Holger Nielen Philosophische Grundprobleme in der Science Fiction Logos, Berlin (2020-2021) ISBN 9783832546480
Prolegomena, Geschichtsphilosophie, Metaphysik, Erkenntnistheorie, Antropologie, Ethik und politische Theorie…
Drei Bände, die ich fast übersehen hätte. Dabei handelt es sich um ein neues Standardwerk, das auf keinem Schreibtisch fehlen sollte, wenn Science Fiction das Thema ist. Drei Bände, in denen all die Fragen gestellt werden, die alle Menschen prinzipiell betreffen und die im Lichte der Science Fiction und der Philosophie beleuchtet werden. …
Band I: Einführend beschäftigt sich dieser Band mit einer Definition der Science Fiction, ihrer Geschichte und philosophischen Fragen rund um die Technik. Geschichtsphilosophie und Metaphysik sind Themen. Zeit, Zeitmaschinen, das Ende der Menschheit und Parallelwelten. Auch Fragen nach der Wirklichkeit, der Identität des Ichs und auch der Identität der Science Fiction. …
Band II: Befasst sich mit erkenntnistheoretischen, anthropologischen und ethischen Fragen in der Science Fiction. Außerirdische, Roboter oder Klone, hier werden die philosophischen Fragen diesbezüglich angesprochen. Können Roboter denken, welche ethischen Implikationen hat die Anwendung von Biotechniken, die Fragen nach Begegnung mit außerirdischen Leben. …
Band III: Bespricht Staatstheorien antiker und frühneuzeitlicher Philosophen, Sozialismus, Kommunismus, Anarchismus. Metautopie, die intentionale Utopie und die literarisch-fiktive Utopie, die klassische Utopie, die Dystopie, ökologische und feministische Utopien sowie den Cyberpunk und die selbstkritische Utopie.
Die Hauptthese dieses Buches lautet: Die Fragen, die die Science Fiction aufwirft, sid zugleich Fragen der Philosophie. Und Fragen der Philosophie sind Fragen, die im Prinzip alle Menschen betreffen. Es sind existentielle Fragen,, wie die nach Leben und Tod, dem Sinn des Lebens und der Geschichte, einer moralischen Verantwortung, einer gerechten Gesellschaft und nach dem Menschen selbst. Die Science Fiction, so die These dieses Buches, ist eine andere Form der philosophischen Fragestellung, wobei sie häufig in der Gestalt der Metapher ins Spiel kommt …
Auszug 'Prolegomena', Seite 1-3
Eine Fülle von Fragen, die es rechtfertigen, dass das Werk auf drei Bände ausgelegt ist. Im Grunde ist es schade, dass diesen Büchern der Festeinband verwehrt wurde. Man muss sie zu oft zur Hand nehmen und das Paperback wird bald den Geist aufgeben, aber vermutlich würden sie dann preislich noch höher liegen, als es der gewünschten Verbreitung guttäte. Keine Bücher, die man einfach durchliest, vielmehr Arbeitsbücher, denen man einiges an Zeit widmen sollte ……
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keine
[Rezension] Nielen, Holger.Philosophische Grundprobleme in der
Science Fiction. Drei Bände. Logos, 2021/22
Nicht anders als monumental kann man die in den vergangenen beiden Jahren vorgelegte Studie zu denPhilosophischen Grundproblemen in der Science Fictionbezeichnen,die von dem Bonner Philosophen Holger Nielen ausgearbeitet wurde. Auf nicht weniger als 1350 Seiten führt der Autor in die Thematik und ihre Geschichte ein und fügtdaran fünf analytische Hauptkapitel, die sich großen Fragen der klassischen Philosophie widmen: der Geschichtsphilosophie, der Metaphysik, der Erkenntnistheorie, der Anthropologie, der Ethik und der politischen Theorie. …
Geschichtsphilosophie ist eine Teildisziplin der Philosophie, die sich mit Fragen um die menschliche Geschichte beschäftigt. Der Begriff wurde im Zeitalter der Aufklärung von Voltaire geprägt.[1]
Wie das Wort „Geschichte“, das sowohl das geschichtliche Geschehen als auch seine Darstellung in der Geschichtsschreibung bezeichnet, lassen sich auch für die Geschichtsphilosophie zwei Ausrichtungen unterscheiden: Zum einen bietet sie Anreiz zum Nachdenken über Verlauf und Ziel der Geschichte, über das Vorhandensein und die Nachweisbarkeit allgemeiner Gesetzmäßigkeiten ihrer Entwicklung und über einen eventuell ihr innewohnenden Sinn. Zum anderen reflektiert sie die wissenschaftlichen Methoden der forschenden und darstellenden Historiker. Soll sie mehr sein als bloße Spekulation, so muss sie auf den einzelnen empirischen Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft basieren.[2] In der ersteren Bedeutung wird sie auch als spekulative, substantielle oder materiale Geschichtsphilosophie bezeichnet; in der letzteren als kritische, analytische oder formale Geschichtsphilosophie. …
Die Metaphysik (lateinischmetaphysica; griechischμετάmetá ‚danach‘, ‚hinter‘, ‚jenseits‘ und φύσιςphýsis ‚Natur‘, ‚natürliche Beschaffenheit‘) ist eine Grunddisziplin der Philosophie. Metaphysische Systementwürfe behandeln in ihren klassischen Formen die zentralen Probleme der theoretischen Philosophie, nämlich die Beschreibung der Fundamente, Voraussetzungen, Ursachen oder „ersten Begründungen“, der allgemeinsten Strukturen, Gesetzlichkeiten und Prinzipien sowie von Sinn und Zweck der gesamten Realität bzw. allen Seins.…
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
Wer an phantastische Geschichten denkt, hat meist sofort epische Schlachten mit Drachen, intergalaktische Raumschiffe oder schaurige Spukhäuser vor Augen. Doch diese Phänomene sind keineswegs isolierte Inseln der Popkultur. In der modernen Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft werden sie unter einem gemeinsamen, mächtigen Dach zusammengefasst: dem Metagenre der Fantastik (in der akademischen Tradition oft auch Phantastik geschrieben).
Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
Die Landschaft der phantastischen Literatur in Deutschland wird seit Jahrzehnten nicht nur von großen Publikumsverlagen geprägt, sondern auch von einer hochengagierten Independent-Szene. Eine der beständigsten und kulturhistorisch wertvollsten Säulen dieser Bewegung ist die Reihe „Fantasia“, herausgegeben vom Ersten Deutschen Fantasy Club e.V. (edfc). Bei dem vorliegenden Objekt „Fantasia 72-73“ handelt es sich um eine typische Doppelnummer dieser als Taschenbuch erscheinenden Anthologie- und Magazinreihe, die eine Brücke zwischen anspruchsvoller Fan-Kultur (Fandom) und akademischer Literaturwissenschaft schlägt. …
Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Isabelle Stauffer, Corinna Dziudzia und Sebastian Tatzel publizieren den Sammelband „Utopien und Dystopien“
von Werner Jung auf literaturkritik.de
Ein sehr empfehlenswertes Buch – hat mir gut gefallen…
Dieses schmale Bändchen versammelt acht Beiträge, die im Rahmen einer Ringvorlesung aus dem Wintersemester 2019/20 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vorgetragen worden sind. Dabei erstreckt sich das Spektrum der Beiträge vom Computerspiel (L. Schmeink) über gebaute Utopien zwischen Kaiserreich und Republik (G. Cepl-Kaufmann), verschiedene didaktische Konzeptionen (M. Kalbermatten, F. Kröber), agrarökonomische Reflexionen (A. Hilbeck) und theologische Ansätze (M. Kirschner) bis zu literarhistorischen und filmwissenschaftlichen Vorträgen (R. Nate, B. Grimm). […]
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
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Ein Metagenre – auch als Makrogattung bezeichnet – beschreibt eine übergeordnete Strukturebene. Sie vereint verschiedene Einzelgenres, weil diese eine fundamentale, erzählerische Gemeinsamkeit teilen. Im Fall der Fantastik ist dies der bewusste, strukturelle Bruch mit den Gesetzen unserer empirischen, alltäglichen Wirklichkeit. …
„Fantastia Nr. 72-73“ mitsamt den relevanten Artikeln wurde aufgenommen. Die Besprechung habt ihr ja schon geliefert bekommen. Neu auch die Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft für die Jahre 2024 und 2025. Für 2024 ist ein relevanter Artikel von Friedhelm Schneidewind beinhaltet. Dann noch ein Krimi-Leitfaden mit Science-Fiction-Bezug eines Artikels darin. Das Buch zur künstlichen Intelligenz wurde als begleitende Literatur aufgenommen. Ein Katalog der Antiquare ist dabei und zuletzt ein Buch zur griechischen Mythologieforschung in dem die Medea-Mythen behandelt werden. Eine ziemliche Mischung, aber das zeigt die Vielfältigkeit der fantastischen Literatur eben. Das Buch zur Mythologieforschung und das Jahrbuch von 2025 liegen aber in den Veränderungen, da sie schon ein bisschen früher als „gesuchte“ Ausgaben aufgenommen wurden …
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Tauchen wir tiefer in das literaturwissenschaftliche Herzstück des Orlando Furioso ein. Wir betrachten die beiden faszinierendsten Dimensionen, die Ariostos Werk zu einem so wegweisenden Vorläufer moderner Erzählformen machen: seine revolutionäre Erzählstruktur und seine erstaunliche Antizipation von Science-Fiction-Motiven.
Das Wort Entrelacement stammt aus dem Französischen und bedeutet „Verflechtung“ oder „Ineinanderweben“. Ariosto hat diese Technik nicht erfunden – sie hat ihre Wurzeln in den altfranzösischen Artusromanen des Mittelalters –, aber er hat sie auf ein orchestrales, bis dahin unerreichtes Niveau gehoben. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Von der Bedeutung der Phantasie bei J.R.R. Tokien und Michael Ende, Schulbücher einer phantastischen Universität und zum Thema Utopie von der Strukturanalyse zur Strukturtypologie …
Sylvia Heimann – Rolle und Bedeutung der Phantasie …
Sylvia Heimann
Rolle und Bedeutung der Phantasie in Tolkiens „Herr der Ringe“ und Endes „Die unendliche Geschichte“
Diplomica/BoD, Norderstedt (1991), broschiert, 64 Seiten
ISBN 9783838664392
J.R.R. Tolkien und Michael Ende zählen zu deb bekanntesten Autoren phantastischer Literatur. Die Höhepunkte ihrer schriftstellerischen Arbeit waren „Der Herr der Ringe“ und „Die unendliche Geschichte“, wobei zwischen der Entstehung dieser beiden phantastischen Romane mehr als vierzig Jahre liegen. Diese große Zeitspanne bedingt einen jeweils völlig anderen gesellschaftspolitischen Hintergrund der Autoren …