Aus den Verschlussakten der DDR-Militärforschung, heute zugänglich im Militärarchiv Freiburg, setzt Ines Geipel ein verstörendes Bild zusammen: Experimentiert wurde nicht nur an Tieren, sondern auch an Menschen, in Krankenhäusern, Gefängnissen, an Soldaten und im Hochleistungssport. Das Streben nach der Vorherrschaft im Kosmos ist nicht Vergangenheit, sondern erfährt heute eine Renaissance. […]
Das Buch übte auf mich eine große Anziehung aus. Vermutlich auch durch meine Verbundenheit mit Menschen aus dem (alten) Osten. Hier haben wir Utopie und Science Fiction zusammen auf rund 300 Seiten und die Vermessenheit von Staaten, in denen der Mensch eigentlich nicht zählt, wenn’s um Macht geht. Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zeigen es ja ganz deutlich.
„Einen Körper mit optimaler Normierung für den Himmel zu kreieren. Die Nachlässe des ostdeutschen Militärs offenbaren ein surreal klingendes, geheimes Forschungsprojekt. Fantastisch, utopisch – und daher zur begleitenden Literatur zu zählen als Vorschlag zu dieser Kateorie
Die BEGLEITENDE LITERATUR unterliegt nicht der Wertung zum Preis, wird jedoch in einer eigenen Liste zur Information angeführt. Themen der begleitenden Literatur wären z.B. Ufo-Forschung, Atlantis-Forschung, Zukunftsforschung- und -technik, Mythologie, Legende/Sage, Kosmologie und Religion, so weit sie die Phantastik themenmäßig berühren. Esoterik wird nicht berücksichtigt. …
[Podcast] Neue Einblicke in die DDR-Weltraumforschung – auf deutschlandfunkkultur.de
Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte beschäftigt die Autorin Ines Geipel auch in ihrem neuen Buch „Schöner neuer Himmel“, das sich der geheimen Weltraumforschung widmet. …
Ines Geipel (zeitweise Ines Schmidt, * 7. Juli 1960 in Dresden) ist eine deutsche Schriftstellerin, Publizistin und Hochschullehrerin. In den 1980er Jahren war sie Leichtathletin im Leistungssport der DDR. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Noch eine herrliche Überraschung kommt vom Inselverlag. Für Ende November ist eine Neuübersetzung des Klassikers von Joseph Campbell angekündigt. Der Verlag hat zwar schon eine Taschenbuchausgabe im Vorjahr herausgebracht, aber eine gebundene Ausgabe ist ja doch etwas ganz anderes. Die deutsche Ausgabe aus dem Jahre 1978 aus dem Suhrkamp-Verlag ist ja vielen in guter Erinnerung. Diese ist noch antiquarisch so um 15-25 Euro zu bekommen. Mit der Neuauflage ist nun die Verfügbarkeit dieses wichtigen Werkes absolut sichergestellt. Zur Neuübersetzung werden wir mal sehen. Zum Werk selbst siehe auch den Artikel im Blog (siehe Link unten)…
Joseph Campbell
Der Heros in tausend Gestalten
Insel, Berlin (?) -> angekündigt für den 21. 11 2022
Neuübersetzung
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag / Ebook
550 Seiten
ISBN 9783458643432
Der Heros in tausend Gestalten ist das Standardwerk der Mythenforschung – ein Handbuch über die Helden der Menschheitsgeschichte und deren Bedeutung, das auch dem interessierten Laien die Geschichte des Heros verständlich nahebringt. […]
Campbell beschreibt den Heros als ein universelles Motiv, das allen Abenteuern zugrunde liegt, und sich durch sämtliche mythische Traditionen der Welt zieht. Durch umfassende Vergleiche und tiefenpsychologische Deutungen bringt Campbell die Eigenheiten, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede dieser zeitlosen Symbole ans Licht. …
Dieser Vergleich Campbells, des psychologischen Aspektes der den Mythen zugrundeliegenden gemeinsamen Geschichte, lässt den Archetypen aller Mythen, den Heros sichtbar werden. Er vergleicht er Helden in Mythen, Sagen, Märchen und Religionen auf der ganzen Welt.…
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
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Eine Ankündigung, die ein interessant werdendes Buch betrifft. Leider ist derzeit noch nichts genaueres bekannt, aber gespannt sein darf man schon allemal. Im Vertrauen auf den Herausgeber habe ich das Buch einmal in die Vorschlagsliste des Rein A. Zondergeld-Preises aufgenommen …
Oliver D. Bidlo
Streifzüge durch Tokiens Welt Mittelerde
Aufsätze und Essays
Odlib, Essen (?) -> angekündigt für 2022
Erscheint (hoffentlich) bald: Vielleicht hat jemand Lust auf Streifzüge durch Mittelerde?
Mit spannenden und interessanten Essays und Aufsätzen zu Tolkiens Welt. #tolkien#mittelerde#fantasy[…]
Der Oldib Verlag wurde 2006 von Dr. Oliver Bidlo in Essen gegründet und ist ein Independent-Verlag. Wir publizieren Einführungen und Studien zu verschiedenen wissenschaftlichen und philosophischen Themen sowie ausgewählte Belletristik. Schwerpunkte liegen hierbei zum einen im Bereich der Veröffentlichung von Sachbüchern zur Phantastik, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie im Bereich Theater (Zeitschrift „Thepakos“) und zum anderen in der Veröffentlichung von Phantastik-Literatur. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Die neue Abteilung im Blog ist ganz dem Rein A. Zondergeld-Preis gewidmet
Kategorie: Nachrichten zum Rein A. Zondergeld-Preis 2022
Rein A. Zondergeld (Hrsg.) – Phaicon 1
An sich lässt sich die Gestaltung der Vorschlagseiten nicht so schlecht an. Jedoch wurden bald einige Restriktionen im Forum für phantastische Literatur sichtbar. So wird dort die Zeichengrenze für einen Post bei 10.000 Zeichne begrenzt. Da klingt zwar viel, aber in der Kategorie „Kurztexte“ liegen die Einträge bereits jetzt weit darüber.
Man könnte jetzt argumentieren, dass man sich eben auf das wichtigste beschränken muss, aber gerade dieses ist meines Erachtens eben schon geschehen. Viel weniger sollte es nicht sein, denke ich.
Außerdem ist es im Forum schwierig, die Folge der Posts zu kontrollieren bzw. die richtige Reihenfolge zu bestimmen. Daher mischen sich unter die „Listen“-Posts auch jene Posts der Mitglieder, die Tipps abgeben oder Vorschläge machen. Alles ein bisschen unübersichtlich.
Ich habe mich daher entschlossen, in diesem Blog einen eigenen
zu schaffen. In diesem Bereich kann ich die Listengestaltung wesentlich besser beeinflussen und zusätzlich noch Informationen des Blogs zu den einzelnen Vorschlägen geben. Als Nebeneffekt könnte man auch die Verbreitung der Nachrichten zum Vincent-Preis auf andere Gruppen der phantastischen Blase als die der Horror-Fans verbuchen. Vielleicht hilft dies ja, den Preis ein bisschen zu fördern und in der allgemeineren Phantastikszene bekannt zu machen. Und neue Abstimmende zu gewinnen.
Die Gliederung lehnt sich natürlich an die Gliederung im Heimatforum an und umfasst zunächst die Vorschläge zu den Jahrgangsbüchern, dann die Vorschläge zu den Buch-Nachträgen aus dem Vorjahr, die begleitende Literatur dazu und Schluss endlich die sekundärliterarischen Kurztexte. Dieser Bereich soll das Heimatforum natürlich auch nicht ersetzten, sondern als zusätzliche Möglichkeit genutzt werden können, sollte einem Benutzer die dort mögliche Formatierung zu unübersichtlich sein.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Michael Schmidt bedanken, dass er es ermöglicht, diesen Teil des Vincent-Preises sehr offen und selbstbestimmt zu gestalten. Auch wenn dieser Preis in seiner Hauptintentionen dem Horror-Genre huldigt, ist die Ausgestaltung, des in diesem Rahmen, laufenden „Rein A. Zondergeld-Preises“, für die phantastische Sekundärliteratur eine Chance, ihre Ansehenzu stärken und mehr Präsenz zu zeigen.
[Webpräsenz] Reoin A. Zondergeld-Preis 2022 im Forum „Phantastische Literatur“
der Vincent Preis wird ab 2022 einen Preis für sekundär- und tertiärliterarische Beiträge zur Phantastik vergeben. Dieser Preis wird im Andenken an den niederländisch-deutschen Literaturwissenschaftler, Herausgeber und Autor Rein A. Zondergeld, der am 24. Februar 2021,in Göttingen, verstorben ist, dessen Namen tragen. Neben DuMonts kleines Lexikon der phantastischen Malerei (mit Jörg Krichbaum) und Phaïcon. Almanach der phantastischen Literatur in 5 Bänden, hat er das Standardwerk, Lexikon der phantastischen Literatur, veröffentlicht. …
Das ist der Blog des Deutschen Horrorliteraturpreises. Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten Werke des Genre „Horror und unheimliche Phantastik mit deutschsprachiger Originalausgabe. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
„Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick“, schrieb Oscar Wilde. Warum also nicht gleich einen ganzen Atlas der Utopien? In diesem Buch aller Möglichkeiten führen wir das Bruttonationalglück ein, wir arbeiten zwei Stunden am Tag, erfinden das Leben neu und ermorden den Tod. Dieses mit Fotos, Plänen und alten Karten illustrierte Werk sprengt jegliche Grenzen der Vorstellungskraft, verwandelt die Utopie in eine Quelle der Inspiration und erweckt auf 256 Seiten den Traum von der idealen Welt zum Leben. Dieser opulent ausgestattete Atlas zeigt mit besonders schönen Fotografien, Bildern, Grafiken, Zeichnungen, abwechslungsreichen Karten und prägnanten Texten, welche Utopien es zu den Themen Weltordnung, Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur gegeben hat und heute noch gibt, welche schon einmal ausprobiert und umgesetzt wurden oder nie über die Theorie hinausgekommen sind.
Aus dem Französischen übersetzt von Dagmar Brenneisen
[Rezension] Atlas der utopischen Welten von Ophélie Chavaroche und Jean-Michel Billioud
Begriffe sind dehnbar und wandeln sich auch manchmal. In der Kartografie ist ein Atlas, per Definition, eine Sammlung von sehr vielen Landkarten. Seit einigen Jahren werden unter der Bezeichnung »Atlas« auch Referenzwerke mit sehr viel Bildmaterial veröffentlicht. Ein solches reichlich illustriertes Buch ist bei Kosmos erschienen mit dem Titel Atlas der utopischen Welten. Aber keine Angst: Ein paar Landkarten gibt es natürlich auch. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.