Archiv für die Kategorie Biographisches, Nachrufe

Biographien zur Phantastik #1

Ein interessantes Kapitel der Sekundärliteratur sind auch die vielfältigen Biographien zu den Autoren welche Phantastik, im weitesten Sinne, geschrieben haben. Da gibt es auch eine ganze Reihe von Veröffentlichungen, die es wert sind ebenfalls in Erinnerung gerufen zu werden.

Den Anfang bildet heute eine Serie von Biographien zu Edgar Allan Poe:

Liliane Weissberg - Edgar Allan Poe

Liliane Weissberg – Edgar Allan Poe

Liliane Weissberg
Edgar Allan Poe
Sammlung Metzler-Realien zur Literatur, Band 204
Taschenbuch, Metzler, Stuttgart (1991)
ISBN 3476102041

 

 

 

 

 

 

 

 

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 5.40 EUR, größter Preis: 33.97 EUR, Mittelwert: 11.90 EUR

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Noch 5 Tage bei arte: Arno Schmidt – „Mein Herz gehört dem Kopf“ — Worte des Widerstands

Den heutigen, hiesigen Blog-Programmplatz will ich wiederum einem TV-Programmplatz widmen. Es handelt um einen bei arte, für eine sehr schöne Dokumentation, die sich mit einem der aus meiner Sicht faszinierendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts befasst: Arno Schmidt – „Mein Herz gehört dem Kopf“.

über Heute bei arte: Arno Schmidt – „Mein Herz gehört dem Kopf“ — Worte des Widerstands

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Schon preiswerter und ebenso empfehlenswert …

Wie man die Unendlichekeit in den Griff bekommt

Wie man die Unendlichekeit in den Griff bekommt

Schon in einer anderen Preisliga, aber genaus so empfehlenswert wie „Reihenweise“ ist „Wie man die Unendlichekeit in den Griff bekommt“ des Septim Verlages. Das neuerste Buch der James Tiptree Jr.-Werkausgabe.

2015 jährt sich der Geburtstag von Alice B. Sheldon alias James Tiptree Jr. zum hundertsten mal.
Der Jubiläumsband zur Werkausgabe mit den Briefen, Essays und Gedichten der Autorin James Tiptree Jr. alias Alice B. Sheldon. In Zusammenarbeit mit Julie Phillips (Autorin der Biografie) erscheint hier auch zum ersten Mal weltweit der komplette Briefwechsel zwischen James Tiptree Jr. und Ursula K. Leguin in einem Buch.
Der Band wird von diversen weiteren Sekundärtexten anderer Autorinnen und Autoren begleitet.

Warum diese Jubiläumsband so verspätet kommt ist mir nicht bekannt, aber – Gott sei Dank – erschienen ist er. Eine gute Rezension zu dem Buch empfehle ich auch: Phantastisch! Nr. 66 (wie ich auch das gesamte Magazin empfehle – logo)

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Achim Hildebrand ist schuld …

indexNun hat mir die Reihe „Zwielicht“ bis jetzt schon immer gefallen. Die neue Nummer 8 beschäftigt mich jedoch jetzt schon eine ganze Weile. Schuld daran ist Achim Hildebrand – ganz eindeutig.

Sein Artikel „Der Heiler des Bösen“ hat so nach und nach eine Kettenreaktion ausgelöst. So weit, dass ich sogar überlege das Thema „Algernon Blackwood“ in meine eigene Reihe „Treffpunkt Phantastik – Tummelplatz deutschsprachiger Sekundärliteratur“ aufzunehmen.

Achim Hildebrand hat hier ein Essay über insgesamt sechs Kurzgeschichten verfasst, welche im Stile von Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes verfasst wurden. Was auch, wie Hildebrand vermutet, der Grund war, warum Blackwood sie trotz Erfolg nicht weiterführte. Den Rest des Beitrags lesen »

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James Macpherson – und die gefälschten schottischen Epen

Die 46. Schlüsselidee in dem Buch „50 Schlüsselideen – Literatur“ lautet – Literarische Lügen. Es werden hier sechs literarische Spielarten der Lüge betrachtet. (Nebenbei: ich finde das Buch grandios)

  1. die übertriebene Ausschmückung
  2.  die heroische Lüge
  3. das Verschweigen der Wahrheit
  4. die Entstehungslüge
  5. die Fälschung
  6. die Lügen, die wirklich schmerzen

492px-James_Macpherson_by_George_RomneyUnter Punkt 5 heißt es:“ … Oder Macpherson, der schottische Epen fälschte, die er – vorgeblich – aus der ruhmreichen gälischen Vorgeschichte seines Landes ausgegraben hatte und einem Barden namens „Ossian“ zuschrieb. …“

Der Urvater der heroischen und unheimlichen Fantasy ein Fälscher? Und doch beeiflusste er auch einen J.R.R. Tolkien. Faszinierend …

Petra Kipphoff schreibt in „Schönste Folgen einer Fälschung“ am 10. Mai 1974 in der Zeit-Online:“ … James Macpherson (1736 bis 1796), ein armer, ehrgeiziger und talentierter junger Mann, war mehr als ein kleiner Fälscher. Aus originalen Brocken und unter geschickter Verwendung irischer und schottischer Sagenmotive stellte er authentische Falsifikate her und konstruierte, durch die Reaktion begeisterter Literatur-Kenner und Liebhaber quer durch Europa in prolongierte Entdeckerfreude und Schöpferstimmung getrieben, ein überzeugend fragmentarisches Gebäude altenglischer Epik: 1760 erschienen seine „Fragments of Ancient Poetry Collected in the Highlands“, 1761 „Fingal“, 1763 „Temora“, 1765 eine „The Works of Ossian“ betitelte zweibändige Gesamtausgabe. James Macpherson liegt zu recht in der „Poets’ Corner“ der Westminster Abbey begraben.

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