Wernher von Braun Start in den Weltraum Bertelsmann Lesering, o.O. (1958) ohne ISBN
Ein Buch über Raketen, Satelliten und Raumfahrzeuge
In den 50er Jahren war Wernher von Braun wohl die Ikone der Weltraumforschung. Obwohl sich dieses Bild wohl auf Grund seiner hinterfragbaren NS-Vergangenheit (siehe auch: Mondsüchtig – Rainer Eisfeld) geändert hat, waren seine Thesen zur Weltraumfahrt innovativ und zukunftsweisend…
Fünf Jahre vor den Starts der ersten künstlichen Erdsatelliten entwarf Wernher von Braun bereits die bemannte Weltraumstation. Mit diesem Projekt zeigte er, wie der Mensch den Weltraum erreichen und in 1730 Kilometer Höhe die radförmige Weltraumstation errichten wird. Was er schilderte, schien den kühnsten Visionen zu gleichen, die der Phantasie zu entspringen pflegen – aber dieser Eindruck darf uns nicht täuschen … Die präsentierten Ideen entsprachen damals den neuesten wissenschaftlichen Material …
In naher Zukunft (1958 Anm.d.V.) wird die Erde einen neuen Begleiter am Himmel bekommen, einen bemannten, künstlichen Satelliten, den ersten Stützpunkt der Menschheit im Weltraum. Er wird von Menschen bewohnt und vom Boden aus als ein ruhig wandernder Stern erkennbar sein und doch mit unglaublicher Geschwindigkeit um die Erde kreisen, eingebettet in jene finstere Unendlichkeit außerhalb der Atmosphäre, die wir „Weltraum“ nennen. …
Auszug 'Der Auftakt:...', Seite 5
Aber nicht nur eine Weltraumstation wird beschrieben, sondern auch der Flug zum Mond und sogar schon zum Mars wird erörtert und wissenschaftlich untermauert. Dazu kommen Beiträge von Willy Ley und ein Nachwort von Heinz Gartmann. Besonderen Retro-Charm haben die teilweise färbigen Illustrationen …
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aus dem Amerikanischen
Übersetzer: Heinz Gartmann
[Artikel] Wernher von Braun in der WIKIPEDIA
Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun (* 23. März 1912 in Wirsitz, Provinz Posen, Deutsches Reich; † 16. Juni 1977 in Alexandria, Virginia, USA) war als deutscher und später US-amerikanischer Raketeningenieur ein Wegbereiter der Raketenwaffen und der Raumfahrt.
Er genoss aufgrund seiner Pionierleistungen zunächst als führender Konstrukteur der ersten leistungsstarken, funktionstüchtigen Flüssigkeitsrakete Aggregat 4 („V2“) und später wegen seiner leitenden Tätigkeit beim Bau von Trägerraketen für die NASA-Missionen hohes Ansehen. …
Willy Ley (* 2. Oktober 1906 in Berlin; † 24. Juni 1969 in New York) war Wissenschaftspublizist, Raketenkonstrukteur und Mitbegründer des weltweit ersten Raketenflugplatzes in Berlin. Er hat auch unter dem Pseudonym Robert Wiley publiziert. …
Heinz Gartmann, Pseudonym Werner Wehr, (* 12. Dezember 1917 in Dessau; † 7. August 1960 in Stockholm) war ein deutscher Raketen-Ingenieur, Publizist und Autor im Bereich Technikgeschichte und Raumfahrt-Literatur. …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
die vierte Ausgabe des Magazins steht ganz im Zeichen des Mars. Ob es dem Magazin gut tut? Man wird sehen – mir ist es zu viel auf einmal, obwohl das Thema an sich schon seine Berechtigung hat. …
Ich tue mir einfach schwer mit diesem Heft. Das ist natürlich eine sehr subjektive Beurteilung, aber ich denke, dass das Material hier etwas unglücklich in eine Form gezwängt wurde, die es erschwert, den wahren Informationsgehalt wahrzunehmen. Der Text wird zerfleddert zwischen einer fiktiven Randgeschichte, eingestreuten Sekundärelementen von Rezensionen bzw. Werkbesprechungen und einer Themenbesprechung in chronologischer und thematischer Form. Dazwischen die Abbildungen von unzähligen Titelcover. Manche würden sagen aufgelockert, manche vielleicht leseflußzerstörend in einem dreispaltigen Layout. …
Und wir warnen Sie: Wir haben über 300 Romane und mehr als 180 Kurzgeschichten zum Mars aufgestöbert, dazu zwei Dutzend Sachbücher, etliche Comics und fast 80 Filme, und nicht zuletzt auch einige Musikstücke. Das Ganze gut durchgerührt und thematisch neu sortiert, haben drei Gastköche zum Mitköcheln eingeladen, vieles (aber bei weitem nicht alles) ausgewählt, das Selektierte mit diversen Sorten an Humor gewürzt, und über das fertige, vielfältige Menü noch ein paar appetitanregende Perlen gestreut. …
Auszug 'Vorwort', Seite 1
Vielleicht war es ein bisschen zu viel durchgerührt, zu viele Köche und ein zu üppiges Menü. Aber man muß trotzdem die geleistete Arbeit hervorheben und bewundern. Und – eines ist absolut ein hervorragender Einfall gewesen: Die kostenlos downloadbare Ergänzung zum Themenband – „Die Marsbibliothek“.
Die Marsbibliothek – Seite 1
Eine Bibliographie der Marsliteratur, -film und -musik. Diese ist für mich – und das ist wieder ein furchtbar subjektives Urteil – das Beste an dem diesjährigen Heft. Abgesehen von Hardy Kettlitz’s „Science Fiction History“, die ich für einen wichtigen Bestandteil des Heftes halte und überhaupt als einen der wertvollsten Beiträge in diesem Magazin. …
Alles in allem gibt es trotzdem eine Empfehlung für !Time Machine, Ausgabe 4. Ich denke, für andere Leser kann das Heft durchaus eine angenehmere Lektüre sein und ich bin höchst interessiert, wie diese Heft anderswo besprochen werden wird. Mal sehen, wie subjektiv diese hier vorgestellte Meinung wirklich ist.
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Anmerkung1
Übersetzer
Illustrator
[Artikel] Der Mars in der WIKIPEDIA
Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. …
„Die Marsbibliothek“ kannst du hier kostenlos runterladen. Die Bibliographie ist sowohl chronologisch als auch Alphabetisch sortiert und beinhaltet 305 Romane, 25 Sachbücher, 15 Comics, 16 Kurzgeschichten sowie 187 Novellen und Erzählungen, daneben 77 Filme und 21 Songtitel mit bibliographischen Daten zu deutschsprachigen Erstausgaben und Neuausgaben. …
Udo Klotz wurde 1962 Alzenau geboren. Er studierte Mathematik und Informatik in Darmstadt und arbeitete später als Systementwickler und Projektleiter. Heute arbeitet er als Product Line Manager in der Software-Entwicklung in München. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Der Planet Mars in der Science Fiction bis zur Landung der Viking-Sonden 1976
Ein Science Fiction-Sachbuch. Und ein Klassiker aus dem Heyne Verlag. Ein Überblick über die internationale Marsliteratur der zeigt, wie sich ein moderner Mythos entwickelt…
Angefangen hat es wohl mit der „Entdeckung“ der Marskanäle durch Giovanni Schiaparelli 1877. Wissenschaftler wie Science Fiction-Autoren waren angetan von unserem Nachbarplaneten. Eine Fülle von Marsromanen waren die Auswirkungen der angeregten Phantasie. Insbesondere in der Zeit zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg …
Wir unternehmen im „Jahrhundert der Marsianer“ den Versuch aufzuzeigen, wie sich aus dem Zusammenwirken von Naturwissenschaften, Astronomie und Literatur ein moderner Mythos entwickelt hat, der Mythos vom Mars und den Marsianern. Unsere Absicht ist es nicht, einen exhaustiven Überblick über die Marsliteratur zugeben. Wir haben aus der Fülle des Materials eine Reihe von Romanen und Erzählungen ausgewählt, die wir dem Leser vorstellen …
Auzug aus 'Vorwort', Seite 11-12
Die Autoren beschränken sich zwar auf europäische und amerikanische Marsliteratur vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, aber darin liegt auch die Kompetenz der beiden. Für die Zeit nach 1945 werden von ihnen aufgrund der Fülle des Materials nur noch die wichtigsten Tendenzen analysiert. …
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Illustrationen, teilweise farbig
[Artikel] Helga Abret – Bio- und Bibligraphie auf fksfl.de – Freundeskreis SF Leipzig
Helga Abret, geboren in Breslau, ist als Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Metz in Frankreich tätig. Außer den im Folgenden aufgelisteten Werken veröffentlichte sie zahlreiche Aufsätze zur Publizistik in der Kaiserzeit, zur phantastischen Literatur und Science Fiction, sowie allgemein zur Literatur des 20. Jahrhunderts.…
[Rezension] Das Jahrhundert der Marsianer – von Michael Haul – auf astronalpha.de
Die Literaturwissenschaftler Helga Abret (1939–2013) und Lucian Boia (geb. 1944) haben sich in ihrem Buch der Aufgabe gewidmet, dem modernen „Marsmythos“ in der Science-Fiction-Literatur nachzuspüren. Sie sind tief – bewundernswert tief – in die Anfänge des Genres eingetaucht und haben zahllose Marsromane und Marserzählungen gelesen. …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Der Olympos Mons ist ein Vulkan auf dem Mars, bei dem es sich um den zweitgrößten Berg unseres Sonnensystems handelt.[1] Wie wir im Folgenden sehen werden, führten Name und Erscheinungsbild des Berges dazu, dass man ihm gelegentlich auch in der Phantastik begegnet. Die Namensgebung Spätestens seit den Babyloniern und den Ägyptern gibt es die Tradition, …
Cover-AnsichtEin Hinweis von Peter Alsdorf in der FB-Gruppe „Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik“
Berliner Debatte INITIAL 16 (2005)
„… Der Initial-Schwerpunkt Sozialismus auf dem Mars handelt von Science-Fiction-Expeditionen in die Welt der Utopien, des Massenbewußtseins, der kollektiven Sehnsüchte und Erfahrungen. Christoph Spehr untersucht die filmische Rezeption von Revolutions- und Transformationstheorie in „Matrix“. Annette Schlemm entwickelt, sich u.a. beziehend auf Kim Stanley Robinsons Mars-Trilogie, Umrisse einer zeitgenössischen emanzipatorischen Utopie. Wladislaw Hedeler analysiert Bogdanows Mars-Romane und ihr Verhältnis zu dessen politischen und wissenschaftlichen Aktivitäten. Antje Schrupp geht den Veränderungen von Frauendarstellungen in Science Fiction und den Wandlungen im Feminismus nach. Jakob Schmidt zeigt anhand der TV-Serie „Dark Angel“, einem kapitalismuskritischen Highlight aus der Schmiede des „Terminator“-Erfinders James Cameron, die Widersprüche zwischen Utopien künstlich veränderter Körper und den Identitätssehnsüchten ihrer Träger. Bartholomäus Figatowski schließlich befaßt sich mit den „soziologischen Modellbildungen“ in zwei zentralen Romanen von Stanislaw Lem und arbeitet deren totalitarismuskritische Implikationen heraus…“ (Quelle: http://www.rosalux.de/publication/13361/sozialismus-auf-dem-mars.html am 26-8-2014- Auszug aus dem Bescheibungstext)
Inhaltsverzeichnis
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Berliner Debatte; Auflage: 1., Aufl. (15. März 2005)