Kategorie: deutsche SF

Artikel, Essays und Kurztexte zur Phantastik #17: Die Nazis, die es nie gab in: Hi Hitler! – Gavriel D. Rosenfeld

Gavriel D. Rosenfeld
Hi Hitler!
WBG Theiss, Darmstadt (2021)
ISBN 9783806241990
Der Nationalsozialismus in der Populärkultur

Artouro Ruhro-Raton war so nett, mir eine Empfehlung zukommen zu lassen, die sich als sehr gutes und interessantes Buch gezeigt hat. Das Buch beschäftigt sich zwar in erster Linie mit der Erinnerung, Normalisierung und Relativierung der NS-Zeit, nimmt aber zu einem guten Teil auch Bezug auf die Phantastik


  • Kapitel 1 – untersucht die jüngste Zunahme revisionistischer geschichtswissenschaftlicher Studien zum Zweiten Weltkrieg.
  • Kapitel 2 – Die parallel dazu verlaufende historiographische Debatte über die Einzigartigkeit des Holocaust
  • Kapitel 3 schließt den historiographischen Fokus ab und beschäftigt sich mit dem zunehmenden Gebrauch kontrafaktischen Denkens in der Holocaust-Forschung
  • Kapitel 4 – hier stehen Erscheinungsformen kontrafaktischen Denkens in zeitgenössischen Alternativgeschichten des Dritten Reichs
  • Kapitel 5 – erörtert ähnliche Tendenzen in neueren Filmen über den NS-Diktator
  • Kapitel 6 – stellt die irritierend humorige und kontrafaktische Darstellung des Nazismus im Internet dar

Und hier findet das Buch in Kapitel 4 den Anschluss an die Phantastische Literatur, welche ebenfalls in nicht geringem Maße die NS-Alternativwelt-Erzählung in sich aufnimmt. Es werden in den Kapiteln „Die Nazis gewinnen den Zweiten Weltkrieg“, „Hitler kommt bei einem Attentat ums Leben“, Hitler überlebt“ und „Alternative Holocausts“ Alternativwelt-Erzählungen sehr interessant und eindringlich besprochen. Natürlich ist die Zielsetzung des Buches eine andere und sie bezieht sich auf die Normalisierungs- und Relativierungsstendenzen der Alternativwelt-Erzählungen, aber das Ergebnis der Besprechungen sind auch für die Liebhaber phantastischer Literatur durchaus erhellend und verwertbar.

Schließlich  bestätigen neuere, amerikanische und deutsche Alternativgeschichten, dass nationale Unterschiede in der Erinnerung an den Nationalsozialismus fortbestehen. Britische und amerikanische Autoren waren eher geneigt, die NS-Vergangenheit zu universalisieren, um vor allem liberale politische Ziele voranzutreiben. Deutsche Autoren beschäftigen sich hingegen mehr mit der Relativierung der NS-Zeit, die Konservative befürworteten und Liberale ablehnten. Eins allerdings verbindet alle drei Länder, nämlich die wachsende Bereitschaft, durch humorvolle Werke über das NS-Erbe zu lachen. …

In der Endbetrachtung erweist sich das Buch als sehr interessante Lektüre zum Thema NS-Zeit-Auseinandersetzung und bietet nebenbei einen Einblick in Alternativwelt-Literatur und -Film zur NS-Zeit. Ein fesselndes Buch zur richtigen Zeit – meiner Meinung nach …

Zusätzlich möchte ich aber auch auf dieses Buch hinweisen, dass im Kontext zu obigem Text ebenfalls zu empfehlen wäre:

Hermann Ritter / Johannes Rüster / Dierk Spreen / Michael Haitel (Hrsg.), Heute die Welt – morgen das ganze Universum, p.machinery, Murnau (2016)

Insbesondere der Artikel von Johannes Rüster, „Ein Volk, ein Reich und/oder ein Führer. Von der Faszination nationalsozialistischer Alternativwelten“, ergänzt die angesprochene Passage von „Hi Hitler!“ sehr gut (siehe auch: Bibliographisch:).

Außerdem sei auch auf einen Artikel hingewiesen, welcher Peter Cersowsky in Franz Rottensteiners „Die dunkle Seite der Wirklichkeit“ (hier im Blog) verfasst hat. „Ja, mein Lieber, wir sind konservativ.“ Politische Aspekte bei deutschsprachigen Phantastik-Autoren des 20. Jahrhunderts bis zum Nationalsozialismus“ (1987), Seite 33-59 des Buches. Auch heute noch gut zu lesen.

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Gavriel D. Rosenfeld
  • Hi Hitler!
  • Der Nationalsozialismus in der Populärkultur
  • WBG Theiss, Darmstadt (2021)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Gr-Oktav
  • 510 Seiten
  • ISBN 9783806241990

 

  • Hermann Ritter / Johannes Rüster / Dierk Spreen / Michael Haitel (Hrsg.)
  • Heute die Welt – morgen das ganze Universum
  • Rechtsextremismus in der deutschen Gegenwarts-Science-Fiction. Science-Ficiton und rechte Populärkultur
  • p.machinery, Murnau (2016)
  • AndroSF, Nr. 54
  • Taschenbuch
  • 216 Seiten
  • ISBN 9783957650498

Hi Hitler!Kleinster Preis: € 35,99, größter Preis: € 35,99, Mittelwert: € 35,99

Heute die WeltKleinster Preis: € 5,99, größter Preis: € 11,90, Mittelwert: € 11,90

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • aus dem Englischen
  • Übersetzerin: Claudia Kotte

  • [Artikel] Gavriel D. Rosenfeld in der WIKIPEDIA (Übersetzung)

Gavriel David Rosenfeld ist Professor für Geschichte und Direktor des Undergraduate Program in Judaic Studies an der Fairfield University . Geboren in Bloomington, Indiana , absolvierte er 1985 die Bloomington High School South . 1989 erhielt er seinen BA in Geschichte und Judaistik von der Brown University . Nach einem einjährigen Studium als Fulbright-Hays Fellowship an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (1989–90) promovierte er zum Dr. in Geschichte von der UCLA im Jahr 1996. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Gavriel D. Rosenfeld: Hi Hitler! Der Nationalsozialismus in der Popkultur – von Andrea Gnam – auf swr.de

Der amerikanische Historiker Gavriel David Rosenfeld beschreitet gerne unkonventionelle Wege bei seinen Forschungen zum Nationalsozialismus und zu unserer Gegenwart. „Hi Hitler! Der Nationalsozialismus in der Popkultur“ lautet der etwas provokante Titel seines Buches, über dessen ernsten Hintergrund Andrea Gnam berichtet.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Die Banalisierung des Bösen – von – auf verdi.de

Seit einiger Zeit häufen sich in Filmen, Comics und im Internet die Persiflagen auf Adolf Hitler und andere Nazi-Größen. Der amerikanische Historiker Gavriel D. Rosenfeld hält diese Entwicklung für bedenklich, weil sie die moralischen Dimensionen der Vergangenheit in den Hintergrund treten lasse. Er betrachtet die Parodien als Verharmlosung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen, was wiederum jenen in die Karten spiele, die schon lange ein Ende des Gedenkens forderten: den Rechtsextremisten.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


Die letzten 3 Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 
 
 
 

Artikel, Essays und Kurztexte zur Phantastik #16: Science Ficiton Literatur USA-BRD-DDR in: Weimarer Beiträge – Aufbau-Verlag (Hrsg.)

Siegfried Rönisch (Chefred.)
Weimarer Beiträge, 1987/3
Aufbau, Berlin (1987)
ohne ISBN
Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturtheorie

Ja, auch wenn es neuere Werke zu den phantastischen Veröffentlichungen in der DDR gibt, ist es immer wieder interessant, auch in den alten Werken darüber zu lesen. …


Hier waren es vier Essays zum Thema Science Fiction und Phantastik in der DDR, der USA und der BRD. Zunächst Dieter Wuckel zur (damals) neueren Science Fiction-Literatur in der DDR und anschließend Renate Ulbrich „zu einigen Tendenzen in der modernen Science Fiction-Literatur der USA“.

Obwohl vor allem in den zurückliegenden zehn Jahren sowohl in den sozialistischen als auch in den kapitalistischen Ländern fruchtbare Anstrengungen unternommen wurden, die Spezifik der Science-Ficition-Literatur im welt- beziehungsweise nationalistischen Kontext zu bestimmen, sind definitorische Probleme und kontroverse Meinungen dazu bei weitem nicht aus dem Weg geräumt …

Auszug 'Zu einigen Tendenzen…', Seite 379-398

Dazu kommen dann noch „Einige Bemerkungen zur Phantastik in der BRD“ von Olaf R. Spittel und als letzter Beitrag, im Bereich der Phantastik, „Die Idee vom Fortschritt in der Science-Fiction. Anmerkungen zur jüngsten SF-Literatur der DDR“. Interessante Beiträge und besonders den Beitrag von Renate Ulbrich habe ich gerne gelesen. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Siegfried Rönisch (Chefred.)
  • Weimarer Beiträge, 1987/3
  • Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturtheorie
  • Aufbau, Berlin/Weimar (1987)
  • Broschüre, A5, Klebebindung
  • 170 Seiten
  • ohne ISBN

Kleinster Preis: € 2,00, größter Preis: € 6,20, Mittelwert: € 4,95

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Webpräsenz] Weimarer Beiträge im Internet

Die Weimarer Beiträge wurden 1955 auf Initiative der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar von den Herausgebern Louis Fürnberg und Hans-Günther Thalheim gegründet und haben sich bald mit dem Ziel einer transdisziplinären und komparatistischen Öffnung der Germanistik als Zeitschrift für Germanistik, Ästhetik und Kulturtheorie profiliert. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Weimarer Beiträge in der WIKIPEDIA

Die Weimarer Beiträge sind eine erstmals 1955 erschienene Literaturzeitschrift, die zusammen mit der Zeitschrift für Germanistik eine der wichtigsten Zeitschriften für Literaturgeschichte in der DDR war. Sie trägt seit 1991 den programmatischen Untertitel „Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturwissenschaften“. …

Auszug Artikel


  • [Webpräsenz] Weimarer Beiträge im Passagen Verlag

Die Weimarer Beiträge – seit ihrer Einstellung durch den Aufbau-Verlag 1991 vom Passagen Verlag herausgegeben – waren eine der renommiertesten Literatur- und Kulturzeitschriften der DDR. Durch ihren interdisziplinären Ansatz, der auch allgemeine kulturelle, ästhetische und politische Überlegungen einbezieht, trägt sie zu einer Einbindung der deutschsprachigen Kulturwissenschaften in die internationale Diskussion bei.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 
 
 
 
 
 

Science Fiction #120 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Rock‘ n‘ Roll und Science Fiction – Rainer Eisfeld


Rainer Eisfeld
Rock‘ n‘ Roll und Science Fiction
DvR, Lüneburg (2022)
ISBN 9783945807620
 
Wie die Bundesrepublik modern wurde
 
Das neueste Buch von Rainer Eisfeld ist eine vollständig überarbeitete Ausgabe seines Werkes „Als Teenager träumten“ aus dem Jahre 1999, welches damals im Nomos Verlag, Baden-Baden, erschien. Mehrere Kapitel wurden hinzugefügt, andere entfernt und die, nun auch farbigen, Illustrationen wurden vervielfacht. …

 
Eisfeld schildert darin die Modernisierung der Bundesrepublik in den 50er-Jahren aus Sicht  jener Teenager, die bei der Modernisierung dann auch tatkräftigst mithalfen. Das Grundwerk, „Als Teenager träumten“, war Grundlage für einen 15-minütigen Film namens „Elvis und das magische Auge“, den der WDR 2003 nach Motiven daraus drehte …
 
„Rainer ist 15 Jahre alt und findet gut, was alle Jungs in seinem Alter n den 50er Jahren gut finden: Rock‘ n‘ Roll, Blue Jeans und Mädchen …“. So stand es auf dem Waschzettel des 2003 fürs WDR-Schulfernsehen gedrehten Kurzfilms „Elvis und das magische Auge“. „Außerdem noch Science Fiction“, hätte der unbekannte Texter hinzufügen können. Denn jener Rainer des Jahres 1956 war kein anderer als der Autor des vorliegenden Buches, in dem 15-minütigen Werk dargestellt von Marc-Oliver Moser (mit Lindenstraßen-Ruhm). …
Auszug 'Weder Pferdehalfter an der Wand …' Seite 7-29
 
Wie im Rückentext geschrieben, ein „informativer Spaziergang durch politische Kultur und Popkultur der frühen Bundesrepublik“. Rainer Eisfeld hat mit diesem Werk eine Art Zeitdokument geschaffen, das vergnüglich zu lesen ist und ein bisschen Nostalgie hervorruft, zumindest bei jenen, die diese Zeit schon erleben durften …
 

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Rainer Eisfeld
  • Rock‘ n‘ Roll und Science Fiction
  • Wie die Bundesrepublik modern wurde
  • DvR, Lüneburg (2022)
  • Taschenbuch
  • 162 Seiten
  • ISBN 9783945807620

Kleinster Preis: € 15,00, größter Preis: € 15,00, Mittelwert: € 15,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Rainer Eisfeld in der WIKIPEDIA

Rainer Eisfeld (* 4. April 1941 in Berlin) ist ein deutscher Politikwissenschaftler. […] Eisfeld schrieb mehrere Bücher, die sich mit der Science-Fiction und ihrem Umfeld auseinandersetzen. In den 1950er Jahren arbeitete er auch als Übersetzer, beispielsweise übersetzte er Alfred Elton van Vogts Romane Die Expedition der Space Beagle und Welt der Null-A, seinerzeit unter dem auch von Walter Ernsting verwendeten Pseudonym Armin von Eichenberg. …

Auszug Artikel



  • [Rezension] Rock’n’Roll und Science Fiction – von Carsten Kuhr – auf phantastiknews.de

Es ist ein sehr persönlicher, massiv farbig illustrierter Blick in die Vergangenheit Eisfelds wie der Republik, den uns der Autor und sein Herausgeber hier kredenzen. Gerade die kleinen Anekdoten, die lakonischen, pointierten Bemerkungen des Autors, machen die Lektüre zum vergnüglichen Genuss. Die Science Fiction wird immer wieder einmal am Rand touchiert, steht aber eigentlich nie im Zentrum. Es ist ein Stück Zeitgeschichte, unterhaltsam und vergnüglich zu lesen, das uns Eisfeld hier vorlegt. …

Auszug Artikel



  • [Rezension] Als Teenager träumten – Unterhaltsamer Blick auf die 50er-Jahre – von Klaus N. Frick – auf http://enpunkt.blogspot.com

»Als Teenager träumten – Die magischen 50er-Jahre« ist ein Lesebuch, keine bierernste Chronik. Man kann die einzelnen Kapitel lesen, wie und wann man Lust darauf hat. Veröffentlicht wurde das Buch in Nomos-Verlag; so weit ich weiß, ist es nur noch antiquarisch zu erhalten. Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht und einige neue Einblicke beschert. Sehr schön! …

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 
 

Phantasten #39 -weiblich, männlich und …: Utopie und Wissenschaft – Helmut Roob


Helmut Roob
Utopie und Wissenschaft
Gotha, Gotha (1998)
ohne ISBN

Zum 150. Geburtstag des Naturwissenschaftlers und Schriftstellers Kurd Laßwitz

Noch eine Broschüre von Helmut Roob habe ich jetzt ausgegraben, die nach „Kurd Laßwitz – Handschriftlicher Nachlaß und Bibliographie seiner Werke“ gut zum Thema  passt. Eine Denkschrift von 1998 zum 150. Geburtstag mit einem Nachruf und Auszügen aus seinem schriftstellerischen Werk …


Neben dem Vorwort hat Roob einen Essay über das literarische Lebenswerk von Kurd Laßwitz verfasst. Eine schöne Zusammenfassung. Danach gibt es Auszüge aus „Apoikis“, Die Shortstory „Fernschule“ in dem Laßwitz erstmalig den Ausdruck „Fernschule“ gebraucht und ein kleiner Auszug aus „Auf zwei Planeten“, in dem Laßwitz die beiden Ballonfahrer nach zwei Gothaer Zeitgenossen gestaltet hat. …

Mit der vorliegenden Broschüre möchten Herausgeberin und Autor das Andenken an den Gothaer Schriftsteller und Lehrer Kurd Laßwitz ehren und wachhalten. Sicher machen sie damit nicht nur den Liebhabern der utopischen Literatur eine Freude, sondern auch allen, die Laßwitz kennen. …

Auszug ' 'Vorwort', Seite 7

Daran anschließend werden Gedichte von Laßwitz präsentiert und „Erinnerungen an Kurd Laßwitz“, in denen einige seiner Schüler, Kollegen und ein Raketenforscher ihre Erinnerungen an den Schriftsteller Revue passieren lassen. Literaturhinweise und eine Aufstellung ausgewählter „Mittwochsgespräche“ vervollständigen das kleine Heft. 50 Seiten, die ich gerne in meiner Bibliothek sehe …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Helmut Roob
  • Utopie und Wissenschaft
  • Zum 150. Geburtstag des Naturwissenschaftlers und Schriftstellers Kurd Laßwitz
  • Gotha, Gotha (1998)
  • Broschüre, A5, Kammerngeheftet
  • 50 Seiten
  • ohne ISBN

Kleinster Preis: € 3,00, größter Preis: € 12,00, 1 Vergriffenes Buch

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Laßwitz, Kurd (Pseudonym Velatus) – auf deutsche-biographie.de

Schon als Schüler des Elisabeth-Gymnasiums in Breslau betrieb L. astronomische Studien in einer Sternwarte der Stadt. Seit 1866 studierte er Mathematik, Physik und Philosophie in Breslau und Berlin. Nach der Teilnahme am deutsch-franz. Krieg 1870/71 nahm er das Studium in Breslau (u. a. bei Wilhelm Dilthey) wieder auf und wurde 1873 mit der Arbeit „Über Tropfen, welche an festen Körpern hängen und der Schwerkraft unterworfen sind“ zum Dr. phil. promoviert. 1874 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt in Mathematik, Physik, Geographie und Philosophie ab. Nach Kandidatenjahren in Breslau und Ratibor erfolgte 1876 die Berufung ans Ernestinum nach Gotha, wo er 1884 zum Professor und 1909 zum Hofrat ernannt wurde. …

Auszug Artikel



  • [Artikel] Kurd La?witz in WIKISOURCE

Werke

    • Über Tropfen, welche an festen Körpern hängen und der Schwerkraft unterworfen sind (Inaugural-Dissertation). Jungfer, Breslau 1873 UB Kiel
    • Bilder aus der Zukunft. Zwei Erzählungen aus dem 24. und 39. Jahrhundert. Schottlaender, Breslau 3. Auflage 1879 Internet Archive
    • Atomistik und Kriticismus. Ein Beitrag zur erkenntnisstheoretischen Grundlegung der Physik. F. Vieweg und Sohn, Braunschweig 1878 e-rara.ch, Internet Archive = Google-USA*, Internet Archive = Google-USA*, Google-USA*

Auszug Artikel



  • [Artikel] Die Erfindung des Nerds – Kurd Laßwitz und die deutsche Science-Fiction – von Johannes Spengler – auf tell-review.de

Vor über hundert Jahren ist Kurd Laßwitz‘ utopischer Roman „Auf zwei Planeten“ erschienen. Er hat Generationen von Wissenschaftlern und Schriftstellern fasziniert. Wir erinnern an den einflussreichsten Unbekannten der Science-Fiction-Literatur.…

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

 

Science Fiction #119 – realistische Spekulation über Möglichkeiten: Utopias Geschlechter – Rolf Löchel


Rolf Löchel
Utopias Geschlechter
U. Helmer, Sulzbach/Taunus (2012)
ISBN 9783897413368
 
Gender in deutschsprachiger Science Fiction von Frauen
 
Hier wird die Science Fiction-Literatur im Kontext der sich wandelnden Frauenbewegung betrachtet. Vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit kommen Frauen als Autorinnen zur Sprache und deren Geschlechterkonstruktion in ihren Werken …

 
Feministische Science Fiction und Geschlechterkonstruktion in der Science Fiction zählen zu Rolf Löchels Forschungsschwerpunkten. Neben den Abschnitten über die Geschlechterkonstruktion in den SF-Schriften während, zwischen und nach den beiden Frauenbewegungen, bespricht er auch das literarische Motiv der Sexualität und der damit verknüpften Ehe- und Reproduktionstechnologien…
 
Innerhalb der chronologischen Ordnung werden die Werke der Autorinnen nicht jeweils separat untersucht, sondern gemeinsam unter je bestimmten Aspekten beleuchtet. Dabei werden insbesondere in den die Zeiten während und unmittelbar nach den beiden Wellen der Frauenbewegung behandelten Anschnitten auch die Bezüge der untersuchten Werke zu diesen Bewegungen in den Blick genommen. Zunächst aber werden die Autorinnen und ihr jeweiliges Œuvre in meist nur wenigen Zeilen vorgestellt …
Auszug 'Einleitung', Seite 9-15
 
Ein umfangreicher Anmerkungsblock und ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden den Band ab. Diese Monographie, die erstmal die Geschlechterkonstruktion in der deutschsprachigen Science Fiction-Literatur von Frauen bespricht, ist zwar schon 10 Jahre alt, aber sicherlich einige Lesestunden wert. …
 

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:

  • Rolf Löchel
  • Utopias Geschlechter
  • Gender in deutschsprachiger Science Ficiton von Frauen
  • U. Helmer, Sulzbach/Taunus (2012)
  • broschiert, Klebebindung
  • 346 Seiten
  • ISBN 9783897413368

Kleinster Preis: € 17,35, größter Preis: € 57,45, Mittelwert: € 26,02

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine

  • [Artikel] Rolf Löchel auf literaturkritik.de

Rolf Löchel ist freier Autor und schreibt seit 1999 für literaturkritik.de.
Ebenfalls 1999 gründete er zusammen mit anderen den Arbeitskreis Zukunft des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps Universität Marburg, dem er bis zu dessen Auflösung im Jahre 2009 angehörte. …

Auszug Artikel



  • [Rezension] Rolf Löchel: Utopias Geschlechter. Gender in deutschsprachiger Science Fiction von Frauen. 2012. – von Luise F. Pusch – auf fembio.org

Rolf Löchel ist vermutlich unter den KennerInnen feministischer Literatur der beste. Für das online-Magazin literaturkritik.de hat er seit 1999 sagenhafte 952 Rezensionen geschrieben, das sind sechs pro Monat über einen Zeitraum von 13 Jahren. Ich versuche, keine dieser Rezensionen zu verpassen, und so sind Rolf Löchels Rezensionen oft die einzigen, zu denen ich komme. Als Arbeitsschwerpunkte gibt er bei literaturkritik.de folgendes an: Geschlecht in Literatur, Film und Philosophie; feministische Literaturwissenschaft; dekonstruktiver Feminismus und Gender Studies; feministische Science Fiction; Geschichte der Frauenbewegung. …

Auszug Artikel



  • [Artikel] Liste deutschsprachiger Science-Fiction-Autorinnen oin der WIKIPEDIA

Die Liste deutschsprachiger Science-Fiction-Autorinnen ist eine Zusammenstellung von Schriftstellerinnen, die mindestens ein literarisches Werk im Science-Fiction-Genre, einschließlich Subgenres wie beispielsweise Steam- und Cyberpunk, post-apokalyptische oder Gesellschafts-Dystopie oder Utopie, Space Opera oder Military-SF veröffentlicht haben. Sie beinhaltet eine Werkauswahl von Frauen geschriebener deutschsprachiger SF-Literatur seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Liste ist alphabetisch sortiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. …

Auszug Artikel




siehe auch (Auszug):


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Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.