Schlagwort: Stadt

Fundstücke #10 – Veröffentlichungen, Dissertationen aus dem Netz: Von Science-Fiction-Städten lernen

Warum sollte die Stadtplanung in einen Dialog mit den medialen Welten der Science-Fiction treten?

Dieses Mal habe ich eine 72-seitige Broschüre des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) aufgegabelt. Recht interessant setzt sie sich mit dem Thema „Städte der Zukunft“ auseinander und mag den Einen oder Anderen von euch in ihrer speziellen Fragestellung interessieren …

„Von Science-Fiction-Städten lernen – Szenarien für die Stadtplanung“ ist das Ergebnis des viermonatigen Forschungsprojekts „Sci-Fi-Cities – Stadtzukünfte in Kunst, Literatur und Video“. Das Forschungsprojekt untersuchte die Frage, ob und in welchen Bereichen Werke der Science-Fiction der Stadtpolitik Orientierung geben können, um nach Potenzialen und Risiken der Stadt von Übermorgen zu suchen.

Imaginäre Städte sind ein wiederkehrender Handlungsort in der Science-Fiction. AutorInnen nutzen teils bekannte, teils entrückte Stadtwelten, um ihren gesellschaftlichen Entwurf zu platzieren. Dieser ist meist als Kritik an die Gegenwart gerichtet. Die lebensweltlichen Diskurse der Gegenwart und die imaginären Weltentwürfe in Comics, Filmen oder Computerspielen sind in beide Richtungen verbunden: Technologische Fiktionen, etwa Bildtelefone der 1930er-Jahre, wurden Wirklichkeit und bestimmen aktuelle Lebens- und Arbeitswelten. Umgekehrt greifen Science-Fiction-AutorInnen reale Stadtentwicklungstrends auf, z.B. die global fortschreitende Verstädterung. Schließlich ist Stadtplanung an eine wissenschaftliche Methodik gebunden, während Werke der Science-Fiction an der Spannung der Erzählung bemessen werden. …

Auszug Zusammenfassung, Seite 8

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Utopie #6 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur

Der politisch-militärische Zukunftsroman in Deutschland 1904-1914, der Alptraum Großstadt und der Ideenroman und Utopie in England. Drei Themen im Utopiethema die behandelt sein wollen. Da gibt es wieder genug Material um einige Zeit beschäftigt zu sein 🙂 …


Hening Franke - Der politisch-militärische Zukunftsroman in Deutschland 1904-14
Hening Franke – Der politisch-militärische Zukunftsroman in Deutschland 1904-14

Henning Franke
Der politisch-militärische Zukunftsroman in Deutschland 1904-14
Ein populäres Genre in seinem literarischen Umfeld
Europäische Hochschulschriften, Reihe I Deutsche Sprache und Literatur, Band 559
Peter Lang, Frankfurt/Main (1985), Taschenbuch, 278 Seiten
ISBN 3820484450

Zwischen 1904 und 1914 erschienen in Deutschland ca. 40 Erzähltexte, die einen militärischen Konflikt für die nahe Zukuft prognostizierten. Die vorliegende Arbeit versteht sie als Dokumente der Bewustseinsgeschichte.

Mit einigem hin und her könnte man diese Ausgabe natürlich auch der Science Fiction zuordnen, ich fand sie in der Abteilung Utopie besser aufgehoben …

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 64.39 EUR, größter Preis: 113.92 EUR, Mittelwert: 75.95 EUR


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Utopie #5 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur/Neuzugänge #13– BIBLIOTHECA UNIVERSITAS PHANTASTICA

Heute sozusagen eine Doppelveranstaltung – Neu und gleichzeitig Themenrein. Detlef Münch-Festspiele mit seinen neuen Veröffentlichungen zum Ende des 1. Weltkrieges und zur Zukunftsgesellschaft von 1890. Karl Gronau mit seinen Vorstellungen zum Staat der Zukunft von 1933 liegt auch neu auf meinen Schreibtisch. Also, auf geht’s


Detlef Münch - Wie der Weltkrieg sein Ende fand
Detlef Münch – Wie der Weltkrieg sein Ende fand

Detlef Münch (Hrsg.)
Wie der Weltkrieg sein Ende fand
Deutsche Kriegsutopien im 1. Weltkrieg
Deutsche Zukunftsvisionen vor 100 Jahren, Band 18
Synergen, Dortmund (2017), Taschenbuch, 210 Seiten
ISBN 9783946366188

Der vorliegende Band gehört zum Projekt im Synergen-Verlag, mit dem vergessene klassische deutsche SF-Geschichten wiederveröffentlicht werden sollen und über den thematischen Schwerpunkt ein breites Interesse an der traditionellen deutschen Science Fiction geweckt werden soll. Den die tradierte Erkenntnis von August Bebel (1840-1913) „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ trifft auf die utopische Literatur in besonderer Art und Weise zu: …

Antiquarisch gesichtet: Neuwerk, ab Verlag 29,80 Euro


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