Kategorie: begleitende Literatur

[Medienhinweis] #251: „The Book“ – thebook.de

Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation

von Hungry Minds auf thebook.de

Von (Un)Sinn, (Un)Wert und (Un)Brauchbarkeit …

Es gibt kein anderes Buch wie dieses. Derzeit sind Informationen über Erfindungen hier und da in langweiligen Lehrbüchern und Handbüchern verstreut, die weder verständlich noch inspirierend sind. The Book präsentiert die bedeutendsten Fakten über unsere Kultur und kombiniert diese mit den Ideen, die nicht von dieser Welt sind, und wunderbaren Illustrationen. Es ist das erste Buch dieser Art über diese spektakulären Erfindungen. […]

Auszug Buchbeschreibung

Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ – prangt da im silbrig-blau unterlegten Look von der Titelseite. „Der ultimative Wegweiser zum Wiederaufbau einer Zivilisation“.

Gleich vorweg: Das Buch ist etwas für Buch-Liebhaber. Es strömt den Geruch von Buch aus. Liegt schwer und wichtig in der Hand, ist eine Augenweide am Pult und im Regal und hat alles, was ein Buch zu einem wertvollen und geschätztem Besitz macht.

Hungry Minds, anscheinend in London ansässig, bietet für Interessierte eine eigene deutschsprachige Website, in der neben der Kaufmöglichkeit (aber Vorsicht: prüfe zuvor noch andere Kaufplattformen) einiges an interessanten Informationen rund um das Buch angeboten wird.

Nun, ob das Buch ein Kompendium zum Wiederaufbau einer Zivilisation nach einem Shutdown ist, das sei dahingestellt, aber das Buch ich eine Fundgrube menschlicher Kulturleistungen.

Geht man nun zuerst vom Text aus, so wird in den beispielhaft angeführten Themenbereichen Medizin, Werkstoffe, Mechanik, Militär, Alltagsleben, Landwirtschaft, Unterhaltung, Musik und Gesellschaft eine Vielzahl an Mechanismen, Prozessen und Materialien beschrieben, die auf dem Weg der Menschheit in das Heute gefunden, erfunden und praktiziert wurden und werden.

Die 400 Seiten sind angefüllt, ja fast schon überladen mit Illustrationen:

„Faszinierende selbst gemachte Illustrationen kombinieren Ingenieurzeichnungen und mittelalterliche Kunst und stellen die Struktur von Geräten und Materialien des Multiversums dar. Dieses Buch zeigt, wie neue Ideen in verschiedenen Multiversen bei verschiedenen Erfindern entstehen. The Book ist die Hommage an die menschliche Vorstellungskraft, an die Fähigkeit, außerhalb der alltäglichen Realität zu denken. Es wurde von Träumern für Träumer gemacht. Seva und Timur, die Gründer von The Book“
(Quelle: Webpage „The Book“)

Obwohl mich viele Illustrationen an solche in lang vergangenen Kinder-Wissens-Bücher erinnern, finde ich sie trotzdem passend. Der teilweise cyperpunkige Look erzeugt ein Retro-Gefühl, das etwas Heimeliges und Behütendes in sich trägt.

Cyberpunk ist ein Subgenre der Science-Fiction, das sich durch seine dystopischen Zukunftsvisionen, die Verschmelzung von Mensch und Technologie sowie die Themen der sozialen Dekadenz und der Macht großer Konzerne auszeichnet. Es entstand in den 1980er Jahren und wurde durch Werke wie William Gibsons „Neuromancer“ populär.

„The Book“ scheint Elemente des Cyberpunk aufzugreifen, indem es die Errungenschaften der menschlichen Zivilisation in einem Kontext darstellt, der sowohl die Fortschritte als auch die potenziellen Gefahren technologischer Entwicklungen beleuchtet. Die aufwendigen Illustrationen, die eine Mischung aus Ingenieurzeichnungen und mittelalterlicher Kunst darstellen, könnten als visuelle Hommage an die Ästhetik des Cyberpunk verstanden werden, die oft komplexe technische Darstellungen und eine Verschmelzung von Vergangenheit und Zukunft beinhaltet.

Die Entstehungsgeschichte des Buches seit 2020, von der Idee über eine Kickstarter-Kampagne bis hin zur Zusammenarbeit mit Experten und Illustratoren, spiegelt den DIY-Geist wider, der auch im Cyberpunk präsent ist. Diese Bewegung betont oft die Macht der Individuen und kleinen Gruppen, große und innovative Projekte außerhalb traditioneller Strukturen zu realisieren. Die Illustratoren sind meiner Meinung nach aber auch die wahren Helden dieses Buches.

Insgesamt könnte „The Book“ durch seine Darstellung technologischer und kultureller Errungenschaften sowie durch seine künstlerische Gestaltung als ein Werk angesehen werden, das sowohl von der Geschichte als auch von den Visionen des Cyberpunk inspiriert ist. Dies könnte es besonders für Leser interessant machen, die sich für die Schnittstelle von Technologie, Kunst und Gesellschaft interessieren.

Das Buch lädt einem ein, in der menschlichen Kulturgeschichte zu stöbern. Es regt an, sein Wissen etwas aufzufrischen, und es lässt staunen, was so alles als selbstverständlich genommen wird, obwohl es das eigentlich nicht ist oder sein sollte.

Und so stellt sich die Frage, ob dieses Buch einen Geldbetrag jenseits der 100 Euro rechtfertigt? Sieht man es alleine vom Handwerklichen her, so kann man einen solchen Preis durchaus rechtfertigen. Die solide Verarbeitung in Halbleinen mit starkem Einband, die Papierqualität, das Lesebändchen garantiert ein sehr gutes Buch, dessen Qualität für ein langlebiges Lesevergnügen bürgt. Die künstlerische Qualität der Illustrationen, die Verständlichkeit der Texte und die Auswahl der Themen, lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig.

Aber, im Grunde ist es ein Jugendbuch und so frage ich mich, ob die Zielgruppe für dieses Buch den Aufwand auch trägt.

Die Analyse von „The Book“ zeigt wichtige Aspekte, die bei der Bewertung solch eines außergewöhnlichen Werkes berücksichtigt werden sollten. Die Kombination aus ästhetischer Qualität und inhaltlicher Tiefe macht es in der Tat zu einem potenziellen Schatz für Bildung und Sammlung.

Die Entscheidung über den Preis ist oft eine schwierige Abwägung zwischen Produktionskosten, Zielmarkt und dem wahrgenommenen Wert des Buches durch den Konsumenten. Bei einem Preis von über 100 Euro ist es entscheidend, dass der Verlag oder die Autoren deutlich machen kann, was dieses Buch von anderen unterscheidet.

Für Bildungseinrichtungen könnte „The Book“ als eine Art Lehrmittel angesehen werden, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur ästhetischen Bildung beiträgt. In diesem Kontext könnte der Preis als Investition in qualitativ hochwertige Bildungsressourcen gerechtfertigt sein.

Für Sammler und Kunstliebhaber bietet das Buch möglicherweise einen doppelten Wert: als Besitztum und als Inspirationsquelle. Die Geschichte seiner Entstehung und die damit verbundene Leidenschaft und Hingabe können es zu einem noch begehrenswerteren Objekt machen.

Letztendlich wird der Markt entscheiden, ob der Preis gerechtfertigt ist. Es bleibt abzuwarten, wie das Buch von der Zielgruppe aufgenommen wird und ob es die Erwartungen an ein Bildungs- und Kunstwerk erfüllen kann. Die Einschätzung, dass es für diejenigen, die den Wert erkennen, eine lohnende Anschaffung sein könnte, ist ein wichtiger Punkt, der potenzielle Käufer dazu anregen könnte, über den rein monetären Wert hinaus zu denken.

Mich hat das Buch für sich eingenommen …


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[RAZ-Preis 2022]: Crudelitas – Wolfgang Müller-Funk

Zwölf Kapitel einer Diskursgesschichte der Grausamkeit

Kategorie: begleitende Literatur zum Rein A. Zondergeld-Preis 2022

  • Wolfgang Müller-Funk
  • Crudelitas
  • Zwölf Kapitel einer Diskursgeschichte der Grausamkeit
  • Matthes & Seitz, Berlin 2022
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • 362 Seiten
  • ISBN 9783751803359

Der Mensch »ist auch das grausame Tier«. Diese radikale These ist Ausgangspunkt einer Diskursgeschichte der Grausamkeit. Mit der Bestimmung der Grausamkeit als Teil des Zivilisierungsprozesses gelingt Wolfgang Müller-Funk ein erschütternder Blick auf einen Aspekt der menschlichen Evolution, den gängige Beschreibungen verschweigen: Das Experimentieren mit Möglichkeiten und die durch die Wortsprache bedingten Spielräume und Repräsentationsformen weisen zu völlig künstlichen Formen von Gewalt, die weder zufällig noch notwendig sind. Die unheimliche Attraktivität der Grausamkeit liegt dabei auch in ihrem zweifelhaften Versprechen ungehinderter Selbstbehauptung. In zwölf konzisen Kapiteln – zu Robert Musil und Ernst Jünger, Seneca und Friedrich Nietzsche, Elias Canetti und dem Marquis de Sade, Jean Améry und Mario Vargas Llosa, Sigmund Freud und Maurice Merleau-Ponty, Ismail Kadare und Arthur Koestler – straft Müller-Funks Studie Gottfried Benns Satz, dem zufolge der liberale Mensch der Gewalt nicht ins Auge sehen kann, Lüge. Seine von der Literatur informierte Geschichte der Grausamkeit weist einen philosophischen Weg, ihren Verlockungen zu widerstehen. […]

_Text_

Dieses Buch ist natürlich nicht direkt der Phantastik gewidmet – im Gegenteil ist es ein sehr realistisches Buch. Nachdem es aber hart n den Grenzen entlangschrammt durch die Autoren und die Tatsache, dass Grausamkeit doch auch ein Teil des Horrors sein kann, nehme ich es in die Liste der vorgeschlagenen begleitenden Literatur auf. Empfehlenswert ist es allemal. Wolfgang Müller-Funk hat schon mehrmals an der Grenze zur phantastischen Sekundärliteratur gekratzt, mit Themen zur Theorie des Fremden und zur Romantik (siehe unten) …


  • [Artikel] Wolfgang Müller-Funk in der WIKIPEDIA

Wolfgang Müller-Funk (* 14. Dezember 1952 in Bremen) ist ein österreichischer Literatur- und Kulturwissenschaftler. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] grausamkeit in der WIKIPEDIA

Grausamkeit (Adjektiv: grausam: mittelhochdeutsch: grūwesam; daraus Ableitung zu grūwe: Schauder) ist eine seelisch-mentale Haltung, die eine Täter-Opfer-Beziehung herstellt, und zwar dergestalt, dass der Täter dem Opfer aus gefühlloser unbarmherziger Gesinnung besondere körperliche oder seelische oder seelisch-körperliche Qualen zufügt.…

Auszug Artikel


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Begleitende Literatur zur Phantastik #92: Hexenkunst – Jessica Hundley / Pam Grossmann (Hrsg.)

Jessica Hundley / Pam Grossmann (Hrsg.)
Hexenkunst
Taschen, Köln (2022)
ISBN 9783836585613
Bibliothek der Esoterik

Ein wunderschönes Buch – wie man es von Taschen auch gewohnt ist. Nach der englischen Ausgabe ist nun auch die deutsche Ausgabe erschienen. Die Bibliothek der Esoterik, als Verlagsreihe, widmet sich der visuellen Geschichte der Geheimlehren und präsentiert künstlerische Darstellungen, die aus ganz unterschiedlichen Überlieferungen stammen …


Genau dieser visuellen Darstellungen wegen musste ich dieses Buch hier vorstellen. Die Anklänge an das Genre des Horrors sind teilweise sehr ausgeprägt und auch die Anklänge an die Traditionen der Fantasy sind nicht zu übersehen. Abgesehen davon sind auch die Erklärungen und Texte nicht so sehr der Esoterik zugewandt, als dass sie nicht mit einigem Interesse gelesen werden könnten.

Der Archetypus der Hexe entwickelte sich ständig weiter. Die Ursprünge der Hexenkunst sind unklar, ihre Geschichte wurde verschüttet und verdrängt. Die archaische Brutalität der Hexenverfolgungen ist bis heute spürbar – Angst, die sich als Vorurteil manifestiert, Ignoranz, die ihren Ausdruck in Gewalt findet. […] Mit diesem Buch versuchen wir, die Ursprünge eines alten Narrativs, eine reiche, zauberhafte Praxis zu enthüllen, die unzählige Traditionslinien umfasst. …

Auszug 'Wir sind alle Hexen', Seite 8

Die Initiation – das Heraufbeschwören der Hexerei, die Beschwörung – Manifestation des Weiblichen, der magische Kreis – Zyklen von Ritual & Erneuerung, Herbeirufung der Elemente – die Werkzeuge der Kunst und die Gabe – die Kunst der Schöpfung. Alles Themen, die auch entsprechend grafisch begleitet und dekoriert sind. Ein Prachtband, der für das Gebotene eigentlich mit 30,– Euro preisgünstig ist und mit fast 1,60 kg ein Schwergewicht im Bücherregal. Egal, kaufen und genießen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Jessica Hundley / Pam Grossmann (Hrsg.)
  • Hexenkunst
  • Taschen, Köln (2022)
  • Bibliothek der Esoterik
  • gebunden Ausgabe, 8°-Gr.-Oktav
  • deutsche Ausgabe
  • 520 Seiten
  • ISBN 9783836585613

Kleinster Preis: € 27,24, größter Preis: € 53,09, Mittelwert: € 30,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • aus dem Englischen
  • Übersetzer: Petra Frese & Birgit Lemerz-Beckschäfer

  • [Artikel] Ikone oder Bedrohung? – Katharina Rein im Gespräch mit Thiam Boussa – auf deutschlandfunkkultur.de

Die gefährliche Frau mit unheimlichen Kräften als Archetyp des weiblich Abgründigen: Hexen wurden von der Kirche über Jahrhunderte hinweg gejagt, gefoltert und getötet. Später wandelte sich der Blick auf sie fundamental. Ein neues Buch erzählt davon. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Hexe in der WIKIPEDIA

Als Hexe wird in Märchen, Mythen und im Volksglauben eine mit Zauberkräften ausgestattete Frau bezeichnet, die Schadenzauber ausüben kann. In der europäischen Kultur wurde sie seit dem späten Mittelalter klassischerweise in einer Verbindung in Form eines Paktes oder einer Buhlschaft mit Dämonen oder dem Teufel gesehen, wobei auch weitere Kriterien hinzugefügt wurden. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Berühmte Hexen in Deutschland und Europa – von anonym – auf ancestry.de

Zu Halloween begegnen sie uns überall: Hexen in allen möglichen Varianten. Sie sind meist lustig und wir assoziieren mit ihrem Anblick Märchenstunden aus der Kindheit. Dass Menschen in der Frühen Neuzeit als Hexen verfolgt, gefoltert und getötet wurden, ist ein schreckliches Kapitel der Menschheitsgeschichte. In den Datenbanken von Ancestry findet man das ein oder andere Hexenschicksal, beispielsweise in den digitalisierten Beständen der evangelischen Kirchenbücher oder der Liste über schottische Hexen von 1658. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 

Begleitende Literatur zur Phantastik #91: Das verlorene Atlantis – Martin Freksa

Martin Freksa
Das verlorene Atlantis
Zweitausendundeins, Frankfurt (1999)
ISBN 3861503018
Die Geschichte der Auflösung eines alten Rätsels

Atlantis, die verschollene Insel, ist ja ein schier unerschöpfliches Thema, das literarisch unzählige Werke hervorgebracht hat und weiter hervorbringt. Martin Freksa hat 1997, ein weiteres Buch dazu geschrieben und eigentlich sollte es die wohl umfassendste Übersicht über den damals aktuellen Wissensstand der ernstzunehmenden Atlantis-Forschung bieten …


Das Buch soll ein Lesebuch ebenso sein wie ein Studierbuch, welches eine Reise durch die Weltgeschichte beinhaltet. Eine Reise mit dem Schwerpunkt Atlantis. Freska sieht in der Menschheitsgeschichte vor zweieinhalbtausend Jahren eine Schwelle, an der das Geschichtsbewusstsein endet und ein Geschichtsunterbewusstsein beginnt. Diese Schwelle wird in der gesamten Darstellung immer wieder unter neuen historischen Aspekten beleuchtet. Denn an diese Schwelle beginnt auch die Atlantis-Forschung …

Der Gang der Darstellung ist ein historischer. Von Kapitel zu Kapitel liegt der Schwerpunkt der Betrachtung in aufeinander folgenden Zeitaltern oder auch nur Epochen, wobei die Frage immer ist, was der betreffenden Zeit zur Thematik bekannt war und was ihr bekannt sein konnte; von daher ist die Behandlung der jeweiligen Zeitumstände und ihrer charakteristischen Denkweisen sehr wichtig. Der Form nach ist der Text ein Leitfaden, d. h. die Thematik wird zusammenhängend in ihren großen Zügen dargelegt; dabei werden (zumal in den Anmerkungen) etliche Anregungen gegeben in der Hoffnung, dass nur gestreifte Aspekte von anderen näher beleuchtet werden. …

Auszug 'Zur Gestalt der vorliegenden Schrift', Seite 14-15

Sehr gut gefallen hat mir, dass im Anhang aus dem Gilgamesch-Epos, aus der Odyssee, Platons Atlantisbericht, aus der Hopi-Überlieferung und aus der Philosophia Perennis die wichtigsten Stellen zusammengefasst wurden und damit an einem zentralen Ort zur Verfügung stehen. Das Literaturverzeichnis bietet ebenfalls einiges Interessante und das Register ist sehr hilfreich. Ein schönes wertiges Buch mit Lesebändchen, das sich nicht nur gut liest, sondern sich auch in jeder Bibliothek gut macht…

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Martin Freksa
  • Das verlorene Atlantis
  • Die Geschichte der Auflösung eines alten Rätsels
  • Zweitausendundeins, Frankfurt (1999)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • Lizenzausgabe von Klöpfer, Meyer & Co, Tübingen (1997)
  • 274 Seiten
  • ISBN 3861503018

Kleinster Preis: € 1,62, größter Preis: € 14,50, Mittelwert: € 4,99

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • mit Lesebändchen

  • [Artikel] Martin Freksa auf atlantisforschung.de

Zu den wenigen deutschsprachigen Alternativ-Historikern und Autoren, die im späten 20.Jahrhundert fachlich bedeutsame Akzente in der Atlantologie gesetzt haben, gehört mit Sicherheit Dr. Martin Freksa. …

Auszug Artikel


  • [Download] Rezension – Martin Freksa: Das verlorene Atlantis: Die Geschichte der Auflösung eines alten Rätsels – von Markus Vosteen – auf uni-heidelberg.de

Und was läßt sich nun zu Atlantis aussagen? „Die Schulwissenschaft ist wohl der Meinung, daß es sich dabei um ein Märchen handelt“, schrieb E. HORST (1998) in seiner Rezension des vorliegenden Buches.

Richtig ! Und dazu hat sie guten Grund.

Auszug Artikel


  • [Artikel] Lokalisierungshypothesen zu Atlantis in der WIKIPEDIA

Als Lokalisierungshypothese zu Atlantis bezeichnet man eine argumentativ begründete Vermutung über die genaue geografische Örtlichkeit, an der Atlantis existiert haben soll. Hierbei wird vorausgesetzt, dass die überlieferte Beschreibung dieser Kultur als vor ihrem Untergang irgendwo jenseits der Straße von Gibraltar gelegenes Inselreich keine bloße Erfindung Platons sei, sondern einen realen Hintergrund habe. Erste Hypothesen dieser Art entstanden bereits in der Antike. In wieder zunehmendem Maße wurden sie seit der Renaissance entwickelt und diskutiert, begünstigt durch die Entdeckung Amerikas, in dem man aufgrund seiner Lage am Atlantik eine Parallele zum Atlantis-Motiv zu erkennen glaubte. Die akademische Fachwelt beteiligt sich heutzutage nur unter Vorbehalten an diesen Versuchen, da sie Atlantis mehrheitlich für einen philosophischen Kunstgriff Platons hält, der – wie die anderen Mythen des Autors – in erster Linie dazu gedient habe, eine metaphysisch beheimatete Theorie in den Bereich der Phänomenalität zu transferieren, respektive anschaulich und prüfbar zu gestalten.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Begleitende Literatur zur Phantastik #90: Außerirdische Einleitung in die Philosophie – Karim Akerma

Karim Akerma
Außerirdische Einleitung in die Philosophie
Monsenstein & Vannerdat, Münster (2002)
ISBN 3935363702
Extraterrestrier im Denken von Epikur bis Hans Jonas

Den Autor haben wir schon kennengelernt. In „Philosophische Betrachtungen zum Außerirdischen“, von Karim Akerma und Gerd Maximovic (siehe hier im Blog) hat er bereits 1996 eine Einführung in die philosophischen Betrachtungen des Außerirdischen mit dem Essay „Kommunikation mit extraterrestrischer Intelligenz (ETI) als Topos praktischer Philosophie. Ist der Blumbergsche Absolutismus der Wirklichkeit überwindbar?“ geleistet. Hier setzt er seine philosophischen Betrachtungen zum Thema weiter fort und erläutert ausführlich die seit zweitausend Jahren bestehenden Überlegungen zum Thema extraterrestrische Intelligenz der verschiedensten Denker und Philosophen. …


In einer Einleitung und 15 Kapitel führt Akerma uns durch die Welt der Philosophen und lässt uns an deren Gedanken zu extraterrestrischer Intelligenz teilhaben. Er beginnt mit Lukrez und Epikur. Es folgen dann Nicolaus Cusanus, Giordano Bruno, Descartes, J. Locke, G. Berkeley, G. W. Leibnitz, Fontanelle und Voltaire, Kant, G. W. F. Hegel. Arthur Schopenhauer, Nicolai Hartmann, Günther Anders und Hans Jonas. Im Schlusskapitel dann wird die Frage aufgeworfen – und beantwortet – ob unser Wunsch, es möge außerirdische Intelligenz geben, philosophisch haltbar ist.

Außerirdische Intelligenz wird schnell mit UFOs in Verbindung gebracht, mit „Unbekannten fliegenden Objekten“. In diesem Buch ist von einer ganz anderen Art unbekannter Objekte die Rede: von UphOs. Ein UphO ist ein „Unbekanntes philosophisches Objekt“.

Ob außerirdische Intelligenz im Inneren von UFOs anzutreffen sein mag, ist fragwürdig. Eindeutig hingegen ist, dass es sich beim Thema „außerirdische Intelligenz“ um ein UphO handelt. Außerirdische Intelligenz ist ein philosophisches Objekt, welches von vielen bedeutenden Philosophen bedacht worden ist, von dem aber zugleich in bedenklicher Weise unbekannt ist, dass es sich um ein faszinierendes Kapitel der Geistesgeschichte handelt. …

Auszug 'Vorwort zu einem Upho', Seite 5-6

Dieser sehr gründliche Ausflug in die Philosophie ist die  umfangreichste Betrachtung dieser Art. Wenn man von Otto Antonia Grafs Buch „Was treibt den Menschen zu den Sternen“ einmal absieht (siehe hier im Blog), kenne ich keine Abhandlung in dieser Ausführlichkeit philosophischer Betrachtungen. Ich denke, dass es sich um ein Standardwerk handelt, dass in keiner Bibliothek fehlen sollte, die sich mit Science Fiction und außerirdischen Intelligenzen beschäftigt. Noch dazu lesbar!…

Und der geht immer und sehr aktuell:

„Glaubst du, wir finden da draußen intelligentes Leben?“
„Mir würde es schon reichen, wenn wir auf der Erde welches finden!“

So long …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Karim Akerma
  • Außerirdische Einleitung in die Philosophie
  • Extraterrestrier im Denken von Epikur bis Jonas
  • Monsenstein & Vannerdat, Münster (2002)
  • Taschenbuch
  • 328 Seiten
  • ISBN 3935363702

Kleinster Preis: € 14,00, größter Preis: € 14,99, Mittelwert: € 14,99

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Kari Akerma in der WIKIPEDIA

Karim Akerma (* 1965 in Hamburg) ist ein deutscher Philosoph und Autor. …

Auszug Artikel


  • [Video] Karim Akerma: Außerirdische – die besseren Humanisten? – von Giordano Bruno Stiftung – auf youtube.com

Vortrag und Diskussion mit Karim Akerma am 27. Februar 2020 …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Außerirdisches Leben in der WIKIPEDIA

Außerirdisches Leben ist eine Bezeichnung für Lebensformen, die auf der Erde weder beheimatet noch entstanden sind. Der Begriff deckt alle möglicherweise existierenden Arten und Erscheinungsformen von Leben nicht irdischer Herkunft ab, von einfachsten biologischen Systemen (z. B. Mikrosphären, Prionen, Viren und Prokaryoten) über pflanzen- und tierartiges Leben bis hin zu Lebensformen, deren Komplexität der des Menschen entspricht oder sie übersteigt. Ein außerirdisches Wesen wird auch kurz Außerirdischer oder nach der englischen Bezeichnung Alien (deutsch Fremdling) genannt. Das Adjektiv außerirdisch ist gleichbedeutend mit dem Fremdwort extraterrestrisch.

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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