Wen faszinieren Landkarten in Büchern denn nicht? Tolkien sagte: „Ich begann wohlweislich mit einer Karte und machte die Geschichte passend.“ Also, hier ist ein Buch mit und über Karten …
Ich liebe diese Darstellung fantastischer oder realer Orte und Gegenden in der zweidimensionalen Art.
Am Anfang war die Karte. Karten sind mitreißend, voller Wunder und Magie. Karten versprechen Abenteuer und Spannung wie eine gute Geschichte. Robert Louis Stevenson erfand eine Karte, um ein Kind zum Träumen zu bringen. Die Idee für Die Schatzinsel war geboren. Schriftsteller lieben Karten. Dieser fantastische Atlas zeigt ihre Favoriten. Darunter sind nicht nur die gezeichneten Helden aus ihren Büchern, sondern auch die Pläne realer Städte, die sie inspiriert haben, und die raschen Skizzen am Rand der Seite. Mercators Weltprojektionen faszinieren J. K. Rowling oder Robert Macfarlane genauso wie Google Maps, das Liniennetz der U-Bahn und die Monster auf alten Seekarten. …
a.a.O., Rückenseitentext
Ein sehr liebevoll gestaltetes Buch, in das man sich verlieben könnte …
Bibliotheca Universitas Phantastica #125 – Neues aus der Bibliothek-Neue Fantasia-Ausgaben sind eingelangt. Eine mit phantastischen Filmen und eine allgemeine Ausgabe. Zwei Buchteile sind auch neu. Eine Einleitung zu einem Star Trek-Buch und ein Artikel aus einem Band zum Thema Gedächtnis. Kontrafaktisches Erzählen am Beispiel von "The Man in the High Castle". Dazu noch das neuerste "phantastisch!" mit der Nummer 102. Im Übrigen: Schöne (Ferien-)Tage noch …
Fantasy #22 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Bölsche, Wilhelm – Drachen-Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Fantasy #21 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Wild, Friedich – Drachen im Beowulf und andere Drachen – Wien (1962)-Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Bibliotheca Universitas Phantastica #124 – Neues aus der Bibliothek-Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens - die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema "Drachen in der Fantastik" nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Begleitende Literatur zur Phantastik #94: Heldenzeit – Kragl, Florian-Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Bibliotheca Universitas Phantastica #123 – Neues aus der Bibliothek-Die drei Neuzugänge sind eigentlich eher ganz spezielle Bücher im Sinne der Ausrichtung der Bibliothek. "Die Magie der Welt" stellt die Frage der Bedeutung der Magie in der Geschichte der Menschheit. Ableitungen ins Fantasy-Genre sind da wohl erlaubt. "Im Bann der Utopie" behandelt die Hoffnungsphilosophie Ernst Blochs in der DDR-Literatur und schlägt damit ins Utopiefach. Die vorliegende Studie weist die Präsenz des Blochschen Denkens in der Figurengestaltung, an Denkmodellen und utopischen Bildern wichtiger literarischer Werke nach. Darüber werde ich aber noch gesondert reflektieren …
Universitas Phantastica – Reflektion #31 – Wie der kosmische Horror das Genredreieck vollendet …-Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Bibliotheca Universitas Phantastica #122 – Neues aus der Bibliothek-Zwei relativ neue Veröffentlichungen sind gestern vorstellig geworden. "Hither Shore Nr. 21" und "Von Robin Hood zu Robin of Sherwood". Hither Shore hat den üblichen Nachteit, dass alle Artikel bis auf einen auf englisch veröffentlicht wurden. Offenbar legt man keinen Wert darauf, auch hierzulande ohne Hürden gelesen zu werden. Bei "Von Robin…" wurden nicht alle Artikel in die Datenbank übernommen, weil nicht alle relevant (der Phantastik) gewidmet sind. Für eine Gesamtübersicht hier bitte ToC (Table of Content) verwenden. Sehr gefallen hat mir auch "Ghostarbeiter" mit dem Artikel "Deutschland. Ein Science-Fiction". Dazu morgen noch eine Besprechung. Auch "Fantastik bei Georg Klein" ist nicht zu verachten …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich.
Das Buch klingt recht interessant. Solche Karten sind auch was für mich.