Auch ein Mitglied einer Verlagsreihe, die leider nicht sehr umfangreich geworden ist. Das „Science Fiction Jahrbuch“ von Moewig brachte es auch nur auf fünf Jahrgänge. Von 1983 bis 1987. Dabei hätte es durchaus Potenzial gehabt…
Dieser zweite Band von 1984 brachte neben einigen Stories auch Beiträge zu Trends in der SF, der Filmszene, der nationalen und internationalen Szene, von Awards und Comics, Spielen, Popmusik der Fanszene, zu Zeitschriften, Umfragen, Buchbesprechungen und vor allem …
Gern hätten wir, wie ebenfalls vorgeschlagen wurde, die Bibliographie in „Science Fiction“ und „Fantasy“ unterteilt – aber wegen der Grenzfälle im Bereich der „Science Fantasy“ haben wir uns dann letztlich doch dagegen entschieden. Auch eine Rubrik „SF-Klassiker“ wäre, fürchte ich, zu sehr eine Frage der Interpretation geworden. …
Auszug aus 'Vorwort', Seite 9-10
Nicht uninteressant und zeigt, was in der „goldenen Zeit“ der Science Fiction noch möglich war…
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zahlreiche Farbillustrationen
[Artikel] Die Titelseiten der Science Fiction Romane des Moewig Verlages – von Reinhard Peter- auf rp49.de
Zu dieser Zeit am Markt einmalig waren die Subreihen Science Fiction Almanach und Science Fiction Jahrbuch. Neben der dominierenden SF wurden auch einige interessante Fantasy-Werke in die Reihe aufgenommen.…
Hans Joachim Alpers (* 14. Juli 1943 in Wesermünde; † 16. Februar 2011 in Niebüll) war ein deutscher Verleger und Schriftsteller. Unter seinem richtigen Namen, aber auch unter den Pseudonymen Jürgen Andreas, Thorn Forrester, Gregory Kern, Mischa Morrison, P. T. Vieton und Jörn de Vries verfasste er mehrere Science-Fiction- und Fantasy-Romane. Gemeinsam mit Ronald M. Hahn verfasste Werke erschienen unter dem Pseudonym Daniel Herbst. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Wieder zwei Artikel gefunden, die ich schon länger gesucht habe. Werner Förster und Heinz Entner haben hier Artikel hinterlassen, die immer wieder in Arbeiten zur Ostdeutschen Science Fiction genannt werden…
Da wäre zunächst einmal Heinz Entners über „Saiäns Fiktschen“ von Franz Fühmann, „Stille Landfahrten“ von Heinz Zander und „Hinter Gomorrha“ von Uwe Gründing in ndl 7/1982 sowie Werner Försters „Die großen Reserven – Anmerkungen zur literarischen Phantastik der letzten Jahre“ in ndl 2/1983…
Die Phantastik ist dabei, ihren Platz im Ensemble unserer Literatur auszufüllen, sie wird sich zunehmend ihrer Möglichkeiten und damit ihrer Grenzen bewusst; vordergründig technizistische und „zukunfts“-illustrierende Schöpfungen treten, wenn schon nicht ab, so doch in den Schatten ernst zu nehmender künstlerischer Versuche; …
Die großen Reserven, ndl 2/1983, Seite 146
Ich freue mich immer, wenn es mir gelingt, diese immer wieder erwähnten Artikel dann vor mir liegen zu haben und ihren wahren Inhalt auf Authentizität prüfen zu können…
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in ndl 2/1983 Jahres-Inhaltsübersicht 1982 als Beilage
[Artikel] „neue deutsche literatur“ in der WIKIPEDIA
Die Neue Deutsche Literatur (NDL), später neue deutsche literatur (ndl), war eine zwischen 1952 und 2004 erschienene Literaturzeitschrift, die zusammen mit Sinn und Form eine der wichtigsten Zeitschriften dieser Art in der DDR war. …
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
Zur antiquarischen Sichtung wurde eurobuch.com und diebuchsuche.at benutzt und soll euch zeigen, dass es preisgünstige Möglichkeiten gibt ältere Titel zu erstehen. Reguläre Preise beziehen sich in der Regel auf Amazon.de-Angaben. Die Links wurden bei Aufnahme einmal überprüft auf unerwünschte Inhalte. Auf Änderungen der Link-Inhalte nach Aufnahme in den veröffentlichten Korpus habe ich keinen Einfluss. Sollten unerwünschte Inhalte also trotz Prüfung vorkommen, so verständigen Sie mich bitte, damit ich den Link entfernen kann. Die vorhandenen Bild- und Textzitate dienen lediglich zur Information über den verlinkten Inhalt und sollen keinesfalls Rechte der tatsächlichen Verfasser schmälern.
Heute möchte ich nochmals ganz explizit auf „Cthulhu Libria Neo“ hinweisen. Ein phantastisches Magazin, dass von Jörg Kleudgen verantwortet wird und seit 2016 zweimal im Jahr erscheint. Leider sind einige der 8 Ausgaben auch schon ausverkauft und so muss man sich darauf verlassen, antiquarisch noch zum Zuge zu kommen. Ist allerdings auch schon schwierig …
Der ausgebende Verlag nennt sich Goblin Press und wurde von Kleudgen bereits 2010 geründet_
… geschah aus dem Bestreben heraus, phantastischen Texten einen angemessenen Rahmen zu verleihen. In kleinen, der Nachfrage angepassten Auflagen sollten Veröffentlichungen ermöglicht werden, die nicht gezwungen waren, einen breit gefächerten Publikumsgeschmack zu bedienen. Dies bedeutete die Rückbesinnung auf die ursprünglichen Tugenden eines nicht kommerziellen Kleinverlages […]
Auszug Verlagsbroschüre
9 Ausgaben unter folgenden Schwerpunkten liegen jetzt vor:
0 – Ausgabe zum BuCon
1 – Schwarze Romantik
2 – Maritime Schrecken
3 – Haunted Houses
4 – Der expressionistische Film
5 – Dunkle Märchen
6 – Die Natur schlägt zurück
7 – Hexen
8 – Gipfel des Grauen
Eins nach dem Anderen zu empfehlen, die kleinen Mängel die ich anführen könnte treffen nur in die Seele des sekundärliterarischen Buchhalter und sind für den „Normal“-Konsument absolut unerheblich.
Den Kontakt zum Verlag kann man über eine Facebook-Seite halten und dort erfährt man alles Neue. Zum Beispiel auch, dass das neue Cthulhu Libra Neo, Nr. 9, mit dem Schwerpunkt „Die Poe-Rezeption in der phantastischen Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts“ anlässlich des Marburg-Con im Frühjahr 2020 erscheine wird. Es sei euch wärmstens empfohlen diese Ausgabe zu erwerben. Für wenige 5-6 Euro ein wahrer Genuss, auch für Liebhaber der Sekundärliteratur zur Phantastik …
Anmerkung(en):weiterführende Links:
keine
[Artikel] Jörg Kleuden in WIKIPEDIA
Jörg Kleudgen (* 20. Juli 1968 in Zülpich) früher auch Jörg Bartscher-Kleudgen, ist ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber sowie Musiker und Sänger der Gothic-Rock-Band The House of Usher. Er ist Mitbegründer sowie ehemaliger Redakteur des Gothic – Magazine for Underground Culture und des Labels Équinoxe Records, unterhält den Kleinverlag für phantastische Literatur Goblin-Press und ist Herausgeber des Phantastik-Magazins Cthulhu Libria Neo.[…]
Auszug Artikel
Jörg Kleudgen (* 20. Juli 1968 in Zülpich) früher auch Jörg Bartscher-Kleudgen, ist ein deutscher Schriftsteller, Herausgeber sowie Musiker und Sänger der Gothic-Rock-Band The House of Usher. Er ist Mitbegründer sowie ehemaliger Redakteur des Gothic – Magazine for Underground Culture und des Labels Équinoxe Records, unterhält den Kleinverlag für phantastische Literatur Goblin-Press und ist Herausgeber des Phantastik-Magazins Cthulhu Libria Neo.[…]
Auszug Artikel
Wenn man den kosmischen Horror (auch bekannt als Lovecraftian Horror) in die Betrachtung einbezieht, verschiebt sich die bisherige zweidimensionale Gegenüberstellung grundlegend. Es entsteht kein einfaches Dualsystem mehr, sondern ein hochkomplexes Genredreieck. Der kosmische Horror bricht mit einer Prämisse, die sowohl dem klassischen als auch dem traditionellen phantastischen Horror gemein ist: der Annahme, dass der Mensch das wichtigste Zentrum der Erzählung darstellt. Hier ist das erweiterte Essay, das diese metaphysische Dimension integriert. …
Die Faszination des Grauens begleitet die Menschheit seit jeher: Literatur (und natürlich auch Film und Serien) inszeniert Angst als kalkulierte Grenzerfahrung – und bietet zugleich Distanz, Erregung und manchmal sogar so etwas wie Katharsis. Doch „Horror“ ist nicht gleich „Horror“.
Eine hilfreiche Unterscheidung – gerade für literarische Analysen – verläuft zwischen Horror innerhalb einer stabilen, realistischen Weltordnung und Horror, der diese Ordnung selbst ins Wanken bringt. Im Folgenden geht es deshalb um die Frage:
Wie unterscheiden sich klassischer/realistischer Horror und phantastischer Horror hinsichtlich Weltmodell, Auslösern des Schreckens und dem Rezeptionsmodus? …
Der Beitrag zeigt, wie das altenglische Epos Beowulf im deutschsprachigen Raum seit dem 19. Jahrhundert rezipiert wurde – und warum es gerade für Fantastik und Phantastik anschlussfähig blieb. Im Zentrum stehen Übersetzung und kulturelles Framing (besonders Karl Simrocks Fassung von 1859), die ideologisch umkämpften Lesarten im frühen 20. Jahrhundert sowie die Entnationalisierung und Genre-Ausdifferenzierung nach 1945. Ein Vergleich deutschsprachiger Fantastik-Traditionen mit internationaler (vor allem anglophoner) Fantasy macht sichtbar, wie unterschiedliche Begriffs- und Marktlogiken den Stoff entweder als „Herkunftserzählung“ oder als frei kombinierbares Motivreservoir behandeln. Am Ende werden drei Motive – Held, Monster, Drache – als Funktionskerne beschrieben, über die ein mittelalterlicher Text in moderne Fantastik übergeht. …
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Das Magazin „Sprache im technischen Zeitalter“ bringt immer wieder Artikel, welche im sekundärliterarischen Bereich der Phantastik von Interesse sind. So auch in diesem Heft des Jahres 1980 …
In diesem Heft finden sich zwei Artikel, einer genaueren Betrachtung wert sind.
Dietrich Wachler – Die Wirklichkeit des Phantoms. Über die Wirklichkeitskrise in der Science Fiction, Seite 15 – 28
… Wenn man die Science Fiction als einen Partner für kollektive Strömungen und gemeinsame Vorstellungen der vergangenen und gegenwärtigen Epoche ansieht, dann werden in ihrer Entwicklung als Gattung und in ihren einzelnen Werken verschiedene Stationen der fortschreitenden Realitätskrise deutlich sichtbar …
a.a.O., Kapitel II, Seite 17
Marianne Kesting – Zylinder und Schädelraum oder Beckett und die Verhaltensforschung. Zur Interpretation des „Depeupleur“, Seite 3 – 14
… Der Subjekt-Objekt-Bezug ist also nicht feststehend, es bleibt im Spielraum der Vermutungen, dem Reich des Möglichen […], dessen feststellbare Realität letztlich die des Buches ist. Als solche aber bietet sie, zusammen mit der Erfahrung Kafkas und seiner Verarbeitung dieser Erfahrung, denkwürdigen Einblick in das Zustandekommen von Fiktion und ihres Bedeutungsspielraums.
a.a.O., Seite 13
Also ein bisschen Genre-Betrachtung und ein bisschen Kafka. Mir hat die Besprechung von Herbert Franks „Dune“, im Beitrag von Wachler, im Besonderen weitergeholfen. Aber es ist ja auch derzeit einer meiner Schwerpunkte…
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Ab dem zwanzigsten Jahrgang wurde „Sprache im technischen Zeitalter“ um eine Beilage „Literatur im technischen Zeitalter“ im Umfang von 40 Seite ergänzt
„Literatur im technischen Zeitalter“ beinhaltete nur Primärliteraturr
Neue Fantasia-Ausgaben sind eingelangt. Eine mit phantastischen Filmen und eine allgemeine Ausgabe. Zwei Buchteile sind auch neu. Eine Einleitung zu einem Star Trek-Buch und ein Artikel aus einem Band zum Thema Gedächtnis. Kontrafaktisches Erzählen am Beispiel von „The Man in the High Castle“. Dazu noch das neuerste „phantastisch!“ mit der Nummer 102. Im Übrigen: Schöne (Ferien-)Tage noch …
Bölsches Büchlein ist eine populärwissenschaftliche „Brückenarbeit“ zwischen Drachensage und Naturgeschichte. Die Leitfrage lautet sinngemäß: Warum ist das Drachenbild so weltweit stabil – und welche realen Naturerfahrungen (Fossilien, große Reptilien, „ungeheure“ Tiere) könnten die Imagination immer wieder gespeist haben? Esist eines dieser kleinen Bücher, die sich nicht recht entscheiden wollen, ob sie wissenschaftlich informieren oder literarisch verführen sollen – und gerade deshalb zu den interessanteren Exemplaren ihrer Gattung gehören. Es ist ein Text aus einer Zwischenzone: populärwissenschaftlich, ja, aber mit einem spürbaren Sinn für den Sog alter Bilder. Bölsche schreibt nicht über Drachen, um sie endgültig „wegzuerklären“. Er schreibt über sie, weil er merkt, dass man sie nicht loswird. …
Friedrich Wilds Studie Drachen im Beowulf und andere Drachen ist keine populärwissenschaftliche „Drachenkunde“ im heutigen Fantasy-Sinn, sondern ein philologisch und kulturhistorisch argumentierender Beitrag zur Frage, wie mittelalterliche Texte – vor allem das altenglische Epos Beowulf – ihr Drachenmotiv formen und welche Traditionslinien dabei wirksam werden. Der Text erschien als Abhandlung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) und ist entsprechend als gelehrte, quellengesättigte Untersuchung angelegt. …
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Im SF-Netzwerk wurde ich (neuerlich) auf ein Fanzine aufmerksam, dass sich nun schon seit 2012 recht tapfer behauptet. Wobei es eigentlich kein Fanzine sein will (es aber, trotz allem, doch ist). Im Untertitel heißt es: „Rundbrief an die Freunde des ASFC Halle“. Es ist eigentlich ein Dinosaurier der Fan-Szene, aber durchaus interessant gestaltet. Ich habe mir die derzeit erhältlichen bzw. noch reproduzierbaren Exemplare der Gesamtserie senden lassen und ich denke, da wird es, von Fall zu Fall, doch noch einiges Sekundärliterarisches zu erwähnen geben …
Aber lassen wir Thomas Hofmann zunächst selbst zu Wort kommen: