Schlagwort: Gespenster

Phantastik #65 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Kybernetik und Gespenster – Italo Calvino

Italo Calvino
Kybernetik und Gespenster
Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
ISBN 3446139427
Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft

Hier wurde mir ein Buch hereingespült, mit dem ich derzeit ich nichts anfangen kann. Italo Calvino war ein italienischer Schriftsteller und seine Werke sind in Italien immer noch präsent und fast Volksgut. Jedoch fehlt mir der Zugang zu diesem Autor. Vielleicht gelingt es mir, mit der Lektüre dieses Buches den Anschluss zu finden …


In seinem Essayband “Kybernetik und Gespenster. Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft” (1980) schreibt Italo Calvino über das Komische in seiner Literatur: “Was ich in der komischen, ironischen, grotesken oder possenhaften Verwandlung suche, ist ein Ausweg aus der Begrenztheit und Eindeutigkeit jeder Darstellung und jedes Urteils.” (S. 36). Das Buch beinhaltet eine Auswahl seiner Schriften an Aufsätzen und Vorträgen zum Handwerk des Schreibens an sich. Da finden sich dann schon Themen, welche die Phantastik beleuchten. So z.B. „Definitionen von Territorien; das Phantastische“ oder „Die sternstaubförmige Utopie“…

Nachdem der Prozess der literarischen Komposition auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt worden ist, kommt der entscheidende Augenblick des literarischen Lebens – die Lektüre. In diesem Sinne wird die Literatur, auch wenn sie einer Maschine anvertraut wird, immer ein privilegierter Ort menschlichen Bewusstseins sein, eine Veräußerlichung der Potenzialitäten, die im Zeichensystem jeder Gesellschaft und jeder Epoche enthalten sind: das Werk wird weiterhin in Kontakt mit dem lesenden Auge geboren, beurteilt, zerstört oder ständig erneuert werden; was verschwinden wird, ist die Figur des Autors, dieser Darsteller, dem man ständig Funktionen zuschreibt, die ihm nicht zustehen, …

Auszug 'Kybernetik und Gespenster', Seite 7-26

Interessant finde ich auch den Aufsatz zu „Die Struktur des Orlando Furioso“ oder „Die Ebenen der Wirklichkeit in der Literatur“. Ja, Calvino hat sehr erschöpfend über das Handwerk des Schreibens nachgedacht. Als werde ich mich wohl oder übel darüber hermachen müssen um zu sehen ob sich meine  Lücken über die Literatur hier auffüllen lassen …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Italo Calvino
  • Kybernetik und Gespenster
  • Überlegungen zu Literatur und Gesellschaft
  • Hanser (Edition Akzente), München/Wien (1984)
  • Taschenbuch
  • Flügenklappenbroschur
  • 240 Seiten
  • ISBN 3446139427

Kleinster Preis: € 6,90, größter Preis: € 29,56, Mittelwert: € 12,00

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  • Die deutsche Ausgabe wurde vom Autor neu zusammengestellt
  • aus dem Italienischen
  • Übersetzerin: Susanne Schoop
  • [Artikel] Itslo Calvino in der WIKIPEDIA

Italo Calvino (* 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas, Provinz Havanna, Kuba; † 19. September 1985 in Siena, Italien) war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Bücher sind heute in Italien Volksgut und Schullektüre. …

Auszug Artikel

  • [Download] Die bedingten Buchstaben. Sprachreflexion und kombinatorische Literatur. Der Calvino-Test: Schreibende Maschinen und literarische Gespenster – von Jörgen Schäfer – auf academia.edu

Von großer Bedeutung für Peter Gendollas anhaltendes Interesse an den medialen Bedingungen der Produktion und Rezeption von Literatur ist stets Italo Calvinos Cibernetica e fantasmi  (dt. Kybernetik und Gespenster  ) gewesen. Es handelt sich bei diesem Text — ursprünglich ein 1967 gehaltener Vortrag, in Calvinos eigenen Worten: eine „Plauderei“ — nicht um eine ausgearbeitete Literaturtheorie. Doch auch heute noch, mehr als vierzig Jahre später, wirft er auf eine nach wie vor anregende Weise die Frage nach dem Zusammenspiel von sprachlichen Zeichen, literarischen Konventionen, anthropologischen Voraussetzungen, sozialen Handlungsrollen und technischen Medien auf, aus dem letztlich jeder literarische Text hervorgeht.

Auszug Artikel


  • [Artikel] Zu Italo Calvinos “Warum Klassiker lesen?” – von Timo Brandt – auf lyrikpoemversgedicht.wordpress.com

Wer glaubt mit diesem Buch einfach nur auf eine weitere Leseanleitungssammlung zu den klassischen Texten gestoßen zu sein, der/die wird womöglich eine Überraschung erleben, wenn er/sie ein paar Seiten darin gelesen hat. Vielleicht wird er/ sie auch frustriert sein.
Denn zum einen Kreisen Calvinos Betrachtungen oft um Texte, die man als Klassiker nicht unbedingt auf dem Zettel hat (oder zumindest nicht als klassische Bücher von durchaus klassischen Autoren (leider sind es auch nur Bücher von männlichen Autoren)) und zum anderen kann man seine Ausführungen nur als „sprunghaft“ bezeichnen, so schnell saust er manchmal von Motiv zu Motiv oder klappt mit einem Mal eine ganze Gedankenpalette zu einem Gegenstand auf, die einem durch ihr dringliches Auftrumpfen mit allerlei Begriffen und Ideen schnell entgleitet und davonzurollen droht.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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