Beiträge getaggt mit Herr der Ringe

Tolkiens Gandalf und Merlin – Brüder, Cousins?

Lin Carter - Tolkiens Universum

Lin Carter – Tolkiens Universum

Was mir gerade zusätzlich durch den Kopf schießt – wie verwandt sind Merlin, die wichtigste Gestalt der Artussage und Gandalf, die wichtigste Gestalt von Tolkies Geschichten „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“. Hat Tolkin Anleihen an der Gestalt Merlins genommen.

Merlin und Gandalf sind beide tragende Gestalten in ihren Geschichten. Merlin prophezeit schon Vortigan den Untergang als Kind, zaubert Stonehenge von Irland nach Salisbury, sorgt für die Zeugung von Artur, trägt Sorge für dessen Erziehung in seinem Sinne, schafft die Tafelrunde und wird ihr „inspirierender“ Mentor.

Gandalf ist auf seine Weise ebenfalls die treibende Kraft der Mittelerde-Geschichten. Er sorgt dafür, dass Bilbo mit den Zwergen loszieht und dadurch den einen Ring in Besitz bringt. Es sorgt meines Erachten dafür, dass „die Gefährten“ sich auf den Weg machen und ist ebenso „inspirierender“ Mentor der Gruppe und darüber hinaus. Den Rest des Beitrags lesen »

, , , , ,

2 Kommentare

Demokratie, eine entartete Staatsform …

„… Aristoteles unterscheidet drei „gute“ Staatsformen – Monarchie, Aristokratie und Politie –  sowie drei „entartete“ Staatsformen – Tyrannis, Oligarchie und Demokratie. Während in den guten Staaformen zum allgemeinen Nutzen regiert werde, sei die Tyrannis eine Alleinherrschaft zum Nutzen des Herrschers, die Oligarchie eine Herrschaft zum Nutzen der Reichen und die Demokratie eine solche zum Nutzen der Armen …“
(siehe dazu Inklngs 30, seite 246)

Inklings, Band 30Ich  muss gestehen, so habe ich das bisher noch nicht gehört. Gerd Strohmeier stellt diese und andere Grundzüge der Gewaltenteilungslehre an den Anfang seines Artikels „Ein Ring … Gewaltenteilung zu unterbinden – J. R. R. Tolkiens The Lord of the Rings aus Sicht der Gewaltenteilungslehre“.

Ich habe diesen Artikel ganz unbedarft zu lesen begonnen und bin dann unversehens über diese Textstelle gestolpert. Demokratie – eine entartete Staatsform zum Nutzen der Armen? Ich war etwas verblüfft. Kann man das wirklich so sehen? Ist unsere Demokratie also keine Demokratie im Sinne Artisoteles?

Aristoteles relativiert diese Aussage jedoch einigermaßen, indem er als beste Staatsform die mildeste Form der Demokratie vereint mit der mildesten Form der Oligarchie als Mischverfassung sieht.

Jedenfalls hat mich dieser Artikel einigermaßen zum Nachdenken gebracht. Man soll also nicht sagen, dass ältere Artikel nicht doch noch Nachwirkungen haben können. Den Rest des Beitrags lesen »

, , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Guido Schwarz: Jungfrauen im Nachthemd – Blonde Krieger aus dem Westen

Jungfrauen im Nachdhemd

Cover-Ansicht

Eine motivpsychologisch-kritische Analyse von J.R.R. Tolkiens Mythologie und Weltbild.

Habe ich soeben, überraschender Weise, in den Tiefen meiner Bibliothek vorgefunden. Klappentext:

„Bei einer motivpsychologischen Analyse von J.R.R. Tolkiens Büchern wird schnell deutlich, dass der Autor des „Herr der Ringe“ nicht nur ein hervorragender Fantasy-Schreiber, sondern auch ein Mensch mit einer zutiefst faschistoiden Ideologie war: sein Frauen-, Männer- und Rassenbild lassen keinen anderen Schluss zu, auch wenn dies auf den ersten Blick weit hergeholt erscheint und den Jubelrufen rund um Tolkien widerspricht. Guido Schwarz legt neben den hermeneutischen Grund- lagen die Mythologie sowie das Weltbild des erfolgreichsten Autors des 20. Jhd. offen und analysiert „Mittelerde“ bis ins Detail – ein Muss für alle Tolkien-Fans, die einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen wollen. Obwohl auf den ersten Blick eine Kritik an Tolkien, stellt das Buch durch seinen gesellschaftskritischen Ansatz den Leser vor die Notwendigkeit, sein eigenes Weltbild kritisch unter die Lupe zu nehmen: der „Faschismus für den Hausgebrauch“ ist auch in der heutigen Zeit ein Phänomen, das ebensowenig verleugnet werden sollte, wie die dunkle Seite in Tolkiens Geschichten. Die humorvoll-provokant geschriebene Analyse zerstört nicht Tolkien, sondern die Blauäugigkeit unkritischer Lektüre.

  • Taschenbuch: 190 Seiten
  • Verlag: Königshausen u. Neumann (16. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3826026195
  • ISBN-13: 978-3826026195
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 2,3 x 23,6 cm

Na mal sehen, was sich da in meine innerste Festung eingeschlichen hat … 🙂

, , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Gudrun Zahnweh: Heldenfiguren bei Tolkien

heldenfiguren tolkien

Inhaltsverzeichnis

Nachdem es mir gelungen ist die Tolkania-Reihe des EDFC bei mir zu ergänzen, darf ich auf die Nummer 2 der Reihe hinweisen.

Gudrun Zahnweh
Heldenfiguren bei Tolkien
EDFC, 1986
ISBN 3-924443-9

Dazu auch das Inhaltsverzeichnis für Interessierte.
Antiquarisch derzeit zwischen 20 und 30 Euro zu bekommen.


Für Tolkiana 2:

  • Taschenbuch: 206 Seiten
  • Verlag: edfc; Auflage: 1. Aufl. (1995)
  • ISBN-10: 3924443750
  • ISBN-13: 978-3924443757
Cover-Ansicht 2. Neuauflage-Neusatz Tolkiana 2

Cover-Ansicht 2. Neuauflage-Neusatz Tolkiana 2

heldenfiguren tolkien

Inhaltsverzeichnis 1. Einzelauflage

, , , , , , ,

Ein Kommentar

Sonja Schmid: Im Netz der Filmgenres: The Lord of the Rings“ und die Geschichtsschreibung des Fantasygenres

Im Netz der Filmgenres

Cover-Ansicht

„The Lord of the Rings“ und die Geschichtsschreibung des Fantasygenres

Was haben Peter Jacksons Verfilmung von „The Lord of the Rings“ und Disneys „Mary Poppins“ gemeinsam? Welche Rolle spielt der ehemalige US-Präsident Georg W. Bush für Jacksons Trilogie? Und wie lassen sich solche Filme genrehistorisch betrachten? Sonja Schmid entwickelt ein vernetztes Modell der Geschichte von Filmgenres, das Werke nicht länger in fixe historische, politische oder gesellschaftliche Kontexte presst. Stattdessen trägt dieses Modell den vielfältigen Prozessen und Dynamiken Rechnung, die zur Entstehung eines Werkes beitragen. Am Genre „Fantasy“ und insbesondere an Jacksons „The Lord of the Rings“ veranschaulicht Schmid die Anwendung dieses Modells. Dabei zeigt sie, wie sich die Filmreihe und das sich um die Produktion rankende dichte Netzwerk, die unterschiedlichen Faktoren und Interessen simultan untersuchen sowie die zahlreichen historischen Fäden und Verknüpfungen, die eben jenes Netz bilden, nachverfolgen lassen.
(Quelle: Amazon Artikelbeschreibung)
Siehe auch: Phantastisch! 56, Seite 65

 

  • Gebundene Ausgabe: 294 Seiten
  • Verlag: Tectum; Auflage: 1., Aufl. (22. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828832962
  • ISBN-13: 978-3828832961
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,6 x 2,7 cm

 

, , , ,

Ein Kommentar

%d Bloggern gefällt das: