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Erschienen: CTHULHU LIBRIA NEO: HAUNTED HOUSES — Edition CL

cthulhu libria neo- haunted houses

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Ebenfalls diesen Monat ist die neuste Ausgabe des Phantastik-Magazins CTHULHU LIBRIA NEO erschienen; dieses Mal mit dem Schwerpunkthema HAUNTED HOUSES. Erforscht mit uns die Tiefen der dunklen Phantastik! Jörg Kleudgen & Eric Hantsch (Hrsg.) 81 Seiten Heft Preis 6,37 €

über Erschienen: CTHULHU LIBRIA NEO: HAUNTED HOUSES — Edition CL

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Monmouth – Zimmer – Vielhauer. Drei auf den Spuren Merlins … – Teil 1/3

Inge Vielhauer (Hrsg.) - Das Leben des Zauberers Merlin

Inge Vielhauer (Hrsg.) – Das Leben des Zauberers Merlin

Nun ist es doch nicht  der Tolstoy geworden, der zu erst abgearbeitet wird. Naja, er ist auch etwas umfangreicher als das jetzige Stück.

Über Inge Vielhauer(-Pfeiffer) habe ich nicht viel herausgefunden. 1920  in Heidelberg geboren, Doktor der Philiosophie und zumindest bis 1980 zwei größere Veröffentlichungen. „Das Leben des Zauberers Merlin“ und „Bruder und Schwester. Untersuchungen  und Betrachtungen zu einem Urmotiv zwischenmenschlicher Beziehung“ aus dem Jahre 1979. Sieht mir ein bisschen dünn aus, aber momentan nicht zu ändern.

An letzteres schließt wohl ein Beitrag in „Inklings, Band 8“ an. „Merlins Schwester. Betrachtungen zu einem keltischen Sagenmotiv„. Leider habe ich gerade diesen Band nicht in meiner Sammlung und muß mir erst den Beitrag organisieren. Das wird aber sicher, im Sinne meiner Betrachtungen zu Merlin, geschehen. Zu prüfen wäre, ob diese Arbeit auch zu Merlins Gesamtbild beitragen kann.

Dieter Petzold (Hrsg.) - Inklings, Band 19

Das Buch selbst, hier in der 3. Auflage (zwei weitere: 4. Aufl. 1985 und 5. Auflage 1991 sind mir noch bekannt) wurde schon kurz in „Inkling, Band 19“ besprochen. Dort reichte es für eine Seite launige Anmerkungen und für eine Kritik, die mir jetzt ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. „… Ein Nachtrag über das weitere Schicksal Merlins in Literatur und Film des 20. Jahrhunderts wäre nützlich gewesen. …“ (Zitat, Inkling, Band 19, Seite 264).

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Ein Kommentar

Größling, Andreas: Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung

Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung
Andreas, Gößling: Drachenwelt – Geister der Schöpfung und Zerstörung, Piper München/Zürich (2003), ISBN 3492265022

Andreas Gößling hat unter dem Pseudonym Pietro Bandini bislang vier Bücher veröffentlicht. Darunter war das Buch Drachenwelt. Geister der Schöpfung und Zerstörung, welches 1996 im Weitbrecht-Verlag erschienen ist. Dieses Buch wurde 2003 als erweiterte Taschenbuchausgabe und auch als Ebook von Piper, unter seinem richtigen Namen, neu aufgelegt.

… Denn vom Genozid an den Drachen hat sich unser abendländischer Lebensraum bis heute nicht erholt. … (Drachenwelten, Seite 283)

Diese Buch liegt  mir hier vor und ich muss sagen, dass ich einigermaßen überrascht war, als ich das Buch aufschlug und begann mich damit auseinanderzusetzen. Eigentlich um meine Recherchearbeiten zu meinem eigenen „Drachenbuch der Sekundärliteratur“ weiterzubringen fand ich darin Aussagen, welche die Richtung meiner eigenen Ausführungen zur Sekundärliteratur der phantastischen Drachen eine etwas andere Richtung einschlagen ließen. Ich musste die Betrachtungen auf Grund dieses Buches zeitlich viel früher ansetzen.

„Was haben Drachenmythen mit unserer heutigen Welt noch zu tun?“ – fragt unter anderem Andreas Gößling. Die Antwort auf eine der unzähligen Fragen die Größling aufwirft, gelingt vorgegriffen, nur bedingt. Diese Rückschlüsse des Autors auf die heutige Zeit gehen in der Flut der Mythenbetrachtung ein bisschen unter.

Größing legt seine Drachenformen sehr grundsätzlich und zeitlich sehr früh an. Er postuliert im Grunde genommen , das die Schöpfung der Welt nicht der Beginn alles Seins war. Seine Ausführungen zielen auf das Vorhandensein von Urgöttern vor dem biblischen Gott. Auch babylonische, indische und überhaupt asiatische Mythen ließen sich in dieses Postulat mit aufnehmen. Jahwe nutzt den Urdrachen um die Schöpfung zu formen. Die dramatische Vorgeschichte vor „Es werde Licht …“ wird von der Bibel veschwiegen.

Dabei wird sehr bewußt die Rolle des weiblichen Prinzips beleuchtet, welches in den meisten Fällen in Zuge der Schöpfungsgeschchte vom männlichen Prinzip, und das meist sehr martialisch, abgelöst wird. Der Ausgangspunkt der Götterwelten ist bei Gößling zumeist überhaupt ein hermaphroditischer Drache. Wobei es meiner Meinung nach fraglich ist, ob dabei immer ein Drache im Sinne der heutigen Auslegung dabei gemeint ist.

Trotzdem führt Gößling seinen Drachen, als mythisches Wesen, in seinem Sinne folgerichtig bis in die heutige Zeit und man bekommt eine Ahnung davon, warum die Gestalt des Drachen einfach nicht umzubringen ist. Warum der Drache schon jahrtausendelang im Geist der Menschen überlebt. Auch wenn er kein faktisches Wesen ist.

Anfangs bereitet der Autor einiges Kopfzerbrechen in der Art und Weise wie er Drachen und Engel verbindet. Aber der wirkliche AHA-Effekt liegt auch darin, dass Gößling die unterschiedlichen Mythen der Welt, sei es europäischer, asiatischer oder auch amerikanischer Provenienz sehr einprägend gegenüberstellt. Die Erkenntnis der Ähnlichkeiten verblüfft teilweise und öffnet neue Zugänge.

Gößling betrachtet  biblische, babylonische, griechische, indische, chinesische, japanische und zoroastrische Drachenmythen in eindringlicher Gründlichkeit und bezieht auch die Drachen der Gnosis, der Inquisition und des Nordens mit in seine Überlegungen ein.

Normalerweise müßte man bei diesem Thema befürchten sehr trockene Kost vorgesetzt zu bekommen. Das weiß Größling jedoch zu vermeiden. Aber, Frühstückslektüre ist sein Buch beileibe nicht. Es erfordert schon ein gerütteltes Maß an Arbeit um das angebotene Wissen auch konkret verarbeiten zu können. Aufgelockert durch Auszüge aus der entsprechenden Literatur schafft es der Autor jedoch den Leser bei der Stange zuhalten.

Dem Drachen-„Interessierten“ bietet das Buch die Möglichkeit das Thema Drache sozusagen vom „Anbeginn der Zeit“ zu verfolgen. Es kann Grundlage zu weiterführenden Studien sein und bietet durch seine Gründlichkeit zahlreiche Startpunkte um die verschiedensten Thesen zu Drachen nachzuverfolgen.

Größing mag mit diesem Buch auch provozieren, nicht jeder Linie seiner Argumentation mag man folgen, aber schon als Überblick, als Querschnitt durch die Schöpfungsmythen, hat das Buch seine Berechtigung.

… Drachen sind der Inbegriff all dessen, was den absoluten Herrschaftsanspruch des Sonnengottes in unserem Himmel und in unseren Köpfen bedrohen – deshalb wird niemand sie je erschlagen können. Aber zugleich sind sie unendlich viel mehr: die mächtigen Hüter all jener nichtrealen Wirklichkeiten, die der von mathematischer Magie behexte Verstandesgott so beharrlich wie vergeblich zu zertrümmern versuchte….(Drachenwelten, Seite 283)

 

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Demokratie, eine entartete Staatsform …

„… Aristoteles unterscheidet drei „gute“ Staatsformen – Monarchie, Aristokratie und Politie –  sowie drei „entartete“ Staatsformen – Tyrannis, Oligarchie und Demokratie. Während in den guten Staaformen zum allgemeinen Nutzen regiert werde, sei die Tyrannis eine Alleinherrschaft zum Nutzen des Herrschers, die Oligarchie eine Herrschaft zum Nutzen der Reichen und die Demokratie eine solche zum Nutzen der Armen …“
(siehe dazu Inklngs 30, seite 246)

Inklings, Band 30Ich  muss gestehen, so habe ich das bisher noch nicht gehört. Gerd Strohmeier stellt diese und andere Grundzüge der Gewaltenteilungslehre an den Anfang seines Artikels „Ein Ring … Gewaltenteilung zu unterbinden – J. R. R. Tolkiens The Lord of the Rings aus Sicht der Gewaltenteilungslehre“.

Ich habe diesen Artikel ganz unbedarft zu lesen begonnen und bin dann unversehens über diese Textstelle gestolpert. Demokratie – eine entartete Staatsform zum Nutzen der Armen? Ich war etwas verblüfft. Kann man das wirklich so sehen? Ist unsere Demokratie also keine Demokratie im Sinne Artisoteles?

Aristoteles relativiert diese Aussage jedoch einigermaßen, indem er als beste Staatsform die mildeste Form der Demokratie vereint mit der mildesten Form der Oligarchie als Mischverfassung sieht.

Jedenfalls hat mich dieser Artikel einigermaßen zum Nachdenken gebracht. Man soll also nicht sagen, dass ältere Artikel nicht doch noch Nachwirkungen haben können. Den Rest des Beitrags lesen »

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Peter Wilfert: Einleitende Gedanken zur Fantasy – Teil 1

Der Goldmann Fantasy Foliant I, herausgegeben 1983 von Peter Wilfert, enthält ein Vorwort des Herausgebers zur Serie Fantasy Foliant und darüber hinaus die Wiedergabe eines Interviews das Peter Wilfert  dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels gegeben hatte.

Goldmann Fantasy Foliant I
Die damals neue Serie

Dazu merkte er an: „… Die dort aufgezeigten – und zugegebenermaßen subjektiven – Maßstäbe, Definitionen und Auswalkriterien für die Goldmann Fantasy-Reihe und für diesen Band sollen durch den Abdruck möglichst viele zum Nachdeneken und Diskutieren über Fantasy anregen…“

Nun auch 35 Jahre nach diesem Vorwort ist es anregend darüber zu reden. Abgesehen davon, dass es natürlich auch Werbung für Goldmann und die neue Fantasy-Reihe darstellt gibt es schon Ansatzpunkte für eine rege Diskussion.

Neu war mir zu Beispiel, der Bezug auf den russischen Literaturwissenschaftler Jurij Lotman (1922-1993) (den ich bis dahin nicht auf dem Radar hatte) und auf dessen strukturelle Textanalyse (Informationen zu diesem angesprochenen Aufsatz wären mir sehr hilfreich).

Kurz und schematisch dargestellt:

  1. Horror/Grusel/Schauer beschreibt zuerst die reale Welt und dann, wie in diese Welt ein übernatürlicher Kosmos mit Gespenstern und Dämonen einbricht, deren Existenz bekanntlich in der realen Welt verneint wird.
  2. Science Fiction entwirft eine Nicht-reale Welt. Teile der Lebenserfahrung des Lesers, aus der realen Welt, sind aber nur weitergedacht und in die Zukunft verlegt.
  3. Fantasy in ihrer echten (?) Form zeigt nur eine nicht-reale Welt. Dies ohne Bezüge auf unsere Reale.

Fantasy hätte demnach als einzige Form keinerlei Bezug oder Brücken zur realen Erfahrung des Lesers. Somit wäre Fantasy die extremste Form der Fuchtliteratur. Und hier schießt sich eine wohlbekannte, immer wieder bemühte, Diskussion an. Sind dies Romane für Eskapisten?

Frank Weinreich - polyoinos

Frank Weinreich – polyoinos

Schon 1939 veteidigte Tolkien die Fantasy ganz vehement gegen diesen Vorwurf:
„… „Wieso sollte jemand verachtet werden, der sich im Gefängnis befindet und versucht, herauszukommen und heimzugehen? Oder, sofern das nicht geht: wenn er über andere Themen nachdenkt und spricht als über Wärter und Kerkermauern?“…“ (nach: Frank Weinreich: Über Märchen. Tolkiens Sicht des Phantastischen. In: polyoinos.de, Oktober 1999.)

Und Wilfert stellt fest, dass Tolkiens Intention für Mittelerde war, ein positives, hoffnungvolles, natürliches Weltbild aufzuzeigen. Dies sei Tolkiens Grund gewesen, Mitteerde zu erschaffen. Für Toklien sei es die Abwendung von „Roheit und Häßlichkeit des modernen Lebens“ gewesen.

Für Peter Wifert ist der Wirklichkeitsbezug, durch das Angebot einer „alternativen Welt“, durch den Leser selbst zu meistern und leisten. Wobei er die „Heroic Fantasy“ oder „Sword and Sorvery“ in Grund und Boden verdammt. Diese leiste genau das nicht, dass durch den Vergleich mit dieser Welt, Erfahrungen und Erkenntnisse gestiftet werden.

Wird fortgesetzt …

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