a, nicht nur Bücher laufen über meinen Schreibtisch – ich liste auch alle Artikel, Diplomarbeiten und interessanteren Internetfundstück zur Phantastik, soweit sie mir bei meinen Recherchen auffallen und „hier“ schreien. Sie werden von mir in einer Calibre-Datenbank gespeichert, verschlagwortet und archiviert. Es sind jetzt auch schon, mit den digitalisierten Büchern, Magazinen und Fanzinen rund 3300 Datensätze. Läppert sich …
Hier ein paar Beispiele:
Beschreibung: Jede erfolgreiche und über einen längeren Zeitraum bestehende kulturelle Szene bildet spezifische Szene-Medien heraus. Diese gewährleisten nicht nur die interne Kommunikation, sondern tragen auch dazu bei, die Qualität einer kulturellen Szene über die Jahre hinweg abzusichern. Im Fall von Subkulturen werden diese und noch viele weitere Funktionen vorwiegend von Fanzines übernommen. Meine spezielle Aufmerksamkeit gilt dem Punk, da ich mich dieser Szene zugehörig, besser gesagt, in ihr zuhause fühle. Darum ist es mir ein persönliches Anliegen, im Zuge der vorliegenden Arbeit ein besonderes Augenmerk auf diese deviante Szene und die sozialen Strukturen, aus denen heraus Fanzines entstehen, zu legen. So kann die Subkulturforschung durch die Erhaltung des Gefühls der Szenezugehörigkeit charakterisiert werden. Es wird einer Lebensweise, einer Idee auf natürliche Weise die Treue gehalten, die die vorherrschende Gefühlsstruktur im Sinne von Raymond Williams bildet: …
Download: phaidra.univie.ac.at am 3.Jänner 2024
Anmerkung: In Punkt 2.1 werden Fanzine der Science Fiction im historischen Kontext beleuchtet (kurzer Abschnitt)
Beschreibung: Der Begriff der Entfremdung ist für die SF-Kritik von Bedeutung, seit Darko Suvin in seinen Metamorphosen der Science-Fiction (1979) SF als „Genre der kognitiven Entfremdung“ definiert hat. 1 Obwohl alle darin übereinstimmen, dass SF den Inhalt ihrer Geschichten irgendwie „seltsam“ darstellt, gibt es bei näherer Betrachtung erhebliche Unterschiede in der Art und Weise, wie SF-Wissenschaftler Suvins Konzept verwenden. Dies ist teilweise auf Inkonsistenzen innerhalb von Suvins eigener Definition zurückzuführen, die ihrerseits eine Folge der Unbestimmtheit des Konzepts der „Entfremdung“ sind, bevor es in die Science-Fiction-Kritik eingeführt wurde. Die Idee der Entfremdung nimmt in mehreren ästhetischen Theorien des 20. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. Es war beispielsweise von zentraler Bedeutung für den russischen Formalismus, aber auch für den Surrealismus und für verschiedene postmoderne Schriftsteller. Der Begriff wurde immer weiter erweitert, so dass Entfremdung heute oft einfach als allgemeines künstlerisches Prinzip betrachtet wird. In diesem Aufsatz möchte ich die Bedeutung von Entfremdung, soweit es SF betrifft, einschränken, indem ich mich auf zwei ihrer bedeutenden Theoretiker, Shklovsky und Brecht, beziehe, bevor ich Suvins Definition neu bewerte. Da ich Filmwissenschaftler bin, werde ich meine Analyse auf SF-Filme konzentrieren; Nichtsdestotrotz sollten meine Erkenntnisse auch für schriftliche SF gelten. Shklovsky und Brecht-Ostranenie und V-Effekt. Im Deutschen, meiner Muttersprache, wird „Entfremdung“ üblicherweise mit „Verfremdung“ übersetzt. Verfremdung wiederum kann auf verschiedene Arten ins Englische übersetzt werden. Die drei beliebtesten sind „Entfremdung“, „Verfremdung“ und „Entfremdung“. Wie wir sehen werden, hatte jede dieser Varianten ihre Konsequenzen, da Suvin, der fließend Deutsch spricht, sich stark an deutschen Autoren wie Bertolt Brecht und Ernst Bloch orientiert. 2 Im deutschsprachigen Diskurs wird der Begriff Verfremdung von zwei unterschiedlichen Theorietraditionen verwendet: für das Konzept der Ostranenie, wie es vom russischen Formalisten Viktor Shklovsky entwickelt wurde, und für Brechts Konzept des Entfremdungseffekts, des sogenannten V-Effekts. Obwohl dies theoretischen Ansätze Ähnlichkeiten aufweisen, sind sie keineswegs identisch. Shklovsky definiert Ostranenie in seinem Aufsatz „Kunst als Technik“ von 1917 als das Aufbrechen etablierter Rezeptionsgewohnheiten. Im täglichen Leben nehmen wir die Dinge oft nur oberflächlich wahr, das heißt, wir sehen sie nicht wirklich so, wie sie sind. Um die Dinge wieder wirklich sehen zu können, müssen wir unsere „blinde“ Wahrnehmung überwinden, und das ist nur möglich, wenn sie wieder fremd gemacht werden. Dieser Prozess, Dinge seltsam erscheinen zu lassen, ist laut Shklovsky die wesentliche Aufgabe jeder Art von Kunst. 3 Es ist jedoch schwierig, den Begriff Ostranenie festzulegen, da Shklovsky Definition nicht sehr systematisch ist. Tatsächlich beschreibt er mehrere Prozesse auf unterschiedlichen Ebenen. Erstens nutzt er Ostranenie, um Kunst von Nichtkunst zu unterscheiden. Aus dieser Perspektive scheint Ostranenie Teil des Wahrnehmungsprozesses zu sein. …
Download: academia.edu am 4. Jänner 2024
Anmerkung: Der Artikel ist Original in Englisch, liegt aber in einer maschinellen Übersetzung vor
1.1 (2023): 1–22. DOI: https://doi.org/10.16995/zff.10667.
Beschreibung: In Damasios Fiktionen interagieren disruptive Elemente auf struktureller und narrativer Ebene miteinander. Die Kurzgeschichte »Sam va mieux« (»Sam geht es besser«, zuerst erschienen 2010 und kürzlich neu veröffentlicht in Aucun souvenir assez solide, 2021; dt. Keine ausreichend dauerhafte Erinnerung) stellt bezüglich der Verwendung und Funktionsweise der Disruption einen besonders komplexen Fall dar. Im postapokalyptischen Paris unserer Zeit scheinen eine namenlose Hauptfigur und ihr dreijähriger Sohn Sam nach weiteren Überlebenden zu suchen. Doch der Sprachfehler, den der Protagonist durch Ausspracheübungen beheben will, deutet schon früh an, was erst im Laufe der Handlung zur Gewissheit wird: Der einsame Protagonist, der an Schizophrenie leidet, imaginiert sich ein Gegenüber – in diesem Fall stellt er sich einen Samowar als seinen Sohn Sam vor. Das Verständnis dieser Zusammenhänge wird beim Lesen dadurch erschwert, dass die Erzählung auf den Vater fokalisiert ist und die Situation aus seiner Perspektive schildert. Damasio verwendet paradoxe grammatikalische Formulierungen und typografische Normabweichungen, wodurch die mentalen Prozesse des Helden nur langsam begreifbar werden. Schließlich wird klar, dass es vor Sam schon weitere imaginierte Figuren gegeben haben muss, die der Protagonist in Musikinstrumente oder Geräte, die Geräusche machen, projiziert und wieder verdrängt hat. …
Download: zff.openlibhums.org am 4. Jänner 2024
Anmerkung: siehe auch Deutschsprachige Sekundärliteratur zur Phantastik
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