Im Science Fiction Jahr 1991 lese ich im Artikel „Eine Blume im Sturm“ von Udo Klotz und Michael Matzer auf Seite 108:
Diese Lage ist nicht nur für die Steinmüllers fatal, sondern auch für das Buch: Es handelt sich um den ersten echten Fantasyroman der DDR, und der wäre vor der Wende von einiger Bedeutung für die dortige Entwicklung des Genres gewesen. …
Auszug `Blume im Sturm', Seite 103-111
In diesem Esssay geht es um „Die Situation der DDR-Science Fiction nach der „Wende“.
Heißt das, dass es in der gesamten DDR kein „echter“ Fantasyroman geschrieben wurde? Und was ist ein echter Fantasyroman in diesem Zusammenhang?
Mir ist schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass es in der DDR eigentlich nur Bibliographien zur Science Fiction gab. Eine Bibliographie zur gesamten Phantastischen Literatur der DDR, also auch Horror, Fantasy, Märchen, Utopie, Fabel, usw.) wurde abgebrochen (wurde hier schon thematisiert).
Kann man daraus ableiten (und vielleicht auch für andere Ostblock-Staaten), dass in autoritären Ländern keine oder kaum Fantasy geschrieben wird und was heißt das Literaturgeschichtlich?…
Ich lade alle jene ein, die zu diesem Thema etwas Konstruktives beitragen können in den Kommentaren ihre Meinung, Statement oder Erkenntnisse zu hinterlassen oder sich in der Facebook-Gruppe „Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“ an einer allfälligen Diskussion zu beteiligen.
Für „Geisterwelten“ – siehe gestrige Buchvorstellung – wurde der relevanteste Artikel aufgenommen. Ein Star-Wars-Archiv für die Episoden I-VI aus dem Taschen Verlag ist angekommen und das Gleiche gilt für ein „Blade Runner“-Werk aus der Feder von Julian Wangler. Dann ist mir noch eine Arbeit von Jim Taylor aufgefallen. Die Übersetzung zu „Hume über Wunder“ ist daher ebenfalls aufgenommen. So, jetzt ist das „Kabinett der Phantasten“ in der Bearbeitungsschlange. Zehn Ausgaben kommen in Kürze …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Zu einer allfälligen antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Gerhard Lindenstruth Arthur Conan Doyle Eine illustrierte Bibliographie Munniksma, Giessen (1994)
Eine illustrierte Bibliographie der Veröffentlichungen im deutschen Sprachraum
Gerhard Lindenstruth hat hier ein Werk geschaffen, das sieben Jahre bis zur Veröffentlichung reifen musste. Die Kriterien zur Aufnahme in dieses Werk waren eine deutschsprachige Veröffentlichung oder eine Veröffentlichung im deutschen Sprachraum – und da gab’s wohl so einiges…
Neben einem chronologischen Lebenslauf von Doyle zu Beginn gibt es in der anschließenden Bibliographie auch etliche für die sekundärliterarische Arbeit wertvolle Eintragungen und Hinweise. Die abschließenden Anhänge erschließen eine Auswahl von Sherlock Holmes-Werkausgaben und eine Titelliste der von 1907-1911 im Gustav Müller-Verlag, Berlin, erschienenen Sherlock Holmes-Heftreihe …
Es war im Januar 1987, als ich meinem Freund Gerhard Lindenstruth, der sich damals mit seinem Germanistik-Studium herumschlug, den Vorschlag machte, eine Bibliographie des Sherlock Holmes-Autors zusammenzustellen. […] Die Jahre flossen dahin, sein Germanistikstudium schloss es in der Zwischenzeit ab, doch die Arbeit an der Conan Doyle-Bibliographie nahm kein Ende […] Es erstaunt mich heute noch, zu sehen, was ich mit meinem wagen Vorschlag angerichtet habe. …
Auszug 'Vorwort-Robert N. Bloch', Seite 3
Abschließend gibt es dann noch einen Titelindex der Romane und Einzelausgaben bzw. einen ebensolchen der Erzählungen. Gesamt gesehen ist dieses Buch für Conan Doyle-Fans jedenfalls ein MUSS. …
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keine
[Artikel] Arthur Conan Doyle in der WIKIPEDIA
Sir Arthur Ignatius Conan Doyle M.D. (* 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland; † 7. Juli 1930 in Crowborough, Sussex, England) war ein britischer Arzt und Schriftsteller. Er veröffentlichte die Abenteuer von Sherlock Holmes und dessen Freund Dr. Watson. Bekannt ist auch die Figur Challenger aus seinem Roman Die vergessene Welt, die als Vorlage für zahlreiche Filme und eine mehrteilige Fernsehserie diente. …
Doyle studierte Medizin an der Universität Edinburgh und erhielt 1885 seinen Doktortitel. Mit dem Schreiben begann er 1879, um sein Studium bezahlen zu können. Seine Praxis in Southsea/Portsmouth brachte ihm nicht genügend Patienten und ließ ihm Zeit zur Fortsetzung seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seine erste Sherlock-Holmes-Geschichte »A Study in Scarlet« wurde 1887 veröffentlicht.…
[Artikel] Arthur Conan Doyle und seine Hass-Liebe zu Sherlock Holmes – von Ruth Rach – auf deutschlandfunk.de
56 Geschichten und vier Romane hat Arthur Conan Doyle über Sherlock Holmes geschrieben. Dabei war er den Meisterdetektiv aus der Londoner Baker Street schon nach wenigen Jahren leid. Sein eigentliches Interesse galt dem historischen Roman – und noch einer weiteren Passion: der Geisterjagd.…
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Für „Geisterwelten“ – siehe gestrige Buchvorstellung – wurde der relevanteste Artikel aufgenommen. Ein Star-Wars-Archiv für die Episoden I-VI aus dem Taschen Verlag ist angekommen und das Gleiche gilt für ein „Blade Runner“-Werk aus der Feder von Julian Wangler. Dann ist mir noch eine Arbeit von Jim Taylor aufgefallen. Die Übersetzung zu „Hume über Wunder“ ist daher ebenfalls aufgenommen. So, jetzt ist das „Kabinett der Phantasten“ in der Bearbeitungsschlange. Zehn Ausgaben kommen in Kürze …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelenen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
H.P. Lovecraft/Francois Baranger Cthulhus Ruf Heyne, München (2020) ISBN 9783453534988
Mit einem Vorwort von John Howe
Wieder einmal ein Buch, das wenig mit Sekundärliteratur zu tun hat, aber einfach zu schön ist um nicht Thema zu sein. Schon vom Format her ein wahrer Blickfang (35x27cm-der Upload des Originalscans wurde schlicht weg verweigert-daher kleiner als üblich). Ganz zu schweigen vom Inhalt …
Die Geschichte an sich dürfte ja zur Genüge bekannt sein. Um die geht es im Grunde ja auch nicht. Die Illustrationen sind es, die mich begeistern und deretwegen ich das Buch schon seit einiger Zeit bei mir sozusagen öffentlich in meiner Bibliothek zur Ansicht bringe.
Lovecrafts Götter und Welten entziehen sich jeder Konvention; sie zu illustrieren bedeutet daher, sich allen herkömmlichen Darstellungen des Horrors zu entziehen und einen Ansatz von kosmischeren Dimensionen zu verfolgen. Und genau das tut Francois Baranger, um die unbekannten Tiefen des Mythos auszuloten. Bis auf wenige Ausnahmen verzichtet er auf die altbekannte Methode der perspektivischen Verkürzung, um uns „mitten ins Geschehen“ zu werfen. Er spart sich die naheliegenden Klischees – klaffende Mäuler, die sich schreienden, von Tentakeln umschlungenen Menschen nähern – und konzentriert sich stattdessen auf die Verzerrung des Raums, die Auflösung der Dimensionen und das Grauen einer undeutlichen und unendlichen, den menschlichen Verstand übersteigenden Leere… Auszug 'Vorwort', Seite 3-4
Neben diesem Vorwort von John Howe gibt es dann noch zwei kurze Vorstellungen von H. P. Lovcecraft und Francois Baranger zum Ende des Bandes. Jedenfalls eine Empfehlung meinerseits …
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keine
[Artikel] Cthulhus Ruf in der WIKIPEDIA
Cthulhus Ruf (englischer Originaltitel: Call of Cthulhu) ist eine der bekanntesten Kurzgeschichten des amerikanischen Horrorautors H. P. Lovecraft. Die Geschichte wurde im Sommer des Jahres 1926 geschrieben, im Februar 1928 im Pulp-Magazin Weird Tales veröffentlicht[1] und 1939 in die Sammlung The Outsider and Others des Verlages Arkham House aufgenommen.…
[Artikel] „Cthulhus Ruf“ illustriert von François Baranger – von Christian Endres – auf diezukunft.de
Der französische Künstler François Baranger arbeitete als Konzeptkünstler bereits an Filmen wie „Die Schöne und das Biest“, „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“, „Zorn der Titanen“, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ und „Arthur und die Minimoys“ mit. Außerdem nahm Baranger Einfluss auf die Videogames „Heavy Rain“ und „Alone in the Dark: The New Nightmare“, während er als Autor selbst Romane aus den Bereichen Science-Fiction und Thriller veröffentlichte. …
Wieder einmal ein Buch, das wenig mit Sekundärliteratur zu tun hat, aber einfach zu schön ist um nicht Thema zu sein. Schon vom Format her ein wahrer Blickfang (35x27cm-der Upload des Originalscans wurde schlicht weg verweigert-daher kleiner als üblich). Ganz zu schweigen vom Inhalt …
Von Zeit zu Zeit erlaube ich mir, auch Veröffentlichungen vorzustellen, die nicht deutschsprachig sind. Es sind meist ganz besondere Ausgaben, die meine Aufmerksamkeit erregt haben und die ich abseits der Sprachbarriere einfach in meiner Bibliothek haben will …
Begleitende Literatur – oder – Kunst – ich habe lange geschwankt, wo ich es einordnen soll. Außerdem auch nicht deutschsprachig, sondern in englisch —***kopfkratz***—, aber soooo schön. …
Mit 7,5 Kg ist es wahrlich ein Schwergewicht, dass nichts so leicht umhaut, aber mich hat es umgehaut. Schon wenn an das Buch das erste Mal aufschlägt, vergißt man die Schmerzen, die die 150 Euro teure Ausgabe im Ankauf verursacht hat …
Für „Geisterwelten“ – siehe gestrige Buchvorstellung – wurde der relevanteste Artikel aufgenommen. Ein Star-Wars-Archiv für die Episoden I-VI aus dem Taschen Verlag ist angekommen und das Gleiche gilt für ein „Blade Runner“-Werk aus der Feder von Julian Wangler. Dann ist mir noch eine Arbeit von Jim Taylor aufgefallen. Die Übersetzung zu „Hume über Wunder“ ist daher ebenfalls aufgenommen. So, jetzt ist das „Kabinett der Phantasten“ in der Bearbeitungsschlange. Zehn Ausgaben kommen in Kürze …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Die derzeit letzte Ausgabe des Annual aus der Magazinserie IF. Wie die meisten IF-Ausgaben ein Grenzgänger aus dem Bereich der Weird Fiction. Durchaus interessant für Leser von Primär- und Sekundärliteratur zum Thema…
Sekundärliterarisch gibt’s, abgesehen vom Vorwort, vier Beiträge.
einen Nachruf auf Joel Lane von Rosanne Rabinowitz
einen Essay zum Werk von Louis Marvicks von Martin Ruf
eine Auswahl englischsprachiger Verlage im Bereich der Weird Fiction
ein Inteview mit Jonas Plöger vom Verlag ZAGAVA …
auch die Galerie von Vergvoktre: Aestetics of Devastation ist schön anzusehen …
Mancher Leser mag Vergvoktres Illustrationen als reinen Horror begreifen, oder Peter Sohls, Martin Rufs und Louis Mavericks Erzählungen als nicht eigentlich „weird“. Ebenso wie Weird Fiction aber die Grenzen zur Leserwelt durchdringt, hat sie dies immer mit denen zu ihr benachbarten Genres getan, und oft ist es nur eine leichte Verschiebung, ähnlich einem fast unmerklichen psychedelischen Effekt, der eine Geschichte aus dem Muster der Schauergeschichte, der Science Fiction oder der fantastischen Abenteuererzählung heraus und in das Nebelland der Weird Fiction verschlägt. …
Auszug 'Vorwort', Seite 5-7
Ja, kann man mögen, muss man nicht. IF steht momentan, nach mein Geschmack, auf einem Scheideweg, der das Magazin entweder in die Bedeutungslosigkeit führt oder dem Leser ein wertvolles Informationsmittel in die Hand gibt. Was davon nun lässt sich in dieser Ausgabe nicht vorhersagen. …
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Etwas ungewöhnliches Format 16,8 x 25,8
[Artikel] Joel Lane in der WIKIPEDIA (englisch)
Übesetzung: Joel Lane (1963 – 26. November 2013) war ein britischer Schriftsteller, Kurzgeschichtenschreiber, Dichter, Kritiker und Herausgeber von Anthologien.Er erhielt 2013 den World Fantasy Award und zweimal den British Fantasy Award. …
[Artikel] Louis Marvick bei ZAGAVA – Interview about “The Examiner” (englisch)
Übersetzung: Beginnen wir mit einem der charakteristischsten Merkmale einer Louis Marvick-Geschichte, der Bedeutung von Zeit und Ort.Einige Leser könnten sogar den Eindruck gewinnen, dass die erste Zeile eines neuen Werks von Ihnen von einer bestimmten historischen Periode oder einem ganz bestimmten Gebietsschema selbst geschrieben wurde.Wie würden Sie solchen Lesern antworten? …
Übersetzung: Zagava ist bestrebt, Bücher zu veröffentlichen und zu vertreiben, die nach höchsten Standards hergestellt wurden, sowohl was den Inhalt als auch die Produktionswerte betrifft.Zagavas Bücher überschreiten die Grenzen des Seltsamen, Übernatürlichen, Dekadenten und Mystischen. …
In der letzten „Fantasia 1263e – Geheimnisse in dunklen Sphären 40“ (hier im Blog) schreibt Achim Hättich in seiner Einleitung: „Das Phantastikgenre ist quasi definiert durch Abweichungen vom Normalen, seien es zukünftige Gesellschaften, Gespenster oder bizarre Serienkiller …“. Hat er mit dieser Einschätzung recht?
Doch lässt sich dieses riesige literarische Feld tatsächlich primär durch seine Abweichung vom „Normalen“ definieren? Eine journalistische und literaturwissenschaftliche Spurensuche zeigt, dass die Antwort darauf eng …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
11 Artikel, 10 Rezensionen und 2 Interviews sind der Großteil des Inhalts und sekundärliterarisch relevant. Daneben gibt es auch noch 3 Kurzgeschichten. …
Der PHANTAST ist ein Herzblutprojekt. Wir wollen über Bücher und Autor*innen schreiben, die uns begeistern und mehr Aufmerksamkeit verdienen. Über Themen, die uns am Herzen liegen und zu denen wir auch etwas sagen können. Dieses dystopische Jahr schrie geradezu danach, das von Swantje lange zuvor vorgeschlagene Thema „Hoffnung“ aufzugreifen. Denn genau danach sehnen wir uns – jetzt ganz besonders. …
Auszug 'Ein bisschen Optimismus', Seite 5-8
Als, da wären also:
Artikel
Ein bisschen Optimismus – Vorwort von Judith Madera
Hoffnungsvolle Entwicklungen in der deutschsprachigen Phantastik – von Thilo Corzilius
Punk mit Hoffnung gegen Sozialdarwinismus – von Almut Oetjen
Phantastikveränder*innen – von Swantje Niemann
Der utopische Geist von Star Trek lebt – in Discovery oder The Orville? – von Judith Madera
The Ones Who Imagine Utopia – von Swantje Niemann
Steampunk – mehr als Nostalgie – von Swantje Niemann
Hoffnung auf phantastischere Erzählformen – von James A. Sullivan
Optimismus unter erschwerten Bedingungen – Fantasyfiguren – von Swantje Niemann
Die Eukatastrophe – Was Tolkien uns über das Hoffen lehrt – von Maria Schönberg
Sailor Moon und die Macht der Hoffnung – von Judith Madera
Rezensionen
Der Kanon mechanischer Seelen, Michael Marrak
Die linke Hand der Dunkelheit, Ursula K. Le Guin
Zwischen zwei Sternen, Becky Chambers
Reiseziel Utopia, Hrsg. Stefan Holzhauer
Pazifische Grenze, Kim Stanley Robinson
The Midnight Library, Matt Haig
Letzten Endes, Ronald F. Currie
The Last Campfire, Hello Games
Die entsetzliche Angst der Ephiphanie Schreck, Séverine Gauthier und Clément Lefèvre
Herz aus Stein, Séverine Gauthier und Jérémie Almanza
Interviews
mit Jeremy Szal zu Stormblood
mit Sarah Stoffers zu Berlin – Rostiges Herz
Eine Menge Stoff für dieses Internetmagazin mit Herz. Dabei bietet es ein sehr breites Themenspektrum. Von Star Trek über Steampunk und Tolkien bis zur Sozialdarwinismus und Fantasyfiguren.
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keine
[Download] Phantast 24 – Hoffnung
Ich hoffe, wir können mit dieser Ausgabe zumindest ein bisschen Optimismus verbreiten und dass der eine oder andere spannende Lese- oder Serientipp für euch dabei ist. …
Unsere ständig wachsende Sammlung an deutsch- und englischsprachigen Interviews bietet euch die Möglichkeit, euch näher mit den jeweiligen Autor*innen und ihren Werken auseinander zu setzen und einen Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs zu werfen. Persönliches, Berufliches und Neuigkeiten werden hier besprochen. Hin und wieder werden auch Musiker*innen interviewt – denn schließlich sind Songtexte auch Lyrik! – und die „Menschen hinter den Kulissen“: Verlagsmenschen, Presseleute, Buchhändler*innen und Co.…
Für „Geisterwelten“ – siehe gestrige Buchvorstellung – wurde der relevanteste Artikel aufgenommen. Ein Star-Wars-Archiv für die Episoden I-VI aus dem Taschen Verlag ist angekommen und das Gleiche gilt für ein „Blade Runner“-Werk aus der Feder von Julian Wangler. Dann ist mir noch eine Arbeit von Jim Taylor aufgefallen. Die Übersetzung zu „Hume über Wunder“ ist daher ebenfalls aufgenommen. So, jetzt ist das „Kabinett der Phantasten“ in der Bearbeitungsschlange. Zehn Ausgaben kommen in Kürze …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.