Beiträge getaggt mit Mythen

Begleitende Literatur zur Phantastik #2

Dieses Mal habe ich eine Auswahl mit großer Bandbreite vorbereitet. Zunächst wären da zwei lexikalische Titel. Einer im Bereich der „Geheimwissenschaften“ und ein Anderer für den Bereich „Mystik“. Nicht uninteressant und sie ergänzen eine phantstische  Handbibliothek hervorragend. Das dritte Buch ist eine Sammlung von Studien über das Hexenbild und die Hexenverfolgung. Kann durchaus als Hintergrundinfirmation zu Fantasystoffen gebraucht werden. Also:

Heinz/Kur - Propheten, Seher, Zukunftsforscher

Heinz/Kur – Propheten, Seher, Zukunftsforscher

Anette von Heinz/Frieder Kur
Propheten, Seher und Zukunfstforscher
Das große Buch der Geheimwissenschaften
gebundene Ausgabe, Sanssouci, Zürich (2000)
ISBN 3725411719

Was ist Chiromantie? Wer war Zarathustra? Was ist dran an Pendeln und Wünschelruten? Diese Buch bietet eine umfassende Zusammenstellung von Techniken und Theorien der Zuunftsdeutung: Über die Kunst fernöstlicher Selbstversenkung wird ebenso berichtet wie über die Propheten des Alten Testaments, die moderne Quantentheorie und die Biographien großer Forscher auf dem Gebiet der Weissagung und Zukunftsforschung …gut aufgemachtes Buch …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 1.96 EUR, größter Preis: 32.25 EUR, Mittelwert: 8.13 EUR

Den Rest des Beitrags lesen »

, , , , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Größling, Andreas: Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung

Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung
Andreas, Gößling: Drachenwelt – Geister der Schöpfung und Zerstörung, Piper München/Zürich (2003), ISBN 3492265022

Andreas Gößling hat unter dem Pseudonym Pietro Bandini bislang vier Bücher veröffentlicht. Darunter war das Buch Drachenwelt. Geister der Schöpfung und Zerstörung, welches 1996 im Weitbrecht-Verlag erschienen ist. Dieses Buch wurde 2003 als erweiterte Taschenbuchausgabe und auch als Ebook von Piper, unter seinem richtigen Namen, neu aufgelegt.

… Denn vom Genozid an den Drachen hat sich unser abendländischer Lebensraum bis heute nicht erholt. … (Drachenwelten, Seite 283)

Diese Buch liegt  mir hier vor und ich muss sagen, dass ich einigermaßen überrascht war, als ich das Buch aufschlug und begann mich damit auseinanderzusetzen. Eigentlich um meine Recherchearbeiten zu meinem eigenen „Drachenbuch der Sekundärliteratur“ weiterzubringen fand ich darin Aussagen, welche die Richtung meiner eigenen Ausführungen zur Sekundärliteratur der phantastischen Drachen eine etwas andere Richtung einschlagen ließen. Ich musste die Betrachtungen auf Grund dieses Buches zeitlich viel früher ansetzen.

„Was haben Drachenmythen mit unserer heutigen Welt noch zu tun?“ – fragt unter anderem Andreas Gößling. Die Antwort auf eine der unzähligen Fragen die Größling aufwirft, gelingt vorgegriffen, nur bedingt. Diese Rückschlüsse des Autors auf die heutige Zeit gehen in der Flut der Mythenbetrachtung ein bisschen unter.

Größing legt seine Drachenformen sehr grundsätzlich und zeitlich sehr früh an. Er postuliert im Grunde genommen , das die Schöpfung der Welt nicht der Beginn alles Seins war. Seine Ausführungen zielen auf das Vorhandensein von Urgöttern vor dem biblischen Gott. Auch babylonische, indische und überhaupt asiatische Mythen ließen sich in dieses Postulat mit aufnehmen. Jahwe nutzt den Urdrachen um die Schöpfung zu formen. Die dramatische Vorgeschichte vor „Es werde Licht …“ wird von der Bibel veschwiegen.

Dabei wird sehr bewußt die Rolle des weiblichen Prinzips beleuchtet, welches in den meisten Fällen in Zuge der Schöpfungsgeschchte vom männlichen Prinzip, und das meist sehr martialisch, abgelöst wird. Der Ausgangspunkt der Götterwelten ist bei Gößling zumeist überhaupt ein hermaphroditischer Drache. Wobei es meiner Meinung nach fraglich ist, ob dabei immer ein Drache im Sinne der heutigen Auslegung dabei gemeint ist.

Trotzdem führt Gößling seinen Drachen, als mythisches Wesen, in seinem Sinne folgerichtig bis in die heutige Zeit und man bekommt eine Ahnung davon, warum die Gestalt des Drachen einfach nicht umzubringen ist. Warum der Drache schon jahrtausendelang im Geist der Menschen überlebt. Auch wenn er kein faktisches Wesen ist.

Anfangs bereitet der Autor einiges Kopfzerbrechen in der Art und Weise wie er Drachen und Engel verbindet. Aber der wirkliche AHA-Effekt liegt auch darin, dass Gößling die unterschiedlichen Mythen der Welt, sei es europäischer, asiatischer oder auch amerikanischer Provenienz sehr einprägend gegenüberstellt. Die Erkenntnis der Ähnlichkeiten verblüfft teilweise und öffnet neue Zugänge.

Gößling betrachtet  biblische, babylonische, griechische, indische, chinesische, japanische und zoroastrische Drachenmythen in eindringlicher Gründlichkeit und bezieht auch die Drachen der Gnosis, der Inquisition und des Nordens mit in seine Überlegungen ein.

Normalerweise müßte man bei diesem Thema befürchten sehr trockene Kost vorgesetzt zu bekommen. Das weiß Größling jedoch zu vermeiden. Aber, Frühstückslektüre ist sein Buch beileibe nicht. Es erfordert schon ein gerütteltes Maß an Arbeit um das angebotene Wissen auch konkret verarbeiten zu können. Aufgelockert durch Auszüge aus der entsprechenden Literatur schafft es der Autor jedoch den Leser bei der Stange zuhalten.

Dem Drachen-„Interessierten“ bietet das Buch die Möglichkeit das Thema Drache sozusagen vom „Anbeginn der Zeit“ zu verfolgen. Es kann Grundlage zu weiterführenden Studien sein und bietet durch seine Gründlichkeit zahlreiche Startpunkte um die verschiedensten Thesen zu Drachen nachzuverfolgen.

Größing mag mit diesem Buch auch provozieren, nicht jeder Linie seiner Argumentation mag man folgen, aber schon als Überblick, als Querschnitt durch die Schöpfungsmythen, hat das Buch seine Berechtigung.

… Drachen sind der Inbegriff all dessen, was den absoluten Herrschaftsanspruch des Sonnengottes in unserem Himmel und in unseren Köpfen bedrohen – deshalb wird niemand sie je erschlagen können. Aber zugleich sind sie unendlich viel mehr: die mächtigen Hüter all jener nichtrealen Wirklichkeiten, die der von mathematischer Magie behexte Verstandesgott so beharrlich wie vergeblich zu zertrümmern versuchte….(Drachenwelten, Seite 283)

 

, , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Haitel, Ritter (Hrsg.): Magira-Jahrbuch zur Fantasy 2014

magira2014

Cover-Ansicht

Das aktuelle Jahrbuch des FantasyClub e.V. ist wieder, zum letzten Mal von Haitel & Ritter, erschienen.

Inhalt:

  • Zurück zu Crumor. Vorwort von Hermann Ritter
  • Monsterspaß im Kinderzimmer. Mit Wonne gruseln von Maren Bonacker
  • Katja Braasch im Interview mit Michael Haitel
    Der Bericht. Kurzgeschichte von Gregory Norman Bossert, übersetzt von Marion Vrbicky
  • Von Drachen-Jedis und blauen Indianern. Inspiration vs. Nachahmung in Film und Literatur von Laura Dümpelfeld
  • Der King der Superhelden-Cross-over. Jürgen Höreth im Interview mit Michael Haitel
  • Fleisch. Ein Drehbuch von Axel Hildebrand
  • Heidentum und Fantasy von Hermann Ritter
  • Fantasy in bewegten Bildern. Ein Überblick 2014 von Jörg Krömer
  • Fantasy in Deutschland. Rückblicke 2013 & 2014 von Hermann Urbanek
  • Kopfsprung in den Brunnen deutscher Mythen. Richard Wagners Schrift »Die Wibelungen. Weltgeschichte aus der Sage« (1850) von Stefan Lorenz
  • Jan Rathje im Interview mit Michael Haitel
  • Ein Held denkt nach. Kurzgeschichte von Robert Edward Sullivan, übersetzt von Johannes Rüster
  • Und ewig flüchten wir … oder auch nicht. Zum traditionsreichen Vorwurf des Eskapismus bis zur Fantasy als Repräsentation, von Alessandra Reß
  • Alles wird anders, alles bleibt gleich. Kurzgeschichte von Hermann Ritter
  • Aus deutschen Landen. Buchbesprechungen, zusammengestellt von Hermann Ritter
  • Aus fernen Ländern. Buchbesprechungen, zusammengestellt von Hermann Ritter
  • Aus anderem Blickwinkel. Buchbesprechungen, zusammengestellt von Hermann Ritter
  • »Geschwindigkeit auf Sauffaktor 8«. Science-Fiction-Clubs und SF-Magazine in Deutschland
  • Der Entschluss. Nachwort von Michael Haitel & Hermann Ritter
€13,90 inkl. 7% reduzierte MwSt.
Lieferzeit: Sofort lieferbar

Michael Haitel & Hermann Ritter (Hrsg.)
MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY
Ausgabe 2014
FantasyClub e.V., Darmstadt, Februar 2015, 304 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 935913 14 0

erhältlich am besten direkt im Verlag AMRUN

, , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: