MDie beiden letzten Magazine aus der „Phantast“-Reihe, sie behandeln die Themen Horror zum einen und Gottheiten zum anderen und ein begleitendes Werk zu dem Vertreter der Anthroposophie, Rudolf Steiner, wurden der Bibliothek zugefügt. Letzteres ist aus dem Vorjahr und beleuchtet Steiner vielleicht aus einem neueren Blickwinkel. Der Titel „Irritation und Inspiration“ lässt hoffen. Den Zusammenhang zwischen Anthroposophie und Phantastik aus meiner Sicht werde ich in Kürze in einer Reflektion darlegen. …
Phantast (Literatopia) 31 (2025), J. Madeira (Hrsg.), Literatopioa / fictionfantasy.de
Abstract: Eigentlich hätte diese Ausgabe schon im Frühsommer erscheinen sollen, doch es war abzusehen, dass mehrere Beiträge nicht rechtzeitig fertig werden – und nun ist es November, was meine Schuld ist. 2025 ist nicht mein Jahr, die Bücher, die ich lesen will, stapeln sich immer höher und mir fehlen Zeit und Energie, um Literatopia und dem PHANTAST wirklich gerecht zu werden. Letztlich steckt eine Menge unbezahlte Arbeit in diesem Fanzine, die ich noch immer gerne mache, doch nicht mehr in alter Geschwindigkeit bewältigen kann. Aber genug gejammert! Immerhin ist die Ausgabe endlich fertig. Das Thema „Gottheiten“ steht schon sehr lange auf unserer Themenliste und ist über die Jahre immer wieder nach hinten gerückt. Nachdem wir in den letzten Ausgaben relativ wenig Fantasy hatten, war es für uns der richtige Zeitpunkt, um sich dem Thema endlich zu widmen. Dabei konzentrieren wir uns auf Gottheiten als Fantasywesen und streifen die größeren Themen Glaube und Religion ein wenig. Insbesondere die antiken Gottheiten inspirieren Fantasyautor*innen mit ihren Mythen voller Gewalt, Intrigen und Liebe. Aus heutiger Sicht lesen sich diese Mythen wie Fantasygeschichten, entsprechend sind die Gottheiten des griechischen Pantheons in dieser Ausgabe sehr präsent. Daneben haben wir uns auch mit nordischen, ägyptischen und japanischen Gottheiten beschäftigt, ebenso mit fiktiven und falschen Gottheiten. …
Phantast (Literatopia) 30 (2024), J. Madeira (Hrsg.), Literatopioa / fictionfantasy.de
Abstract: Im Dezember dominiert Weihnachten fast alles, auch dieBuchbranche, doch der Dezember ist auch der dunkelste Monat des Jahres. Draußen ist es meist grau und düster und auch wenn die klirrende Winterkälte vielerorts ausbleibt, ist es oft nass, kühl und ungemütlich. Während die einen sich dann auf dem Sofa in eine Decke kuscheln und einen cozy Winter- oder Weihnachtsroman lesen, wollen sich andere lieber gruseln und tief in menschliche Abgründe blicken. Für mich ist der Dezember der perfekte Monat für eine Ausgabe zum Thema „Horror“, auch weil wir es nicht pünktlich zu Halloween geschafft haben und das Thema im Oktober ohnehin überall (über-)präsent ist. In un seren Themenausgaben hingegen war Horror bisher unterrepräsentiert und da wir in der Redaktion mehrere Horrorfans haben, wollten wir dem Genre eine eigene Ausgabe widmen, die auf den individuellen Vorlieben und Entdeckungen der Redakteur*innen aufbaut. Insbesondere lmut, Swantje und Holger kennen sich im Genre gut aus, insofern haben die drei diese Ausgabe geprägt und ich bin sehr zu frieden mit dem Ergebnis. Almut hat zwei ausführliche Artikel über Mary Shelleys Der letzte Mensch sowie die Geistergeschichten von Susan Hill verfasst. Holger widmet sich dem Black Horror am Beispiel von Jordan Peeles Horrorfilm Get Out und arbeitet dabei die Bedeutung von Black Lives Matter und schwarzer Perspektiven heraus. Swantje hat sich einen Klassiker des Vampirgenres vorgenommen – Polidoris The Vampyre – und schreibt über Horror im Live Rollenspiel. …
Das Rätsel Rudolf Steiner: Irritation und Inspiration
W. Müller
(2025), Kröner Verlag
ISBN 978-3-520-91601-3
Abstract: »Die objektive Entwicklung ist den Menschen des 19. Jahrhunderts, des 20. Jahrhunderts … über den Kopf gewachsen. Und die Zeiterscheinungen zeigen dieses Über-den-Kopf-Wachsen in allerintensivster Weise.« Originalton Rudolf Steiner, dessen Todestag sich 2025 zum 100. Mal jährt. Man muss kein Genie sein, um zu sehen, dass er hier genauso gut über unsere Gegenwart sprechen könnte, die sich mit ihrem unbedingten Glauben an die Macht der Technik an Steiner reibt wie nie zuvor. Was vor allem eines zeigt: Nach mehr als 100 Jahren gehört der Gründer der Anthroposophie zu den weltweit wirkmächtigsten Denkern, und er rief von Anfang an beides hervor: glühende Verehrung und empörte Kritik. Dass auch ein Dazwischen möglich ist und was Rudolf Steiner unserer Zeit zu sagen hat, zeigt der ausgewiesene Steiner-Spezialist Wolfgang Müller, der Steiner und sein Werk von heute aus neu befragt. Wer war Rudolf Steiner? Was trieb ihn an? Was waren die Themen, die er mit so außerordentlicher Intensität verfolgte? Auch die Kritik an ihm kommt ausführlich zur Sprache, vor allem aber Steiners bedeutende Impulse für eine dringend notwendige Neuorientierung der Gegenwartskultur …
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es erwarten euch sehr breit gestreute Neuzugänge. Zunächst Märchensagas. Nordische Märchen in einer Buchreihe, die Rudolf Simek initiiert hat und in der nordische Märchensagas übersetzt werden. Hochinteressant. Dann ein wunderschöner Band über Fabeltiere vom Böhlau-Verlag. Wirklich außergewöhnlich schön gemacht. Und zuletzt ein Werk in dem Georges Minois die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen erzählt, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. Dieses Buch werde ich euch am Wochenende genauer vorstellen (müssen). Denke ich …
Gestern schaffte es eine Masterarbeit über Dystopien in die Bibliothek und eine Arbeit über virtuelle und ideale Welten. Über die Masterarbeit werden wir noch zu reden haben denke ich. Zumindest im Rahmen der Reflektionen. Also bis nächstens …
Ganz am Anfang sollte natürlich auch eine Entwicklung der Phantastik über die Zeit hinterfragt sein. Hier gibt es im Großen und Ganzen zwei maßgebliche Betrachtungslinien. Dem Maximalismus und den Minimalismus. Je nachdem welcher Linie man folgen will, hat man ein anderes Bild dieser Evolution der Phantastik vor sich. Zumindest was den Beginn der Entwicklung betrifft …
Die Selbstrefelektionen #11-Kann Fiktion unbeabsichtigt durch den Autor entstehen?, #12-Das Übernatürliche im Spiegel der Gattungspoetik: Religiöse Texte im Kontext der Phantastik und #13-Warum die Autorintention in der modernen Erzähltheorie kein „mächtiger Faktor“ ist haben eigentlich Themen vorweggenommen. Es hat sich aber gerade so ergeben und man soll drängende Fragen nicht aufhalten an die Öffentlichkeit zu kommen. Ursprünglich wollte ich von ganz Vorne beginnen und das hole ich jetzt nach. Aus den gegebenen Fragestellung werde ich dann versuchen neue Fragen herauszufiltern. Aber zunächst: Was ist Phantastik? …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Georges Minois – Die Geschichte der Prophezeiungen, Albatros, Düsseldorf (2002) ISBN 9783491960435
Der Wandel der Zukunftsschau
D
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben. Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Georges Minois (geboren 1946) ist ein renommierter französischer Historiker und Kulturwissenschaftler. Er gehört zur Tradition der französischen Mentalitätsgeschichte, die sich nicht primär mit politischen Ereignissen oder Daten beschäftigt, sondern damit, wie Menschen in früheren Epochen gefühlt, gedacht und geglaubt haben.
Minois ist bekannt dafür, monumentale, makrohistorische Themen anzupacken und sie über enorme Zeiträume hinweg zu analysieren. Zu seinen bekanntesten, auch ins Deutsche übersetzten Werken gehören eine Geschichte des Selbstmords, eine Geschichte des Atheismus sowie kulturgeschichtliche Arbeiten über das Alter, das Altern und die Hölle. Seine Arbeiten zeichnen sich durch immense Materialfülle, einen flüssigen Erzählstil und eine skeptisch-aufklärerische Grundhaltung aus. …
Nur die Zukunft verleiht unseren Handlungen einen Sinn, rechtfertigt sie oder offenbart ihre Vergeblichkeit. Um voll und ganz leistungsfähig zu sein, müssen wir diese Zukunft also kennen. Das galt für den vorgeschichtlichen Menschen … es gilt weiterhin für die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen unserer Tage … Einleitung
Minois‘ Kernthese lautet: Jede Epoche spiegelt ihre eigenen Ängste, Werte und Sehnsüchte in dem Bild wider, das sie sich von der Zukunft macht. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und zeigt, wie sich die menschliche Strategie zur Bewältigung der Ungewissheit gewandelt hat – von der Ergebung in den göttlichen Willen bis zum Versuch der technologischen Kontrolle.
Der Wandel der Zukunftsschau lässt sich im Wesentlichen in vier große Epochen und Formen unterteilen:
Die Epochen der Zukunftsschau
Epoche / Phase
Dominierende Methode
Kernmerkmale
Antike
Orakel und Divination
Menschen befragen die Götter (z. B. das Orakel von Delphi) oder deuten Zeichen in der Natur (Vogelflug, Leberschau). Die Zukunft gilt als von den Göttern vorherbestimmt; der Mensch versucht lediglich, sich anzupassen.
Mittelalter
Prophezeiungen und Apokalyptik
Mit dem Monotheismus ändert sich der Fokus. Die Zukunft wird linear verstanden und steuert auf ein definiertes Ende zu (das Jüngste Gericht). Astrologie und biblische Prophezeiungen dominieren, das irdische Schicksal ist zweitrangig gegenüber dem Seelenheil.
Frühe Neuzeit
Utopien
Ab der Renaissance und Aufklärung verliert die göttliche Vorsehung an Gewicht. Gelehrte beginnen, die ideale Gesellschaft der Zukunft selbst zu entwerfen (z. B. Thomas Morus‘ Utopia). Der Mensch nimmt die Gestaltung seiner Zukunft theoretisch selbst in die Hand.
Moderne & Gegenwart
Prognosen und Futurologie
An die Stelle von Sehern treten Wissenschaftler, Ökonomen und Computerprogramme. Mittels Statistik, Trendforschung und mathematischen Modellen (Prospective) wird versucht, die Zukunft rational und berechenbar zu machen.
Minois zeigt eindrucksvoll, dass trotz des wissenschaftlichen Fortschritts auch die moderne Futurologie oft auf wackeligen Beinen steht. Er argumentiert, dass moderne ökonomische oder klimatische Prognosen in ihrer gesellschaftlichen Funktion den antiken Orakeln erstaunlich ähnlich sind: Sie dienen der Beruhigung oder der Verhaltenssteuerung in der Gegenwart.
Bewertung des Werkes
Positive Aspekte (Stärken)
Enorme historische Bandbreite: Minois schafft es, einen Bogen von der Prähistorie über Mesopotamien und die Antike bis hin zur modernen Systemanalyse des späten 20. Jahrhunderts zu spannen, ohne den roten Faden zu verlieren.
Erhellende Perspektivumkehr: Das Buch lehrt den Leser, dass „Zukunft“ kein feststehender Fakt ist, sondern ein kulturelles Konstrukt. Wer wissen will, wie eine Epoche tickte, muss sich ansehen, wovor sie Angst hatte und worauf sie hoffte.
Unterhaltsam und entlarvend: Minois schreibt mit einer gesunden Portion Ironie. Er deckt schonungslos auf, wie oft Propheten, Astrologen und auch moderne Experten mit ihren Vorhersagen grandios danebenlagen. Er entlarvt beispielsweise die Fixierung auf die Jahrtausendwende (das Jahr 2000) als irrationalen Fetischismus.
Kritische Einwände (Schwächen)
Eurozentrismus: Wie viele Werke der französischen Mentalitätsgeschichte konzentriert sich auch dieses Buch sehr stark auf die westliche, europäische Denktradition. Asiatische, afrikanische oder indigene Vorstellungen von Zeit und Zukunft (wie zyklische Zeitkonzepte) kommen zu kurz.
Wissenschaftliche Detailtiefe: Gelegentlich neigt Minois zu sehr breiten Verallgemeinerungen. Fachhistoriker haben ihm bei einigen seiner Bücher (unter anderem auch bei der Geschichte des Atheismus) vorgeworfen, den aktuellen Forschungsstand von Spezialdisziplinen zu Gunsten eines flüssigen, populärwissenschaftlichen Erzähltons manchmal zu vernachlässigen.
Fehlende Aktualität zur jüngsten Gegenwart: Da das Buch im Original 1996 erschienen ist, fehlen die rasanten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts – insbesondere die digitalisierte Algorithmen-Zukunft, Big Data und die Vorhersagemodelle durch Künstliche Intelligenz. Die philosophische Grundlage, die Minois liefert, lässt sich jedoch nahtlos auf diese neuen Phänomene anwenden.
Fazit
„Die Geschichte der Prophezeiungen“ ist ein faszinierendes und zeitloses Handbuch der menschlichen Hoffnung und Skepsis. Es nimmt dem Leser den blinden Glauben an „Expertenprognosen“ und zeigt, dass der Blick in die Zukunft letztlich immer nur ein Spiegel der Gegenwart ist. Wer sich für Geistesgeschichte, Philosophie und die Psychologie der Menschheit interessiert, findet hier ein extrem reiches und anregendes Werk. …
Anmerkung:
Insbesondere sind folgende Abschnitte empfohlen:
Seite 111: Die Utopie, Ersatz der Prophetie
Seite 247: Merlins Prophezeiungen, divinatorische Träume und Unruhe der Kirche
Seite 538: Die Utopie: vom Chiliasmus zum Szientismus
Seite 546: Die Utopie als soziopolitisches Projekt
Seite 550: Utopie und Zukunft
Seite 555: „Das Jahr 2440“: Traum oder Alptraum
Seite 626: Die Propheten der wissenschaftlichen Utopie: auf dem Weg zur kommunitären Menschheit
Seite 632: Die wissenschaftlich-religiösen Propheten oder die Utopie auf dem Vormarsch
Seite 658: Zögern und Zweifeln der Science-fiction
Seite 671: Vom Pessimismus der Science-fiction und der Gegenutopie zur Vorsicht der Wahrscheinlichkeitsrechnug und der Prospektive (20. Jahrhundert)
Seite 685: Vom utopischen Optimismus zum Pessimismus der Science-fiction
Seite 689: Samjatin und Huxley: Die Konditionierung zum Glück
Seite 693: George Orwell: „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft“
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Original: Histoire de l’avenir
(1996) Librairie Artheme Fayard, Paris
[Wikipedia] Georges Minos
In seinem Werk Geschichte der Zukunft. Orakel, Prophezeiungen, Utopien, Prognosen (1996) erzählt er die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. …
Letztlich schreibt Minois also eine Geschichte der Vorhersagen und ihrer Techniken. Sein Quellenfundus sind alle in diese Richtung zielende Praktiken, von vorchristlichen Orakeln und Prophezeiungen bis zu Utopien und wissenschaftlichen Vorhersagen unserer Tage. …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es erwarten euch sehr breit gestreute Neuzugänge. Zunächst Märchensagas. Nordische Märchen in einer Buchreihe, die Rudolf Simek initiiert hat und in der nordische Märchensagas übersetzt werden. Hochinteressant. Dann ein wunderschöner Band über Fabeltiere vom Böhlau-Verlag. Wirklich außergewöhnlich schön gemacht. Und zuletzt ein Werk in dem Georges Minois die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen erzählt, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. Dieses Buch werde ich euch am Wochenende genauer vorstellen (müssen). Denke ich …
Gestern schaffte es eine Masterarbeit über Dystopien in die Bibliothek und eine Arbeit über virtuelle und ideale Welten. Über die Masterarbeit werden wir noch zu reden haben denke ich. Zumindest im Rahmen der Reflektionen. Also bis nächstens …
Ganz am Anfang sollte natürlich auch eine Entwicklung der Phantastik über die Zeit hinterfragt sein. Hier gibt es im Großen und Ganzen zwei maßgebliche Betrachtungslinien. Dem Maximalismus und den Minimalismus. Je nachdem welcher Linie man folgen will, hat man ein anderes Bild dieser Evolution der Phantastik vor sich. Zumindest was den Beginn der Entwicklung betrifft …
Die Selbstrefelektionen #11-Kann Fiktion unbeabsichtigt durch den Autor entstehen?, #12-Das Übernatürliche im Spiegel der Gattungspoetik: Religiöse Texte im Kontext der Phantastik und #13-Warum die Autorintention in der modernen Erzähltheorie kein „mächtiger Faktor“ ist haben eigentlich Themen vorweggenommen. Es hat sich aber gerade so ergeben und man soll drängende Fragen nicht aufhalten an die Öffentlichkeit zu kommen. Ursprünglich wollte ich von ganz Vorne beginnen und das hole ich jetzt nach. Aus den gegebenen Fragestellung werde ich dann versuchen neue Fragen herauszufiltern. Aber zunächst: Was ist Phantastik? …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
MEs erwarten euch sehr breit gestreute Neuzugänge. Zunächst Märchensagas. Nordische Märchen in einer Buchreihe, die Rudolf Simek initiiert hat und in der nordische Märchensagas übersetzt werden. Hochinteressant. Dann ein wunderschöner Band über Fabeltiere vom Böhlau-Verlag. Wirklich außergewöhnlich schön gemacht. Und zuletzt ein Werk in dem Georges Minois die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen erzählt, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. Dieses Buch werde ich euch am Wochenende genauer vorstellen (müssen). Denke ich …
Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen
G. Minois
(2002), Patmos
ISBN 978-3-491-96043-5
Abstract: Von alters her hat der Mensch versucht, sich ein Bild von der Zukunft zu machen. Dieses Buch gibt einen Überblick über Zukunftsvisionen – von der biblischen Zeit bis heute. Es berichtet von den Orakeln der Griechen, befaßt sich mit den Astrologen der Renaissance, mit Spiritisten, Kartenlegern, Philosophen, mit den Utopisten des 19. Jahrhunderts und den Futurologen der Neuzeit. …
Fabeltiere: Tierische Fabelwesen der deutschsprachigen Mythen, Märchen und Sagen
F. Schäfer, J. Pisarek und H. Gritsch
(2023), Böhlau
ISBN 978-3-412-52757-0
Abstract: Für die Menschen der vorindustriellen Zeit war die Natur trotz weitreichender Handelsbeziehungen ein wilder und manchmal auch gefährlicher Ort. Wälder, Sümpfe und Gebirge hielt man für die Heimstätte magischer Kreaturen und fabelhafter Tiere. Wesen, deren Faszination noch heute ungebrochen ist. Lindwürmer und Einhörner, Hausdrachen und Wolpertinger lebten weiter in Sagen und Erzählungen, die im 19. Jahrhundert durch die Brüder Grimm und viele andere zusammengetragen und schriftlich fixiert wurden. Das Buch unternimmt eine Reise in die Welt der Fabeltiere des deutschsprachigen Raumes. Die Autor:innen haben das umfangreiche, vielfältige in der Literatur überlieferte Material gesichtet, sortiert und aufbereitet. Florian Schäfer schuf auf dieser Basis zahlreiche lebensnahe Nachbildungen von Fabeltieren basierend auf historischen Beschreibungen und macht damit diese mythologischen Wesen auf einzigartige und faszinierende Weise zugänglich. …
Märchensagas: von Trollen, Rittern, Prinzessinnen und Königen
Sagas aus der Vorzeit Band 4 (2022), R. Simek, J. Zeit-Altpeter, V. Broustin, M. Hanneck, B. Hufnagel (Hrsg.), Kröner Verlag, Alfred
ISBN 978-3-520-61801-6
Abstract: Es wird noch bunter im hohen Norden: Trolle und Zauberer, Riesen und Götter, sogar Werwölfe bevölkern die Märchensagas, wo Untote in Grabhügeln lauern und sagenhafte Helden in exotischen Gegenden gegen Drachen, Wikinger und Berserker kämpfen, um fremde Länder zu erobern und entführte Prinzessinnen zu befreien, bewehrt mit magischen Schwertern oder auch einem Ring, der unsichtbar macht, seinen Träger jedoch schwermütig stimmt. Aber auch die Freundschaft spielt eine große Rolle in den isländischen Märchensagas, und, wen wundert’s, die Liebe. Kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Zu Recht, denn die Sagas sind die Urquelle, die auch Tolkien, George R. R. Martin und Co. inspiriert hat. Diese Urquelle hat Rudolf Simek mit seinem Team ins Deutsche übertragen. Mit kurzen Einleitungen, Glossar, Register und Karten – für Leser, die wirklich alles wissen wollen
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es erwarten euch sehr breit gestreute Neuzugänge. Zunächst Märchensagas. Nordische Märchen in einer Buchreihe, die Rudolf Simek initiiert hat und in der nordische Märchensagas übersetzt werden. Hochinteressant. Dann ein wunderschöner Band über Fabeltiere vom Böhlau-Verlag. Wirklich außergewöhnlich schön gemacht. Und zuletzt ein Werk in dem Georges Minois die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen erzählt, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. Dieses Buch werde ich euch am Wochenende genauer vorstellen (müssen). Denke ich …
Gestern schaffte es eine Masterarbeit über Dystopien in die Bibliothek und eine Arbeit über virtuelle und ideale Welten. Über die Masterarbeit werden wir noch zu reden haben denke ich. Zumindest im Rahmen der Reflektionen. Also bis nächstens …
Ganz am Anfang sollte natürlich auch eine Entwicklung der Phantastik über die Zeit hinterfragt sein. Hier gibt es im Großen und Ganzen zwei maßgebliche Betrachtungslinien. Dem Maximalismus und den Minimalismus. Je nachdem welcher Linie man folgen will, hat man ein anderes Bild dieser Evolution der Phantastik vor sich. Zumindest was den Beginn der Entwicklung betrifft …
Die Selbstrefelektionen #11-Kann Fiktion unbeabsichtigt durch den Autor entstehen?, #12-Das Übernatürliche im Spiegel der Gattungspoetik: Religiöse Texte im Kontext der Phantastik und #13-Warum die Autorintention in der modernen Erzähltheorie kein „mächtiger Faktor“ ist haben eigentlich Themen vorweggenommen. Es hat sich aber gerade so ergeben und man soll drängende Fragen nicht aufhalten an die Öffentlichkeit zu kommen. Ursprünglich wollte ich von ganz Vorne beginnen und das hole ich jetzt nach. Aus den gegebenen Fragestellung werde ich dann versuchen neue Fragen herauszufiltern. Aber zunächst: Was ist Phantastik? …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
MGestern schaffte es eine Masterarbeit über Dystopien in die Bibliothek und eine Arbeit über virtuelle und ideale Welten. Über die Masterarbeit werden wir noch zu reden haben denke ich. Zumindest im Rahmen der Reflektionen. Also bis nächstens …
(2012), U. Gehmann (Hrsg.), KIT Scientific Publishing
ISBN 978-3-86644-784-4
Abstract: Virtuelle und ideale Welten – warum ein solches Thema? Weil virtuelle Welten heute wichtiger denn je geworden sind, und mehr noch, weil manche dieser Welten zur Realität wurden, indem sie das maßgeblich prägen, was im Sammelbegriff als unsere ‚Lebenswelt‘ bezeichnet werden kann. Eine solche Behauptung, in ihren beiden Teilen genommen, mag zunächst befremdlich klingen, sogar übertrieben. Vor allem der zweite Teil der Behauptung erregt Verdacht. Denn sind Virtualität und Realität nicht Gegensätze, bereits von ihrer bloßen Definition her gesehen, vor allem jedoch in unserem Alltagsempfinden, welches das Virtuelle als das Nicht-Reale schlechthin sieht, als das, was nicht zur Verwirklichung gelangte und gleichsam auf ewig im Status der Fiktion verharrt? Mit einer virtuellen Welt assoziieren wir ‚normalerweise‘, von eben jenem Alltagsempfinden ausgehend, eine Welt, die es nicht gibt und darüber hinaus, für manche durchaus beruhigend, auch nie geben wird. Es ist eine Welt, die nach diesem Empfinden mit dem Utopischen assoziiert ist, dem Nicht-Ort bloßer Vorstellung. Die zwar erdacht worden sein mag, und das sogar sehr vollständig, meint in sich konsistent und geschlossen, unter Umständen sogar bis herunter in ihre kleinsten Details – die es aber schlicht nicht gibt, die eben nicht ‚wirklich‘ sondern nur Fiktion ist. …
Abstract: Utopien (hier als Überbegriff für die „positiv“ imaginierte Eutopie sowie ihre negativen Spiegelbilder, die Dystopie und Anti-Utopie genutzt) verarbeiten ihren sozio-historischen Entstehungskontext auf eine Weise, die besonders beispielhaft die Funktion der Literatur als Kommentar zur Gesellschaft demonstriert. Während Literatur grundsätzlich das Potential immanenter Sozialkritik in Kunstform verwirklicht, besonders anschaulich beispielsweise in der Strömung des Naturalismus, wo häufig die vorherrschenden Umstände benachteiligter Schichten aufgezeigt werden, unterscheidet sich die Utopie, indem sie ihren Blick über die Gegenwart hinaus in die Zukunft richtet und ein gesellschaftsübergreifendes, prognostisches und häufig auch ironisches Bild alternativer Formen des Zusammenlebens der Menschheit zeichnet. Der Dystopie wird dabei häufig eine Warnfunktion zugeschrieben: Sie weist auf kontemporäre Missstände und das negative Potential einzelner Tendenzen in der Gegenwart (des Entstehungszeitpunkts) hin, die bei einer konsequenten Weiterentwicklung in die Zukunft systematische Probleme für das Zusammenleben im gesellschaftlichen Gefüge darstellen können. So werden zum einen soziopolitische, ökologische oder auch ökonomische Ängste aufgearbeitet, zum anderen werden im Entwurf der negativen Parallelwelt zusätzlich zur Kritik bisweilen auch hoffnungsvoll Alternativen aufgezeigt, beispielsweise in Form der ‚kritischen Dystopien‘ Im 21. Jahrhundert, beziehungsweise nach dem Ende des ‚Zeitalters der Extreme‘, stellt sich die Frage, welche vorherrschenden Thematiken und Tendenzen aufgegriffen werden. Der populär gewordene Begriff des Historikers Eric Hobsbawm für den Zeitabschnitt von 1914 bis 1991 wird hier als bedeutender kontextueller Rahmen für die ‚klassische Dystopie‘ angesehen, die die Extreme dieses Zeitalters anprangerte: fortschreitende Industrialisierung und Automatisierung, Faschismus, Diktaturen, die Dichotomie zwischen kapitalistischem Westen und kommunistischem Osten, aber auch die paradoxale Diskrepanz zwischen fortschrittlichster Technologie und einem empfundenen zivilisatorischen Rückschritt. Die Autorin dieser Arbeit versucht unter Rückbezug auf diese Periode der Frage nachzugehen, welche Thematiken und Motive Dystopien aufgreifen, die nicht mehr unter dem Einfluss dieses spezifischen historischen Kontextes stehen …
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es erwarten euch sehr breit gestreute Neuzugänge. Zunächst Märchensagas. Nordische Märchen in einer Buchreihe, die Rudolf Simek initiiert hat und in der nordische Märchensagas übersetzt werden. Hochinteressant. Dann ein wunderschöner Band über Fabeltiere vom Böhlau-Verlag. Wirklich außergewöhnlich schön gemacht. Und zuletzt ein Werk in dem Georges Minois die Geschichte der Zukunft als eine Geschichte der Praxen erzählt, mit denen versucht wurde die Zukunft zu deuten. Dieses Buch werde ich euch am Wochenende genauer vorstellen (müssen). Denke ich …
Gestern schaffte es eine Masterarbeit über Dystopien in die Bibliothek und eine Arbeit über virtuelle und ideale Welten. Über die Masterarbeit werden wir noch zu reden haben denke ich. Zumindest im Rahmen der Reflektionen. Also bis nächstens …
Ganz am Anfang sollte natürlich auch eine Entwicklung der Phantastik über die Zeit hinterfragt sein. Hier gibt es im Großen und Ganzen zwei maßgebliche Betrachtungslinien. Dem Maximalismus und den Minimalismus. Je nachdem welcher Linie man folgen will, hat man ein anderes Bild dieser Evolution der Phantastik vor sich. Zumindest was den Beginn der Entwicklung betrifft …
Die Selbstrefelektionen #11-Kann Fiktion unbeabsichtigt durch den Autor entstehen?, #12-Das Übernatürliche im Spiegel der Gattungspoetik: Religiöse Texte im Kontext der Phantastik und #13-Warum die Autorintention in der modernen Erzähltheorie kein „mächtiger Faktor“ ist haben eigentlich Themen vorweggenommen. Es hat sich aber gerade so ergeben und man soll drängende Fragen nicht aufhalten an die Öffentlichkeit zu kommen. Ursprünglich wollte ich von ganz Vorne beginnen und das hole ich jetzt nach. Aus den gegebenen Fragestellung werde ich dann versuchen neue Fragen herauszufiltern. Aber zunächst: Was ist Phantastik? …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Ganz am Anfang sollte natürlich auch eine Entwicklung der Phantastik über die Zeit hinterfragt sein. Hier gibt es im Großen und Ganzen zwei maßgebliche Betrachtungslinien. Dem Maximalismus und den Minimalismus. Je nachdem welcher Linie man folgen will, hat man ein anderes Bild dieser Evolution der Phantastik vor sich. Zumindest was den Beginn der Entwicklung betrifft …