Ein Kollege wunderte sich kürzlich, dass ich „nicht nur Sachbücher“, sondern auch mal einen Science-Fiction-Roman lese. Ich möchte heute zeigen, dass SF-Literatur als komplementär zu Sozialwissenschaften betrachtet werden kann.
Ein böses Spiegeluniversum Jeder Literaturinteressierte kennt wohl mehrere Schriftsteller, deren Werke er tief bewundert, von deren Schaffen er beeindruckt ist und deren Ideen und sprachliche Eleganz ihm größten Respekt abnötigen. Für mich ist einer dieser Schriftsteller neben Dan Simmons und Brandon Sanderson – zu deren Romanen ich hier sicher auch noch einmal ein paar Zeilen […]
Ein märchenhaft-utopischer Erzähler mit tragisch kurzer Lebensgeschichte, wie Narnia aus Geschichten geboren wurde und die Geschichte vom Rotkäppchen treffen heute zusammen. Genug Lesestoff für die neue Woche …
Herbert Uerlings – Novalis
Herbert Uerlings Novalis Reclam Universalbibliothek, Band 17612 Reclam, Stuttgart (1998), broschiert, 248 Seiten ISBN 9783150176122
Friedrich von Hardenberg, der sich als Dichter Novalis nannte, kann als exemplarische Epochengestalt der Frühromantik gelten:
In seiner tragisch kurzen Lebensgeschichte, in seinen vielfältigen praktischen und wissenschaftlichen Talenten und in seinem dichterischen Werk, das philosophische Interessen mit sowohl hymnischer als auch reflektierender Lyrik und märchenhaft-utopischem Erzählen kombiniert.
Der Fantasyactioner DER DUNKLE TURM entführt uns in die Welt, die Star-Autor Stephen King einst in mehreren Romanen zu seiner wichtigsten Schöpfung erklärte. Wie der Film dazu geworden ist, das verrate ich in meiner Kritik.
Frank Belknap Long Mein Freund H.P. Lovecraft
Dreamer on the Nightside Festa, Leipzig (2016), Kindle-Edition eISBN 978-3-86552-479-9
Ich habe mich lange gewunden, das Buch zu lesen. Was sollte schon besseres nach „H.P. Lovecraft: Eine Biographie“ von Lyon Sprague de Camp kommen. Aber weit gefehlt: Es kam besser.
Das Buch, das in der Originalfassung 1975 veröffentlicht wurde, ist keine Biographie im strengen Sinn und somit kann es mit De Camps Werk schwer mithalten. Was das Werk aber so besonders macht, ist die Intensität mit der Long Lovecraft zeichnet.
In diesem Zusammenhang muss man Michael Siefener als Übersetzer und vermutlich auch dem Lektorat von Felix F. Frey großen Respekt zollen. Ich beherrsche das Englische leider nicht so gut, dass ich beurteilen kann ob die Übersetzung haargenau das wiedergibt, das im Original beabsichtigt war. Ich glaube aber, dass Siefener eine Übersetzung gefunden hat, die das Verhältnis von Long zu Lovecraft widerspiegelt und die die Wärme wiedergibt, die so glaube ich im Original steckt.