Kategorie: Utopie/Antiutopie/Dystropie

Eine Utopie („der Nicht-Ort“; aus altgriechisch οὐ- ou- „nicht-“ und τόπος tópos „Ort“) ist der Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist. Im Gegensatz zur Dystopie (englisch dystopia, Gegenbildung zu utopia) oder Anti-Utopie welche in der Literaturwissenschaft eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit oftmals negativem Ausgang ist.

Utopie #16 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Macht und Menschlichkeit in der Utopia des Thomas Morus

Die Kenntnis über dieses Büchlein verdanke ich der genauen Lektüre des damals noch im Eigenverlag erschienenen Magazins „Science Fiction Times 1961/10, Jhrg. 4, Nr. 20. Auf Seite 4 werden, ganz unscheinbar und unauffällig, zwei Bände der „Schriftenreihe der deutschen Hochschule für Politik, Berlin“ erwähnt. Dieser Band ist der jüngere der beiden und stammt aus dem Jahre 1953 …


Burkhard Blüm spricht eine Empfehlung für diese 32 Seiten starke Broschüre aus …

… In der anderen Broschüre interpretiert Prof. Dr. G. Möbius das Werk Thomas Mores und kommt zu überraschenden Ergebnissen – wenn man die im zuvor genannten Band [D.D: Tillich: Politische Bedeutung der Utopie im Leben der Völker] gegebene Definition der Utopie zugrundelegt, ist Utopia keine Utopie…

Science Fiction Times 1961/10, Jhrg. 4, Nr. 20, Seite 4

Dieses Werk ist eine Verschriftlichung eines Vortrages, der anlässlich einer Immatrikulationsfeier an der Deutschen Hochschule für Politik, am 14. November 1952, gehalten wurde …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Prof. Dr. Gerhard Möbius
  • Macht und Menschlichkeit in der Utopia des Thomas Morus
  • Vortrag
  • Weiss, Berlin (1953)
  • Schriftenreihe der Deutschen Hochschule für Politik Berlin
  • Heft
  • 32 Seiten

derzeit leider vergriffen

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  • interessante Lektüre in Verbindung mit:
  • D.D: Tillich: Politische Bedeutung der Utopie im Leben der Völker, Weiss, Berlin (1951)
  • [Biographisches] Gerhard Möbius, Politologe, Pädagoge, Bildungssoziologe, * 19.3.1912 Breslau, 10.9.1965 Bad Oldesloe, auf Deutsche Biographie

siehe auch (Auszug):


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Fundstücke #8 – Veröffentlichungen, Dissertationen aus dem Netz: UTOPIE UND POLITIK

Die Utopie als Produkt menschlicher Kreativität und ihre aktuelle gesellschaftspolitische Bedeutung

Intern - Utopie

 

UTOPIE UND POLITIK

Die Utopie als Produkt menschlicher Kreativität und ihre aktuelle gesellschaftspolitische Bedeutung

Inauguraldissertation

zur Erlangung des Doktorgrades

der Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

2018 vorgelegt von Master of Arts Ina-Maria Maahsaus Höxter

Die Zielsetzung dieser Arbeit umfasst daher zwei Hauptaspekte:

1.) Identifizierung und Analyse aktueller politischer Utopien in Literatur und Praxis.

Die Leitfrage dazu lautet: Wenn politische Utopien auch heute weiter bestehen, welche aktuellen Zeitkritiken und alternativen Gesellschaftsmodelle präsentieren sie?

2.) Herausstellung aktueller realpolitischer Potenziale utopischer Denkweisen

Die Leitfrage dazu lautet: Welche Potenziale bieten Utopien heute für die politische Gestaltung?

Dieser Untersuchung wird folgende These zugrunde gelegt: Politische Utopien haben aktuell zwar nur wenig Bedeutung in der Politikpraxis wie Politikwissenschaft, existieren aber auch heute und böten umfangreiche Potenziale für eine kreative Politikgestaltung, die innovativ, nachhaltig und gemein-wohlorientiert ist.

a.a.O., Auszug, Einleitung


siehe auch (Auszug):


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Phantastik #13 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Verrückt nach Karten

Ich liebe Karten …

Wen faszinieren Landkarten in Büchern denn nicht? Tolkien sagte: „Ich begann wohlweislich mit einer Karte und machte die Geschichte passend.“ Also, hier ist ein Buch mit und über Karten …


Huw Lewis-Jones - Verrückt nach Karten
Huw Lewis-Jones – Verrückt nach Karten

Huw Lewis-Jones (Hrsg.)

Verrückt nach Karten

Geniale Geschichten von fantastischen Ländern

Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt (2019), gebundene Ausgabe, 258 Seiten

ISBN 9783806239317

Verrückt nach Karten – Jaaaaa

Genial – Jaaaaa

Ich liebe diese Darstellung fantastischer oder realer Orte und Gegenden in der zweidimensionalen Art.

Am Anfang war die Karte. Karten sind mitreißend, voller Wunder und Magie. Karten versprechen Abenteuer und Spannung wie eine gute Geschichte. Robert Louis Stevenson erfand eine Karte, um ein Kind zum Träumen zu bringen. Die Idee für Die Schatzinsel war geboren. Schriftsteller lieben Karten. Dieser fantastische Atlas zeigt ihre Favoriten. Darunter sind nicht nur die gezeichneten Helden aus ihren Büchern, sondern auch die Pläne realer Städte, die sie inspiriert haben, und die raschen Skizzen am Rand der Seite. Mercators Weltprojektionen faszinieren J. K. Rowling oder Robert Macfarlane genauso wie Google Maps, das Liniennetz der U-Bahn und die Monster auf alten Seekarten. …

a.a.O., Rückenseitentext

Ein sehr liebevoll gestaltetes Buch, in das man sich verlieben könnte …

Antiquarisch:

Kleinster Preis: 22.50 EUR, größter Preis: 51.01 EUR, Mittelwert: 34.00 EUR

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siehe auch (Auszug):


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Science Fiction #24 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Revanche!

Franz Rottensteiner und die Zukunftskriege …

Der vorliegende Sammelband enthält Rezensionen des bekannten österreichischen Autors, Herausgeber und Kritikers Dr. Franz Rottensteiner zu ausgewählten im Zeitraum von 1919 bis 1938 erschienenen deutschsprachigen Romanen und Erzählungen zum Themenbereich „Zukunftskrieg und Wiederauferstehung zu alter Macht“ …


Franz Rottensteiner - Revavche!
Franz Rottensteiner – Revavche!

Franz Rottensteiner

Revanche!

Zukunftskrieg und Wiederaufstieg zu alter Macht im deutschsprachigen Zukunftsroman der Zwischenkriegszeit

DvR, Lüneburg (2019), Taschenbuch, 232 Seiten

ISBN 9783945807460

In der Science-Fiction ist der Krieg allgegenwärtig, in den deutschen Zukunftskriegsromanen, wie sie vor allem in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg häufig waren, wird der Krieg in bestimmter politischer Absicht thematisiert, etwa in der Hinsicht, dass der eigene Staat für drohende Konflikte nicht gerüstet sei. Gegenüber England nicht zur See, gegenüber Frankreich zu Land. Diese beiden Länder wurden als Hauptfeinde in künftigen Auseinandersetzungen gesehen. Die meisten dieser Romane verfolgten eine eindeutige Tendenz, manche waren mit beträchtlicher Sachkenntnis geschrieben. […] Es ist schwer abzuschätzen, welchen Einfluss die SF der Weimarer Zeit wirklich hatte. Viele Bücher und Broschüren wurden zweifellos massenhaft verbreitet, besonders die der Rechten, andere hatten nur winzige Auflagen, erschienen in obskuren Verlagen und fanden kaum Verbreitung. Viele wurden entweder bald nach Erscheinen beschlagnahmt oder später von den Nazis verboten und fast restlos vernichtet. Die Untersuchung Fishers zeigt, dass die Trivialliteratur weniger eine formende Kraft der öffentlichen Meinung und der Zukunft ist als ein Indikator dafür, was große Teile der Bevölkerung empfinden, was sie bewegt, was sie fürchten oder sich für die Zukunft erhoffen oder ersehnen. Sie zeigt auch den Mangel an echtem Verständnis für die wahren Kräfte, die ihr Schicksal gestalten. An ihre Stelle treten romantisierte und idealisierte Wunschvorstellungen, in denen sich dumpf empfundene Sehnsüchte niederschlagen. …

a.a.O., Auszug aus der Einleitung)
Anmerkungen:Antiquarisch:weiterführende Links:

Inhalt:

  • Einleitung
  • Krieg allgemein
  • Revanche!
  • Rassenkrieg
  • Frieden mit Gewalt erzwingen
  • Seltene Antikriegs-Romane
  • Literaturverzeichnis

Kleinster Preis: 17.50 EUR, größter Preis: 17.50 EUR, Mittelwert: 17.50 EUR

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  • [Biographisches] Franz Rottensteiner auf wikipedia.org

  • [Verlag] Die Möglichkeit der Ausflassung des Verlages von Dieter von Reeken

  • [Verlag] Die eingeschränkte Weiterführung des Verlages

siehe auch (Auszug):


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Magazine #23 – das Salz in der Phantastik-Suppe: Neuer Stern – Fanzine des SF Club Halle

Im SF-Netzwerk wurde ich (neuerlich) auf ein Fanzine aufmerksam, dass sich nun schon seit 2012 recht tapfer behauptet. Wobei es eigentlich kein Fanzine sein will (es aber, trotz allem, doch ist). Im Untertitel heißt es: „Rundbrief an die Freunde des ASFC Halle“. Es ist eigentlich ein Dinosaurier der Fan-Szene, aber durchaus interessant gestaltet. Ich habe mir die derzeit erhältlichen bzw. noch reproduzierbaren Exemplare der Gesamtserie senden lassen und ich denke, da wird es, von Fall zu Fall, doch noch einiges Sekundärliterarisches zu erwähnen geben …


Aber lassen wir Thomas Hofmann zunächst selbst zu Wort kommen:

„Es begann mit dem Weltuntergang 2012“

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