Kategorie: Utopie – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur

Themenblock Utopie – Sekundärliteratur

Über den Schreibtisch #004 – Neues und Antiquiertes: Tolkien, Bacon und Karl May

Tolkien, Bacon und Karl May – Bücher, Rezensionen und Artikel
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er momentane Schwung an Veröffentlichungen, welche derzeit über meinen Schreibtisch wandern, liegt nicht an der Veröffentlichungspraxis der Verlage, sondern an meiner Bestell-Praxis – nach einem Urlaub schwillt des „Haben wollen“ immer etwas mehr an als sonst üblich und Weihnachten war Urlaubszeit  …


Der SUB ist daher derzeit in der Höhe des Mount Everest angelangt 🙂

Fischer, Kuno – Francis Bacon und seine Schule, Entwicklungsgeschichte der Erfahrungsphilosophie, Winter, Heidelberg (1932), Geschichte der neueren Philosophie, Band 10, gebundene Ausgabe, ohne ISBN

Beschreibung: Das Buch bietet die Entwicklungsgeschichte der Erfahrungsphilosophie von Francis Bacon und seiner Schule. Kuno Fischer geht auf die philosophischen Ansätze ein und die Bedeutung für die Philosophiegeschichte. Diese Arbeit wurde von den Gelehrten als kulturell wichtig ausgewählt und ist Teil der Wissensbasis der Zivilisation, wie wir sie kennen.

Anmerkung: Das Buch steht in der dritten Ausgabe auch als digitale Ausgabe zur Verfügung.

Download: Internet Archive am 5. Jänner 2024


anonym – [Rezension]: [Rezension] Aurë entuluva – Der Tag soll wieder kommen, kath.net, (2023),  Internet-Artikel

Beschreibung: Ein Buch zum 50. Todestag von John R.R. Tolkien, dem Schöpfer des ‚Hobbit’ und des ‚Herrn der Ringe’, herausgegeben von David Engels.

Wer den „Hobbit“ oder den „Herrn der Ringe“ von John R.R. Tolkien liest, begibt sich damit auf ein literarisches Abenteuer, welches das ganze Leben andauern kann und dieses vielleicht sogar von Grund auf verändert. Zeugnisse dafür sind die zehn, großteils autobiografischen Beiträge des Buches „Aurë entuluva! – Der Tag soll kommen“, welches dieses Jahr anlässlich des 50. Todestages des englischen Philologen und Autors im Verlag Renovamen erschienen ist. Der belgische Althistoriker David Engels, Professor für römische Geschichte an der Universität Brüssel und wohl einer der interessantesten konservativen Denker der Gegenwart, hat sie als Herausgeber gesammelt und selbst einen Artikel beigesteuert. …

Download: kath.net am 6, Jänner 2024


Schotte Dietrich – Shadow history with a hidden agenda?, Francis Bacon als Positivist in der Dialektik der Aufklärung, De Gruyter, Berlin (2018),  Internet-Artikel

Beschreibung: … Es ist kein Zufall, dass in dem „Begriff der Aufklärung“ betitelten ersten Fragment Francis Bacon am Anfang und am Ende genannt wird. In den ersten Sätzen wird die Aufklärung als Bewegung bestimmt, deren „Programm“ ,immer schon‘ die Webersche „Entzauberung der Welt“ gewesen sei; anschließend wird sogleich Bacon genannt als der Philosoph, der „die Motive schon versammelt“ hat, aus denen dieses Programm sich speist. Und das erste Fragment schließt mit der Feststellung, dass „Bacons Utopie […] in tellurischemMaßstab sich erfüllt hat“, wobei die Realität des „Nova Atlantis“, auf das Adorno und Horkheimer hier zweifellos anspielen, dessen utopischen Anspruch gründlich diskreditiert hat: Wir leben nicht im irdischen Jerusalem des „Hauses Salomons“, schließlich wissen wir bereits, dass „die vollends aufgeklärte Erde […] im Zeichen triumphalen Unheils [strahlt].“ Bereits die Architektonik des Textes verweist also auf Bacon als denjenigen, bei dem der Grund für die Selbstzerstörung der Aufklärung, für ihre Degeneration in den Positivismus zu suchen ist. Dass Bacons Philosophie als Ursprung des modernen Positivismus und damit als ,im Kern positivistisch‘ zu verstehen ist, wird von Adorno und Horkheimer zudem explizit gemacht. Es bleibt nicht bei der allgemeinen Aussage, dass bei Bacon schon „die Motive versammelt“ seien. Ein langes Zitat aus Bacons In Praise of Knowledge soll belegen, dass Bacon „[t]rotz seiner Fremdheit zur Mathematik […] die Gesinnung der Wissenschaft, die auf ihn folgte, gut getroffen“ hat, denn bereits bei ihm sind nach Adorno und Horkheimer „Macht und Erkenntnis […] synonym“, ist „Wissen“ im Grunde auf „Technik“ und die Vernunft auf ein reines Mittel zur Verfolgung der eigenen Zwecke, sprich: auf instrumentelle Vernunft, reduziert. Der Verzicht auf, mehr noch: der Kampf gegen die Vernunft als Vermögen der Kritik der (letztlich kontingenten) Zwecke, den Adorno und Horkheimer dem Positivismus vorwerfen, findet sich, so ihre These, bereits bei Bacon. …

Download: academia.edu am 6. Jänner 2024

Anmerkung: in: Sonja Lavaert / Winfried Schröder (Hg.): Aufklärungs-Kritik und Aufklärungs-Mythen. Horkheimer und Adorno in philosophiehistorischer Perspektive, Berlin / New York: de Gruyter, 2018, 83 – 113


Bador, Damien / Potot, Coralie / Stocker, Vivien / Vigot, Dominique – Die große Hobbit-Enzyklopädie, Tokiens Legendarium, Zauberfeder, Braunschweig (2023), gebundene Ausgabe, Lesebändchen, ISBN 9783964810250

Beschreibung: Diese Enzyklopädie bietet erstmalig eine übersichtliche Zusammenstellung von Informationen rund um Der Hobbit, die sich auf verschiedene Stellen in Tolkiens Legendarium verteilen.
Eintauchen in die Welt von J. R. R. Tolkien: Die große Hobbit-Enzyklopädie beleuchtet die Charaktere und Völker, die Bilbo Beutlins Abenteuer direkt oder indirekt beeinflussen. Außerdem gibt sie einen Überblick über die wichtigsten Gegenstände, die bei der Reise von Bilbo, Gandalf und den dreizehn heimatlosen Zwergen eine Rolle spielen, und beschreibt die großen Ereignisse, dank derer die abenInspirationsquellenteuerliche Unternehmung sich in das Dritte Zeitalter Mittelerdes einordnen lässt.
Die große Hobbit-Enzyklopädie ist weit mehr als nur ein Nachschlagewerk. Sie ist ein Tor zu den unendlichen Weiten von Mittelerde und nimmt die Leser mit auf eine literarische Expedition, bei der auch Tolkiens , von mittelalterlichen Quellen bis hin zu modernen Werken, betrachtet werden.
Wie „Der Herr der Ringe“ ist auch die Reise zum Erebor nicht nur eine bloße Gutenachtgeschichte für Kinder. Die große Hobbit-Enzyklopädie zollt diesem Umstand Respekt und bietet eine nie da gewesene Zusammenstellung von Informationen, die sich auf verschiedene Stellen in Tolkiens Legendarium verteilen.
Illustrative Farbzeichnungen von Sandrine Gestin und Xavier Sanchez bebildern die Enzyklopädie.

Anmerkung: Ein schönes, vorzeigbares, Buch für die 1. Reihe der Bibliothek. Neuigkeitswert sehr gering. Macht aber Spaß, darin zu blättern. Typografie schwierig. Aber ja, man bemüht sich bekannte, verstreute Informationen zusammenzuführen. Ein Must-have ist es aber nicht – sofern man nicht auf schöne Bücher an sich steht (ich tue dies – leider) …


Brauneder, Wilhelm – Karl May, Dichter – Themen – Umfeld, Karolinger, Wien (2022),  Taschenbuch, ISBN 3783854182108

Beschreibung: Eine Darstellung mit vielen neuen Akzenten: Faktenreich zur Biographie mit intensiv beleuchteten Parallelen zum literarischen Umfeld. Der Weg vom begabten Junglehrer zum Häftling, zum Autor von Dorf-, Kriminal-, Gesellschafts-, See-, Geschichts-, Orient- und Wildwest-Geschichten bis zum symbolistisch-mystischen Spätwerk. Mays Anpassung an Verlagsprogramme und deren unterschiedliche Leserschichten: ein katholisches, dann wieder evangelisches
Publikum, Gymnasialjugend, Kolportage für einfache Leute bis zum Durchbruch der auflagenstarken „Gesammelten Werke“. Die unterschiedlichen literarischen Ich-Figuren werden ebenso analysiert wie die von Mays Gegnern inszenierte „Old-Shatterhand-Legende.“

Anmerkung: Hier gilt, wie bereits in „Über den Schreibtisch #003“, die Spätperiode seines Schaffens ist die „Phantastischere“. Der Hinweis fällt in dieser Veröffentlichung aber weitaus geringer enthusiastisch aus.


Die letzten Artikel im Blog:


Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com  benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Alle Preisangaben sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Erstellung und selbstverständlich völlig unverbindlich. Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bücher sind in der Regel vorhanden und werden bei Anforderung über die Kommentar-Funktion auch gerne zur Verfügung gestellt.

Über den Schreibtisch #003 – Neues und Antiquiertes:

Utopie und Dystopie – Die Themenweite ist enorm …
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anchmal kommen diese Themenschwerpunkte von ganz alleine zusammen und dann türmen sich die verschiedensten Bücher und Dokumente zu Hauf auf dem Schreibtisch. Manchmal ist das aber auch ganz gezielt gewollt …


Manchmal ist man dann aber auch überrascht, insbesondere bei den utopischen Themen, wie diese auch (miss-/ge-)braucht werden (können). Da sollte man dann etwas Vorsicht walten lassen und mit Hinweisen nicht sparsam sein …

Frey, Malte – »US-Cyberpunk und Cyber-Japan«. Zeitschrift für Fantastikforschung 1.1 (2023): 1–34. DOI: https://doi.org/10.16995/zff.8447

Beschreibung: Zu Beginn von William Gibsons ikonischem Cyberpunk-Roman Neuromancer (1984) schlägt sich Protagonist Case in nicht allzu ferner Zukunft durch die dunklen Gassen von Ninsei, einem Distrikt in Chiba, Japan. Dort, unter der Beleuchtung von grellen, sterilen und doch abgenutzten Neonreklamen, fristen die Bewohner*innen ein Leben in einer von Technologie durchzogenen Welt. Auch die Menschen sind nicht frei von solch technologischen Eingriffen: Die Augen einer Prostituierten sind spiegelnde Reflektoren, der Arm des Barkeepers ist eine in Russland produzierte Prothese; in Hinterhöfen werden Operationen durchgeführt, Implantate eingesetzt oder gewechselt, billig für diejenigen mit »New Yen« und teuer für diejenigen ohne. Cases Schicksalsgefährtin Molly verfügt über in die Fingerspitzen eingesetzte Klingen und Augen wie eine verspiegelte Brille. Case selbst kann nicht mehr high werden – eine Operation hat dafür gesorgt, dass Narkotika unwirksam bleiben. All das geschieht in einem Noir-Setting, in dem ere for its inhabitants, but as a deliberately unsupervised playground for technologykriminelle Machenschaften herrschen und das Gesetz außen vor bleibt. Jede*r scheint auf sich gestellt und jede*r ist in eigener Weise mit Technologie verbunden. Bereits im ersten Kapitel von Gibsons Roman wird klar: Ninsei ist von Cyborgtechnologie und -Implantaten durchzogen – »Night City [Ninsei] wasn´t th itself« …

Download: zff.openlibhums.org am 5. Jänner 2024


Kramer, Thomas – Karl May, Ein biografisches Porträt, Herder, Freiburg (2011), Herder Spektrum, gebundene Ausgabe, ISBN 9783451062377

Beschreibung: Er ist der auflagenstärkste deutsche Autor überhaupt. Kein Anderer prägte unser Bild vom Nahen Osten und von Nordamerika so sehr wie Karl May – obwohl May beide Regionen erst sehr spät bereiste. Hinter der Kulisse des Erfolgsautors verbirgt sich ein tragisches, von vielen Brüchen gezeichnetes Leben. Vom Sohn armer Weber zum Kleinkriminellen, vom Zeitschriftenredakteur zum Bestsellerautor. Schließlich die letzten Jahre, geprägt von Angriffen auf Werk und Person. Eine packende, berührende Biografie.

Anmerkung: Viele sind oft verwundert, Karl May in der Liste der Phantasten vorzufinden. Man darf aber nicht vergessen, dass Karl May, insbesondere in der Spätphase seines Schaffens, als letzter Großmystiker bezeichnet wird und durchaus Vergleiche mit Tolkien herausfordert. In dieser Veröffentlichung werden unter anderem auch Mythen und Symbole seines Schaffens besprochen …


Schwochert, Christian – Dystopische Romane, Eine Analyse, Tredition, Hamburg (2022), Taschenbuch, ISBN 9783347631908

Beschreibung: In dem Sachbuch geht es um dystopische Romane und darum, was sie für die heutige Zeit bedeuten. Gegen Ende des Buches werden die Dystopieautoren Tanja Krienen, Alexander Merow und Lanz Martell interviewt. …

Anmerkung: Nicht weit von einer Propagandaschrift gegen die bestehende Gesellschaft entfernt. Eher mit Vorsicht und genauem Hinschauen zu konsumieren. Es werden Versatzstücke aus der Utopie benutzt, um rechte Ansichten zu legitimieren und unter die Masse zu bringen. Aber man muss auch diese Werke kennen, um gewappnet zu sein …


Kühne, Marieke – Kontrollgesellschaft oder Disziplinargesellschaft, Abgrenzung der Begriffe und Untersuchung an ausgewählten dystopischen Romanen des 21. Jahrhunderts, Universität Wien, Wien (2018), Masterarbeit

Beschreibung: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erfährt die Gattung der Dystopie einen Aufschwung, es kommt zu einer ‚Renaissance der Dystopien‘. Vor allem in der Kinder- und Jugendliteratur und der Science-Fiction-Literatur sowie in diversen anderen Genres erscheinen zahlreiche, großteils englischsprachige dystopische Romane, die eine breite Zielgruppe erreichen. Die weltweite Vernetzung, das Internet und soziale Medien, aber auch alte Muster wie die Unterdrückung durch den Staat und die damit einhergehende Überwachung sind beliebte Themen. Die Technik in Dystopien hat sich seit den bekannten dystopischen Romanen des 20. Jahrhunderts, wie „1984“ oder „Fahrenheit 451“, weiterentwickelt. In der Realität hat die Überwachung mit dem technischen Fortschritt ebenfalls stark zugenommen. …

Folgende Fragen werden in dieser Arbeit beantwortet:
• Wie lassen sich Kontrollgesellschaft und Disziplinargesellschaft definieren und voneinander abgrenzen?
• Finden sich diese Gesellschaftsformen in den ausgewählten dystopischenRomanen des 21. Jahrhunderts wieder?
• Was bewirken sie in diesen Romanen? …


Mazurek, Denise – Dystopische Strukturen in der Literatur des beginnenden 21. Jahrhunderts, Eine Analyse anhand Juli Zehs „Corpus Delicti. Ein
Prozess“ und Theresa Hannigs „Die Optimierer“, Universität Wien, Wien (2020), Diplomarbeit

Beschreibung: Zu Beginn der Arbeit wird eine Begriffsdefinition der Utopie, Dystopie und der Science Fiction gegeben, wobei sowohl auf die Begriffe als auch auf ihre literarischen Aspekte eingegangen wird. Die Utopie und die Dystopie hängen unweigerlich zusammen, wodurch eine Unterscheidung und eine Aufzeichnung der Zusammenhänge notwendig wird. Die weiteren Kapitel der Arbeit widmen sich daraufhin der Dystopie. Es wird auf die literarische Entwicklung der Gattung sowie auf die Frage eingegangen, ob die Dystopie ein englisches Phänomen darstellt. Da es bereits sehr viel an Sekundärliteratur zu englischen Dystopien gibt, wird im Laufe des Kapitels auf dystopische Werke in Deutschland, Tschechien und Russland eingegangen. Ein theoretischer Schwerpunkt wird schließlich auf die typologischen Strukturen der dystopischen Literatur des 20. Jahrhunderts gelegt. Es wird auf Elemente eingegangen, welche in den Dystopien des 20. Jahrhunderts eine zentrale Rolle gespielt haben und unumgänglich für die Gattung geworden sind. Dabei wird immer wieder, anhand von Beispielen, der Bezug zu bekannten dystopischen Werken des 20. Jahrhunderts hergestellt. Als Abschluss folgt eine Beschreibung der bisherigen thematischen Aspekte der dystopischen Literatur. Der praktische Teil widmet sich daraufhin einer Untersuchung der dystopischen Strukturen in Juli Zehs „Corpus Delicti. Ein Prozess“ und Theresa Hannigs „Die Optimierer“. Anhand einer textnahen Aufarbeitung der dystopischen Strukturen und Themen der beiden Werke können bereits erste Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu der Literatur des 20. Jahrhunderts aufgezeigt werden. Das Ende der Arbeit zeigt schließlich einen Abriss relevanter gesellschaftlicher Diskurse des 21. Jahrhunderts und stellt diese in einen Zusammenhang mit den Themen der Primärliteratur. …


Bartholomä, Dirk (Hrsg.) – Insider Magazin 2023/1, Nr. 61, Space Contact, Augsburg (2023), Magazin, Heft A4, geheftet, ISBN 9783959363259

Beschreibung: Vorwort: In diesem Jahr gibt es wieder ein kleines Jubiläum zu feiern. Vor 40 Jahren erschien der Film Star Wars Rückkehr der fedi Ritter bei uns in Deutschland. Das war auch die Zeit, wo ich richtig aktiv wurde im Fandom. Ich war zwar schon ein paar Jahre im Perry Rhodan Club tätig und arbeitete am Science Fiction Fanzine Parsec. In 1983 gründeten wir in Augsburg den Star Wars Fanclub Union of the ledi, der 11 Jahre später dann zum offiziellen Star Wars Fanclub wurde. Genauso lange bin ich auch schon mit meinem Mitstreiter Robert Eiba unterwegs, der ebenfalls bei uns in der Firma mitarbeitet an den Events und der immer noch den Star Wars Insider herausbringt, das offizielle Star Wars Magazin von Panini. Meine Güte vergeht die Zeit. Ich werde nie vergessen, wie Robert in seinem Darth Vader Kostüm und ich als Boba Fett in Augsburg Dreharbeiten für die Rote Couch machten und danach zu Ilona Christen bei SAT 1 eingeladen wurden. Das waren die Anfänge im Fandom, eine wilde Zeit über die ich auch schon in anderen Ausgaben geschrieben hatte. Damals gab es keine Mega Events mit 100 Hollywood Stars, man traf sich zu kleinen Wochenendconventions in Jugendherbergen und sah Star Wars als Super 8 Film auf der Leinwand und diskutierte über ganze 3 Star Wars Filme – weil mehr gab es ja damals nicht. Hach, was war das damals für eine entspannte Zeit 🙂

Derzeit ist man bei Nummer 65 – kannte ich noch nicht – speziell für Streaming- und Film-Fans interessant …


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Utopie #49 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Der doppelte Spiegel – Edith J. Baumann

Edith J. Baumann
Der doppelte Spiegel
Edition Atelier, Wien (1995)
ISBN 385308009X

Jörg Mauthes „Die große Hitze“ und die „Vielgeliebte“. Zwei literarische Utopien.

Edith J. Baumann hat in ihrem Buch den Journalisten, Schriftsteller und Kulturpolitiker Jörg Mauthe, und seine beiden Utopien „Die große Hitze“ und die „Vielgeliebte“, kurz vor dem Ableben des Autors in beeindruckender Manier besprochen. Als Grundlage dienten ihr zwei Interviews mit Mauthe und ein darauffolgender Schriftverkehr …


Da Baumann keinerlei Sekundärliteratur zu Mauthes Werk vorfinden konnte, sah sie sich veranlasst, diesem Umstand eine eigene Arbeit entgegenzusetzen. Sie verwendete dazu neben den angesprochenen Interviews und der Korrespondenz mit dem Autor unveröffentlichte Schriften aus seinem Nachlass über österreichische und allgemeine Krisenzustände seines Empfindens und Zeitungsartikel aus seiner Feder. Außerdem ein Fernsehinterview mit Ernst Wolfram Marboe und die Lektüre des von Mauthe gegründeten „Wiener Journals“ und anderer Wiener Zeitschriften …

Diese Zielsetzung erforderte die Erschließung eines gemeinsamen Nenners, nämlich der grundsätzlichen Lebenshaltung des Autors, der Art und Weise, wie er die Welt wahrnahm. Deshalb musste vor allem seine persönliche geistige Welt aufgespürt werden. Dieser Hintergrund ermöglichte es, verborgene Zusammenhänge herauszukristallisieren und sie unter einem vereinigendem Thema einzugliedern. Dabei stellte sich heraus, dass der utopische Gehalt der Werke letzten Endes weniger auf konkreten Hinweisen beruht als auf einem Leitgedanken, der spezifischen Wirklichkeitswahrnehmung des Autors. Mauthe hatte eine ganzheitliche Weltanschauung. Er sah die Welt – metaphysisch, kulturell, sozial, politisch und literarisch – als eine Vielfalt in der Einheit. Die folgende Arbeit soll deshalb nicht nur seine einzelnen Theorien aufdecken, sondern deutlich machen, wie diese auf seine ganzheitliche Sicht der Dinge zurückgeführt werden können …

Auszug 'Einleitung', Seite 12-21

In zehn Kapitel beleuchtet sie den Autor und seine Werke. Nach einer ausführlichen Einleitung wird Mauthes Gestaltung der Erkenntnis diskutiert, nach der wir die Hauptursache der drohenden Katastrophe nur durch eine ganzheitliche Weltsicht begegnen können. Danach folgen Mauthes utopische Vorstellungen im Kontext der geschichtlichen Entwicklung Österreichs. Die Definition des „Österreichischen“ wird dann reichlich Platz eingeräumt. Eine Betrachtung der Heldin des Romans „Die Vielgeliebte“ als Verkörperung der Stadt Wien wird in Kapitel 5 angefügt, dem die Behandlung der Krisenerscheinungen, wie Mauthe sie sah, folgen. In Kapitel 7 wird die Utopie des Werks besprochen und in Kapitel 8 die literarischen Anspielungen aufgezeigt, in denen die Gedankenwelt von Mircea Eliade und Jorge Luis Borges großen Anteil haben. Bevor dann eine Zusammenfassung der analytischen Untersuchung stattfindet, werden noch die Utopien im Lichte der Freimaurerei betrachtet. Als sehr interessant empfand ich das abschließende Literaturverzeichnis.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man sich mit dem „österreichischen“ auseinandersetzen will …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Edith J. Baumann
  • Der doppelte Spiegel
  • Jörg Mauthes „Die grosse Hitze“ und „Die Vielgeliebte“. Zwei literarische Utopien.
  • Edition Atelier, Wien (1995)
  • Taschenbuch
  • 448 Seiten
  • ISBN 385308009X
Kleinster Preis: € 5,30, größter Preis: € 42,00, Mittelwert: € 35,00

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • keine
  •  
  • [Artikel] Jörg Mauthe in der WIKIPEDIA

Jörg Mauthe (* 11. Mai 1924 in Wien; † 29. Jänner 1986 ebenda) war ein österreichischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker. …

Auszug Artikel


  • [Download] Dissertation: „Aber es handelt sich eben um ein phantastisches Land“ Das  Österreichbild in den literarischen Werken Jörg Mauthes – ein Beitrag zur Identitätsgeschichte

    der Zweiten Republik – von Mag. Markus Koth – auf murrayhall.com

Wer war nun Jörg Mauthe? Neben seiner Tätigkeit als Politiker und Journalist war Mauthe auch als Autor tätig, was weniger bekannt ist. Seine beiden Romane wurden zwar vor etwa zehn Jahren wieder neu aufgelegt, einer breiten Masse sowie der Literaturwissenschaft ist der Autor allerdings so gut wie unbekannt. Mauthe gilt als Geheimtipp, der als humoristische Einführung in das Wesen des Österreichischen angesehen werden kann, da sich Mauthes literarisches Schaffen nur um einen Punkt dreht: Österreich…

Auszug Artikel


  • [Download] Schreiben gegen den Tod – Krebs in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 anhand von Gerold Foidls „Scheinbare Nähe“, Fritz Zorns „Mars“ und Jörg Mauthes „Demnächst“ – von Mag. Clemens Ottawa – auf core.ac.uk

„Schreiben gegen den Tod“ nenne ich die vorliegende Arbeit: Als ich vor einigen Jahren „Mars“ las, das Buch von Fritz Zorn, war ich beeindruckt, jedoch auch irritiert von so viel Weltschmerz und Kollektivanklage. Damals meinte ich, dass ein derartiges Buch wohl ein interessanter Einzelfall in der deutschen Literatur sei. Erst durch die Lektüre von Jörg Mauthes „Demnächst“ und die Entdeckung des kleinen Gesamtwerks von Gerold Foidl und dessen Vermächtnisses „Scheinbare Nähe“ konnte ich eine literaturwissenschaftliche Nische entdecken. Ausgehend von der Fragestellung, inwieweit sich die geschriebene Sprache von einer Krankheitsdiagnose beeinflussen lässt, und auch, wie sie sich dadurch vielleicht verändert, werden die drei primär behandelten Bücher untersucht. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Utopie #48 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Fortschrittsutopien – Birgit Affeldt-Schmidt

Birgit Affeldt-Schmidt
Fortschrittsutopien
Metzler, Stuttgart (1991)
ISBN 3476007871

Vom Wandel der utopischen Literatur im 19. Jahrhundert

Birgit Affeldt-Schmidt erkennt die Fortschrittsutopie als entscheidende Zäsur in der Gattungsgeschichte der literarischen Utopie. Sie unterzieht bisheriges vernachlässigtes Quellenmaterial einer detaillierten Textanalyse und leistet damit einen kritischen Abriss der Forschungsgeschichte. …


Affeldt-Schmidt reduziert die Quellenkenntnis nicht im Wesentlichen auf Bellamy und Cabet so wie es bis dahin vorwiegend geübte Forschungspraxis war, sondern stellte die Quellenbasis auf eine vergleichsweise sehr breite Textbasis, welche für die Analyse nutzbar gemacht wurde …

In beiderlei Hinsicht berühren die Fortschrittsutopien des späten 19. Jahrhunderts Gattungsgrenzen, was als Hinweis auf eine gattungsgeschichtliche Krisis und einen Umbruch zu deuten ist, denen ein besonderes Interesse der literaturwissenschaftlichen Utopieforschung gebührt. Dieser Aspekt wird abschließend in erläuternden Thesen zum Gattungswechsel der literarischen Utopie dieses Zeitraumes zur Diskussion gestellt. …

Auszug 'Einleitung', Seite 1-6

Die Arbeit ist geteilt in drei Kapitel, die zum einen die terminologischen Grundlagen der Untersuchung klären, zweitens die Textanalyse deutschsprachiger Fortschrittsutopien umfasst, in der Ferdinand Amersin der früheste Vertreter ist, und drittens die literarischen Funktionen und Standort der Fortschrittsutopie in der Gattungstradition verortet. Das Buch schließt mit einer umfangreichen Bibiographie, die, bei Interesse, einiges an Quellenmaterial zur Verfügung stellt. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Birgit Affeldt-Schmidt
  • Fortschrittsutopien
  • Vom Wandel der utopischen Literatur im 19. Jahrhundert
  • Metzler, Stuttgart (1991)
  • Broschüre, Klebebindung
  • 362 Seiten
  • ISBN 3476007871
Kleinster Preis: € 3,00, größter Preis: € 149,21, Mittelwert: € 9,42

(mit einem Klick kannst du dir das aktuelle Ergebnis auf eurobuch.com ansehen)

  • Als Dissertation angenommen von der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel im Jahre 1989
  • [Download] Fortschrittsutopien: Vom Wandel Der Utopischen Literatur Im 19. Jahrhundert [PDF] – von vdoc.pub

Auszug Artikel


  • [Artikel] Ferdinand Amersin in der WIKIPEDIA

Ferdinand Amersin (geboren 12. April 1838 in Großlobming in der Steiermark; gestorben nach 1894) war ein österreichischer Schriftsteller und Arzt. Er verfasste politisch-philosophische Schriften sowie den Zukunftsroman Das Land der Freiheit (1874).…

Auszug Artikel


  • [Download] DIPLOMARBEIT „Der Mensch als Ressource. Über das Arbeitsverständnis in der utopischen Literatur der Jahrhundertwende.“ – von Marion Messiner – auf univie.ac.at

Émile Durkheim schreibt in seiner Studie „Über soziale Arbeitsteilung„, dass der Mensch produktiv, nicht vollkommen sein soll. Damit wäre die Quintessenz dieser Arbeit auf den Punkt gebracht. Aber ebenso wie das Experiment „Utopie“ immer schon von seinem Ausgang weiß, lohnt es sich, trotz alledem einen längeren Blick auf das Postulat des französischen Soziologen zu werfen.…

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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Utopie #47 – der NICHT-Ort in der Sekundärliteratur: Freiheit und Ordnung, Abriß der Soziautopien – Ernst Bloch

Ernst Bloch
Freiheit und Ordnung, Abriß der Sozialutopien
Reclam, Leipzig (1987)
ISBN 3379001392

Reclams Universalbibliothek, Band 1090

Bereits einmal vorgestellt (siehe im Blog hier) habe ich hier eine Ausgabe von Reclam für die DDR ausgegraben, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie besitze (Ja, das kommt vor :)). Aber so gibt es immer wieder Überraschungen, wenn man sich durch den SUB wühlt.…


Dieser Abriss, zunächst wie bekannt eigenständig erschienen, wurde in der Folge dann in Blochs Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ aufgenommen. Es behandelt Utopien im engeren Sinne. Staatsmodelle seit dem Altertum. Solon, Diogenes, Aristipp und Platon. Morus, Fichte, Fourier, Caber und Saint-Simon. Stirner, Proudhon, Bakunin und Weitling. …

Bleibt die bürgerlich-demokratische Zukunft, mit H. G. Wells als erstem Champion. Sie trägt gewiss keine so martialische Totenmaske wie der Faschismus. Dafür trägt sie moralische Schminke, heuchelt Menschenrechte, als könnte die kapitalistische Hure nochmals Jungfrau werden; am Wilsons Geschick wurde sichtbar, was herauskommt. Freiheit von Furcht kann von denen nicht gebracht werden, die den Anlass zur Furcht selber darstellen und produzieren; Freiheit als Utopie des westlichen Kapitalismus ist Chloroform. …

Auszug 'Aktueller Rest: …', Seite 143-145

Diese Wunschbilder der Vergangenheit zeigen eine Herstellung von Gesellschaft ohne Ausbeutung und Entfremdung, in Freiheit und Ordnung. Lassen wir sie also Revue passieren. Gerade in Zeiten, in denen neue Utopien so kriegerisch, ja verbrecherisch, vernichtet werden sollen, ist es wichtig, zu erkennen, dass alte gestorbene Utopien tot sind und nicht wiederbelebt werden können. …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Ernst Bloch
  • Freiheit und Ordnung, Abriß der Sozialutopien
  • Reclam, Leipzig (1987)
  • Broschüre, Klebebindung
  • Lizenzausgabe. 2. Auflage
  • 200 Seiten
  • ISBN 3379001392
Kleinster Preis: € 1,54, größter Preis: € 9,69, Mittelwert: € 4,65

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  • keine
  • [Artikel] Ernst Bloch in der WIKPEDIA

Ernst Simon Bloch (* 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein; † 4. August 1977 in Tübingen; Pseudonyme: Karl Jahraus, Jakob Knerz) war ein deutscher Philosoph. Bloch stellte sich in die Tradition der Schriften von Karl Marx und wird heute dem Neomarxismus zugeordnet.…

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Prinzip Hoffnung in der WIKIPEDIA

Das Prinzip Hoffnung ist das Hauptwerk des deutschen Philosophen Ernst Bloch (1885–1977). Geschrieben wurde es zwischen 1938 und 1947 im US-amerikanischen Exil. Ursprünglich sollte es The dreams of a better life heißen. Es erschien in mehreren Bänden ab 1954 zunächst in der DDR und 1959 im Verlag Suhrkamp. Seither ist der Begriff „Prinzip Hoffnung“ zu einem geflügelten Wort in den deutschen Feuilletons geworden.
Von Hegel und Karl Marx beeinflusst, entfaltet Bloch im Prinzip Hoffnung eine umfangreiche Philosophie der Konkreten Utopie. …

Auszug Artikel


  • [Artikel] Das Prinzip Hoffnung – was steht drin? – von anonym – auf getabstract.com

Viele sehnten sich im 20. Jahrhundert nach einer besseren, gerechteren Welt. Doch keiner hat sie so beredt in Worte gefasst und ihre Bedingungen und Möglichkeiten so systematisch erarbeitet wie Ernst Bloch in seinem Hauptwerk Das Prinzip Hoffnung. Als Bloch während des Zweiten Weltkriegs im US-amerikanischen Exil an dem Werk arbeitete, sollte der Titel zunächst „Dreams of a better life“ lauten: Hoffnung soll in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Bloch spricht deshalb von der Hoffnung als einer „konkreten Utopie“. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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