Schlagwort: Herbert Frank

Magazine #27 – das Salz in der Phantastik-Suppe: Quarber Merkur, Nr. 120

Lovecraft, Tolkien und Antiken- und Germanenrezeption inklusive …

Wie immer, muss man den Quarber Merkur ohne Übertreibung als bestes Magazin für Phantastik hervorheben. Sicherlich subjektiv, aber nur wenige werden mir gefühlt widersprechen. Auch die neueste Ausgabe macht da keinen Unterschied. Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Ficiton und Phantastik ist äußerst empfehlenswert und es fällt mir schwer meine Lieblingsartikel daraus festzunageln …

Nach 56 Jahren und 120 Ausgaben Quarber Merkur mag es gestattet sein zurückzublicken.

In dieser Zeit haben sich die Welt und die SF-Welt gewaltig geändert. Mit welcher Begeisterung sind wir in den Sechziger- und Siebzigerjahren ans Werk gegangen, was gab es damals alles zu entdecken und zu erreichen! […] Auszug Vorwort

Franz Rottensteiner gibt in seinem Vorwort zwar einen kurzen Rückblick, aber die neue Ausgaben ist nicht von gestern. Besonders hervorheben möchte ich aber drei Artikel:

  1. Karlheinz Steinmüllers „Eine Geschichte der deutschen SF. Anmerkungen zu Hans Esselborns ‚Die Erfindung der Zukunft in der Literatur‘„.

    Eine ausführliche Rezension jenen Werkes, dass meiner Meinung nach ein Standardwerk in der Science Fiction werden wird. Trotz aller Fehler und darin bin ich mir anscheinend mit Steinmüller einig.

  2. Marcel Schmutzers Das digitale Grauen. Zum Einfluss Lovecrafts in Computerspielen“
    Sehr interessant die Ausführungen in Betrachtung der digitalen Spieleszene. Im Besonderen gefiel mir die Aufschlüsselung und Definitio der Lovecraft’schen Einflüsse in diesem Bereich.
  3. Das Interview „Die alte Welt bei Lovecraft und Tolkien“, welches Michael K. Hageböck mit Prof. Dr. David Engels führte.

    Hier spricht der Althistoriker zur Antiken- und Altertumsrezeption bei H.P. Lovecraft, Frank Herbert und J.R.R. Tolkien. Die Bezüge zwischen Oswald Spenger und Lovecraft, das Konzept des christlichen Abendlandes und der Europäischen Union, historische Verläufe und gewagte Prognosen,  Tolkiens Konzept der Subkreation und Eukatastrophe, der pessimistischen Anthropologie von Beowulf und dessen Vergleich mit Homers Epen. Dem Alexanderroman, Tolkiens Ents und eine diesbezüglich mögliche Erzähltradition im Nahen Osten. Tolkiens Mittelerde und dem Bauer Giles von Ham und Bezügen zur 20. Legion Roms. Gondors Vergleich zu Byzanz und dem inneren Zusammenhang zwischen Abendland und Untergang. Eine äußerst interessante Unterhaltung, die alleine den Kauf des Magazins rechtfertigt.

Den übrigen Inhalt, der aber auch lesenswert ist und nur wegen meiner Präferenzen hier einer genaueren Betrachtung entgangen ist, entnehmt bitte dem obigen Inhaltsverzeichnis …


Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Franz Rottensteiner (Hrsg.)
  • Quarber Merkur, Nr. 120
  • Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
  • Lindenstruth, Gießen (2019)
  • Taschenbuch
  • 300 Seiten
  • ISBN 9783934273993

derzeit antiquarisch noch nicht greifbar

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  • keine
  • [Artikel] Quarber Merkur in der WIKIPEDIA

 

Die Zeitschrift gilt im deutschsprachigen Raum als das führende Periodikum für die kritische und theoretische Auseinandersetzung mit der phantastischen Literatur. Die Beiträge befassen sich in Form von Essays und Besprechungen mit allen Formen der phantastischen Literatur, von den Klassikern der unheimlichen Erzählung wie Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft bis zu Science Fiction. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Prof. Dr. David Engels in der WIKIPEDIA

Nach seiner Schul- und Gymnasialzeit in Eupen studierte David Engels Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft an der RWTH Aachen. Dort reichte er 2005 nach einer Promotionsförderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes bei Raban von Haehling seine Dissertation Das römische Vorzeichenwesen (753–27 v. Chr.). Quellen, Terminologie, Kommentar, historische Entwicklung ein, die er 2006 verteidigte und 2007 veröffentlichte. Engels war seit 2005 Assistent am Lehrstuhl für Alte Geschichte der RWTH Aachen. …

Auszug Artikel

 


siehe auch (Auszug):


Die letzten 3 Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

 

Magazine #20 – das Salz in der Phantastik-Suppe: Science Fiction Times, 1984/12

Na bitte, mit ein bisschen suchen geht einiges. Heute habe ich in diesem Magazin wieder einen Artikel zu meinem derzeitigen „Forschungs-„Schwerpunkt gefunden. Wobei ich überrascht bin, dass es dazu im deutschsprachigen Raum eher wenig dazu zu finden gibt …


Alpers/Anton/u.a. - Science Fiction Times 1984/12
Alpers/Anton/u.a. – Science Fiction Times 1984/12

Hans Joachim Alpers/ Uwe Anton/u.a.
Science Fiction Times, 1984/12, Dezember, 26. Jhrg.
Schwerpunktthema DUNE
?
Corian, Meitlingen (1984), Magazin, A4, geheftet, 32 Seiten

Insbesondere der Themenschwerpunkt hat es mir natürlich angetan.

Da wären ein Essay von Dieter Wachler mit dem Titel „Das Experiment mit dem Menschen“ in dem punktuell auf den Band 4 – Gottkaiser des Wüstenplaneten und die Verwadlung von Leto II in einen Sandwurm eingegangen wird. Darüber hinaus wird auch Frank Herberts Gesamtwerk gestreift wobei der DUNE-Zyklus natürlich den Hauptteil einnimmt.

Dann gibt es noch ein Interview von Ronald M. Hahn mit Frank Herbert anlässlich seines Besuchs in Hamburg am 14. Dezember 1984.

Es folgt eine Filmbesprechung von Norbert Stresau zum Film „Der Wüstenplanet“ 1983/1984 von David Lynch.

Abschluss des Schwerpunkts bildet eine Buchbesprechung des Band 5 des Dune-Zyklus, „Die Ketzer des Wüstenplaneten“ von Uwe Anton. Nicht uninteressant.

Darüber hinaus findet sich in der „Leserpost“ ein heutzutage eher witzig zu bezeichnender Schlagabtausch zwischen Eisele, Anton und Pusch, der bezeichnend für den Ton der Leserecken in dieser Zeit sein mag. Ziemlich amüsant.

  • Hier der Downlaod des Heftes auf der offiziellen Magazinseite
  • Uwe Anton auf WIKIPEDIA
  • Dieter Wachler ist mir derzeit biografisch noch nicht bekannt, wenn jemand diesbezügliche Daten hat – bitte melden. Danke.

Antiquarisch gesichtet: Kleinster Preis: 2.50 EUR, größter Preis: 9.90 EUR, 2 Vergriffene Bücher


siehe auch (Auszug):


 

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