Kategorie: Begleitende Literatur zur Phantastik

Themenblock begleitende Literatur – Sekundärliteratur welche die Haupthemen begleitet

Begleitende Literatur zur Phantastik #86: Der Heros in tausend Gestalten – Joseph Campell

Joseph Campbell
Der Heros in tausend Gestalten
Suhrkamp, Frankfurt/Main (1978)
ISBN 3518069241
„Die Wahrheit ist eine, die Weisen sprechen von ihr in vielen Namen“ …

Angeregt- nein, angestachelt, durch „Erzählende Affen“ von Samira El Ouassil und Friedemann Karig, habe ich mir den Campbell wieder herausgesucht. Dieses wegweisende Buch über den Archetypen aller Mythen, über die Gemeinsamkeit der Mythologie, ist immer noch unschlagbar. Ich nehme es immer noch mit einem gewissen Maß an Ehrfurcht in die Hände …


Dieser Vergleich Campbells, des psychologischen Aspektes der den Mythen zugrundeliegenden gemeinsamen Geschichte, lässt den Archetypen aller Mythen, den Heros sichtbar werden. Er vergleicht er Helden in Mythen, Sagen, Märchen und Religionen auf der ganzen Welt. Auch wenn das Buch nicht ganz leichte Kost ist, lohnt es sich trotzdem, die Nase hineinzustecken, und die Interpretationen Campbells nachzuvollziehen. …

Es ist der Zweck des vorliegenden Buches, einige von den Wahrheiten, die, für uns unkenntlich, unter den Gestalten von Religion und Mythos verborgen sind, wieder aufzuschließen, und zwar dadurch, dass eine Vielzahl nicht u schwieriger Beispiele zusammengebracht wird, aus denen dann der verschollene Sinn von selbst hervortritt […] Die alten Lehrer haben wohl gewusst, was sie sagten, und haben wir einmal gelernt, ihre Symbolsprache wieder zu lesen, bedarf es nur mehr der Gaben der Anthologisten, um ihre Lehre vernehmlich zu machen …

Auszug 'Vorwort', Seite 9-10

Die Zusammenschau der beiden Bücher, der „Erzählenden Affen“ und des „Heros in tausend Gestalten“ hat viel Spaß gemacht und vieles wieder aufgefrischt, das schon ein bisschen verschüttet war.  Diese Art von Typologie der schöpferischen Phantasie des Menschen ist auch heute noch  lesenswert, es ist eines der 100 einflussreichsten Bücher (zumindest in englischer Sprache) …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Joseph Campbell
  • Der Heros in tausend Gestalten
  • Suhrkamp, Frankfurt/Main (1978)
  • Suhrkamp Taschenbuch 424
  • Taschenbuch
  • 464 Seiten
  • ISBN 3518069241

Preisangaben Eurobuch

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  • aus dem Amerikanischen
  • Übersetzer: Karl Koehne

  • [Artikel] Joseph Campbell in der WIKIPEDIA

Joseph John Campbell (* 26. März 1904 in White Plains, New York; † 30. Oktober 1987 in Honolulu, Hawaii) war ein US-amerikanischer Professor und Publizist auf dem Gebiet der Mythologie.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] „Der Heros in tausend Gestalten“ in der WIKIPEDIA

Campbell untersucht die Zusammenhänge zwischen den Lebenserfahrungen der Menschheit seit ihrem Aufbruch, den Gemeinsamkeiten aller Kulturen in ihren mündlich weitergegebenen Geschichten und den daraus abzuleitenden fundamentalen Bedürfnissen, die die Menschen mit dem Erzählen und Hören der Geschichten seit jeher befriedigt haben. Geprägt von Jungs Vorstellung der Individuation, der Selbstverwirklichung des Menschen für das allgemeine Gute nach der mutigen Konfrontation mit der freiwilligen eigenen Beschränktheit und dem eigenen Unbewussten, vergleicht er Helden in Mythen, Sagen, Märchen und Religionen auf der ganzen Welt und destilliert daraus eine einheitliche …

Auszug Artikel


  • [Artikel] „Der Held“ in der WIKIPEDIA

Ein Held bzw. eine Heldin (althochdeutsch helido) ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung vollbracht hat. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, um Gestalten der Geschichte (wie Nationalhelden), aber auch aus Legenden, Sagen oder fiktiven Werken (Superhelden). Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen).
Das Zedler-Lexikon aus der Mitte des 18. Jahrhunderts definierte: „Held, lat. Heros, ist einer, der von Natur mit einer ansehnlichen Gestalt und ausnehmender Leibesstärcke begabet, durch tapfere Thaten Ruhm erlanget, und sich über den gemeinen Stand derer Menschen erhoben.“

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 

Begleitende Literatur zur Phantastik #85: Literatur lesen wie ein Kenner – Hermann Kurzke

Hermann Kurzke
Literatur lesen wie ein Kenner
C. H. Beck, München (2021)
ISBN 9783406764356
Eine Handreichung für passionierte Leserinnen und Leser

Ein sehr nützliches Buch habe ich hier gefunden. Es hilft Literatur besser zu verstehen und man hat mehr vom Lesen. Und was hat dies mit Phantastik zu tun? Hermann Kurzke hat unter anderem auch den Staatsroman, die Utopie und die Dystopie zum Beispiel gewählt, um den Vorgang der Analyse zu verdeutlichen. Und das von Daniel Defoe bis Dimitry Glukhovsky. …


Abgesehen davon, dass ich das Buch als sehr informativ erachte, hat es mir einiges über Literatur an sich beigebracht. An den mannigfachen Beispielen von der Antike bis zu aktuellen Büchern zeigt Hermann Kurzke, wie man Literatur analysieren kann, wie man mehr aus der Lesung profitieren kann, wie man einen vertiefenden Einblick in Literatur jedweder Art gewinnen kann. Ich habe hier auch für Rezensionen vertiefende Verfahren gewonnen, die, so hoffe ich, die Qualität meiner Besprechungen erhöhen sollte.

Für wen ist dieses Druckwerk da, welchem Bedürfnis will es abhelfen? Es will nützen, Literatur zu verstehen. Es will eine Orientierung für Liebhaber der Literatur, für engagierte Leser sein, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und Bewanderte. Denen will es nicht nur mühsalerleichternd „Stecken und Stab“ (Psalm 22,4) sein, sondern eine Lust und Vergnügen. Es will ihnen das Lesen von Literatur nicht nur so vergnüglich, sondern auch so ertragreich wie möglich machen. …

Auszug 'Absicht und Anlage', Seite 13-16

Die Beispiele aus der Phantastik betreffen Daniel Defoe, Johann Gottfried Schnabel, Gerhart Hauptmann, Aldous Huxley, Hermann Hesse, George Orwell, Ray Bradbury und Dimitry Glukhovsky (siehe Inhaltsverzeichnis im Bilderkarussell). Es gibt natürlich viele solche Ratgeber und Anleitungen, aber dieses Buch hat mich neben der Nützlichkeit auch ganz gut unterhalten und darum gibt es hier eine Empfehlung (abgesehen davon, dass es ein handwerklich gut gemachtes Buch ist) …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Hermann Kurzke
  • Literatur lesen wie ein Kenner
  • Eine Handreichung für passionierte Leserinnen und Leser
  • C. H. Beck, München (2021)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 394 Seiten
  • ISBN 9783406764356

Kleinster Preis: € 18,99, größter Preis: € 42,00, Mittelwert: € 28,00

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  • Lesebändchen

  • [Artikel] Hermann Kurzke in der WIKIPEDIA

Hermann Kurzke (* 15. Februar 1943 in Berlin) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, katholischer Theologe und Autor. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Handreichungen zur Lesekultur – von Ulrich Klappstein – auf literaturkritik.de

Hermann Kurzke (geb. 1943) ist einem breiteren Publikum vor allem durch seine Publikationen über Thomas Mann bekannt geworden, er gilt außerdem als Spezialist für Kirchenlieder und Kulturchristentum. 2010 hat er in der verdienstvollen Münchener „Beck’schen Reihe“ Die kürzeste Geschichte der deutschen Literatur herausgegeben; schon dort legte er – nach seiner aktiven Zeit als Literaturwissenschaftler an der Universität Mainz – einen persönlichen Literaturkanon und prononcierte Essays über Literatur und Literaten vor, beruhend auf den Schätzen seines Bücherschranks. Eine ganz ähnliche Bilanz, ergänzt um einen Ausblick über die gegenwärtige Lesekultur (in Form eines Patchworks aus zwölf Fetzen oder Läppchen), hat er nun mit seinen Handreichungen für passionierte Leserinnen und Leser vorgelegt. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Hermann Kurzke: Literatur lesen wie ein Kenner – von Gregor Keuschnig – auf begleitschreiben.net

Keine Frage: Empfehlungen, »Handreichungen« bis hin zu neu bestückten Literaturkanons sind beliebt. Der potenzielle Leser lechzt in dem immensen Angebot nach Hilfe. Was soll man lesen? Was muss man lesen? Kurzkes Buch reiht sich zwar in die Kategorie der Helfer ein, ist aber gleichzeitig anders, weil es auch didaktisch aufgebaut ist. Das Ziel sei es, »Literatur zu verstehen«, eine Orientierung zu geben, dies jedoch auch vergnüglich. Wenig später erfährt man, dass Kurzke der Germanistik »ein bisschen skeptisch« gegenüber steht. Das ist bei einem gestandenen Literaturwissenschaftler wie ihm durchaus bemerkenswert. Das Versprechen, einem nicht mit hochgestochenen Vokabeln zu traktieren, hält er immerhin ein. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Begleitende Literatur zur Phantastik #84: Erzählende Affen – Samira El Ouassil / Friedemann Karig

Samira El Ouassil / Friedemann Karig
Erzählende Affen
Ullstein, Berlin (2021)
ISBN 9783550201677
Mythen, Lügen, Utopien – Wie Geschichten unser Leben bestimmen

Ein sehr interessantes Buch, auch wenn es vordergründig jetzt nichts mit Phantastik zu tun hat. Jedoch die Geschichte über Geschichten an sich ist es wert dieses Buch zu lesen. Geschichten sind ein maßgeblicher Teil unserer Sozialisation und so durchdringen sie Kultur, Medien und Politik…


Schon der Blick ins Inhaltsverzeichnis fesselt und fasziniert (siehe Bilderkarussell). Als Autor und Geschichtenerfinder ist es wohl gut zu wissen, die Geschichten wirken und uns Menschen beeinflussen. Die Heldengeschichte nimmt dabei einen starken Platz in der Betrachtung ein. Insofern hat es sich auch einen Platz in der Sachliteratur der Phantastik verdient.

In diesem Buch wollen wir zeigen, dass kaum etwas so mächtig ist wie eine gute Geschichte. Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Welt ungerecht ist und schlichtweg langsam kaputtgeht. Wir glauben deshalb, dass wir andere Geschichten brauchen. Wenigstens wäre es einen Versuch wert, unsere narrative Programmierung zu begreifen und auszuprobieren, was sich in der Welt bewegt, wenn wir den mentalen Stoff, der sich für uns zusammenhält, verändern. Diesen Versuch wollen wir in drei Schritten wagen. …

Auszug 'Gewohnte Welt-Prolog', Seite 13-20

Nehmen wir uns also die Zeit, weg vom primären Interesse der Phantastik auch die Grundlagen der Erzählung, der Geschichte besser kennenzulernen. Mit diesem Buch geht das in einer sehr vergnüglichen und lesbaren Form. Von Jesus bis Frodo, von Kassandra bis Greta, wird gezeigt, welche Erzählungen uns heute gefährden und warum wir neue Erzählungen benötigen. Vielleicht auch in der Phantastik?…

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Samira El Ouassil / Friedemann Karig
  • Erzählende Affen
  • Mythen, Lügen, Utopien – Wie Geschichten unser Leben bestimmen
  • Ullstein, Berlin (2021)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 4. Auflage
  • 528 Seiten
  • ISBN 9783550201677

Kleinster Preis: € 18,86, größter Preis: € 38,62, Mittelwert: € 25,00

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  • keine

  • [Rezension] Ein Käfig voller Narrative – von Meredith Haaf – auf sueddeutsche.de

Samira El Ouassil und Friedemann Karig probieren das große Werk über die Erzählungen, aus denen unsere Welt gestrickt ist. Aber kann man politische Probleme wirklich vor allem mit verbaler Power lösen? …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Die Narrative, in denen wir leben – von Thomas Merklinger – auf literaturkritik.de

Die Aufgabe ist scheinbar übermächtig: um die Welt, wie sie ist, zu retten, muss ein durchschnittlicher Jedermann den Mut finden, sich finsteren Mächten in Gestalt eines Antagonisten entgegenzustellen. Dabei ist er mit seinem Leben eigentlich zufrieden und würde am liebsten in Ruhe gelassen werden, doch die Bedrohung ist konkret, klar und unmittelbar. Er hat diese Aufgabe weder gewollt noch gesucht, sie ist ihm quasi über Nacht zugefallen, doch nun gibt es kein Zurück mehr. Mit Hilfe einer kleinen Zahl Verbündeter und weisen Ratschlägen eines Mentors zieht er los, stellt sich seinem Schicksal und wächst über sich hinaus. Am Ende gelingt es ihm, nach einer Reihe von Abenteuern und Rückschlägen gegen alle Wahrscheinlichkeit seine Aufgabe zu meistern und er kehrt gewandelt und bereichert zurück. Die Zukunft liegt vor ihm. Abspann. …

Auszug Artikel


  • [Podcast] Eine Geschichte kann die Welt verändern – Friedemann Karig im Gespräch mit Stephan Karkowsky – auf deutschlandfunkkultur.de

Ob in der Mythologie, im Roman, im Hollywood-Kino oder in der Politik: Menschen versuchen, alles in eine Geschichte zu packen. Das Muster dabei wiederhole sich, sagt der Journalist und Autor Friedemann Karig: „Jemand will etwas, etwas steht ihm im Weg, es gibt einen Konflikt, es gibt eine Lösung.“ Zusammen mit Samira El Ouassil hat er darüber das Buch „Erzählende Affen. Mythen, Lügen, Utopien. Wie Geschichten unser Leben bestimmen“ geschrieben.…

Auszug Artikel


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Begleitende Literatur zur Phantastik #83: Den Himmel zum Sprechen bringen – Peter Sloterdijk

Peter Sloterdijk
Den Himmel zum Sprechen bringen
Suhrkamp, Berlin (2020)
ISBN 9783518429334
Über Theopoesie

Ein höchst spannendes Buch. Spannend im Sinne von interessant und aufregend. Vor einiger Zeit bin ich heftigst gerügt worden, als ich die Bibel als Phantastik ersten Ranges bezeichnet habe (ohne damit jemanden zu nahe treten zu wollen). Provozierend, gewiss, aber so einfach von der Hand zu weisen ist das nicht. Dieses Buch würde wohl unterstützende Argumente dafür liefern können, obwohl es diese meine These natürlich nicht ausdrücklich erwähnt. …


Die Götter zum Sprechen zu bringen war immer schon einer der ersten Beweggründe von Dichtern. Seit alters her. Und wie soll man dies bewerkstelligen, ohne die Phantastik zu bemühen. Selbst als Götter in der Antike und im Altertum noch zur selbstverständlichen Lebensumwelt der Menschen gehörte, war es nicht möglich, dies den Menschen nahezubringen, ohne das Ungewisse, das Unglaubliche, das Unfassbare in Worte zufassen und durch die Phantastik zu vermitteln.

Damit ist für Sloterdijk die Einsicht unausweichlich: Religionen berufen sich in ihren theopoetischen Gründungsdokumenten auf mehr oder weniger elaborierte literarische Verfahren, auch wenn die begleitende Dogmatik dazu dient, diese Tatsache vergessen zu machen. Religionen sind „literarische Produkte, mit denen die Autoren […] um Klienten auf dem engen Markt der Aufmerksamkeit von Gebildeten konkurrierten“. …

Auszug vorderer Klappentext

Ein Studium der poetischen Stilmittel, denen sich Religionen in ihren Narrativen bedienen, erfordert nach Sloterdijk eine Neubewertung der Religionen. Hier werden die Elemente einer Kritik literarischer Darstellungsformen als Kritik dogmatischer und theologischer Dokumente zusammengetragen. Faszinierend …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Peter Sloterdijk
  • Den Himmel zum Sprechen bringen
  • Über Theopoetik
  • Suhrkamp, Berlin (2020)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 3. Auflage
  • 344 Seiten
  • ISBN 9783518429334

Kleinster Preis: € 14,00, größter Preis: € 40,28, Mittelwert: € 26,00

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  • keine

  • [Artikel] Peter Sloterdijk in der WIKIPEDIA

Peter Sloterdijk [ˈsloːtɐˌdaɪk] (* 26. Juni 1947 in Karlsruhe) ist ein deutscher Philosoph, Kulturwissenschaftler und Publizist, der mit seinen Beiträgen und Büchern in Deutschland zahlreiche Debatten ausgelöst hat. Er lehrte bis 2017 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Philosophie und Ästhetik. …

Auszug Artikel


  • [Webpräsenz] Peter Sloterdijk im WEB

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Religion im Modus ihrer Abstreitung: Zu Sloterdijks „Den Himmel zum Sprechen bringen“ – von Redaktion Feinschwarz – auf feinschwarz.net

Sein neues Buch „Den Himmel zum Sprechen bringen“ scheint mir so eine Geschichte zu sein. Es handelt sich zwar um keine explizit autobiographische Lebensgeschichte, sondern um eine Religionsgeschichte. Sie lässt sich aber vielleicht als Lebensgeschichte unter dem Denkmantel einer Religionsgeschichte lesen. Wenn das so wäre, hätte das Buch trotz aller noch zu nennenden Schwächen eine schöne Pointe.…

Auszug Artikel


  • [Rezension] Peter Sloterdijk: Den Himmel zum Sprechen bringen – von anoym – auf theophil.online

Gott ist ein Thema, das Peter Sloterdijk umtreibt. Das beginnt schon 1983 in der „Kritik der zynischen Vernunft“, in der Sphären-Trilogie spielt Gott eine Rolle; „Du musst dein Leben ändern“ 2009 setzt ein mit dem Satz „Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt – das Gespenst der Religion.“ 2017 erschien „Nach Gott“. Das neue Buch „Den Himmel zum Sprechen bringen“ nun befasst sich mit der Rede von Gott – oder dem Sprechen Gottes selbst. Sloterdijk nennt das Theopoesie. …

Auszug Artikel


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Begleitende Literatur zur Phantastik #82: Dämonen und Drachen – Mayotte Bollack

Mayotte Bollack
Dämonen und Drachen
Friedenauer Presse, Berlin (2021)
ISBN 9783751806145
Die neunzehn Stücke des Euripides nacherzählt und  interpretiert

Mal was klassisches gefällig? An sich sind die Stücke des Euripides in ihrer dramatischen Form schon eine etwas anspruchsvollere Kost, aber hier werden seine Stücke im Stil von Fabeln oder Märchen nacherzählt und interpretiert …


Ich finde, die Stücke haben schon sehr viel Phantastisches in sich. Junge Mädchen verwandeln sich in einen Baum oder eine Kuh. Eine Frau träumt den Traum ein pelziges Tier oder ein Ungeheuer zu sein. Der Lebende gibt sich als Toter aus und der Tote als Lebender …

Indessen bleibt in dieser Form des Neubeschreibung, der Paraphrase, einer bescheidenen akademischen Technik, der Interpret so nah es geht am Autor, er folgt den Windungen der Gedanken, betont und unterstreicht und hebt je nach dessen Worten den Sinn hervor, den er erforscht. Also weder Zusammenfassung noch Pastiche: die Wiederholung ist mein Anliegen…

Auszug 'Vorwort', Seite 5-10

Es ist erfrischend und aufregend, in die antiken Dramen einzutauchen, ohne von der strengen dramatische Form gequält zu werden und die Stücke vom fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung auf sich einwirken zu lassen. Es ist jedenfalls einen Versuch wert…

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Mayotte Bollack
  • Dämonen und Drachen
  • Die neunzehn Stücke des Euripides nacherzählt und interpretiert
  • Friedenauer Presse, Berlin (2021)
  • Broschiert
  • 208 Seiten
  • ISBN 9783751806145

Kleinster Preis: € 18,00, größter Preis: € 20,60, Mittelwert: € 20,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • aus dem Französischen
  • Übersetzer: Tim Trzaskalik

  • [Artikel] Euripides in der WIKIPEDIA

Euripides ist nach Aischylos und Sophokles der jüngste der drei großen griechischen Tragödiendichter. Von seinen etwa 90 Tragödien sind 18 erhalten. Außerdem ist eines seiner Satyrspiele überliefert. Mit seinen Stücken, vor allem Medea, Iphigenie in Aulis, Elektra und Die Bakchen, ist Euripides einer der am meisten gespielten Dramatiker der Weltliteratur. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Euripides auf WIKISOURCE

Sekundärliteratur

    • Richard Arnoldt, Die chorische Technik des Euripides, Halle 1878 Internet Archive = Google-USA*
    • Hermann Buchholtz: Die Tanzkunst des Euripides, Leipzig 1871 Google, Google
    • Wilhelm von Christ, Wilhelm Schmid: Klassische Periode der griechischen Litteratur (= Handbuch der Altertumswissenschaft, Band 7,1). 6. Auflage, Beck, München 1912, S. 346–388 Internet Archive

Auszug Artikel


  • [Rezension] Dömonen und Drachen – auf buecher.de

In einem Stil, der mitunter an Fabel oder Märchen erinnert, mit ihren Königen, Prinzessinnen und Ungeheuern, erzählt Mayotte Bollack die neunzehn überlieferten Stücke des Euripides nach. An die Stelle der dramatischen Form tritt die Erzählstimme, die den stummen Autor, der hinter seine Figuren zurückgetreten ist, spiegelt. »Es war in Theben, in Griechenland, ein junges Mädchen von großer Schönheit, die Tochter des Königs Kadmos.« So beginnen »Die Bacchantinnen«. Die Paraphrase hat hier nichts Schulmeisterliches an sich, denn sie vereinfacht Euripides‘ dramatische Konstruktionen nicht, sondern will ganz im Gegenteil alles sagen, nichts vom reichen Sinngehalt der Originale opfern. Es ist wie eine Übersetzung zweiten Grades,…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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