Kategorie: allgemeine Phantastik

Phantastik #53 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Erotik in der phantastischen Literatur – Elmar Hennlein

Elmar Hennlein
Erotik in der phantastischen Literatur
Die blaue Eule, Essen (1985)
ISBN 3924368X
Germanistik in der Blauen Eule, Band 3

Mit phantastischer Literatur ist aber in diesem Band in erster Linie die dunkle Seite der Literatur gemeint. Es wird also der Dämon, der Vampirismus, das Animalische oder der Tiermensch betrachtet. …


Auch die Erotik des künstlichen Menschen, allerdings nur der magisch geschaffenen wie „Liebende Statuen“ und Alraune, Sexualmagie und Satanskult sowie der symbolische Akt finden Beachtung. Die wertungsästhetische Frage ist für die vorliegende Studie dagegen nicht von vorrangigem Interesse…

In der vorliegenden Studie soll der Versuch unternommen werden, die phantastische Literatur auf ihre erotischen Implikationen hin zu untersuchen. Es geht insofern nicht um erotische Elemente, Motive oder Aspekte, die ebenso gut in anderen Genres vorhanden sein können. […] In diesem Sinne gilt es diejenigen phantastischen Motive herauszugreifen, denen erotische Anteile eigen sind. Die Korrelation des erotischen und des phantastischen Moments soll (sowohl im Rahmen des jeweiligen Motivs als auch generell) fixiert, analysiert und hinsichtlich ihrer strukturellen wie rezeptionellen Auswirkungen beleuchtet werden…

Auszug 'Vorwort', Seite 9-10

Beschreibung2

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Elmar Hennlein
  • Erotik in der phantastischen Literatur
  • Die blaue Eule, Essen (1985)
  • broschiert, A5, Klebebindung
  • 119 Seiten
  • ISBN 392436866X

Kleinster Preis: € 27,00, größter Preis: € 44,50, Mittelwert: € 39,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
  • [Artikel] Erotik im literarischen Horror – von Albera Anders – auf phantastikon.de

Schauen wir uns den Lovecraftschen Horror an, finden wir uns in ebenso lebensfeindlichen Welten wieder, in einem Kosmos „der großen Alten“, in dem wir uns weniger als Pfifferlinge wert fühlen. Hochgradig unwirtliche Welten, in denen aber doch, schaut man sich Studien an, die das Werk H. P. Lovecrafts unter Zuhilfenahme seiner Biographie betrachten, der Eros, die Erotik eine ganz und gar pervertierte Rolle spielt. …

Auszug Artikel


  • [Downlaod] Das Zusammenspiel von Religion, Macht und Magie in

    ausgewählten Werken der HighFantasy
    – von Nastasja Regenfelder – auf univie.ac.at

 In folgender Arbeit soll untersucht werden, welche Funktion die Religion in FantasyRomanen innehat. Da es in diesem Literaturgenre verschiedene Einteilungen gibt, möchte ich meine Nachforschungen auf die HighFantasy beschränken und im Weiteren erläutern, warum meine ausgewählten Werke in genau dieses Genre hineinfallen.
Der erste Abschnitt bildet eine theoretische Abhandlung und liefert eine Hinführung zur weiteren Analyse. Im ersten Teil werden die Unterschiede zwischen Fantasy, ScienceFiction und weiteren Genres dargestellt.

Auszug Artikel


  • [Download] Das Phantastische als analytischer Begriff – von Stephan Michael Schröder – auf

Trotz der Vielzahl der Forschungsbeiträge in den letzten Jahren ist man nur recht bedingt zu einem Konsens darüber gelangt, wie das Phanta­stische zu definieren ist. Nach Meinung mancher ist dies zwangsläufig, da das Phantastische eben nicht vollständig qualifizierbar sei. Döring z.B. hat gleich am Anfang seiner Untersuchung zur Phantastik argu­mentiert, dass Definitionsversuche zwangsläufig ihr Ziel verfehlen müssten, da das Phantastische »sich ja gerade der vollständigen Auflösbar­keit in begriffliche Rationalität« widersetze.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Phantastik #52 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Die dunkle Seite der Wirklichkeit – Franz Rottensteiner (Hrsg.)

Franz Rottensteiner (Hrsg.)
Die dunkle Seite der Wirklichkeit
Suhrkamp, Frankfurt/Main (1987)
ISBN 3518379445
Aufsätze zur Phantastik

Schon wieder ein Buch, das Kultstatus erlangt hat. Ich glaube es gibt keinen an der Phantastik Interessierten, der dieses Buch nicht kennt oder zumindest davon gehört hat. Selbst in der Buchreihe der Phantastische Bibliothek Suhrkamp nimmt dieses Buch einen Sonderplatz ein. …


Zunächst führt Rottensteiner mit einigen Beiträgen die damals aufkommende Diskussion über die Werke der Theoretiker Todorov und Caillois weiter. Die meisten Artikel aber analysiert Leben und Werk wichtiger Vertreter des Phantastischen …

Diese andere, übernatürliche Ordnung ist wohl mächtig genug, bürgerliche Gewissheiten zu erschüttern und den Menschen zu verstören, aber nicht stark genug, eine eigene, unabhängige Seinsordnung aufzubauen (wie es die Fantasy mühelos schafft): die Phantastik lebt aus dem Konflikt, dem Zusammenprall der Ordnungen, dem Spannungsverhältnis, dem Oszillieren zwischen dieser und jener Welt, der verbotenen Grenzüberschreitung. …

Auszug 'Vorwort: Zweifel und Gewissheit', Seite 7-20

Während ich zum Beispiel Phantastik als Sammelbecken der Genre Science Fiction, Fantasy und Horror, nebst Märchen, Fabel und Utopie betrachte, sieht Rottensteiner die Phantastik: „sie schildert, was es nicht nur nicht gibt, sondern auch nicht geben kann“ und beschreibt die Phantastik als eigenes Genre, gleichwertig der Science Fiction und der Fantasy. Im Grunde genommen als das was im Allgemeinen als phantastischer Horror, Schauerliteratur oder Geisterliteratur gelesen wird. So gesehen, muss man in der Diskussion sehr darauf achten, wie Phantastik als Begriff gebraucht wird …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Franz Rottensteiner (Hrsg.)
  • Die dunkle Seite der Wirklichkeit
  • Aufsätze zur Phantastik
  • Suhrkamp, Frankfurt/Main (1987)
  • Phantastische Bibliothek, Band 199
  • Suhrkamp Taschenbuch, Band 1444
  • Taschenbuch
  • 278 Seiten
  • ISBN 3518379445

Kleinster Preis: € 3,29, größter Preis: € 542,58, Mittelwert: € 8,00

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siehe auch Blog-Doubletten

  • keine
  • [Forenbeitrag] Die dunkle Seite der Wirklichkeit. Aufsätze zur Phantastik – von Arkham Insider Axel – auf phantastik-literatur.de

Ich möchte den Band nicht allgemein vorstellen, sondern in erster Linie aus einem Lovecraft-Kontext heraus. Dennoch habe ich natürlich den vollständigen Inhalt gelistet (s. Ende des Beitrags)…

Auszug Artikel


  • [Interview] „Science-Fiction ist oft verblüffend prophetisch“- von Dobrowolski – auf wienerzeitung.at

„SF“-Experte Franz Rottensteiner über die Faszination des Genres, den Unterschied zwischen Phantastik und Fantasy – und sein schwieriges Verhältnis zu Stanisław Lem.

Auszug Artikel


  • [Artikel] EuroCon: Auszeichnung für Franz Rottensteiner – von anonym – auf phantastiknews.de

In diesem Jahr wurde in der  Kategorie Grand Master of European Science Fiction der österreichische Literaturkritiker und Herausgeber Franz Rottensteiner ausgezeichnet. Die gesamte Liste der Gewinner findet sich hier.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Phantastik #51 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Der Golem 3 – Junker / Klotz / Rottenecker (Hrsg.)

Harald Junker / Udo Kotz / Gerd Rottenecker (Hrsg.)
Der Golem 3
Tilsner, München (1992)
ISBN 3910079040
Das Jahrbuch zur phantastischen Literaur 1991

Leider war dieser Jahrbuchreihe kein sehr langes Leben beschieden. Nach nur 3 Ausgaben wurde die Reihe nicht mehr weitergeführt. Dabei waren es sehr interessante Beiträge, die darin veröffentlicht wurden …


Für ein Jahrbuch natürlich obligat ist der Jahresrückblick. In diesem Falle auf das Jahr 1991. Sowohl für die Bundesrepublik und das deutschsprachige Ausland, als auch für die USA und Großbritannien. Sehr interessante Essays und Betrachtungen …

Bilden Sie sich doch selbst ein Urteil. Blättern Sie in der Bibliographie, die versucht, die phantastische Literatur des Jahres 1991 komplett zu erfassen; bilden sie sich ihre eigene Meinung über die Bücher, die wir und unsere Mitarbeiter on den persönlichen Rückblicken auf das Jahr 1991 interessant, anspruchsvoll, originell, phantasievoll, gut erzählt oder spannend finden. …

Auszug 'Vorwort', Seite 7

Von Science Fiction des Jahres, den Brüdern Strugatzki, Vampiren und Phantastik-Reihen im Taschenbuchbereich, von Christopher Priest über Perry Rhodan und Eric Frank Russel, geht es zu Apokalyptik und Wissenschaftsglauben und endet in dunklen Abgründen unter dem Teppich. Schade, dass damit ein Ende war …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Harald Junker / Udo Kotz / Gerd Rottenecker (Hrsg.)
  • Der Golem 3
  • Das Jahrbuch zur phantastischen Literatur 1991
  • Tilsner, München (1992)
  • Taschenbuch
  • 300 Seiten
  • ISBN 3910079040

Kleinster Preis: € 4,00, größter Preis: € 182,77, Mittelwert: € 11,95

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  • keine
  • [Artikel] Erik Frank Russel in der WIKIPEDIA

Eric Frank Russell (geboren am 6. Januar 1905 in Sandhurst, Surrey; gestorben am 28. Februar 1978 in Liverpool) war ein britischer Science-Fiction-Autor, bekannt vor allem für seine humoristisch-satirischen Kurzgeschichten. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Christopher Priest in der WIKIPEDIA

Christopher McKenzie Priest (geboren 14. Juli 1943 in Cheadle, Cheshire, heute in Greater Manchester) ist ein englischer Science-Fiction-Autor. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] DuMont’s Bibliothek des Phantastischen in der WIKIPEDIA

DuMont’s Bibliothek des Phantastischen war eine im Kölner DuMont-Verlag erschienene, von Frank Rainer Scheck herausgegebene Buchreihe mit vorwiegend internationaler phantastischer Literatur. In ihr erschienen ab 1990 einige wesentliche Werke der phantastischen Literatur in deutscher Erstausgabe, darunter Edward Harold Visiaks Medusa, John Meade Falkners The Lost Stradivarius, Arthur R. Ropes’ The Hole of the Pit und Claude Seignolles Marie, la Louve. Trotz der sorgfältigen Ausgaben mit Nachworten und genauen editorischen Bemerkungen wurde die Reihe nach nur 12 Titeln 1992 eingestellt. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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[Medienhinweis] #143: Pulp Fiction im Kaiserreich – deutschlandfunkkultur.de

Der Kolportage-Schriftsteller Robert Kraft

von Markus Metz und Georg Seeßlen auf deutschlandfunkkultur.de

Finde ich gut und schön, dass dieses Thema aufgegriffen wird …

deutschlandfunkkultur.de - 2021-08-20

Ende des 19. Jahrhunderts heuert ein junger Deutscher auf einem Schiff an. Zwischen Eismeer und Wüste führt er ein unstetes Reiseleben. Nach einigen Jahren lässt er sich nieder und verarbeitet seine Erinnerungen zu Abenteuerromanen, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spielen: Robert Kraft. […]

Auszug Artikel


… und zu den letzten Artikel im Blog:


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Fragen über Fragen – wer kann helfen #2: Warum tut man sich so schwer Kinder- und Jugendlichenliteratur als Phantastik zu verorten?

Ist Phantastik für Kinder (k)eine andere Phantastik?

Im Zuge der letzten Frage „Keine Fantasy in der DDR und autoritären Staaten?“ ist mir ein altes „Hoppala“ wieder aufgefallen. Kinderliteratur, teilweise auch Jugendliteratur mit phantastischem Einschlag wird sehr oft nicht der Phantastik zugerechnet. Zugegeben, Kinderliteratur ist schon ein eigenes Kapitel der Literatur, aber was hat das mit der Genrezugehörigkeit zu tun? …


Ich würde Kinderliteratur jetzt nicht als Genre klassifizieren. Sondern als übergeordnete Spezifikation. Als Beispiele sollen uns einige Auszüge aus der Forendiskussion bei SF-Forum dienen, wobei es mir weniger darauf ankommt, wer das Statement abgegeben hat, sondern was gesagt wurde, weil es meines Erachtens stellvertretend für unzählige andere Äußerungen steht – auch auf anderen Foren, Websites und Blogs …

Phantastik, die nicht SF ist, war am ehesten noch ein Kinderbuchgenre, hier hatten wir durch die Übersetzungen der Smaragdenstadt-Bücher aus dem Russischen etwa eine solide Basis, zu den Eigenproduktionen zählen die zwei Bücher um Carola Huflattich, ersterer eine Gespenstergeschichte (aber kein Horror oder Grusel), zweiterer ein Plagiat von „Planet der Affen“ mit deutlichem Science-Fantasy-Touch. Erwachsenwerden hiess, in der Ideologie der DDR, auch, sich vom Irrationalismus zu verabschieden. Erst die Wiederentdeckung von Autoren wie Gustav Meyrink änderte das allmählich. Die DDR ging allerdings schneller unter, als sie diese Änderung hätte umfassend vollziehen können.

von L.N. Muhr » Mittwoch 11. August 2021, 10:34

Man konnte auch Allegorien verfassen und Märchen waren gern gesehen, vermutlich aufgrund der sehr reichen russischen Märchentradition, die auch die Kommunisten sich nicht auszulöschen trauten, vielleicht auch weil Märchen ja Literatur für Kinder waren…

von Doop » Mittwoch 11. August 2021, 11:21

Daran hatte ich auch gedacht, aber natürlich ist Band 1 ein unverschämtes Plagiat des Buchs von L. Frank Baum (die Folgebände gehen dann eigene Wege), und wurde eben nicht als Fantasy veröffentlicht, sondern bei der Kinderliteratur. Da, wo auch Lindgren stand, die ja nun auch phantastische Elemente in ihren Büchern hatte.

von Doop, Mittwoch 11. August 2021, 15:51

Michael Endes Unendliche Geschichte und Momo wurden überhaupt nicht als Fantasy, sondern als Kinderbuch gehandelt und stellten hohe finanzielle Risiken des Verlags dar.…

von Uschi Zietsch » Mittwoch 11. August 2021, 19:27

… es wurde als Kinderliteratur vermarktet, nicht als Fantasy.

von Doop » Montag 16. August 2021, 12:24

Davon abgesehen ist Fantasy ein Genre, Kinderliteratur eher nicht. Ich kann nicht für den westlichen Buchmarkt reden, aber im Osten wurden bei Jugendbüchern Genres nur in Ausnahmefällen zugeordnet, …von L.N. Muhr » Montag 16. August 2021, 12:44

Das Problem dürfte auch institutioneller Art sein. Meines Wissens hat die Phantastische Bibliothek Wetzlar eine große Sammlung von Kinderliteratur (Ich war leider noch nicht persönlich vor Ort). Die Villa Phantastica in Wien hingegen lehnt es ab phantastische Kinderliteratur in den Bestand aufzunehmen. Teils weil man sich von der Menge der anfallenden Textbestände fürchtet und, teils weil man sich nicht bewusst ist, wie wichtig diese Spezies von Literatur für die Phantastik ist (meiner unmaßgeblichen Meinung nach). Siehe auch weiterführende Links…!!!

Ist also die Kinderliteratur (inkludiert mit Phantastik) etwas ganz Eigenes und sollte es das auch bleiben oder sollte man sich im Phantastiklager vermehrt um diese Form der Phantastik kümmern und besser in den Blickpunkt rücken? Schätzt man phantastische Kinderliteratur zu wenig? Ist Kinderliteratur nur was für Spezialisten?


Ich lade alle jene ein, die zu diesem Thema etwas Konstruktives beitragen können in den Kommentaren ihre Meinung, Statement oder Erkenntnisse zu hinterlassen oder sich in der Facebook-Gruppe Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“ an einer allfälligen Diskussion zu beteiligen.

Danke für eure Beteiligung


weiterführende Links:

  • [Artikel] Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

Die phantastische Kinder- und Jugendliteratur kennzeichnet im Allgemeinen ein Aufeinandertreffen der realen, gewöhnlichen und einer magischen, irrationalen Welt (sogenanntes Zwei-Welten-Modell). Im Gegensatz zu Horror- und Schauergeschichten, die wegen ihrer Wirkung auch nur zum Teil für Kinder und Jugendliche geeignet sind, wird der Leser bei der rein phantastischen Geschichte über die außergewöhnlichen Begebenheiten der magischen Welt nicht aufgeklärt. Weiterhin wird vorliegend das im weitesten Sinn zur Phantastik gehörende Science-Fiction-Genre nicht behandelt und nur als Referenz hinzugezogen (zur Unterscheidung beider siehe dort). …

Auszug Artikel



  • [Download] (Masterarbeit) Die phantastische Welt der  phantastischen Kinder- und Jugendliteratur – von Zinaida Dzanic – auf othes.univie.ac.at

Das Thema dieser Masterarbeit wird sein, die phantastische Kinder- und Jugendliteratur zu erklären und zu beschreiben. Dabei werde ich die verschiedenen Segmente eines phantastische Kinder- und Jugendbuches nehmen und sie einzeln analysieren. Um die einzelnen Bausteine eines phantastischen Kinder- und Jugendbuches richtig erklären zu können, werde ich mich auf die Thesen verschiedener Theoretiker, wie Gerhard Haas, Günter Lange und Wolfgang Meißner, stützen.

Auszug Artikel



  • [Download] (Magisterarbeit) Phantastik und Realismus

    In Kinder- und Jugendliteratur nach 1945 – von Erika Maier  – auf uni-konstanz.de

Der phantastische Gehalt in Kinder- und Jugendliteratur von 1945 bis heute wird immer mächtiger. Dabei wird die realistische Anschauung in den Hintergrund gedrängt und dem Kind oder auch dem Jugendlichen die Möglichkeit zugestanden dieser Realität, seiner bekannten Welt, zu entfliehen. Viele Möglichkeiten zur Identifikation und Motive mit Wiedererkennungswert lassen das Kind oder den Jugendlichen sich leicht in der sekundären Welt zurechtfinden. Daneben wird in neueren Werken weniger die Vorstellungskraft des lesenden Kindes gefordert. Vielmehr machen Verfilmungen vieler phantastischer oder auch von Fantasywerken deutlich, dass weniger die Phantasie des Rezipienten gefragt ist, denn die Aktion des Protagonisten an sich. Und so präferiert der kindliche Leser immer mehr die Gewissheit des Sehens gegenüber der mühsamen Vielschichtigkeit der Vorstellungskraft.

Auszug Artikel



 


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.