Schlagwort: Feminismus

Phantastik #31 – unglaublich, versponnen, wunderbar, großartig: Die versuchte Realität oder von der Möglichkeit, glücklichere Welten zu denken

Dagmar Barnouw
Die versuchte Realität oder von der Möglichkeit, glücklichere Welten zu denken
Corian, Meitingen (1985)
ISBN 3890481108
Utopischer Diskurs von Thomas Morus zur feministischen Science Fiction

Diese Studie untersuchte den utopischen Diskurs in Texten von Morus, H. G. Wells und anderer (damals) zeitgenössischer anglo-amerikanischer Science Fiction wie von Ursula K. LeGuin, Samuel R. Delany, Marge Piercy, Johanna Russ, Doris Lessing und James Tiptree Jr. …


In dieser Verlagsreihe des Corian-Verlages Heinrich Wimmer erschienen meines Wissens nach zwischen 1983 und 1994 12 Bände. Allerdings nicht in der Rehenfolge ihrer Bandnummern. Der Text von Dagmar Barnouw trägt zwar die Bandnummer 1, war aber er zweite Band, welcher in der Reihe erschien. Witziger Weise war Band 12 der erste Band der erschien. …

Sie zeigt, wie die Dimension der Fiktionalität es dem Leser ermöglicht, versuchsweise die Erfahrung des anderen auf die Erfahrung des eigenen zu beziehen. In der strategischen  Betonung der Zugänglichkeit der anderen Welt sieht sie die vielleicht wichtigste Verbindung zwischen Utopie und Science Fiction. Als zeitgenössische Form der Utopie hat Science Fiction ihre Basis in einem spezifischen Erkenntnis-Optimismus, der nicht so sehr  eine Überlegenheit der anderen Welt behauptet, als die Tatsache, dass solch ein anderer Ort aus der Befragung des bekannten Ortes heraus gedacht werden und dann als die versuchte  Realität dem vorurteilsfreien Leser zugänglich sein kann.

So zum Beispiel feministische Entwürfe als besonders wichtige Aspekte zeitgenössischen Möglichkeitsdenkens. …

_Text zur Quelle_

Jedenfalls zeigt das Erscheinungsdatum von 1985, dass feministische Science Fiction bereits damals ein Thema in der anglo-amerikanischen Science Fiction war. Heute ein eher selten angebotenes antiquarisches Stück, bei dem man zuschlagen sollte, sobald man ein einigermaßen finanziell leistbares Exemplar angeboten bekommt (alles unter 30 Euro) …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Dagmar Barnouw
  • Die versuchte Realität oder von der Möglichkeit, glücklichere Welten zu denken
  • Utopischer Diskurs von Thomas Morus zur feministischen Science Fiction
  • Corian-Heinrich Wimmer, Meitingen (1985)
  • broschiert
  • 278 Seiten
  • ISBN 3890481108

Kleinster Preis: € 9,80, größter Preis: € 155,99, Mittelwert: € 155,99

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
  • [Artikel] Der „Corian-Verlag“ in der WIKIPEDIA

Der Corian-Verlag ist ein deutscher Buchverlag in Meitingen, der auf die Herausgabe von Loseblattwerken spezialisiert ist, vor allem zu Genres der Unterhaltungsliteratur wie Science-Fiction, Horror, Krimis, zu Comics und Filmen. Verleger war Heinrich Wimmer. Der Verlag besteht seit 1983. …

Auszug Artikel


  • [Downlaod] (Diplomarbeit) Sortie de Secours – Feministisch-utopische Auswege aus der patriarchalen Gesellschaft – von Anna Götsch – auf univie.ac.at

Die feministischen Utopien, die im Rahmen der Zweiten Frauenbewegung in den 1970er Jahren entstanden sind, stellen in vielerlei Hinsicht ein besonders spannendes Forschungsgebiet für feministisch interessierte LiteraturwissenschaftlerInnen dar. Zunächst einmal, weil es sich bei der Utopie um eine Gattung handelt, in der männliche Literaten seit deren Entstehung im 16. Jahrhundert eine hegemoniale Position innehatten. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


Die letzten Artikel:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.

#WomeninSciFi (52) Planet der Frauen – Joanna Russ — Binge Reading & More

Auf bingereader.org erschien in der Reihe #WomeninSciFi ein Artikel über das wohl bekannteste Werk von Joanna Russ. Vielleicht die richtige Zeit diese Autorin feministisch orientierter Science-Fiction wieder ins Gedächtnis zurückzuholen …

Das ist kein Buch für schwache Gemüter, für das Buch muss man echt ein bisschen arbeiten. Man muss höllisch aufpassen und sehr aufmerksam lesen. Wer hier eine stringente Science Fiction Geschichte erwartet, könnte enttäuscht werden. Es gibt einen Science-Fiction-Rahmen, aber die Geschichte an sich ist eher eine Ansammlung ironischer Gedanken von Frauen aus verschiedenen […] Auszug Artikel

Dazu der passende Artikel aus der WIKIPEDIA:


Die letzten Artikel im Blog:


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[Ausstellung] „Stone Telling“ – im Kunstraum Niederösterreich in Wien

Rezeption feministischer Science-Fiction Literatur – Donnerstag, 03.10. – Samstag, 30.11.2019

Dieses Mal habe ich eine Ausstellung in Wien für euch. Diese kann und werde ich aber selbst besuchen – zum Glück.

Wo?

Kunstraum Niederoesterreich
Herrengasse 13
A-1010 Wien
Tel +43 1 90 42 111
office[at]kunstraum.net

Das Ausstellungsprojekt Stone Telling beschäftigt sich mit der Rezeption feministischer Science-Fiction Literatur in der Gegenwartskunst und dem Potenzial von queer-feministischem, spekulativem Storytelling. Der Ausstellungstitel Stone Telling referiert auf eine der Haupterzählstimmen im Buch Always Coming Home (1985) der amerikanischen Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin. …

a.a.O., Auszug Museumspage

Ob es für Interessierte auch einen Ausstellungskatalog gibt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Ich werde berichten und gegebenenfalls eine Bezugsquelle nennen.

Der Kunstraum Niederösterreich schafft Raum für junge, experimentelle und transmediale Kunstprojekte. Neben der Konzeption und Durchführung von Gruppen- und Einzelausstellungen fokussiert sich der Kunstraum Niederösterreich auf das Medium der zeitgenössischen Performance. Dies bietet die Möglichkeit, aktuelle Methoden und Praktiken zu erproben und sichtbar zu machen. Um genreübergreifende Kunst voranzutreiben, verleiht der Kunstraum Niederösterreich jährlich mit einer wechselnden Jury den H13 Niederösterreich Preis für Performance und präsentiert das jeweils ausgezeichnete Projekt der Öffentlichkeit. Der Kunstraum Niederösterreich ist außerdem als Kooperationspartner in ein Forschungsprojekt zu Performance-Archivierung involviert. …

Homepage, Profil (Auszug)

Hier die letzten Beiträge im Blog:


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Wiki(pedia) und die sturen Männer – von Elea Brandt

Wikipedia – die Enzyklopädie des freien Wissens. In Informationsfülle und -qualität hat das Online-Nachschlagewerk selbst den traditionellen Brockhaus bereits abgelöst und gehört zu den zehn am häufigsten frequentierten Internetseiten der Welt.

Doch wie frei ist das Wissen in der Wikipedia wirklich? Die Diskussionen um die Löschung der deutschen Liste von Science-Fiction-Autorinnen (1), des Nornennetzes (2) oder der Seite von Wissenschaftlerin Katie Bouman (3) lassen vermuten, dass die enzyklopädische Neutralität der Wikipedia bisweilen nichts weiter ist als ein Mythos. Denn: Frauen und marginalisierte Gruppen werden in der „freien Enzyklopädie“ immer noch nicht ausreichend repräsentiert. …

über „Wiki(pedia) und die sturen Männer“ – feminismus-oder-schlaegerei.de – ein Gastbeitrag von

Elea Brandt, Autorin für Fantasy, Horror & Mystery


siehe auch:


Die 5 letzten Artikel:

  1. intern BUP Bibliotheca Universitas Phantastica #125 – Neues aus der Bibliothek - Neue Fantasia-Ausgaben sind eingelangt. Eine mit phantastischen Filmen und eine allgemeine Ausgabe. Zwei Buchteile sind auch neu. Eine Einleitung zu einem Star Trek-Buch und ein Artikel aus einem Band zum Thema Gedächtnis. Kontrafaktisches Erzählen am Beispiel von "The Man in the High Castle". Dazu noch das neuerste "phantastisch!" mit der Nummer 102. Im Übrigen: Schöne (Ferien-)Tage noch …
  2. Fantasy #22 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Bölsche, Wilhelm – Drachen - Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
  3. Rezension Fantasy #21 – Fluchtliteratur oder Realitätskritik?: Wild, Friedich – Drachen im Beowulf und andere Drachen – Wien (1962) - Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
  4. intern BUP Bibliotheca Universitas Phantastica #124 – Neues aus der Bibliothek - Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens - die Drachen lassen mich derzeit nicht los.  Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema "Drachen in der Fantastik" nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
  5. Rezension Begleitende Literatur zur Phantastik #94: Heldenzeit – Kragl, Florian - Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik. Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …

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Verborgene Astronautinnen – Science-Fiction-Autorinnen, Wikipedia und der Kampf um Sichtbarkeit – teilzeithelden.de

Im Mittelpunkt der aktuellen Debatte um die Sprachkonventionen der deutschen Wikipedia steht eine Gruppe von Phantastikautorinnen. Für ihren Change.org-Aufruf erntet Initiatorin Theresa Hannig sowohl Zuspruch als auch Kritik, doch wem die deutsche Phantastikszene am Herzen liegt, der sollte dieses Engagement auf jeden Fall begrüßen. Ein Kommentar. …

über Verborgene Astronautinnen – Science-Fiction-Autorinnen, Wikipedia und der Kampf um Sichtbarkeit – teilzeithelden.de


Siehe auch: