Schlagwort: Mythos

Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #23 – Schrecken als ästhetische Ware: Ordnungen des Unheimlichen – Florian Lehmann (Hrsg.)

Florian Lehmann (Hrsg.)
Ordnungen des Unheimlichen
Königshausen & Neumann, Würzburg (2016)
ISBN 9783826058134
 
Kultur – Literatur – Medien
 
Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes reflektieren den Status des Unheimlichen in der Geschichte und in der Gegenwart. Sie versuchen sich den Dimensionen des Unheimlichen im Theoretischen, im Ästhetischen und im Medialen anzunähern …

 
In der Einführung bespricht der Herausgeber das Unheimliche als Phänomen und Konzept. Darauf folgend werden im ersten Kapitel die kulturtheoretischen und kulturhistorischen Perspektiven in fünf Essays aufgezeigt. Anschließend werden 7 Artikel zur Literatur zum Unheimlichen gesammelt. Im dritten Kapitel werden dann die Medien und die Medialität in Bezug zum Unheimlichen in sechs Beiträgen besprochen…
 
Abschließend ist dafür zu plädieren, das Unheimliche wie jedes ästhetische Konzept als historischen Begriff zu verstehen, dessen Geschichte notwendigerweise Voraussetzung ist für seine gegenwärtige Verwendung. Es ist deshalb auch zu fragen, inwieweit das Unheimliche einer „abendländischen“ Denk- und Erfahrungstradition zugehörig ist, und ob es die geschichtliche Fundamentalopposition von Eigenem und Fremden durchbrechen kann. Mit diesen und anderen Fragen setzen sich die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes auseinander. …
Auszug 'Einführung', Seite 9-28
 
Das theoretische Fundament des Unheimlichen haben im Grunde vier Autoren im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts gelegt. Ernst Jensch, Rudolf Otto, Martin Heidegger und Sigmund Freud. Bis in die 70er-Jahre wurde aber innerhalb des akademischen Diskurses das Unheimliche kaum wahrgenommen. Erst danach wurden Studien vorgenommen, die die Wahrnehmung des Unheimlichen bis heute prägen und nachhaltig zur Auseinandersetzung damit eingeladen haben. Dieser Band geht auf die Vorträge zurück, welche bei der Tagung „Das Unheimliche, Gespenstische und Spukhafte“, vom17.-19. April 2015 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gehalten wurden. …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Florian Lehmann (Hrsg.)
  • Ordnungen des Unheimlichen
  • Kultur – Literatur – Medien
  • Königshausen & Neumann, Würzburg (2016)
  • Studien im Schnittbereich von Literatur, Kultur und Natur, Band 15/2016
  • Broschüre, Klebebindung
  • 340 Seiten
  • ISBN 9783826058134

Kleinster Preis: € 49,80, größter Preis: € 49,80, Mittelwert: € 49,80

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  • keine
  • [Artikel] Die Angst in uns selbst-Über das Unheimliche: Psychoästhetik im Angesicht der Krise – von Florian Lehmann – auf literaturkritik.de

Horace Walpoles „The Castle of Otranto“ (1764) erzählt von einem Haus in Angst. Der Plot um den machthungrigen Schlossherren Manfred, der die junge Isabella, Verlobte seines von einem seltsam-monströsen Helm erschlagenen Sohnes Conrad, zwangsehelichen will, und deshalb seine Ehefrau verlässt (die ja einen nutzlosen, weil toten Erben zur Welt gebracht hat) und schließlich die eigene Tochter ersticht (aufgrund einer Verwechselung), erscheint in dieser kurzen Zusammenfassung eher bizarr als unheimlich. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Erzähler im Kern der Geschichte das Schloss als einen traumatischen Ort häuslicher Gewalt inszeniert, unter der vor allem Manfreds Ehefrau und Tochter leiden. Als Matilda sich bei ihrer Dienerin über die Härte des Vaters beschwert, antwortet diese, Matildas Mutter wisse sicherlich „that a bad husband is better than no husband“.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Unheimliche in der WIKIPEDIA

In seinem Aufsatz Das Unheimliche aus dem Jahr 1919 begründet Sigmund Freud seine Annahme einer unbewussten Seelentätigkeit. Die unbewusste Tätigkeit gilt bis heute als ein wichtiger Untersuchungsgegenstand der Psychoanalyse. ……

Auszug Artikel


  • [Artikel] Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen – Freuds Poetik des Unheimlichen – von Achim Geisenhanslüke – auf literaturkritik.de

Der Begriff des Unheimlichen, der ästhetisch in der Nähe zu verwandten Begriffen wie dem Phantastischen, Grotesken oder Erhabenen steht, hat seine entscheidende Prägung durch Sigmund Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ aus dem Jahr 1919 bekommen. Zwar kann Freud in seinen Überlegungen zu einer psychoanalytischen Ästhetik des Unheimlichen auf Vorarbeiten von Ernst Jentsch zurückgreifen, der bereits 1906 einen Aufsatz „Zur Psychologie des Unheimlichen“ vorgelegt hatte. Auch die Bindung des Unheimlichen an Texte von E.T.A. Hoffmann kann Freud von Jentsch übernehmen. Dennoch setzt er in seinem Aufsatz ganz eigene Akzente, die auf seine Auffassung von der Struktur des Unbewussten zurückgehen. Dabei überlagern sich die beiden Aspekte der Individualanalyse und der Kulturtheorie, die Freuds gesamtes Werk bestimmen, auch im Begriff des Unheimlichen. Auf der einen Seite erkennt Freud im Kontext eines individualpsychologischen Ansatzes im Unheimlichen eine bestimmte Form der Wiederkehr des Verdrängten. Auf der anderen Seite erscheint das Unheimliche im Kontext einer allgemeinen Kulturtheorie als Wiederkehr einer archaischen Kulturstufe, die ihre nur scheinbar überwundene Macht bis in die Moderne ausdehnt. Obwohl beide Aspekte für Freud zusammenhängen, bestimmen sie zwei unterschiedliche Ausrichtungen der Theorien des Unheimlichen, die bis in die heutige Rezeption reichen: Auf der einen Seite stehen texttheoretische Überlegungen zum Unheimlichen, wie sie sich insbesondere in der dekonstruktiven Fortführung psychoanalytischer Theoreme finden lassen. Auf der anderen Seite stehen kulturwissenschaftliche Ansätze, die im Unheimlichen eine bestimmte Form der Fremderfahrung ausmachen, der es im Kontext einer interkulturellen Theorie der Kultur und Literatur zu begegnen gilt. …

Auszug Artikel


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Vampir, Werwolf und sonstige Unwesen #31 – Der Vampir – Basil Cooper

Basil Cooper
Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit
Goldmann, München (1974)
ISBN 3442302889

Speziell in Literatur, Theater und Film…

Das Buch ist eines der früheren Werke in meiner Bibliothek, die von Vampirliteratur nicht gerade wenig beinhaltet. Derzeit sind es so an die 120 Werke über den Vampir, den Vampirismus und begleitendes in meinen Regalen registriert. Aber gerade dieses Buch hatte es mir immer schon angetan. Vielleicht weil es eines der ersten Bücher zum Thema war, das ich mein Eigen nennen durfte …


Basil Cooper, eigentlich ein Filmkenner und Krimi-Autor, schuf damit eines der interessantesten, frühesten, ernst zu nehmenden und ausführlichen modernen Werke zum Thema Vampir. Natürlich ist es ein Buch seiner Zeit und damit heute unter der Sichtung heutiger, weitergehender Forschung manchmal fehlerhaftes und unvollständiges Werk, aber immer noch gut lesbar und empfehlenswert. …

Mein Buch ist nicht nur für Leser bestimmt, die zwischen den beiden Umschlagdeckeln möglichst viele Informationen über das Thema erhalten wollen, sondern auch für diejenigen, die ihren Appetit – in literarischer Sicht, muss ich hier rasch hinzufügen – anregen lassen wollen auf so großartige Erzählungen wie „For the Blood is the Life“ und „Mrs. Amsworth“, und schließlich für diejenigen, die, wie ich selbst, ein unstillbares Interesse für die Erscheinungen auf dem Gebiet des Makaberen empfinden. …

Auszug 'Vorwort', Seite 7-8

Im Festa-Verlag erschien das Buch erstmals ungekürzt in Deutsch (ich konnte allerdings noch nicht überprüfen, ob die Goldmann-Ausgabe tatsächlich gekürzt ist), mit einer neuen Übersetzung von Malte S. Sembten bei der Gelegenheit wurden auch einige Fehler des Originals korrigiert. Außerdem schön ist das 24-seitige Nachwort von Uwe Sommerlad, in dem er die Geschichte der Vampire in Literatur und Vampire seit dem ersten Erscheinen des Buches erläutert. Nicht ganz frei von Lücken, aber doch interessant. Festa brachte 2005 das Taschenbuch, 2006 eine 2. Auflage davon und 2007 eine gebundene Ausgabe heraus. Sehr nützlich sind die Auswahlbibliografie und das umfassende Register. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Basil Cooper
  • Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit
  • Goldmann, München (1974)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • Originalausgabe
  • 186 Seiten
  • ISBN 3442302889

Kleinster Preis: € 1,00, größter Preis: € 12,46, Mittelwert: € 7,87

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  • aus dem Englischen
  • Übersetzer: Friedrich A. Hofschuster
  • [Artikel] Basil Cooper in der WIKIPEDIA (Übersetzung)

Basil Frederick Albert Copper (5. Februar 1924 – 3. April 2013) war ein englischer Schriftsteller und ehemaliger Journalist und Zeitungsredakteur. Er wurde 1970 Vollzeitautor. Neben Horror- und Kriminalromanen war Copper vielleicht am bekanntesten für seine Reihe von Solar Pons – Geschichten, in denen er die als Hommage an geschaffene Figur fortsetzte Sherlock Holmes von August Derleth . …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit von Basil Copper – von Christel Scheja – auf fantasyguide.de

Allein das informativ und unterhaltsam geschriebene Nachwort, das gerne doppelt so lang hätte sein können, macht „Der Vampir in Legende Kunst und Wirklichkeit zu einer spannende Lektüre. Es ergänzt Coppers Ausführungen ausgezeichnet und rundet das neu übersetzte und sorgfältig bearbeitete Werk ab.
Für Liebhaber des Genres und Fans wird das Sachbuch damit zu einem unverzichtbaren Standardwerk, das neben den entsprechenden Quellenangaben auch noch ein aktuelles Literaturverzeichnis enthält. Selbst wer den Vampir erst gerade zu entdecken beginnt kann sich hier umfassend informieren. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Basil Copper – Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit – von Liafu – auf literaturschock.de

Mit dieser Ausgabe liegt Coppers Werk erstmals ungekürzt auf Deutsch vor.
Übersetzt von Malte S. Sembten, der das Buch auch sachkundig bearbeitet hat, enthält es außerdem einen breiten bibliographischen Anhang, einen Index mit dem Lebensdaten der erwähnten Personen sowie ein umfangreiches Nachwort von Uwe Sommerlad, der das Thema in den 1970er Jahren aufgreift, als die englische Originalausgabe erschien, und es bis heute weiterführt. …

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #21 – Schrecken als ästhetische Ware: Alpträume

Christopher Frayling
Alpträume
VGS, Köln (1996)
ISBN 3802523032
 
Die Ursprünge des Horrors
 
Die Geburtsstunde des modernen Schreckens wird hier im Sommer 1816 angesiedelt. Aa Genfer See, in der Villa Diodatti. Frankenstein erblickte dort das Leben und wieder einmal wird die berühmte Geschichte dem Horror-Genre zugeordnet und nicht dem der Science Fiction. Wie auch immer, stellt sie als einen der großen Schauerromane dar, die den Beginn des modernen Horrors begründen. …

 
Vier große Geschichten werden in diesem Buch als die Urformen der Horrorliteratur vorgestellt. Neben dem „Frankenstein-Monster“ wird der „Jekyll und Hyde-Charakter“, der „Baskerville-Hund“ und die „vampirähnliche Beziehung“ als Urtypus des Horrors besprochen. Auch wenn die Ursprünge dieser Geschichten in den Sagen Griechenlands und Roms liegen und teilweise sogar noch früher zu suchen sind, begannen die großen Schauerromane als Phantasien im trüben Schein einer Gaslampe und sind selbst bereits zum Gegenstand von Mythen und Legenden geworden …
 
Im Laufe der Zeit sind diese großen Horrorromane ein ums andere Mal um- und weitergeschrieben worden: Die Figur des Frankenstein verschmolz mit seiner Schöpfung zu einem Wesen aus Stahlbolzen, Stichen und Narben; Dracula wurde ein attraktiver Salonlöwe im Smoking; Mr. Hyde machte man zu einem affenähnlichen Geschöpf, das Slums von Whitechapel in East London unsicher macht; und Sherlock Holmes, mit seinem obligatorischen Jagdhut und der Meerschaumpfeife im Mund, sagt „Elementar, mein lieber Watson“, wenn er einmal mehr seine Fähigkeit der logischen Schlussfolgerung unter Beweis stellt. …
Auszug 'Einleitung', Seite 13
 
Der Einfluss dieser Poeten der Schwarzen Romantik, mit ihren dunklen Phantasien, auf die bildende Kunst und auch den Film wird hier ansprechend dargelegt. Eine Vielzahl von Abbildungen dokumentieren diesen Einfluss ebenso. Das Buch führt uns vor Augen, wie die vier großen Mythen des Horrors im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt haben und warum sie zu Symbolen für das Unbewusste des modernen Menschen geworden sind, die uns faszinieren und gleichzeitig Gänsehaut auflaufen lassen …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Christopher Frayling
  • Alpträume
  • Die Ursprünge des Horrors
  • VGS, Köln (1996)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutschsprachige Ausgabe
  • 224 Seiten
  • ISBN 3802523032

Kleinster Preis: € 2,10, größter Preis: € 63,69, Mittelwert: € 12,00
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  • aus dem Englischen
  • Übersetzung: Sabine Lorenz und Felix Seewöster

[Artikel] Christopher Frayling in der WIKIPEDIA

Sir Christopher Frayling (* 25. Dezember 1946 in Hampton, London) ist ein britischer Historiker und Autor zahlreicher Studien zur populären Kultur…

Auszug Artikel


[Artikel] Horror-Literatur in der WIKIPEDIA

Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt. …

Auszug Artikel


[Artikel] Schauerliteratur in der WIKIPEDIA

Die Schauerliteratur (englisch gothic fiction) bzw. der Schauerroman (englisch gothic novel) ist ein literarisches Genre der Phantastik, das Mitte des 18. Jahrhunderts in England entstand und seine Blüte am Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. …

Auszug Artikel


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Drachen #16 – Mythos / Symbol / Geschichte: Drache, Einhorn, Oster-Hase – Sergius Golowin

Sergius Golowin
Drache, Einhorn, Oster-Hase
Sphinx, Basel (1994)
ISBN 3859141953
und anderes phantastisches Getier …

Nach längerer Zeit habe ich wieder einmal ein Buch für meine Drachen-Sondersammlung finden können. Es ist jetzt kein Buch welches große Neuigkeiten zum Thema Drache bringt, aber doch ein kleines Puzzlestück zu einem großen Überblick über die Literatur dazu. …


Golowin nimmt Drache, Einhorn und Osterhase und anderes phantastisches Getier hier als Symbole und Spiegelbilder für das Unbekannte bzw. Unbewusste. Er hält sie für eine Tiefe des Bewusstseins, welches die Menschen von je her zu den abenteuerlichsten Entdeckungsreisen des Geistes anstachelt.

Wohl eins der geheimnisvollsten Geschöpfe des Alpenraums kennt man heute noch unter dem Namen „Tatzel- oder Stollenwurm“. Das Wort Wurm wird hier zweifellos in seiner alten Bedeutung verwendet: es meint jedes kriechende Geschöpf, also eine Schlange oder sogar einen Drachen. […] Dieses Geschöpf soll eben besonders durch sein traumhaft rasches Auftauchen gefährlich sein, nicht etwa durch Krallen, Reißzähne oder den sich ringelnden Schlangenleib! Obwohl es offensichtlich gerne Menschen erschreckt, berichten verhältnismäßig wenige Sagen, dass es einen Gast seines felsigen Reiches körperlich angegriffen hat. …

Auszug 'Im Land der Drache', Seite 33-55

Das kleine Büchlein ist recht nett zu lesen und berichtet nicht nur von Drachen, sondern auch von Seeschlangen, Einhörnern, Salamandern, Phönixen und anderen Märchentieren wie Greifen, Sauriern und Flügelkatzen. Untermalt sind die Ausführungen von einigen ganz guten Illustrationen. Alles ein bisschen esoterisch angehaucht, aber sympathisch dargelegt …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Sergius Golowin
  • Drache, Einhorn, Oster-Hase
  • und anderes phantastische Getier
  • Sphinx, Basel (1994)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 160 Seiten
  • ISBN 3859141953

Kleinster Preis: € 1,99, größter Preis: € 17,28, Mittelwert: € 6,90

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  • keine
  • [Artikel] Sergius Golowin in der WIKIPEDIA

Sergius Golowin (* 31. Januar 1930 in Prag; † 17. Juli 2006 in Bern) war ein Schweizer Autor, Mythenforscher und Publizist.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Drache (Mythologie) in der WIKIPEDIA

Ein Drache (lateinisch draco, altgriechisch δράκων (drakōn), „Schlange“; eigentlich: „der Starrblickende“ bzw. „scharfblickend(es Tier)“;[1] bei den Alten Griechen und Alten Römern die Bezeichnung für jede ungiftige größere Schlangen­art) ist ein schlangenartiges Mischwesen der Mythologie, in dem sich Eigenschaften von Reptilien, Vögeln und Raubtieren in unterschiedlichen Variationen verbinden. Er ist in den meisten Mythen geschuppt, hat zwei Hinterbeine, zwei Vorderbeine, zwei Flügel (also sechs Gliedmaßen) und einen langen Schwanz. Er soll die Fähigkeit haben, Feuer zu speien. Der Drache ist als Fabelwesen aus Mythen, Sagen, Legenden und Märchen vieler Kulturen bekannt; bis in die Neuzeit wurde er als existierendes Tier angesehen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel]10 Drachen zum Fürchten und Liebhaben – von Christian Handel – auf tor-online.de

Cornelia Funke schreibt über sie, in Kai Meyers Romanen spielen sie eine wichtige Rolle, und auch Bernd Perplies kommt nicht ohne sie aus. Drachen sind Dauerbrenner. Und weil uns die vielgestaltigen Bestien so faszinieren, werfen wir heute einen Blick auf zehn ganz besondere Exemplare: …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #20 – Schrecken als ästhetische Ware: Das große Buch der Naturgeister – Nancy Arrowsmith

Nancy Arrowsmith
Das große Buch der Naturgeister
Weitbrecht, Stuttgart (2000)
ISBN 352271685X
 
Mit einem Nachwort von Michael Korth
 
Es ist fast unmöglich, die Unzahl von übernatürlichen Gestalten der Geisterwelt in eine Systematik zu gießen. Nancy Arrowsmith versucht dennoch die europäischen Elben nach Art, Gattung und Familie zu klassifizieren, Kennzeichen und Verbreitung zu beschreiben und Mitteilungen über deren Lebensgewohnheiten und ihren Umgang mit den Menschen anzugeben. Der Name Elben ist hier gleichzusetzen mit Elfen oder Albae der nordischen Mythologie – wobei – so ganz genau nimmt es die Autorin mit der Einteilung nach diesem Muster wohl nicht. Aber in diesem Sektor der Literatur ist ein bisschen Ellenbogenfreiheit nicht ungewöhnlich …

 
Wie ernst man es mit Naturgeistern nimmt, ist wohl einem selbst überlassen, aber dass diese Gestalten in der Fantasyliteratur und teilweise auch in der Horror-/Schauer-/Geisterliteratur einen festen Platz haben, ist meines Erachtens unbestritten. In diesem Buch werden die Elben in drei Hauptgruppen unterteilt. Die Licht-Elben als Meister der Verwandlung und Reisende durch die Dimensionen. Die Dunkel-Elben mit ihrer Erdgebundenheit und ihrer mitunter sehr strengen Bindung an menschliche Behausungen. Zuletzt die Dämmer-Elben als zahlreichste Gruppe, die aufgrund der auferlegten Beschränkungen von Ort, Zeit und Raum am leichtesten vom Menschen wahrgenommen werden. …
 
 
Ich hoffe, einen Beitrag zur leichteren Identifizierung der europäischen Elben zu leisten und größeres Interesse für sie zu wecken, indem ich dem Leser die Augen öffne für ihre Existenz in unserer Zeit. Eine meiner schwierigsten Aufgaben war es, die älteren, glaubwürdigeren und vollständigeren Fassungen der Volkserzählungen und mündlichen Überlieferungen von den neueren, christianisierten und entstellten Versionen zu trennen. Wenn es zutrifft, was die moderne Märchenforschung behauptet, dass die meisten Volkserzählungen ihrem Wesen und Ursprung nach aus der Steinzeit stammen, und wenn man bedenkt, dass Naturgeister schemenhaft und wandlungsfähig sind, so ist es einleuchtend, dass ihre Kodifikation und Klassifikation zumindest problematisch ist. Jedes System ist unvollständig und Widersprüchen ausgesetzt. …
 
Auuszug 'Einführung', Seite 9-14
 
Jedenfalls ist es ein schönes gebundenes Buch, mit gutem Papier und sehr schönen Illustrationen. Es ist ein Buch, dass man gerne zur Hand nimmt, wenn man ein bisschen träumen will und Märchen nicht abgeneigt ist. Es liegt hier in der zweiten deutschen Neuausgabe vor und beinhaltet auch ein umfangreiches Quellenregister und eine ansehnliche Bibliographie. Das angeführte Nachwort von Michael Korth sucht man allerdings vergeblich – das dürften die Elben wohl still und heimlich entfernt haben – wer weiß warum? …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Nancy Arrowsmith
  • Das große Buch der Naturgeister
  • Weitbrecht, Stuttgart (2000)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutsche Neuausgabe
  • 382 Seiten
  • ISBN 352271685X

Kleinster Preis: € 9,71, größter Preis: € 26,69, Mittelwert: € 21,46
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  • keine

[biographisches] Nancy Arrowsmith auf ullstein-buchverlage.de

Nancy Arrowsmith ist die Autorin des Kultbuches A Field Guide to the Little People  das seit 30 Jahren in vielen Ausgaben erschien und in Deutschland gerade unter dem Titel Elben, Trolle, Hobgoblins ? Die Geister von Mittelerde und andere Fabelwesen im Piper Verlag wieder aufgelegt wurde. Sie ist die Gründerin und langjährige Chefredakteurin der ersten deutschen Biogartenzeitschrift Kraut & Rüben, die bereits seit 22 Jahren erscheint.…

Auszug Artikel


[Artikel] Naturgeister in der WIKIPEDAI

Naturgeist ist eine volkskundliche Sammelbezeichnung für Geistwesen, die eher der Natur als der Kultur zugeordnet werden können. …

Auszug Artikel


[Artikel] Elfen in der WIKIPEDIA

Elfen (auch Albe, Elben) sind eine sehr heterogene Gruppe von Fabelwesen in Mythologie und Literatur. …

Auszug Artikel


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