Begleitende Literatur zur Phantastik #93: Geisteswelten – Hundley, Jessica (Hrsg.)

Hundley, Jessica (Hrsg.)
Geisterwelten Bibliothek der Esoterik
Taschen, Köln (2026)
ISBN 9783754405321
Zwischen Kunst, Kult und Jenseitssehnsucht: Eine Rezension zu Jessica Hundleys „Geisterwelten“…
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Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …

Die Herausgeberin: Chronistin des Verborgenen

Jessica Hundley, die als Autorin, Filmemacherin und Journalistin in Los Angeles lebt, hat sich in den vergangenen Jahren als maßgebliche Kuratorin an der Schnittstelle von Popkultur, Kunst und Esoterik etabliert. Für ihre Arbeiten (unter anderem in Vogue und im Rolling Stone) bekannt, zeichnet sie sich als Chefherausgeberin der Library of Esoterica durch einen erfrischend unvoreingenommenen Blick aus.
Hundley nähert sich den „Geisterwelten“ nicht als Missionarin des Übersinnlichen, sondern als Kulturwissenschaftlerin. Ihr gelingt es, die Fäden aus Ästhetik, Psychologie und Historie so zu verknüpfen, dass das Übernatürliche als integraler Bestandteil der menschlichen Kreativität begreifbar wird.
Jessica Hundley wird in Händlerbiografien als Autorin, Filmemacherin und Journalistin beschrieben, die sich mit Kunst und Gegenkultur befasst und ein besonderes Interesse an metaphysischen, psychedelischen und „magischen“ Dimensionen kultureller Ausdrucksformen hat.
Für den Band ist diese Rolle entscheidend: Eine Herausgeberin entscheidet, welche Traditionen, Bilder und Stimmen als repräsentativ erscheinen – und wie sie gerahmt werden. Aus der Beschreibung spricht eine Neigung zur poetischen, bildintensiven Vermittlung: Geister sind nicht nur Gegenstand der Aufklärung (im Sinne von Entzauberung), sondern Thema einer ästhetischen und existenziellen Erkundung. Der Band positioniert sich damit eher in einer Linie des Verstehens und Vergleichens als in einer Linie der Widerlegung.

… In diesem sechsten Band der „Bibliothek der Esoterik“ erkunden wir diese geheimnisvolle Passage aus dem Mutterschoß, die Reise zwischen den Welten, den sanften Schritt über die Schwelle und das zarte Lüften der heiligsten Schleier …
Auszug Vorwort

Historischer Hintergrund: Zeitliche Entwicklung des „Geisterhaften“

Die Buchbeschreibung betont „globale Mythologien“ und „Riten des Todes überall auf der Welt“. Um eine zeitliche Entwicklung sichtbar zu machen, lohnt es, das Geisterthema in großen historischen Linien zu betrachten.

Vormoderne: Geister als soziale und kosmische Ordnung

In vielen vormodernen Weltbildern sind Ahnen, Schutzwesen oder Dämonen keine Randerscheinung, sondern Teil einer Ordnung, die Alltag und Moral strukturiert. Geister markieren Bindungen (zu Vorfahren), Gefahren (Tabubrüche) oder Schutz (Haus- und Ortsgeister). Die zentrale Funktion ist häufig Integration: Gemeinschaften halten Erinnerung, Normen und Zugehörigkeit aufrecht, indem sie die Toten in Ritualen präsent halten.

Frühe Neuzeit: Kontrolle, Angst, Theologie – und der Kampf um Deutungshoheit

In Europa verschärfen sich zwischen 15. und 17. Jahrhundert Auseinandersetzungen um Dämonologie und Hexereivorstellungen; religiöse Konflikte und soziale Krisen verleihen dem Übernatürlichen politische Schärfe. Geister- und Dämonenglauben werden dabei oft zum Feld, auf dem Autorität, Abweichung und Angst verhandelt werden.

19. Jahrhundert: Spiritismus als Moderne des Jenseits

Im 19. Jahrhundert gewinnt der Spiritismus an Popularität. Charakteristisch ist die Nähe zu Medien und Technik: „Botschaften“ werden protokolliert, fotografische oder schriftliche Spuren sollen das Unsichtbare belegen. Hier zeigt sich eine neue Dynamik: Die Geisterwelt wird nicht nur geglaubt, sondern dokumentiert – oder zumindest in der Form dokumentarischer Praktiken inszeniert.

20. und 21. Jahrhundert: Geister als Sprache von Trauma, Erinnerung, Identität

In moderner Literatur, Film und Kunst erscheinen Geister oft als Metaphern für das Unabgeschlossene: für Trauer, historische Gewalt, verdrängte Schuld, koloniale Nachwirkungen. Das Geisterhafte ist dann weniger ein „Wesen“ als eine Form der Wiederkehr.
Geisterwelten scheint genau diese Breite anzusteuern: vom Dämonischen bis zum Engelhaften, von Ritualarchitektur („heilige Tempel“, „Denkmäler“) bis zu medialer Praxis (Séancen, Orakel) und visionärer Kunst.

Kernthema: Tod, Bindung, Gemeinschaft – die Geisterwelt als Beziehungsgeschehen

Die zweite Hälfte der Buchbeschreibung setzt einen starken Akzent: Geisterwelten „zelebrieren die Art und Weise, wie wir mit unseren Vorfahren und mit uns selbst verbunden sind“, indem wir Tote „anbeten, mythologisieren und ehren“.
Diese Perspektive ist literatur- und kulturwissenschaftlich zentral: Geister sind selten nur „Fremde“. Sie sind häufig Verwandte – oder zumindest Figuren der Nähe. Darin liegt eine anthropologische Grundfunktion: Rituale und Erzählungen über die Toten
  • ordnen Trauer (sie geben dem Verlust Form),
  • stiften Kontinuität (die Gemeinschaft endet nicht mit dem Tod),
  • verhandeln Schuld und Versöhnung (was bleibt unerledigt?),
  • erzeugen Identität (wer sind „wir“, wenn wir Herkunft erzählen?).
Wenn die Beschreibung von Altären, Gemeinschaften und geteiltem Schmerz spricht, wird die Geisterwelt als sozialer Raum sichtbar: Nicht nur „jenseits“, sondern zwischen Menschen – dort, wo Erinnerung als Praxis gelebt wird.

Rituale und Medien: Séance, Orakel, Wahrsagung als kulturelle Kommunikationsformen

Die Buchbeschreibung nennt „spirituelle Medien und Propheten“, „kunstvolle Séancen“, „Orakel und Wahrsager“, „Kristallkugeln“. Für eine sachliche Einordnung ist wichtig: Solche Praktiken lassen sich unabhängig davon, ob man ihren Wahrheitsanspruch teilt, als kulturelle Kommunikationsformen beschreiben.
Sie versprechen, dass Sinn nicht endet, wenn die empirische Erklärung aufhört. Gerade in Übergangssituationen (Tod, Krise, Angst) entsteht ein Bedarf nach Sprache, die mehr leisten will als Fakten. Die Geisterkommunikation erfüllt dann Funktionen wie:
  • Sinnstiftung: Warum ist etwas geschehen?
  • Handlungsorientierung: Was ist zu tun?
  • Entlastung: Wer trägt die Schuld?
  • Bindungsarbeit: Wie bleibt Beziehung möglich?
Damit wird verständlich, warum Geisterwelten das Thema ausdrücklich über Rituale erschließt: Rituale sind die Stelle, an der Weltbilder praktisch werden.

Kunst als Erkenntnisform: „Visionäre Kunst“ und die Ästhetik des Unsichtbaren

Die Ankündigung „mehr als 400 Werke visionärer Kunst“ verspricht, dass die Bildwelt nicht bloß begleitet, sondern argumentiert. Kunst kann im Feld des Geisterhaften eine besondere Aufgabe übernehmen: Sie macht etwas erfahrbar, das sich begrifflich entzieht.
Typische ästhetische Verfahren solcher Darstellungen sind (kulturübergreifend) Schwellenmotive, Licht/Schatten-Dramaturgien, Transparenzen, Spiegelungen, Verzerrungen, Ekstasebilder oder die Auflösung klarer Körpergrenzen. Nicht weil „Geister so aussehen“, sondern weil Kunst eine Sprache für Ambivalenz bereitstellt: zugleich anwesend und abwesend, zugleich vertraut und fremd.
Wenn Geisterwelten zudem den Bogen von „Dämonen“ zu „Engeln“ spannt, berührt es ein weiteres, historisch tiefes Prinzip: Geistwesen sind moralisch und emotional oft doppeldeutig. Das Übernatürliche kann bedrohen oder trösten, verführen oder schützen. Gerade diese Doppelstruktur erklärt, warum das Thema kulturgeschichtlich so zählebig bleibt.

Fazit

Aus Buchbeschreibung und bibliografischem Rahmen ergibt sich ein klares Profil: Geisterwelten will die Geisterwelt nicht als Kuriosum behandeln, sondern als großen Kulturraum, in dem Menschen seit Jahrhunderten (und über Kontinente hinweg) Fragen nach Tod, Wiedergeburt, Auferstehung, Erinnerung und Kontakt verhandeln.
Das Erkenntnisinteresse ist dabei weniger „Gibt es Geister?“ als vielmehr: Was tun Menschen, wenn sie mit dem Tod leben müssen – und welche Bilder, Räume, Rituale und Geschichten erfinden sie, um Beziehung über die Grenze hinweg zu denken?
In dieser Perspektive ist die Geisterwelt kein Ausflug ins Irrationale, sondern ein Spiegel kultureller Grundfragen. Der Band verspricht, diesen Spiegel nicht nur erklärend (Essay), nicht nur erzählend (Interview), sondern vor allem anschaulich (Kunst) zu entfalten – und dadurch eine verständliche, zugleich ernsthafte Annäherung an ein Thema zu ermöglichen, das so alt ist wie die Menschheit und doch in jeder Epoche neu Gestalt annimmt.
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links: Begriffsbox: (kurz erklärt) empfohlene Inhalte:
  • Hundley, Jessica (Hrsg.)
  • Geisterwelten
  • Bibliothek der Esoterik, Band 6
  • Taschen, Köln (2026)
  • gebundene Ausgabe
  • 518 Seiten
  • ISBN 9783754405321

Preisangaben Eurobuch

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  • keine

  • Verlagskatalog und Editionsrichtlinien des Taschen Verlags (Köln, 2026):

Buch:

Mit Essays, Interviews und mehr als 400 Bildern, von Höhlenmalereien bis hin zu zeitgenössischen Werken der Channeled Art, öffnet Spirit Worlds verschlossene Türen und führt uns durch Labyrinthe ins Mysteriöse, in jenseitige Reiche und in Dimensionen, die direkt hinter unserer eigenen liegen. …

Quelle: Webpräsenz Tschen Verlag


  • Jessica Hundley, Website

Webpräsenz:

Jessica Hundley ist eine Geschichtenerzählerin. In ihren Texten, ihrer journalistischen Arbeit, ihren Filmen und ihrer Tätigkeit als Kreativdirektorin beschäftigt sie sich intensiv mit Erzählkunst, Musik, Gegenkultur, Magie und Psychedelia. …

Quelle: Webpräsenz Jessica Hundley


  • Esoterik: Sammelbegriff für Lehren und Praktiken, die „verborgenes“ oder nur Eingeweihten zugängliches Wissen beanspruchen. In der Kulturgeschichte umfasst das sehr unterschiedliche Felder (von religiösen Traditionen bis zu modernen Sinn- und Selbsttechniken). Der Begriff wird je nach Kontext wertneutral beschreibend oder kritisch gebraucht.
  • Mythologie: Bestand an Erzählungen, Bildern und Symbolen, durch die Gemeinschaften Ursprung, Ordnung und Grenzerfahrungen (z. B. Tod, Schuld, Schicksal) deuten. „Globale Mythologien“ meint hier: unterschiedliche kulturelle Traditionen, die jeweils eigene Jenseits- und Geistvorstellungen ausbilden.
  • Ahnenkult / Ahnenverehrung: Rituale, in denen Verstorbene als weiterhin wirkmächtige Mitglieder einer Gemeinschaft verstanden werden. Dazu gehören Gedenkpraktiken, Opfergaben, Altäre, Feste oder bestimmte Regeln des Umgangs mit Namen, Bildern und Grabstätten.
  • Ritual: Wiederholte, symbolisch aufgeladene Handlung (z. B. Trauer- und Bestattungsriten), die soziale Bindung stiftet, Übergänge markiert und Sinn ordnet. Rituale „tun“ etwas: Sie strukturieren Zeit, Gemeinschaft und Emotion.
  • Séance: (meist spiritistische) Sitzung, in der Teilnehmende versuchen, mit Verstorbenen oder Geistwesen zu kommunizieren. Unabhängig vom Wahrheitsanspruch ist die Séance kulturwissenschaftlich interessant als soziale und mediale Inszenierung von Kontakt.
  • Spiritistisches Medium: Person, die behauptet, Botschaften aus einer nicht-sichtbaren Sphäre (z. B. von Verstorbenen) empfangen und übermitteln zu können. In der Geschichte des Spiritismus sind Medien zentrale Figuren, weil sie „Übersetzung“ zwischen den Sphären versprechen.
  • Orakel / Wahrsagung: Praktiken, die Zukunft oder verborgene Zusammenhänge deuten sollen (z. B. durch Karten, Symbole, Trance, Objekte wie Kristallkugeln). Kulturgeschichtlich dienen Orakel häufig der Entscheidungsfindung und Sinnstiftung in unsicheren Lagen.
  • Jenseitsvorstellung: Kulturelle Modelle davon, was nach dem Tod geschieht (Weiterleben, Wiedergeburt, Auferstehung, Auflösung, Ahnenexistenz usw.). Solche Vorstellungen sind eng mit Ethik, Gemeinschaft und Trauerarbeit verbunden.
  • Visionäre Kunst: Kunst, die innere Bilder, Trance-, Traum- oder Offenbarungserfahrungen thematisiert und häufig das Unsichtbare (Geister, Engel, Dämonen, Zwischenreiche) darzustellen versucht. „Visionär“ beschreibt dabei primär eine ästhetische Haltung – nicht den Beweis eines metaphysischen Sachverhalts.
  • Schwelle / Liminalität: Begriff aus der Ritual- und Kulturtheorie für Übergangszonen („dazwischen“), in denen alte Ordnungen aufgehoben und neue möglich werden. In Geistererzählungen ist die Schwelle ein Leitmotiv: zwischen Leben und Tod, Mensch und Geist, Diesseits und Jenseits.
  • Aliens und Außerirdische, Seite 346-368

siehe auch (Auszug):


Die letzten 3 Artikel:


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Universitas Phantastica – Reflektion #26 – Das Reich des Denkbaren: Das Metagenre „Fantastik“ als Spiegel der Wirklichkeit …

Learn More-internWer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).

Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …

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Bibliotheca Universitas Phantastica #117 – Neues aus der Bibliothek

Neuzugänge und Veränderungen

am 19. bis 21. Juni 2026

MFantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen.  Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …


Neuzugänge:
als Html-Ansicht-> 2026-06-21-Neuerungen-Bericht

1.

Hanns Heinz Ewers
H.J. Galle

Fantasia 072-073Fantasia (EDFC) 72–73 (1993), F. Schröpf (Hrsg.), EDFC: 95–128

ISBN 3-924443-59-9

Abstract: Biograpie und Bibliographie …

Tags: Bibliographie(n)->, Bibliographie(n)->personenbezogen, Biographie(n)->, Biographie(n)->Fremdbiographien->, Biographie(n)->Fremdbiographien->Ewers, Hanns Heinz, Magazin(e)->, Magazin(e)->Fantasia (EDFC), Person->, Person->Ewers, Hanns Heinz, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier+Digital

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2.

Bücher, Bücher, Bücher, Bücher

2026 (2026), Genossenschaft der Internet-Antiquare  eG (Hrsg.), Genosenschaft der Internet-Antiquare  eG

Abstract: Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2026 …

Tags: Antiquariat, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

3.

Die Schöne und das Biest
T. Höhl

Fantasia 072-073Fantasia (EDFC) 72–73 (1993), F. Schröpf (Hrsg.), EDFC: 223–269

ISBN 3-924443-59-9

Abstract: Das Ende einer Serie …

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Fantasia (EDFC), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, TV->, TV->Serie(n)->, TV->Serie(n)->Die Schöne und das Biest, {04.2} Bestand/Papier+Digital

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4.

Dracontius Romul. 10 (Medea): Einleitung, Text, Übersetzung und Kommentar
H. Kaufmann

Wissenschaftliche Kommentare zu griechischen und lateinischen Schriftstellern (2006), Universitätsverlag Winter

ISBN 978-3-8253-5142-7

Abstract: Der detaillierte wissenschaftliche Kommentar zu Dracontius‘ Romul. 10 (Medea) (um 500 n. Chr.) eröffnet einen Einblick in die mythologische Dichtung des nordafrikanischen Dichters der De laudibus Dei. Neben der Erörterung von sprachlichen Aspekten (z.B. von Elementen der traditionellen Dichtersprache, spätlateinischen Wendungen, prosodischen Besonderheiten), der Diskussion von Motiven und textkritischen Überlegungen stellt er Dracontius‘ Mythenversion, in der Medea in erster Linie als Menschen opfernde Dianapriesterin auftritt, in direkten Bezug zum götterkritischen Epilog des Kurzepos und lotet dabei Dracontius‘ freien Umgang mit den früheren Mythenfassungen aus. Dem Kommentar liegt eine neue kritische Ausgabe des Textes zugrunde, die zusammen mit der ersten vollständigen deutschen Übersetzung präsentiert wird. …

Tags: Mythen->, Mythen->griechisch, Mythen->griechisch->Medea, Mythologie->, Mythologie->griechische, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

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5.

Fantasia 1264e – Gehört und gelesen
Klaus-Michael Vent

Fantasia (EDFC) 1264 (2026), EDFC

Abstract: im neuen Fantasia stellt uns Klaus-Michael Vent Hörbücher, Bücher und Comics vor, plus eine Krimigeschichte …

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Fantasia (EDFC), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.1} Bestand/Digital

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6.

Künstliche Intelligenz – Wann übernehmen die Maschinen?
K. Mainzer

Technik im Fokus (2016), Springer

ISBN 978-3-662-48452-4 978-3-662-48453-1

Abstract: Jeder kennt sie. Smartphones, die mit uns sprechen, Armbanduhren, die unsere Gesundheitsdaten aufzeichnen, Arbeitsabläufe, die sich automatisch organisieren, Autos, Flugzeuge und Drohnen, die sich selber steuern, Verkehrs- und Energiesysteme mit autonomer Logistik oder Roboter, die ferne Planeten erkunden, sind technische Beispiele einer vernetzten Welt intelligenter Systeme. Sie zeigen uns, dass unser Alltag bereits von KI-Funktionen bestimmt ist. Auch biologische Organismen sind Beispiele von intelligenten Systemen, die in der Evolution entstanden und mehr oder weniger selbstständig Probleme effizient lösen können. Gelegentlich ist die Natur Vorbild für technische Entwicklungen. Häufig finden Informatik und Ingenieurwissenschaften jedoch Lösungen, die sogar besser und effizienter sind als in der Natur. Seit ihrer Entstehung ist die KI-Forschung mit großen Visionen über die Zukunft der Menschheit verbunden. Löst die „künstliche Intelligenz“ also den Menschen ab? Dieses Buch ist ein Plädoyer für Technikgestaltung: KI muss sich als Dienstleistung in der Gesellschaft bewähren. …

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7.

Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2024

(2024), C. Roxin, F. Schleburg, G. Sperveslage, H. Vollmer (Hrsg.), Hansa

ISBN 978-3-941629-37-0

Abstract: Das 54, Jahrbch setzt, wie der Dortmunder Kongress, den es dokumentiert, ganz zeitgemäß einen politischen Schwerpunkt. Malte Ristau stellt Karl Mays frühen Lieferungsroman über das rebellische Geschlecht derer von Quitzow in den Zusammenhang deDas 54, Jahrbch setzt, wie der Dortmunder Kongress, den es dokumentiert, ganz zeitgemäß einen politischen Schwerpunkt. Malte Ristau stellt Karl Mays frühen Lieferungsroman über das rebellische Geschlecht derer von Quitzow in den Zusammenhang der Hohenzollern-Propaganda des Deutschen Kaiserreichs. Johannes Zeilinger spürt dem Verhältnis von historischer Realität und Orientklischee im mehrfach zu beklemmender Wirkung gebrachten Motiv der schiitischen Leichenkarawane nach. Gleich vier Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit der Winnetou-Trilogie: Stefan Mühlhofer wägt weltanschauliche Verlautbarungen des Erzählers und zeitgebundene Stereotype im Text kritisch gegeneinander ab. In die Tiefe geht Helmut Schmiedt mit der Analyse eines interkulturellen Streitgesprächs, das der junge Old Shatterhand mit der überraschend gut informierten und beredsamen Häuptlingstochter Nscho-tschi vom Zaun bricht. Anna M. Horatschek gelangt zu einer ausgewogenen Bewertung der unterschwelligen rassistischen Signale, die auch explizit kolonialismuskritische Autoren wie Karl May und Joseph Conrad aussenden. Thomas Glonings exemplarische Betrachtungen zum Wortschatzprofil zeigen, wie ergiebig und aufschlussreich corpuslinguistische Methoden und die historische Semantik für die literaturwissenschaftliche Interpretation sein können. Zur Rezeptionsgeschichte forschen Thilo Scholle, der umfangreiches Quellenmaterial zur Beurteilung Karl Mays in der deutschsprachigen Sozialdemokratie bis 1933 vorlegt, und Friedhelm Schneidewind, der mit einem Fragebogen seinen Einfluss auf Autorinnen und Autoren der heutigen Fantasyliteratur zu quantifizieren versucht. Die Jahresberichte von Helmut Schmiedt, Michael Kunz und Gunnar Sperveslage über Mays Fortleben in Wissenschaft und Literatur, in den populären Medien, in den Aktivitäten der Karl-May-Gesellschaft und der Arbeit anderer Institutionen lassen erkennen, wie engagiert und unvoreingenommen sich die Szene der aktuellen akademischen und gesellschaftlichen Debatte über systemischen Kolonialismus und Rassismus im May-Kosmos stellt. Diese Diskussion bedarf, wie alle hier versammelten Aufsätze beweisen, gründlicher textlicher und biographischer Kenntnisse und eines differenzierten Instrumentariums. Mit ideologischen Schnellschüssen und schlagzeilenträchtigen Pauschalisierungen wird man weder Karl May noch seiner (hoffentlich auch künftigen) Leserschaft gerecht.r Hohenzollern-Propaganda des Deutschen Kaiserreichs. Johannes Zeilinger spürt dem Verhältnis von historischer Realität und Orientklischee im mehrfach zu beklemmender Wirkung gebrachten Motiv der schiitischen Leichenkarawane nach. Gleich vier Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit der Winnetou-Trilogie: Stefan Mühlhofer wägt weltanschauliche Verlautbarungen des Erzählers und zeitgebundene Stereotype im Text kritisch gegeneinander ab. In die Tiefe geht Helmut Schmiedt mit der Analyse eines interkulturellen Streitgesprächs, das der junge Old Shatterhand mit der überraschend gut informierten und beredsamen Häuptlingstochter Nscho-tschi vom Zaun bricht. Anna M. Horatschek gelangt zu einer ausgewogenen Bewertung der unterschwelligen rassistischen Signale, die auch explizit kolonialismuskritische Autoren wie Karl May und Joseph Conrad aussenden. Thomas Glonings exemplarische Betrachtungen zum Wortschatzprofil zeigen, wie ergiebig und aufschlussreich corpuslinguistische Methoden und die historische Semantik für die literaturwissenschaftliche Interpretation sein können. Zur Rezeptionsgeschichte forschen Thilo Scholle, der umfangreiches Quellenmaterial zur Beurteilung Karl Mays in der deutschsprachigen Sozialdemokratie bis 1933 vorlegt, und Friedhelm Schneidewind, der mit einem Fragebogen seinen Einfluss auf Autorinnen und Autoren der heutigen Fantasyliteratur zu quantifizieren versucht. Die Jahresberichte von Helmut Schmiedt, Michael Kunz und Gunnar Sperveslage über Mays Fortleben in Wissenschaft und Literatur, in den populären Medien, in den Aktivitäten der Karl-May-Gesellschaft und der Arbeit anderer Institutionen lassen erkennen, wie engagiert und unvoreingenommen sich die Szene der aktuellen akademischen und gesellschaftlichen Debatte über systemischen Kolonialismus und Rassismus im May-Kosmos stellt. Diese Diskussion bedarf, wie alle hier versammelten Aufsätze beweisen, gründlicher textlicher und biographischer Kenntnisse und eines differenzierten Instrumentariums. Mit ideologischen Schnellschüssen und schlagzeilenträchtigen Pauschalisierungen wird man weder Karl May noch seiner (hoffentlich auch künftigen) Leserschaft gerecht

Tags: Medien->, Medien->Medienart->, Medien->Medienart->Jahrbuch, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier

8.

Der Einfluss von Karl May auf zeitgenössische deutschsprachige phantastische Autor*innen
F. Schneidewind

Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2024 (2024), C. Roxin, F. Schleburg, G. Sperveslage, H. Vollmer (Hrsg.), Hansa: 245–262

ISBN 978-3-941629-37-0

Abstract: Eine Untersuchung und ihre Ergebnisse …

Tags: Medien->, Medien->Medienart->, Medien->Medienart->Jahrbuch, Person->, Person->May, Karl, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier

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9.

Fantasia 072-073

Fantasia (EDFC) 72–73 (1993), F. Schröpf (Hrsg.), EDFC

ISBN 3-924443-59-9

Tags: Magazin(e)->, Magazin(e)->Fantasia (EDFC), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier+Digital

10.

Das Ende der utopischen Literatur
K. Steinmüller

Fantasia 072-073Fantasia (EDFC) 72–73 (1993), F. Schröpf (Hrsg.), EDFC: 41–53

ISBN 3-924443-59-9

Abstract: Ein themengeschichtlicher Nachruf auf die DDR-Science-Ficion …

Tags: Geographie->, Geographie->Europa (GE)->, Geographie->Europa (GE)->DDR, Magazin(e)->, Magazin(e)->Fantasia (EDFC), Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Fantasy, Sekundärliteratur->Phantastik, {04.2} Bestand/Papier+Digital

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11.

Das Mörderische neben dem Leben: Ein Wegbegleiter durch die Welt der Kriminalliteratur
T. Wörtche

(2008), Libelle

ISBN 978-3-905707-21-2

Abstract: Ein „Roman-Verführer“ auf dem Feld der Kriminalliteratur TWs Ranking: 10 deutschsprachige Autoren, 15 internationale Romane. Das 20. Jahrhundert der Kriminalliteratur Das Mörderische und das Komische. Über das Lachen in Romanen von Dashiell Hammett, Jonathan Latimer, Eric Ambler, Chester Himes, Joseph Wambaugh, Ross Thomas, Robert Littell, Edmund Crispin, Pieke Biermann, Joe R. Lansdale, Reginald Hill, Jerome Charyn, Jean-Patrick Manchette, William Marshall, Paco Ignacio Taibo, Rubem Fonseca, Mongo Carl Hiaasen u. a. Das Versagen der Kategorien. Über Georges Simenon SPRENGFALLEN. Eric Amblerund die Poetik des Pragmatischen It Does Make Sense! Chester Himes und sein 20. Jahrhundert in den USA und Europa Die Verweigerung von Eindeutigkeit. Der argentinische Illustrator Alberto Brecciaund sein graphic novel. The Making of metro. …

Tags: Literatur->, Literatur->Kriminal-, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

12.

Desaster as usual
T. Wörtche

Das Mörderische neben dem Leben: Ein Wegbegleiter durch die Welt der Kriminalliteratur (2008), Libelle: 155–172

ISBN 978-3-905707-21-2

Abstract: Science-Fiction, Kriminalliteratur und eine ungeklärte Nachbarschaft …

Tags: Literatur->, Literatur->Kriminal-, Science Fiction->, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

Veränderungen (Korrekturen, Ergänzungen):
als Html-Ansicht-> 2026-06-21-Änderungen-Bericht

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1.

Poetik der Science-fiction: Zur Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung
Darko Suvin

Suhrkamp Taschenbuch: Phantastische Bibliothek 31 539 (1979), Suhrkamp Verlag

ISBN 3-518-37039-1

Abstract: Verfremdung und Erkenntnis Zur Definition der literarischen Gattung Utopie Einleitung zur älteren SF-Geschichte Die Hinwendung zur Antizipation: Radikale Rhapsodie und romantischer Rückschlag Der Liberalismus dämpft die Antizipation: Die Raumbewältigungsmaschinen Die Partizipation des Sonnendurchbruchs: Traum, Vision oder Alpdruck? Einleitung zur neueren SF-Geschichte H. G. Wells als Angelpunkt der SFTradition Die Zeitmaschine im Gegensatz zur Utopie als Strukturmodell für die SF Karel Üapek oder die Fremdlinge in unserer Mitte u. a. …

Tags: Person->Wells, H.(erbert) G.(eorge), SF-Tradition, Tradition(en)->, Utopie(n)->, Zeit(en)->-maschine(n), [08] Import BookCat, {04.0} Bestand/Papier, {09.1} im Verkauf / Blog

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2.

Dracontius Romul. 10 (Medea): Einleitung, Text, Übersetzung und Kommentar
H. Kaufmann

Wissenschaftliche Kommentare zu griechischen und lateinischen Schriftstellern (2006), Universitätsverlag Winter

ISBN 978-3-8253-5142-7

Abstract: Der detaillierte wissenschaftliche Kommentar zu Dracontius‘ Romul. 10 (Medea) (um 500 n. Chr.) eröffnet einen Einblick in die mythologische Dichtung des nordafrikanischen Dichters der De laudibus Dei. Neben der Erörterung von sprachlichen Aspekten (z.B. von Elementen der traditionellen Dichtersprache, spätlateinischen Wendungen, prosodischen Besonderheiten), der Diskussion von Motiven und textkritischen Überlegungen stellt er Dracontius‘ Mythenversion, in der Medea in erster Linie als Menschen opfernde Dianapriesterin auftritt, in direkten Bezug zum götterkritischen Epilog des Kurzepos und lotet dabei Dracontius‘ freien Umgang mit den früheren Mythenfassungen aus. Dem Kommentar liegt eine neue kritische Ausgabe des Textes zugrunde, die zusammen mit der ersten vollständigen deutschen Übersetzung präsentiert wird. …

Tags: Mythen->, Mythen->griechisch, Mythen->griechisch->Medea, Mythologie->, Mythologie->griechische, Sekundärliteratur->, Sekundärliteratur->Märchen/Sagen, Sekundärliteratur->begleitende Literatur, {04.2} Bestand/Papier

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3.

Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2025

Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2025 (2026), C. Roxin, F. Schleburg, L. Thüring, H. Vollmer (Hrsg.), Hansa

ISBN 978-3-941629-39-4

Tags: Medien->, Medien->Medienart->, Medien->Medienart->Jahrbuch, Person->, Person->May, Karl, {00.0} Gesucht

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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 
 
 

Fantasy #20 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Fantasia, Nr. 72-73, EDFC, Passau (1993) – Schröpf, Franz (Red.)

Schröpf, Franz (Red.)
Fantasia Nr. 72-73
EDFC, Passau (1993)
ISBN 3924443599

Zwischen Fandom und Literaturwissenschaft: Die Publikationsreihe „Fantasia“ des Ersten Deutschen Fantasy Clubs (EDFC)

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Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …


Historischer Hintergrund und zeitliche Entwicklung

Um die Bedeutung von Fantasia 72-73 zu verstehen, ist ein Blick auf die Historie der deutschen Phantastik-Szene unerlässlich. Der Erste Deutsche Fantasy Club (EDFC) wurde bereits 1978 in Passau gegründet. Zu dieser Zeit steckte die Rezeption von Fantasy-Literatur in Deutschland noch in den Kinderschuhen; das Genre wurde im Literaturbetrieb häufig als reine Trivialliteratur abgetan.

Die Publikationsreihe Fantasia entwickelte sich über die Jahrzehnte hinweg von einem einfachen Vereinsorgan (Fanzine) zu einer professionell gestalteten, im Buchhandel erhältlichen Reihe. …


… Fantasia enthält Amateur-Kurzgeschichten, Gedichte, Artikel über Fantasy und deren Randgebiete, ferner Diskussionsbeiträge, umfangreiche Buch- und Filmbesprechungen, Hinweise auf Neuerscheinungen auf dem deutschen Fantasymarkt und Illustrationen. Neben den normalen Magazin-Ausgaben erscheinen auch häufig erscheinen Themennummern.…
Auszug aus der Website des EDFC (14.6.2026)

  • Die Anfänge (1980er Jahre): Fokus auf Clubnachrichten, kurze Rezensionen und erste Gehversuche lokaler Autoren.
  • Die Konsolidierungsphase (1990er bis 2000er Jahre): Die Reihe öffnet sich verstärkt sekundärliterarischen Arbeiten. Namhafte Kritiker und Übersetzer wie Franz Rottensteiner publizieren hier fundierte Essays über internationale Größen wie Stanisław Lem, H.P. Lovecraft oder J.R.R. Tolkien.
  • Die Moderne (Ausgaben im Bereich 70+): Die Bände, zu denen auch die Doppelnummer 72-73 gehört, etablierten sich als dicke Paperbacks. Doppelnummern wurden vom Verlag strategisch eingesetzt, um thematische Schwerpunkte umfassend
  • Die Digitale (Ausgaben ab der Nummer 222e+): Seit der Nummer 222e im Jahre 2009 erscheint die Reihe nur mehr als eBook und diese ist auch seit 2015 kostenlos zu beziehen. Die Bestellung erfolgt einfach über: edfc@edfc.de…

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Bibliographisch: Antiquarisch:relevante Buchteile:weiterführende Links:

  • Franz Schröpf (Red.)
  • Fantasia Nr. 72-73
  • EDFC, Passau (1993)
  • Taschenbuch
  • 350 Seiten
  • ISBN 3924443599

Preisangaben Eurobuch – derzeit aber leider auch antiquarisch vergriffen

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    Thomas Höhl, Franz Schröpf (Herausgeber(in)): „Die Schöne und das Biest“. In: Thomas Höhl (Autor/in) (Hg.): Fantasia, 1993, Nr. 72/73. Bd. 072/073. O. O.: Erster Deutscher Fantasy Club e.V. (EDFC) 1993 (= Fantasia (EDFC)),  S. 223.
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    Karlheinz Steinmüller: „Das Ende der utopischen Literatur“. In: Franz Schröpf (Hg.): Fantasia 072-073. Passau: EDFC 1993 (= Fantasia (EDFC) 72–73),  S. 41–53.
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    Heinz J. Galle: „Hanns Heinz Ewers“. In: Franz Schröpf (Hg.): Fantasia 072-073. Passau: EDFC 1993 (= Fantasia (EDFC) 72–73),  S. 95–128.

  • Fantasia 72-73 im Repository

Sekundärliteratur …
Bedeutung: Bibliographische Daten des Buches und der drei relevanten Artikel darin (siehe auch Abteilung (Related“)Quelle: Zotero-Webpage (t.sebesta's Library)


  • Internet Speculative Fiction Database (ISFDB)

Onlinequelle …
Bedeutung: Bibliographische Datenbank zur Verifizierung von Editionsdaten, Ausgabenverzeichnissen und historischen Publikationsreihen im Bereich der Spekulativen FiktionQuelle: ISFDB


  • Offizielle Dokumentation des Ersten Deutschen Fantasy Clubs e.V. (EDFC):

Onlinequelle …
Bedeutung: Primärquelle für Vereinsgeschichte, Publikationsindizes und VerlagsstrukturQuelle: EDFC


siehe auch (Auszug):


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p style=“text-align: justify“ data-tadv-p=“keep“>Die letzten fünf Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 

Universitas Phantastica – Reflektion #25 – Die Erzähltechnik des Entrelacement: Die DNA des modernen Worldbuilding …

Learn More-internTauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.

Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …

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