Beiträge getaggt mit Tolkien J.R.R.

In den Tiefen meines Gedächtnisses …

Ich bin immer wieder überrascht von der Vielfalt der eigenen Bibliothek. Im Normalfall kann ich mich auf mein Bücher-Gedächtnis sehr gut verlassen. Ich behaupte, dass ich von den ungefähr 5000 Titel in meiner Datenbank 99% anhand des Covers indentifizieren kann und weiß, ob es in der Bibliothek ist oder nicht.

Aber manchmal spielt mir mein Gedächtnis doch wohl den einen oder anderen Streich. So auch heute mit der Ausgabe von

1Grusel, Grüfte, Groschenhefte

Jochen Bärtle (Herausgeber)
Grusel, Grüfte, Groschenhefte: Der deutsche Grusel-Heftroman von 1968 bis 2008 – Eine Serienübersicht zum 40-jährigen Jubiläum
Books on Demand GmbH, Norderstedt (2008), Taschenbuch, 408 Seiten

 

Ich hätte geschworen, dass sich das Exemplar noch nicht in meiner Sammlung befindet, aber —***denkste***— da war es. Und außerdem konnte ich mich beim Anblick dann auch noch erinnern, wie interessant dieses Buch ist. Die Beschreibungen der Serien ist oft sehr hilfreich. Nur hatte ich in letzter Zeit kaum mit Horror-Heftromanen zu tun. Bis zuletzt, als ich einigen Katalogen zum Horror/Schauer/Grusel-Thema auf der Spur war. (Siehe Facebook-Gruppe „Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“)

Und fast gleichzeitig —***auf (Holz-)Kopf klopf-klopf-klopf***— habe ich mitbekomen, dass ich

1J. R. R. Tolkien. Briefe

Humphrey Carpenter (Hrsg.)
J. R. R. Tolkien. Briefe
Klett-Cotta, Stuttgart (2002), gebundene Ausgabe, 604 Seiten
in der Übersetzung aus dem Englischen von Wolfgang Krege

wohl oder übel, sowohl in der zweiten, als auch in der dritten Auflage gekauft habe. Wo blieb da mein Hirn? Aber ich denke , da hat es ausgesetzt und auf den „Muss ich unbedingt haben“-Modus geschaltet haben als es mir vermutlich irgendwo im Internet über den Weg lief und ich keine Möglichkeit hatte meinen Bestand zu prüfen. Denn dies mache ich eigentlich grundsätzlich vor einem Kauf über 10,00 Euro. Sicherheitshalber – wie man sieht nicht ganz zu unrecht.

Naja, wieder ein Doublette und ab in den Doubletten-Verkauf. Vieleicht sollte ich auch meine Sicht auf die Merk- und Erinnerungsfähigkeit meines Buchgedächtnisses korrigieren … —*** seuftz ***— mit scheint das Alter setzt mir zu :).

Auf der anderen Seite – wieviel neue Bücher man so jeden Tag wieder kennen lernt …. 🙂 🙂 🙂

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Peter Wilfert: Einleitende Gedanken zur Fantasy – Teil 1

Der Goldmann Fantasy Foliant I, herausgegeben 1983 von Peter Wilfert, enthält ein Vorwort des Herausgebers zur Serie Fantasy Foliant und darüber hinaus die Wiedergabe eines Interviews das Peter Wilfert  dem Börsenblatt des deutschen Buchhandels gegeben hatte.

Goldmann Fantasy Foliant I
Die damals neue Serie

Dazu merkte er an: „… Die dort aufgezeigten – und zugegebenermaßen subjektiven – Maßstäbe, Definitionen und Auswalkriterien für die Goldmann Fantasy-Reihe und für diesen Band sollen durch den Abdruck möglichst viele zum Nachdeneken und Diskutieren über Fantasy anregen…“

Nun auch 35 Jahre nach diesem Vorwort ist es anregend darüber zu reden. Abgesehen davon, dass es natürlich auch Werbung für Goldmann und die neue Fantasy-Reihe darstellt gibt es schon Ansatzpunkte für eine rege Diskussion.

Neu war mir zu Beispiel, der Bezug auf den russischen Literaturwissenschaftler Jurij Lotman (1922-1993) (den ich bis dahin nicht auf dem Radar hatte) und auf dessen strukturelle Textanalyse (Informationen zu diesem angesprochenen Aufsatz wären mir sehr hilfreich).

Kurz und schematisch dargestellt:

  1. Horror/Grusel/Schauer beschreibt zuerst die reale Welt und dann, wie in diese Welt ein übernatürlicher Kosmos mit Gespenstern und Dämonen einbricht, deren Existenz bekanntlich in der realen Welt verneint wird.
  2. Science Fiction entwirft eine Nicht-reale Welt. Teile der Lebenserfahrung des Lesers, aus der realen Welt, sind aber nur weitergedacht und in die Zukunft verlegt.
  3. Fantasy in ihrer echten (?) Form zeigt nur eine nicht-reale Welt. Dies ohne Bezüge auf unsere Reale.

Fantasy hätte demnach als einzige Form keinerlei Bezug oder Brücken zur realen Erfahrung des Lesers. Somit wäre Fantasy die extremste Form der Fuchtliteratur. Und hier schießt sich eine wohlbekannte, immer wieder bemühte, Diskussion an. Sind dies Romane für Eskapisten?

Frank Weinreich - polyoinos

Frank Weinreich – polyoinos

Schon 1939 veteidigte Tolkien die Fantasy ganz vehement gegen diesen Vorwurf:
„… „Wieso sollte jemand verachtet werden, der sich im Gefängnis befindet und versucht, herauszukommen und heimzugehen? Oder, sofern das nicht geht: wenn er über andere Themen nachdenkt und spricht als über Wärter und Kerkermauern?“…“ (nach: Frank Weinreich: Über Märchen. Tolkiens Sicht des Phantastischen. In: polyoinos.de, Oktober 1999.)

Und Wilfert stellt fest, dass Tolkiens Intention für Mittelerde war, ein positives, hoffnungvolles, natürliches Weltbild aufzuzeigen. Dies sei Tolkiens Grund gewesen, Mitteerde zu erschaffen. Für Toklien sei es die Abwendung von „Roheit und Häßlichkeit des modernen Lebens“ gewesen.

Für Peter Wifert ist der Wirklichkeitsbezug, durch das Angebot einer „alternativen Welt“, durch den Leser selbst zu meistern und leisten. Wobei er die „Heroic Fantasy“ oder „Sword and Sorvery“ in Grund und Boden verdammt. Diese leiste genau das nicht, dass durch den Vergleich mit dieser Welt, Erfahrungen und Erkenntnisse gestiftet werden.

Wird fortgesetzt …

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Martin J Meyer: Tolkien als religiöser Sub-Creator

tolkien als co-creator

Cover-Ansicht

Nur mehr antiquarisch und nicht ganz billig zu haben (allerdings ist grundsätzlich gerade LIT ja nicht als Billiganbieter bekannt).

Neben den Harry-Potter-Bänden von J. K. Rowling erfährt derzeit kaum ein Buch mehr Aufmerksamkeit als das Fantasy-Kultbuch „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien, was nicht zuletzt auf die aufwändige Verfilmung von Peter Jackson zurückgeht. Leser und Zuschauer aus aller Welt sind eingetaucht in Mittelerde und haben erkannt, dass Tolkiens Kosmos mehr ist als eine bloße Abenteuererzählung. Dieses Buch thematisiert die religiös-philosophischen Aspekte Tolkiens und Mittelerdes, wobei es eng am Text und mit der notwendigen Objektivität arbeitet, sodass es neuen und alten Lesern faszinierende Einblicke in die durchdachte und tiefsinnige Fantasy-Welt ermöglicht, die so noch nie vorlagen.
(Quelle: Amazon Artikelbeschreibung)

 

  • Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
  • Verlag: LIT (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825872009
  • ISBN-13: 978-3825872007
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 16,6 x 2,6 cm

Inhalt:

tolkin-subcreator 1

Inhalt Seite 1

tolkin-subcreator 2

Inhalt Seite 2

tolkin-subcreator 3

Inhalt Seite 3

tolkin-subcreator 4

Inhalt Seite 4

 

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Gudrun Zahnweh: Heldenfiguren bei Tolkien

heldenfiguren tolkien

Inhaltsverzeichnis

Nachdem es mir gelungen ist die Tolkania-Reihe des EDFC bei mir zu ergänzen, darf ich auf die Nummer 2 der Reihe hinweisen.

Gudrun Zahnweh
Heldenfiguren bei Tolkien
EDFC, 1986
ISBN 3-924443-9

Dazu auch das Inhaltsverzeichnis für Interessierte.
Antiquarisch derzeit zwischen 20 und 30 Euro zu bekommen.


Für Tolkiana 2:

  • Taschenbuch: 206 Seiten
  • Verlag: edfc; Auflage: 1. Aufl. (1995)
  • ISBN-10: 3924443750
  • ISBN-13: 978-3924443757
Cover-Ansicht 2. Neuauflage-Neusatz Tolkiana 2

Cover-Ansicht 2. Neuauflage-Neusatz Tolkiana 2

heldenfiguren tolkien

Inhaltsverzeichnis 1. Einzelauflage

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Ein Kommentar

Oliver D. Bidlo: Mythos Mittelerde

Ausgabe 2012

Cover-Ansicht
Ausgabe 2012

J.R.R. Tolkien hat mit seinem gewaltigen Epos, das vom Silmarillion über den Hobbit bis hin zum Herrn der Ringe reicht, viele Generationen von Lesern gefesselt. Die Komplexität und Schönheit Mittelerdes ruft bis heute bei einer Vielzahl von Menschen großes Interesse hervor. Taucht man ein in Tolkiens Werk, begegnet man einer vielgestaltigen Welt, die neben ihrem unterhaltenden Charakter auch allerlei Geheimnisse, Mythen, Anspielungen und Rätsel verborgen hält, die Tolkien in seine Texte hineingelegt hat. Ein Beispiel hierfür ist Tolkiens Verwendung von Zahlen, welche nicht immer willkürlich von ihm ausgewählt wurden, sondern auf weitere bedeutungsträchtige Geschichten verweisen. Interessierte Entdecker mögen mit diesem Buch neue Pfade nach Mittelerde finden und einigen dieser Rätsel und Andeutungen auf die Spur kommen. Mit einem Vorwort von Frank Weinreich.
(Quelle: Amazon-Kurzbeschreibung am 2014-08-27)

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Oldib Verlag; Auflage: Vollständ. überarb. (28. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939556327
  • ISBN-13: 978-3939556329
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1 cm

 

Inhalt 1

Inhalt 1

Inhalt 2

Inhalt 2

Ausgabe 2002

Cover-Ansicht
Ausgabe 2002

Hier auch die Ausgabe von 2002

 

  • Taschenbuch: 152 Seiten
  • Verlag: Books on Demand (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831137447
  • ISBN-13: 978-3831137442
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,2 x 1,2 cm

Antiquarisch schon etwas schwerer zu bekommen.

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