Kategorie: Phantastik – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig

Phantastik #67 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Quarber Merkur 122 – Franz Rottensteiner (Hrsg.)

Franz Rottensteiner
Quarber Merkur 122
Lindenstruth, Gießen (2022)
ISBN 9783934273122
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik

Leider dieses Mal etwas verspätet kommt auch die Vorstellung des neuen Quarber Merkur mit der Nummer 122. Tja, das Ausscheiden aus dem aktiven Dienst hat auch seine Tücken, wenn die Post noch an die alte Arbeitsstelle versandt wird. Dafür war aber die Spannung darauf auch schon riesig. …


Da zieht Rottensteiner in der Einleitung so ein bisschen gegen Stanislaw Lem vom Leder – nun ja, in QM 121 hat er ja einiges über das Verhältnis der beiden zueinander ausgesagt. Viel interessanter aber sind die darauf folgenden Essays. Da schreiben Wladimir Borissow und Alexander Lukashin über utopische und antiutopische Motive im Werk der Brüder Strugatzki. Oder Jean-Pierre Laigle über Johan Vibe den norwegischen Dichter, der bei uns eher unbekannt ist, der aber trotz allem im 18. Jahrhundert ein Wegbereiter des Zukünftigen war. …

Aber J. Fibes Beitrag ist historisch wichtig, obwohl er vor allem nur einige Spezialisten und Bibliophile interessiert und sich kaum jemand darum gekümmert hat, sie neu aufzulegen oder zu studieren. Es ist Zweck dieses Artikels, ihn zu ehren, er verdient es trotz seiner Schwächen, zumindest als Vorläufer der SF in Norwegen und sogar i Skandinavien anerkannt zu werden. …

Auszug 'Johan Vibe', Seite 33-43

Über Kim Stanley Robinsons „Zukunftsgeschichte“, die Afrofantastik 2.0 und den von SF-Romanen inspirierte Rock- und Popmusik gehts dann direkt zu Lovecraft. „Warum Lovecraft gerade jetzt?“, fragt sich Marcel Schmutzler. Rainer Eisfeld bietet dann „Faszinierende Gemälde nie geschauter Welten“ und Michael Hageböck bietet „Fantastisches Spielevergnügen“. Wirklich interessant wird es dann mit Detlev Thiels  „Scheermatt & Dürrenbart GmbH“, eine Chiasma zu Dürrenmatts 100. Geburtstag oder wegen der satirischen Anspielungen auf Gustav Theodor Fechner und Johann Karl Friedrich Zöllner bei Oskar Hoffmann. Rottensteiner selbst beschäftigt sich mit den okkulten Detektivromanen von „Jack Manns“ und abschießend gibt es dann wie üblich den Seziertisch, der aber diesmal sekundärliterarisch eher altbacken daherkommt und kaum Neues bringt. Lesenswert – allemal …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Franz Rottensteiner (Hrsg.)
  • Quarber Merkur, Nr. 122
  • Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science-Fiction und Phantastik
  • Lindenstruth, Gießen (2022)
  • Taschenbuch
  • 288 Seiten
  • ISBN 9783934273122

Kleinster Preis: € 10,00, größter Preis: € 17,00, Mittelwert: € 17,00

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  • keine
  • [Artikel] Franz Rottensteiner in der WIKIPEDIA

Franz Rottensteiner (* 18. Januar 1942 in Waidmannsfeld, Niederösterreich) ist ein österreichischer Publizist und Kritiker auf dem Gebiet der Science-Fiction und der Phantastik. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Quarber Merkur in der WIKIPEDIA

Der Quarber Merkur ist eine von Franz Rottensteiner herausgegebene Zeitschrift für utopische und phantastische Literatur.…

Auszug Artikel


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Phantastik #66 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Das Phantastische bei E. T. A. Hoffmann – Kenneth B. Woodgate

Kenneth B. Woodgate
Das Phantastische bei E, T, A, Hoffmann
Lang, Frankfurt/Main (1999)
ISBN 3631344538
Helicon – Beiträge zur deutschen Literatur, Band 25

Kenneth B. Woodgate sieht 1999 durch E. T. A. Hoffmann eine Möglichkeit zur Neufassung des Begriffs des Phantastischen. Das ist der Ausgangspunkt dieser Studie. Damit will Woodgate der selektiven und spärlichen Behandlung Hoffmanns entgegentreten …


In zwei Teilen gliedert Woodgate sein Werk über Hoffmanns Phantastik. Zunächst betrachtet er im ersten Teil Hoffmann und die moderne Phantastik in einem Forschungsbericht über den zeitgenössischen Diskurs über die Phantastik an sich und untersucht sodann die phantastische Erzählung „Klein Zaches“ im Speziellen. …

Ursprünglich wurde diese Arbeit konzipiert als gründliche Analyse von Hoffmanns Werken im Lichte zeitgenössischer Theorien des Phantastischen. Die Arbeit sollte folgende Frage beantworten: Warum hat sich Hoffmann so häufig des Phantastischen bedient? Das Ziel war also, die Funktion des Phantastischen innerhalb eines spezifischen geschichtlichen Rahmens zu bestimmen […] Die Absicht ist also nicht mehr die erschöpfende Analyse aller Werke Hoffmanns, auch nicht in erster Linie die Erstellung einer Reihe unabhängiger Analysen. Eher sind Texte nach Maßgabe ihrer Relevanz in Bezug auf das phantastische herangezogen worden. Manche Texte verwende ich also bei der Ausarbeitung meiner Theorie, andere werden im Lichte dieser Theorie analysiert. …

Auszug 'Einführung', Seite 9-13

Im zweiten Teil steht die Phantastik Hoffmanns explizit im Brennpunkt der Betrachtung. Die Phantasie und das Phantastische in der europäischen Tradition, die Bedeutung des Wortes „fantastisch“ bei Hoffmann, das Phantastische als Prinzip literarischen Schaffens und der Einsatz des Phantastischen bei Hoffmann. Im Schlusskapitel resümiert er unter anderem:

Im Gegensatz zum Phantastischen, wie es von den meisten modernen Literaturwissenschaftlern verstanden wird, ist Hoffmanns Phantastik keine allumfassende Gattung, sondern ein rhetorischer Kunstgriff, der mehr oder weniger ausgeprägt im Text erscheinen kann, je nachdem, wie es die argumentativen Strategien voraussetzen. […] Hoffmann bedient sich des Wunderbaren, wie es sich das achtzehnte Jahrhundert hindurch und bis zur Romantik entwickelt hat. Aber gleichzeitig zeigt er die Grenzen seiner Gültigkeit auf, indem er es dem Realistischen gegenüberstellt. Er schöpft in seinen Werken aus den Idealen und Manifestationen der romantischen Bewegung, indem er sie als Quelle der Hoffnung darstellt. Doch gleichzeitig zeigt er ihre Mängel bei der Bewältigung einer nicht-romantischen Welt auf. …

Auszug 'Schluss', Seite 245-247

Ein für mich interessantes und hilfreiches Buch, dass mir einiges zu Hoffmann offenbart hat. Natürlich ist die Hoffmann-Forschung zwischenzeitlich fortgeschritten, aber das Buch wirkt trotzdem nicht veraltet und ist für mich gut lesbar gewesen. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Kenneth B. Woodgate
  • Das Phantastische bei E. T. A. Hoffmann
  • Lang, Frankfurt/Main (1999)
  • Broschiert, Klebebindung
  • Helicon – Beiträge zur deutschen Literatur, band 25
  • 274 Seiten
  • ISBN 3631344538

Kleinster Preis: € 71,60, größter Preis: € 71,60, Mittelwert: € 71,60

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  • keine
  • [Artikel] E. T. A. Hoffmann in der WIKIPEDIA

E. T. A. Hoffmann (eigentlich Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann, * 24. Januar 1776 in Königsberg, Ostpreußen; † 25. Juni 1822 in Berlin) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller der Romantik. Außerdem wirkte er als Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist.…

Auszug Artikel


  • [Bibliograhie] E. T. A. Hoffmann im Gutenberg-Projekt

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann wurde am 24.1.1776 in Königsberg geboren. Sein Vater war Advokat. Nach dem Gymnasium in Königsberg studierte er von 1792-1795 Jura. Als Referendar arbeitete er 1796 in Glogau und 1798 in Berlin. Ab 1800 arbeitete er als Assessor in Posen, wurde strafversetzt nach Plozk in Polen.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Lektürehilfe zu E. T. A. Hoffmann

Heute kennen wir ihn hauptsächlich als Schriftsteller der Romantik: E. T. A. Hoffmann. Sein wohl berühmtestes Werk ist die Erzählung „Der Sandmann“, ein typisches Beispiel für romantische Schauerliteratur. Auch wenn J. W. von Goethe sich abwertend über Hoffmanns Werk äußerte, indem er es als „kranke“ Romantik bezeichnete, ließen sich von Hoffmann berühmte Autoren stilistisch inspirieren, so z. B. Poe, Dickens, Puschkin oder Dostojewski. Und für das berühmte Ballett „Der Nussknacker“ von Tschaikowski diente ein Märchen Hoffmanns als literarische Vorlage.…

Auszug Artikel


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Phantastik #65 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Kybernetik und Gespenster – Italo Calvino

Italo Calvino
Kybernetik und Gespenster
Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
ISBN 3446139427
Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft

Hier wurde mir ein Buch hereingespült, mit dem ich derzeit ich nichts anfangen kann. Italo Calvino war ein italienischer Schriftsteller und seine Werke sind in Italien immer noch präsent und fast Volksgut. Jedoch fehlt mir der Zugang zu diesem Autor. Vielleicht gelingt es mir, mit der Lektüre dieses Buches den Anschluss zu finden …


In seinem Essayband “Kybernetik und Gespenster. Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft” (1980) schreibt Italo Calvino über das Komische in seiner Literatur: “Was ich in der komischen, ironischen, grotesken oder possenhaften Verwandlung suche, ist ein Ausweg aus der Begrenztheit und Eindeutigkeit jeder Darstellung und jedes Urteils.” (S. 36). Das Buch beinhaltet eine Auswahl seiner Schriften an Aufsätzen und Vorträgen zum Handwerk des Schreibens an sich. Da finden sich dann schon Themen, welche die Phantastik beleuchten. So z.B. „Definitionen von Territorien; das Phantastische“ oder „Die sternstaubförmige Utopie“…

Nachdem der Prozess der literarischen Komposition auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt worden ist, kommt der entscheidende Augenblick des literarischen Lebens – die Lektüre. In diesem Sinne wird die Literatur, auch wenn sie einer Maschine anvertraut wird, immer ein privilegierter Ort menschlichen Bewusstseins sein, eine Veräußerlichung der Potenzialitäten, die im Zeichensystem jeder Gesellschaft und jeder Epoche enthalten sind: das Werk wird weiterhin in Kontakt mit dem lesenden Auge geboren, beurteilt, zerstört oder ständig erneuert werden; was verschwinden wird, ist die Figur des Autors, dieser Darsteller, dem man ständig Funktionen zuschreibt, die ihm nicht zustehen, …

Auszug 'Kybernetik und Gespenster', Seite 7-26

Interessant finde ich auch den Aufsatz zu „Die Struktur des Orlando Furioso“ oder „Die Ebenen der Wirklichkeit in der Literatur“. Ja, Calvino hat sehr erschöpfend über das Handwerk des Schreibens nachgedacht. Als werde ich mich wohl oder übel darüber hermachen müssen um zu sehen ob sich meine  Lücken über die Literatur hier auffüllen lassen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Italo Calvino
  • Kybernetik und Gespenster
  • Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft
  • Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
  • Taschenbuch
  • Flügenklappenbroschur
  • 240 Seiten
  • ISBN 3446139427

Kleinster Preis: € 6,90, größter Preis: € 29,56, Mittelwert: € 12,00

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  • Die deutsche Ausgabe wurde vom Autor neu zusammengestellt
  • aus dem Italienischen
  • Übersetzerin: Susanne Schoop
  • [Artikel] Itslo Calvino in der WIKIPEDIA

Italo Calvino (* 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas, Provinz Havanna, Kuba; † 19. September 1985 in Siena, Italien) war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Bücher sind heute in Italien Volksgut und Schullektüre. …

Auszug Artikel

  • [Download] Die bedingten Buchstaben. Sprachreflexion und kombinatorische Literatur. Der Calvino-Test: Schreibende Maschinen und literarische Gespenster – von Jörgen Schäfer – auf academia.edu

Von großer Bedeutung für Peter Gendollas anhaltendes Interesse an den medialen Bedingungen der Produktion und Rezeption von Literatur ist stets Italo Calvinos Cibernetica e fantasmi  (dt. Kybernetik und Gespenster  ) gewesen. Es handelt sich bei diesem Text — ursprünglich ein 1967 gehaltener Vortrag, in Calvinos eigenen Worten: eine „Plauderei“ — nicht um eine ausgearbeitete Literaturtheorie. Doch auch heute noch, mehr als vierzig Jahre später, wirft er auf eine nach wie vor anregende Weise die Frage nach dem Zusammenspiel von sprachlichen Zeichen, literarischen Konventionen, anthropologischen Voraussetzungen, sozialen Handlungsrollen und technischen Medien auf, aus dem letztlich jeder literarische Text hervorgeht.

Auszug Artikel


  • [Artikel] Zu Italo Calvinos “Warum Klassiker lesen?” – von Timo Brandt – auf lyrikpoemversgedicht.wordpress.com

Wer glaubt mit diesem Buch einfach nur auf eine weitere Leseanleitungssammlung zu den klassischen Texten gestoßen zu sein, der/die wird womöglich eine Überraschung erleben, wenn er/sie ein paar Seiten darin gelesen hat. Vielleicht wird er/ sie auch frustriert sein.
Denn zum einen Kreisen Calvinos Betrachtungen oft um Texte, die man als Klassiker nicht unbedingt auf dem Zettel hat (oder zumindest nicht als klassische Bücher von durchaus klassischen Autoren (leider sind es auch nur Bücher von männlichen Autoren)) und zum anderen kann man seine Ausführungen nur als „sprunghaft“ bezeichnen, so schnell saust er manchmal von Motiv zu Motiv oder klappt mit einem Mal eine ganze Gedankenpalette zu einem Gegenstand auf, die einem durch ihr dringliches Auftrumpfen mit allerlei Begriffen und Ideen schnell entgleitet und davonzurollen droht.…

Auszug Artikel


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Phantastik #64 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Phantasie und Phantastik – Hans Schumacher (Hrsg.)

Hans Schumacher (Hrsg.)
Phantasie und Phantastik
Lang, Frankfurt/Main (1993)
ISBN 363143944X
Neuere Studien zum Kunstmärchen und zur phantastischen Erzählung

Hans Schumacher hat in diesem Band Aufsätze versammelt, welche von ihrer Fragestellung her etwas zum Verständnis der Entstehung und des Wesens der modernen Literatur beitragen können. Er vereint Interpretationen von romantischen und neuromantischen Kunstmärchen und phantastischer Prosa. Sie targen auch etwas zur Gattungsproblematik bei (siehe Inhaltsverzeichnis im Bilderkarussell) …


Novalis, Tieck, E. T. A. Hoffmann und Brentano gelten als ganz spezifisch „romantische“ Autoren. Ihre Werke galten ini der deutschen Romantik als „Kunstmärchen“ und das Wunderbare war im Gegensatz dazu zum Wirklichen ein Maß der Kategorisierung. Bis die französischen Literaturtheoretiker Vax, Caillois, Todorov und Bessièr die „phantastische Literatur“ausgerufen wurde. Diese Forscher machten einen Unterschied zwischen dem Wunderbaren und dem Phantastischen. Damit war zwischen den Märchen von Tieck und Hoffmann ein Unterschied entstanden …

Die vorliegenden Aufsätze zum Umkreis „Phantasie und Phantastik“ beschäftigen sich von verschiedenen Gesichtspunkten aus mit zentralen Werken der Phantasiedichtung und der Phantastik wie z. B. E. T. A. Hoffmann „Der goldene Topf“ und „Der Sandmann“, Tiecks „Der Runenberg“, Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“ im Vergleich mit Hofmannsthals Drama „Das Bergwerk zu Falun“, aber auch mit weniger bekannten wie einer phantastischen Erzählung Otto Julius Bierbaums oder Pedro Antonio Alarcóns „El amigo de la muerte“. …

Auszug 'Vorwort', Seite 7-9

Den Beginn macht aber ein Essay zur phänomenologischen Beschreibung des Wesens der Phantasie. Außerdem wird auch das Wunderbare und das Phantastische gegenüber gestellt, und zwar im Rahmen der geistesgeschichtlichen Entwicklung der Phantasieliteratur. Alles in allem interessant – lesen!

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Hans Schumacher (Hrsg.)
  • Phantasie und Phantastik
  • Neuere Studien zum Kunstmärchen und zur phantastischen Erzählung
  • Lang, Frankfurt/Main (1993)
  • Berliner Beiträge zur neueren deutschen Literaturgeschichte, Band 17
  • broschiert A5, Klebebindung
  • 208 Seiten
  • ISBN 363143944X

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  • keine
  • [Artikel] Kunstmärchen in der WIKIPEDIA

Kunstmärchen (in jüngerer Zeit auch: Moderne Märchen) sind eine spezielle Ausprägung der Literaturgattung des Märchens. Im Gegensatz zu den Volksmärchen ist die Urheberschaft von Kunstmärchen einem bestimmten Dichter oder Schriftsteller zuzuordnen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Phantastik in der WIKIPEDIA

Phantastik, auch Fantastik, ist ein Genrebegriff, der in Fachkreisen sehr unterschiedlich definiert wird. Außerwissenschaftlich bezeichnet der Begriff „fantastisch“ alles, was unglaublich, versponnen, wunderbar oder großartig ist. Der Ursprung des Begriffs „phantastische Literatur“ ist ein Übersetzungsfehler: E. T. A. Hoffmanns Fantasiestücke in Callots Manier wurden 1814 als Contes „fantastiques“ ins Französische übersetzt, statt richtigerweise als Contes „de la fantaisie“.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Phantastische und das Wunderbare – von Hans Richard Brittnacher – auf etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de

     

In einer vorrationalen Welt war das Wunderbare noch von begriffsloser Selbstverständlichkeit – Mythen und Märchen bildeten die Archive, in denen sein Wissen aufbewahrt war. Aber die Einsicht in die Unumkehrbarkeit des historischen Verlaufs, die sich im Aufklärungszeitalter durchsetzte, hatte die einfachen Formen als Anschauungsformen eines anderen Wissens  anachronistisch werden lassen. Wenn das Wunderbare in der Romantik wieder aktiviert wird, nimmt es nicht selten phantastischen Charakter an. Was vormals wunderbar ist, erscheint jetzt nur noch schrecklich, „wo keine Götter sind, walten Gespenster“ (vgl. Novalis 1978,746). …

 

Auszug Artikel


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Phantastik #63 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyrinks – Siegfried Schödel

Siegfried Schödel
Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyriks
Eigenverlag, Hof (1965)
ohne ISBN
Dissertation der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität zu Erlangen-Nürnberg

Hier wird die Frage nach der Integration des Phantastischen in den Erzählungen von Gustav Meyrink gestellt. Dass diese Erzählungen phantastich-grotesk sind, steht außer Frage, es stellt sich die Frage nach dem WIE. …


Der Text hat es immerhin in die Literaturliste von „H. P. Lovecraft, Das übernatürliche Grauen in der Literatur„, Golkonda Verlag, 2014 geschafft. Schödel zieht unter anderem darin die zeitgenössischen Stimmen über Gustav Meyrink heran, um die inneren und äußeren Geheimnisse seiner großen Erfolge zu analysieren. Sehr interessant ist dabei die kritische Darstellung der Sekundärliteratur zu Meyrink, in der für Schödel H. Sperber eine Sonderstellung einnimmt („Motiv und Wort bei G. Meryink“, Leipzig 1918) …

Die Motivenkonstanz im Werk G. Meyrinks kann bei dieser Gelegenheit schon besonders hervorgehoben werden, bedarf aber einer weitergehenden Interpretation, die über das Psychologische hinausführt und die Betrachtung der Motivüberlieferung bzw. des Klischees mit einbezieht.
Die Eigenart des Meyrinkschen Werkes hat bei Sperber zur Ausbildung und Demonstration einer neuen Methode verholfen, die gerade im Bereich der phantastischen Literatur sehr gut zu praktizieren war.
Die Zusammenhänge zwischen der Sperberschen Methode und den Methoden der Psychoanalyse in ihrer Anwendung auf die Geistesgeschichte sind deutlich und für die Zeit symptomatisch. …

Auszug 'Kitische darstellung der bisherigen Literatur …', Seite 1-19

Auch Florian F. Marzin – in „Okkultismus und Phantastik in den Romanen Gustav Meyrinks“, Essen (1986) (hier im Blog) – erwähnt Schödels Dissertation im Zusammenhang mit der aufgeworfenen Behauptung, das Werk Meyrinks wäre Trivialliteratur bzw. stünde dieser sehr nahe. Er geht dort aber nicht explizit auf diese Behauptung ein. Interessant ist auch die Bibliographie und das Literaturverzeichnis, welche Schödel der Dissertation mitgibt. Insbesondere die Abteilung „Sekundärliteratur“ gibt einiges her. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Siegfried Schödel
  • Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyrinks
  • Eigenverlag, Hof (1965)
  • Broschüre, A5, Klebebindung
  • Dissertation
  • 216 Seiten
  • ohne ISBN

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  • keine
  • [Artikel] Gustav Meyrink in der WIKIPEDIA

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, manchmal fälschlich auch als G. Meyrinck aufgeführt, * 19. Januar 1868 in Wien; † 4. Dezember 1932 in Starnberg) war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Gustav Meyrink, Schöpfer des „Der Golem“ und anderer bedeutender Werke der Literatur und Esoterik … – von Robert M. Christ – auf kultplatz.net

Gustav Meyrink gilt als phantasievoller, erfolgreicher, okkultistischer und romantischer Erzähler, der besonders von E. T. A. Hoffmann und E. A. Poe beeinflusst wurde. Seine in farbiger Sprache geschriebenen Romane und Novellen, besonders aus gespenstisch-hintergründigen Atmosphäre des alten Prag, stellen Grotesk-Absurdes und Mystisch-Unheimliches nebeneinander, mischen schwermütigen Ernst, grausige Vision, ironischen Scherz und bittere Satire gegen Spießertum, Heuchelei und Bürokratie der Jahrhundertwende des 20. Jahrhundert.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Vor 100 Jahren erschien Gustav Meyrinks Roman „Der Golem“ – von Johannes Schmidt – auf literaturkritik.de

Gute Prosa ist rar. Wer in der ungebundenen Rede nicht nur auf eine rührende, spannende, erschütternde, ergreifende, transzendierende Erzählung hofft, sondern auch auf jenen Klang, jenes sich Einbrennende, das das Sprachkunstwerk Literatur überhaupt erst zum Kunstwerk macht, der bewegt sich in dünn besiedelten Gefilden. Bei Franz Kafka finden sich solche Momente, bei Friedrich Hölderlin und bei Hermann Melville, auch Hans Henny Jahnn und Novalis kann man hier nennen. Über allen aber thronen zwei Texte, jeweils einer aus den beiden bisher vollendeten Jahrhunderten des Romans, die in ihrer ganz eigenen Qualität hinter sich lassen, was die üppige Romanproduktion ansonsten hervorgebracht hat: Georg Büchners „Lenz“-Fragment und Gustav Meyrinks „Der Golem“. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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