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Vampir, Werwolf und sonstige Unwesen #3 – Das Böse in Gestalt

Diesemal geht’s nicht ganz so böse zu. Themen sind Homoerotik in der europäischen Schauerliteratur, das neue IF-Magazin für angewandte Fantastik und  – ganz dürfen die Bösen nicht fehlen – Wahrheit und Legende über die Fürsten der Finsternis. Also, viel Neues in der dunklen Welt …


Dino Heicker - Gespenster und Geschlechter

Dino Heicker – Gespenster und Geschlechter

Dino Heicker
Gespenster und Geschlechter
Homoerotik in der europäischen Schauerliteratur
Bibliothek rosa Winkel, Sonderreihe Wissenschaft
MännerschwarmSkript, Hamburg (2004), broschiert, 280 Seiten
ISBN 3935596588

1804 konnte die Lektüre von Schauerliteratur für „unsittliche Schwärmereyen“ verantwortlich gemacht werden. 200 Jahre später offenbaren die unterhaltsam-schaurigen Geschichten ihre unterschwellige transportierten Botschaften, in denen es nicht selten um verpönte Formen der Sexualität geht.

Dino Heicker stellt bekannte und weniger bekannte Autoren vor und zeigt, dass es in der phantastischen Literatur auch nur all zu oft um chiffrierte (männliche) Homoerotik geht …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 15.00 EUR, größter Preis: 105.45 EUR, Mittelwert: 76.10 EUR


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Vampir, Werwolf und sonstige Unwesen #3 – Das Böse in Gestalt

Ein Werk, das sich zwar hauptsächlich  mit Weiblichkeit und Tod beschäftigt, aber  ein Essay zum Thema weiblicher Vampir beinhaltet. Dann ein Buch über die dunklen Gestalten in Literatur- Medien- und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt über die Ästhetik des Horrors – ein Klassiker. Gruselige Informationen zu Hauf‘ …


Renate Berger/Inge Stephan - Weiblichkeit und Tod in der Literatur

Renate Berger/Inge Stephan – Weiblichkeit und Tod in der Literatur

Renate Berger/Inge Stephan (Hrsg.)
Weiblichkeit und Tod in der Literatur
Böhlau, Köln/Wien (1987), broschierte Ausgabe, 298 Seiten
ISBN 3412030872

In diesem Buch sind vielleicht zwei Essays zur Phantastik sekundärliterarisch besonders interessant:

  • Silvia Volckmann – „Gierig saugt sie seines Mundes Flammen“. Anmerkungen zum Funktionswandel des weiblichen Vampirs in der Literatur des 19. Jahrhunderts
  • Regula Venske – „Dieses eine Ziel werde ich erreichen …“. Tod und Utopie bei Marlen Haushofer

Darüber hinaus noch zehn Essays zum Thema Weiblichkeit und Literatur, zB: die Detektivin, Weiblichkeitsbilder in der antiken griechischen Literatur, usw. …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 14.00 EUR, größter Preis: 66.20 EUR, Mittelwert: 28.00 EUR


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Vampir, Werwolf und sonstige Unwesen #2 – Das Böse in Gestalt

Die Wandlung der Vampirin im Lauf der Jahrhunderte, eine Lektüre nach deren Konsum man sich erst recht in die Arme der Vampire wirft und eine Arbeit zu einer vergessenen Bestie in der deutschen Literatur. Alle haben eines gemeinsam – Bitte nicht im Dunklen und an einsamen Orten lesen. Könnte fatal sein …


Angelika Schnoder - Blutsaugerinnen und Femmes Fatales

Angelika Schnoder – Blutsaugerinnen und Femmes Fatales

Schnoder Angelika
Blutsaugerinnen und Femme Fatales
Weibliche Vampire bei Leopold von Sacher-Masoch, Joseph Sheridan Le Fanu und Bram Stoker
Ubooks, Diedorf (2009), Taschenbuch, 144 Seiten
ISBN 9783866081017

Die Dämonisierung des Weiblichen reicht bis in die Antike zurück.

Bis heute ziehen uns die Vampirinnen in ihren Bann, ob als literarische Schauergestalten oder als verführerische Leinwandvamps.

Die Autorin zeigt in  diesem Buch die Wandlung der Vampirin im Laufe der Jahrhunderte, von ihrem mythischen Ursprung bis zur betörenden und unwiderstehlichen Femme Fatal. …

 

 

 

 

 

 

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 0.89 EUR, größter Preis: 42.20 EUR, Mittelwert: 5.00 EUR


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Ein Kommentar

Vampir, Werwolf und sonstige Unwesen #1 – Das Böse in Gestalt

eWas wäre die Phantastik und speziell die Fantasy ohne das böse Getier das da rumkreucht und fleucht – uns an Blut, Fleisch oder sonstiges will? Auch für Vampir, Werwolf und Unwesen aller Art hat die Sekundärliteratur ihre dunklen Ecken bereitgestellt. Schön leise, damit wir nicht mehr wecken als uns lieb ist – pst, pst, aaargghhh …

Naja, so schlimm ist’s auch wieder nicht. aber einiges zum Thema Vampirismus liegt da schon auf meinem Scheibtisch. Markus Heitz verrät uns alles über Blutsauger, dass Vampire unter uns sind ist ein altes Thema und hochwissenschaftliches zum Thema darf natürlich auch nicht fehlen. Laßt es euch schmecken …


Markus Heitz - Vampire! Vampire!

Markus Heitz – Vampire! Vampire!

Markus Heitz
Vampire! Vampire!
Alles über Blutsauger
Piper, München/Berlin/Zürich (2015), ungekürzte Taschenbuchausgabe, 222 Seiten
ISBN 9783492280501

Die Vampire sind unter uns. Doch woher stammen sie eigentlich, wann wurden sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt, was sind ihre Stärken, Schwächen, Geheimnisse – und wie kann man sie besiegen?

Markus Heitz weiß das alles und läßt uns daran teilhaben…

Tatsache ist, das wenige Menschen über den Hintergrund der Vampire – den tief verwurzelten Glauben, der die Menschen vor allem auf dem Balkan beherrschte – Bescheid wissen …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 1.28 EUR, größter Preis: 18.02 EUR, Mittelwert: 9.99 EUR


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Größling, Andreas: Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung

Drachenwelten. Geister der Schöpfung und Zerstörung
Andreas, Gößling: Drachenwelt – Geister der Schöpfung und Zerstörung, Piper München/Zürich (2003), ISBN 3492265022

Andreas Gößling hat unter dem Pseudonym Pietro Bandini bislang vier Bücher veröffentlicht. Darunter war das Buch Drachenwelt. Geister der Schöpfung und Zerstörung, welches 1996 im Weitbrecht-Verlag erschienen ist. Dieses Buch wurde 2003 als erweiterte Taschenbuchausgabe und auch als Ebook von Piper, unter seinem richtigen Namen, neu aufgelegt.

… Denn vom Genozid an den Drachen hat sich unser abendländischer Lebensraum bis heute nicht erholt. … (Drachenwelten, Seite 283)

Diese Buch liegt  mir hier vor und ich muss sagen, dass ich einigermaßen überrascht war, als ich das Buch aufschlug und begann mich damit auseinanderzusetzen. Eigentlich um meine Recherchearbeiten zu meinem eigenen „Drachenbuch der Sekundärliteratur“ weiterzubringen fand ich darin Aussagen, welche die Richtung meiner eigenen Ausführungen zur Sekundärliteratur der phantastischen Drachen eine etwas andere Richtung einschlagen ließen. Ich musste die Betrachtungen auf Grund dieses Buches zeitlich viel früher ansetzen.

„Was haben Drachenmythen mit unserer heutigen Welt noch zu tun?“ – fragt unter anderem Andreas Gößling. Die Antwort auf eine der unzähligen Fragen die Größling aufwirft, gelingt vorgegriffen, nur bedingt. Diese Rückschlüsse des Autors auf die heutige Zeit gehen in der Flut der Mythenbetrachtung ein bisschen unter.

Größing legt seine Drachenformen sehr grundsätzlich und zeitlich sehr früh an. Er postuliert im Grunde genommen , das die Schöpfung der Welt nicht der Beginn alles Seins war. Seine Ausführungen zielen auf das Vorhandensein von Urgöttern vor dem biblischen Gott. Auch babylonische, indische und überhaupt asiatische Mythen ließen sich in dieses Postulat mit aufnehmen. Jahwe nutzt den Urdrachen um die Schöpfung zu formen. Die dramatische Vorgeschichte vor „Es werde Licht …“ wird von der Bibel veschwiegen.

Dabei wird sehr bewußt die Rolle des weiblichen Prinzips beleuchtet, welches in den meisten Fällen in Zuge der Schöpfungsgeschchte vom männlichen Prinzip, und das meist sehr martialisch, abgelöst wird. Der Ausgangspunkt der Götterwelten ist bei Gößling zumeist überhaupt ein hermaphroditischer Drache. Wobei es meiner Meinung nach fraglich ist, ob dabei immer ein Drache im Sinne der heutigen Auslegung dabei gemeint ist.

Trotzdem führt Gößling seinen Drachen, als mythisches Wesen, in seinem Sinne folgerichtig bis in die heutige Zeit und man bekommt eine Ahnung davon, warum die Gestalt des Drachen einfach nicht umzubringen ist. Warum der Drache schon jahrtausendelang im Geist der Menschen überlebt. Auch wenn er kein faktisches Wesen ist.

Anfangs bereitet der Autor einiges Kopfzerbrechen in der Art und Weise wie er Drachen und Engel verbindet. Aber der wirkliche AHA-Effekt liegt auch darin, dass Gößling die unterschiedlichen Mythen der Welt, sei es europäischer, asiatischer oder auch amerikanischer Provenienz sehr einprägend gegenüberstellt. Die Erkenntnis der Ähnlichkeiten verblüfft teilweise und öffnet neue Zugänge.

Gößling betrachtet  biblische, babylonische, griechische, indische, chinesische, japanische und zoroastrische Drachenmythen in eindringlicher Gründlichkeit und bezieht auch die Drachen der Gnosis, der Inquisition und des Nordens mit in seine Überlegungen ein.

Normalerweise müßte man bei diesem Thema befürchten sehr trockene Kost vorgesetzt zu bekommen. Das weiß Größling jedoch zu vermeiden. Aber, Frühstückslektüre ist sein Buch beileibe nicht. Es erfordert schon ein gerütteltes Maß an Arbeit um das angebotene Wissen auch konkret verarbeiten zu können. Aufgelockert durch Auszüge aus der entsprechenden Literatur schafft es der Autor jedoch den Leser bei der Stange zuhalten.

Dem Drachen-„Interessierten“ bietet das Buch die Möglichkeit das Thema Drache sozusagen vom „Anbeginn der Zeit“ zu verfolgen. Es kann Grundlage zu weiterführenden Studien sein und bietet durch seine Gründlichkeit zahlreiche Startpunkte um die verschiedensten Thesen zu Drachen nachzuverfolgen.

Größing mag mit diesem Buch auch provozieren, nicht jeder Linie seiner Argumentation mag man folgen, aber schon als Überblick, als Querschnitt durch die Schöpfungsmythen, hat das Buch seine Berechtigung.

… Drachen sind der Inbegriff all dessen, was den absoluten Herrschaftsanspruch des Sonnengottes in unserem Himmel und in unseren Köpfen bedrohen – deshalb wird niemand sie je erschlagen können. Aber zugleich sind sie unendlich viel mehr: die mächtigen Hüter all jener nichtrealen Wirklichkeiten, die der von mathematischer Magie behexte Verstandesgott so beharrlich wie vergeblich zu zertrümmern versuchte….(Drachenwelten, Seite 283)

 

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