Schlagwort: Schauerroman

Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #21 – Schrecken als ästhetische Ware: Alpträume

Christopher Frayling
Alpträume
VGS, Köln (1996)
ISBN 3802523032
 
Die Ursprünge des Horrors
 
Die Geburtsstunde des modernen Schreckens wird hier im Sommer 1816 angesiedelt. Aa Genfer See, in der Villa Diodatti. Frankenstein erblickte dort das Leben und wieder einmal wird die berühmte Geschichte dem Horror-Genre zugeordnet und nicht dem der Science Fiction. Wie auch immer, stellt sie als einen der großen Schauerromane dar, die den Beginn des modernen Horrors begründen. …

 
Vier große Geschichten werden in diesem Buch als die Urformen der Horrorliteratur vorgestellt. Neben dem „Frankenstein-Monster“ wird der „Jekyll und Hyde-Charakter“, der „Baskerville-Hund“ und die „vampirähnliche Beziehung“ als Urtypus des Horrors besprochen. Auch wenn die Ursprünge dieser Geschichten in den Sagen Griechenlands und Roms liegen und teilweise sogar noch früher zu suchen sind, begannen die großen Schauerromane als Phantasien im trüben Schein einer Gaslampe und sind selbst bereits zum Gegenstand von Mythen und Legenden geworden …
 
Im Laufe der Zeit sind diese großen Horrorromane ein ums andere Mal um- und weitergeschrieben worden: Die Figur des Frankenstein verschmolz mit seiner Schöpfung zu einem Wesen aus Stahlbolzen, Stichen und Narben; Dracula wurde ein attraktiver Salonlöwe im Smoking; Mr. Hyde machte man zu einem affenähnlichen Geschöpf, das Slums von Whitechapel in East London unsicher macht; und Sherlock Holmes, mit seinem obligatorischen Jagdhut und der Meerschaumpfeife im Mund, sagt „Elementar, mein lieber Watson“, wenn er einmal mehr seine Fähigkeit der logischen Schlussfolgerung unter Beweis stellt. …
Auszug 'Einleitung', Seite 13
 
Der Einfluss dieser Poeten der Schwarzen Romantik, mit ihren dunklen Phantasien, auf die bildende Kunst und auch den Film wird hier ansprechend dargelegt. Eine Vielzahl von Abbildungen dokumentieren diesen Einfluss ebenso. Das Buch führt uns vor Augen, wie die vier großen Mythen des Horrors im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt haben und warum sie zu Symbolen für das Unbewusste des modernen Menschen geworden sind, die uns faszinieren und gleichzeitig Gänsehaut auflaufen lassen …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Christopher Frayling
  • Alpträume
  • Die Ursprünge des Horrors
  • VGS, Köln (1996)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutschsprachige Ausgabe
  • 224 Seiten
  • ISBN 3802523032

Kleinster Preis: € 2,10, größter Preis: € 63,69, Mittelwert: € 12,00
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  • aus dem Englischen
  • Übersetzung: Sabine Lorenz und Felix Seewöster

[Artikel] Christopher Frayling in der WIKIPEDIA

Sir Christopher Frayling (* 25. Dezember 1946 in Hampton, London) ist ein britischer Historiker und Autor zahlreicher Studien zur populären Kultur…

Auszug Artikel


[Artikel] Horror-Literatur in der WIKIPEDIA

Der Begriff Horrorliteratur bezeichnet eine Literaturgattung, deren Gegenstand die Schilderung von angsteinflößenden und oft übernatürlichen Ereignissen ist. Dabei rücken überwiegend die grausigen Motive der Handlung (Monster, Untote, Dämonen, Entstellungen, Qualen etc.) in den Vordergrund bzw. Mittelpunkt. …

Auszug Artikel


[Artikel] Schauerliteratur in der WIKIPEDIA

Die Schauerliteratur (englisch gothic fiction) bzw. der Schauerroman (englisch gothic novel) ist ein literarisches Genre der Phantastik, das Mitte des 18. Jahrhunderts in England entstand und seine Blüte am Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 

Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #20 – Schrecken als ästhetische Ware: Das große Buch der Naturgeister – Nancy Arrowsmith

Nancy Arrowsmith
Das große Buch der Naturgeister
Weitbrecht, Stuttgart (2000)
ISBN 352271685X
 
Mit einem Nachwort von Michael Korth
 
Es ist fast unmöglich, die Unzahl von übernatürlichen Gestalten der Geisterwelt in eine Systematik zu gießen. Nancy Arrowsmith versucht dennoch die europäischen Elben nach Art, Gattung und Familie zu klassifizieren, Kennzeichen und Verbreitung zu beschreiben und Mitteilungen über deren Lebensgewohnheiten und ihren Umgang mit den Menschen anzugeben. Der Name Elben ist hier gleichzusetzen mit Elfen oder Albae der nordischen Mythologie – wobei – so ganz genau nimmt es die Autorin mit der Einteilung nach diesem Muster wohl nicht. Aber in diesem Sektor der Literatur ist ein bisschen Ellenbogenfreiheit nicht ungewöhnlich …

 
Wie ernst man es mit Naturgeistern nimmt, ist wohl einem selbst überlassen, aber dass diese Gestalten in der Fantasyliteratur und teilweise auch in der Horror-/Schauer-/Geisterliteratur einen festen Platz haben, ist meines Erachtens unbestritten. In diesem Buch werden die Elben in drei Hauptgruppen unterteilt. Die Licht-Elben als Meister der Verwandlung und Reisende durch die Dimensionen. Die Dunkel-Elben mit ihrer Erdgebundenheit und ihrer mitunter sehr strengen Bindung an menschliche Behausungen. Zuletzt die Dämmer-Elben als zahlreichste Gruppe, die aufgrund der auferlegten Beschränkungen von Ort, Zeit und Raum am leichtesten vom Menschen wahrgenommen werden. …
 
 
Ich hoffe, einen Beitrag zur leichteren Identifizierung der europäischen Elben zu leisten und größeres Interesse für sie zu wecken, indem ich dem Leser die Augen öffne für ihre Existenz in unserer Zeit. Eine meiner schwierigsten Aufgaben war es, die älteren, glaubwürdigeren und vollständigeren Fassungen der Volkserzählungen und mündlichen Überlieferungen von den neueren, christianisierten und entstellten Versionen zu trennen. Wenn es zutrifft, was die moderne Märchenforschung behauptet, dass die meisten Volkserzählungen ihrem Wesen und Ursprung nach aus der Steinzeit stammen, und wenn man bedenkt, dass Naturgeister schemenhaft und wandlungsfähig sind, so ist es einleuchtend, dass ihre Kodifikation und Klassifikation zumindest problematisch ist. Jedes System ist unvollständig und Widersprüchen ausgesetzt. …
 
Auuszug 'Einführung', Seite 9-14
 
Jedenfalls ist es ein schönes gebundenes Buch, mit gutem Papier und sehr schönen Illustrationen. Es ist ein Buch, dass man gerne zur Hand nimmt, wenn man ein bisschen träumen will und Märchen nicht abgeneigt ist. Es liegt hier in der zweiten deutschen Neuausgabe vor und beinhaltet auch ein umfangreiches Quellenregister und eine ansehnliche Bibliographie. Das angeführte Nachwort von Michael Korth sucht man allerdings vergeblich – das dürften die Elben wohl still und heimlich entfernt haben – wer weiß warum? …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Nancy Arrowsmith
  • Das große Buch der Naturgeister
  • Weitbrecht, Stuttgart (2000)
  • gebundene Ausgabe, 8°Gr-Großoktav
  • deutsche Neuausgabe
  • 382 Seiten
  • ISBN 352271685X

Kleinster Preis: € 9,71, größter Preis: € 26,69, Mittelwert: € 21,46
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  • keine

[biographisches] Nancy Arrowsmith auf ullstein-buchverlage.de

Nancy Arrowsmith ist die Autorin des Kultbuches A Field Guide to the Little People  das seit 30 Jahren in vielen Ausgaben erschien und in Deutschland gerade unter dem Titel Elben, Trolle, Hobgoblins ? Die Geister von Mittelerde und andere Fabelwesen im Piper Verlag wieder aufgelegt wurde. Sie ist die Gründerin und langjährige Chefredakteurin der ersten deutschen Biogartenzeitschrift Kraut & Rüben, die bereits seit 22 Jahren erscheint.…

Auszug Artikel


[Artikel] Naturgeister in der WIKIPEDAI

Naturgeist ist eine volkskundliche Sammelbezeichnung für Geistwesen, die eher der Natur als der Kultur zugeordnet werden können. …

Auszug Artikel


[Artikel] Elfen in der WIKIPEDIA

Elfen (auch Albe, Elben) sind eine sehr heterogene Gruppe von Fabelwesen in Mythologie und Literatur. …

Auszug Artikel


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #18 – Schrecken als ästhetische Ware: Das Unheimliche der Puppe … – Lin Cheng

Lin Cheng
Das Unheimliche der Puppe in der deutschen Literatur um 1800 und um 1900
Königshausen & Neumann, Würzburg (2018)
ISBN 9783826063978
 
Zur Poetik des Unheimlichen am Beispiel der Puppe
 
Die Puppe, als Kinderspielzeug beliebt und fest im kindlichen Gebrauch oder Ziel von Sammlern, hat im Allgemeinen keine sonderlich gruselige Konnotation. Im unheimlichen Genre hat die Puppe jedoch eine hintergründige und unheimliche Wirkung, wie dieses Buch zeigt …

 
Bei vielen Autoren, wie Goethe, Jean Paul, Hoffmann, Arnim, Rilke, Münzer und Kokoschka finden wir die so anspruchslose Puppe verstrickt in das unheimliche Wirken des Schicksals, das Menschen an die Abgründe ihres Selbst führt. In der Umbruchszeit um 1800 ist sie Ideal-, Trug- und Zerrbild einer optimistischen Umbruchszeit. Dies zeigt das Buch am Beispiel von Jean Paul, E. T. A. Hoffmann und Achim von Arnim. …
 
Die Puppe ist ein Grenzwesen voller Dualitäten und Ambivalenzen. Hinter ihrem maskenhaften und undurchschaubaren Gesicht ist sie eine Grenzgängerin, die zwischen „Sein und Schein“, Wirklichkeit und Phantasie, Vertrautem und Entfremdetem, Einfachheit und Hintergründigkeit changiert. Die Puppe ist grundsätzlich als anthropomorph, künstlich, stellvertretend, leblos usw. bestimmt – ihre Mine ist apathisch, ihre Augen sind starr und ihr Leib ist reglos. In der menschlichen Phantasie hingegen kann sie täuschend, beseelt und phantasmagorisch sein. …
 
Auszug 'Der Doppelcharakter der Puppe', Seite 15-16
 
Um 1900 dient die Puppe eher als Selbstdarstellung und der Orientierung in einer pessimistischen Krisenzeit. Dies wird am Beispiel von Kurt Münzer, Kokoschka und Rilke gezeigt. Und dann gibt es auch noch die Gegenseite – die Verlockung der Puppe und Männerphantasien. Zum Abschluss wird zusammengefasst, ein Ausblick und ein Puppen-Glossarium erstellt und ein Literaturverzeichnis gegeben, in dem die Sekundärliteratur sehr gut beachtet ist. …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Lin Cheng
  • Das Unheimliche der Puppe in der deutschen Literatur um 1800 und um 1900
  • Zur Poetik des Unheimlichen am Beispiel der Puppe
  • Königshausen & Neumann, Würzburg (2018)
  • Epistemata, Würzburger wissenschaftliche Schriften, Reihe Literaturwissenschaft, Band 891-2018
  • Broschiert, Klebebindung
  • 206 Seiten
  • ISBN 9783826063978

Kleinster Preis: € 20,52, größter Preis: € 57,04, Mittelwert: € 34,00
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[Artikel] E.T.A. Hoffmann und die Automaten – von Dr. Arno Meteling – auf staatsbibliothek-berlin.de

Als E.T.A. Hoffmann im „Danziger Arsenal“, dem Großen Zeughaus der Stadt, im Jahr 1801 eine Automatenausstellung besuchte, war dies keine Begegnung mit dem Unbekannten mehr. Schon zur Mitte des 18. Jahrhunderts erreichten sowohl der Bau uhrwerksgetriebener Automaten, die voltigieren, schreiben oder Musikinstrumente spielen konnten, als auch ein anthropologischer Diskurs, der den Menschen zur Maschine erklärte, erste Höhepunkte: Julien Offray de La Mettries Essay L‘homme machine nimmt beispielsweise 1747 nicht allein die Uhrwerksmetapher auf, die nach der frühneuzeitlichen Vorstellung von der Welt als Maschine bei Thomas Hobbes und René Descartes im 17. Jahrhundert für den Staat oder den Menschen einstand, sondern erklärt diesen ganz materialistisch zu einem mechanisch funktionierenden Geschöpf – gleich den menschenförmigen Automaten dieser Zeit. …

Auszug Artikel


[Rezension] Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. Freuds Poetik des Unheimlichen – von Achim Geisenhanslüke – auf literaturkritik.de

Der Begriff des Unheimlichen, der ästhetisch in der Nähe zu verwandten Begriffen wie dem Phantastischen, Grotesken oder Erhabenen steht,[1] hat seine entscheidende Prägung durch Sigmund Freuds Aufsatz „Das Unheimliche“ aus dem Jahr 1919 bekommen. Zwar kann Freud in seinen Überlegungen zu einer psychoanalytischen Ästhetik des Unheimlichen auf Vorarbeiten von Ernst Jentsch zurückgreifen, der bereits 1906 einen Aufsatz „Zur Psychologie des Unheimlichen“[2] vorgelegt hatte. Auch die Bindung des Unheimlichen an Texte von E.T.A. Hoffmann kann Freud von Jentsch übernehmen. Dennoch setzt er in seinem Aufsatz ganz eigene Akzente, die auf seine Auffassung von der Struktur des Unbewussten zurückgehen. Dabei überlagern sich die beiden Aspekte der Individualanalyse und der Kulturtheorie, die Freuds gesamtes Werk bestimmen, auch im Begriff des Unheimlichen.…

Auszug Artikel


[Artikel] Die Puppe in der WIKIPEDIA

Eine Puppe (von latein pupa, „kleines Mädchen“) ist eine figürliche Nachbildung eines Menschen oder menschenähnlichen Wesens. Puppen gehören zu den ältesten und häufigsten Spielzeugen (auch Gebrauchsgegenständen), sind aber auch als Sammelobjekt und Souvenir beliebt, vor allem Künstlerpuppen. In manchen Kulturen haben Puppen auch magische und religiöse Bedeutung. Puppen sind seit der Frühzeit der Menschheit in allen Kulturen in den unterschiedlichsten Materialien und Formen anzutreffen. Heute variiert ihre Größe meist von wenigen Zentimetern (z. B. für Puppenhäuser und Puppenstuben) bis zu Puppen in Lebensgröße (z. B. Säuglingspuppen), vgl. auch Marionette. …

Auszug Artikel



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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #19 – Schrecken als ästhetische Ware: Das Kabinett der Phantasten – Heiko Postma (Hrsg.)

Heiko Postma (Hrsg.)
Kabinett der Phantasten (Verlagsreihe)
JMB, Hannover (2010-lfd.)
 
Klassische Erzählungen der nicht geheuren Art…
 
Heute will ich erstmals eine ganze Verlagsreihe vorstellen, die meines Erachtens eine sehr interessante Möglichkeit darstellt, viele klassischen Erzählungen des Schauer/Horror-Genre kennenzulernen. …

Vielleicht ist sie für ausgeprägte Kenner des Genres nicht sonderlich interessant (was ich aber soo nicht unterschreiben würde). Für Neueinsteiger aber absolut zu empfehlen. Es handelt sich um kleine Bändchen, ja eigentlich Heftchen, deren Texte sorgfältig ediert und jeweils mit einem ausführlichen Nachwort ausgestattet sind. Diese und andere Zusatztexte sind auch die Rechtfertigung für die Aufnahme in diesen Blog über Sekundärliteratur. Als Beispiel seien 3 davon vorgestellt:
 
Daniel Defoe: Ein wahrer Bericht, wie eine Mrs. Veal am 8. Tag des September 1705, einen Tag nach ihrem Tod, einer Mrs. Bergrave zu Canterbury erschienen ist. – 1706 –
 
 
Daniel Defoe stürzt sich mit Eifer auf Berichte über eine Erscheinung einer soeben verstorbenen jungen Frau in Canterbury, um daraus seine erste große Erzählung zu formen – 13 Jahre vor seinem „Robinson Crusoe“…
 
Und damit scheint Daniel Defoe’s eigene Bewertung des Canterbury-Geschehens klar. Andererseits ist es  Grund-Merkmal all seiner Schriften, auch der jeweiligen Gegenposition volle Gerechtigkeit zu zollen. Was er hier auf gleich doppelte Weise erledigt: Zum einen führt der Berichterstatter ja in der Tat alle wesentlichen Aspekte an, die Mrs. Bargrave’s Erzählung als pures Phantasiegebilde entlarven könnten. Zum anderen aber hat Defoe grad diesen erfundenen Berichterstatter, nicht ohne Ironie, so konzipiert, dass rechtschaffene Zweifel an dessen Zuverlässigkeit bleiben: …
Hier gibt es auch noch einen Anhang: Walter Scott – Über Daniel Defoe’s „Mrs. Veal“, 1827
Auszug 'Nachwort', Seite 20-27
 
Edgar Allan Poe: Der Fall des Hauses Usher – 1839 –
 
 
Der Klassiker von Edgar Allan Poe hier in einer Fassung, die in die Rocktasche passt und überall als Pausenfüller dienen kann. Im September 1839 das erste Mal erschienen, erfuhr der Text eine Vielzahl von Veröffentlichungen, die jedoch allesamt immer wieder von Poe bearbeitet und verändert wurden. Markant ist hier der Eingriff, den Poe beim ersten Auftreten von Lady Madeline Usher vornahm …
 
Nach dem „Fall des Hauses Usher“ blieben Edgar Allan Poe gerade noch zehn Jahre zu leben. Zehn Jahre, in denen er unermüdlich nach Finanziers für sein Zeitschriften-Projekt fahndete. Doch immer, wenn er kurz vor dem Durchbruch stand, kam etwas dazwischen – mal war’s eine Bankenkrise, mal seine Trunkenheit beim entscheidenden Gespräch, etwa in Washington, in der Suite des amerikanischen Präsidenten Tyler. …
Auszug 'Nachwort', Seite 33-47
 
H. P. Lovecraft: Cthulhu’s Ruf – 1928-
 
 
Ein weiterer Klassiker, dieses Mal vom Großmeister Lovecraft. Mit diesem Text formuliert er den Mythos fertig aus und begründet damit eine lange Reihe von Veröffentlichungen (nicht nur von ihm), die diesen Mythos zu Thema haben.  Außerdem tritt in diesem Text das außerirdische Wesen das einzige Mal in seinen Erzählungen auch wirklich auf. …
 
Mitte der 60er-Jahre zeigte sich dann auch Deutschland allmählich reif für Cthulhu und die Seinen: In der Insel-„Bibliothek des Hauses Usher“ und danach in der „Phantastischen Bibliothek“ des Hauses Suhrkamp war H. P. Lovecraft der meistgedruckte Autor. So war es vielleicht nicht völlig überraschend, als sich 1979, in seinem letzten – unvollendeten – Dialog-Roman „Julia, oder die Gemälde“, auch Arno Schmidt aufs intensivste mit H. P. Lovecraft beschäftigte. …
Auszug 'Nachwort', Seite 60-75
 
Da es bereits 94 Ausgaben in dieser Reihe gibt, bleibt diese Vorstellung von drei Werken natürlich nur ein sehr oberflächliches Unterfangen. Auf der Web-Site des Herausgebers oder auf der Site des Verlages (siehe weiterführende Links) kann man sich über die weiteren Werke informieren – und das sollte man auch wirklich nicht unterlassen.
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Daniel Defoe
  • Ein wahrer Bericht, wie eine Mrs. Veal am 8. Tag des September 1705, einen Tag nach ihrem Tod, einer Mrs. Bergrave zu Canterbury erschienen ist.
  • JMB, Hannover (2021)
  • Kabinett der Phantasten, Band 1
  • Heft, kleiner A5
  • 4. Auflage
  • 38 Seiten
  • ISBN 9783940970879

 

  • Edgar Allan Poe
  • Der Fall des Hauses Usher
  • JMB, Hannover (2021)
  • Kabinett der Phantasten, Band17
  • Heft, kleiner A5
  • 4. Auflage
  • 52 Seiten
  • ISBN 9783940970718

 

  • H. P. Lovecraft
  • Cthulhu*s Ruf
  • JMB, Hannover (2019)
  • Kabinett der Phantasten, Band 44
  • Heft, kleiner A5
  • 2. Auflage
  • 76 Seiten
  • ISBN 9783944342207
  • alle angefügten Bände aus dem Englischen
  • Übersetzer: Heiko Postma
  • Band 1 mit Anhang
  • [Artikel] Heiko Postma in der WIKIPEDIA

Heiko Postma (* 26. Juli 1946 in Wesermünde, heute Bremerhaven), am Nachnamen kenntlich als Friese, ist ein deutscher Publizist, Schriftsteller und Übersetzer. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] JMB-Verlag in der WIKIPEDIA

Der JMB Verlag wurde 2008 in Hannover gegründet und entstand aus einer Verlagsauslieferung. Der Verlag ist wirtschaftlich unabhängig. Das Kürzel JMB steht für die Initialen des Verlagsgründers Jens M. Bolm …

Auszug Artikel


  • [Bibliographie] Die Verlagsreihe „Kabinett der Phantasten“ in der Webpräsenz bei Heiko Postma

Daniel Defoe • Bram Stoker • H. Clauren • Friedrich Gerstäcker • Robert Louis Stevenson • E. T. A. Hoffmann • Lord Byron • John William Polidori • Washington Irving • Sheridan LeFanu • Théophile Gautier • Prosper Mérimée • Franz von Gaudy • Edward Bulwer-Lytton • Auguste Villiers de L’Isle-Adam • Joseph von Eichendorff • Edgar Allan Poe • Frederick Marryat • Montague James • Pierre Mille …

Auszug Artikel

 

siehe auch (Auszug):


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Horror-, Schauer- und Gespensterliteratur #17 – Schrecken als ästhetische Ware: Grusel, Grüfte, Groschenhefte – Jochen Bärtle

Jochen Bärtle
Grusel, Grüfte, Groschenhefte
BoD, Norderstedt (2018)
ISBN 9783752879957
 
Deutsche Grusel-Heftromane von 1968 bis heute – eine Chronik des „Dämonen-Booms“
 
Ein weiteres Buch aus der Serie GGG-Sachbuch. Dieses Mal die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe der Ausgabe von 2008 zu 50 Jahre Grusel-Heftroman, 50 Jahre „Larrry Brent“ und 40 Jahre Heftserie „Geisterjäger John Sinclair“.…

 
Es gibt neue Informationen, Fehlerkorrekturen, Weiterentwicklungen der laufenden Heftserien und neue Serien wurden aufgenommen. Außerdem wurde das Thema „Heftroman-Hörspiel-Helden“ aufbereitet …
 
Statt eines auf das Wesentliche gekürzten Sachbuchs liegt nun ein um mehr als 140(!) Seiten erweitertes Werk vor: kaum eine Serie ohne neue Informationen! Und tatsächlich sind ja auch noch ein paar wirklich neue Serien hinzugekommen. Die Entscheidung, den Vertonungen von Heftromanserien mehr Platz einzuräumen, hat ein übriges getan. So sehr sich die Heftromanleser in den 1080er/1990er Jahren doch wenigstens einige wenige Vertonungen ihrer Lieblings-Heftserien gewünscht hatten, wurden sie in den letzten Jahren regelrecht damit überhäuft!…
Auszug 'Vorwort zur Neuausgabe', Seite 9-10
 
Man kann eigentlich von einem Standardwerk zum Thema „Grusel-Heftroman“ sprechen. Es ist für ein Sekundärwerk eigentlich sehr flüssig zu lesen und ist sehr interessant gearbeitet. Es jedem Neuling wärmstens empfohlen und selbst der versierte Gruselfan wird seine helle Freude an diesem Buch haben…
 
Bier übrigens ein Bilderkarussell der 1. Auflage von 2008:
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Jochen Bärtle
  • Grusel, Grüfte, Groschenhefte
  • Untertitel
  • Verlag, Erscheinungsort (Erscheinungsjahr)
  • Broschiert, A5, Klebebindung
  • 544 Seiten
  • ISBN 9783752879957

Kleinster Preis: € 21,59, größter Preis: € 31,16, Mittelwert: € 23,00
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
  • [Rezension] Grusel, Grüfte, Groschenhefte, 1. Auflage – von Horst Hermann von Allwörden – auf zauberspiegel-online.de

Der deutsche Grusel-Heftroman von 1968 bis 2008.– Eine Serienübersicht zum 40-jährigen Jubiläum“ besagt der Untertitel des Buches von Jochen Bärtle. Damit verspricht er nicht zu viel. Nachdem ich die 408 Seiten in aller Eile gelesen habe, möchte ich den Untertitel eigentlichen noch um das Wort: „Das Standardwerk“ ergänzen. Was mich auch zu dieser Einschätzung bringt ist, dass der Autor sich all der potenziellen Fehler bewusst ist.

Auszug Artikel


  • [Webpräsenz] Jochen Bärtle mit groschenhefte.net

Mehr als 50 Jahre sind vergangen, seit Larry Brent im Sommer 1968 im Silber Krimi Nr. 747 des Zauberkreis-Verlages seinen ersten mysteriösen Fall löste. Die deutsche Heftromanlandschaft hat seit dieser Zeit viele „schaurige“ Heftserien kommen und gehen sehen. Leider gab es immer wieder auch grottenschlechte Romane und Serien, die den Begriff der Schundliteratur unbestreitbar ausfüllten. Aber eben auch solche, die zu Recht(!) KULTstatus erlangt haben. Waren die Drehständer und Auslagen der Zeitschriftenläden und Kioske in den 1970er und 1980er Jahren noch gut gefüllt, fristen heute nur noch vergleichsweise wenige Serien des „gruseligen“ Heftroman-Genres ihr verstecktes Dasein in immer weniger Ladensortimenten. ‚GGG‘ blickt hier (ein wenig wehmütig) auf die wichtigsten Nachkriegs-Serien der Genres Abenteuer, Fantasy, Grusel und ScienceFiction – und neuerdings auch auf die Romantic Thrillers & Gothics – zurück. Das Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich auf den Presse-Grosso-Erzeugnissen. Und nun viel Spass … beim Stöbern über das Thema der vielgeschmähten GROSCHENHEFTE!…

Auszug Artikel


  • [Webpräsenz] Dietmar Fels mit heftromane.info

Heftromane.info ist ein freies, nicht kommerzielles Projekt zur Erfassung und Dokumentation der Geschichte der Heftromane des Bastei-Verlages. Es wird in Form eines Wikis für alle Freunde und Fans der Groschenromane erstellt.
Neben den Titellisten findet man in diesem Wiki eine Vielzahl an Titelbildern und eine Fülle von Information zu den jewiligen Autoren und deren Pseudonymen. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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