Margaret Atwood und J.K. Rowling beklagen „Klima der Intoleranz“
von anonym auf spiegel.de
Zu den prominenten Unterzeichnern gehören unter anderem Bestsellerautoren wie Salman Rushdie, Joanne K. Rowling, Daniel Kehlmann und Margaret Atwood, aber auch Intellektuelle wie Noam Chomsky und die Feminismus-Ikone Gloria Steinem: In einem Brief haben sich zahlreiche Autoren, Aktivisten und Denker gegen einen moralisch aufgeladenen Diskurs ausgesprochen – dieser greife in ihren Augen um sich und lasse keine Gegenmeinungen mehr zu.[…]
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
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Dies zeigt aber auch, wie vielfältig die Themen der Bände sind. Man kann die Bände nicht einfach in eine Schublade packen und so geht es dieses Mal um Margaret Atwood und um die Rolle des Nordens in der Literatur …
Doch ging es bei der Tagung „Düstere Aussichten“ gar nicht nur um „Margaret Atwoods imaginative Expeditionen in das Unwohnliche„, sondern allgemeiner auch um die Rolle des Nordens in der Literatur und um die Faszination, die von ihm ausgeht – als Inbegriff des Unwohnlichen. Lebensfeindlichen, und darüber hinaus als Symbol für Extremsituationen schlechthin. …
Auszug 'Vorwort', Seite 9-11
Schon das Lesen des Vorwortes mit den Einführungen in die Inhalte der einzelnen Beiträge macht unbändige Lust zu lesen. Nicht nur die Texte mit Atwood-Bezug, auch die anderen Texte wie der von Karl Hepfner über die Sintflut und Science Fiction oder Weltenbrand und Lösegeld von Eva Oppermann über „Die Hauptfigur als Heiland“ bei Hans Dominik. Wie üblich sind die Beiträge nicht alle in deutsche Sprache, was schade ist, aber das ist halt Usus in den Jahresbänden. Die deutschsprachigen Zusammenfassungen der englischsprachigen Beiträge sind leider sehr knapp. Warum die Beiträge nicht gleich übersetzt und in deutscher Sprache gebracht werden, kann ich bei einer deutschen Veröffentlichung nicht verstehen, auch wenn es sich um akademische Texte handelt …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Margaret Atwood in der WIKIPEDIA
Margaret Eleanor Atwood, CH, CC, O.Ont, FRSC (* 18. November 1939 in Ottawa, Kanada), ist eine kanadische Schriftstellerin und Dichterin. Sie schreibt Romane, Essays, Kurzgeschichten und Lyrik. …
Die Bezeichnung „Sintflut“ geht auf das althochdeutsche „sinvluot“ (mit Gleitlaut: „sintvluot“) zurück. „Sin-“ bedeutete „immer, überall“. Gemeint war meist eine Flut, welche die gesamte Erde betraf. Das entspricht biblischen Darstellungen (Gen 7,18-23; vgl. Mt 24,37ff; Lk 17,26-27; 2Petr 2,5; ferner Sir 44,17-18 [Lutherbibel: Sir 44,17-19 ]). …
Hans Joachim Dominik (* 15. November 1872 in Zwickau; † 9. Dezember 1945 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Science-Fiction- und Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist sowie Ingenieur (Elektrotechnik, Maschinenbau) und Erfinder. …
Zunächst ein etwas denkwürdiges Buch über J. R.R. Tolkien und Homosexualität, dann eine etwas ältere Biografie zu Stephen King und als Abschluss ein Buch zu George Orwell …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
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Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Das neue Science Fiction Jahrbuch von Golkonda – alles über Bücher, Filme, Games, Comics …
SF- Jahr 2018
Michael Görden (Hrsg.)
Das Science Fiction Jahr 2018
Golkonda, München/Berlin (2018), Flügelklappenbroschur, 608 Seiten
ISBN 9783946503484 (Print)
ISBN 9783946503668 (E-Book)?
DAS SCIENCE FICTION JAHR ist das Kompendium, das jeder Genre-Kenner und -Liebhaber in seinem Regal stehen haben sollte. Seit 1986 erscheint es in ununterbrochener Folge – erst im Heyne Verlag unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Jeschke, dann unter Federführung von Sascha Mamczak.
2015 kam dann der Wechsel zum Golkonda Verlag, der diese Tradition auch jetzt, drei Jahre später, erfolgreich fortführen will.
Mit Essays, Interviews, Rezensionen und Rückblicken rund um die Science Fiction wartet DAS SCIENCE FICTION JAHR nun zum 33. Mal auf.
Unterschiedliche Autoren blicken zurück auf das, was das Jahr 2017 dem Genre in Buch, Film, Games usw. gebracht hat, und das auf erfrischend ehrlich. Ein besonderer Fokus wird auf der Anfang 2018 verstorbenen Grande Dame der SF Ursula K. Le Guin und auf Autor Brian Aldiss liegen. Eine Bibliografie der erschienen SF sowie eine Übersicht der verliehenen SF-Preise und ein Nekrolog runden das Jahrbuch ab. Mit Beiträgen u.a. von Wolfgang Neuhaus, Jakob Schmidt, Lars Schmeink und Elly Bösl (Quelle: Amazon-Produktbeschreibung)
Ich habe schon hineingelesen und und habe einiges interessante gefunden. Besonders haben mich „Kritische Betrachtungen des Posthumanen in der zeitgenössischen Science Fiction“ von Lars Schmeink und „Science Fiction aus Afrika“ von Dominik Irtenkauf bisher angesprochen …
Es ist jedenfalls eine Empfehlung, für Genre-Liebhaber ohnehin ein MUSS …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelenen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Gesammelte Essays von Margaret Atwood aus 50 Jahren literarischen Schaffens, Kritische Informationen zu Fabeln der Neuzeit und ein Einblick in Andreas Eschbachs fantastische Welten. Damit habe ich seit Beginn der Kolummne 150 Neuzugänge vorgestellt …
Margaret Atwood – Neugier und Leidenschaft
Margaret Atwood
Aus Neugier und Leidenschaft
Gesammelte Essays
Berlin Verlag, München (2017), gebundene Ausgabe, 480 Seiten
ISBN 9783827006660
Die interessantesten Essays und Artikel aus eienm fast 50-jährigem literarischen Schaffen erstmals in deutscher Sprache – eine Chronik des Lebens und Schreibens von Margaret Atwood.
Das Band ist in drei Teile gegliedert. Teil Eins – die Siebziger- und Achtzigerjahre. Teil Zwei – die Neunzigerjahre und Teil Drei – das neue Jahrtausend.
Was kann man mit der Wirklichkeit schon anderes tun, als ihr nachzujagen? …
Text by Ronja. Offred hat nur eine Funktion als Handmaid: Kinder empfangen und gebären. Sie ist eine der wenigen Frauen, die noch Kinder bekommen können, und als solche ist es ihre Aufgabe, für Nachwuchs in der Gesellschaft zu sorgen. Eine Gesellschaft in der Zukunft The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood spielt in einer Zukunft, in […]