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Jetzt bin ich bei Merlin hängengeblieben … warum eigentlich?

Sebastian Stoye - Zwiegesichtige Zauberer

Sebastian Stoye – Zwiegesichtige Zauberer

Ohhh, Mann/Frau (gendern nicht vergessen :)),  – ich hätte so viele Themen über die ich schreiben will auf Lager und im Schreib-SUS (Stapel ungeschriebener Schriften – warum immer nur SUB?) – muss ich jetzt beim Thema Merlin hängenblieben —***Seufzt***— warum?

Merlin – ein großer Name, aber wieso eigentlich?

Neulich hatte ich den Band 17 der „Inklings“-Reihe zur Bearbeitung vor mir liegen. Bibiographische Daten in die Datenbank schaufeln. Dazu gehört auch die Erfassung von Inhaltswerken und Verknüpfungen zu anderen Veröffentlichungen.

Da stolpere ich über den Artikel von Karl Hepfer „Merlin im Spiegel der Moderne“. Ich kann gar nicht sagen, was mich reizte den Artikel genauer unter die Lupe zu nehmen. Jedenfalls war’s mit lesen einfach nicht getan. Ich verstand njente – nichts. Den Rest des Beitrags lesen »

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Achim Hildebrand ist schuld …

indexNun hat mir die Reihe „Zwielicht“ bis jetzt schon immer gefallen. Die neue Nummer 8 beschäftigt mich jedoch jetzt schon eine ganze Weile. Schuld daran ist Achim Hildebrand – ganz eindeutig.

Sein Artikel „Der Heiler des Bösen“ hat so nach und nach eine Kettenreaktion ausgelöst. So weit, dass ich sogar überlege das Thema „Algernon Blackwood“ in meine eigene Reihe „Treffpunkt Phantastik – Tummelplatz deutschsprachiger Sekundärliteratur“ aufzunehmen.

Achim Hildebrand hat hier ein Essay über insgesamt sechs Kurzgeschichten verfasst, welche im Stile von Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes verfasst wurden. Was auch, wie Hildebrand vermutet, der Grund war, warum Blackwood sie trotz Erfolg nicht weiterführte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Du kannst dich nicht verstecken, es findet dich …

… wenn es Zeit ist.

Gestern hat sich wieder bestätigt, was ich schon seit langen Jahren immer wieder erleben konnte. Es gibt für alle seine eigene Zeit. Und da führt kein Weg vorbei!

Was war geschehen:
Ich bekam eine E-Mail über die Kommentar-Funktion der „Über-„Seite dieses Blogs. Ein Blog-Leser schrieb mir unter dem Namen „Thomas R.P. Mielke“ folgendes Mail:

978-3-95451-774-9…Guten Tag,
ist finde dieses Seite ziemlich anspruchsvoll und daher auch gut. Dennoch frage ich mich, warum die „Ursuppe“ heutiger Fantasy überhaupt nicht erwähnt wird. Ich meine den ORLANDO INNAMOTATO von Boiardo und die Fortschreibung als ORLANDO FURIOSO von Ludovico Ariosto.
Gruß aus Spandau …

Ooooh …, da war Feuer am Dach. Wie konnte sich jemand anmaßen meine Blogführung zu kritisieren und gar fehlende Werke urgieren. Das mir, der ich mit 120% nicht zufrieden bin. Na warte. Nun, als cholerischer Hupfauf (Wüterich) ich habe, ohne dem Ganzen allzugroße Bedeutung zuzumessen folgende (geharnischte) Antwort übermittelt: Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Sache mit den Proletariern …

Wie schon einige Zeit zuvor angesprochen stellen Paul Ferstl und Thomas Walach in  der Einleitung von Fantasy Studies folgende Frage:

Das grosse Mittelerde-Lexikon

Zitat:“ … Sind nicht  – wenn überhaupt jemand – die Orks das Proletriat Mittelerdes, das nur noch aus seiner Abhängigkeit befreit werden müsste und stattdessen aus der Sicht von kleinbürgerlichen oder aristokratischen Reaktionären verteufelt wird? …

Ich denke, die beiden gehen da mit dem Wort „Proletariat“ etwas zu schmissig (sorgos) um. Siehen wir uns einmal die WIKIPEDIA zu diesem Thema an: Den Rest des Beitrags lesen »

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Peter Wilfert: Einleitende Gedanken zur Fantasy – Teil 1

Der Goldmann Fantasy Foliant I, herausgegeben 1983 von Peter Wilfert, enthält ein Vorwort des Herausgebers zur Serie Fantasy Foliant und darüber hinaus die Wiedergabe eines Interviews das Peter Wilfert  dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels gegeben hatte.

Goldmann Fantasy Foliant I
Die damals neue Serie

Dazu merkte er an: „… Die dort aufgezeigten – und zugegebenermaßen subjektiven – Maßstäbe, Definitionen und Auswalkriterien für die Goldmann Fantasy-Reihe und für diesen Band sollen durch den Abdruck möglichst viele zum Nachdeneken und Diskutieren über Fantasy anregen…“

Nun auch 35 Jahre nach diesem Vorwort ist es anregend darüber zu reden. Abgesehen davon, dass es natürlich auch Werbung für Goldmann und die neue Fantasy-Reihe darstellt gibt es schon Ansatzpunkte für eine rege Diskussion.

Neu war mir zu Beispiel, der Bezug auf den russischen Literaturwissenschaftler Jurij Lotman (1922-1993) (den ich bis dahin nicht auf dem Radar hatte) und auf dessen strukturelle Textanalyse (Informationen zu diesem angesprochenen Aufsatz wären mir sehr hilfreich).

Kurz und schematisch dargestellt:

  1. Horror/Grusel/Schauer beschreibt zuerst die reale Welt und dann, wie in diese Welt ein übernatürlicher Kosmos mit Gespenstern und Dämonen einbricht, deren Existenz bekanntlich in der realen Welt verneint wird.
  2. Science Fiction entwirft eine Nicht-reale Welt. Teile der Lebenserfahrung des Lesers, aus der realen Welt, sind aber nur weitergedacht und in die Zukunft verlegt.
  3. Fantasy in ihrer echten (?) Form zeigt nur eine nicht-reale Welt. Dies ohne Bezüge auf unsere Reale.

Fantasy hätte demnach als einzige Form keinerlei Bezug oder Brücken zur realen Erfahrung des Lesers. Somit wäre Fantasy die extremste Form der Fuchtliteratur. Und hier schießt sich eine wohlbekannte, immer wieder bemühte, Diskussion an. Sind dies Romane für Eskapisten?

Frank Weinreich - polyoinos

Frank Weinreich – polyoinos

Schon 1939 veteidigte Tolkien die Fantasy ganz vehement gegen diesen Vorwurf:
„… „Wieso sollte jemand verachtet werden, der sich im Gefängnis befindet und versucht, herauszukommen und heimzugehen? Oder, sofern das nicht geht: wenn er über andere Themen nachdenkt und spricht als über Wärter und Kerkermauern?“…“ (nach: Frank Weinreich: Über Märchen. Tolkiens Sicht des Phantastischen. In: polyoinos.de, Oktober 1999.)

Und Wilfert stellt fest, dass Tolkiens Intention für Mittelerde war, ein positives, hoffnungvolles, natürliches Weltbild aufzuzeigen. Dies sei Tolkiens Grund gewesen, Mitteerde zu erschaffen. Für Toklien sei es die Abwendung von „Roheit und Häßlichkeit des modernen Lebens“ gewesen.

Für Peter Wifert ist der Wirklichkeitsbezug, durch das Angebot einer „alternativen Welt“, durch den Leser selbst zu meistern und leisten. Wobei er die „Heroic Fantasy“ oder „Sword and Sorvery“ in Grund und Boden verdammt. Diese leiste genau das nicht, dass durch den Vergleich mit dieser Welt, Erfahrungen und Erkenntnisse gestiftet werden.

Wird fortgesetzt …

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