[Medienhinweis] #198: Wie es nicht war: Game of Thrones und das Mittelalter – astroscifixblog

„wie mittelalterlich ist Game of Thrones?“

von Bret Devereaux auf astroscifixblog

Ein freundlicher Nutzer meines Blogs hat mir dieser Tage einen höchst interessanten Kommentar zu einem Beitrag gesandt, der vom 11. Oktober 2017 stammt. Daher möchte ich diesen Beitrag hier nochmals gesondert bringen, weil er dort als Kommentar wohl für die meisten untergeht. Es handelt sich dabei um einen dreiteiligen Essay auf astroscifixblog, welcher sich mit „Game of Thrones“ beschäftigt und untersucht, inwieweit sich die Serie tatsächlich mit dem Mittelalter in Übereinstimmung bringen lässt. Ich wünsche euch viel Vergnügen damit und lade euch ein, eure Meinung zum Essay als Kommentar hier zu hinterlegen  …

astroscifixblog - 2022-01-21

Teil 1 (hier), den ihr jetzt gerade lest, wird sich damit aus der Perspektive der Struktur von Krieg und Konflikt befassen. Teil 2 (hier) wird diese Frage stattdessen aus einer Perspektive der Sozialgeschichte stellen und kulturelle und religiöse Normen zusammen mit Fragen nach Geschlechterrollen und Familienstruktur. Zuletzt wird Teil 3 (hier) politische Strukturen und Normen betrachten (und auch die Schlussausführungen enthalten).
Aber zuerst möchte ich eine Frage beantworten: Warum mache ich mir die Mühe? Ist das nicht alles ein Haufen nutzloser Korinthenkackerei? Nun, erstens – was habt ihr von einem Blog erwartet, der A Collection of Unmitigated Pedantry heißt? Nutzloses Korinthenkacken ist unsere Spezialität. Aber – wenigstens einmal – denke ich, dass das nützliches Korinthenkacken ist. Für sehr viele Menschen wird Westeros zum Gesicht des europäischen Mittelalters werden und verzerrende vorgefasste Vorstellungen über diese Periode weiter bestärken. Wie wir die Vergangenheit sehen, hat einen enormen Einfluss darauf, was wir über die Gegenwart denken. Insbesondere verschafft uns die Tendenz, die ferne Vergangenheit als eine Zeit der hemmungslosen Barbarei zu sehen, sowohl ein unverdientes Überlegenheitsgefühl als auch oft eine gefährliche Überheblichkeit – „wir sind nicht mehr so, das kann nicht mehr passieren – die Menschen in der Vergangenheit waren einfach dumm“. Aber sie waren nicht einfach dumm oder einfach Verrückte – sie waren Menschen. Menschen sind Menschen, egal wann sie lebten.[…]

Auszug Artikel Teil 1

Teil 1 – Perspektive der Struktur von Krieg und Konflikt

Teil 2 – Perspektive der Sozialgeschichte

Teil 3 – politische Strukturen und Normen


… und zu den letzten Artikel im Blog:


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3 thoughts on “[Medienhinweis] #198: Wie es nicht war: Game of Thrones und das Mittelalter – astroscifixblog”

  1. Meinen verspäteten Dank für die Einstellung hier! Ich hatte einiges zu tun – in 3D und für meinen Blog -, aber heute habe ich dafür eine Empfehlung für „Treffpunkt Phantastik“ gepostet.

    Die Kernmission meines Blogs ist „Primärliteratur“, vor allem eigene SF-Geschichten, die zu schreiben ich erst jetzt bzw. ab der nahen Zukunft (hoffentlich) so richtig komme. In der Zwischenzeit habe ich neben ein paar von mir übersetzten Geschichten anderer Autoren hauptsächlich „Sekundärliteratur“ gesammelt, die mir und Lesern als Informationsmaterial und Anregungen für das Schreiben von SF/F-Geschichten dienen soll: Artikel und Diskussionen über Themen wie Astronomie, Planetologie, Exobiologie, Raumfahrt, SF-Waffen und andere Technologie, Zivilisationsentwicklung, Storytelling, Worldbuilding, Futurologie, SF-Literatur, SF-Kunst, Modellbau etc.

    Dass ich derzeit nur kryptisch als „GS“ auftrete, liegt an den Gründen, die der SF-Autor Bruce Bethke in seinem Blogbeitrag Sein oder jemand anders sein für die Verwendung von Autorenpseudonymen angeführt hat, wobei Bethke in Jahr 2005 noch gar nicht wissen konnte, welche Auswüchse das Treiben der Twitterati einmal annehmen würde, das der SF-Autor James Cambias nur wenig überspitzt als „die größte Gefahr für die Zivilisation seit dem Schwarzen Tod“ bezeichnet hat.

     

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