Schlagwort: Science Fiction

Über den Schreibtisch #009 – Neues und Antiquiertes: Abschlussarbeiten und Essay als Downloads

Star Trek und Nationalsozialismus und Sex und Königtum bei Tolkien
D

as lässt schon aufhorchen. Die Themen sind heiß und finden sich gut zugänglich im Internet …


Meine Sammlung ist gewachsen um:

Mahn, Jan Dirk – Nationalsozialistische Propagandafilmästhetik in Gene Roddenberrys Star Trek Universum, Universität Wien, Wien (2012), Diplomarbeit, ohne ISBN

Beschreibung: Das Phänomen der Star Trek Serie ist einmalig in der Fernsehgeschichte. Keine andere Serie hat es geschafft, eine so facettenreiche und medienübergreifende Fülle an Material hervorzubringen, die sich mit sämtlichen Themenbereichen der Serien und Kinofilmen auseinandersetzt. Es ist ein wahres Star Trek Universum entstanden, das weit über die formale Ebene seiner Existenz als Bild hinausreicht. Die Teilrealität, die sich dem Rezipienten eröffnet, hat den Anspruch, eine mögliche Version einer besseren Zukunft zu porträtieren. Dargestellt wird eine perfekte Welt voller moralischer Integrität und Heldentum. Die Realität weist jedoch nach näherer Prüfung einige Fragen auf: Das Ziel einer Gemeinschaft, sich an einem idealen Menschenbild zu orientieren und nach Perfektion und Effizienz zu streben, war auch eine der treibenden Motivationen hinter der nationalsozialistischen Propaganda Deutschlands vor und während dem Zweiten Weltkrieg. Die Propaganda der Nazis lässt sich in einem filmwissenschaftlichen Bezugsfeld am besten anhand der von ihnen verwendeten ästhetischen Stilelemente analysieren. Daher soll die zentrale Fragestellung der vorliegenden Arbeit klären, ob, und wenn ja auf welche Weise, sich nationalsozialistische Propagandafilmästhetik in dem von Gene Roddenberry konzipierten Science Fiction Universum konstituiert. Als Werkzeug soll dabei die Aufstellung von Kategorien dienen, die die nationalsozialistische Ästhetik auf der Bildebene beschreibt. Diese Kategorien werden anhand ausgewählter Beispiele aus Star Trek auf ihre Zutrefflichkeit hin verglichen. …

Download: phaidra.univie.ac.at am 15. Jänner 2024


Dorer, Stephanie (Übersetzerin) – Warme Betten sind gut, Sexualität und Libido in Tolkiens Werken, Eigenverlag, o.A. (_Jahr_), 2004, ohne ISBN

Beschreibung: Dieser Aufsatz ist ein Versuch einer ernsthaften, wissenschaftlichen Analyse von Sex bei Tolkien. Er ist ernster als mein sachlicher, aber leichter Aufsatz „What Tolkien Officially Said About Elf Sex“ und hat einen größeren Umfang. Möglicherweise gibt es noch andere Aufsätze zu diesem Thema, und ich bin mir bewusst, dass einige der von mir erwähnten Themen, wie Sam und Frodo, von Fans oft heiß diskutiert werden.

Im Jahr 2003 gewann dieser Aufsatz den Preis für den besten kritischen Aufsatz bei den Mithril Awards für Tolkien-Fanartikel. Im Jahr 2005 wurde dieser Aufsatz in der Ausgabe Nr. 42 von Mallorn, der Zeitschrift der Tolkien Society, veröffentlicht. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie ein gedrucktes Exemplar dieses Aufsatzes wünschen, können Sie diese Ausgabe von Mallorn über die Website der Tolkien Society bestellen. (Übersetzung)

Downlaod: ansereg.com am 14. Jänner 2024


Hammer, Toni Robert – Die Konzeption von Königtum bei J. R. R. Tolkien., Zur Rezeption und  Transformation religionshistorischer Motive und religiöser  Herrscherlegitimation in der literarischen Weltkonstruktion von
Middle-earth., Universität Heidelberg, Heidelberg (2023), Dissertation, ohne ISBN

Beschreibung: Das literarische Werk des englischen Autors John Ronald Reul (J. R. R.) Tolkien (1892-1973) gehört fest in den Kanon der modernen Fantasy-Literatur. Bei der Beschäftigung mit der Phantastik, sei es nun Literatur, Film oder Computerspiel, ist um den Namen Tolkien nicht herumzukommen. Das gesamte Genre der Phantastik hat Tolkien über die englischsprachige Literatur hinaus quasi weltweit, nachhaltig und beispiellos geprägt. Auch fast 50 Jahre nach seinem Tod rückt die aktuelle Publikation The Nature of Middle-earth (2021), in der bis dato unveröffentlichtes Hintergrundmaterial Tolkiens aufbereitet ist, wie zahlreiche vorangegangene posthume Veröffentlichungen, in die Bestsellerlisten. Die Popularität von Tolkiens Büchern und nahezu allem, was seinen Namen als Label trägt, ist auf die Romantrilogie The Lord of the Rings (1954/55; 1966) zurückzuführen, mit der Tolkien mehr als nur (englische) Literaturgeschichte geschrieben hat, indem diese unbestreitbar zu den erfolgreichsten, populärsten englischsprachigen Literaturwerken des 20. Jahrhunderts zählt. Tolkiens Werk und Weltkonstruktion gelten längst als Meilenstein und Maßstab für nahezu sämtliche nachfolgende Entwicklungen in der modernen Phantastik, von der formalen Dreigliederung in eine Trilogie, den Quest-Strukturen bis hin zur Ausgestaltung verschiedener humanoider Wesen und Kulturen. …

Downlaod: archiv.ub.uni-heidelberg.de am 16. Jänner 2024


Die letzten Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

Über den Schreibtisch #008 – Neues und Antiquiertes: Hector, Asimov, Soukup und Caduff

Ein Nachtrag, Kurztexte von Asimov, Volksliteratur und ein Download
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eben den Büchern und Artikel werden von mir auch Kurztexte aus Primärliteraturen gesammelt. Vor- und Nachwörter, Anhänge, sekundärliterarische Einschübe, usw. Vor allem die Villa Fantastica in Wien ist dabei sehr hilfreich, denn dort stehen die gesuchten Bücher in Reih und Glied, frei zur Verfügung …


Heute findet ihr ein Beispiel dieser Kurztexte in den Betrachtungen:

Hector, Robert- Andromeda Science Fiction Magazin, Nr. 145 + 146, Faszination Science-Fiction, SFCD, Otzberg-Lengfeld (2000), ASFM (SFCD), Paperback, ohne ISBN

Beschreibung: Das sind die Originalausgaben des 2023 neu aufgelegten Buches „Faszination Science-Fiction“ von Robert Hector im Verlag p.machinery (siehe Über den Schreibtisch #005 – Neues und Antiquiertes: Handbücher zur Science Fiction und Utopie)

Anmerkung: Da es sich um eine unveränderte Neuauflage handelt, können die von mir beanstandeten Veröffentlichungen neuerer Sekundärliteratur natürlich nicht beinhaltet sein. Eine Ergänzung wäre aber im Rahmen der Neuauflage sinnvoll gewesen …


Asimov, Isaac – Roboter-Visionen, 36 Stories und Essays vom berühmtesten Autor der SF, Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach (1994), Taschenbuch, ISBN 9783404212019

Beschreibung: Hier habe ich 15 Essays zum Thema „Roboter“ vom Altmeister Isaac Asimov aus dem angegebenen Buch in die Kurztextsammlung aufgenommen. Sie liegen in digitalen Buchauszügen vor (Titel siehe Bilderkarussell). Die Essays sind zwar schon einige Jährchen auf der Welt, aber immer noch interessant zu lesen …


Soukup, Dr. Peter (Hrsg.) – Blätter für Volksliteratur, 2024/1 Jänner 2024, 63. Jhrg., Verein der Freunde für Volksliteratur, Wien (2024), Blätter für Volksliteratur, Heft A5, ISSN 0006-4483

Beschreibung: Die neueste Nummer dieses fast ehrwürdigen Fanzines, welches bereits seit 1962 erscheint. Dieses Mal gibt es aus dem phantastischen Bereich einen Artikel von Robert M. Christ über Henry Kuttner und einen Artikel von Peter Soukup zu Captain Future


Caduff, Corina – Die Literarisierug von Musik und Kunst um 1800, Fink, München (2003), ISBN  3770537637

Beschreibung: Seit jüngster Zeit sind die Künste wieder ein beliebtes Sujet der Gegenwartsliteratur: um 1980 hat die literarische Auseinandersetzung mit der Malerei neu eingesetzt, und seit Beginn der 1990er Jahre lässt sich von einem regelrechten Musik-Boom in der Literatur sprechen. Die aktuelle literarische Konjunktur der Künste hat mein Interesse für die Konjunktur der Künste um 1800 mit initiiert und bildet damit einen Anlass zu der vorliegenden Studie. Diesen Anlass möchte ich mit den nachfolgenden Thesen aufheben, denen hier gleichsam die Funktion eines Auftakts zukommt. …

Download: academia.edu am 14. Jänner 2024

Anmerkung: Hier sind die Betrachtung zu E. T. A. Hoffmann von besonderem Wert (z.B. Der Ort der Musik in der Poetik des Schauens (E.T.A. Hoffmann) (184) oder Fiktionalisierung des Kunstwerks: E.T.A. Hoffmann (208) …


Die letzten Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

Über den Schreibtisch #005 – Neues und Antiquiertes: Handbücher zur Science Fiction und Utopie

Handbücher zur Science Fiction und Utopie, aber auch ein bisschen Primärliteratur
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ann ja mal nicht schaden, auch ein bisschen Primärliteratur zu kosten. Das Büchlein aus den Dreißiger-Jahren ist auch zu verlockend, da es sich um Proto-Science-Fiction aus Deutschland handelt …


Also, aufgearbeitet wurden diesesmal:

Hector, Robert – Faszination Science-Fiction, Die fantastischen Welten der Zukunft, p.machinery, Winnert (2023), AndroSF, Band 88, Taschenbuch, ISBN 9783957653611

Beschreibung: Was Sie schon immer über Science Fiction wissen wollten, aber nie zu fragen wagten: Die großen Ideen (außerirdische Lebewesen, Roboter und künstliche Intelligenz), Sparten wie Literatur, Kino, Fernsehen, Games und Comics, Autoren wie Dick, Lem und Asimov, Regisseure wie Kubrick und Cameron, Filme wie 2001, Star Wars und Avatar, Fernsehserien wie Star Trek und Doctor Who, Bezüge zur realen »Science«, die Aktivitäten des Fandoms, der deutsche SF-Markt und vieles andere mehr. Jüngere werden neue Welten entdecken, Ältere in Erinnerungen schwelgen, und alle werden sich am Sense of Wonder begeistern und der Faszination der Science-Fiction erliegen.

Anmerkung: Sicherlich ein Buch für die Handbibliothek des Science Fiction-Fans. Geschichte, Themenbereiche, Kino, Medien und Fernsehen und Publikationsformen der Science Fiction werden aufbereitet. Ein Kapitel über SF-Kurse, Kritiker und Sekundärliteratur streift diese Themen, ist aber auch für dieses Buch sehr zu kurz geraten. Eigentlich enttäuschend, traut man Robert Hector doch zu, auch diese Themen kompetent zu behandeln. Ebenso enttäuschend der Abschnitt „Literatur zur Science Fiction“ der über Gemeinplätze nicht hinauskommt und wichtige Veröffentlichung zur SF ignoriert. Aber 7 von 10, gerade noch …

Noch eine nachgefügte Anmerkung: Es dürfte sich um eine Neuauflage handeln. Erstveröffentlichung vermutlich als Andromeda Science Fiction Magazin 145 und 146 in zwei Teilen im Jahr 2000. Ich kann allerdings momentan nicht sagen, ob der Text geändert oder ergänzt wurde. Aus dem heraus ist es verständlich, dass die „Literatur zur Science Fiction“ nicht die Werke aufweisen kann, die ich sonst  erwartet hätte …


Schöderle, Thomas – Auf der Suche nach dem Nirgendwo, Genese, Geschichte und Grenzen der Utopie, Campus, Frankfurt/Main (2022), Taschenbuch, ISBN 9783593515267

Beschreibung: Wer ist der wahre Schöpfer des Utopiebegriffs? Lassen sich Utopien als Gedankenexperimente verstehen? Und wie erklärt sich die erstaunliche Konstanz utopischer Bilderwelten und allegorischer Motive? Sind Utopien stets literarische Erzählungen von Idealstaaten? Was verbindet und was unterscheidet Paradiesvorstellungen von der Utopie? Warum wurde die Utopie zu einer Idee der Zukunft? Und weshalb wandelte sich die Hoffnung auf bessere Welten irgendwann zu einem warnenden Blick auf künftige Schrecken? Thomas Schölderle greift in diesem Buch Grundsatzfragen der Utopieforschung auf, die sich auf die Entstehung und Geschichte der Utopie sowie auf ihre begrifflichen Grenzen richten. Auf diese Weise entsteht das Porträt einer schillernden Denktradition, die weit mehr ist als eine Ansammlung naiver Wunschbilder oder gar Stichwortgeber des modernen Totalitarismus im 20. Jahrhundert.

Anmerkung: Absolut brauchbar. Ich bin damit noch nicht durch, aber das Buch wird sicher in meiner Handbibliothek zur Utopie landen. Sehr verständlich und interessant geschrieben. Will man etwas über Utopie erfahren, sollte man zu diesem Buch greifen. Utopieforschung nahegebracht …


Rosenstingel, Hans – Vom Mars zur Erde, Thienemann, Stuttgart (o.J.- ca.1931), gebundene Ausgabe, ohne ISBN

Beschreibung: Die Erzählung „Vom Mars zur Erde“ ist pazifistisch geprägt und erinnert an Schilderungen in „Auf zwei Planeten“ von Kurd Laßwitz sowie „Die Weltensegler“ und „Vom Mars zur Erde“ (gleichlautender Titel!) von Albert Daiber. Die Marsianer landen „in der Lüneburger Heide“, wobei es kaum Sprachprobleme gibt: Die Marsianer, die sich bisher durch Gedankenübertragung verständlich gemacht haben, lernen sehr schnell Deutsch.

Anmerkung: Normalerweise ist Primärliteratur in diesem Blog kein Thema, aber dieses Büchlein scheint es mir wert, sich ein wenig damit auseinander zu setzen. Es ist deutsche Proto-Science-Fiction und wurde auch schon von Dieter von Reeken 2018 bearbeitet und als Neuausgabe der zwischen 1907 und 1925 erschienenen Erzählungen von Hans Rosenstengel und Waldemar Schilling (Ps.: Ferdinand Kringel) wiederveröffentlicht …


Die letzten Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

Science Fiction #131 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Science Ficton zur Einführung

Isabella Hermann
Science Fiction zur Einführung
Junius, Hamburg (2023)
ISBN 9783960603214
 
zur Einführung…
 
Eigentlich war ich ganz gespannt auf dieses Buch, wurde aber ziemlich enttäuscht über die ausgelassenen Möglichkeiten…

 
Zunächst muss man festhalten, dass man eine Einführung natürlich so gestalten kann wie hier vorgestellt. Allerdings lässt mich das Buch mit unerfüllten Hoffnungen zurück und von einer „Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction“ hätte ich mir eine treffendere „Einführung“ gewünscht.…
 
…hat diese Taschenbuchreihe seit ihrer Gründung 1977 gedient. Zunächst als sozialistische Initiative gestartet, die philosophisches Wissen allgemein zugänglich machen und so den Marsch durch die Institutionen theoretisch ausrüsten sollte, wurden die Bände in den achtziger Jahren zu einem verlässlichen Leitfaden durch das Labyrinth der neuen Unübersichtlichkeit. Mit der Kombination von Wissensvermittlung und kritischer Analyse haben die Junius-Bände stilbildend gewirkt. …
 
Diesem obenstehenden Anspruch kann dieses Bändchen der Reihe m.E. nach nicht nachkommen. Es hoppelt von Buch zu Buch und von Film zu Film und reduziert dabei die Science Fiction auf Roboter, künstliche Intelligenz, Eroberung des Weltraums, Klimawandel und Umweltkatastrophen. Für eine Einführung viel zu wenig.
Nach dazu hat die Autorin die Unsitte übernommen, fremdsprachige Zitate, die zur Erklärung in ihre Einführung einfließen, unübersetzt und manchmal auf ungenügend kommentiert, im Fließtext dem Leser vor die Augen zu werfen. Diese Vorgehensweise scheint, schon im anzahlmäßigen Vorkommen, eine Überheblichkeit dem fremdsprachig nicht so kundigen Leser darzustellen, die in einer Einführung wohl absolut fehl am Platz ist. Auch dieser Leser hätte ein Recht darauf, den fremdsprachigen Text in der Übersetzung der Autorin zu lesen und damit ihre Schlussfolgerungen daraus nachvollziehen zu können. Hier zeigt sich wohl eine gewisse Abgehobenheit einer Wissenschaftlerin, die dem Anspruch der „sozialistischen Initiative“ nicht gerecht werden kann.
Nicht desto trotz ist das Buch eine dünne Stimme in der Sekundärliteratur, die ich nicht grundsätzlich missen möchte. Trotz aller Schwächen bietet es Wissen an und kann (m. E. wegen dieser Schwächen) Lust auf mehr machen. Mich hätte es wahrscheinlich als Einführung eher animiert als abgeschreckt und das  ist ja auch viel wert …
 
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Isabella Hermann
  • Science Fiction zur Einführung
  • Junius, Hamburg (2023)
  • Taschenbuch
  • 208 Seiten
  • ISBN 9783960603214

Kleinster Preis: € 14,05, größter Preis: € 24,44, Mittelwert: € 15,90

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

Isabella Hermann ist Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction. Die promovierte Politikwissenschaftlerin geht dabei insbesondere der Frage nach, inwiefern das Genre neue Technologien, sozialpolitische Wertesysteme und globale Politik reflektiert. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Science Fiction in der WIKIPEDIA

Science-Fiction, auch Sciencefiction geschrieben ([ˌsaɪəns ˈfɪkʃən̩]; englisch science: Naturwissenschaft, fiction: Fiktion), ist ein Genre in Literatur (Prosa, Comic), Film, Hörspiel, Videospiel und Kunst. Charakteristisch sind wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtthemen, ferne Zukunft, fremde Zivilisationen und meist zukünftige Entwicklungen.
Auch die Schreibweise Science Fiction ist gebräuchlich, im Deutschen jedoch nicht korrekt. Übliche Abkürzungen sind Sci-Fi oder SciFi ([saɪ̯faɪ̯], auch [saɪ̯fɪ]) sowie SF. …

Auszug Artikel


  • [Podcast] Was uns Science Fiction über Politik verrät – Isabella Hermann auf  br.de

Science Fiction hat die Politologin Isabella Hermann, Analystin und Speakerin im Feld der Science-Fiction, schon als Teenagerin fasziniert. Wie gut, dass Science Fiction und Politik heute ein eigenes Forschungsfeld ist. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Science Fiction #130 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Pharmakofictions

Georg Dickmann
Pharmakoficitons
transcript, Bielefeld (2023)
ISBN 9783837665833
 
Spekulationen mit prekären Stoffen in zeitgenössischer Science-Fiction und Philosophie…
 
Georg Dickmann untersucht das Wechselverhältnis von spekulativen Zukunftsfiktionen und der Biopolitik prekärer Stofflichkeit unter Berücksichtigung aktueller Debatten um den neuen Materialismus. Dabei macht er deutlich, dass das Konzept des Wirkstoffes im Kontext des neuen Materialismus nicht ausreichend untersucht ist.…

 
Besprechungstext …
 
Er entfaltet hierzu eine bisher latent gebliebene Typologie fantastischer Wirkstoffe in Film und Literatur, die weitreichende Konsequenzen für das Verhältnis von Subjektivierung und Pharmakologie der Gegenwart nach sich zieht.…
 
Hier haben wir ein etwas überraschendes Buch, dass mir beinahe entgangen wäre. Es ist aber insofern interessant, unabhängig davon, ob man sich mit prekären Stoffen abgeben mag, dass es ein wichtiges Teilstück für die weitere Verwissenschaftlichung der Science Fiction-Forschung abliefert. Nach dem dreibändigen Werk von Holger Nielen „Philosophische Grundprobleme in der Science Fiction“, das sich ausschließlich philosophischen Aspekten widmet, finden wir hier ein Buch, dass sich neben philosophischen Problemen der „Biopolitik prekärer Stofflichkeit unter Berücksichtigung aktueller Debatten um den neuen Materialismus“, sprich gentechnisch veränderten Materialien, nicht-menschlichen Stoffen sowie von giftigen und seltsamen Substanzen widmet.
 
Ich denke, dass wir hier ein Werk haben, dass sich eine Nominierung zum Rein A. Zondergeld und Kurd-Laßwitz-Preis verdient hätte …
Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Georg Dickmann
  • Pharmakofictions
  • Spekulationen mit prekären Stoffen in zeitgenössischer Science-Fiction und Philosophie
  • Transcript, Bielefeld (2023)
  • Wissen der Künste, Band 4
  • Taschenbuch
  • 316 Seiten
  • ISBN 9783837665833

Kleinster Preis: € 37,09, größter Preis: € 50,25, Mittelwert: € 45,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
  • [Inhalt] Pharmakofictions, Transcript Verlag

Georg Dickmann untersucht das Wechselverhältnis von spekulativen Zukunftsfiktionen und der Biopolitik prekärer Stofflichkeit unter Berücksichtigung aktueller Debatten um den neuen Materialismus. Dabei macht er deutlich, dass das Konzept des Wirkstoffes im Kontext des neuen Materialismus nicht ausreichend untersucht ist.…

Kapitelübersicht


  • [Biographisches] Georg Dickmann bei transcript

Georg Dickmann, geb. 1985, ist Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin. Der Literaturwissenschaftler und Philosoph war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) Berlin und promovierte am DFG-Graduiertenkolleg »Das Wissen der Künste« an der Universität der Künste Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Philosophien des neuen Materialismus, Posthumanismus und Autotheorien der Gegenwart.…

Auszug Artikel


  • [Biographisches] Georg Dickmann in der Universität der Künste, Berlin

Das Dissertationsprojekt untersucht anhand zeitgenössischer Science Fiction von Neil Bloomkamp, Dietmar Dath, Vladimir Sorokin, Leif Randt u.a. die Verschränkungen von Fiktion und Biopolitik im Horizont aktueller Debatten um den Posthumanismus.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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