Kategorie: Wissenschaft

Begleitende Literatur zur Phantastik #75: Das Bewustsein der Maschinen – Gotthard Günther

Gotthard Günther
Das Bewußtsein der Maschinen
Klostermann, Frankfurt/Main (2021)
ISBN 9783465045649
Eine Metaphysik der Kybernetik

Hier die neueste Auflage, basierend auf der 2. Auflage, eines Buches, bei dem ich nicht sicher bin, ob ich es auch zu Ende lesen werde. Ziemlich starker Tobak in Bezug auf Lesbarkeit für Laien. Aber wenn man sich durchkämpft nicht uninteressant …


Gotthard Günther, ein Fan auch der Science Fiction, schaffte es, die Bedeutung der Denkart von Norbert Wiener anzuerkennen und schuf mit diesem Buch 1957 das erste Werk nach Wiener, das den Zusammenhang der Kybernetik mit der Philosophie interpretierte. …

Der neu hinzugefügte Teil III verdankt seine Entstehung der intensiven Verbreitung, die die Kybernetik in den östlichen Ländern, speziell in Russland, gefunden hat. […] Die der ersten Auflage beigegebene Bibliographie ist diesmal radikal verkürzt worden. Die kybernetische Literatur hat sich seit 1957 so ungeheurer vermehrt, dass es unmöglich ist, eine auch nur annähernde Übersicht zu geben, ohne ein ganzes Buch mit der bloßen Aufzählung von Titeln zu füllen. […] Dafür sind eine Anzahl russischer Autoren mit relevanten Veröffentlichungen in die Bibliographie aufgenommen worden. …

Auszug 'Vorwort zur zweiten Auflage', Seite 9-15)

Besonders interessant vielleicht der Anhang I: „Homunkulus und Robot“. Zur utopischen Idee des Homunkulus in der abendländischen Kultur, der sein Bewusstsein aus der Retorte bezieht und dem subtilen Unterschied zum Roboter, der ein mechanisches Gehirn besitzt. Das Nachwort von Peter Trawny sollte einige Hilfe bei der Beurteilung des Buches sein. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Gotthard Günther
  • Das Bewusstsein der Maschinen
  • Eine Metaphysik der Kybernetik
  • Klostermann, Frankfurt/Main (2021)
  • Rote Reihe, Band 133
  • Taschenbuch
  • 220 Seiten
  • ISBN 9783465045649

Kleinster Preis: € 16,12, größter Preis: € 78,00, Mittelwert: € 21,80

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Gotthard Günther in der WIKIPEDIA

Gotthard Günther (* 15. Juni 1900 in Arnsdorf, Landkreis Hirschberg, Provinz Schlesien; † 29. November 1984 in Hamburg) war ein deutscher Philosoph und Logiker.
Günther entwarf einen über den klassisch zweiwertigen (aristotelischen) Logikkalkül hinausgehenden Kalkül, die Polykontexturale Logik (kurz PKL). Die polykontexturale Logik benötigt eine Morphogrammatik genannte prä-logische Theorie der Form. Den Notationsrahmen für beide liefert die ebenfalls von Günther entwickelte Kenogrammatik. PKL, Morpho- und Kenogrammatik bilden die sogenannte Polykontexturalitätstheorie. Günthers Ausgangspunkt für die Entwicklung dieser Theorie ist eine fundamentale philosophisch-wissenschaftstheoretische Kritik der auf strikter Identitätsontologie basierenden klassischen (mono-kontexturalen) Standard- sowie Nicht-Standard-Logikkalküle. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Norbert Wiener in der WIKIPEDIA

Norbert Wiener (* 26. November 1894 in Columbia, Missouri; † 18. März 1964 in Stockholm) war ein US-amerikanischer Mathematiker und Philosoph. Er ist als Begründer der Kybernetik bekannt, ein Ausdruck, den er in seinem Werk Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine (1948) prägte. Er schuf damit die wissenschaftliche und mathematische Basis für die Kontrolltheorie und Regelungstechnik zur Berechnung der Dynamik und Stabilität von rückgekoppelten Systemen und beschrieb deren Analogien zum menschlichen Gehirn (aufgrund der Rückkopplung durch Sinnesorgane) und zu sozialen Organisationen (aufgrund der Rückkopplung durch Kommunikation und Beobachtung). …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Kybernetik in der WIKIPEDIA

Kybernetik ist nach ihrem Begründer Norbert Wiener die Wissenschaft der Steuerung und Regelung von Maschinen und deren Analogie zur Handlungsweise von lebenden Organismen (aufgrund der Rückkopplung durch Sinnesorgane) und sozialen Organisationen (aufgrund der Rückkopplung durch Kommunikation und Beobachtung). Sie wurde auch mit der Formel „die Kunst des Steuerns“ beschrieben. Der Begriff als solcher wurde Mitte des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild des englischen cybernetics „Regelungstechniken“ in die deutsche Sprache übernommen. Der englische Begriff wiederum ist ein Kunstwort, gebildet aus dem substantivierten griechischen Adjektiv κυβερνητικός kybernetikos „steuermännisch“, das sich aus den entsprechenden Substantiven κυβερνήτης kybernetes „Steuermann“ und κυβέρνησις kybernesis „Leitung, Herrschaft“ ableitet. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 

Begleitende Literatur zur Phantastik #74: Start in den Weltraum – Wernher von Braun

Wernher von Braun
Start in den Weltraum
Bertelsmann Lesering, o.O. (1958)
ohne ISBN
Ein Buch über Raketen, Satelliten und Raumfahrzeuge

In den 50er Jahren war Wernher von Braun wohl die Ikone der Weltraumforschung. Obwohl sich dieses Bild wohl auf Grund seiner hinterfragbaren NS-Vergangenheit (siehe auch: Mondsüchtig – Rainer Eisfeld) geändert hat, waren seine Thesen zur Weltraumfahrt innovativ und zukunftsweisend…


Fünf Jahre vor den Starts der ersten künstlichen Erdsatelliten entwarf Wernher von Braun bereits die bemannte Weltraumstation. Mit diesem Projekt zeigte er, wie der Mensch den Weltraum erreichen und in 1730 Kilometer Höhe die radförmige Weltraumstation errichten wird. Was er schilderte, schien den kühnsten Visionen zu gleichen, die der Phantasie zu entspringen pflegen – aber dieser Eindruck darf uns nicht täuschen … Die präsentierten Ideen entsprachen damals den neuesten wissenschaftlichen Material …

In naher Zukunft (1958 Anm.d.V.) wird die Erde einen neuen Begleiter am Himmel bekommen, einen bemannten, künstlichen Satelliten, den ersten Stützpunkt der Menschheit im Weltraum. Er wird von Menschen bewohnt und vom Boden aus als ein ruhig wandernder Stern erkennbar sein und doch mit unglaublicher Geschwindigkeit um die Erde kreisen, eingebettet in jene finstere Unendlichkeit außerhalb der Atmosphäre, die wir „Weltraum“ nennen. …

Auszug 'Der Auftakt:...', Seite 5

Aber nicht nur eine Weltraumstation wird beschrieben, sondern auch der Flug zum Mond und sogar schon zum Mars wird erörtert und wissenschaftlich untermauert. Dazu kommen Beiträge von Willy Ley und ein Nachwort von Heinz Gartmann. Besonderen Retro-Charm haben die teilweise färbigen Illustrationen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Wernher von Braun
  • Start in den Weltraum
  • Ein Buch über Raketen, Satellliten und Raumfahrzeuge
  • Bertelsmann Lesering, o. O. (1958?)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • Lizenzausgabe Fischer Verlag, Frankfurt
  • 320 Seiten
  • ohne ISBN

Kleinster Preis: € 5,77, größter Preis: € 1.057,46, 20 Vergriffene Bücher

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  • aus dem Amerikanischen
  • Übersetzer: Heinz Gartmann

  • [Artikel] Wernher von Braun in der WIKIPEDIA

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun (* 23. März 1912 in Wirsitz, Provinz Posen, Deutsches Reich; † 16. Juni 1977 in Alexandria, Virginia, USA) war als deutscher und später US-amerikanischer Raketeningenieur ein Wegbereiter der Raketenwaffen und der Raumfahrt.
Er genoss aufgrund seiner Pionierleistungen zunächst als führender Konstrukteur der ersten leistungsstarken, funktionstüchtigen Flüssigkeitsrakete Aggregat 4 („V2“) und später wegen seiner leitenden Tätigkeit beim Bau von Trägerraketen für die NASA-Missionen hohes Ansehen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Willy Ley in der WIKIPEDIA

Willy Ley (* 2. Oktober 1906 in Berlin; † 24. Juni 1969 in New York) war Wissenschaftspublizist, Raketenkonstrukteur und Mitbegründer des weltweit ersten Raketenflugplatzes in Berlin. Er hat auch unter dem Pseudonym Robert Wiley publiziert. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Heinz Gartmann in der WIKIPEDIA

Heinz Gartmann, Pseudonym Werner Wehr, (* 12. Dezember 1917 in Dessau; † 7. August 1960 in Stockholm) war ein deutscher Raketen-Ingenieur, Publizist und Autor im Bereich Technikgeschichte und Raumfahrt-Literatur. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Begleitende Literatur zur Phantastik #72: Fiction in Sciene-Science in Ficiton – Wendelin Schmidt-Dengler (Hrsg.)

Wendelin Schmidt-Dengler
Fiction in Science – Science in Fiction
Hölder-Pichler-Tempsky, Wien (1998)
ISBN 320902586X
Wissenschaftliche Weltauffassung und Kunst

In der Buchvorstellung „Phantastik #15 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Der anglo-amerikanische Universitätsroman“ hab ich ja konstatiert, dass diese Romangattung fast ausschließlich dem englischen Sprachraum zuzuordnen ist. Hier haben wir ein Werk, dass das Thema ebenfalls aufgreift, aber aus Wien stammt und deutschsprachige Autoren bespricht…


Die Darstellung der Wissenschaft in der Literatur. Da geht’s aber auch in die phantastischen Gefilde wenn Karl Sigmund „Musil, Perutz und Broch Mathematik und die Wiener Literaten“ besprochen werden oder Carl Djerassi „Science-in-fiction ist nicht Science Fiction: Ist sie Autobiographie?“ fragt …

Ausgangspunkt für die Beiträge ist der Status der Wissenschaft; der Weg führt zur Literatur, und das scheint Indiz dafür zu sein, dass diese mit ihren Möglichkeiten Antworten auf die Frage nach den Möglichkeiten der Wissenschaft gibt. …

Auszug 'Editoral', Seite 5-6

und

Der akademische Roman, im angelsächsischen Raum und neuerdings auch im deutschen Sprachraum, ist somit in seinen besten Beispielen nicht nur als eine launige und indiskrete Anekdoten nachplappernde Variante der Unterhaltungsliteratur anzusehen, sondern stellt einen durchaus ernstzunehmenden Beitrag zur Diskussion der Relevanz der Wissenschaften dar, und zwar sowohl in Bezug auf ihre Erkenntnisleistung als auch ihre gesellschaftliche Funktion. …

Auszug 'Editoral', Seite 5-6

Vielleicht also eine interessante Ergänzung des oben angesprochenen Artikels aus dem deutschsprachigen Raum. Hier werden die verschüttet scheinenden Zusammenhänge zwischen Naturwissenschaften und exakten Wissenschaften und andererseits der Poesie wieder ins Zentrum gestellt und angesprochen. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Wendelin Schmidt-Dengler (Hrsg.)
  • Fiction in Science – Science in Fiction
  • Wissenschaftliche Weltauffassung und Kunst
  • Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, Wien (1998)
  • Wissenschaftliche Weltauffassung und Kunst, Band 3
  • Broschüre, A5, Klebebindung
  • 140 Seiten
  • ISBN 320902586X

Kleinster Preis: € 11,00, größter Preis: € 15,00, Mittelwert: € 11,00

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  • keine

  • [Artikle] Wendelin Schmidt-Dengler in der WIKIPEDIA

Wendelin Schmidt-Dengler (* 20. Mai 1942 in Zagreb; † 7. September 2008 in Wien) war ein österreichischer Literatur- und Sprachwissenschaftler. Schmidt-Dengler war Vorstand des Instituts für Germanistik der Universität Wien, Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek und Ehrenvorsitzender der Heimito von Doderer-Gesellschaft. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Institut Wiener Kreis an der Universität Wien

Das Institut Wiener Kreis (IVC) steht in der Tradition des historischen „Wiener Kreises.“ In diesem Sinne unterstützt das IVC philosophische Forschungsvorhaben, die kritisch-konstruktiv an Fragen der Einzelwissenschaften anknüpfen.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Der Universitätsroman in der WIKIPEDIA

Ein Universitätsroman oder Campus-Roman (engl. campus novel) ist ein Roman, dessen Handlung hauptsächlich auf dem Gelände einer Universität und in deren Umgebung angesiedelt ist und Einblicke in den Universitäts- und akademischen Wissenschaftsbetrieb gibt, oft in kritischer, teils auch satirischer Absicht. Das Genre kam in den 1930er Jahren im angelsächsischen Sprachraum auf. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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