Kategorie: 01-Universitas Phantastica

Fragen über Fragen – wer kann helfen #2: Warum tut man sich so schwer Kinder- und Jugendlichenliteratur als Phantastik zu verorten?

Ist Phantastik für Kinder (k)eine andere Phantastik?

Im Zuge der letzten Frage „Keine Fantasy in der DDR und autoritären Staaten?“ ist mir ein altes „Hoppala“ wieder aufgefallen. Kinderliteratur, teilweise auch Jugendliteratur mit phantastischem Einschlag wird sehr oft nicht der Phantastik zugerechnet. Zugegeben, Kinderliteratur ist schon ein eigenes Kapitel der Literatur, aber was hat das mit der Genrezugehörigkeit zu tun? …


Ich würde Kinderliteratur jetzt nicht als Genre klassifizieren. Sondern als übergeordnete Spezifikation. Als Beispiele sollen uns einige Auszüge aus der Forendiskussion bei SF-Forum dienen, wobei es mir weniger darauf ankommt, wer das Statement abgegeben hat, sondern was gesagt wurde, weil es meines Erachtens stellvertretend für unzählige andere Äußerungen steht – auch auf anderen Foren, Websites und Blogs …

Phantastik, die nicht SF ist, war am ehesten noch ein Kinderbuchgenre, hier hatten wir durch die Übersetzungen der Smaragdenstadt-Bücher aus dem Russischen etwa eine solide Basis, zu den Eigenproduktionen zählen die zwei Bücher um Carola Huflattich, ersterer eine Gespenstergeschichte (aber kein Horror oder Grusel), zweiterer ein Plagiat von „Planet der Affen“ mit deutlichem Science-Fantasy-Touch. Erwachsenwerden hiess, in der Ideologie der DDR, auch, sich vom Irrationalismus zu verabschieden. Erst die Wiederentdeckung von Autoren wie Gustav Meyrink änderte das allmählich. Die DDR ging allerdings schneller unter, als sie diese Änderung hätte umfassend vollziehen können.

von L.N. Muhr » Mittwoch 11. August 2021, 10:34

Man konnte auch Allegorien verfassen und Märchen waren gern gesehen, vermutlich aufgrund der sehr reichen russischen Märchentradition, die auch die Kommunisten sich nicht auszulöschen trauten, vielleicht auch weil Märchen ja Literatur für Kinder waren…

von Doop » Mittwoch 11. August 2021, 11:21

Daran hatte ich auch gedacht, aber natürlich ist Band 1 ein unverschämtes Plagiat des Buchs von L. Frank Baum (die Folgebände gehen dann eigene Wege), und wurde eben nicht als Fantasy veröffentlicht, sondern bei der Kinderliteratur. Da, wo auch Lindgren stand, die ja nun auch phantastische Elemente in ihren Büchern hatte.

von Doop, Mittwoch 11. August 2021, 15:51

Michael Endes Unendliche Geschichte und Momo wurden überhaupt nicht als Fantasy, sondern als Kinderbuch gehandelt und stellten hohe finanzielle Risiken des Verlags dar.…

von Uschi Zietsch » Mittwoch 11. August 2021, 19:27

… es wurde als Kinderliteratur vermarktet, nicht als Fantasy.

von Doop » Montag 16. August 2021, 12:24
Davon abgesehen ist Fantasy ein Genre, Kinderliteratur eher nicht. Ich kann nicht für den westlichen Buchmarkt reden, aber im Osten wurden bei Jugendbüchern Genres nur in Ausnahmefällen zugeordnet, …von L.N. Muhr » Montag 16. August 2021, 12:44

Das Problem dürfte auch institutioneller Art sein. Meines Wissens hat die Phantastische Bibliothek Wetzlar eine große Sammlung von Kinderliteratur (Ich war leider noch nicht persönlich vor Ort). Die Villa Phantastica in Wien hingegen lehnt es ab phantastische Kinderliteratur in den Bestand aufzunehmen. Teils weil man sich von der Menge der anfallenden Textbestände fürchtet und, teils weil man sich nicht bewusst ist, wie wichtig diese Spezies von Literatur für die Phantastik ist (meiner unmaßgeblichen Meinung nach). Siehe auch weiterführende Links…!!!

Ist also die Kinderliteratur (inkludiert mit Phantastik) etwas ganz Eigenes und sollte es das auch bleiben oder sollte man sich im Phantastiklager vermehrt um diese Form der Phantastik kümmern und besser in den Blickpunkt rücken? Schätzt man phantastische Kinderliteratur zu wenig? Ist Kinderliteratur nur was für Spezialisten?


Ich lade alle jene ein, die zu diesem Thema etwas Konstruktives beitragen können in den Kommentaren ihre Meinung, Statement oder Erkenntnisse zu hinterlassen oder sich in der Facebook-Gruppe Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“ an einer allfälligen Diskussion zu beteiligen.

Danke für eure Beteiligung


weiterführende Links:
  • [Artikel] Phantastische Kinder- und Jugendliteratur

Die phantastische Kinder- und Jugendliteratur kennzeichnet im Allgemeinen ein Aufeinandertreffen der realen, gewöhnlichen und einer magischen, irrationalen Welt (sogenanntes Zwei-Welten-Modell). Im Gegensatz zu Horror- und Schauergeschichten, die wegen ihrer Wirkung auch nur zum Teil für Kinder und Jugendliche geeignet sind, wird der Leser bei der rein phantastischen Geschichte über die außergewöhnlichen Begebenheiten der magischen Welt nicht aufgeklärt. Weiterhin wird vorliegend das im weitesten Sinn zur Phantastik gehörende Science-Fiction-Genre nicht behandelt und nur als Referenz hinzugezogen (zur Unterscheidung beider siehe dort). …

Auszug Artikel


  • [Download] (Masterarbeit) Die phantastische Welt der  phantastischen Kinder- und Jugendliteratur – von Zinaida Dzanic – auf othes.univie.ac.at

Das Thema dieser Masterarbeit wird sein, die phantastische Kinder- und Jugendliteratur zu erklären und zu beschreiben. Dabei werde ich die verschiedenen Segmente eines phantastische Kinder- und Jugendbuches nehmen und sie einzeln analysieren. Um die einzelnen Bausteine eines phantastischen Kinder- und Jugendbuches richtig erklären zu können, werde ich mich auf die Thesen verschiedener Theoretiker, wie Gerhard Haas, Günter Lange und Wolfgang Meißner, stützen.

Auszug Artikel


  • [Download] (Magisterarbeit) Phantastik und Realismus

    In Kinder- und Jugendliteratur nach 1945 – von Erika Maier  – auf uni-konstanz.de

Der phantastische Gehalt in Kinder- und Jugendliteratur von 1945 bis heute wird immer mächtiger. Dabei wird die realistische Anschauung in den Hintergrund gedrängt und dem Kind oder auch dem Jugendlichen die Möglichkeit zugestanden dieser Realität, seiner bekannten Welt, zu entfliehen. Viele Möglichkeiten zur Identifikation und Motive mit Wiedererkennungswert lassen das Kind oder den Jugendlichen sich leicht in der sekundären Welt zurechtfinden. Daneben wird in neueren Werken weniger die Vorstellungskraft des lesenden Kindes gefordert. Vielmehr machen Verfilmungen vieler phantastischer oder auch von Fantasywerken deutlich, dass weniger die Phantasie des Rezipienten gefragt ist, denn die Aktion des Protagonisten an sich. Und so präferiert der kindliche Leser immer mehr die Gewissheit des Sehens gegenüber der mühsamen Vielschichtigkeit der Vorstellungskraft.

Auszug Artikel


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Fragen über Fragen – wer kann helfen #1: Keine Fantasy in der DDR und autoritären Staaten?

Gab es wirklich keine Fantasy in der DDR? WARUM?

Im Science Fiction Jahr 1991 lese ich im Artikel „Eine Blume im Sturm“ von Udo Klotz und Michael Matzer auf Seite 108:

Diese Lage ist nicht nur für die Steinmüllers fatal, sondern auch für das Buch: Es handelt sich um den ersten echten Fantasyroman der DDR, und der wäre vor der Wende von einiger Bedeutung für die dortige Entwicklung des Genres gewesen. …

Auszug `Blume im Sturm', Seite 103-111

In diesem Esssay geht es um „Die Situation der DDR-Science Fiction nach der „Wende“.

Heißt das, dass es in der gesamten DDR kein „echter“ Fantasyroman geschrieben wurde? Und was ist ein echter Fantasyroman in diesem Zusammenhang?

Mir ist schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass es in der DDR eigentlich nur Bibliographien zur Science Fiction gab. Eine Bibliographie zur gesamten Phantastischen Literatur der DDR, also auch Horror, Fantasy, Märchen, Utopie, Fabel, usw.) wurde abgebrochen (wurde hier schon thematisiert).

Siehe dazu: Bibliographien #24 – Zeile für Zeile, Eintrag für Eintrag : Gesamtbibliographie der Phantastischen Literatur der DDR – Bianca Birk

Kann man daraus ableiten (und vielleicht auch für andere Ostblock-Staaten), dass in autoritären Ländern keine oder kaum Fantasy geschrieben wird und was heißt das Literaturgeschichtlich?…


Ich lade alle jene ein, die zu diesem Thema etwas Konstruktives beitragen können in den Kommentaren ihre Meinung, Statement oder Erkenntnisse zu hinterlassen oder sich in der Facebook-Gruppe Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“ an einer allfälligen Diskussion zu beteiligen.

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Die letzten Artikel des Blogs:


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Universitas Phantastica – Info, Quellen, Hinweise #8 – Phantastische Bibliothek Suhrkamp

Sekundärliterarische Inhalte in der Phantastischen Bibliothek

Die Verlagsreihe „Phantastische Bibliothek“ des Suhrkamp-Verlages dürfte wohl jedem einigermaßen an Phantastik Interessierten ein Begriff sein. Die Reihe, die zwischen 1980 und 1998 von Franz Rottensteiner betreut wurde veröffentlichte 366 Titel in Phantastik, Science Fiction und Horror. Offiziell wurden 370 Bandnummern vergeben, aber leider erschienen nicht alle davon bis zur Einstellung. Die Nummern 275, 276, 343 und 364 erblickten nicht das Licht der Welt. Sie enthält aber auch alle 26 Bände der von Kalju Kirde herausgegebenen Reihe „Bibliothek des Hauses User“, die zwischen 1969 und 1975 im Insel-Verlag erschienen sind.

Die Reihe prägte viele „Phantasten“ und führte so manchen an die Thematik heran. Nicht unmaßgeblich verantwortlich dafür waren auch die sekundärliterarischen Texte, die neben den primärliterarischen Veröffentlichungen einen nicht unbeträchtlichen Teil der Reihe ausmachten. Unter sekundärliterarisch verstehe ich hier sowohl die Haupttexte, als auch Vor- und Nachwörter, Einführungen, Einleitungen und Hinweise, die den Texten beigegeben wurden.

Forum Phantastische Literatur
Forum Phantastische Literatur

Angeregt durch die Reihenvorstellung im Internet-Forum „Phantastische Literatur“, welches das Nachfolgeforum des bekannten Horror-Forums ist, unter dem Titel „Phantastische Bibliothek Suhrkamp (1978-2000)„, möchte ich diese sekundärliterarischen Texte hier gesondert sammeln, um einen Überblick über das in der Reihe vorhandene Material zu geben. Diese Texte werde ich hier einbringen, primärliterarische Texte werden nicht angeführt werden. Ein solcher Überblick wurde von mir gesucht, aber nicht gefunden. Eine nicht unmaßgebliche Hilfe bei der Bearbeitung dieses Konvoluts an Texten war die Zusammenstellung von Klaus Meintesberger unter

Klaus Meintsberger Datenbank Phantastische Bibliothek Suhrkamp
Klaus Meintsberger Datenbank Phantastische Bibliothek Suhrkamp
 
 
 

 

 

DIe Bibliograhie des Suhrkamp Verlages 1950-2000Nicht minder auch „Die Bibliograhie des Suhrkamp-Verlages 1950-2000“ (Frankfurt/Main (2002) ISBN 3518411640), welche (fast) alle Erscheinungen des Verlages im betreffenden Zeitraum beinhaltet und in Bezug auf Reihennummerierung und ISBN-Inhalten eine wichtige Nachschlagequelle darstellt.

Ein großer Teil der Bände liegt mir vor bzw. wurde über die „Villa Fantastika“, der großen phantastischen Bibliothek in Wien, eingesehen. Ich bedanke mich bei der Gelegenheit bei den beiden Bibliothekar*innen für die äußerst freundliche, hilfsbereite und kompetente Unterstützung, die sie mir in dieser Angelegenheit angedeihen ließen.

Neben den beiden Reihen Phaicon und Polaris, die als Almanache konzipiert sind, liegen einige Bände vor, die im Besonderen von und über Stanislaw Lem und H. P. Lovecraft geschrieben wurden. Auch die drei Bände von Klaus Völker (Vampire, Werwölfe und künstliche Menschen) liegen in eigenen Ausgaben vor. Erwähnenswert ist auch das Lexikon der phantastischen Literatur von Rein A. Zondergeld. Es wurde aber auch nicht auf allgemeine Abhandlungen über die phantastische Literatur vergessen, wie z.B. Becher’s Aufsätze zur phantastischen Literatur.

Insgesamt gesehen beinhalten 99 Bände von 366 Büchern sekundärliterarische Inhalte von oben beschriebenem Inhalt. Das sind immerhin 27 % und das ist, in Bezug auf die sonstige Ausbeute in der Genreliteratur, reichlich. Auch die Qualität der oft als „niederrangig“ betrachteten Vorwörter, Nachwörter und Anmerkungen, die in den Büchern veröffentlicht wurden, betrachte ich als sehr hoch und jedenfalls mehr informativ als die, oft als Good-Will verfassten, Vor- und Nachwörter in anderen Veröffentlichungen, die als Seitenfüller betrachtet werden können.

Franz Rottensteiner hat hier eine Verlags- und Buchreihe geschaffen, die heutzutage gleichartiges schwer vermissen lässt …

Wer also Interesse am Ergebnis meiner Arbeit hat – hier das Ergebnis:

oder jetzt verbessert – Bibliographie und Index der Sekundärliteratur in der Phantastischen Bibliothek Suhrkamp


Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • keine
  • [Artikel] Die „Phantastische Bibliothek“ in der WIKIPEDIA

    Die Phantastische Bibliothek ist eine Buchreihe des Suhrkamp Verlags und enthält Werke der Phantastik, Science-Fiction, aber auch der Horrorliteratur.

    Die ersten Bände erschienen ohne Reihenzählung: die ersten Bände des Almanachs Phaïcon im Insel-Verlag (seit 1963 bei Suhrkamp) oder der Almanach Polaris im Suhrkamp Verlag. Erst die 3. Auflage von Nacht und Schimmel erschien 1978 offiziell als erster Band der Phantastischen Bibliothek in ihrem charakteristischen violetten Äußerem.[…] Auszug Artikel


  • [Bibliographie] Verzeichnis der 370 Bände bei Klaus Meinetsberger

Phantastische Bibliothek Suhrkamp  ×  Verzeichnis der Bände 1 bis 370* nach Nummern und Autoren  ×  mit Inhaltsverzeichnis der einzelnen Bände[…]
Auszug Artikel

  • [Bibliographie] Die „Phantastische Bibliothek“ auf sf-hefte.de

    In der Spalte „Bemerkung 2“ ist gegebenenfalls angegeben, ob der Zyklus zu einer ‚größeren Serie‘ gehört, wie z.B. die Drachenlanze-Romane oder dass es sich um einen Sammelband mit mehreren Romanen handelt.[…] Auszug Artikel

 


… und zu den letzten Artikel im Blog:


Weiterführendes:


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Universitas Phantastica – Info, Quellen, Hinweise #7 – Sigmund Freud – „Das Unheimliche“

Erlebt? Bloß vorgestellt? Erlesen?…

Das Essay von Sigmund Freud „Das Unheimliche“ ist wohl eines der wegweisensten wenn es um das Gefühl des Schreckhaften, der Angst und des Grauen Erregenden geht. Erst unlängst habe ich bei Literaturkritik.de eine Webversion dieses Essays gefunden und möchte euch dieses nicht vorenthalten …

Essay "Das Unheimliche" von Sigmund Freud

 

Ein solches ist das „Unheimliche“. Kein Zweifel, daß es zum Schreckhaften, Angst- und Grauenerregenden gehört, und ebenso sicher ist es, daß dies Wort nicht immer in einem scharf zu bestimmenden Sinne gebraucht wird, so daß es eben meist mit dem Angsterregenden überhaupt zusammenfällt. Aber man darf doch erwarten, daß ein besonderer Kern vorhanden ist, der die Verwendung eines besonderen Begriffswortes rechtfertigt. Man möchte wissen, was dieser gemeinsame Kern ist, der etwa gestattet, innerhalb des Ängstlichen ein „Unheimliches“ zu unterscheiden.[…] Auszug Essay

Wenn man sich mit Horror, Schauer und Geister in der Literatur beschäftigt, dann sollte dieses Essay sicherlich auch zur Lektüre gehören, um die Grundlagen zu kennen, die diese Genre bestimmen …

 


Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • keine
  • [Artikel] „Unheimlich“ in der WIKIPEDIA

    Das Unheimliche (englisch uncanny, französisch Inquiétant, l’inquiétante étrangeté) ist als Gefühl des Schreckhaften, Angst und Grauen Erregenden nicht auf den Bereich ästhetischer Erfahrung beschränkt, sondern beunruhigt den Menschen als verstörende Irritation nicht selten in alltäglichen Situationen. […] Auszug Artikel


  • [Artikel] Die Angst in uns selbst -Über das Unheimliche: Psychoästhetik im Angesicht der Krise – Von Florian Lehmann auf literaturkritik.de

Was aber ist ‚das Unheimliche‘ eigentlich? Als Phänomen entsteht es im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung eines bürgerlich-privaten Erlebnisraums. Dieser Raum des Eigenen generiert ein Refugium der Heimlichkeit, das insbesondere im familiären Bereich kulturgeschichtliche Relevanz entfaltet. Die frühe englische gothic fiction zeugt von der horriblen Anfälligkeit jener Privatheit im Literarischen wie das obige Beispiel zeigt.[…] Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Unheimliche / Gespenster – Schauerliteratur und die schwarze Romantik – Der ‚Gespenster-Hoffmann‘ auf etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de

    • Das Unheimliche, das dem Leser oder der Zuschauerin Schauer über den Rücken laufen lässt, ist spätestens seit der ‚schwarzen Romantik’ und der gothic literature gegen Ende des 18. Jahrhunderts präsent, die etwa durch Horace Walpole und seinen 1764 erschienenen Roman The Castle of Otranto mitgeprägt wurden. Ihre Merkmale sind Handlungen voller Rätsel und finsterer magische Vorgänge, denen fluchbeladene, in Geheimnisse verstrickte Figuren ausgeliefert scheinen. Typische schauerromantische Requisiten und morbide Topoi sind einsame, verfallenen Schlösser und schaurige oder groteske Gestalten und nächtliche Szenerien.[…] Auszug Artikel


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Weiterführendes:


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Universitas Phantastica – Definitionen #3 -Michael Pehlke/Norbert Lingfeld -> Science Fiction

 

Beittragsbild Definitionen„Roboter und Gartenlaube“ ist eines der frühen prägenden Werke zur Science Fiction. Oft als Referenz herangezogen schwirrt es noch immer durch die Lande der Definitionen und bietet einen Einblick in die frühen Versuche die Definition der Science Fiction voranzubringen …

Eines der bekanntesten früheren Werke zur Science Fiction, auch eines, in seiner Zeit, viel zitierten Werke ist wohl

Michael Pehlke / Norbert Lingfeld
Roboter und Gartenlaube
Ideologie und Unterhaltung in der Science-Fiction-Literatur

Micheal Pehlke/Norbert Lingfeld - Roboter und Gartenlaube. Ideologie und Unterhaltung in der Science-Fiction-Literatur

Auf Seite 16 im Kapitel „Count Down (Allgemeine Einführung in die Problematik der SF)“ schreiben sie:

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