Schlagwort: Horror/Schauer

Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #24 – Schrecken als ästhetische Ware: Hinab in den Maelstrom – Ulrike Brunotte

Ulrike Brunotte
Hinab in den Mealstrom
Metzler, Stuttgart/Weimar (1993)
ISBN 3476009440
 
Das Mysterium der Katastrophe im Werk Edgar Allan Poe
 
Hier habe ich ein Werk, bei dessen Einordnung ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Literarische Phantastik betreffen oder doch eher reiner Horror/Schauer? Ich habe mich schließlich für den Schauer entschlossen, auch wenn einiges für den Horror gesprochen hätte (ist im Grunde auch wirklich nebensächlich – seufzt) …

 
Ulrike Brunotte hat hier eine Arbeit geschaffen, die sowohl literaturwissenschaftlich als auch religionswissenschaftlich gesehen werden kann. Sie analysiert die Mysterien- und Katastrophendarstellungen, wie sei die Mythen und Religionen überliefern. Die moderne Grauenslust wird sodann anschließend in eine aufklärerische Abgasanalyse überführt. …
 
Ausgehend von der heute zu beobachtenden neuen Faszination am Begriff und der Erfahrung des Erhabenen, werde ich der Frage nach dem Verhältnis von Angstaufklärung und Katharsis – Sublimierung und Sublimation im ästhetiktheoretischen Modell Edmund Burkes – nachgehen. Das geschieht jedoch nicht ohne Bezug zur Literatur der Schauerromantik und ihrer Verarbeitung im Werk Edgar Allan Poes. Die Frage nach den Ursachen von Katastrophenlust ist zugleich eine Frage nach den Bedürfnissen, die in der Untergangsehnsucht nicht aufgehen, dort nicht zu ihrem Recht kommen …
Auszug 'Einleitung', Seite 1-18
 
Die Autorin interpretiert in erster Linie das Werk von Edgar Allan Poe und hier im Besonderen „Die Erzählung des Arthur Gordon Pym aus Nantucket„. Nirgends sonst in seinem Werk werden die „einsamen“ Aktionen von Zerstörung und Selbstzerstörung so pointiert dargestellt und in historischen und politischen Kontext gestellt. Noch dazu wird Poes Werk von einem roten Faden durchzogen, der die eigenen Ängste vor der Übermacht der triebhaften Wünsche, dem Beherrscht werden durch Entformungs- und Katastrophenlust aufzeigt …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Ulrike Brunotte
  • Hinab in den Mealstrom
  • Das Mysterium der Katastrophe im Werk Edgar Allan Poe
  • Metzler, Stuttgart/Weimar (1993)
  • Taschenbuch
  • 372 Seiten
  • ISBN 3476009440

Preisangaben Eurobuch

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  • umfangreiches Literaturverzeichnis mit gesondertem Sekundärteil
  • [Biographisches] Ulrike Brunotte auf transcript-verlag.de

Ulrike Brunotte (apl. Prof. Dr.) studierte Geschlechter-, Literatur- und Kulturwissenschaften (einschließlich Religionswissenschaften) und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung im Oktober 2021 als Professorin für Gender und Diversität an der Universität Maastricht (NL).…

Auszug Artikel


  • [Download] Manuskript: Detektiv des Malstroms – Eine Sendung zum 200. Geburtstag von Edgar A. Poe –

    von Ulrike Brunotte und Barbara Sichtermann – auf deutschlandfunk.de

Auch Vincent Price, den wir gerade aus dem Film „The Raven“ von Roger Corman hörten kann durchaus als guter Interpret des Gedichts gelten. Keiner konnte gleichwohl den „Raben“, diese berühmte Klage um eine tote Geliebte, so eindringlich vortragen wie der Dichter selbst. Es war seine Versenkung in die melancholische Stimmung des Trauernden, die eine fast magische Wirkung auf die Zuhörer ausübte. Man hatte den Eindruck, wenn Poe die Fragen an den Raben richtete, spräche er zu einem wirklich Anwesenden. Sein Gedicht war ein sensationeller Erfolg. An der Ostküste brach ein regelrechtes „Rabenfieber“ aus. Immer wieder wurde Poe in den literarischen Salons von New York, Boston und Philadelphia aber auch in Richmond darum gebeten, seinen „Raven“ zu rezitieren. Ein Zeitgenosse erinnert sich an Poes Inszenierung:

Auszug Artikel


  • [Download] Apokalyptische Kammermusik – Edgar Allan Poe dichtet den Schiffbruch, Alfred Kubin zeichnet ihn – von Hans Richard Brittnacher – auf srce.hr

Abenteuergeschichten zur See bieten ein exemplarisches Schema für moderne Heldennarrative – sie liefern der bürgerlichen Welt die ersehnten ›Daseinsmetaphern‹ (Blumenberg), die ihr kulturelle Überlegenheit und ökonomische Tatkraft, männliche Entschlossenheit und technische Effizienz bescheinigen. Der einzige Roman von E. A. Poe irritiert diesen unverwüstlichen Optimismus durch sein poetisches Bekenntnis zum Untergang.

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #23 – Schrecken als ästhetische Ware: Ordnungen des Unheimlichen – Florian Lehmann (Hrsg.)

Florian Lehmann (Hrsg.)
Ordnungen des Unheimlichen
Königshausen & Neumann, Würzburg (2016)
ISBN 9783826058134
 
Kultur – Literatur – Medien
 
Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes reflektieren den Status des Unheimlichen in der Geschichte und in der Gegenwart. Sie versuchen sich den Dimensionen des Unheimlichen im Theoretischen, im Ästhetischen und im Medialen anzunähern …

 
In der Einführung bespricht der Herausgeber das Unheimliche als Phänomen und Konzept. Darauf folgend werden im ersten Kapitel die kulturtheoretischen und kulturhistorischen Perspektiven in fünf Essays aufgezeigt. Anschließend werden 7 Artikel zur Literatur zum Unheimlichen gesammelt. Im dritten Kapitel werden dann die Medien und die Medialität in Bezug zum Unheimlichen in sechs Beiträgen besprochen…
 
Abschließend ist dafür zu plädieren, das Unheimliche wie jedes ästhetische Konzept als historischen Begriff zu verstehen, dessen Geschichte notwendigerweise Voraussetzung ist für seine gegenwärtige Verwendung. Es ist deshalb auch zu fragen, inwieweit das Unheimliche einer „abendländischen“ Denk- und Erfahrungstradition zugehörig ist, und ob es die geschichtliche Fundamentalopposition von Eigenem und Fremden durchbrechen kann. Mit diesen und anderen Fragen setzen sich die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes auseinander. …
Auszug 'Einführung', Seite 9-28
 
Das theoretische Fundament des Unheimlichen haben im Grunde vier Autoren im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts gelegt. Ernst Jensch, Rudolf Otto, Martin Heidegger und Sigmund Freud. Bis in die 70er-Jahre wurde aber innerhalb des akademischen Diskurses das Unheimliche kaum wahrgenommen. Erst danach wurden Studien vorgenommen, die die Wahrnehmung des Unheimlichen bis heute prägen und nachhaltig zur Auseinandersetzung damit eingeladen haben. Dieser Band geht auf die Vorträge zurück, welche bei der Tagung „Das Unheimliche, Gespenstische und Spukhafte“, vom17.-19. April 2015 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gehalten wurden. …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Florian Lehmann (Hrsg.)
  • Ordnungen des Unheimlichen
  • Kultur – Literatur – Medien
  • Königshausen & Neumann, Würzburg (2016)
  • Studien im Schnittbereich von Literatur, Kultur und Natur, Band 15/2016
  • Broschüre, Klebebindung
  • 340 Seiten
  • ISBN 9783826058134

Kleinster Preis: € 49,80, größter Preis: € 49,80, Mittelwert: € 49,80

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  • keine
  • [Artikel] Die Angst in uns selbst-Über das Unheimliche: Psychoästhetik im Angesicht der Krise – von Florian Lehmann – auf literaturkritik.de

Horace Walpoles „The Castle of Otranto“ (1764) erzählt von einem Haus in Angst. Der Plot um den machthungrigen Schlossherren Manfred, der die junge Isabella, Verlobte seines von einem seltsam-monströsen Helm erschlagenen Sohnes Conrad, zwangsehelichen will, und deshalb seine Ehefrau verlässt (die ja einen nutzlosen, weil toten Erben zur Welt gebracht hat) und schließlich die eigene Tochter ersticht (aufgrund einer Verwechselung), erscheint in dieser kurzen Zusammenfassung eher bizarr als unheimlich. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Erzähler im Kern der Geschichte das Schloss als einen traumatischen Ort häuslicher Gewalt inszeniert, unter der vor allem Manfreds Ehefrau und Tochter leiden. Als Matilda sich bei ihrer Dienerin über die Härte des Vaters beschwert, antwortet diese, Matildas Mutter wisse sicherlich „that a bad husband is better than no husband“.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Unheimliche in der WIKIPEDIA

In seinem Aufsatz Das Unheimliche aus dem Jahr 1919 begründet Sigmund Freud seine Annahme einer unbewussten Seelentätigkeit. Die unbewusste Tätigkeit gilt bis heute als ein wichtiger Untersuchungsgegenstand der Psychoanalyse. ……

Auszug Artikel


  • [Artikel] Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen – Freuds Poetik des Unheimlichen – von Achim Geisenhanslüke – auf literaturkritik.de

Der Begriff des Unheimlichen, der ästhetisch in der Nähe zu verwandten Begriffen wie dem Phantastischen, Grotesken oder Erhabenen steht, hat seine entscheidende Prägung durch Sigmund Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ aus dem Jahr 1919 bekommen. Zwar kann Freud in seinen Überlegungen zu einer psychoanalytischen Ästhetik des Unheimlichen auf Vorarbeiten von Ernst Jentsch zurückgreifen, der bereits 1906 einen Aufsatz „Zur Psychologie des Unheimlichen“ vorgelegt hatte. Auch die Bindung des Unheimlichen an Texte von E.T.A. Hoffmann kann Freud von Jentsch übernehmen. Dennoch setzt er in seinem Aufsatz ganz eigene Akzente, die auf seine Auffassung von der Struktur des Unbewussten zurückgehen. Dabei überlagern sich die beiden Aspekte der Individualanalyse und der Kulturtheorie, die Freuds gesamtes Werk bestimmen, auch im Begriff des Unheimlichen. Auf der einen Seite erkennt Freud im Kontext eines individualpsychologischen Ansatzes im Unheimlichen eine bestimmte Form der Wiederkehr des Verdrängten. Auf der anderen Seite erscheint das Unheimliche im Kontext einer allgemeinen Kulturtheorie als Wiederkehr einer archaischen Kulturstufe, die ihre nur scheinbar überwundene Macht bis in die Moderne ausdehnt. Obwohl beide Aspekte für Freud zusammenhängen, bestimmen sie zwei unterschiedliche Ausrichtungen der Theorien des Unheimlichen, die bis in die heutige Rezeption reichen: Auf der einen Seite stehen texttheoretische Überlegungen zum Unheimlichen, wie sie sich insbesondere in der dekonstruktiven Fortführung psychoanalytischer Theoreme finden lassen. Auf der anderen Seite stehen kulturwissenschaftliche Ansätze, die im Unheimlichen eine bestimmte Form der Fremderfahrung ausmachen, der es im Kontext einer interkulturellen Theorie der Kultur und Literatur zu begegnen gilt. …

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #22 – Schrecken als ästhetische Ware: Horror. Die Lust am Grauen – Hans D. Baumann

Hans D. Baumann
Horror – Die Lust am Grauen
Beltz, Weinheim/Basel (1989)
ISBN 3407850964

 
Die Klärung des Phänomens Horror selbst ist zu kurz gekommen/su_heading]
 
Es ist ja vielleicht schon mal gut, wenn man einmal den Horror erklärt bekommt. Baumann geht dem Phänomen Horror auf den Grund und erklärt die psychologische Wirkung. Zugegeben, das Buch hat bereits mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel, aber die Gegebenheiten haben sich nicht so verändert, dass es nicht noch gut lesbar wäre. Die aktuellen Bezüge fehlen vielleicht, aber grundsätzlich …

 
Im Besonderen das dritte Kapitel „Funktion, Form und Aufbau des Horrors“ vertieft das Wisse über den Horror. Hier verortet Baumann den Horror in seiner Gesamtheit aller Werke der Phantastik zu. Die Fiktionen in diesen Werken machen das Unmögliche in einer Welt möglich, die der unseren gleicht. Nur in ganz seltenen Fällen, so zum Beispiel in Kafkas „In der Strafkolonie“ spielt das Übernatürliche keine nennenswerte Rolle und das Grauen ist hier eine Folge des Selbstverständlichen. …
 
Alle Werke des Horrors gehören zum Bereich der Phantastik, aber nicht alle Phantastik ist Horror. Damit können die Bestimmungen des Phantastischen auf das Horror-Genre angewendet werden, während gewisse Einschränkungen – wie zum Beispiel der angstauslösende Effekt, der als allgemeine Kennzeichnung der Phantastik zu Recht zurückgewiesen wird – entfallen. […] Horror ist eine Gattung der Phantastik, in deren Fiktionen das Unmögliche in einer Welt möglich und real wird, die der unseren weitgehend gleicht, und wo Menschen, die uns ebenfalls gleichen, auf diese Anzeichen der Brüchigkeit ihrer Welt mit Grauen reagieren …
Auszug 'Horror und Phantastik', Seite 96-109
 
Wenn nun schon das Hardcover also recht interessant ist, so gibt es auch einen guten Grund sich dem Taschenbuch zuzuwenden. Diese erschien 1993 in der Heyne Sachbuch-Reihe als ungekürzte Taschenbuchausgabe und beinhaltet aber zusätzlich ein Nachwort von Hans D. Baumann, welches seine Ansichten nochmals aktualisiert darlegt. …
 
Da das Buch nun in einer Taschenbuchausgabe erscheint, nutze ich gerne die vom Verlag angebotene Möglichkeit, meinen Text zu aktualisieren. Dabei möchte ich zum einen wichtige Stationen der Horrorproduktion der letzten Jahre vorstellen und zum anderen die verengte Diskussion um dargestellte und reale Gewalt noch einmal aufgreifen (da sich zunehmend herauskristallisiert, dass andere Aspekte des Horrors weder zur Kenntnis genommen noch in erheblichem Maße kontrovers erörtert werden) und dabei auf einige Argumente eingehen, die sich mit der vorgeblichen Schädigung durch mediale Einflüsse befassen. …
Auszug 'Nachwort', Seite 357-381
 
Begleitet von farbigen und s/w-Abbildungen, einer umfangreichen Bibliographie von Sekundärliteratur, zitierten Romanen, Erzählungen und Filmen bzw. einem guten Register, sind beide Bücher zu empfehlen. Das Hardcover, weil es einfach das schönere Buch ist, das Paperback, weil es informativer ist. Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual – es sei man nimmt beide, wie ich – antiquarisch könnte das jedoch, bedauerlicherweise, etwas dauern (siehe „Antiquarisch“)…
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Hand D. Baumann
  • Horror. Die Lust am Grauen
  • Beltz, Weinheim/Basel (1989)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 392 Seiten
  • ISBN 3407850964
  • Hand D. Baumann
  • Horror. Die Lust am Grauen
  • Heyne, München (1993)
  • Sachbuch 5007
  • Taschenbuch
  • 422 Seiten
  • ISBN 3453073283

Beltz – Kleinster Preis: € 32,33, größter Preis: € 103,89, Mittelwert: € 50,00

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Heyne – derzeit antiquarisch leider nicht greifbar

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  • keine
  • [Artikel] Hans D. Baumann in der WIKIPEDIA

Hans D. Baumann, genannt Doc Baumann (* 1950 in Kassel) ist Fachautor und -journalist für digitale Bildbearbeitung und Photoshop, Grafiker, Schriftsteller und Kunstwissenschaftler. …

Auszug Artikel


  • [Download] Die Faszination Jugendlicher an Horrorfilmen – von Gerhard Mayer – auf igpp.de

Der moderne Horrorfilm fand anfänglich kaum Beachtung durch die Filmkritik. Eine moralische Bewertung der Inhalte scheint immer wieder das ästhetische Urteil überlagert zu haben, was zu einer generellen Abqualifizierung dieses Filmgenres geführt hatte. Wie in jedem Genre oder jeder Kunstgattung streut jedoch auch hier die Qualität der Erzeugnisse erheblich. Mit zunehmender zeitlicher Distanz zum anfänglichen Schockerlebnis, welches die ersten modernen Horrorfilme bereiteten, änderte sich auch der Blick der Filmkritik. Es läßt sich deutlich ein Wandel der ästhetischen Normen feststellen: Wurde ihnen anfänglich nur ‚Schundcharakter‘ zugesprochen, so werden einige der ersten Filme dieses Genres heute von vielen Kritikern als hochkarätige Werke eingeschätzt, mit denen eine eigene Bilder- bzw. Filmsprache entwickelt worden ist.…

Auszug Artikel


  • [Downlaod] Die neue Lust am Grauen – von Waldemar Vogelsang und Rainer Winter – auf rainerwinter.net

Zur Sozialwelt der erwachsenen und jugendlichen Horrorfans …

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #21 – Schrecken als ästhetische Ware: Alpträume

Christopher Frayling
Alpträume
VGS, Köln (1996)
ISBN 3802523032
 
Die Ursprünge des Horrors
 
Die Geburtsstunde des modernen Schreckens wird hier im Sommer 1816 angesiedelt. Aa Genfer See, in der Villa Diodatti. Frankenstein erblickte dort das Leben und wieder einmal wird die berühmte Geschichte dem Horror-Genre zugeordnet und nicht dem der Science Fiction. Wie auch immer, stellt sie als einen der großen Schauerromane dar, die den Beginn des modernen Horrors begründen. …

 
Vier große Geschichten werden in diesem Buch als die Urformen der Horrorliteratur vorgestellt. Neben dem „Frankenstein-Monster“ wird der „Jekyll und Hyde-Charakter“, der „Baskerville-Hund“ und die „vampirähnliche Beziehung“ als Urtypus des Horrors besprochen. Auch wenn die Ursprünge dieser Geschichten in den Sagen Griechenlands und Roms liegen und teilweise sogar noch früher zu suchen sind, begannen die großen Schauerromane als Phantasien im trüben Schein einer Gaslampe und sind selbst bereits zum Gegenstand von Mythen und Legenden geworden …
 
Im Laufe der Zeit sind diese großen Horrorromane ein ums andere Mal um- und weitergeschrieben worden: Die Figur des Frankenstein verschmolz mit seiner Schöpfung zu einem Wesen aus Stahlbolzen, Stichen und Narben; Dracula wurde ein attraktiver Salonlöwe im Smoking; Mr. Hyde machte man zu einem affenähnlichen Geschöpf, das Slums von Whitechapel in East London unsicher macht; und Sherlock Holmes, mit seinem obligatorischen Jagdhut und der Meerschaumpfeife im Mund, sagt „Elementar, mein lieber Watson“, wenn er einmal mehr seine Fähigkeit der logischen Schlussfolgerung unter Beweis stellt. …
Auszug 'Einleitung', Seite 13
 
Der Einfluss dieser Poeten der Schwarzen Romantik, mit ihren dunklen Phantasien, auf die bildende Kunst und auch den Film wird hier ansprechend dargelegt. Eine Vielzahl von Abbildungen dokumentieren diesen Einfluss ebenso. Das Buch führt uns vor Augen, wie die vier großen Mythen des Horrors im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt haben und warum sie zu Symbolen für das Unbewusste des modernen Menschen geworden sind, die uns faszinieren und gleichzeitig Gänsehaut auflaufen lassen …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Christopher Frayling
  • Alpträume
  • Die Ursprünge des Horrors
  • VGS, Köln (1996)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutschsprachige Ausgabe
  • 224 Seiten
  • ISBN 3802523032

Kleinster Preis: € 2,10, größter Preis: € 63,69, Mittelwert: € 12,00
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  • aus dem Englischen
  • Übersetzung: Sabine Lorenz und Felix Seewöster

[Artikel] Christopher Frayling in der WIKIPEDIA

Sir Christopher Frayling (* 25. Dezember 1946 in Hampton, London) ist ein britischer Historiker und Autor zahlreicher Studien zur populären Kultur…

Auszug Artikel


[Artikel] Horror-Literatur in der WIKIPEDIA

Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt. …

Auszug Artikel


[Artikel] Schauerliteratur in der WIKIPEDIA

Die Schauerliteratur (englisch gothic fiction) bzw. der Schauerroman (englisch gothic novel) ist ein literarisches Genre der Phantastik, das Mitte des 18. Jahrhunderts in England entstand und seine Blüte am Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. …

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #20 – Schrecken als ästhetische Ware: Das große Buch der Naturgeister – Nancy Arrowsmith

Nancy Arrowsmith
Das große Buch der Naturgeister
Weitbrecht, Stuttgart (2000)
ISBN 352271685X
 
Mit einem Nachwort von Michael Korth
 
Es ist fast unmöglich, die Unzahl von übernatürlichen Gestalten der Geisterwelt in eine Systematik zu gießen. Nancy Arrowsmith versucht dennoch die europäischen Elben nach Art, Gattung und Familie zu klassifizieren, Kennzeichen und Verbreitung zu beschreiben und Mitteilungen über deren Lebensgewohnheiten und ihren Umgang mit den Menschen anzugeben. Der Name Elben ist hier gleichzusetzen mit Elfen oder Albae der nordischen Mythologie – wobei – so ganz genau nimmt es die Autorin mit der Einteilung nach diesem Muster wohl nicht. Aber in diesem Sektor der Literatur ist ein bisschen Ellenbogenfreiheit nicht ungewöhnlich …

 
Wie ernst man es mit Naturgeistern nimmt, ist wohl einem selbst überlassen, aber dass diese Gestalten in der Fantasyliteratur und teilweise auch in der Horror-/Schauer-/Geisterliteratur einen festen Platz haben, ist meines Erachtens unbestritten. In diesem Buch werden die Elben in drei Hauptgruppen unterteilt. Die Licht-Elben als Meister der Verwandlung und Reisende durch die Dimensionen. Die Dunkel-Elben mit ihrer Erdgebundenheit und ihrer mitunter sehr strengen Bindung an menschliche Behausungen. Zuletzt die Dämmer-Elben als zahlreichste Gruppe, die aufgrund der auferlegten Beschränkungen von Ort, Zeit und Raum am leichtesten vom Menschen wahrgenommen werden. …
 
 
Ich hoffe, einen Beitrag zur leichteren Identifizierung der europäischen Elben zu leisten und größeres Interesse für sie zu wecken, indem ich dem Leser die Augen öffne für ihre Existenz in unserer Zeit. Eine meiner schwierigsten Aufgaben war es, die älteren, glaubwürdigeren und vollständigeren Fassungen der Volkserzählungen und mündlichen Überlieferungen von den neueren, christianisierten und entstellten Versionen zu trennen. Wenn es zutrifft, was die moderne Märchenforschung behauptet, dass die meisten Volkserzählungen ihrem Wesen und Ursprung nach aus der Steinzeit stammen, und wenn man bedenkt, dass Naturgeister schemenhaft und wandlungsfähig sind, so ist es einleuchtend, dass ihre Kodifikation und Klassifikation zumindest problematisch ist. Jedes System ist unvollständig und Widersprüchen ausgesetzt. …
 
Auuszug 'Einführung', Seite 9-14
 
Jedenfalls ist es ein schönes gebundenes Buch, mit gutem Papier und sehr schönen Illustrationen. Es ist ein Buch, dass man gerne zur Hand nimmt, wenn man ein bisschen träumen will und Märchen nicht abgeneigt ist. Es liegt hier in der zweiten deutschen Neuausgabe vor und beinhaltet auch ein umfangreiches Quellenregister und eine ansehnliche Bibliographie. Das angeführte Nachwort von Michael Korth sucht man allerdings vergeblich – das dürften die Elben wohl still und heimlich entfernt haben – wer weiß warum? …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Nancy Arrowsmith
  • Das große Buch der Naturgeister
  • Weitbrecht, Stuttgart (2000)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutsche Neuausgabe
  • 382 Seiten
  • ISBN 352271685X

Kleinster Preis: € 9,71, größter Preis: € 26,69, Mittelwert: € 21,46
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  • keine

[biographisches] Nancy Arrowsmith auf ullstein-buchverlage.de

Nancy Arrowsmith ist die Autorin des Kultbuches A Field Guide to the Little People  das seit 30 Jahren in vielen Ausgaben erschien und in Deutschland gerade unter dem Titel Elben, Trolle, Hobgoblins ? Die Geister von Mittelerde und andere Fabelwesen im Piper Verlag wieder aufgelegt wurde. Sie ist die Gründerin und langjährige Chefredakteurin der ersten deutschen Biogartenzeitschrift Kraut & Rüben, die bereits seit 22 Jahren erscheint.…

Auszug Artikel


[Artikel] Naturgeister in der WIKIPEDAI

Naturgeist ist eine volkskundliche Sammelbezeichnung für Geistwesen, die eher der Natur als der Kultur zugeordnet werden können. …

Auszug Artikel


[Artikel] Elfen in der WIKIPEDIA

Elfen (auch Albe, Elben) sind eine sehr heterogene Gruppe von Fabelwesen in Mythologie und Literatur. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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