Bibliotheca Universitas Phantastica #75 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 8. März 2026

MFiktion und Gedankenexperimente waren gestern die Schwerpunkte der bibliothekarischen Beschäftigung. Da gibt es eine ganze Menge Material im Netz, dass gesammelt werden sollte. Sicherlich das meiste davon gehört zur „begleitenden Literatur“, ist aber für den interessierten Sekundärliteraten von beachtlichem Interesse. Da wird in Bälde noch einiges nachkommen. Daneben war auch in Fanzine-Szene zwischenzeitlich einiges los – zumindest bei den Fantasia-Ausgaben. Das Wochenende ist somit reich an Input gewesen. Eine schöne Woche im allgemeinen Trubel dann, das nächste Wochenende kommt bestimmt …


Neuzugänge:

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1.

Fantasia 1257e – Geheimnisse in dunklen Sphären 39
Achim Hättich

Fantasia (EDFC) 1257 (2026), EDFC

Abstract: im neuen Fantasia stellt uns Achim Hättich 40 Filme aus der Phantastik vor …

Tags: Film(e)->, Film(e)->Review, Film(e)->phantastisch, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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2.

Philosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG

Abstract: Die Philosophischen Symposien sind ein Tagungs-Format der DFG. Die Vorträge und Diskussionen werden vom FID Philosophie gehostet.

Tags: Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

3.

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 5

Tags: Diskussion(en)->, Diskussion(en)->Abschluss-, Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Symposium->, {04.1} Bestand/Digital

4.

I. Breuer

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 31

Abstract: Von den Begriffen der durch Edmund Husserl begrü ndeten Phä nomenologie hat derjenige der Lebenswelt das philosophische Denken ü ber die Welt am stä rksten geprägt. Der Begriff wird gewö hnlich mit Husserls 1936 erschienenen Abhandlung Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie in Verbindung gebracht, steht aber in Kontinuitä t zu frü heren Werken, die die transzendentale Phä nomenologie eingefü hrt haben.1 Als kurze Einfü hrung zum Thema sei gesagt, dass Husserls Philosophie die Welt als „eine unendliche, auf Unendlichkeiten einstimmig zu vereinenden Erfahrungen bezogene Idee“ versteht. Selbstverstä ndlich kö nnen wir diese unendliche Idee immer nur durch endlich viele einstimmigen Erfahrungen belegen. Die Welt ist also eine unendliche Idee, die endlich viele Erfahrungen umfasst. Dasselbe gilt dem Weltraum: die Erscheinungen verweisen auf unendlich weitere mö gliche Erscheinungen in einem offen-unendlichen Raum, den wir jedoch nur als vom Horizont begrenzt erleben kö nnen. Die Literaturwissenschaften wie auch die Kulturwissenschaften verstehen den Weltraum nicht als vorgegeben, sondern als „gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung, Nutzung und Aneignung“,2 die auch die Macht besitzt, eine Welt neu zu entwerfen, und zwar so, dass die neuen Erfahrungen die bestehende Welt in Frage setzen oder sogar sie widersprechen kö nnen. Was dieser „Idee“ der Welt angeht, so verweist sie auf ein raumzeitliches Netzwerk aus endlich viele einstimmigen Erfahrungen, die weit ü ber sich hinausweisen und damit eine mögliche Welt entwerfen. Daraus ergibt sich, dass eine mögliche Welt eine mögliche Erfahrbarkeit besagt. So behandelt der Beitrag die Frage eines Weltentwurfes und die Voraussetzungen einer kategorialen Bestimmung von „mö glichen“ vs. „unmö glichen“ Welten,3 die sich phä nomenologisch auf die mö gliche bzw. unmö gliche Erfahrbarkeit zurü ckfü hren lässt. …

Tags: Erfahrung(en/s)->, Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Person->, Person->Borges, Jorge Luis, Person->Husserl, Edmund, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

5.

T. Breyer

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG

ISBN 16

Abstract: Auf die Frage, wie Philosophie entsteht und wie sie zu betreiben sei, wird man von jeder Philosophin und je- dem Philosophen wohl eine andere Antwort bekommen. Ob man eher von der Passivität eines Widerfahrnisses her denkt, wie beim sokratischen Staunen, oder eher von der Aktivität einer selbstgelenkten Relexion, wie bei der Descartes’schen Meditation – die Philosophie bewegt sich in Erfahrungsräumen, die in der alltäglichen Lebenswirklichkeit ihren Ausgangspunkt haben. Man mag über alles Mögliche staunen und alles Mögliche bezweifeln. In der Philosophie werden diese Erfahrungen jedoch zu methodischen Leitfäden und zu Lupen, durch die man die Welt in klarerer Weise zu betrachten erhofft. Motive wie diese sind eingebettet in philosophiegeschichtliche Narrative, die Gründungsmythen mit ihren Heroinnen und Heroen beinhalten, die im Laufe der Rezeption immer wieder transformiert werden. Hierbei bilden sich bestimmte „Denkkollektive“ mit ihren jeweiligen „Denkstilen“ (Ludwik Fleck) heraus, die neue Narrative gestalten, um ihre Interpretationen – wissenssoziologisch betrachtet – zur Etablierung von Grenzziehungen zu nutzen, wie in der modernen Philosophie etwa zwischen „analytischer“ und „kontinentaler“ Philosophie (was in mehrerlei Hinsicht irreführend ist, uns aber an dieser Stelle nicht weiter beschäftigen kann). …

Tags: Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

6.

C. Demmerling

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 19

Abstract: Leisten fiktionale Texte einen Beitrag zur Erkenntnis? Falls ja, worin besteht dieser Beitrag und unterscheiden sich durch die Lektü re iktionaler Literatur gewonnene Erkenntnisse von solchen, die wir durch lebensweltliche Erfahrungen, Schul- und Universitä tsbesuch sowie das Studium von Sachbü chern oder wissenschaftlichen Theorien erwerben? Dies sind die Fragen, denen ich im Rahmen meiner Uberlegungen nachgehen mö chte. Zur Einleitung skizziere ich mein Verstä ndnis von Fiktion bzw. iktionalen Texten (I). Im Anschluss gebe ich einen Uberblick ü ber einige der in der laufenden Debatte zum Thema Fiktion und Erkenntnis maßgeblichen Fragen, die insbesondere die Begriffe der Wahrheit und des Wissens bzw. der Erkenntnis betreffen (II). Im dritten Teil frage ich, ob und inwiefern die Lektü re iktionaler Literatur auch dann einen Erkenntniswert haben kö nnte, wenn man sie weder als Wahrheits- noch als Wissensvermittlerin begreift (III). Im letzten Teil folgen Uberlegungen zur Frage nach dem nicht-propositionalen Wissen in der Literatur (IV) …

Tags: Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

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7.

Schriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 1 (2015), M. Fludernik, N. Falkenhayner, J. Steiner (Hrsg.), Ergon Verlag: 294

ISBN 978-3-95650-103-6
 
 
 
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8.
Fantasia 1254e – Aus der phantastischen Welt der Literatur
Franz Schröpf

Fantasia (EDFC) 1254 (2026), EDFC

Tags: Literatur->, Literatur->Phantastik->, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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9.

Fantasia 1256e – Aus der phantastischen Welt der Literatur
Franz Schröpf

Fantasia (EDFC) 1256 (2026), EDFC

Abstract: Wieder ein Fantasia mit Buchbesprechungen, Erzählungen und Artikeln …

Tags: Literatur->, Literatur->Phantastik->, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

10.

T. Grundmann

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 18

Abstract: Gedankenexperimente motivieren Urteile über hypothetische Fälle in ihren Betrachtern. Kann dieses Nachdenken im Lehnstuhl über solche bloß iktiven Fälle eine echte Erkenntnisquelle sein? Kann ein solches Nachdenken also zu gerechtfertigten Meinungen, im besten Fall vielleicht sogar zu Wissen führen? Ein Verteidiger von Gedankenexperimenten als Erkenntnisquelle nimmt normalerweise die beiden folgenden Dinge an: 1.) Theorien, und zwar insbesondere philosophische Theorien, sagen nicht nur etwas über die aktuale Welt aus, sondern haben darüber hinaus eine modale Kraft, sie sagen also, was notwendig oder essenziell ist. Damit enthalten sie nicht nur Aussagen über die aktuale Welt, sondern auch Aussagen über nicht-aktuale mögliche Welten. Aus diesem Grund sind auch Urteile über fiktive, nicht-aktuale Welten für die Wahrheit dieser Theorien relevant. Wer beispielsweise behauptet, dass Wissen als gerechtfertigte wahre Meinung definiert werden muss, der sagt damit nicht nur, dass jeder aktuale Fall von gerechtfertigter wahrer Meinung Wissen ist, sondern auch, dass jeder nur mögliche Fall von gerechtfertigter wahrer Meinung Wissen ist. 2.) die durch Gedankenexperimente ausgelösten Urteile manifestieren nicht einfach irgendwelche Hintergrundmeinungen, sondern davon zu unterscheidende Intuitionen. …

Tags: Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

11.

J. Huber

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG

Abstract: Anhand seiner eigenen philosophischen Sozialisierung unterstreicht Herman Cappelen in seinem Buch Philosophy Without Intuitions auf eindrucksvolle Weise, wie sich die intuitionsbasierte Argumentation, einem „verbalen Virus“ gleich, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der anglophonen Philosophie „analytischer“ Prägung rasend ausgebreitet hat. Gerade in der praktischen Philosophie, auf die ich mich im Folgenden konzentrieren möchte, spielen durch Gedankenexperimente evozierte Einzelfallurteile häufig eine unverzichtbare Rolle, wenn es darum geht, Sollenssätze zu bestätigen oder zu hinterfragen. Parallel dazu wird aber auch die Kritik am Gebrauch von Intuitionen zum Zwecke normativer Rechtfertigung immer lauter. Nicht zuletzt die experimentelle Philosophie weist uns darauf hin, dass intuitive Urteile sozial und historisch kontingente Produkte individueller Psychologie und kollektiver Lebensformen sind. Die epistemische Verlässlichkeit von Intuitionen sei höchstens vorläufig, so die Kritiker, und ihre Fähigkeit, höherrangige Prinzipien zu rechtfertigen, ernsthaft zu hinterfragen. …

Tags: Erkenntnis, Experiment(e)->, Experiment(e)->Gedanken-, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Intuition(en)->, Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

12.

M. Klein

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 27

Abstract: Dass auch das Mittelalter Gedankenexperimente kannte, ohne diese so zu nennen, ist keine neue Behauptung. Ich möchte hier dem Zusammenhang zwischen Gedankenexperiment und der Idee der göttlichen Allmacht nachgehen. Hans Blumenberg behauptet einen solchen Zusammenhang in der ‚Legitimität der Neuzeit‘, und dieser Zusammenhangt scheint für seine These der im Spätmittelalter einsetzenden Selbstbestimmung des Menschen in erkenntnistheoretischer Hinsicht ebenso zentral zu sein wie in moralischer Hinsicht die von Blumenberg diagnostizierte ‚nominalistische‘ Konzeption eines Willkürgottes. Denn erst Überlegungen zur göttlichen Allmacht, befeuert durch die Pariser Verurteilung von 1277, hätten die naturphilosophischen Gedankenexperimente des 14. Jahrhunderts ermöglicht. Zugleich sieht Blumenberg diese unter dem dunklen Stern einer reduzierten Wirklichkeitsgewissheit, aus der heraus sich die Rehabilitierung der Neugierde entwickelt. Blumenberg ist so verstanden worden, dass er die Debatte um Gottes Potenzen als Bedrohung ganz realer Täuschungsmanöver missverstanden habe, und ihm ist der Einwand gemacht worden, dass jene Uberlegungen, die mit einem göttlichen Eingriff spekulieren, diesen gerade nicht als real annahmen. Genau deswegen seien es auch Gedankenexperimente als rein kontrafaktische Uberlegungen gewesen. Gewissheitskrisen konnten derartige Uberlegungen, die mit der Allmacht Gottes operieren, also gar nicht auslösen. Das scheint mir jedoch mit Blick auf die Position, die Blumenberg der spätmittelalterlichen Philosophie im ‚Prozeß der theoretischen Neugierde‘ zuweist, zu kurz gegriffen …

Tags: Allmacht, Erkenntnis, Experiment(e)->, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Person->, Person->Blumenberg, Hans, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

13.

O. Müller

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 21

Tags: Epistemologie->, Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Wissenschaft(s/en)->, Wissenschaft(s/en)->-theorie, Wissenschaft(s/en)->Erkenntnistheorie, {04.1} Bestand/Digital

14.

N. Paulo

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 25

Abstract: Etwa seit der Jahrtausendwende hat sich ein neuer methodischer Zugang zur Philosophie herausgebildet, der nach Meinung der einen das Fach bereichert und nach Meinung der anderen die Philosophie gründlich missversteht: die experimentelle Philosophie. Kurz gesagt untersucht sie klassische philosophische Fragen mit den Mitteln der empirischen Wissenschaften. Auch wenn die experimentelle Philosophie als Methode zunächst vor allem auf Fragen der theoretischen Philosophie bezogen wurde – ihr Anfang wird oft in einer vielbeachteten Studie zum Wissensbegriff gesehen – wurde der empirische Zugang inzwischen auf alle Bereiche der Philosophie angewendet, und mithin auch auf die Ethik. …

Tags: Erkenntnis, Experiment(e)->, Experiment(e)->-elle Ethik, Experiment(e)->Gedanken-, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

15.

S. Riegelnik

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 17

Abstract: Zu Beginn der Meditationen über die Erste Philosophie (1642) erzählt René Descartes einen kleinen Teil seiner Lebensgeschichte. Er erzählt, dass er erkannt hat, dass nicht alles, was er in seiner Jugend für wahr gehalten hatte, er auch zu einem späteren Zeitpunkt als wahr gelten ließe. Dieser Umstand lässt ihn grundlegend an der Möglichkeit einer gesicherten Erkenntnis über die Welt um ihn herum zweifeln. Er sitzt beim Kamin, so erzählt Descartes, er trägt einen Winterrock, er betastet Papier und er wähnt sich in mehrerer Hinsicht in Sicherheit. Eigentlich, so sinniert er, gäbe es keinen triftigen Grund, um sinnvoll daran zu zweifeln, dass er, Descartes, tatsächlich am Kamin sitzt, er tatsächlich einen Winterrock trägt und er tatsächlich mit seinen Händen Papier berührt. Seine Situation, schreibt er, scheint prädestiniert für eine gesicherte Erkenntnis der wahrgenommenen Gegenstände um ihn herum zu sein. Wenn nicht, wie dann? Auch wenn er sich in der Wahrnehmung der Gegenstände von Zeit zu Zeit täuscht, räsoniert er, würde doch nur ein Wahnsinniger bestreiten wollen, dass er, Descartes, Wissen über die Gegenstände seiner Umgebung habe. Aber dennoch muss er klein beigeben. Denn, so führt Descartes aus, er könne nicht ausschließen, dass er zu diesem Zeitpunkt träume, er säße beim Kamin, er trüge einen Winterrock und er berühre Papier. Da er auch kein sicheres Kennzeichen ausmachen kann, das Wachsein von Träumen unterscheidet, schließt Descartes, ist an eine Erkenntnis von der Welt wie sie wirklich ist und den wirklichen Gegenständen in der Welt nicht zu denken. Und darüber hinaus, knüpft Descartes an, kann er auch nicht ausschließen, dass ein böser und listiger Geist ihn systematisch über die Gegebenheiten in der Welt täusche. Mit dieser scheinbar harmlosen Erzählung schafft es Descartes, ein nachhaltiges Problem aufzuwerfen, das Philosophinnen und Philosophen bis heute beschäftigt und mit denen er unser Wissen von der Welt um uns herum grundlegend in Frage stellt. …

Tags: Erkenntnis, Erzähl(er/ung(en))->unerzählbare, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

16.

Tränkle

Philosophische Symposien der DFG: Gedankenexperimente und NarrationPhilosophische Symposien der DFG Vol.2 (2023), E. Brednel, H. Gander, M. Lessau (Hrsg.), Deutsche Forschungsgemeinschaft; DFG: 31

Abstract: Figürliche, bildliche oder übertragene Redeweisen beschäftigen die Philosophie seit ihren Anfängen. Um sie theoretisch zu erfassen, wurden sie meist unter den Begriff der Rhetorik subsumiert, der immer wieder als ein Gegenbegriff zur Philosophie fungierte. Die Kritik an der Rhetorik kann geradezu konstitutive Funktion für das philosophische Selbstverständnis attestiert werden. Bereits Platon hatte einen mit der Rhetorik assoziierten Sprachgebrauch anlässlich seiner Kritik an den Sophisten für nicht wahrheitsfähig erklärt. Zentrale philosophische Unterscheidungen wie die von res und verba, von theoretischem Sachbezug und praktischer Manipulation, von eigentlicher buchstäblicher und uneigentlicher übertragener Rede laufen allesamt auf eine Konsequenz hinaus: Figürliche Sprachformen werden in Sonderbereiche wie ›Rhetorik‹ oder späterhin ›Asthetik‹ abgedrängt, sollen für das erkenntnis- und sprachtheoretische Hauptgeschäft der Philosophie aber keine wesentliche Rolle spielen. Eine »Pathologie der Rhetorik« zieht sich wie ein roter Faden auch durch Philosophien der neuzeitlichen Auklä rung. Sie findet sich etwa bei René Descartes, Thomas Hobbes, John Locke oder Immanuel Kant. Sie alle verbinden das epistemologische Motiv der mangelnden Klarheit mit dem ethischen Motiv der ungebührlichen Erregung von Leidenschaften. Rhetorik stellt sich etwa für Kant als die manipulative Kunst »durch den schönen Schein zu hintergehen« dar, als illegitime Anwendung poetischer Mittel zu theoretischen oder praktischen Zwecken. Diese Tendenz setzt sich in wichtigen Strömungen der modernen Sprachphilosophie fort. Noch die Kommunikationstheorie von Jürgen Habermas oder der postanalytische Ansatz Robert Brandoms zollen ›rhetorischen‹ Sprachformen kaum Beachtung. …

Tags: Erkenntnis, Fiktion(s/en)->, Gedanke(n)->, Gedanke(n)->-experiment(e), Kritik(en)->, Kritik(en)->metaphorische, Methapher(n)->, Methapher(n)->-kritik, Narration(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Sprach(e)->, Sprach(e)->figürliche, Wissenschaft(s/en)->, Wissenschaft(s/en)->Philosophie->, {04.1} Bestand/Digital

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Abstract: Der Begriff Fiktion wird umgangssprachlich in vielerlei Lebenszusammenhängen verwendet, ohne dass er im Vornhinein genau definiert würde. Es steht nicht eindeutig fest, zu welchem anderen Begriff er im logischen Gegensatz steht. Es bieten sich verschiedene Wörter an, wie etwa Realität, Wahrheit, Empirische Erfahrung die sich vage unter dem Begriff Non-Fiktion zusammenfassen lassen. Diese Verschwommenheit im Sprachgebrauch zeugt von der Schwierigkeit, das Gegensatzpaar Fiktion – Non-Fiktion präzise zu definieren. In den Naturwissenschaften spielen Gedankenexperimente – eine besondere Form von Fiktionen! – eine wichtige Rolle bei der Veranschaulichung von wissenschaftlichen Theorien, Gesetzmässigkeiten und Hypothesen. Auch bei der Rechtssetzung werden Fiktionen verwendet mit dem Ziel kohärente Regeln des Zusammenlebens zu entwickeln. In der Soziologie behalf sich bereits Max Weber des Begriffs der Idealtypen, um gesellschaftliche Zusammenhänge intelligibel zu machen. In der Soziologie ist oft die Rede von unausgesprochenen symbolischen Vorstellungen, die stillschweigend jeder Gesellschaft zugrunde liegen und die von ihren Menschen als selbstverständlich hingenommen werden. In diesem Zusammenhang seien die Arbeiten von Alfred Schütz genannt, der in seinem Aufsatz „Don Quichotte und das Problem der Realität“ (Schütz, S. 155 ff) das komplexe Ineinanderwirken von drei Vorstellungswelten – der literarischen, der lebensweltlichen und der individuellen – am Text von Cervantes veranschaulicht. …

Tags: Fiktion(s/en)->, Fiktion(s/en)->Non-, Fiktion(s/en)->fiktionale Texte, Kunst->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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1.

Schriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 8 8 (2020), Dustin Breitwischer, Hanna-Myriam Häger, Julian Menninger (Hrsg.), Ergon

ISBN 78-3-95650-511-9

Abstract: Dieser Band beschäftigt sich mit historisch spezifischen Formen der sachlichen und fiktiven Erzählung innerhalb der Literatur und verschiedener nicht-literärer Medien. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, wie und warum das jeweilige Medium, der historische Kontext, soziokulturelle Normen und ästhetische Konventionen bestimmte Ansprüche auf Sachlichkeit oder Fiktionalität innerhalb einer gegebenen Erzählung formulieren können (oder nicht). Genauer gesagt, die gesammelten Aufsätze verdeutlichen, dass die Gültigkeitsansprüche eines Textes gleichermaßen an seinen historischen Rahmen, sein jeweiliges Medium und seine jeweilige narrative Praxis gebunden sind. Die Diskussion, Analyse und der Vergleich von historischen Besonderheiten einerseits und einem erweiterten Medienarsenal andererseits ermöglichen es den Mitwirkenden so, narrative Besonderheiten der sachlichen und fiktiven Erzählung in ihren vielfältigen Ausdrucksformen aufzudecken und zu beschreiben. Im Einklang mit der disziplinären Vielfalt seiner Mitwirkenden richtet sich der Band sowohl an medienwissenschaftlich orientierte Erzähler …

Tags: Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->Geschichte, Erzähl(er/ung(en))->Gebrauchs-, Erzähl(er/ung(en))->fiktionales, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->Forschung, {04.1} Bestand/Digital

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Bibliotheca Universitas Phantastica #74 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 7. März 2026

S„… müssen wir uns klar sein, dass nahezu alles, was von Nachrichtenwert ist, Ausnahmen sind! Über den Alltag wird kaum berichtet. …“ Theresa Hannig hat in ihrem Buch (sie bezeichnet sich darin als Berufsoptimistin), welches auch für den KLP zur Debatte steht, unter anderem einige eigene Essays und kleine Geschichten gesammelt. Alles kurz, knackig und mit trockenem Humor unterlegt. Dem Buch und den Essays war heute meine Aufmerksamkeit geschuldet. Man kann nur einladen darin zu lesen …


Neuzugänge:

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1.

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft
T. Hannig

(2025), Hirnkost

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Theresa Hannig ist begeistert, als die taz ihr einen Kolumnenplatz anbietet. Doch die Themenfindung gestaltet sich nicht so einfach wie gedacht. Da kommt es gerade gelegen, dass plötzlich ein Zeitreisender aus dem Jahr 2123 an ihre Tür klopft: Felix. Mit Felix kann sich die Autorin nun über ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen austauschen: Ganz gleich, ob es um Künstliche Intelligenz, Bauernproteste, den poli­tischen Rechtsruck oder das bisschen Haushalt geht. Nach und nach lässt auch Felix durchblicken, wie sich die Dinge in der Zukunft entwickelt haben werden. Neben den seit Dezember 2022 erscheinenden taz-Kolumnen, die hier ungekürzt und ohne Zeichenlimit erscheinen dürfen, enthält »Über Morgen« weitere Essays und Szenen, in denen Hannigs scharfe Beobachtungsgabe und kritischer Blick auf Politik und Gesellschaft gepaart mit einer Prise trockenem Humor zum Vorschein kommen. …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.0} Bestand/Papier

2.

Mehr Mitleid für das Zukunfts-Ich
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 84–86

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Viel von dem, was wir heute konsumiernen, wird uns später fehlen. Würden wir einen Nachbarplanetern nachhaltiger behandeln als unsere eigene Zukunft? …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

3.

Gute Vorsätze für die Zukunft
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 87–89

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Wie wäre es, wenn wir uns nicht nur als Einzelpersonen, sondern als Gesellschaft gute Vorsätze für die Zukunft vornehmen würden? …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

4.

Ihr sollt es mal besser haben!
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 93–95

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Wollen die Erwachsenen wirklich nur „das Beste“ für ihre Kinder? Oder vielleicht doch eher das Beste für sich selbst? …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

5.

Eine Uhrzeit für den Mond
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 99–101

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Planen auf dem Mond ist gar nicht so einfach. Welche Zeitzone gilt dort, wie schnell läuft die Zeit und vor allem: Wann trinkt man den 5-Uhr-Tee? …

Tags: Essay(s)->, Mond->, Mond->-zeit, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.0} Bestand/Papier

6.

Städte ohne Autos
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 105–107

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Immer weniger junge Menschen wollen ein eigenes Auto. Die Nichtmotorisierten erkämpfen sich öffentlichen Raum zurück …

Tags: Essay(s)->, Raum/Räum(e)->, Raum/Räum(e)->öffentlicher, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Technik->, Technik->Auto, {04.0} Bestand/Papier

7.

SOS
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 108–110

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Ein Notruf an die Gesellschaft – wer eilt zur Rettung?

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

8.

Querdenker im Freundeskreis
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 111–113

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Was tun, wenn beim Abendessen Verschwörungserzählungen aufgetischt werden? Ich will meinen Freund trotzdem wieder einladen …

Tags: Essay(s)->, Mystik->, Mystik->Verschwörungstheorie(n), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.0} Bestand/Papier

9.

Ich bin wütend!
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 102–104

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Theresa fühlt sich von Status-quo-Verteidigern umzingelt und fordert dazu auf, sich einzumischen …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.0} Bestand/Papier

10.

Wer die Zukunft schreibt
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 96–98

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Ich schreibe Science Fiction, Text-KIs könne das mittlerweile auch. Davor, bald überflüssig zu sein, habe ich aber keine Angst …

Tags: Autor(en/innen)->, Essay(s)->, Schreib(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Technik->, Technik->Künstliche Intelligenz, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

11.

Sich ertappt fühlen
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 117–119

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: Sich selbst zu ertappen, hat Macht. So kann man sich ändern, ohne sich rechtfertigen zu müssen. …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Selbstreflexion, {04.0} Bestand/Papier

12.

Jahresrückblick/Jahresvorschau 2023
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 90–92

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: 2022 war kein gutes Jahr. Aber ich weiß, worüber wir uns im kommenden Jahr freuen werden. …

Tags: Essay(s)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

13.

Berufsoptimistin sein ist ein harter Job
T. Hannig

Über Morgen: Geschichten aus einer besseren Zukunft (2025), Hirnkost: 114–116

ISBN 978-3-98857-141-0

Abstract: In krisenreichen Zeiten fällt es schwer, hoffnungsvoll zu sein. Dabei ist alles eine Frage der Perspektive …

Tags: Essay(s)->, Optimismus, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Science Fiction, Zukunft(s)->, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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1.

D. Gätjens

(1991), Haffmanns Verlag

ISBN 978-3-251-80055-1

Abstract: Das Buch ist ein systematischer Katalog der Privatbibliothek Arno Schmidts in Bargfeld. Es verzeichnet tausende Bände nach Sachgebieten und Autoren. Auf ca. 446 Seiten werden Erstausgaben, Lexika und Werke „unterschätzter“ Autoren (z. B. Fouqué, Stifter, Cooper) gelistet, die Schmidt als Quellen nutzte. Das Verzeichnis enthält Anmerkungen zu Schmidts Lesespuren und wird durch 8 Fotografien von Michael Ruetz ergänzt, die die Bibliothek und Schmidts Arbeitszimmer dokumentieren. Das Werk enthält zudem Faksimiles von Dokumenten aus Schmidts Nachlass. In der Fachwelt und unter Sammlern gilt das Werk als unverzichtbares Referenzmittel. Es ermöglicht Wissenschaftlern, die literarischen Einflüsse und Zitate in Schmidts komplexem Werk (z. B. Zettel’s Traum) präzise zurückzuverfolgen. Schmidts Vorlieben prägten den antiquarischen Buchmarkt; durch diesen Katalog wurde Schmidts „bibliographischer Code“ (sein Blick auf vergessene Autoren) für die Allgemeinheit greifbar. Als physisches Objekt ist es selbst ein gesuchtes Sammlerstück für „Schmidtianer“. …

Tags: Bibliothek(en)->, Bibliothek(en)->Schmidt, Arno, Person->, Person->Schmidt, Arno, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, Sekundärliteratur->Science Fiction, {04.1} Bestand/Digital

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2.

Engel, Dämonen und phantastische Wesen
R. Giorgi

Bildlexikon der Kunst 6 (2004), Parthas

ISBN 978-3-936324-04-4

Abstract: »Warum haben Engel Flügel und Teufel Hörner? Warum stellen wir uns die einen im Himmel und die anderen in den Flammen der Hölle vor?« In diesem Band mit über dreihundert vierfarbigen Abbildungen aus neun Jahrhunderten erfahren Leser alles Wissenswerte über diese geheimnisvollen Wesen, ihre Geschichte, ihre Aufenthaltsorte, in welchem Verhältnis sie zu Gott und den Menschen stehen und wie sie von den Malern durch die Jahrhunderte ikonografisch dargestellt werden. Ebenso erhält man Antwort auf Fragen wie »Was sind die sieben Todsünden?« oder »Wer sind die apokalyptischen Reiter?«, »Sind Teufel, Luzifer, Satan, Belzebub alle ein und derselbe?«, »Was ist der Unterschied zwischen einem Engel, Erzengel, Seraphim und Cherubim?« und »Was oder wen verkörpern die Drachen, Schlangen, Höllenhunde und anderen Dämonen?« …

Tags: Kunst->, Religion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 
 

Bibliotheca Universitas Phantastica #73 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 6. März 2026

FGestern war es sehr ruhig in der Bibliothek. Lediglich ein Werk zu Michel de Montaigne lugte vorsichtig um die Ecke und wurde auch prompt vereinnahmt. „Wenn die gegenwärtige Krise als Misstrauen gegenüber der Zukunft gedeutet werden kann, wenn sie Ausdruck ist des Zweifels gegenüber einer Zukunft, die viel verspricht, was sie nicht halten kann, dann ist Montaigne ihr frühester Interpret.“ Ich wünsche euch ein prächtiges Wochenende …


Neuzugänge:

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1.

Montaigne: Denken und Existenz
J. Starobinski

Fischer-Taschenbücher Forum Wissenschaft, Kultur & Medien 7411 (2002), Fischer-Taschenbuch-Verlag

ISBN 978-3-596-27411-6

Abstract: Jean Starobinski ist mit diesem Buch, das die Neue Züricher Zeitung „einen Glücksfall“ nannte, die Wiederentdeckung eines überraschend modeenen Autors gelungen: Michel de Montaigne (1533-1592), der sich nach vielen Reisen und diversen politischen Unternehmungen auf sein Schloß in der französischen Provinz zurückzog und schrieb. Seine Essais, die der Gattung den Namen gaben, haben wegen ihrer kompromißlosen Absage an eine auf die Geschichte gerichtete Hoffnung eine beklemmende Aktualität gewonnen: Wenn die gegenwärtige Krise als Mißtrauen gegenüber der Zukunft gedeutet werden kann, wenn sie Ausdruck ist des Zweifels gegenüber einer Zukunft, die viel verspricht, was sie nicht halten kann, dann ist Montaigne ihr frühester Interpret. Montaignes Untersuchungsfeld war die Zeitgenossenschaft, er selbst der Ausgangspunkt: „So bin ich selber, Leser, der einzige Inhalt meines Buches; es ist nicht billig, daß du deine Muße auf einen so eitlen und geringfügigen Gegenstand verwendest.“ Die großen Themen der Essais und der Lebensreise ihres Autors – Freundschaft, Tod, Freiheit, Körper, Liebe, Sprache, öffentliches Leben – macht Starobinski in bewundernswerter Meisterschaft auf ihre letzte und reifste Paradoxie hin durchsichtig, die Paradoxie dessen, der seinem „Verstand verbietet, Urteile zu fällen“. Für dieses Buch, „die vollständigste und unvoreingenommenste Erschließung des Montaignischen Denkens“ (NZZ), erhielt Starobinski 1983 den Charles-Veillon-Preis. …

Tags: Person->, Person->Montaigne, Michel de, Philosophie->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier

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Bibliotheca Universitas Phantastica #72 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 5. März 2026

MStar Wars geht immer. Die Taschen Verlag-Ausgaben sind Schmuckstücke jeder Sammlung. Nicht ganz billig, aber das ist es wert. Gestern waren die Episoden I-III und IV-VI zur Inspektion und Eintragung angestellt. Natürlich habe ich dann mehr Zeit mit ihnen verbracht, als eigentlich dafür vorgesehen gewesen wäre. Was soll’s, man kann nicht immer nur arbeiten. Man muss auch genießen können …


Neuzugänge:

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1.

Das Star Wars Archiv: 1977–1983:  Episoden IV-VI

(2024), P. Duncan (Hrsg.), Taschen

ISBN 978-3-8365-8114-1

Abstract: Seit dem Urknall 1977 breitet sich auch das Star Wars-Universum unaufhaltsam immer weiter aus, doch es sind die ersten drei Filme, Krieg der Sterne, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter, die Originaltrilogie, die heute zum Weltpopkulturerbe zählen. In Zusammenarbeit mit George Lucas und Lucasfilm präsentieren wir mit diesem Band das definitive Kompendium, vollgepackt mit selten gezeigten Dokumenten. …

Tags: Star Wars->, Star Wars->Entstehung, {04.0} Bestand/Papier

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1.

Das Star Wars Archiv: 1999-2005: Episoden I – III
P. Duncan

(2022), Taschen Verlag

ISBN 978-3-8365-9324-3

Abstract: Von dem Moment an, als Star Wars 1977 auf die Leinwand kam, war das Publikum zu gleichen Teilen fasziniert und entsetzt von dem Halb-Mann-Halb-Maschine-Hybrid Darth Vader. 1999 begann sein Schöpfer George Lucas, dessen Vorgeschichte zu erzählen: wie er als Anakin Skywalker aufwuchs, unter Obi-Wan Kenobi als Jedi ausgebildet wurde und sich in Padmé Amidala, die Königin von Naboo, verliebte, bevor er sich der dunklen Seite seines Wesens zuwandte und fortan mehr einer Maschine als einem Menschen glich. George Lucas erkannte früh die filmischen Möglichkeiten der aufkommenden digitalen Technologie, die ihn in die Lage versetzte, neue Kreaturen und neue Welten in einem größeren Maßstab als je zuvor auf die Leinwand zu bringen. Lucas drehte den ersten digitalen Blockbuster und stieß auf heftigen Widerstand, als er sich für die Verbreitung von digitalen Produktionsmethoden einsetzte. Digitale Kameras, Schauplätze, Charaktere und Projektionen sind heute in der gesamten Branche üblich. Lucas sorgte als einer der ersten für digitale StaER – ndards und popularisierte diese moderne Form des Filmemachens. Dieser zweite Band, wiederum in enger Kooperation mit George Lucas und Lucasfilm entstanden, behandelt die Entstehung der Prequel-Trilogie – Episode I: Die dunkle Bedrohung, Episode II: Angriff der Klonkrieger und Episode III: Die Rache der Sith. Enthalten sind auch dieses Mal ein Exklusivinterview mit George Lucas, viele seltene Dokumente, Drehbuchseiten, Produktionsunterlagen, Konzeptentwürfe, Storyboards sowie eine Fülle an Fotos aus den Filmen und von den Dreharbeiten. …

Tags: Star Wars->, Star Wars->Entstehung, [08] Import BookCat, {02.0} Geliefert/wartet auf Eintragung, {04.0} Bestand/Papier

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Bibliotheca Universitas Phantastica #71 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 4. März 2026

MLexika sind Prototypen der Sekundärliteratur, da heißt eigentlich sind sie ja schon Tertiärliteratur. Wie auch immer das eingetragene Bildlexikon phantastischer Wesen aus dem Parthas Verlag fällt durch schöne Bilder und kurze, knackige Artikel auf. Es macht Freude es zur Hand zu nehmen. Das andere Buch zum faktualen und fiktionalen Erzählen ist da schon etwas schwererer Natur. Geht zum größten Teil als begleitende Literatur durch, aber der Artikel zur Zukunftsforschung trifft unser Thema …


Neuzugänge:

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1.

Engel, Dämonen und phantastische Wesen
R. Giorgi

Bildlexikon der Kunst 6 (2004), Parthas

ISBN 978-3-936324-04-4

Abstract: »Warum haben Engel Flügel und Teufel Hörner? Warum stellen wir uns die einen im Himmel und die anderen in den Flammen der Hölle vor?« In diesem Band mit über dreihundert vierfarbigen Abbildungen aus neun Jahrhunderten erfahren Leser alles Wissenswerte über diese geheimnisvollen Wesen, ihre Geschichte, ihre Aufenthaltsorte, in welchem Verhältnis sie zu Gott und den Menschen stehen und wie sie von den Malern durch die Jahrhunderte ikonografisch dargestellt werden. Ebenso erhält man Antwort auf Fragen wie »Was sind die sieben Todsünden?« oder »Wer sind die apokalyptischen Reiter?«, »Sind Teufel, Luzifer, Satan, Belzebub alle ein und derselbe?«, »Was ist der Unterschied zwischen einem Engel, Erzengel, Seraphim und Cherubim?« und »Was oder wen verkörpern die Drachen, Schlangen, Höllenhunde und anderen Dämonen?« …

Tags: Kunst->, Religion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.0} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):

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1.

Schriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 8 8 (2020), Dustin Breitwischer, Hanna-Myriam Häger, Julian Menninger (Hrsg.), Ergon

ISBN 78-3-95650-511-9

Abstract: Dieser Band beschäftigt sich mit historisch spezifischen Formen der sachlichen und fiktiven Erzählung innerhalb der Literatur und verschiedener nicht-literärer Medien. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Frage, wie und warum das jeweilige Medium, der historische Kontext, soziokulturelle Normen und ästhetische Konventionen bestimmte Ansprüche auf Sachlichkeit oder Fiktionalität innerhalb einer gegebenen Erzählung formulieren können (oder nicht). Genauer gesagt, die gesammelten Aufsätze verdeutlichen, dass die Gültigkeitsansprüche eines Textes gleichermaßen an seinen historischen Rahmen, sein jeweiliges Medium und seine jeweilige narrative Praxis gebunden sind. Die Diskussion, Analyse und der Vergleich von historischen Besonderheiten einerseits und einem erweiterten Medienarsenal andererseits ermöglichen es den Mitwirkenden so, narrative Besonderheiten der sachlichen und fiktiven Erzählung in ihren vielfältigen Ausdrucksformen aufzudecken und zu beschreiben. Im Einklang mit der disziplinären Vielfalt seiner Mitwirkenden richtet sich der Band sowohl an medienwissenschaftlich orientierte Erzähler …

Tags: Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->Geschichte, Erzähl(er/ung(en))->Gebrauchs-, Erzähl(er/ung(en))->fiktionales, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->Forschung, {04.1} Bestand/Digital

2.

M. Lauster

Faktuales und fiktionales Erzahlen II: Geschichte – Medien – PraktikenSchriftenreihe des Graduiertenkollegs 1767 8 8 (2020), Dustin Breitwischer, Hanna-Myriam Häger, Julian Menninger (Hrsg.), Ergon: 227–238

ISBN 78-3-95650-511-9

Abstract: Lauster thematisiert die Schwierigkeit, wissenschaftliche Zukunftsmodelle so zu kommunizieren, dass sie von Entscheidungsträgern und der Gesellschaft ernst genommen und als Handlungsbasis akzeptiert werden. Er definiert „Zukunftswissen“ nicht als Fakten über das Kommende, sondern als Gegenwartswissen. Es handelt sich um aktuelle Annahmen, Trends und Daten, die in die Zukunft projiziert werden. Gebrauchsnarrationen – Dies ist der Kernbegriff des Essays. Lauster beschreibt Narrationen (wie Szenarien oder Roadmaps) als „Gebrauchserzählungen“. Diese dienen dazu, komplexe, abstrakte Daten in eine kohärente, nachvollziehbare Geschichte zu überführen, um sie für die Praxis „nutzbar“ zu machen. Der Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen faktualem (wissenschaftlich belegbarem) und fiktionalem (gestaltendem) Erzählen. Lauster (Institutsleiter am Fraunhofer INT) bewertet Narrationen nicht als bloße „Geschichten“, sondern als notwendige kognitive Brücken. Ohne diese Erzählungen blieben Datenmengen oft ohne Wirkung in der politischen oder strategischen Beratung. Die Stärke des Textes liegt in der Verbindung von Ingenieurwissenschaft/Technikfolgenabschätzung mit Narratologie (Erzähltheorie). Kritisch ließe sich allerdongs anmerken, dass die Grenze zwischen fundierter Extrapolation und „Storytelling“ verschwimmen kann, was die Objektivität der Zukunftsforschung herausfordert …

Tags: Erzähl(er/ung(en))->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->, Erzähl(er/ung(en))->-praktiken->Geschichte, Erzähl(er/ung(en))->Gebrauchs-, Erzähl(er/ung(en))->fiktionales, Fiktion(s/en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->Forschung, {04.1} Bestand/Digital

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