieben werden. Es gibt keine weitere Haftung o. ä. Dafür aber lebenslänglich ein Exemplar jeder Neuerscheinung druckfrisch und kostenlos nach Hause geschickt. Nie wieder Probleme mit passenden Weihnachts-, Geburtstags- oder Partymitbringgeschenken.
 
4.) Veranstalter:innen jeglicher Art: Ladet uns auf Eure Kongresse, Fachtagungen und andere Events ein. Wann immer wir können, machen wir gerne Büchertische. Ladet unsere Autor:innen zu Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ein.
 
5.) Bücher bestellen in unserem Shop. Gerne auch im inhabergeführten Buchladen um die Ecke, denn der Buchhandel insgesamt kränkelt und braucht jede Unterstützung. Aber bei Direktbestellungen im Shop bleiben eben 100 Prozent des Ladenpreises bei uns. Wer gerade selbst keinen Bedarf an Büchern hat, kann diese auch verschenken. Da gibt es einmal unsere durchaus beliebten Überraschungspakete oder auch die Büchergutscheine.
 
Eigentlich wollte ich in diesem Newsletter nur erfreuliche Nachrichten verbreiten – über aktuelle, spannende Titel. Tut mir leid, dass ich diesen Finanzteil voranstellen musste. Es ging nicht anders. Ich muss in den nächsten Wochen entscheiden, welche geplanten Titel ich stornieren muss, ob weitere Einsparungen notwendig und möglich sind. Wie gesagt: Ich bin ein optimistischer Mensch. Ich arbeite heimlich schon an meiner Rede zum Achtzigsten 😎 Aber ganz offen: Ohne Euch wird’s nicht gehen.

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[Medienhinweis] #247: Einzelheiten sind wichtiger als das große Ganze – literaturkritik.de

Andreas Lindner liefert eine originelle Interpretation von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“

von Martin Lowsky auf literaturkritik.de

Ein Buch, das nicht direkt phantastisches beinhaltet, aber trotzdem interessant klingt. Robert Louis Stevenson, der ja allemal auf der Liste der phantastischen Autoren vermerkt ist, hat mit seiner Abenteuergeschichte nicht nur eines der bekanntesten Jugendwerke geschrieben, sondern auch sprachlich damit Großes vollbracht. Daher hier der Tip …

literaturkritik.de - 2022-08-04

Wie soeben angedeutet, muss man nicht allen Feinheiten in Lindners Studie zustimmen. Jedenfalls ist sie mit ihrem Scharfblick und ihrem Facettenreichtum eine höchst vergnügliche Lektüre. Die bibliografischen Angaben sind manchmal unpräzise (etwa heißt es „Google Eintrag“ statt: wikipedia). Doch zu loben ist diese philologische Sorgfalt: Zitate aus der Schatzinsel werden auf Deutsch geboten und ihr originaler Wortlaut in Fußnoten beigegeben. […]

Auszug Artikel


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[Medienhinweis] #246: PAN fördert Vincent Preis – vincent-preis.blogspot.com

Das ist der Blog des Deutschen Horrorliteraturpreises

von Das Vincent Preis Forum auf vincent-preis.blogspot.com

Ich denke, sich für den Vincent-Preis zu engagieren, war eine gute Entscheidung…

Vncent-Preis vs. PAN - 2022-07-19

Der gemeinnützige Verein Phantastik Autoren Netzwerk e.V. (kurzPAN), der 2015 in Köln gegründet wurde und sich der Förderung phantastischer Texte und Autor*innen verschrieben hat, wird ab dem nächsten Jahr den Vincent Preis finanziell unterstützten. Der Verein engagiert sich auf Buchmessen und ähnlichen Veranstaltungen, greift talentierten Autor*innen mit Stipendien unter die Arme und unterstützt auch bereits den SERAPH finanziell. Nun hat sich der Verein entschlossen, den Vincent Preis ebenfalls zu fördern: Für 2023 wurden insgesamt 1150 Euro zugesagt und für 2024 mindestens 1000 Euro. Die Förderung wird zum überwiegenden Teil für ein Preisgeld in ausgewählten Kategorien (Roman, Kurzgeschichte, Grafik, weitere Kategorien sind in Diskussion) verwendet.[…]

Auszug Artikel


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[Medienhinweis] #245: Shortlist des Phantastikpreises der Stadt Wetzlar 2022 – phantastik-autoren.net

Von der Longlist mit zehn Titeln sind noch drei im Rennen um den mit 4000,- € dotierten Phantastikpreis der Stadt Wetzlar.

von anonym auf phantastik-autoren.net

Und wieder steht eine Entscheidung bevor, bin schon gespannt …

phantastik-autoren.net - 2022-07-03

Der diesjährige Siegertitel wird Ende Juli bekannt gegeben; die öffentliche Preisverleihung findet voraussichtlich am 10. September 2022 im Rahmen der 38. „Wetzlarer Tage der Phantastik“ statt. […]

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