Monat: Februar 2022

Artikel, Essays und Kurztexte zur Phantastik #17: Die Nazis, die es nie gab in: Hi Hitler! – Gavriel D. Rosenfeld

Gavriel D. Rosenfeld
Hi Hitler!
WBG Theiss, Darmstadt (2021)
ISBN 9783806241990
Der Nationalsozialismus in der Populärkultur

Artouro Ruhro-Raton war so nett, mir eine Empfehlung zukommen zu lassen, die sich als sehr gutes und interessantes Buch gezeigt hat. Das Buch beschäftigt sich zwar in erster Linie mit der Erinnerung, Normalisierung und Relativierung der NS-Zeit, nimmt aber zu einem guten Teil auch Bezug auf die Phantastik


  • Kapitel 1 – untersucht die jüngste Zunahme revisionistischer geschichtswissenschaftlicher Studien zum Zweiten Weltkrieg.
  • Kapitel 2 – Die parallel dazu verlaufende historiographische Debatte über die Einzigartigkeit des Holocaust
  • Kapitel 3 schließt den historiographischen Fokus ab und beschäftigt sich mit dem zunehmenden Gebrauch kontrafaktischen Denkens in der Holocaust-Forschung
  • Kapitel 4 – hier stehen Erscheinungsformen kontrafaktischen Denkens in zeitgenössischen Alternativgeschichten des Dritten Reichs
  • Kapitel 5 – erörtert ähnliche Tendenzen in neueren Filmen über den NS-Diktator
  • Kapitel 6 – stellt die irritierend humorige und kontrafaktische Darstellung des Nazismus im Internet dar

Und hier findet das Buch in Kapitel 4 den Anschluss an die Phantastische Literatur, welche ebenfalls in nicht geringem Maße die NS-Alternativwelt-Erzählung in sich aufnimmt. Es werden in den Kapiteln „Die Nazis gewinnen den Zweiten Weltkrieg“, „Hitler kommt bei einem Attentat ums Leben“, Hitler überlebt“ und „Alternative Holocausts“ Alternativwelt-Erzählungen sehr interessant und eindringlich besprochen. Natürlich ist die Zielsetzung des Buches eine andere und sie bezieht sich auf die Normalisierungs- und Relativierungsstendenzen der Alternativwelt-Erzählungen, aber das Ergebnis der Besprechungen sind auch für die Liebhaber phantastischer Literatur durchaus erhellend und verwertbar.

Schließlich  bestätigen neuere, amerikanische und deutsche Alternativgeschichten, dass nationale Unterschiede in der Erinnerung an den Nationalsozialismus fortbestehen. Britische und amerikanische Autoren waren eher geneigt, die NS-Vergangenheit zu universalisieren, um vor allem liberale politische Ziele voranzutreiben. Deutsche Autoren beschäftigen sich hingegen mehr mit der Relativierung der NS-Zeit, die Konservative befürworteten und Liberale ablehnten. Eins allerdings verbindet alle drei Länder, nämlich die wachsende Bereitschaft, durch humorvolle Werke über das NS-Erbe zu lachen. …

In der Endbetrachtung erweist sich das Buch als sehr interessante Lektüre zum Thema NS-Zeit-Auseinandersetzung und bietet nebenbei einen Einblick in Alternativwelt-Literatur und -Film zur NS-Zeit. Ein fesselndes Buch zur richtigen Zeit – meiner Meinung nach …

Zusätzlich möchte ich aber auch auf dieses Buch hinweisen, dass im Kontext zu obigem Text ebenfalls zu empfehlen wäre:

Hermann Ritter / Johannes Rüster / Dierk Spreen / Michael Haitel (Hrsg.), Heute die Welt – morgen das ganze Universum, p.machinery, Murnau (2016)

Insbesondere der Artikel von Johannes Rüster, „Ein Volk, ein Reich und/oder ein Führer. Von der Faszination nationalsozialistischer Alternativwelten“, ergänzt die angesprochene Passage von „Hi Hitler!“ sehr gut (siehe auch: Bibliographisch:).

Außerdem sei auch auf einen Artikel hingewiesen, welcher Peter Cersowsky in Franz Rottensteiners „Die dunkle Seite der Wirklichkeit“ (hier im Blog) verfasst hat. „Ja, mein Lieber, wir sind konservativ.“ Politische Aspekte bei deutschsprachigen Phantastik-Autoren des 20. Jahrhunderts bis zum Nationalsozialismus“ (1987), Seite 33-59 des Buches. Auch heute noch gut zu lesen.

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Gavriel D. Rosenfeld
  • Hi Hitler!
  • Der Nationalsozialismus in der Populärkultur
  • WBG Theiss, Darmstadt (2021)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Gr-Oktav
  • 510 Seiten
  • ISBN 9783806241990

 

  • Hermann Ritter / Johannes Rüster / Dierk Spreen / Michael Haitel (Hrsg.)
  • Heute die Welt – morgen das ganze Universum
  • Rechtsextremismus in der deutschen Gegenwarts-Science-Fiction. Science-Ficiton und rechte Populärkultur
  • p.machinery, Murnau (2016)
  • AndroSF, Nr. 54
  • Taschenbuch
  • 216 Seiten
  • ISBN 9783957650498

Hi Hitler!Kleinster Preis: € 35,99, größter Preis: € 35,99, Mittelwert: € 35,99

Heute die WeltKleinster Preis: € 5,99, größter Preis: € 11,90, Mittelwert: € 11,90

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • aus dem Englischen
  • Übersetzerin: Claudia Kotte

  • [Artikel] Gavriel D. Rosenfeld in der WIKIPEDIA (Übersetzung)

Gavriel David Rosenfeld ist Professor für Geschichte und Direktor des Undergraduate Program in Judaic Studies an der Fairfield University . Geboren in Bloomington, Indiana , absolvierte er 1985 die Bloomington High School South . 1989 erhielt er seinen BA in Geschichte und Judaistik von der Brown University . Nach einem einjährigen Studium als Fulbright-Hays Fellowship an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (1989–90) promovierte er zum Dr. in Geschichte von der UCLA im Jahr 1996. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Gavriel D. Rosenfeld: Hi Hitler! Der Nationalsozialismus in der Popkultur – von Andrea Gnam – auf swr.de

Der amerikanische Historiker Gavriel David Rosenfeld beschreitet gerne unkonventionelle Wege bei seinen Forschungen zum Nationalsozialismus und zu unserer Gegenwart. „Hi Hitler! Der Nationalsozialismus in der Popkultur“ lautet der etwas provokante Titel seines Buches, über dessen ernsten Hintergrund Andrea Gnam berichtet.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Die Banalisierung des Bösen – von – auf verdi.de

Seit einiger Zeit häufen sich in Filmen, Comics und im Internet die Persiflagen auf Adolf Hitler und andere Nazi-Größen. Der amerikanische Historiker Gavriel D. Rosenfeld hält diese Entwicklung für bedenklich, weil sie die moralischen Dimensionen der Vergangenheit in den Hintergrund treten lasse. Er betrachtet die Parodien als Verharmlosung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen, was wiederum jenen in die Karten spiele, die schon lange ein Ende des Gedenkens forderten: den Rechtsextremisten.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


Die letzten 3 Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 
 
 
 

Phantastik #59 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Der Ausweg ins Unwirkliche – Clemens Brunn


Clemens Brunn
Der Ausweg ins Unwirkliche
Igel, Oldenburg (2000)
ISBN 3896211080

Fiktion und Weltmodell bei Paul Scheerbart und Alfred Kubin

Eine Dissertation aus dem Jahre 1999, welche Alfred Kubins „Die andere Seite“ und Paul Scheerbarts „Lesabéndio“ untersucht. Beide Werke stehen in mehrfacher Beziehung zueinander. Beide in etwa zeitgleich und in einer Zeitströmung entstanden, bilden Scheerbarts Briefe einen Weg zur Entstehung seines Asteroidenromans und gleichzeitig kann vermutete werden, dass so Scheerbarts Gedanken Kubin in der Gestaltung seines einzigen größeren literarischen Werks beeinflusst haben. …


Clemens Brunn attestiert den beiden Autoren, ihren „Ausweg ins Unwirkliche“ konsequent gegangen zu sein. Brunn untersucht die beiden Hauptwerke als zwei Beispiele autarker Fiktionswelten zunächst unabhängig uns stellt sie dann vergleichend gegenüber. Er prüft die Leistungsfähigkeit der Fiktionen und versucht unsere Auffassung von Wirklichkeit zu hinterfragen und neu zu formulieren …

Diese Untersuchung versucht, vorhandene Lücken zu schließen, ohne jedoch das gesamte Feld jener Berührungsflächen vermessen zu wollen. Dabei geht es weniger um eine Verknüpfung der Dichterbiographien oder die bloße Quellendokumentation, sondern im Mittelpunkt steht das literarische Zeugnis der Romane in ihrer fiktionalen Eigengesetzlichkeit. Da „Lesabéndio“ und „Die andere Seite“, bei aller Verwandtschaft, geradezu komplementäre Wege einschlagen, erweisen sie sich darüber hinaus als in besonderem Maße geeignet, die Frage nach Wesen und Leistung einer im weiteren Sinne phantastich-spekulativen Literatur als konkrete Paradigmen zu dienen. …

Auszug 'Thematischer Überblick', Seite 5-8

Ein überaus interessantes Buch, dessen Buchbesprechungen einen tieferen Einblick in die beiden Werke gewährt und durch den anschließenden Vergleich sehr tief in die Materie eindringt. Scheerbart und Kubin sind ja nicht so oft Gegenstand direkter phantastischer Vergleiche. Recht interessant sind auch die beigegebenen Illustrationen und das überaus ausführliche Literaturverzeichnis. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Clemens Brunn
  • Der Ausweg ins Unwirkliche
  • Fiktion und Weltmodell bei Paul Scheerbart und Alfred Kubin
  • Igel, Oldenburg (2000)
  • Literatur- und Medienwissenschaft, Band 75
  • Broschüre, A5, Klebebindung
  • 412 Seiten
  • ISBN 3896211080

Kleinster Preis: € 18,00, größter Preis: € 136,97, Mittelwert: € 76,74

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Dissertation Universität Heidelberg, 1999,
    unter dem Titel: Paul Scheerbarts Lesabéndio und Die andere Seite von Alfred Kubin. Ein Beitrag zum Verhältnis von Fiktion, Weltanschauung und Wirklichkeit in der phantastischen Literatur

  • [Artikel] Paul Scheerbart in der WIKIPEDIA

Paul Carl Wilhelm Scheerbart (* 8. Januar 1863 in Danzig; † 15. Oktober 1915 in Berlin-Lichterfelde)[1], auch unter seinen Pseudonymen Kuno Küfer und Bruno Küfer bekannt, war ein deutscher Schriftsteller phantastischer Literatur und Zeichner.…

Auszug Artikel



  • [Artikel] Alfred Kubin in der WIKIPEDIA

Alfred Leopold Isidor Kubin (* 10. April 1877 in Leitmeritz, Böhmen; † 20. August 1959 in Zwickledt, Gemeinde Wernstein am Inn) war ein österreichischer Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator. …

Auszug Artikel



  • [Artikel] Der Igel-Verlag in der WIKIPEDIA

Der Igel Verlag ist ein Imprint des Hamburger Diplomica Verlags und hat sich als Fachverlag vor allem auf die Bereiche Recht, Wirtschaft und Steuern sowie Literatur- und Gesellschaftswissenschaft spezialisiert. Daneben gibt es auch eine kleinere Reihe belletristischer Veröffentlichungen. …

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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[Medienhinweis] #199: Alles über Phönixe in der Fantasy – tor-online.de

Der Phönix als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Wiedergeburt

von Alessandra Reß auf tor-online.de

Eine enge Verwandtschaft der Drachen – manchmal verschwimmt er auch mit seiner Verwandtschaft …

tor-online.de - 2022-02-05

Wie ein Phönix aus der Asche: Mit diesem Spruch hat es der Phönix bis in die Alltagssprache gebracht. Dabei gehört er in der Fantasyliteratur eher zu den Underdogs. Klar, die meisten wissen grob, was sich hinter dem Begriff verbirgt und mit Fawkes aus der Harry Potter-Saga hat die Gegenwartsfantasy auch einen Promi-Phönix zu bieten. Dennoch ist er weniger präsent als z. B. Drachen oder Einhörner, wenngleich er immer wieder als Sinnbild für Unsterblichkeit, Wiedergeburt oder den Kreislauf des Lebens herhalten darf. […]

Auszug Artikel


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[Medienhinweis] #198: Wie es nicht war: Game of Thrones und das Mittelalter – astroscifixblog

„wie mittelalterlich ist Game of Thrones?“

von Bret Devereaux auf astroscifixblog

Ein freundlicher Nutzer meines Blogs hat mir dieser Tage einen höchst interessanten Kommentar zu einem Beitrag gesandt, der vom 11. Oktober 2017 stammt. Daher möchte ich diesen Beitrag hier nochmals gesondert bringen, weil er dort als Kommentar wohl für die meisten untergeht. Es handelt sich dabei um einen dreiteiligen Essay auf astroscifixblog, welcher sich mit „Game of Thrones“ beschäftigt und untersucht, inwieweit sich die Serie tatsächlich mit dem Mittelalter in Übereinstimmung bringen lässt. Ich wünsche euch viel Vergnügen damit und lade euch ein, eure Meinung zum Essay als Kommentar hier zu hinterlegen  …

astroscifixblog - 2022-01-21

Teil 1 (hier), den ihr jetzt gerade lest, wird sich damit aus der Perspektive der Struktur von Krieg und Konflikt befassen. Teil 2 (hier) wird diese Frage stattdessen aus einer Perspektive der Sozialgeschichte stellen und kulturelle und religiöse Normen zusammen mit Fragen nach Geschlechterrollen und Familienstruktur. Zuletzt wird Teil 3 (hier) politische Strukturen und Normen betrachten (und auch die Schlussausführungen enthalten).
Aber zuerst möchte ich eine Frage beantworten: Warum mache ich mir die Mühe? Ist das nicht alles ein Haufen nutzloser Korinthenkackerei? Nun, erstens – was habt ihr von einem Blog erwartet, der A Collection of Unmitigated Pedantry heißt? Nutzloses Korinthenkacken ist unsere Spezialität. Aber – wenigstens einmal – denke ich, dass das nützliches Korinthenkacken ist. Für sehr viele Menschen wird Westeros zum Gesicht des europäischen Mittelalters werden und verzerrende vorgefasste Vorstellungen über diese Periode weiter bestärken. Wie wir die Vergangenheit sehen, hat einen enormen Einfluss darauf, was wir über die Gegenwart denken. Insbesondere verschafft uns die Tendenz, die ferne Vergangenheit als eine Zeit der hemmungslosen Barbarei zu sehen, sowohl ein unverdientes Überlegenheitsgefühl als auch oft eine gefährliche Überheblichkeit – „wir sind nicht mehr so, das kann nicht mehr passieren – die Menschen in der Vergangenheit waren einfach dumm“. Aber sie waren nicht einfach dumm oder einfach Verrückte – sie waren Menschen. Menschen sind Menschen, egal wann sie lebten.[…]

Auszug Artikel Teil 1

Teil 1 – Perspektive der Struktur von Krieg und Konflikt

Teil 2 – Perspektive der Sozialgeschichte

Teil 3 – politische Strukturen und Normen


… und zu den letzten Artikel im Blog:


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Phantasten #41 -weiblich, männlich und …: William S. Burroughs – Barry Miles


Barry Miles
William S. Burroughs
Ullstein, Berlin (1999)
ISBN 354835906X

Der Prophet der Auswüchse in der Medien- und Computer-Ära

Ein Autor, der meines Erachtens ziemlich vergessen wurde. Und das zu Unrecht, wenn man sich sein Schaffenswerk ansieht. In den siebziger und achtziger Jahren war er ein Kultautor, der wegen seiner prophetischen Hellsicht geschätzt wurde. …


Burroughs führte ein sehr unkonventionelles Leben – er war ein Süchtiger, Dealer und baute Marihuana an. Er kannte als Homosexueller auch die schwule Subkultur und Künstlerszene in Österreich zu Zeiten des Nationalsozialismus und kam oft mit dem Gesetz in Konflikt. 1951 erschoss er seine Frau im Zustand der Trunkenheit. …

Doch während Kerouac und Ginsberg in den fünfziger Jahren Weltruhm erlangten, blieb Burroughs vorerst im Hintergrund. Erst durch seine cut-up-Schreibtechnik und die Intensität, mit der er wie kaum jemand zuvor den Begriff „elektronische Revolution“ prägte, stieg der „unsichtbare“ Autor in den sechziger Jahren zum Hohepriester der „Beatniks“ auf. …

Auszug 'Über das Buch', Vorsatzseite innen

William S. Burroughs schuf Meilensteine der Weltliteratur und beeinflusste die Populärkultur in hohem Maße. Seine Texte waren geprägt vom Leben, das er führte und voll mit Paranoia, Science Fiction und Massen-Überwachung. Ein sehr unkonventionelles Leben, das Barry Miles vor uns gekonnt ausbreitet …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Barry Miles
  • William S. Burroughs
  • Ullstein, Berlin (1999)
  • Taschenbuch
  • ungekürzte Ausgabe
  • 400 Seiten
  • ISBN 354835906X

Kleinster Preis: € 1,00, größter Preis: € 8,99, Mittelwert: € 5,99

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • aus dem Englischen
  • Übersetzer: Udo und Esther Breger

  • [Artikel] Paranoia und Science-Fiction – von anonym – auf wienerzeitung.at

Wie alle folgenden Bücher, die bis zu seinem Tod 1997 entstanden, war es mit gelebtem Leben vollgesogen. Mit Drogen. Mit Paranoia, Science-Fiction und Massen-Überwachung, mit direkten Bezügen auf Konspirationen und Kriminalliteratur. Burroughs vermochte die vielen Hundert Seiten nicht zu ordnen, erst Freunde taten dies. In mehreren Anläufen. Vieles floss in die hämmernde Prosa ein, Drogentrips, Sexualität, Träume und Alpträume, teils Jahre zurückliegende Aufzeichnungen. …

Auszug Artikel



  • [Artikel] William_S._Burroughs in der WIKIPEDIA

William Seward Burroughs (* 5. Februar 1914 in St. Louis, Missouri; † 2. August 1997 in Lawrence, Kansas) war ein amerikanischer Schriftsteller, der der Beat Generation zugerechnet wird. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Naked Lunch.…

Auszug Artikel



  • [Artikel] William S. Burroughs erschießt seine Frau – von Birgit Magiera – auf br.de

Joan Vollmer wurde am 6. September 1951 von ihrem Ehemann erschossen, dem berühmten Schriftsteller William S. Burroughs. Viele halten Burroughs für den wichtigsten amerikanischen Literaten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, den berühmtesten Vertreter der Beat-Generation. Aber sein Genie ist anscheinend erst mit dem Tod seiner Frau erwacht. Zumindest hat er seine besten Romane erst danach geschrieben: „Naked Lunch“ zum Beispiel, „Junkie“ oder „Queer“.…

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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