Reiseführer durch den rosa-lila-schwarzen Blätterdschungel …
Eine recht nette und informative Darstellung und Diskussion über eine fantastische Institution die es leider nicht mehr aktiv gibt. Die „Phantastische Bibliothek“ von Suhrkamp war Einstiegspunkt für so manchen Phantasten in die Materie und besonders die dunkle Phantastik war sehr prominent vertreten. Sekundärliterarisch war die Serie ebenfalls wegweisend, auch wenn diese Sparte nicht sehr oft bedient wurde. …
Die 1970er und 80er Jahre waren die goldene Ära der phantastischen Literatur am deutschsprachigen Buchmarkt. So gut wie alle größeren Verlage führten eigene Phantastik- und/oder Science Fiction-Programme. So kam man selbst im Hause Suhrkamp, ansonsten Hort des distinguiert-elitären Literaturgeschmacks, nicht umhin, seine Fühler nach der neuen Zielgruppe auszustrecken. […]
Die ersten Bände erschienen ohne Reihenzählung: die ersten Bände des AlmanachsPhaïcon im Insel-Verlag (seit 1963 bei Suhrkamp) oder der Almanach Polaris im Suhrkamp Verlag. Erst die 3. Auflage von Nacht und Schimmel erschien 1978 offiziell als erster Band der Phantastischen Bibliothek in ihrem charakteristischen violetten Äußerem.
In der Spalte „Bemerkung 2“ ist gegebenenfalls angegeben, ob der Zyklus zu einer ‚größeren Serie‘ gehört, wie z.B. die Drachenlanze-Romane oder dass es sich um einen Sammelband mit mehreren Romanen handelt.[…]
Auszug Artikel
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Es steht zwar groß Lexikon drauf, aber genaugenommen ist es eigentlich eine Bibliographie. Eine Horror-Bibliographie aus den 1980er Jahren und eine, die mir – gesehen auf die Entstehungszeit – Achtung abringt. …
Erik Schreiber hat hier im Laufe des Jahres 1983 einen Katalog zur dunklen Literatur zusammengestellt. Man bedenke, zu dieser Zeit war’s mit Internet noch nicht weit und seine Aufrufe um Hilfe über die verschiedensten Fanzine gab auch sonderlich nicht viel her.
… Ich wollte meine, nun über 8.500 Heftromane umfassende Sammlung katalogisieren. Dies stieß auf Schwierigkeiten, weil mir keine komplette Liste vorlag. So fing ich langsam an, um dann im Januar 1983 alle verfügbaren Informationen zusammenzufügen. Immer wieder stieß ich auf Lücken, die ich nicht schließen konnte, sodass ich mich zu einem Aufruf in vielen Fanzines [entschloss] zu veröffentlichen …
Auszug Vorwort
Wen wundert’s, dass er sich leider außerstand sah, die Vollständigkeit zu garantieren (:)). Wie vollständig auch immer, das „Lexikon“ ist eine grandiose Leistung und ich bin stolz darauf, das letzte Exemplar davon in Händen zu halten …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
inkl. Autorenporträts und Pseudonym-Liste
[Biographisches] Erik Schreiber auf fantasyguide.de
Erik Schreiber ist Jahrgang 1959 und in Kassel geboren und aufgewachsen. Mittlerweile arbeitet er aber als Firewall-Administrator in Darmstadt. Seit frühster Jugend beschäftigte er sich mit Phantastik, gründete den Club für phantastische Literatur und veröffentlicht monatlich den phantastischen Bücherbrief. …
[Verlag] Der Verlag „Saphier im Stahl“ auf saphir-im-stahl.de
In den letzten Monaten erschien in der Reihe Märchen Sagen und Legenden der Band Katzenmärchen. Auch die Reihe um die Übersinnlichen Detektive wurde fortgesetzt. Band zwei John Bell, von L. T. Maede und Robert Eustace erschien. Wieder in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Goetheschule. Auszubildende aus dem Bereich Gestaltung lieferten Titelbild und Zeichnungen zu den Erzählungen. …
[Downlaods] Erik Schreibers Bücherbriefe auf homomagi.net
Erik Schreiber veröffentlicht jeden Monat einen Bücherbrief, in dem er alle Bücher, Heftromane und Comics rezensiert, die er im Vormonat gelesen hat. Aus diesen Bücherbriefen stammen einige der Rezensionen auf dieser Seite. 2008 feierte der Bücherbrief ein kleines Jubiläum, nämlich sein dreißigjähriges Bestehen. Auf Eriks Wunsch stellen wir hiermit alle seit Januar 2003 erschienenen Bücherbriefe als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung. …
Die Faszination für das Unsichtbare ist so alt wie die Menschheit selbst. Mit dem großformatigen Bildband Geisterwelten, herausgegeben von Jessica Hundley und erschienen im Taschen Verlag (Köln, 2026), wird dieser universellen Sehnsucht ein monumentales Denkmal gesetzt. Das Werk reiht sich in die ambitionierte und visuell bestrickende Reihe der Library of Esoterica ein. Für interessierte Laien bietet dieser Band einen eleganten, sachlichen und kunsthistorisch fundierten Einstieg in ein Thema, das allzu oft zwischen Jahrmarkts-Spuk und dogmatischer Skepsis zerrieben wird. …
„Die Geschichte der Prophezeiungen: Orakel, Utopien, Prognosen“ (französischer Originaltitel: Histoire de l’avenir: Des prophètes à la prospective, 1996) ist ein umfassendes kulturhistorisches Werk. Georges Minois untersucht darin ein urmenschliches Bedürfnis: das Verlangen, einen Blick in das Kommende zu werfen, und die Methoden, die Gesellschaften dafür im Laufe der Jahrtausende entwickelt haben.Hier ist eine detaillierte Übersicht zum Autor, dem Inhalt des Buches und einer kritischen Bewertung: …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelenen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentarfunktion auch gerne zur Verfügung gestellt.
Es ist ein Schlag gegen die Kleinverlagsszene und damit auch gegen viele Verlage die phantastische Literatur und Sekundärliteratur zur Phantastik veröffentlichen. Die Vorgangweise könnte dazu führen, dass Verlage an den Rand des Bankrotts gedrängt werden.
Bitte lesen – und bildet euch auch eine Meinung. Das Conclusio des Artikels, dem ich mich jedenfalls anschießen möchte:
… Den Lesern kann man nur raten: Kauft direkt bei den Kleinverlagen, das spült denen damit deutlich mehr Geld in die Kassen, unter Umgehung des Zwischen- und Buchhandels. Angesichts der ohnehin schwierigen Lage vieler Kleinverlage, die es schwer haben, sich im Geschäft gegen die Großen mit ihren gigantischen Werbebudgets und der erkauften prominenten Platzierung in den Buchläden zu behaupten, halte ich das, was Libri hier tut (in meinen Augen zudem das Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung), für eine Frechheit – und es schadet sowohl den Verlagen wie auch den Lesern – und selbstverständlich wird es die Misere bei den lokalen Buchhändlern erheblich verstärken, wenn die Bücher nicht liefern können (oder wollen), Amazon diese Bücher allerdings problemlos zustellen kann. …
Hoffen wir es gibt auch hier eine bessere Lösung, aber diese wird nicht ohne öffentlichen Druck zustandekommen.
Die gleiche Unterstützung erfährt von mir auch die offene Stellungnahme der IG unabhängiger Verlage im Börsenverein,
Gstern kam ein neues Mail von Dieter von Reeken in dem er seinen vollständigen Rückzug vom Verlagsgeschäft zurücknahm. Es war ja schon zuvor gemutmaßt worden, dass die vollständige Einstellung der Verlagstätigkeit vermutlich nicht kommen würde. Er schreibt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der Ankündigung, meine Verlagstätigkeit mit Ablauf des Jahres zu beenden habe ich zahlreiche ermunternde Reaktionen erhalten mit vielen Vorschlägen, wie ich unter zumutbaren Bedingungen doch noch weiterarbeiten könnte. Ich möchte die Vorschläge hier nicht im Einzelnen erörtern, sondern nur die nach reiflicher Abwägung der Vorschläge getroffene Entscheidung bekannt geben: Der Verlag wird bis auf Weiteres weitergeführt (Hervorhebung durch Verfasser des Artikels), wenn die folgenden Bedingungen (insbesondere zu b) in ausreichendem Maß akzeptiert werden:
a) Es werden künftig keine Romane und Erzählungen mehr veröffentlicht, sondern nur noch Sachbücher, insbesondere Sekundärliteratur. Der Buchbestand an Romanen und Erzählungen wird ausverkauft und es erfolgen keine Nachauflagen; lediglich die Bücher von Grunert, Hoffmann und Laßwitz werden weiterhin vorgehalten
b) Bei künftigen Neuerscheinungen gibt es (mit Ausnahme der schon erfolgten Vorbestellungen auf „Arthur C. Clarke“ und „Goldtrust/Eroberung der Luft“) keinen Subskriptionsrabatt mehr.
c) Die Lieferung erfolgt weiterhin innerhalb Deutschlands versandkostenfrei, ins Ausland (nur an Direktkunden, nicht mehr an Buchhandlungen im Ausland) zuzüglich folgender Versandkosten: Innerhalb der EU 4,50 Euro, in andere Länder, einschließlich Schweiz (ohne USA) = 8,00 Euro (= jeweils 50 % des Päckchen-Portos).
Auszug aus Email vom 13.8.2019
Ich denke, dass die angeführten Bedingungen durchaus akzeptabel wären und hoffe, dass das die bisherigen Kunden von Dieter von Reeken dies ebenso empfinden.
Von meiner Seite her ist auch die Eingrenzung des Verlagssortiments auf Sachbücher und hier insbesondere Sekundärliteratur kein Problem, da ich ohnehin ausschließlich diese Veröffentlichungen bisher bezogen habe. Ich nehme an, dass Dieter von Reeken schon sehr genau abschätzen kann, welchen Teil seines Sortiments er auslaufen lassen kann.
Ich wünsche ihm jedenfalls alles Gute zu seiner weiteren Verlagstätigkeit und bin überzeugt, dass uns der Verlag, so der Verleger gesundheitlich fit bleibt, noch lange mit seinen Veröffentlichungen erfreuen wird.
Anmerkung(en):weiterführende Links:
DAS UTOPISCH-PHANTASTISCHE LEIHBUCH NACH 1945 von Jörg Weigand Originalausgaben und Publikationsgeschichte. Eine Bestandsaufnahme 1946–1976. Klappenbroschur, 303 S., über 1650 Eintragungen, 241 Abb., Literaturhinweise, 20,00 Euro. – Das Buch ist am 9. August ausgeliefert und an die Vorbesteller versandt worden.
ARTHUR C. CLARKE von Fritz Heidorn Jenseits des Möglichen. Visionär des 21. Jahrhundert. Klappenbroschur, 235 S., 80 Abb., Bibliografie, 17.50 Euro. – Das Buch ist in Vorbereitung für September 2019
DER GOLDTRUST / DIE EROBERUNG DER LUFT (Kollektion Hoffmann, Band 3 von 5) von Oskar Hoffmann Internationaler Finanzroman (1907) / Kulturroman vom Jahre 1940 (1908). 2. Aufl., Klappenbroschur, 320 S., Vorbemerkungen, Abb., 25,00 Euro. – Das Buch ist in Vorbereitung und wird Anfang Oktober erscheinen. Vorbestellungen sind notiert.
HINWEISE / EMPFEHLUNGEN (weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten auf meiner Homepage)
4.1 DAS STERBENDE BILD. Unheimliche und phantastische Geschichten zwischen 1800 und 1950 von Lars Dangel (Hrsg.). Leineneinband mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 444 Seiten, durchgehend mit farbigen Originalillustrationen von Angelika Pillous versehen, von Künstlerin und Herausgeber signiert und nummeriert, Großoktav-Format, über 1 Kilogramm schwer, 55,00 Euro 4.2 HERMANN LÖNS UND DIE NACHTSEITE DER HEIDE von Detlef Münch. Paperback, 116 S., 34 Abb., 24,80 Euro
4.3 VON SAURIERN UND REPTILIENMENSCHEN von Detlef Münch. Paperback, 156 S., 55 Abb., 29,80 Euro
4.4 DER WELTKRIEG IM JAHRE 1909 von Rudolf Martin. Paperback, 330 S., 39,80 Euro
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben.
Im SF-Netzwerk wurde ich (neuerlich) auf ein Fanzine aufmerksam, dass sich nun schon seit 2012 recht tapfer behauptet. Wobei es eigentlich kein Fanzine sein will (es aber, trotz allem, doch ist). Im Untertitel heißt es: „Rundbrief an die Freunde des ASFC Halle“. Es ist eigentlich ein Dinosaurier der Fan-Szene, aber durchaus interessant gestaltet. Ich habe mir die derzeit erhältlichen bzw. noch reproduzierbaren Exemplare der Gesamtserie senden lassen und ich denke, da wird es, von Fall zu Fall, doch noch einiges Sekundärliterarisches zu erwähnen geben …
Aber lassen wir Thomas Hofmann zunächst selbst zu Wort kommen: