Kategorie: Phantastik – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig

Phantastik #65 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Kybernetik und Gespenster – Italo Calvino

Italo Calvino
Kybernetik und Gespenster
Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
ISBN 3446139427
Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft

Hier wurde mir ein Buch hereingespült, mit dem ich derzeit ich nichts anfangen kann. Italo Calvino war ein italienischer Schriftsteller und seine Werke sind in Italien immer noch präsent und fast Volksgut. Jedoch fehlt mir der Zugang zu diesem Autor. Vielleicht gelingt es mir, mit der Lektüre dieses Buches den Anschluss zu finden …


In seinem Essayband “Kybernetik und Gespenster. Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft” (1980) schreibt Italo Calvino über das Komische in seiner Literatur: “Was ich in der komischen, ironischen, grotesken oder possenhaften Verwandlung suche, ist ein Ausweg aus der Begrenztheit und Eindeutigkeit jeder Darstellung und jedes Urteils.” (S. 36). Das Buch beinhaltet eine Auswahl seiner Schriften an Aufsätzen und Vorträgen zum Handwerk des Schreibens an sich. Da finden sich dann schon Themen, welche die Phantastik beleuchten. So z.B. „Definitionen von Territorien; das Phantastische“ oder „Die sternstaubförmige Utopie“…

Nachdem der Prozess der literarischen Komposition auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt worden ist, kommt der entscheidende Augenblick des literarischen Lebens – die Lektüre. In diesem Sinne wird die Literatur, auch wenn sie einer Maschine anvertraut wird, immer ein privilegierter Ort menschlichen Bewusstseins sein, eine Veräußerlichung der Potenzialitäten, die im Zeichensystem jeder Gesellschaft und jeder Epoche enthalten sind: das Werk wird weiterhin in Kontakt mit dem lesenden Auge geboren, beurteilt, zerstört oder ständig erneuert werden; was verschwinden wird, ist die Figur des Autors, dieser Darsteller, dem man ständig Funktionen zuschreibt, die ihm nicht zustehen, …

Auszug 'Kybernetik und Gespenster', Seite 7-26

Interessant finde ich auch den Aufsatz zu „Die Struktur des Orlando Furioso“ oder „Die Ebenen der Wirklichkeit in der Literatur“. Ja, Calvino hat sehr erschöpfend über das Handwerk des Schreibens nachgedacht. Als werde ich mich wohl oder übel darüber hermachen müssen um zu sehen ob sich meine  Lücken über die Literatur hier auffüllen lassen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Italo Calvino
  • Kybernetik und Gespenster
  • Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft
  • Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
  • Taschenbuch
  • Flügenklappenbroschur
  • 240 Seiten
  • ISBN 3446139427

Kleinster Preis: € 6,90, größter Preis: € 29,56, Mittelwert: € 12,00

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  • Die deutsche Ausgabe wurde vom Autor neu zusammengestellt
  • aus dem Italienischen
  • Übersetzerin: Susanne Schoop
  • [Artikel] Itslo Calvino in der WIKIPEDIA

Italo Calvino (* 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas, Provinz Havanna, Kuba; † 19. September 1985 in Siena, Italien) war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Bücher sind heute in Italien Volksgut und Schullektüre. …

Auszug Artikel

  • [Download] Die bedingten Buchstaben. Sprachreflexion und kombinatorische Literatur. Der Calvino-Test: Schreibende Maschinen und literarische Gespenster – von Jörgen Schäfer – auf academia.edu

Von großer Bedeutung für Peter Gendollas anhaltendes Interesse an den medialen Bedingungen der Produktion und Rezeption von Literatur ist stets Italo Calvinos Cibernetica e fantasmi  (dt. Kybernetik und Gespenster  ) gewesen. Es handelt sich bei diesem Text — ursprünglich ein 1967 gehaltener Vortrag, in Calvinos eigenen Worten: eine „Plauderei“ — nicht um eine ausgearbeitete Literaturtheorie. Doch auch heute noch, mehr als vierzig Jahre später, wirft er auf eine nach wie vor anregende Weise die Frage nach dem Zusammenspiel von sprachlichen Zeichen, literarischen Konventionen, anthropologischen Voraussetzungen, sozialen Handlungsrollen und technischen Medien auf, aus dem letztlich jeder literarische Text hervorgeht.

Auszug Artikel


  • [Artikel] Zu Italo Calvinos “Warum Klassiker lesen?” – von Timo Brandt – auf lyrikpoemversgedicht.wordpress.com

Wer glaubt mit diesem Buch einfach nur auf eine weitere Leseanleitungssammlung zu den klassischen Texten gestoßen zu sein, der/die wird womöglich eine Überraschung erleben, wenn er/sie ein paar Seiten darin gelesen hat. Vielleicht wird er/ sie auch frustriert sein.
Denn zum einen Kreisen Calvinos Betrachtungen oft um Texte, die man als Klassiker nicht unbedingt auf dem Zettel hat (oder zumindest nicht als klassische Bücher von durchaus klassischen Autoren (leider sind es auch nur Bücher von männlichen Autoren)) und zum anderen kann man seine Ausführungen nur als „sprunghaft“ bezeichnen, so schnell saust er manchmal von Motiv zu Motiv oder klappt mit einem Mal eine ganze Gedankenpalette zu einem Gegenstand auf, die einem durch ihr dringliches Auftrumpfen mit allerlei Begriffen und Ideen schnell entgleitet und davonzurollen droht.…

Auszug Artikel


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Phantastik #64 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Phantasie und Phantastik – Hans Schumacher (Hrsg.)

Hans Schumacher (Hrsg.)
Phantasie und Phantastik
Lang, Frankfurt/Main (1993)
ISBN 363143944X
Neuere Studien zum Kunstmärchen und zur phantastischen Erzählung

Hans Schumacher hat in diesem Band Aufsätze versammelt, welche von ihrer Fragestellung her etwas zum Verständnis der Entstehung und des Wesens der modernen Literatur beitragen können. Er vereint Interpretationen von romantischen und neuromantischen Kunstmärchen und phantastischer Prosa. Sie targen auch etwas zur Gattungsproblematik bei (siehe Inhaltsverzeichnis im Bilderkarussell) …


Novalis, Tieck, E. T. A. Hoffmann und Brentano gelten als ganz spezifisch „romantische“ Autoren. Ihre Werke galten ini der deutschen Romantik als „Kunstmärchen“ und das Wunderbare war im Gegensatz dazu zum Wirklichen ein Maß der Kategorisierung. Bis die französischen Literaturtheoretiker Vax, Caillois, Todorov und Bessièr die „phantastische Literatur“ausgerufen wurde. Diese Forscher machten einen Unterschied zwischen dem Wunderbaren und dem Phantastischen. Damit war zwischen den Märchen von Tieck und Hoffmann ein Unterschied entstanden …

Die vorliegenden Aufsätze zum Umkreis „Phantasie und Phantastik“ beschäftigen sich von verschiedenen Gesichtspunkten aus mit zentralen Werken der Phantasiedichtung und der Phantastik wie z. B. E. T. A. Hoffmann „Der goldene Topf“ und „Der Sandmann“, Tiecks „Der Runenberg“, Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“ im Vergleich mit Hofmannsthals Drama „Das Bergwerk zu Falun“, aber auch mit weniger bekannten wie einer phantastischen Erzählung Otto Julius Bierbaums oder Pedro Antonio Alarcóns „El amigo de la muerte“. …

Auszug 'Vorwort', Seite 7-9

Den Beginn macht aber ein Essay zur phänomenologischen Beschreibung des Wesens der Phantasie. Außerdem wird auch das Wunderbare und das Phantastische gegenüber gestellt, und zwar im Rahmen der geistesgeschichtlichen Entwicklung der Phantasieliteratur. Alles in allem interessant – lesen!

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Hans Schumacher (Hrsg.)
  • Phantasie und Phantastik
  • Neuere Studien zum Kunstmärchen und zur phantastischen Erzählung
  • Lang, Frankfurt/Main (1993)
  • Berliner Beiträge zur neueren deutschen Literaturgeschichte, Band 17
  • broschiert A5, Klebebindung
  • 208 Seiten
  • ISBN 363143944X

derzeit antiquarisch leider nicht greifbar

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  • keine
  • [Artikel] Kunstmärchen in der WIKIPEDIA

Kunstmärchen (in jüngerer Zeit auch: Moderne Märchen) sind eine spezielle Ausprägung der Literaturgattung des Märchens. Im Gegensatz zu den Volksmärchen ist die Urheberschaft von Kunstmärchen einem bestimmten Dichter oder Schriftsteller zuzuordnen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Phantastik in der WIKIPEDIA

Phantastik, auch Fantastik, ist ein Genrebegriff, der in Fachkreisen sehr unterschiedlich definiert wird. Außerwissenschaftlich bezeichnet der Begriff „fantastisch“ alles, was unglaublich, versponnen, wunderbar oder großartig ist. Der Ursprung des Begriffs „phantastische Literatur“ ist ein Übersetzungsfehler: E. T. A. Hoffmanns Fantasiestücke in Callots Manier wurden 1814 als Contes „fantastiques“ ins Französische übersetzt, statt richtigerweise als Contes „de la fantaisie“.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Phantastische und das Wunderbare – von Hans Richard Brittnacher – auf etahoffmann.staatsbibliothek-berlin.de

     

In einer vorrationalen Welt war das Wunderbare noch von begriffsloser Selbstverständlichkeit – Mythen und Märchen bildeten die Archive, in denen sein Wissen aufbewahrt war. Aber die Einsicht in die Unumkehrbarkeit des historischen Verlaufs, die sich im Aufklärungszeitalter durchsetzte, hatte die einfachen Formen als Anschauungsformen eines anderen Wissens  anachronistisch werden lassen. Wenn das Wunderbare in der Romantik wieder aktiviert wird, nimmt es nicht selten phantastischen Charakter an. Was vormals wunderbar ist, erscheint jetzt nur noch schrecklich, „wo keine Götter sind, walten Gespenster“ (vgl. Novalis 1978,746). …

 

Auszug Artikel


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Phantastik #63 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyrinks – Siegfried Schödel

Siegfried Schödel
Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyriks
Eigenverlag, Hof (1965)
ohne ISBN
Dissertation der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität zu Erlangen-Nürnberg

Hier wird die Frage nach der Integration des Phantastischen in den Erzählungen von Gustav Meyrink gestellt. Dass diese Erzählungen phantastich-grotesk sind, steht außer Frage, es stellt sich die Frage nach dem WIE. …


Der Text hat es immerhin in die Literaturliste von „H. P. Lovecraft, Das übernatürliche Grauen in der Literatur„, Golkonda Verlag, 2014 geschafft. Schödel zieht unter anderem darin die zeitgenössischen Stimmen über Gustav Meyrink heran, um die inneren und äußeren Geheimnisse seiner großen Erfolge zu analysieren. Sehr interessant ist dabei die kritische Darstellung der Sekundärliteratur zu Meyrink, in der für Schödel H. Sperber eine Sonderstellung einnimmt („Motiv und Wort bei G. Meryink“, Leipzig 1918) …

Die Motivenkonstanz im Werk G. Meyrinks kann bei dieser Gelegenheit schon besonders hervorgehoben werden, bedarf aber einer weitergehenden Interpretation, die über das Psychologische hinausführt und die Betrachtung der Motivüberlieferung bzw. des Klischees mit einbezieht.
Die Eigenart des Meyrinkschen Werkes hat bei Sperber zur Ausbildung und Demonstration einer neuen Methode verholfen, die gerade im Bereich der phantastischen Literatur sehr gut zu praktizieren war.
Die Zusammenhänge zwischen der Sperberschen Methode und den Methoden der Psychoanalyse in ihrer Anwendung auf die Geistesgeschichte sind deutlich und für die Zeit symptomatisch. …

Auszug 'Kitische darstellung der bisherigen Literatur …', Seite 1-19

Auch Florian F. Marzin – in „Okkultismus und Phantastik in den Romanen Gustav Meyrinks“, Essen (1986) (hier im Blog) – erwähnt Schödels Dissertation im Zusammenhang mit der aufgeworfenen Behauptung, das Werk Meyrinks wäre Trivialliteratur bzw. stünde dieser sehr nahe. Er geht dort aber nicht explizit auf diese Behauptung ein. Interessant ist auch die Bibliographie und das Literaturverzeichnis, welche Schödel der Dissertation mitgibt. Insbesondere die Abteilung „Sekundärliteratur“ gibt einiges her. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Siegfried Schödel
  • Studien zu den phantastischen Erzählungen Gustav Meyrinks
  • Eigenverlag, Hof (1965)
  • Broschüre, A5, Klebebindung
  • Dissertation
  • 216 Seiten
  • ohne ISBN

derzeit antiquarisch leider nicht greifbar

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  • keine
  • [Artikel] Gustav Meyrink in der WIKIPEDIA

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, manchmal fälschlich auch als G. Meyrinck aufgeführt, * 19. Januar 1868 in Wien; † 4. Dezember 1932 in Starnberg) war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Gustav Meyrink, Schöpfer des „Der Golem“ und anderer bedeutender Werke der Literatur und Esoterik … – von Robert M. Christ – auf kultplatz.net

Gustav Meyrink gilt als phantasievoller, erfolgreicher, okkultistischer und romantischer Erzähler, der besonders von E. T. A. Hoffmann und E. A. Poe beeinflusst wurde. Seine in farbiger Sprache geschriebenen Romane und Novellen, besonders aus gespenstisch-hintergründigen Atmosphäre des alten Prag, stellen Grotesk-Absurdes und Mystisch-Unheimliches nebeneinander, mischen schwermütigen Ernst, grausige Vision, ironischen Scherz und bittere Satire gegen Spießertum, Heuchelei und Bürokratie der Jahrhundertwende des 20. Jahrhundert.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Vor 100 Jahren erschien Gustav Meyrinks Roman „Der Golem“ – von Johannes Schmidt – auf literaturkritik.de

Gute Prosa ist rar. Wer in der ungebundenen Rede nicht nur auf eine rührende, spannende, erschütternde, ergreifende, transzendierende Erzählung hofft, sondern auch auf jenen Klang, jenes sich Einbrennende, das das Sprachkunstwerk Literatur überhaupt erst zum Kunstwerk macht, der bewegt sich in dünn besiedelten Gefilden. Bei Franz Kafka finden sich solche Momente, bei Friedrich Hölderlin und bei Hermann Melville, auch Hans Henny Jahnn und Novalis kann man hier nennen. Über allen aber thronen zwei Texte, jeweils einer aus den beiden bisher vollendeten Jahrhunderten des Romans, die in ihrer ganz eigenen Qualität hinter sich lassen, was die üppige Romanproduktion ansonsten hervorgebracht hat: Georg Büchners „Lenz“-Fragment und Gustav Meyrinks „Der Golem“. …

Auszug Artikel


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Phantastik #62 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Phatastische Kinder- und Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre – Birgit Patzelt

Birgit Patzelt
Phantastische Kinder- und Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre
Lang, Frankfurt/Main (2001)
ISBN 3631385587
Strukturen – Erklärungsstrategien – Funktionen

Hier haben wir eine Dissertation aus dem Jahre 2001 mit einer Untersuchung von Kinder- und Jugendliteratur zu Ende des vorigen Jahrtausends, in der zunächst ein Überblick über phantastiches Erzählen in der Kinder- und Jugendliteratur der letzten 250 Jahre gegeben wird …


Danach werden im Forschungsteil neuere Forschungsansätze vorgestellt und diskutiert. Aufgeworfene Frage unter anderem ist, das Verhältnis Realität und Phantastisches und der Aspekt der Realitätsverletzung. Danach erfolgt im Kontext der Kinderliteraturforschung im Anschluss an die Diskussion der Forschungsbeiträge eine vorläufige definitorische Bestimmung des für die Arbeit relevanten Textkorpus. …

Ausgehend von einer These, dass phantastisches Erzählen zwar letztendlich mit einer rationalen Auflösung einen Text abschließen, nicht jedoch als bis dahin vorherrschende Erzählweise negiert werden kann, geht es im dritten Teil des Forschungsreferats um die Frage, wie jene Texte bestimmt werden können, in denen das Phantastische am Ende rational, d. h. durch das Erwachen aus einem Traum, in einer Irrenanstalt o. ä., weg-erklärt wird. …

Auszug 'Einleitung', Seite 9-20

Im Analyseteil geht es um die Untersuchung der einzelnen Texte hinsichtlich ihrer phantastischen Struktur, des Charakters des phantastischen Elements, seiner wirkungsästhetischen Funktion und seiner Erklärungsstrategien. Das Textkorpus wurde in drei große Komplexe unterteilt. Das sind die Erklärungsmodelle „Traum“ und „Einbildung“, sowie zuletzt parapsychologische und okkultistische Erklärungsstrategien. Untersucht werden: Angelika Mechtels „Jonas, Julia und die Geister“, sowie „Janne und der Traumabschneider“. Els Pelfroms „Die wundersame Reise der kleinen Sofie“, Benno Pludras „Das Herz der Piraten“ und Lukas Hartmanns „Gib mir einen Kuß, Larissa Laruss“. Weiters noch Robert Westalls „Das Wachthaus“ und Cora Taylors „Julie und die fliegenden Schiffe“ bzw. Monia Feths „Der Weg durch die Bilder“.…

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Birgit Patzelt
  • Phantastiche Kinder- und Jugendliteratur der 80er und 90er Jahre
  • Strukturen – Erklärungsstrategien – Funktionen
  • Lang, Frankfurt/Main (2001)
  • Kinder- und Jugendkultur, -literatur und -medien. Theorie-Geschichte-Didaktik, Band 16
  • Broschüre, Klebebindung
  • 274 Seiten
  • ISBN 3631385587

Kleinster Preis: € 14,86, größter Preis: € 80,02, Mittelwert: € 18,20

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  • [Artikel] Phantastische Kinder- und Jugendliteratur in der WIKIPEDIA

Die phantastische Kinder- und Jugendliteratur kennzeichnet im Allgemeinen ein Aufeinandertreffen der realen, gewöhnlichen und einer magischen, irrationalen Welt (sogenanntes Zwei-Welten-Modell). Im Gegensatz zu Horror- und Schauergeschichten, die wegen ihrer Wirkung auch nur zum Teil für Kinder und Jugendliche geeignet sind, wird der Leser bei der rein phantastischen Geschichte über die außergewöhnlichen Begebenheiten der magischen Welt nicht aufgeklärt. Weiterhin wird vorliegend das im weitesten Sinn zur Phantastik gehörende Science-Fiction-Genre nicht behandelt und nur als Referenz hinzugezogen (zur Unterscheidung beider siehe dort).

Auszug Artikel


  • [Download] Phantastische Kinder- und Jugendliteratur zu Beginn des 21. Jahrhunderts – von Katrin Manz – auf tu-braunschweig.de

Wesentliche Beiträge lieferte Birgit Patzelt9, die Erklärungsstrategien des Phantastischen bei einer Auswahl von Texten aus den 80er und 90er Jahren untersuchte und ihre Arbeit im Jahr 2001 veröffentlichte, Nils Kulik10, der sich mit dem Guten und dem Bösen bei einer Auswahl phantastischer Texte beschäftigte (2005), und Caroline Roeder11, die sich der Untersuchung phantastischer Texte der DDR einschließlich der Sowjetisch Besetzten Zone widmete und ihre Arbeit 2006 publizierte. Darüber hinaus erschienen einzelne  Aufsätze, wie z.B. im 17. Beiheft der Beiträge Jugendliteratur und Medien12 aus dem Jahr 2006.

Auszug Artikel


  • [Download] Phantastik und Realismus In Kinder- und Jugendliteratur nach 1945 – von Erika Maier – auf uni-konstanz.de

Im Folgenden soll eine Auswahl von Werken der Kinder- und Jugendliteratur gezeigt werden, welche phantastische Elemente enthalten, oder sich zumindest in dem Grenzgebiet zwischen Phantasie und Wirklichkeit bewegen. Spezielles Augenmerk  werde ich auf die Thematik der Hexen legen. Der Grund dafür liegt in der zweifachen Bedeutung des Hexenglaubens für das

Zusammenspiel von empirischer und phantastischer Vorstellung. Schließlich ist auf der einen Seite der Glaube an Hexen ein kulturelles und gesellschaftliches Phänomen, während auf der anderen Seite die Frage nach der Existenz solcher Wesen in den Bereich der Phantastik zu rechnen ist. Ein Exkurs weist in dieser Arbeit auf die Hexen-Thematik in Zusammenhang mit den Buchbesprechungen hin.

Auszug Artikel


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Phantastik #61 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Uchronie – Johannes Dillinger

Johannes Dillinger
Uchronie
Schöningh, Paderborn (2015)
ISBN 9783506775726
Ungeschehene Geschichte von der Antike bis zum Steampunk

Und noch ein Buch zur kontrafaktischen Geschichte. Dieses Mal eines, welches diesen Aspekt der phantastisschen Literatur in seiner Entwicklung nachzeichnet. Auch eine wunderschöne Ergänzung zum angeschnitten Thema…


Sowohl im Verlauf der Zeit – also von der Antike bis in die heutige Zeit geht der eine Bogen, den das Buch schlägt. Natürlich auch in der Literatur in ihren verschiedensten Phasen und hier auch in der Steampunkliteratur. Danach  wird der uchronische Film betrachtet und auch das urchronische Design als Steampunkdesign …

Uchronie ist heute ein riesiges Phänomen, das große Teile der Populärkultur erfasst hat. Sie trotzig abzulehnen oder noch trotziger zu ignorieren könnte für Historiker nur heißen, einen weiten und wachsenden Bereich der Geschichtskultur zu missachten. Die eigentliche Frage für die Geschichtswissensschaft ist schon lange nicht mehr, ob Uchronie betrieben werden sollte, auch vielleicht nicht mehr so sehr, wie sie betrieben werden sollte, sondern schlicht, wie sie betrieben wird und wurde. …

Auszug 'Zeitvergleich: …', Seite 13-16

Dieses Buch zeigt, dass die Uchronie nicht nur literarisch einen festen Platz in der Literaturgeschichte hat, sondern auch viele Künstler und Filmschaffende inspiriert hat. Sie ist nicht nur ein Spiel mit der Geschichte, sondern wird auch von Historikern benutzt, ihre eigenen Auffassungen vom Verhältnis von Strukturen und Ereignissen zu überprüfen. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Johannes Dillinger
  • Uchronie
  • Ungeschehene Geschichte von der Antike bis zum Steampunk
  • Schöningh, Paderborn (2015)
  • Broschiert, Klebebindung
  • 298 Seiten
  • ISBN 9783506775726

Kleinster Preis: € 28,11, größter Preis: € 63,60, Mittelwert: € 34,90

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  • keine
  • [Artikel] Kontrafaktische Geschichte in der WIKIPEDIA

In der kontrafaktischen Geschichte (lateinisch: contra facta‚ „entgegen den Tatsachen“), auch virtuelle Geschichte oder Uchronie genannt, wird auf Grundlage der durch Quellen gesicherten Faktenlage von Geschichtswissenschaftlern mithilfe von kontrafaktischen Konditionalsätzen kontrolliert spekuliert, was geschehen wäre, wenn bestimmte historische Tatsachen nicht oder anders eingetroffen wären. Ziel ist ein Erkenntnisgewinn über Kontinuitäten und Brüche, über Zwangslagen und Handlungsspielräume in historischen Situationen oder über die Bewertung von deren Akteuren. Dabei werden Alternativszenarien gleichsam im Irrealis der Vergangenheit entworfen, wobei generell gilt: Je weiter ein Ereignis zurückliegt, desto hypothetischer werden die Aussagen über seine Auswirkungen. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Johannes Dillinger in der WIKIPEDIA

Johannes Dillinger (* 1968 in Saarlouis[1]) ist ein deutscher Historiker für die Frühe Neuzeit und Hochschullehrer.…

Auszug Artikel


  • [Rezension] Johannes Dillinger trägt Material zur „Uchronie“ zusammen – von Patrick Wichmann – auf literaturkritik.de

Fest zum menschlichen Dasein gehört die Frage: Was wäre gewesen, wenn …? Meist jedoch enden derartige Überlegungen nach nur wenigen Minuten, kaum zu bändigen ist schließlich die Vielfalt der sich plötzlich entfaltenden Möglichkeiten. Angesichts dieser simplen Alltagserfahrung wundert es kaum, dass die Geschichtswissenschaft meist einen großen Bogen um jedwede Uchronie macht, gerät doch jede Falsifizierbarkeit innerhalb weniger, noch so kleiner Gedankengänge zur Unmöglichkeit. Dass kontrafaktische Geschichtsschreibung aber sehr wohl nützlich sein kann, will der Historiker Johannes Dillinger in „Uchronie. Ungeschehene Geschichte von der Antike bis zum Steampunk“ nachweisen, scheitert dabei jedoch an seinem Material. …

Auszug Artikel


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