Universitas Phantastica – Reflektion #20 – Phantastik oder Fantastik – Was ist richtig?…

Selbstreflektion - Intern

Wer heute durch eine Buchhandlung stöbert, stolpert unweigerlich über farbenprächtige Cover von Drachenbänden, düsteren Geistergeschichten oder fernen Zukunftsvisionen. All diese Bücher verschwinden im allgemeinen Sprachgebrauch oft unter dem vagen Prädikat „fantastisch“. Doch wer sich der Literatur aus wissenschaftlicher oder journalistischer Perspektive nähert, stellt fest: Ein einziger Buchstabe entscheidet hier über grundlegend verschiedene historische und strukturelle Konzepte.
Die Unterscheidung zwischen „Phantastik“ und „Fantastik“ ist keineswegs eine pedantische Schrulle von Sprachpflegern, sondern ein scharfes Werkzeug zur Ordnung von Literaturgeschichte. …

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Bibliotheca Universitas Phantastica #112 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 4. Mai und 5. Mai 2026

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Die „Widersprüche“ von Jean Améry sind in zwei Auflagen der Bibliothek erwachsen. Darin wäre im Besonderen der Essay „Gewalt und Gefahr der Utopie“ hervorzuheben. Diesen Artikel findet man auch in „Merkur, Nr. 253“ aus dem Jahr 1969. Dort ist auch der Essay „Zukunftsforscher und Zukunftsverhinderer“ von Robert Jungk zu lokalisieren. In „Die kollektive Intelligenz“ von Pierre Lévy hingegen findet sich u.A. „Kunst und Architektur des Cyberspace“, wobei auch das ganze Buch nicht zu verachten ist. Auf „humanithesia.org“ findet sich dazu eine umfangreiche, nach Kapiteln aufgegliederte, Rezension. Mein Rat: lesen …

Achtung: Bei den Änderungen sticht lediglich „Die Ungeheuer und ihre Kritiker“ heraus.
Das Buch wurde als Doublette erkannt und steht zur Abgabe im Doubletten-Shop bereit


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-05-Neuerungen-Bericht

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1.

Widersprüche
J. Améry

Klett-Cotta im Ullstein-Taschenbuch 39008 (1980), Klett

ISBN 978-3-548-39008-6

Abstract: ‚Gewalt und Gefahr der Utopie‘, ,Vom Nutzen und Nachteil der Ideologie für das Leben‘, Neue Klischees eines Linksemotionellen‘, ‚Rückkehr des Positivismus?‘, Die Grenzen der liberalen Toleranz‘ — dies sind nur einige der in diesem Band gesammelten kritischen und selbstkritischen Essays Jean Amerys zum Zeitgeschehen der sechziger Jahre. Der Titel ‚Widersprüche‘ markiert nicht nur die Absicht Amerys, Widerspuch gegen schablonenhaftes Denken anzumelden, sondern ist gleichermassen als Hinweis auf die Bereitschaft des Autors zu verstehen, seine eigene Position als den Widersprüchen des Zeitgeistes unterworfen zu akzeptieren. „Amery zieht es vor, seine Meinung zu sagen, solange das Sagen die Dinge beeinflussen kann — auch auf die Gefahr hin, sich zu irren —, statt durch Schweigen, im nachhinein, recht zu behalten. Schreiben ist für ihn eine Form von Praxis, mit Handeln identisch.“ (Stuttgarter Zeitung) …

Tags: Person->, Person->Amery, Carl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.0} Bestand/Papier

2.

Gewalt und Gefahr der Utopie
J. Améry

WidersprücheKlett-Cotta im Ullstein-Taschenbuch 39008 (1980), Klett: 79–100

ISBN 978-3-548-39008-6

Tags: Person->, Person->Amery, Carl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.0} Bestand/Papier

3.

J. Amery

Merkur, Nr. 253, 23. Jhrg., Mai 1969, Heft 5Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst: 28ff

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.1} Bestand/Digital

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4.

Widersprüche
J. Améry

dtv dtv-Klett-Cotta 11322 (1990), Klett-Cotta

ISBN 978-3-423-11322-9
5.

R. Jungk

Merkur, Nr. 253, 23. Jhrg., Mai 1969, Heft 5Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, Zukunft(s)->, Zukunft(s)->-forschung, {00.2} Gesucht/Inhalt teilweise vorhanden

6.

Kunst und Architektur des Cyberspace: Ästhetik der kollektiven Intelligenz
P. Lévy

Die kollektive Intelligenz: für eine Anthropologie des CyberspaceBollmann Kommunikation & neue Medien (1997), Bollmann: 124–134

ISBN 978-3-927901-89-6

Abstract: behandelt eine mögliche architektonische Gestaltung des Cyberspace unter der Voraussetzung, dass in absehbarer Zeit die meisten Bilder und Botschaften unseres Planeten in diesem neuen Raum vorhanden sein werden. Dann würden natürlich auch die unter-schiedlichsten Vorstellungen davon, was auf dieser „offenen Baustelle“ geschehen soll, aufein-ander prallen. Das Spektrum solcher Vorstellungen könne reichen von den hässlichen, in vielen Science-Fiction-Beiträgen avisierten Phantasien wie unbeherrschbare Finanzimperien oder Kriegen geklonter Wesen bis hin zu Räumlichkeiten, die eher einem griechischen Tempel oder einer gotischen Kathedrale gleichen. Wie immer der Cyberspace beschaffen sein wird, alle seine Elemente würden den „molekularen Charakter“ der digitalen Information haben. Hier glaubt Lévy nun, die Chancen abschätzen zu können, dass aus dem Cyberspace kein Herrschaftinstrument wird. Bisher sei die Entstehung von Sprachsystemen immer mit einer „Territorialisierung“ verbunden gewesen, in dem Sinne, dass die Sprache partikularisiert und ihr bestimmte (typischerweise kognitive) Deutungsmuster zur Aufrechterhaltung von Herrschaft zugewiesen wurden. Jetzt aber sei die Möglichkeit gegeben, so die These, die ‚Terri-torialisierung‘ der Sprache unwiderruflich zu beenden. Dazu müsse eine Art von Verfassung geschaffen werden, in der folgende Akzente gesetzt sind: — der Einsatz von Instrumenten, die Lernen und Wissensaustausch fördern — Kommunikationsstrukturen, die das Zuhören fördern — Systeme, die mit der Ausbreitung autonomer Individuen und Kollektive rechnen — semiotische Verfahren (z.B. Nutzung von Datenbeständen), die Majoritäten zugänglich sind (S. 133). „Wir plädieren hier für eine Architektur ohne Fundament, die derjenigen von Booten ähnelt, mit all deren ozeanographischen Instrumenten zur Navigation und Orientierung im bewegten Wasser. … Die Architektur der Zukunft, die alles andere sein will als ein Theater der Repräsentation, versammelt Flöße von Sinnbildern für die Durchquerung des Chaos.“ (S. 134) … (aus: https://humanithesia.org/levy-pierre-die-kollektive-intelligenz-eine-anthropologie-des-cyberspace)

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7.

Merkur-Deutsche Zeitschrif für europäisches Denken 253 (1969), unbekannt (Hrsg.), Klett Ernst

Abstract: Autoren: Jean Améry Helmut Kuhn Dieter Baacke Peter Gan Elisabeth Plessen Ernst Schnabel Boris Goldenberg Heinrich Böll Georg Jappe Gerda Zeltner Heinrich Vormweg Werner Kraft Robert Jungk Jürgen Schilling

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Merkur, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {00.2} Gesucht/Inhalt teilweise vorhanden

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Abstract: Eine ausführliche Rezension von: Lévy, Pierre: Die kollektive Intelligenz – Eine Anthropologie des Cyberspace …

Tags: Cyber->, Cyber->-space, Intelligenz(en)->, Intelligenz(en)->kollektive, Rezension(en)->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.1} Bestand/Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> 2026-06-05-Änderungen-Bericht

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1.

Reinkarnation
W. Abendroth

Fischer-Taschenbücher Perspektiven der Anthroposophie 5572 (1986), FISCHER Taschenbuch

ISBN 978-3-596-25572-6

Abstract: Der Autor ist der Frage nachgegangen, was Reinkarnation in der Anthroposophie Rudolf Steiners bedeutet. Die hier zusammengestellten und kommentierten Rudolf-Steiner-Texte machen das Buch zu einem Kompendium anthroposophischen Reinkarnationsverständnisses, sind ein Plädoyer wider das Gesetz der Einmaligkeit. …

Tags: Anthroposophie, Person->, Person->Steiner, Rudolf, Reinkarnation, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.0} Bestand/Papier

2.

T. Boyken und T. Scholz

Michael Ende – Poetik und Positionierungen (2023), T. Boyken, T. Scholz (Hrsg.), Springer Berlin Heidelberg: 1–12

ISBN 978-3-662-67731-5 978-3-662-67732-2

Abstract: Michael Ende ist eine Schlüsselfigur der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher gehörten seit den 1960er Jahren zu den Bestsellern der Bundesrepublik. Bis heute finden seine Texte große Resonanz, wie die Auflagenstärke seiner Bücher und deren zahlreiche Adaptationen, von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer bis zu Die unendliche Geschichte, belegen. Auch im Ausland ist Michael Ende einer der bekanntesten Autoren seiner Generation, mit eigens neu illustrierten Ausgaben in den USA und einem Michael-Ende-Archiv im Kurohime Märchenmuseum in Japan. Dass der Thienemann Verlag 2019 eine großformatige Prachtausgabe von Die unendliche Geschichte mit Illustrationen von Sebastian Meschenmoser herausgab, dürfte ein deutliches Zeichen der Relevanz und Aktualität seines Werks sein. Dagegen hängt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Michael Ende und seinen Texten deutlich hinterher. Zwar gibt es seit Mitte der 1970er Jahre Einzelstudien, die zumeist aus der Kinder- und Jugendliteraturforschung stammen – auch in den einschlägigen Lexika der Kinder- und Jugendliteratur hat der Autor seinen Platz –, doch fehlt es an einer systematischen Forschung, die sich mit der ästhetischen, literarischen und poetologischen Beschaffenheit von Endes Werk befasst. …

Tags: Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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3.

Ungeheuer und ihre Kritiker, Die: gesammelte Aufsätze
J.R.R. Tolkien

Hobbit-Presse (1987), C. Tolkien (Hrsg.), Klett-Cotta

ISBN 978-3-608-95257-5

Abstract: Im Vortrag „Beowulf: Die Monster und ihre Kritiker“ fordert Tolkien für den Umgang mit der bekanntesten altenglischen Dichtung überhaupt neue Maßstäbe ein, die sich an künstlerischer Absicht und Vorstellungswelt des unbekannten Autors orientieren, statt vorrangig nach Textvarianten, historischen Vorbildern und verwerteten „Bausteinen“ zu fragen. Damit ist nicht nur ein Richtungsstreit in der Philologie angesprochen, sondern wir erhalten auch Einblicke darin, wie sich Tolkien – gerade auch aus eigener Erfahrung als Erzähler – die zeitliche Tiefe in der Entstehung und Weitergabe einer „großen Geschichte“ und ihrer Motive vorstellt. Außerdem enthält dieser Band die Vorträge „Zur Übersetzung des Beowulf“, „Sir Gawain und der Grüne Ritter“, „Über Märchen“, „Ein heimliches Laster“ sowie „Rede zum Abschied von der Universität Oxford“.

Tags: Märchen->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, {04.2} Bestand/Papier, {09.1} im Verkauf / Blog

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Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 

Universitas Phantastica – Reflektion #19 – Owen Barfield, die Anthroposophie und die Phantastik …

Selbstreflektion - Intern

Mit diesem Essay möchte ich die Ausführungen zur Anthroposophie vorerst abschließen. Es bleibt zuvor aber noch Owen Barfield zu betrachten, der in der vorletzten Reflektion, „Reflektion #17 – Welten hinter der Wirklichkeit: Das Wechselspiel von Phantastik und Anthroposophie„, ebenfalls zur Sprache kam. Er stand als Gründungsmitglied der Inklings sowohl C. S. Lewis als auch J. R. R. Tolkien nahe und hatte als überzeugter Anthroposoph Einfluss auf die beiden Größen der Fantasy-Literatur. Sehen wir uns das also auch noch näher an: …

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Universitas Phantastica – Reflektion #18 – Schein und Sein in Phantásien …

Selbstreflektion - Intern

Die Arbeit zur Anthroposophie und zu Rudolf Steiner haben gezeigt, dass es sehr gewichtige Autoren gab, die dieser Bewegung nahestanden. Bei Michael Ende war mir das bis dahin nicht bewusst. Ich habe daher noch weiter recherchiert und bin auf einige Dokumente gestoßen, die ich euch gestern vorgestellt habe. Die bringen ein wenig Licht in das Verhältnis Michael Ende und Rudolf Steiner bzw. der Anthroposophie. Meine Überlegungen dazu habe ich in einem kleinen Essay festgehalten, dass ich euch nun vorstellen möchte …

Übrigens: Die „Reflektionen“ findet ihr auch gesammelt -> In der Übersicht

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Bibliotheca Universitas Phantastica #111 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 2. Juni und 3. Juni 2026

MGestern habe ich euch noch das ergänzende Material für die morgige Reflektion aufbereitet. Da mich die Nähe von Michael Ende zu Rudolf Steiner ein bisschen überrascht hat, habe ich noch ein bisschen nachgegraben und einige ergänzende Dokumente gefunden. Diese zeigen noch etwas deutlicher das Verhältnis von Michael Ende zu Rudolf Steiner und seine Nähe zur Anthroposophie. Ach ja, die „Stadträume – Traumstädte“ liegen der Bibliothek nun auch in Papier vor …


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-03-Neuerungen-Bericht

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Abstract: Vorliegende Untersuchung beschreibt die intertextuelle Auseinandersetzung des Kinder- und Jugendromans Die unendliche Geschichte mit ausgewählten Passagen aus den Theorien, Lehren und Konzepten des zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch seine Gesellschaft der Anthroposophie berühmt gewordenen alternativ-esoterischen Gelehrten Rudolf Steiner. Michael Endes Roman wie Rudolf Steiners Thesen beinhalten signifikante Mechanismen, Strukturen und Vorgehensweisen, die das Phänomen einer geheimen Schulung in höheres Wissen und damit in ,höhere Welten’ nach Rudolf Steiner am besten beschreibt. Einweihung, Initiation und Verinnerlichung stellen geheime und mystisch-mythische Wege vor, die einen neuen Bezug zum selbstverständlich gewordenen ,Ich’ bzw. zur eigenen unreflektierten Haltung und Seinsweise darstellen und in vorliegender Untersuchung im Detail behandelt werden. Als Conclusio wird das hohe Ziel einer kontinuierlichen Hellsichtigkeit erreicht, die nur auf dem von Steiner postulierten richtigen Weg in Erfahrung zu bringen ist und in gegenständlicher Untersuchung durch den Protagonisten von Die unendliche Geschichte Bastian Balthasar Bux, konsequent begangen wird. Es ist dies ein mitunter gefährlicher Scheideweg zwischen Wirklichkeit und Fantasie, zwischen einer möglichen ,höheren Welt’ nach Steiner, die nach den Erkenntnissen dieser Untersuchung in Michael Endes Fantasiewelt Phantásien aufzufinden ist, sowie deren Gegenwelt, die alltägliche Lebensrealität sowohl der Menschenwelt des Buches Die unendliche Geschichte als auch jene der Realität unserer eigenen Welt. Die Tatsache, dass der/die Leser/Leserin von Die unendliche Geschichte denselben Schulungs- und Einweihungsweg aus zweiter Hand durchmacht, dabei unbewusst den Theorien sowie Vorstellungskonzepten Rudolf Steiners folgt und sich so auf Erkenntnisse übersinnlicher Art einlässt, wird in dieser Arbeit aufgezeigt und bestätigt. …

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Diplomarbeit(en), Anthroposophie, Person->, Person->Ende, Michael, Person->Steiner, Rudolf, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

3.

T. Boyken und T. Scholz

Michael Ende – Poetik und Positionierungen (2023), T. Boyken, T. Scholz (Hrsg.), Springer Berlin Heidelberg: 1–12

ISBN 978-3-662-67731-5 978-3-662-67732-2

Abstract: Michael Ende ist eine Schlüsselfigur der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher gehörten seit den 1960er Jahren zu den Bestsellern der Bundesrepublik. Bis heute finden seine Texte große Resonanz, wie die Auflagenstärke seiner Bücher und deren zahlreiche Adaptationen, von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer bis zu Die unendliche Geschichte, belegen. Auch im Ausland ist Michael Ende einer der bekanntesten Autoren seiner Generation, mit eigens neu illustrierten Ausgaben in den USA und einem Michael-Ende-Archiv im Kurohime Märchenmuseum in Japan. Dass der Thienemann Verlag 2019 eine großformatige Prachtausgabe von Die unendliche Geschichte mit Illustrationen von Sebastian Meschenmoser herausgab, dürfte ein deutliches Zeichen der Relevanz und Aktualität seines Werks sein. Dagegen hängt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Michael Ende und seinen Texten deutlich hinterher. Zwar gibt es seit Mitte der 1970er Jahre Einzelstudien, die zumeist aus der Kinder- und Jugendliteraturforschung stammen – auch in den einschlägigen Lexika der Kinder- und Jugendliteratur hat der Autor seinen Platz –, doch fehlt es an einer systematischen Forschung, die sich mit der ästhetischen, literarischen und poetologischen Beschaffenheit von Endes Werk befasst. …

Tags: Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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2.

(2023), T. Boyken, T. Scholz (Hrsg.), Springer

ISBN 978-3-662-67731-5 978-3-662-67732-2

Abstract: Die Beiträge untersuchen Michael Endes Poetik und das Verhältnis des als Kinder- und Jugendbuchautor wahrgenommenen Autors zum literarischen und intellektuellen Feld der Bundesrepublik Deutschland. Dass sich Ende während seiner gesamten Schriftstellertätigkeit um die Anerkennung des literarischen und intellektuellen Feldes der Bundesrepublik bemüht hat, ist dokumentiert und Bestandteil des feuilletonistischen und akademischen Ende-Diskurses. Welche Strategien und Verfahren Ende für diesen Zweck einsetzte und in welchen Wechselbeziehungen diese zu seinem literarischen Werk stehen, wird hier erstmals systematisch untersucht. Dabei greifen die Beiträge sowohl auf Endes literarische Texte als auch auf seine (literatur-)theoretischen Reden aus, um Endes Poetik und seine Positionierungsstrategien zu konturieren. …

Tags: Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {00.2} Gesucht/Inhalt teilweise vorhanden

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4.

T. Josche

Anthroposophie Schweiz (2014)

Abstract: Artikel zum 85. Geburstag von Michael Ende …

Tags: Jubiläum->, Jubiläum->85. Geburtstag, Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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5.

Michael Endes Rudolf Steiner Rezeption Am Beispiel der Darstellung von Innenwelt in der Unendlichen Geschichte

(2009), VDM Verlag Dr. Müller

ISBN 978-3-8364-7290-6

Abstract: Michael Ende war Zeit seines Lebens beeindruckt von den Theorien Rudolf Steiners. Dies blieb nicht ohne Auswirkung auf sein literarisches Werk. Die vorliegende Arbeit beleuchtet den biographischen Kontakt Endes zu Steiner, sie schildert seine persönlichen Ansichten zu den Schriften Steiners und belegt, wie differenziert er diesen gegenüberstand. Darauf aufbauend wird dokumentiert, wo und auf welche Weise Ende Theorien Steiners modifiziert und so in sein literarisches Werk eingearbeitet hat. Der Text zitiert aus unveröffentlichten Interviews mit Roman Hocke, Winfried Hiller und Peter Boccarius. …

Tags: Anthroposophie, Person->, Person->Ende, Michael, Person->Steiner, Rudolf, Roman(e)->, Roman(e)->Titel->, Roman(e)->Titel: Die unendliche Geschichte (Ende), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {00.0} Gesucht

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Abstract: Dieser Arbeit liegt eine langjährige Beschäftigung mit dem Schriftsteller Michael Ende zugrunde, der gemeinhin der Phantastik zugeordnet wird.2 Ende ist laut Hajna Stoyans Dissertation ein „vieldiskutierte[r], in der Kritik sowohl für modern, sogar postmodern, als auch für reaktionär gehaltene[r] Autor“3. Er war gemäß Julia Voss, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „ein Leben lang systematisch unterschätzt“4 und müsste doch allein angesichts des weltweiten Erfolgs seiner Bücher in der Literaturwissenschaft mehr Beachtung finden. Wieland Freund kommt in der Welt am Sonntag gar zu dem Urteil, dass der Ende der 50er Jahre in und um München zusammengekommene Kreis der sogenannten Kinderbuchautoren Max Kruse, James Krüss, Otfried Preußler und Janosch Deutschland nachhaltiger geprägt habe – und zwar im positiven Sinne – als die Gruppe 47.5 Meine Arbeit soll zeigen, dass es keineswegs gerechtfertigt ist, Ende kurzschlüssig als „Kinderbuchautor“ abzuqualifizieren. Vielmehr wird der Wert und Rang seines Oeuvres erkennbar, wenn die Perspektive vergleichsweise neuer Theorien eingenommen wird, welche die klassische Hermeneutik ergänzen, indem sie sich der Wirkung des Textes auf den als „Mitschöpfer“ begriffenen Leser widmen. Die Vieldeutigkeit eines literarischen Textes wird dabei durchaus als etwas Positives begriffen. In diesem Sinne wende ich die Wirkungsästhetik des Anglisten Wolfgang Isers – hauptsächlich entwickelt im Akt des Lesens (1976) – auf ein mir besonders geeignet erscheinendes Buch Endes an, um darzulegen, dass es sich hierbei gemäß der Definition Umberto Ecos um ein „offenes“, d.h. zu vielen Interpretationen Anlass gebendes Kunstwerk handelt …

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Dissertation, Person->, Person->Ende, Michael, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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Abstract: Diese Arbeit hat zum Ziel den ernsthaften, vielseitig interessierten und sich um die Gesellschaft sorgenden Autor Michael Ende hinter seinem Image als phantastischer Kinderbuchschriftsteller zu zeigen. Mithilfe der kognitiven Hermeneutik soll sein Überzeugungssystem skizziert und sein Kunstkonzept dargestellt werden. Ausgehend von mehreren Interviews wird der Autor dabei oft selbst zu Wort kommen. Im zweiten Teil geht es darum, einige Einflüsse auf sein Überzeugungssystem darzulegen, welche sich auch in seinem Kunstkonzept widerspiegeln. Dabei ist versucht worden, ein relativ breites Spektrum seiner vermutlichen Beeinflussungen zu erfassen und an Aussagen und Einstellungen zu belegen. Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Umsetzung des Überzeugungssystems in der „Unendlichen Geschichte“. Es soll untersucht werden, ob Michael Ende seinem eigenen Kunstkonzept gemäß gehandelt hat und wie sich das Überzeugungssystem in dem Roman niederschlägt …

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Magisterarbeit, Person->, Person->Ende, Michael, Roman(e)->, Roman(e)->Titel->, Roman(e)->Titel: Die unendliche Geschichte (Ende), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital, Überzeugungssystem

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8.

„Versteinerungen“. Zu den Einflüssen der Anthroposophie Rudolph Steiners im Werk Michael Endes

(2020), GRIN Verlag

ISBN 978-3-346-12168-4

Abstract: Versteinerungen versammelt eine präsente Auseinandersetzung mit den Spuren anthroposophischer Einflüsse in Michael Endes Werk. Der Text beleuchtet, wie Rudolf Steiners Ideen in Endes erzählerischer Landschaft resonieren, sich vermischen und kritisch neu verhandeln. Das Werk eröffnet dabei eine historische Perspektive auf die Interferenzen von Esoterik, Spiritualität und moderner Dichtung und ordnet Endes literarische Figuren, Motive und Strukturmuster in den Kontext der Steiner-Inspirationen ein. Versteinerungen wird damit zu einem Ordnungsversuch, der literarische Zitate, philosophische Fragmente und biografische Bezüge in ein kohärentes Bild eines literarischen Versteinerungsprozesses bündelt. Dieses Buch untersucht die Spannungslinien zwischen Michael Endes Erzählkunst und den Denkfiguren Rudolf Steiners, die in Endes Werk in verschiedenen Formen mitschwingen: übernatürliche Räume, mythologische Archive, esoterische Symbolik und eine Tendenz zur Metamorphose von Sprache. Es analysiert, wie Endes Figurenwelt mit Steiners Vorstellungen von Wiedergeburt, Sinnsuche und der Transzendenz des Alltäglichen interagiert, und wie Endes Texte sowohl von Steiner inspirierte Konzepte adaptieren als auch eigenständige, kritische Perspektiven entwickeln. Originelle Close-Ups auf einzelne Romankapitel, Gedichtfragmente und Erzählstränge zeigen, wie Versteinerungen zu einer literarischen Karte wird, auf der Spiritualität, Sprache und Erinnerung miteinander ringen. Versteinerungen bietet eine konzentrierte, kenntnisreiche Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Michael Endes Erzählkunst und Rudolf Steiners anthroposophischen Anregungen. Der Text eröffnet eine neue Lesart, in der Sprache, Mythos und Spiritualität zu einem vielschichtigen Geflecht verschmelzen, das sowohl historisch als auch literarisch bedeutsam bleibt. Nils Waldmann führt als Autor der Arbeit eine feine analytische Linse auf die Schnittstelle von Literatur und esoterischer Tradition. Mit sensibler Detailarbeit und klarer Struktur untersucht er, wie anthroposophische Impulse in Endes Texten auftreten und welche Bedeutungen daraus resultieren. Seine Herangehensweise verbindet literaturwissenschaftliche Methodik mit einer historisch-kritischen Perspektive, um eine verständliche Debatte darüber zu ermöglichen, wie Spirituelles in Belletristik verarbeitet wird. …

Tags: Abschlussarbeit(en)->, Abschlussarbeit(en)->Bachelorarbeit, Anthroposophie, Person->, Person->Ende, Michael, Person->Steiner, Rudolf, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, {04.1} Bestand/Digital

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> 2026-06-03-Änderungen-Bericht

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1.

Stadtträume – Traumstädte: Tagungsband der 50. Jahrestagung des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung

Stadt in der Geschichte Band 47 (2024), R. Müller (Hrsg.), Vandenhoeck & Ruprecht

ISBN 978-3-647-31548-5

Abstract: Die Beiträge des Bands spannen einen weiten Bogen von Konzepten frühneuzeitlicher Ideal- und Planstädte bis zu Visionen von der Stadt der Zukunft. Sie beschäftigen sich u.a. mit Ideal- und Planstädten im deutschen Südwesten, mit der „kleinen Stadt“ im Umbruch zur Moderne, dem rechtlichen Rahmen der kommunalen Infrastrukturplanung im 19. Jahrhundert sowie dem urbanistischen Prestigeprojekt der DDR Halle-Neustadt. Das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und der Betonung lokaler Identitäten, die Probleme sozialer Segregation sowie die Vision einer humanen Stadt, in der gesellschaftliche Funktionalität und individuelle Wünsche vereinbar werden, verweisen auf gegenwärtige und künftige Herausforderungen. …

Tags: Architektur->, Architektur->Stadt-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Utopie/Dystopie, Utopie(n)->, {04.0} Bestand/Papier, {04.1} Bestand/Digital

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