Ein interessantes Interview – auch, dass der Ursula K. Le Guin Prize for Fiction ins Leben gerufen wurde …
Ursula K. Le Guins literarisches Erbe ist prägend für die gesamte Phantastik und darüber hinaus. Zum Erschienen von „Grenzwelten“ haben wir mit ihrem Sohn Theo Downes-Le Guin über das Werk seiner Mutter, über nachhaltig beeindruckende Texte und den Ursula K. Le Guin Prize for Fiction gesprochen. […]
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ursula Le Guins ökoanarchistische Romane gehören zur besseren Science-Fiction
von Johann Thun auf grueneliga-berlin.de
Hmm, da möchte ich jetzt nicht widersprechen. Obwohl ich mir, soweit ich mich erinnern kann, vom Erdsee-Zyklus mehr versprochen hatte. Nicht dass er schlecht wäre, aber im Vergleich, und das war es damals, mit Tolkien nicht konkurrenzfähig. Aber welche epische Fantasy ist das auch?…
Stellen von ähnlicher Düsterkeit lassen sich heute in zahlreichen Werken der Science-Fiction finden. Postapokalyptische Zukunftsvisionen, in denen der Mensch dem Menschen zum Wolf wird, erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. Meist wird dabei nur der Rohzustand der sowieso vorherrschenden Ellenbogengesellschaft beschrieben. Bei Ursula Le Guin verhält es sich anders: Ihre Bücher sind, im besten Sinne, utopisch. […]
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ursula K. Le Guin Am Anfang war der Beutel thinkoya, Klein Jasedow (2021) ISBN 9783947296088
Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schafft
ein wirklich nettes kleines Buch mit drei Essays, drei Reden und einem Gedicht aus der Feder der Großmeisterin Le Guin. Erstmals in deutscher Übersetzung finden wir hier Werke, die trotz ihrer Kürze den Scharfsinn ihrer Schöpferin dokumentieren. …
Zunächst hätten wir da einmal den Text „Die Tragtaschentheorie des Erzählens“. Untergekommen ist mir dieser Text bereits in „Erzählende Affen“ von Samira El Ouassil und Friedemann Karig (siehe hier im Blog). Darin urgiert Le Guin, dass es nicht nur eine dominante Heldenreise gibt, welche männlich konnotiert ist, sondern auch eine Heldenreise, die weiblich konnotiert ist. Der Text stammt aus 1989 und findet, speziell in der Science Fiction, eine Entsprechung zur Tragtasche.
Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass die natürliche, angemessene, stimmige Form des Romans die eines Sacks, einer Tasche sein könnte. Ein Buch fasst Wörter. Wörter fassen Dinge. Sie tragen Bedeutungen. Ein Roman ist ein Medizinbündel, das Dinge in einem ganz bestimmten, wirkmächtigen Verhältnis zueinander und zu uns stehend fast. […] Deshalb mag ich Romane: Anstatt von Helden sind sie von Menschen bevölkert. …
Auszug 'Die Tragtaschentheorie des Erzählens', Seite 12-21
Dann gibt es auch noch „Utopyin, Utopyang“. Ein Text, der mir auch ganz gut gefiel. Auch er hat Bezug zu einem kürzlich veröffentlichten Blogartikel. „Utopien und Dystopien“ (siehe hier im Blog) und behandelt unter anderem auch das Wechselspiel von Utopie und Dystopie. …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
aus dem Englischen
Übersetzer: Matthias Fersterer
Einleitung von Matthias Fersterer
[Artikel] Ursula K. Le Guin in der WIKIPEDIA
Ursula Kroeber Le Guin [ˈɝsələ ˈkʁø:bɐ ləˈgwɪn] (* 21. Oktober 1929 in Berkeley, Kalifornien als Ursula Kroeber; † 22. Januar 2018 in Portland, Oregon)[1] war eine amerikanische Autorin hauptsächlich phantastischer Literatur, aber auch politischer Utopien. Bekannt ist sie vor allem durch die Science-Fiction-Romane des Hainish-Zyklus und die Fantasy-Romane der Erdsee-Welt. …
[Artikel] Die Dinge im Beutel – von Katharina Granzin – auf taz.de
Deshalb konnte es wohl auch passieren, dass Le Guins essayistische Arbeiten hierzulande unbekannt, das heißt weitgehend unübersetzt geblieben sind. Im kleinen Drachen Verlag ist ein Büchlein erschienen, das eine Handvoll zu verschiedenen Anlässen entstandene Texte enthält, herausgegeben und in ein schönes, schwungvolles Deutsch übertragen von Matthias Fersterer.…
[Artikel] Herausragend – und hierzulande verkannt – Joachim Körber im Gespräch mit Max Oppel – auf deutschlandfunkkultur.de
Die US-amerikanische Autorin Ursula Le Guin ist tot. In Deutschland ist sie vor allem als Science-Fiction-Autorin bekannt – doch das ist schade, meint der Verleger Joachim Körber, denn ihr Werk umfasst so viel mehr. …
Chajim Bloch (geboren am 27. Juni 1881 in Nagybocskó, Österreich-Ungarn; gestorben am 23. Januar 1973 in New York) war ein bedeutender chassidischer und kabbalistischer Rabbiner, Publizist und Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Vermittler der jüdischen Mystik und Folklore im deutschsprachigen Raum des frühen 20. Jahrhunderts. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine literarischen Bearbeitungen osteuropäischer jüdischer Sagen – allen voran der Legende um den Golem von Prag. Mitten in den gesellschaftlichen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er sein Werk „Der Prager Golem: Von seiner ‚Geburt‘ bis zu seinem ‚Tod‘“ in Wien. Bloch schuf damit kein rein fiktionales Werk, sondern sammelte, sichtete und systematisierte die verstreuten mündlichen und schriftlichen Sagen des Prager Ghettos. Dieses Essay analysiert die historische Entwicklung des Golem-Mythos, die spezifische Struktur von Blochs Erzählungen und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Schöpfungsmythen. …
Naja, zumindest teilweise zunächst. Nach einer längeren Pause, mit neuen Blogeinträgen, wird sich zukünftig in diesem Blog wieder mehr Bewegung zeigen. Grund: Ich habe lange nach einer Möglichkeit gesucht, die Metadaten meiner Bibliotheksinhalte öffentlich zugänglich zu machen. Meine Vorstellungen waren bislang jedoch technisch nicht umsetzbar. Der damit verbundene Aufwand (sowohl technisch als auch finanziell) wäre in keiner Weise zu rechtfertigen gewesen. Bis ich unlängst neuerlich auf eine Seite gestoßen bin, die mir schon vor zwei Jahren vielversprechend ausgesehen hatte. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ein Buch, dass ich gerne immer wieder mal zur Hand nehme. Erstens gefallen mir die Beiträge darin und zweitens sind die Illustrationen von John Howe gelungen und verführen ein bisschen zum Träumen…
Ein Buch, das seinen Charme nicht verbergen kann und muss. Nett geschrieben, teilweise spannend gebracht, teilweise mit Humor gewürzt und teilweise kann man auch noch einiges an Erkenntnissen mitnehmen …
… In „Tolkiens Zauber“ brichten die bekanntesten Fantasy-Schriftsteller unserer ZEit über ihre ganz persönliche Begegnung mit Mittelerde, seinen Bewohnern, dem Autor und seinen Lesern. Dabei reichen ihre Ausführungen von liebevollen Erinerugen und verböüffenden Enthüllungen bis hin zu fesselnden Analysen und verblüffenden Enthüllungen …
Buchbeschreibung Deckblatt
Ich finde, das Buch ist ein Must-have für alle Tolkien-Mittelerde-Fans und solche die es noch werden wollen. …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
Illustrationen von John Howe
[Rezension] Tolkiens Zauber bei grimoires.de
Wieder ein Buch voll mit Kurzgeschichten und Tolkien im Titel? „Njet“ – davon gab es in letzter genug, zumindest mit Tolkien im Titel. Bei diesem Buch erscheint Tolkiens Name eher mit größerer Berechtigung als bei vorher genannten im Titel: Es geht direkt um ihn. Ein Sachbuch? Ebenfalls „njet“, wenn auch die Richtung nicht ganz verkehrt ist. […] Auszug Artikel
Die Illustrationen machen das Buch zu einem Sammlerstück, die Beiträge bilden einen lebendigen Kritikfundus, zu dem man als Tolkienfan gerne immer wieder zurückkehren mag. Und solche Bücher werden wohl an keiner Uni der Welt mehr hergestellt. […] Auszug Artikel
Das Buch verspricht eine umfassende Darstellung aller Einflüsse der realen Welt zu sein, die sich im Herr der Ringe verbergen. Jene Analogien, die den Herrn der Ringe zu einem zeitlosen Werk machen. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Wie angekündigt, habe ich die Ausstellung „Stone Telling“ besucht und auch einen Ausstellungskatalog vorgefunden. Hier also meine Meinung zur Ausstellung, die grundsätzlich gutgeheißen werden muss…
Es sei angemerkt, dass dieser Ausstellungskatalog für das Verständnis der Ausstellung unumgänglich notwendig ist. Ohne diesen an der Hand zu haben bzw. auch gelesen zu haben, ist die Ausstellung unverständlich. Der Katalog zeigt sich preislich aber durchaus ambitioniert und kostet 18 Euro. Das ist im Verhältnis zu anderen Ausstellungskatalogen, die mit Hochglanzseiten und Großformat um 20 Euro versandkostenfrei locken, gesalzen. Das Werk wird sowohl in den meisten Fällen der Sprache, weil Fremdsprachiges nicht (auch nicht in Untertitel) übersetzt wird und weil die Konzeption der Ausstellung starke Mängel in der Besucherführung erkennen lässt, benötigt. Es ist auch inhaltlich gut und anspruchsvoll gemacht. Dafür eine Anerkennung .…
… der Kunstraum Niederösterreich untersucht im Zuge des Jahresprogramms 2019 die Frage, was es bedeutet, in einer algorithmischen Gegenwart zu leben. Diese Gegenwart schaffen unterschiedliche Akteur_innen: Menschen, Maschinen, Mikroorganismen oder die anorganische Natur gleichermaßen. Feministische Science-Fiction, beispielsweise im Werk zweier literarische Heldinnen des Anders-Denkens, Ursula K. Le Guin und Octavia Butler, legt den Fokus auf dieses Zusammenleben, das gemeinsame Werden und das Vergehen unterschiedlicher Akteu_innen …
Auszug aus dem Vorwort
Der Besuch der Ausstellung verlief zunächst sehr enttäuschend. Die aufgrund der Ausstellungsbeschreibung erwartete Bezug zur literarischen Science Fiction und im Besonderen zu Ursula K. Le Guin konnte nicht hergestellt werden. Die Installationen sind kommentarlos in den Raum gestellt und die fremdsprachigen Werke nicht übersetzt bzw. nur mit englischen Untertitel versehen. Im Verlauf der Zeit fand ich eine Ausstellungsführung in Form eines Ausstellungsplans mit Künstlervorstellung und auch einen ausgedruckten Text der Raumschiff-Installation. Für die (sehr kitschig in Plüsch und Samt) „Raumschiff-Installation“ war zunächst nicht ersichtlich, dass es sich dabei um eine Klanginstallation handelte, die über einen Kontaktschalter in Gang gesetzt werden konnte. Nach einigem Rätseln gelang es jedoch die Installation in Gang zu setzen.
Die Film-Installation, die einen 29 minütigen, englischsprachigen Film mit englischsprachigen Untertiteln in Form eines Video-Essays zeigte, litt hingegen an der unergründlichen Meinung der Ausstellungsgestalter, dass das Betrachten von Kunst auch Leiden sein muss. Die gebotenen Sitzgelegenheiten machten das Vergnügen nach 10 Minuten zu einem schmerzhaften Aushalten. Der Film selbst war grandios und die Bilder waren durchaus beeindruckend, der Text aber teilweise in der eigenen Übersetzung zweifelhaft.
Der einzige nicht schriftliche Bezug zu den angesprochenen Autorinnen war eine kleine Sammlung von Büchern am Pausentisch die stark am Rande des Schaffens der Autorinnen vorbeischrammten und ebenfalls teilweise nur englischsprachige Literatur anbot., wobei das Grundwerk auf das sich die Ausstellung bezieht, „Always coming home“ von Ursula K. Le Guin, auch nicht in einer deutschen Ausgabe existiert.
Grundsätzlich finde ich die Idee dieser Ausstellung sehr gut und auch notwendig, die Umsetzung aber eher schlecht. Ich rate jedem Interessierten sich diese Veranstaltung anzusehen, sich aber reichlich (mind. 2 Stunden) dazu Zeit zu nehmen und jedenfalls zuerst den Ausstellungskatalog aufmerksam zu lesen, sonst wird das nichts. Dazu einige Impressionen:
Zeit dafür ist noch bis 30.11.2019. Dann schließen die Pforten und die Ausstellung wird vermutlich nicht auf Wanderschaft gehen und somit auf Wien beschränkt gewesen sein. In einer veränderten Form und einer besseren Benutzerführung wäre es aber durchaus wünschenswert, die Ausstellung auch in anderen Teilen Österreichs zu zeigen …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Der Sammelband Heroen und Heroisierungen in der Renaissance, erschienen 2013 im renommierten Harrassowitz-Verlag. Er widmet sich einem Kernphänomen der Frühen Neuzeit: der Wiedergeburt, Umdeutung und Inszenierung des Helden. Ein zentraler Bezugspunkt für diese wissenschaftliche Untersuchung ist Ludovico Ariostos wegweisendes Epos Orlando Furioso (Der rasende Roland) aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Wenn wir heute an Fantasy-Literatur denken, wandern unsere Gedanken meist zu J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin oder modernen Rollenspielen. Wir sehen epische Schlachten, Zauberer, Fabelwesen und magische Artefakte vor uns. Doch das Fundament für diese Welten wurde nicht erst im 20. Jahrhundert in Oxford gelegt. Um die eigentlichen Wurzeln der Fantasy zu verstehen, müssen wir fünf Jahrhunderte zurückreisen – in die italienische Renaissance zu einem Dichter namens Ludovico Ariosto und seinem Monumentalwerk …
Zwei sehr interessante Bücher wurden in die Bibliothek aufgenommen. Zunächst das gestern besprochene Buch „Heroen und Heroisierungen in der Renaissance“. An sich eher als begleitende Literatur angekauft um das Thema „Helden“ zu beleuchten, fand sich ein höchst interessanter Essay zu Aristos „Orlando Furioso“ darin. Dieses Werk wird das nächste Thema in den Reflektionen sein. Das zweite Buch ist ein höchst interessantes Buch zum Thema Bibliotheken in der Literatur. Die sechs Essays welche die phantastische Literatur direkt betreffen findet ihr in der Folge aufgeführt. E. T. A. Hoffmann, J. L. Borges, Stanislaw Lem, Umberto Eco, Michel Rio, H. P. Lovecraft und Jasper Fforde werden im Thema beleuchtet …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.