Kategorie: politische Utopie

Utopie #49 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Der doppelte Spiegel – Edith J. Baumann

Edith J. Baumann
Der doppelte Spiegel
Edition Atelier, Wien (1995)
ISBN 385308009X

Jörg Mauthes „Die große Hitze“ und die „Vielgeliebte“. Zwei literarische Utopien.

Edith J. Baumann hat in ihrem Buch den Journalisten, Schriftsteller und Kulturpolitiker Jörg Mauthe, und seine beiden Utopien „Die große Hitze“ und die „Vielgeliebte“, kurz vor dem Ableben des Autors in beeindruckender Manier besprochen. Als Grundlage dienten ihr zwei Interviews mit Mauthe und ein darauffolgender Schriftverkehr …


Da Baumann keinerlei Sekundärliteratur zu Mauthes Werk vorfinden konnte, sah sie sich veranlasst, diesem Umstand eine eigene Arbeit entgegenzusetzen. Sie verwendete dazu neben den angesprochenen Interviews und der Korrespondenz mit dem Autor unveröffentlichte Schriften aus seinem Nachlass über österreichische und allgemeine Krisenzustände seines Empfindens und Zeitungsartikel aus seiner Feder. Außerdem ein Fernsehinterview mit Ernst Wolfram Marboe und die Lektüre des von Mauthe gegründeten „Wiener Journals“ und anderer Wiener Zeitschriften …

Diese Zielsetzung erforderte die Erschließung eines gemeinsamen Nenners, nämlich der grundsätzlichen Lebenshaltung des Autors, der Art und Weise, wie er die Welt wahrnahm. Deshalb musste vor allem seine persönliche geistige Welt aufgespürt werden. Dieser Hintergrund ermöglichte es, verborgene Zusammenhänge herauszukristallisieren und sie unter einem vereinigendem Thema einzugliedern. Dabei stellte sich heraus, dass der utopische Gehalt der Werke letzten Endes weniger auf konkreten Hinweisen beruht als auf einem Leitgedanken, der spezifischen Wirklichkeitswahrnehmung des Autors. Mauthe hatte eine ganzheitliche Weltanschauung. Er sah die Welt – metaphysisch, kulturell, sozial, politisch und literarisch – als eine Vielfalt in der Einheit. Die folgende Arbeit soll deshalb nicht nur seine einzelnen Theorien aufdecken, sondern deutlich machen, wie diese auf seine ganzheitliche Sicht der Dinge zurückgeführt werden können …

Auszug 'Einleitung', Seite 12-21

In zehn Kapitel beleuchtet sie den Autor und seine Werke. Nach einer ausführlichen Einleitung wird Mauthes Gestaltung der Erkenntnis diskutiert, nach der wir die Hauptursache der drohenden Katastrophe nur durch eine ganzheitliche Weltsicht begegnen können. Danach folgen Mauthes utopische Vorstellungen im Kontext der geschichtlichen Entwicklung Österreichs. Die Definition des „Österreichischen“ wird dann reichlich Platz eingeräumt. Eine Betrachtung der Heldin des Romans „Die Vielgeliebte“ als Verkörperung der Stadt Wien wird in Kapitel 5 angefügt, dem die Behandlung der Krisenerscheinungen, wie Mauthe sie sah, folgen. In Kapitel 7 wird die Utopie des Werks besprochen und in Kapitel 8 die literarischen Anspielungen aufgezeigt, in denen die Gedankenwelt von Mircea Eliade und Jorge Luis Borges großen Anteil haben. Bevor dann eine Zusammenfassung der analytischen Untersuchung stattfindet, werden noch die Utopien im Lichte der Freimaurerei betrachtet. Als sehr interessant empfand ich das abschließende Literaturverzeichnis.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man sich mit dem „österreichischen“ auseinandersetzen will …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Edith J. Baumann
  • Der doppelte Spiegel
  • Jörg Mauthes „Die grosse Hitze“ und „Die Vielgeliebte“. Zwei literarische Utopien.
  • Edition Atelier, Wien (1995)
  • Taschenbuch
  • 448 Seiten
  • ISBN 385308009X
Kleinster Preis: € 5,30, größter Preis: € 42,00, Mittelwert: € 35,00

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  • [Artikel] Jörg Mauthe in der WIKIPEDIA

Jörg Mauthe (* 11. Mai 1924 in Wien; † 29. Jänner 1986 ebenda) war ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker. …

Auszug Artikel


  • [Download] Dissertation: „Aber es handelt sich eben um ein phantastisches Land“ Das  Österreichbild in den literarischen Werken Jörg Mauthes – ein Beitrag zur Identitätsgeschichte

    der Zweiten Republik – von Mag. Markus Koth – auf murrayhall.com

Wer war nun Jörg Mauthe? Neben seiner Tätigkeit als Politiker und Journalist war Mauthe auch als Autor tätig, was weniger bekannt ist. Seine beiden Romane wurden zwar vor etwa zehn Jahren wieder neu aufgelegt, einer breiten Masse sowie der Literaturwissenschaft ist der Autor allerdings so gut wie unbekannt. Mauthe gilt als Geheimtipp, der als humoristische Einführung in das Wesen des Österreichischen angesehen werden kann, da sich Mauthes literarisches Schaffen nur um einen Punkt dreht: Österreich

Auszug Artikel


  • [Download] Schreiben gegen den Tod – Krebs in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 anhand von Gerold Foidls „Scheinbare Nähe“, Fritz Zorns „Mars“ und Jörg Mauthes „Demnächst“ – von Mag. Clemens Ottawa – auf core.ac.uk

„Schreiben gegen den Tod“ nenne ich die vorliegende Arbeit: Als ich vor einigen Jahren „Mars“ las, das Buch von Fritz Zorn, war ich beeindruckt, jedoch auch irritiert von so viel Weltschmerz und Kollektivanklage. Damals meinte ich, dass ein derartiges Buch wohl ein interessanter Einzelfall in der deutschen Literatur sei. Erst durch die Lektüre von Jörg Mauthes „Demnächst“ und die Entdeckung des kleinen Gesamtwerks von Gerold Foidl und dessen Vermächtnisses „Scheinbare Nähe“ konnte ich eine literaturwissenschaftliche Nische entdecken. Ausgehend von der Fragestellung, inwieweit sich die geschriebene Sprache von einer Krankheitsdiagnose beeinflussen lässt, und auch, wie sie sich dadurch vielleicht verändert, werden die drei primär behandelten Bücher untersucht.

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Utopie #46 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Utopien und Dystopien – Isabelle Staufer / Corinna Dziudzia / Sebestaian Tatzel (Hrsg.)

Isabelle Staufer / Corinna Dziudzia / Sebestaian Tatzel (Hrsg.)
Utopien und Dystopien
Aisthesis, Bielefeld (2022)
ISBN 9783849815424

Historische Wurzeln und Gegenwart von Paradies und Katastrophe

Dies ist ein interdisziplinärer Überblick über Untergangängste und Zukunftshoffnungen. Ein sehr breit gefächerter Überblick. Religion, Klima, Videospiel, Landwirtschaft, 20. Jahrhundert und Kaiserreich. Dazu Film und Didaktik. …


In der Einleitung wird schon auf die Wechselwirkung von Utopie und Dystopie eingegangen. Wann begannen die Utopien in Dystopien überzugleiten und wie beeinflussten sie diese beiden gegenseitig. Auch das Thema „Wie tot ist die Utopie“ beschäftigt die Autorinnen. Sie zeigen, dass die Leichen doch noch Leben in sich haben und wenn Totgesagte, wie behauptet, länger leben, dann brauchen wir uns wohl keine Sorge um den Patienten zu machen. …

Der vorliegende Band enthält Beiträge der 31. interdisziplinären Wintervortragsreihe der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vom Wintersemester 2019/20. Er vereint Aufsätze zu Klimaforschung, Future Fiction, Games Studies, Eschatologie, historisch-ästhetischen und literarische Utopien sowie zur Didaktik der Dystopie und bietet damit einen interdisziplinären Überblick über historische Wurzeln und Gegenwertigkeiten von Untergangängsten und Zukunftshoffnungen…

Auszug 'Eine Einletung', Seite 7-20

Ein lohnenswerter Band, der die gegenwärtigen Diskussionen zu Utopie und Dystopie aufnimmt und seinen Beitrag dazu leistet. Wie können Dystopien zum Auslöser von utopischer Zukunftsentwürfe werden und warum kippen die Ideen und Erfindungen von Utopien in dystopische Szenarien um? Utopie und Dystopie als eine Art Kippfigur? Auch die angeführten Literaturhinweise sind gut gewählt und geben eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten und weiterführenden Hinweisen. Die Beiträgerinnen und Beiträger werden dann noch abschließend kurz vorgestellt. Urteil: lesenswert …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Isabelle Staufer / Corinna Dziudzia / Sebestaian Tatzel (Hrsg.)
  • Utopien und Dystopien
  • Historische Wurzeln und Gegenwart von Paradies und Katastrophe
  • Aisthesis, Bielefeld (2022)
  • Taschenbuch
  • 160 Seiten
  • ISBN 9783849815424 (Print)
  • ISBN 9783849815431 (E-Book)
Kleinster Preis: € 19,30, größter Preis: € 48,47, Mittelwert: € 22,00

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  • [Webpräsenz] Aisthesis Verlag im Internet

Aisthesis bezeichnet – im Dreischritt der klassischen Poetik aus Poesis, Aisthesis und Katharsis – das Vermögen, Kunstwerke angemessen wahrzunehmen. Aisthesis bildet somit das rezeptive Gegenstück zur künstlerischen Produktion. In diesem Sinn steht der AISTHESIS VERLAG für ein Programm, das dazu beitragen möchte, die Wahrnehmung von Kunst – und der Wirklichkeit, mit der sie sich auseinandersetzt – durch neue Einsichten, Entdeckungen und Erkenntnisse zu erweitern. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Endlich mal erklärtWas ist eine Dystopie? – von Tanya Lieske – auf deutschlandfunk.de

Dystopien beschreiben eine ungünstige Entwicklung unserer Gesellschaft. Sie tauchen meistens in Zeiten des Umbruchs auf. Der gegenwärtige Boom des Genres wird stark von der Jugendliteratur beeinflusst, die eine interessante Neuerung bringt: Es kann auch mal ein gutes Ende geben.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Die Lust am Schrecklichen – von Federico Italiano – auf oeaw.ac.at

Kein anderes Genre in der Literatur sei heute so bedeutend wie der dystopische Roman, sagt Federico Italiano. Der Literaturwissenschaftler erforscht an der ÖAW, welchen Niederschlag aktuelle Debatten, etwa um die Klimaerwärmung, in jenen Romanen und Filmen finden, die publikumswirksam von der Katastrophe erzählen. Und er fragt danach, wie die gegenwärtige Pandemie den dystopischen Roman verändern könnte.

Auszug Artikel


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Utopie #44 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Oasen der Utopie – Jost Hermand

Jost Hermand
Oasen der Utopie
Böhlau, Wien (2021)
ISBN 9783412521417

Schriften deutscher Vordenker und Vordenkerinnen

Ein Buch,  dass mir eigentlich schon lange abgegangen ist. Hier haben wir Schriften zur Utopie von 1727 bis 2018, und zwar von Autoren, die in der Regel nicht besprochen werden. 18 miniaturhafte Zukunftsentwürfe als Oasen der Utopie. Das letzte Buch des im Oktober verstorbenen Jost Hermand…


Im Bereich deutscher Utopiker werden in der Regel  oft nur Gottfried Schnabel mit „Insel Felsenburg“ und Theodor Hertzka mit „Freiland“ zur Kenntnis genommen. Neben einigen sonstigen sozialistischen Zukunftsentwürfen schien sonst kaum etwas auf. …

Aber gibt es neben solchen Staatsromanen und politischen Traktaten in all diesen Ländern nicht auch eine Fülle kleinerer, oft unbeachteter Schriften, deren gesellschaftsverändernde Konzepte ebenfalls ins Utopische vorstoßen? Auch sie sollten daher in Zukunft von der zukünftigen Utopieforschung beachtet und auf ihre sinnstiftenden Funktionen überprüft werden. …

Aiuszug 'Vorwort', Seite 7-22

Dieses Buch macht somit einen Anfang. Die einzelnen Schriften wurden so ausgewählt, dass sie möglichst repräsentativ für bestimmte utopische Hoffnungen innerhalb der aufeinander folgenden Perioden der deutschen Geschichte seit der Frühaufklärung bis zur Gegenwart gelten können. Schon 1727 vermeinte Irenaeus Hygiophilus: „Dass den Männern keine Herrschaft über ihre Weiber gebühre.“  …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Jost Hermand
  • Oasen der Utopie
  • Schriften deutscher Vordenker und Vordenkerinnen
  • Böhlau, Wien (2021)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • 212 Seiten
  • ISBN 9783412521417
Kleinster Preis: € 35,00, größter Preis: € 73,90, Mittelwert: € 35,00

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  • Lesebändchen
  • [Artikel] Jost Hermand in der WIKIPEDIA

Jost Hermand (* 11. April 1930 in Kassel; † 9. Oktober 2021 in Madison, Wisconsin) war ein deutsch-amerikanischer Hochschullehrer für Literaturwissenschaft und Kulturgeschichte und Verfasser zahlreicher literaturhistorischer und kulturpolitischer Schriften. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Utopie in der WIKIPEDIA

Eine Utopie ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Lebensform oder Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist. …

Auszug Artikel


  • [Interview] Wie gelingt gutes Leben in der Zukunft? – mit Richard David Precht – auf domradio.de

Mit Blicken in die Zukunft beschäftigt sich die erste deutsche Utopie-Konferenz. Gastgeber ist der Philosoph Richard David Precht. Im Interview erklärt er, warum Gedankenentwürfe wichtig sind und wie sie Wirklichkeit werden können. …

Auszug Artikel


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Utopie #43 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Utopie der Barrikaden – Loseph Dejacque

Joseph Dejacque
Utopie der Barrikaden
Karin Kramer, Berlin (1980)
ISBN 3879561095

Bibliothek der Utopien

Wer sich für Utopien interessiert, der könnte auch Interesse an diesem Werk haben. Eine ziemlich vergessene Utopie von einem ziemlich vergessenen Autor. Ein Franzose, dessen Lebensdaten nicht einmal mit letzter Sicherheit verbürgt sind …


Es müssen nicht immer Morus, Campanella, Owen, usw. sein. Diese Bibliothek findet auch weitere Autoren, die gehaltvolle Utopien geschrieben haben. Etienne de la Boetie, Marechal, Dejacques oder Foigny …

Dejacque hat sich dem Vergessen durch zwei Tatbestände empfohlen: Er war Arbeiter und er war militanter Anarchist.
Er bezeichnet sich selbst als „unterster Proletarier“: das Proletariat war der Adressat all seiner Schriften, in welchen er denen eine Sprache gab, die wohl als Klasse, selten aber als Person von den offiziösen Geschichtsschreibern wahrgenommen wurden. Eine Sprache, die heute ungewohnt klingt, die von prägnanten Formeln zu überquellenden Bildern wechselt, die pathetisch und schroff sein kann; …

Auszug 'Einleitung', Seite 9-23

Von vielen Historikern wurde eine Vielzahl von libertären und anarchistischen Utopien verschwiegen. Das ist für diese Reihe Grund genug, die Nicht-Staatssozialistischen Utopien zum Schwerpunkt zu erwählen. Und gerade diese nicht autoritären und versponnenen Utopien und Phantasterein sind dein wichtiger Teil innerhalb der verschiedenen sozialen und rebellischen Bewegungen. Die Einleitung von  Theo Bruns erhellt ein wenig den Autor dieses zugrundeliegenden Werks …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Joseph Dejacque
  • Utopie der Barrikaden
  • Karin Kramer, Berlin (1980)
  • Broschiert, Klebebindung
  • 228 Seiten
  • ISBN 3879561095
Kleinster Preis: € 4,80, größter Preis: € 22,00, Mittelwert: € 11,00

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  • aus dem Französischen
  • Übersetzer: Beate Kirst und Theo Bruns
  • [Artikel] Joseph Dejacque auf wiki.edu.vn

Joseph Déjacque ((Französisch: [deʒak];; 27. Dezember 1821, Paris – 1864, Paris) war ein französischer frühanarcho-kommunistischer Dichter, Philosoph und Schriftsteller. Déjacque war die erste aufgezeichnete Person, die den Begriff “libertär” (französisch: libertaire) für ihn selbst im politischen Sinne in einem Brief von 1857, kritisiert Pierre-Joseph Proudhon für seine sexistischen Ansichten über Frauen, seine Unterstützung des individuellen Eigentums an dem Produkt der Arbeit und einer Marktwirtschaft und sagt, dass “es nicht das Produkt seiner Arbeit ist, auf das der Arbeiter ein Recht hat, sondern zur Befriedigung seiner oder ihrer Bedürfnisse, was auch immer ihre Natur sein mag “.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Joseph Déjacque – Vom männlichen und weiblichen menschlichen Wesen. Brief an P. J. Proudhon (1) (1857) – auf anarchismus.at

Ich würde es begrüßen, wenn die Frage der Emanzipation der Frau von einer Frau behandelt würde, die viel und auf verschiedene Weise geliebt hat und die in ihrem vergangenen Leben Erfahrungen mit der Aristokratie und dem Proletariat gemacht hat, vor allem mit dem Proletariat; denn die Frau der Mansarde ist befähigt, durch Blick und Gedanken in das luxuriöse Leben der Grande Dame, sei es das offizielle oder geheime, einzudringen, während die Frau des Salons von dem Leben der offenbaren oder versteckten Entbehrungen der Tochter des Volkes kaum etwas erahnt. …

Auszug Artikel


  • [Download] Utopien der Gegenwart – Zwischen Tradition, Individualisierung und Virtualität – von Peter R. Werder – auf zora.uzh.ch

Trotz der Schwierigkeiten, den Begriff der Utopie und eine allfällige Definition davon einzugrenzen, soll zuerst über die Begriffsgeschichte, anschließend über die Ideen- oder Problemgeschichte (im Konkreten zum Beispiel über die Literatur- und Denkgeschichte) der Utopie der Zugang zur Thematik gefunden werden.

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Utopie #41 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Politische Utopien der Neuzeit – Richard Saage

Richard Saage
Politische Utopien der Neuzeit
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt (1991)
ISBN 3534090918

„Ich widerstehe der Versuchung, das utopische Denken als Ganzes zu verabschieden“

Richard Saage vergleicht die klassischen Utopien, wie „Politeia“  oder „Utopia“, und die der Renaissance und der Reformation mit den Utopien der jüngeren Geschichte…


Er versucht in diesem „Klassiker“, eine kritische Bestandsaufnahme um den historischen Ursprung und die konkreten Erscheinungsformen von Utopien aufzuzeigen. …

Im Gegensatz zu diesen Ansätzen versucht die vorliegende Arbeit den Stoff in der Perspektive jener Topoi zu durchdringen, dies seit Morus kennzeichnend für die politische Utopie der Neuzeit geworden sind. Ich habe mich zu diesem Weg entschlossen, weil er am ehesten die Chance zu eröffnen scheint, sowohl den „überschießenden“ Gehalt als auch die epochenspezifische Ausprägung der politischen Utopien sichtbar machen zu können. Dagegen treten die biographoschen Einzelheiten zu den jeweiligen Autoren in den Hintergrund.…

Auszug 'Einleitung', Seite 1-14

<

p style=“text-align: justify;“>Der Autor zeigt, dass die zentrale Variante des utopischen Denkens, die autoritäre-etatistische Linie zwar ans Ende gekommen ist, aber das utopische Denken an sich nicht in Verruf gekommen ist. Der Problemdruck, der seit Morus Utopien entstehen ließ, ist weiter existent …

<

p style=“text-align: justify;“>

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Richard Saage
  • Politische Utopien der Neuzeit
  • Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt (1991)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 364 Seiten
  • ISBN 3534090918
Kleinster Preis: € 1,89, größter Preis: € 179,51, Mittelwert: € 8,90

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  • Schutzumschlag
  • [Artikel] Richard Saage in der WIKIPEDIA

Richard Saage (* 3. April 1941 in Tülau, Provinz Hannover) ist ein deutscher Politologe und emeritierter Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte mit den Forschungsschwerpunkten Geschichte der politischen Ideen und der Sozialutopien, Demokratietheorien, Theorien über den Faschismus, Politische Konzeptionen der Sozialdemokratie in der Zwischenkriegszeit in Deutschland und Österreich sowie Deutscher Konservatismus. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Richard Saage: Politische Utopien der Neuzeit – von Paul Höbscher – auf .litteratur.ch

Es bereitet mir gerade etwas Mühe, viel Gescheites zu diesem Buch zu sagen. Richard Saages Politische Utopien der Neuzeit ist 1990 zum ersten Mal erschienen. (Es gibt eine zweite Auflage aus dem Jahr 2000; dort wurde aber meines Wissens nur das Vorwort erweitert mit ein paar Antworten auf die Kritiken am Buch. Vor mir liegt die erste Auflage.) Es ist also unterdessen 30 Jahre alt, und ich weiß nicht einmal, wie weit die darin präsentierten Resultate noch aktuell sind. Außerdem ist es mir unter dem Lesen immer wieder passiert, dass ich mir sagte: „Aber das ist doch klar! Das weiß man doch!“, und mir dann jedes Mal in Erinnerung rufen musste, sowohl, dass das Buch ja eben gerade nicht neu ist, wie auch, dass ich es ja nicht zum ersten Mal gelesen habe, und wahrscheinlich vieles von dem, was Saage hier schreibt, beim damaligen Lesen sich in meine eigenen Ansichten zum Thema „Utopie“ bwz. „utopische Literatur“ integriert hat. Ich werde mich deshalb hier mit einer Art Inhaltsangabe / Zusammenfassung des Buchs begnügen.…

Auszug Artikel


  • [Download] „Die Phantasie ist nicht an der Macht …”1Vom Verschleiß des Utopischen im 20. Jahrhundert – von Eva Kreisky – auf webapp.uibk.ac.at

Es ist schwierig, die vieldeutigen und diffusen Facetten des Utopiethemas einigermaßen stringent zusammenzuführen: Da gilt es zu-nächst, die Politikwissenschaft in Geschichte und Gegenwart von Utopiediskursen zu positionieren, aber auch die verschiedenen Bemühungen um Konzeptualisierung des Utopischen zu beachten. Ferner sind historische Kontexte, inhaltliche Varianten sowie Rezeptions- und Wirkungsgeschichten utopischen Denkens im Hinterkopf zu behalten. Die epochale Zäsur von1989 provoziert zudem Überlegungen auch zur Zukunft utopischen Denkens. „Klassische” Utopien sind überdies nach Prüfkriterien feministischer Politikwissenschaft auf in ihnen enthaltene patriarchale Geschlechterbilder und Vorstellungen künftiger Geschlechterregime abzufragen: Inwiefern tragen gesellschaftliche und politische Szenarien – trotz überschwänglichem Utopismus – immer noch Versatzstücke patriarchaler Phantasien im Gepäck?

Auszug Artikel

 


siehe auch (Auszug):


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