Detlef Lorenz Alle über Tarzan Edition Corsar, o. A. (1982) ohne ISBN
Bücher, Filme, Comics
Ja, Tarzan ist Mittelpunkt dieses Buches. Der Held des Dschungels, dem von Edgar Rice Burroughs Leben eingehaucht wurde. Ich habe ganz bewusst hier die Comics herausgehoben, obwohl auch von den Filmen und Büchern die Rede ist, da ich selbst Tarzan über Comics kennengelernt habe…
In diesem Falle haben wir die 2. korrigierte Ausgabe dieses Buches vorliegen, welche bereits ganz kurze Zeit nach der 1. Auflage herausgegeben wurde. Das Buch beschäftigt sich ausführlich mit dem Schöpfer von Tarzan, aber auch mit den verschiedenen Romanen, Filmen und auch Darstellern und nicht zu vergessen mit den Comic-Adaptionen und deren Zeichnern …
In der vorliegenden Arbeit soll über sein Leben [ERB Anm.d.V.] berichtet werden, und natürlich über Tarzan: Über die verschiedenen Romane, die Comic-Ausgaben, die Zeichner der Comic-Adaptionen, die Tarzan-Filme und die Tarzan-Darsteller. Neben vielleicht manchen schon (aus früheren Lesetagen?) vertrauten Dingen wollen wir her auch in Deutschland kaum bekannte Einzelheiten veröffentlichen und hoffen, dem Tarzan-Leser und -Sammler viel Interessantes zu bieten. .…
Auszug 'Einleitung', Seite 5-6
Bis zu diesem Buch gab es kaum eine Veröffentlichung im deutschen Sprachraum, welche die Ansprüche von Sammlern und Lesern zufriedenstellen konnten. Es wurden damit auch gewichtige bibliographische Lücken geschlossen. Es werden auch tatsächlich eine große Anzahl von Listen und Tabellen mitgeliefert, die den Stand der Tarzan-Veröffentlichungen, und das internationalen und deutschen Sprachraum, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wiedergeben. Selbst auf die diversen Plagiate wird gewissenhaft eingegangen …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Artikel] Tarzan in der WIKIPEDIA
Tarzan ist eine von Edgar Rice Burroughs erdachte Figur, die erstmals in der Geschichte Tarzan bei den Affen (engl. Tarzan of the Apes) auftrat, die in der Oktoberausgabe des Pulp-Magazins All-Story Magazine am 27. August 1912 erschien. Die erste Buchausgabe erschien 1914. Es folgten 23 Fortsetzungen. …
[Artikel ] Wie Sprache das koloniale Weltbild ausdrückt – von Matthias Dell – auf deutschlandfunkkultur.de
„Pacy, Pacy, Kuja Hapa“ – was reden die da eigentlich in den alten Tarzan-Filmen? Wir haben den Afrikanisten Guido Korzonnek gefragt: Ein koloniales Gemisch aus Siedler-Swahili und anderen Sprachen, sagt er. Der neue Tarzan-Film macht es besser.…
Burroughs wurde bekannt als Erzähler diverser fiktionaler Abenteuergeschichten der Trivialliteratur, die sich vor allem dem frühen Fantasy- und Science-Fiction-Genre zuordnen lassen. Die bekanntesten von ihm eingeführten und in der Folge von anderen in zahlreichen Filmen und Comics etablierten Heldencharaktere sind Tarzan und John Carter. …
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Ein Gespräch mit Comic-Zeichnerin Paulina Stulin über Angeberworte, Held:innengeschichten und das Verhältnis von Lohnarbeit und Kunstschaffen
von Gwendolin Koch auf literaturkritik.de
Ein Blick in die Welt des Comics und der Graphic Novels und eine Buchempfehlung …
Paulina Stulin ist eine Comic-Zeichnerin und Autorin von Graphic Novels, deren Protagonistin manchmal eine Comic-Zeichnerin namens Paulina ist. Ihre Bücher drehen sich um Erfahrungen des Alltags – stille Morgen mit Zeichnen und Kaffee, Tagesjobs, Drogenkonsum, Sex und wilde Diskussionen über Politik und Glauben. Stulin studierte Kommunikationsdesign in Darmstadt und Krakau und machte ihr Graphic Novel-Debüt 2014 mit Mindestens eine Sekunde. Zuletzt erschien von ihr Bei mir zuhause (2020). Zudem arbeitet sie als pädagogische Betreuung für Jugendliche und produziert den Podcast Pingpong mit Pauli sowie die Hörbuchserie In Echtzeit. Für literaturkritik.de sprach Gwendolin Koch mit ihr. […]
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Xavier Dollo / Djibril Morissette-Phan Die Geschichte der Science Fiction Splitter, Bielefeld (2021) ISBN 9783962191030
Ein Sach-Comic mit einem Vorwort von Pierre Bordage
Ich muss gestehen, dieses Buch hat mich überrascht und mir einen kleinen Aha-Effekt beschert. Splitter setzt mit diesem Sach-Comic seine Versuche fort, Sachthemen in Comicform zu präsentieren und ich denke, sie machen das ganz gut …
Wie Pierre Bordage in seinem Vorwort bereits feststellt, ist der Comic-Band zu einem lehrreichen und gut unterhaltenden Band geworden, der einen durchaus umfassenden Überblick über die Science Fiction bietet. Natürlich sind einem Comic auch Grenzen gesetzt, aber ich würde einem Interessierten jedenfalls dieses Buch in die Hände drücken und bin überzeugt, dass es ihn jedenfalls anregen wird sich weiter mit Science Fiction zu beschäftigen. …
Allen, die die Nase rümpfen oder aus Prinzip laut Protest erheben, sei gesagt, dass ihnen etwas entgehen würde, wenn sie sich nicht in die Seiten dieses Buches vertieften, das mit seiner Kombination aus verführerischen Zeichnungen und gehaltvollen Texten frische und lehrreiche Einblicke in unsere immer noch zu kleine Welt der Science-Fiction gibt, und alle, die die immensen Ressourcen des Genres noch nicht kennen, einlädt, sie völlig entspannt Bild für Bild zu entdecken. …
Auszug 'Vorwort', Seite 3-4
Ich muss gestehen, auch mir hat dieser Band noch neue Facetten des Genres nahebringen können. So habe ich die französische Science Fiction bis jetzt nicht so gesehen, wie sie in diesem Band präsentiert wurde und das freut mich. Man kann immer noch dazulernen, auch von und in einem Comic-Band. …
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
aus dem Französischen
Übersetzer: Harald Sachse
[Rezension] Die Geschichte der Science-Fiction – von Ariane Bellmer – auf nerd-mit-nadel.de
Shelly, Verne, Wells, Pulp Magazine, Hugo Gernsback, Hugo Awards. Dieser Comic steckt voller Wissen und wartet mit Zahlen, Daten und Fakten auf. Belebt durch Filmausschnitte und Abbildungen von Autoren und Verlegern, die teilweise durch einzelne Abschnitte führen. …
Science-Fiction [ˌsaɪəns ˈfɪkʃən̩] (englisch science: Naturwissenschaft, fiction: Fiktion) ist ein Genre in Literatur (Prosa, Comic), Film, Hörspiel, Videospiel und Kunst. Charakteristisch sind wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtthemen, ferne Zukunft, fremde Zivilisationen und meist zukünftige Entwicklungen.
Auch die Schreibweise Science Fiction (seltener Sciencefiction) ist gebräuchlich. Übliche Abkürzungen sind Sci-Fi oder SciFi ([saɪ̯faɪ̯], auch [saɪ̯fɪ]) sowie SF. …
[Artikel] Ist das noch Science Fiction? – Über ein Genre im Wandel der Zeit – von Judith Madera – auf tor-online.de
„Gutes Buch – aber sicher keine Science Fiction!“ – ein Satz, den viele moderne SF-Autor*innen schon einmal gehört haben. Im 21. Jahrhundert ist SF ein stark diversifiziertes Genre mit dutzenden Subgenres, und die Diskussion darüber, was genau SF eigentlich ist, wird mindestens seit Hugo Gernsback geführt. Eigentlich haben wir eine sehr genaue Vorstellung davon, was SF ist, doch sobald wir versuchen, sie zu definieren, verwischen die Grenzen und oftmals schließen unsere Vorlieben und Leseerfahrungen andere Varianten aus. Schade eigentlich. …
[Artikel] Buchgenres in der Literatur – Liste – von anonym – auf checklisteo.de
Schreibst du ein Buch, möchtest ein eigenes Buch veröffentlichen, dann unter einem bestimmten Genre. Aber was ist mein Genre und was sind die wichtigsten Eckpfeiler des Genres? Die wichtigsten Merkmale deines Buchgenres solltest du kennen!…
Es kam ziemlich protzig daher. 2,5 kg schwer und in einer Größe, dass normale Regale es nicht schlucken. 34,5 x 23,8 x 4 cm groß. Auch der Titel zeugt nicht gerade von Bescheidenheit: „The Book“ …
Zunächst setzen wir den Weg in Mittelerde fort und sehen uns philosophischen Gedanken ausgesetzt. Dann wird ein Werk zur feministischen Utopieforschung angesprochen und zu guter Letzt lernen wir etwas über Chemie uns Science-Fiction ……
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Franz Schröpf (Red.) Fantasia, Nr. 14 EDFC, Passau (1982) ohne ISBN
Dracula, Vampire aus aller Welt und James Cawthorn
Die Nummer 14, der Reihe Fantasia, bringt verhältnismäßig wenig sekundärliterarisches Material. Selbst die Rezensionen halten sich in Grenzen. Ein altes Problem der Redakteure, die Autoren sind zurückhaltend mit ihren Lieferungen. …
Wenn wir mit den Rezensionen beginnen aus dem Bereich der Fantasy – querbeet -, dann die Neuerscheinungen mit einer Liste von April bis September- nicht uninteressant – und dann folgen Rezensionen zu Sachbüchern wie „Liebe, Tod und Teufel“ und „Gott und die Götter“. Danach viele Sachbücher zur Antike und Occulta.
Kommen wir zu den Artikel:
Dracula lebt von Klaus-Michael Vent: Dracula-Adaptionen in Deutschland
Falls Bram Stoker wieder zum Leben erweckt würde oder – wie seine bekannteste Romanfigur – als Untoter durch die Welt streifen könnte, ständen seinen zahlreichen Nachahmern einige unangenehme Nächte bevor, und sie hätten Glück, wenn sie nicht die Tantiemen für ihre Plagiate in flüssiger Währung zahlen müssten. Ich möchte mich im folgenden nur auf die in Deutschland erschienen Dracula-Adaptionen beziehen; es gibt derer mehr als genug: …
Auszug 'Dracula lebt', Seite 11-15
Vampire aus aller Welt von Tom Rogers: Eine Betrachtung – Was es nicht so alles gibt, an Vampirgestalten rund um den Erdball
Nach dieser Auflistung von Vampiren könnt ihr euch sicher denken, warum ich nicht sicher bin, dass die Film-Vampire wirklich die Creme de la Creme darstellen. Auf jeden Fall aber sind sie nicht DERMASSEN dumm!
Auszug 'Vampire aus aller Welt', Seite 17-22
Interview mit James Cawthorn – James Cawthorn , geboren am 21. Dezember 1929, war ein Fantasy-Illustrator, Comiczeichner und Autor, der intensiv mit dem Schriftsteller Michael Moorcock zusammenarbeitete. Er starb am 2. Dezember 2008.
Die grundlegende Schwäche meiner Arbeiten ist, dass ich sie nie genügend vorausplane. Es gibt Wege, wie man einen Effekt, den man erzielen will, planen kann. Der einzige wahre Weg, einen Strip zu planen, ist, wenn man eher seitenweise als panelweise vorgeht. Dies mach eich auch zu einem gewissen Grad, obwohl ich dazu tendiere, um das Objekt herumzuzeichnen, …
Auszug 'Interview mit James Cawthorn', Seite 23-30
Ach ja, ab Seite 141 gibt’s noch eine „SF-Ecke“ mit Kurz-Rezensionen zu Science Fiction-Büchern. Thats it, damit sind wir dieses Mal zum Ende gelangt. Interessant war’s trotzdem…
(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)
keine
[Bibliographie] Franz Schröpf als Herausgeber – auf chpr.at
Christian Pree hat eine sehr umfangreiche Bibliographie von Franz Schröpf als Herausgeber zusammengestellt. Mich wundert es ein bisschen, dass Franz Schröpf in seinem Wirken kaum Spuren im Internet hinterlassen hat ……
[Essay] Mentor der Fantasy. Die unendliche Geschichte – Hugh Walker und die Magira-Serie
In einem Gespräch mit Franz Schröpf erläuterte Hugh Walker seine Vorstellungen über die verschiedenen Ebenen der Romane, die Franz Schröpf formulierte:…
Durch den kürzlichen Erwerb einer Neuausgabe von „Beowulf“ in der Fassung von Karl Simrock ergaben sich für mich einge Fragen, die ich in einem kleinen Essay aufzuarbeiten versuchte. Das Ergebnis möchte ich hier vorstellen. Dieses Essay diente als Vorlage für den letzten Beitrag …
Chajim Bloch (geboren am 27. Juni 1881 in Nagybocskó, Österreich-Ungarn; gestorben am 23. Januar 1973 in New York) war ein bedeutender chassidischer und kabbalistischer Rabbiner, Publizist und Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Vermittler der jüdischen Mystik und Folklore im deutschsprachigen Raum des frühen 20. Jahrhunderts. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine literarischen Bearbeitungen osteuropäischer jüdischer Sagen – allen voran der Legende um den Golem von Prag. Mitten in den gesellschaftlichen Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er sein Werk „Der Prager Golem: Von seiner ‚Geburt‘ bis zu seinem ‚Tod‘“ in Wien. Bloch schuf damit kein rein fiktionales Werk, sondern sammelte, sichtete und systematisierte die verstreuten mündlichen und schriftlichen Sagen des Prager Ghettos. Dieses Essay analysiert die historische Entwicklung des Golem-Mythos, die spezifische Struktur von Blochs Erzählungen und dessen Bedeutung für das Verständnis moderner Schöpfungsmythen. …
Naja, zumindest teilweise zunächst. Nach einer längeren Pause, mit neuen Blogeinträgen, wird sich zukünftig in diesem Blog wieder mehr Bewegung zeigen. Grund: Ich habe lange nach einer Möglichkeit gesucht, die Metadaten meiner Bibliotheksinhalte öffentlich zugänglich zu machen. Meine Vorstellungen waren bislang jedoch technisch nicht umsetzbar. Der damit verbundene Aufwand (sowohl technisch als auch finanziell) wäre in keiner Weise zu rechtfertigen gewesen. Bis ich unlängst neuerlich auf eine Seite gestoßen bin, die mir schon vor zwei Jahren vielversprechend ausgesehen hatte. …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
von Österr. Akademie der Wissenschaften auf oeaw.ac.at/
Heute durch einen Artikel im STANDARD gefunden. Die Comics sind recht nett und bieten interessantes für Kids, u.a. aus dem Leben von Keppler …
Und wer steckt hinter dem Comic?
Comiczeichnerinnen und Comiczeichner und müssen sich eine Geschichte in Bildern vorstellen. Worüber Marian sonst so nachdenkt und was er gerne macht, erfährst du hier! […]
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
Dieses Mal war es nicht wirklich viel, aber dafür sehr interessant für mich. Erstens habe ich noch einen Beitrag zu Ernst Bloch und die DDR aufgefunden und eingetragen. Und Zweitens – die Drachen lassen mich derzeit nicht los. Drei Veröffentlichungen habe sich aus dem Fundus erhoben und lassen mich überlegen, ob ich ein vor einiger Zeit angefangenes Essay zu Thema „Drachen in der Fantastik“ nicht doch endlich einmal zu Ende bringen sollte. Mal sehen …
Florian Kragls Monographie widmet sich der deutschen Dietrichepik des hohen, späten und „spätesten“ Mittelalters – und damit einem zentralen Segment der deutschsprachigen Heldenepik jenseits des Nibelungenlieds. Der Autor setzt bewusst dort an, wo die ältere Forschung lange Zeit entweder stoff- und sagengeschichtlich rekonstruieren wollte oder die Texte als „spröde“ Randzone der mittelalterlichen Erzählliteratur behandelte. Kragl nimmt demgegenüber eine programmatische Position ein: Die Dietrichdichtung soll als literarisches Phänomen gelesen werden – mit eigener Poetik, eigenen Erzählverfahren und eigener ästhetischer Logik.
Im Zentrum steht dabei eine breite Textpalette, die von den bekannten Erzählkomplexen um Dietrichs Flucht und die Rabenschlacht bis zu aventiurehaften Einzeltexten wie Goldemar, Laurin, Sigenot, Eckenlied, Virginal, Rosengarten und Wunderer reicht. Kragl verortet diese Texte zudem mediengeschichtlich im Spannungsfeld von mündlicher Überlieferung und schriftlicher Fixierung – eine Perspektive, die sowohl die Überlieferungsform als auch die literarische Gestalt der Texte ernst nimmt. …
Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.