Hans D. Baumann Horror – Die Lust am Grauen Beltz, Weinheim/Basel (1989) ISBN 3407850964
Die Klärung des Phänomens Horror selbst ist zu kurz gekommen/su_heading]
Es ist ja vielleicht schon mal gut, wenn man einmal den Horror erklärt bekommt. Baumann geht dem Phänomen Horror auf den Grund und erklärt die psychologische Wirkung. Zugegeben, das Buch hat bereits mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel, aber die Gegebenheiten haben sich nicht so verändert, dass es nicht noch gut lesbar wäre. Die aktuellen Bezüge fehlen vielleicht, aber grundsätzlich …
Im Besonderen das dritte Kapitel „Funktion, Form und Aufbau des Horrors“ vertieft das Wisse über den Horror. Hier verortet Baumann den Horror in seiner Gesamtheit aller Werke der Phantastik zu. Die Fiktionen in diesen Werken machen das Unmögliche in einer Welt möglich, die der unseren gleicht. Nur in ganz seltenen Fällen, so zum Beispiel in Kafkas „In der Strafkolonie“ spielt das Übernatürliche keine nennenswerte Rolle und das Grauen ist hier eine Folge des Selbstverständlichen. …
Alle Werke des Horrors gehören zum Bereich der Phantastik, aber nicht alle Phantastik ist Horror. Damit können die Bestimmungen des Phantastischen auf das Horror-Genre angewendet werden, während gewisse Einschränkungen – wie zum Beispiel der angstauslösende Effekt, der als allgemeine Kennzeichnung der Phantastik zu Recht zurückgewiesen wird – entfallen. […] Horror ist eine Gattung der Phantastik, in deren Fiktionen das Unmögliche in einer Welt möglich und real wird, die der unseren weitgehend gleicht, und wo Menschen, die uns ebenfalls gleichen, auf diese Anzeichen der Brüchigkeit ihrer Welt mit Grauen reagieren …
Auszug 'Horror und Phantastik', Seite 96-109
Wenn nun schon das Hardcover also recht interessant ist, so gibt es auch einen guten Grund sich dem Taschenbuch zuzuwenden. Diese erschien 1993 in der Heyne Sachbuch-Reihe als ungekürzte Taschenbuchausgabe und beinhaltet aber zusätzlich ein Nachwort von Hans D. Baumann, welches seine Ansichten nochmals aktualisiert darlegt. …
Da das Buch nun in einer Taschenbuchausgabe erscheint, nutze ich gerne die vom Verlag angebotene Möglichkeit, meinen Text zu aktualisieren. Dabei möchte ich zum einen wichtige Stationen der Horrorproduktion der letzten Jahre vorstellen und zum anderen die verengte Diskussion um dargestellte und reale Gewalt noch einmal aufgreifen (da sich zunehmend herauskristallisiert, dass andere Aspekte des Horrors weder zur Kenntnis genommen noch in erheblichem Maße kontrovers erörtert werden) und dabei auf einige Argumente eingehen, die sich mit der vorgeblichen Schädigung durch mediale Einflüsse befassen. …
Auszug 'Nachwort', Seite 357-381
Begleitet von farbigen und s/w-Abbildungen, einer umfangreichen Bibliographie von Sekundärliteratur, zitierten Romanen, Erzählungen und Filmen bzw. einem guten Register, sind beide Bücher zu empfehlen. Das Hardcover, weil es einfach das schönere Buch ist, das Paperback, weil es informativer ist. Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual – es sei man nimmt beide, wie ich – antiquarisch könnte das jedoch, bedauerlicherweise, etwas dauern (siehe „Antiquarisch“)…
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Hans D. Baumann in der WIKIPEDIA
Hans D. Baumann, genannt Doc Baumann (* 1950 in Kassel) ist Fachautor und -journalist für digitale Bildbearbeitung und Photoshop, Grafiker, Schriftsteller und Kunstwissenschaftler. …
[Download] Die Faszination Jugendlicher an Horrorfilmen – von Gerhard Mayer – auf igpp.de
Der moderne Horrorfilm fand anfänglich kaum Beachtung durch die Filmkritik. Eine moralische Bewertung der Inhalte scheint immer wieder das ästhetische Urteil überlagert zu haben, was zu einer generellen Abqualifizierung dieses Filmgenres geführt hatte. Wie in jedem Genre oder jeder Kunstgattung streut jedoch auch hier die Qualität der Erzeugnisse erheblich. Mit zunehmender zeitlicher Distanz zum anfänglichen Schockerlebnis, welches die ersten modernen Horrorfilme bereiteten, änderte sich auch der Blick der Filmkritik. Es läßt sich deutlich ein Wandel der ästhetischen Normen feststellen: Wurde ihnen anfänglich nur ‚Schundcharakter‘ zugesprochen, so werden einige der ersten Filme dieses Genres heute von vielen Kritikern als hochkarätige Werke eingeschätzt, mit denen eine eigene Bilder- bzw. Filmsprache entwickelt worden ist.…
A]lfred Noe, widmet diesen Band der stilistischen Untersuchung französischer Prosa. Genauer gesagt französischer Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts. …
Hier habe ich ein Werk, bei dessen Einordnung ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Literarische Phantastik betreffen oder doch eher reiner Horror/Schauer? …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Christopher Frayling Alpträume VGS, Köln (1996) ISBN 3802523032
Die Ursprünge des Horrors
Die Geburtsstunde des modernen Schreckens wird hier im Sommer 1816 angesiedelt. Aa Genfer See, in der Villa Diodatti. Frankenstein erblickte dort das Leben und wieder einmal wird die berühmte Geschichte dem Horror-Genre zugeordnet und nicht dem der Science Fiction. Wie auch immer, stellt sie als einen der großen Schauerromane dar, die den Beginn des modernen Horrors begründen. …
Vier große Geschichten werden in diesem Buch als die Urformen der Horrorliteratur vorgestellt. Neben dem „Frankenstein-Monster“ wird der „Jekyll und Hyde-Charakter“, der „Baskerville-Hund“ und die „vampirähnliche Beziehung“ als Urtypus des Horrors besprochen. Auch wenn die Ursprünge dieser Geschichten in den Sagen Griechenlands und Roms liegen und teilweise sogar noch früher zu suchen sind, begannen die großen Schauerromane als Phantasien im trüben Schein einer Gaslampe und sind selbst bereits zum Gegenstand von Mythen und Legenden geworden …
Im Laufe der Zeit sind diese großen Horrorromane ein ums andere Mal um- und weitergeschrieben worden: Die Figur des Frankenstein verschmolz mit seiner Schöpfung zu einem Wesen aus Stahlbolzen, Stichen und Narben; Dracula wurde ein attraktiver Salonlöwe im Smoking; Mr. Hyde machte man zu einem affenähnlichen Geschöpf, das Slums von Whitechapel in East London unsicher macht; und Sherlock Holmes, mit seinem obligatorischen Jagdhut und der Meerschaumpfeife im Mund, sagt „Elementar, mein lieber Watson“, wenn er einmal mehr seine Fähigkeit der logischen Schlussfolgerung unter Beweis stellt. …
Auszug 'Einleitung', Seite 13
Der Einfluss dieser Poeten der Schwarzen Romantik, mit ihren dunklen Phantasien, auf die bildende Kunst und auch den Film wird hier ansprechend dargelegt. Eine Vielzahl von Abbildungen dokumentieren diesen Einfluss ebenso. Das Buch führt uns vor Augen, wie die vier großen Mythen des Horrors im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt haben und warum sie zu Symbolen für das Unbewusste des modernen Menschen geworden sind, die uns faszinieren und gleichzeitig Gänsehaut auflaufen lassen …
Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt. …
Die Schauerliteratur (englisch gothic fiction) bzw. der Schauerroman (englisch gothic novel) ist ein literarisches Genre der Phantastik, das Mitte des 18. Jahrhunderts in England entstand und seine Blüte am Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. …
A]lfred Noe, widmet diesen Band der stilistischen Untersuchung französischer Prosa. Genauer gesagt französischer Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts. …
Hier habe ich ein Werk, bei dessen Einordnung ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Literarische Phantastik betreffen oder doch eher reiner Horror/Schauer? …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Nancy Arrowsmith Das große Buch der Naturgeister Weitbrecht, Stuttgart (2000) ISBN 352271685X
Mit einem Nachwort von Michael Korth
Es ist fast unmöglich, die Unzahl von übernatürlichen Gestalten der Geisterwelt in eine Systematik zu gießen. Nancy Arrowsmith versucht dennoch die europäischen Elben nach Art, Gattung und Familie zu klassifizieren, Kennzeichen und Verbreitung zu beschreiben und Mitteilungen über deren Lebensgewohnheiten und ihren Umgang mit den Menschen anzugeben. Der Name Elben ist hier gleichzusetzen mit Elfen oder Albae der nordischen Mythologie – wobei – so ganz genau nimmt es die Autorin mit der Einteilung nach diesem Muster wohl nicht. Aber in diesem Sektor der Literatur ist ein bisschen Ellenbogenfreiheit nicht ungewöhnlich …
Wie ernst man es mit Naturgeistern nimmt, ist wohl einem selbst überlassen, aber dass diese Gestalten in der Fantasyliteratur und teilweise auch in der Horror-/Schauer-/Geisterliteratur einen festen Platz haben, ist meines Erachtens unbestritten. In diesem Buch werden die Elben in drei Hauptgruppen unterteilt. Die Licht-Elben als Meister der Verwandlung und Reisende durch die Dimensionen. Die Dunkel-Elben mit ihrer Erdgebundenheit und ihrer mitunter sehr strengen Bindung an menschliche Behausungen. Zuletzt die Dämmer-Elben als zahlreichste Gruppe, die aufgrund der auferlegten Beschränkungen von Ort, Zeit und Raum am leichtesten vom Menschen wahrgenommen werden. …
Ich hoffe, einen Beitrag zur leichteren Identifizierung der europäischen Elben zu leisten und größeres Interesse für sie zu wecken, indem ich dem Leser die Augen öffne für ihre Existenz in unserer Zeit. Eine meiner schwierigsten Aufgaben war es, die älteren, glaubwürdigeren und vollständigeren Fassungen der Volkserzählungen und mündlichen Überlieferungen von den neueren, christianisierten und entstellten Versionen zu trennen. Wenn es zutrifft, was die moderne Märchenforschung behauptet, dass die meisten Volkserzählungen ihrem Wesen und Ursprung nach aus der Steinzeit stammen, und wenn man bedenkt, dass Naturgeister schemenhaft und wandlungsfähig sind, so ist es einleuchtend, dass ihre Kodifikation und Klassifikation zumindest problematisch ist. Jedes System ist unvollständig und Widersprüchen ausgesetzt. …
Auuszug 'Einführung', Seite 9-14
Jedenfalls ist es ein schönes gebundenes Buch, mit gutem Papier und sehr schönen Illustrationen. Es ist ein Buch, dass man gerne zur Hand nimmt, wenn man ein bisschen träumen will und Märchen nicht abgeneigt ist. Es liegt hier in der zweiten deutschen Neuausgabe vor und beinhaltet auch ein umfangreiches Quellenregister und eine ansehnliche Bibliographie. Das angeführte Nachwort von Michael Korth sucht man allerdings vergeblich – das dürften die Elben wohl still und heimlich entfernt haben – wer weiß warum? …
[biographisches] Nancy Arrowsmith auf ullstein-buchverlage.de
Nancy Arrowsmith ist die Autorin des Kultbuches A Field Guide to the Little People das seit 30 Jahren in vielen Ausgaben erschien und in Deutschland gerade unter dem Titel Elben, Trolle, Hobgoblins ? Die Geister von Mittelerde und andere Fabelwesen im Piper Verlag wieder aufgelegt wurde. Sie ist die Gründerin und langjährige Chefredakteurin der ersten deutschen Biogartenzeitschrift Kraut & Rüben, die bereits seit 22 Jahren erscheint.…
A]lfred Noe, widmet diesen Band der stilistischen Untersuchung französischer Prosa. Genauer gesagt französischer Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts. …
Hier habe ich ein Werk, bei dessen Einordnung ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Literarische Phantastik betreffen oder doch eher reiner Horror/Schauer? …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
George Hay (Hrsg.) Das Buch der toten Namen. Necronomicon Edition AHA/Schulze, Bergen/Dumme (1992) ISBN 3894231122
Mit zusätzlichen Beiträgen von Dr. Stanislaus Hinterstoisser, L. Sprague de Camp, Christopher Fraylig und Angela Cater
Für ein Buch, dass es überhaupt nicht gibt, hat es einen unheimlichen Ruf erlangt. Das Necronomicon. Autoritäten wie Angela Carter, Dr. Christopher Frayling und L. Sprague de Camp konnten überzeugt werden, einen intensiveren Blick auf die Rolle H. P. Lovecrafts in dieser Geschichte zu werfen, als es bisher ohnehin schon getan wurde …
Es soll hier auch Missverständnisse vermieden werden – dieses Buch hat keinerlei Verbindung mit dem „Necronomicon“ aus dem Schikowski-Verlag (siehe hier im Blog). Es entstammt einem völlig anderem Quellenfundus. Das trifft auch die anderen „Necronomicons“ (siehe hier im Blog) zu. Während die einen alles, was mit dem Necronomicon zusammenhängt, für eine literarische Erfindung Lovecrafts halten und jeglichen realen Hintergrund bestreiten, gehen andere davon aus, dass es sich sehr wohl um einen realen Text handelt, den Lovecraft nur literarisch verarbeitet hat, der aber sehr wohl existiert. …
Ich sehe keine Veranlassung, diese Einleitung mit einer Spekulation über Okkultismus ausklingen zu lassen. Es ist nicht meine Absicht, den Leser in Schrecken zu versetzen. Lovecraft brachte sein Leben damit, genau das zu tun und gab schließlich gelangweilt auf. Lassen Sie uns daher das zusammenfassen, was wir wirklich wissen und was wir verstandesgemäß davon ableiten können. Wir wissen, dass die „Geheimen Namen“ wirklich existierten (obwohl wir nicht wissen, ob Lovecraft das Buch „Necronomicon“ nannte oder ob es sich dabei um den Titel der Handschrift handelte.). Wir sind ziemlich sicher, dass Winfield Lovecraft eine Kopie davon besaß – entweder vollständig oder fragmentarisch. Wir sind geneigt zu akzeptieren, dass diese Kopie an Lovecraft überging und die Basis des Cthulhu-Mythos bildete. Was nun die literaturgeschichtliche Seite angeht, ist dies ALLES, was wir wissen. …
Auszug 'Einleitung', Seite 15-72
Dieses Buch gibt es auch in einer zweiten und dritten Ausgabe und hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Es wird in beiden, mir vorliegenden Versionen, in meine Lovecraft-Bibliothek Eingang finden. Olaf Thorbrügge in seinem Vorwort: „Wie dem auch immer sei: Sowohl magisch Interessierte, als auch Darf-Fantasy-Fans können in diesem Buch finden, was sie suchen, wenn sie – wie schon George Hay in seinem Vorwort zur englischen Originalausgabe schon sagte – GENAU hinsehen“ …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Das Necronomicon in der WIKIPEDIA
Das Necronomicon ist ein fiktives Grimoire, das Anfang des 20. Jahrhunderts von H. P. Lovecraft erdacht wurde. Das Buch ist ein Teil des Cthulhu-Mythos, wobei es in die Horror- und Fantasyliteratur eingegangen ist und wie kaum ein anderes zahlreiche andere Autoren zu Geschichten um dieses Werk inspiriert hat. Es hat dabei seinen ganz eigenen Mythos entwickelt.…
[Artikel] Necronomicon ex mortis – auf de-academic.com
Das Buch Necronomicon ist die wohl berühmteste Schöpfung des US-amerikanischen Horror-Autors H. P. Lovecraft. Dieses fiktive Buch ist in die Horror- und Fantasyliteratur eingegangen wie kaum ein anderes und es existieren viele unterschiedliche Darstellungen.…
[Artikel] Das Necronomicon – auf raetsel-der-menschheit.info
Beim Necronomicon handelt es sich um ein vom amerikanischen Schriftsteller Howard Phillips (H.P.) Lovecraft beschriebenes Buch, das angeblich im Jahr 730 von dem verrückten Araber Adul Alhazred (oder Abd Al’Azrad) verfasst wurde. Auf etwa 800 Seiten werden sowohl der Ursprung der „Großen Alten“ erklärt als auch exakte Anleitungen zur Beschwörung von übernatürlichen Wesen gegeben. …
A]lfred Noe, widmet diesen Band der stilistischen Untersuchung französischer Prosa. Genauer gesagt französischer Horrorliteratur des 19. Jahrhunderts. …
Hier habe ich ein Werk, bei dessen Einordnung ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte. Literarische Phantastik betreffen oder doch eher reiner Horror/Schauer? …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Joachim Körber (Hrsg.) Das Stephen King Buch Heyne, München (1989) ISBN 3453033167
Über King, Interviews, das Werk, die Filme und Daten
Ein Buch wie dieses gehört jedenfalls in die Bibliothek eines Phantastikliebhabers. Speziell, wenn Horror für ihn ein Thema ist. Stephen King ist wohl einer der meistgelesenen Autoren und auch wenn dieses Buch bereits in die Jahre gekommen ist, vermittelt es trotzdem noch einen sehr guten ersten Blick auf den Meister des Horrors. …
Die Zusammenstellung gefällt mir an diesem Buch ganz besonders. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis (siehe Bilderkarussell) zeigt den Grund. Zunächst bekommt man King über King – autobiographische Anmerkungen, einen Vortrag und King über sein Pseudonym Richard Bachmann. Gefolgt von einigen seiner besten Geschichten. Anschließend noch Interviews von Charles Platt, Douglas E. Winter und Eric Norden mit King. …
Stephen King ist ein Phänomen. Der ehemalige Lehrer aus Maine, der kaum den Lebensunterhalt für sich und seine Familie erwirtschaften konnte, ist heute der meistverkaufte, meistgelesene und bestverdienende Schriftsteller der Welt – und das in einem literarischen Genre, Horror, dem kaum jemand dieses gewaltige Bestsellerpotential zugetraut haben würde. […] Das vorliegende Buch versucht, erste Antworten auf diese Fragen zu geben. Es enthält Beiträge von Stephen King selbst, in denen er zu seiner Person Stellung nimmt, Interviews mit ihm zu verschiedensten Aspekten seines Lebens und Werks (hervorzuheben das Playboy-Interview) und lässt zahlreiche prominente Kollegen und internationale Kritiker zu Wort kommen. Sie alle nehmen Stellung zu Stephen King und seinen Büchern und versuchen auf ihre Weise, Antworten zu finden. …
Auszug `Vorwort`, Seite 7-8
Nach den Beiträgen von Kollege werden noch das Werk des Autors und jene Filme besprochen, welchen sein Werk zugrunde liegt. Als Abschluss gibt es dann noch eine Bibliographieund eine Filmographie samt Quellenverzeichnis und Informationen über die einzelnen beitragenden Autoren. Informativ und gut gemacht – schön es in meiner Bibliothek zu haben …
Stephen Edwin King (* 21. September 1947 in Portland, Maine) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er schrieb auch unter Pseudonymen, 1972 als John Swithen und zwischen 1977 und 1985 als Richard Bachman. Er ist vor allem bekannt für seine Horrorromane, die ihn zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart machen. Seine Bücher wurden bis 2017 über 400 Millionen Mal verkauft und in über 40 Sprachen übersetzt. …
Zunächst ein etwas denkwürdiges Buch über J. R.R. Tolkien und Homosexualität, dann eine etwas ältere Biografie zu Stephen King und als Abschluss ein Buch zu George Orwell …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
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