Beiträge getaggt mit Schließung

Dieter von Reeken light?

UnbenanntDie Reaktionen auf die Ankündigung der Schließung von DvR waren allesamt betrübt und auch ein wenig fassungslos. Kurz danach kam von der deutschen Post die Nachricht, dass die Erhöhungen bis auf Weiteres (vermutlich bis Ende des Jahres) ausgesetzt würden. Damit kamen auch Gerüchte auf, dass Dieter von Reeken seinen Verlag ja doch nicht schließen würde …

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Dieter van Reeken gibt auf …

Kürzlich erging das folgende Email, auszugsweise, von Dieter van Reeken an seine Kunden:

UnbenanntSehr geehrte Damen und Herren,

Nach Abschaffung der internationalen Büchersendungen ab 1. Januar 2019 und den den zum 1. Juli nochmaligen drastischen Portoerhöhungen der Deutschen Post unter gleichzeitiger Verschlechterung der Leistungen sehe ich mich seit dem 1. Januar gezwungen, bei Lieferungen INS AUSLAND Versandkostenanteile zu berechnen, und zwar 4,50 Euro innerhalb der EU, für die übrigen Länder (auch die Schweiz!) 8,00 Euro (jeweils 50 % des Päckchen-Portos). Ab einem Lieferwert von 30,00 Euro erfolgt die Lieferung versandkostenfrei. Es empfiehlt sich also, mehrere Bücher gleichzeitig zu bestellen. Buchhandlungen im Ausland werden nicht mehr beliefert; es ist daher sinnlos, im Ausland meine Bücher in einer Buchhandlung zu bestellen.

Da diese Versandkostenregelung für Auslandslieferungen im ersten Halbjahr zu deutlich weniger Bestellungen geführt hat, werde ich meine Verlagstätigkeit mit Ablauf des Jahres beenden und nur noch den Bestand ausverkaufen. Nur die beiden Bücher von F. Heidorn und J. Weigand werden noch veröffentlicht, weil die Vorarbeiten fortgeschritten sind.

(Hervorhebug durch den Verfasser des Blogartikels)

Tja, somit wird die Verlagsszene wiedereinmal kräftig zur Ader gelassen. Ich vermute aber mal, dass diese Änderungen der Versandbedingungen nicht nur Dieter van Reeken zu schaffen machen und die gesamte Verlagsszene, insbesondere die Kleinverleger, hart treffen. Die Befürchtung, dass der Literatur an sich hier ein nicht wieder gut zu machender Schaden zugefügt wird, liegt auf der Hand. Da ändert der Aufschub der Änderungen auch nicht wirklich viel. Hier wird Kultur dem Kommerz geopfert.

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