Begleitende Literatur zur Phantastik #88: Die Physik der Zukunft – Michio Kaku

Michio Kaku
Die Physik der Zukunft
Rowohlt, Reinbeck/Hamburg (2012)
ISBN 9783498035594
Unser Leben in 100 Jahren

Eigentlich keine Science Fiction, aber begleitende Literatur. Michio Kaku versucht in diesem Buch eine Zukunft zu entwerfen, wie sie in 100 Jahren Realität sein könnte. Allerdings ist diese Zukunftsvision für mich etwas zu positivistisch angelegt. Wobei ich durchaus kein Pessimist bin, aber…


Michio Kaku ist einer der berühmtesten Physiker unserer Zeit. Sicherlich hat er aufgrund seiner Kontakte sehr viel Einblick in die Entwicklungen unsere Zeit und daher auch die Grundlage Prognosen zu wagen. Er tut dies, indem er die Zukunft in drei Abschnitte einteilt. Die nahe Zukunft, die mittlere Zukunft und die ferne Zukunft bis 2100. In jedem dieser Abschnitte bewertet er die Fortschritte bei Computern, in der Medizin, bei künstlicher Intelligenz, Energiegewinnung, Nanotechnologie und Raumfahrt …

Um 2100 werden wir so mächtig wie die Götter sein, die wir einst verehrten und fürchteten. Aber diesen göttergleichen Status werden wir nicht mithilfe von Zauberstäben und -tränken erreichen, sondern durch Computerwissenschaften, Nanotechnologie, Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und vor allem durch die Quantentheorie, auf der die genannten Technologien basieren. […] Auch wenn diese göttergleichen Kräfte unvorstellbar fortgeschritten erscheinen, werden die Keime all dieser Technologien gerade jetzt gelegt, während sie dies lesen. Die modernen Naturwissenschaften, nicht die Beschwörungen und Zauberformeln, werden uns diese Macht verleihen. …

Auszug '2100: Göttergleich werden', Seite 24-26

Kaku versteht es, sehr interessant und unterhaltsam zu schreiben und es macht auch wirklich Lust in diesem Buch seine Gedanken zu verfolgen. Viele Beispiele veranschaulichen seine Vorschau und er versteht es, schwierige Zusammenhänge zu vereinfachen und verständlich aufzubereiten. Mich aber überkommt bei der Lektüre aber ein bisschen das Gefühl der 70-er und 80-er Jahre in der Science Fiction: Viel optimistische Technikgläubigkeit und eine grenzenlose Fortschrittsgläubigkeit. Er bringt das Höhlenmenschenprinzip zur Sprache, aber ich glaube, er wendet es bei seinen Prognosen zu wenig an? Auf jeden Fall ist das Buch aber eine unterhaltsame Vorschau auf die Physik der nächsten Jahrzehnte …

Bibliographisch: Antiquarisch:Anmerkung(en):weiterführende Links:
  • Michio Kaku
  • Die Physik der Zukunft
  • Unser Leben in 100 Jahren
  • Rowohlt, Reinbek/Hamburg (2012)
  • gebundene Ausgabe, 8°-Oktav
  • deutschsprachige Ausgabe
  • 604 Seiten
  • ISBN 9783498035594

Preisangaben Eurobuch

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  • Lesebändchen
  • Aus dem Englischen
  • Übersetzerin: Monika Niehaus

  • [Artikel] Michio Kaku in der WIKIPEDIA

Michio Kaku (jap. 加來 道雄, Kaku Michio; * 24. Januar 1947 in San José, Kalifornien) ist in der breiten Öffentlichkeit einer der bekanntesten Physiker in den Vereinigten Staaten. Sein Forschungsgebiet ist die theoretische Physik, genauer die Stringtheorie. Hauptsächlich bekannt ist er durch seine populärwissenschaftlichen Beiträge zu theoretisch-physikalischen Themen. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Die Zukunft der Menschheit wird fantastisch – von

Warum sehen die meisten Menschen eher schwarz, wenn es um die Zukunft geht? Bücher über das Ende der Menschheit gibt es wie Sand am Meer. Die Katastrophe lauert an jeder Ecke. Das Klima, die Weltwirtschaft, Handystrahlen, Nanotechnik, das Internet – unser Ende scheint nah.

Das menschliche Gehirn ist ein Meister darin, lauernde Gefahren zu entdecken. In allen Ecken und Winkeln wird nach möglichen Bedrohungen gesucht. Mit diesem Erfolgsrezept der Evolution ist der Mensch sehr weit gekommen. Aber die Fähigkeit, auch gute Nachrichten wahrzunehmen, ist in unserer Spezies nicht sehr ausgeprägt. …

Auszug Artikel


  • [Rezension] Grenzenloses Leben – von Redaktion – auf perspektive-blau.de

Bei seinen Vorhersagen verlässt Michio Kaku sich nicht auf sein eigenes Vorstellungsvermögen. Er hat über 300 Experten aus der Naturwissenschaft befragt, war vor Ort und berichtet aus erster Hand von den teils erstaunlichen Erfindungen, die mehr oder weniger weit fortgeschritten, die ganz großen Probleme der Welt lösen sollen. Denn wer Physik, Chemie und Biologie verstehe, kenne den Rahmen, in dem sich die Zukunft abspiele, so Michio Kaku. Mit dieser Ausgangsthese im Gepäck machte sich Kaku auf die Suche nach jenen Technologien, die unser Leben in den kommenden 100 Jahren bestimmen werden. …

Auszug Artikel


siehe auch (Auszug):


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One thought on “Begleitende Literatur zur Phantastik #88: Die Physik der Zukunft – Michio Kaku”

  1. Sehr geehrter Herr Sebesta,

    Schon mit 18 Jahren war ich 1981 an dieses seltsame Buch geraten und es war mir damals nur möglich, es brockenweise zu verstehen.

    Es hat mich über die Jahrzehnte immer wieder bei Umzügen begleitet, tauchte immer wieder in den Umzugskartons auf, und selbst als ich einige tausend Bücher aus Platzmangel im Waldviertel im Ferienhaus einer befreundeten Familie einmagazinieren musste, war dieses Buch dasjenige, das ich mir herausfischte und wieder mit mir nahm — im Wissen, es handle sich um ein von mir schlecht gelesenes Buch.

    Es setzt ziemlich viel voraus. Sonst wirkt es schwärmerisch, altmodisch, was es schon 1980 tat.

    Nun aber lese ich es wieder und verstehe es weitgehend!

    Bin noch nicht durch damit, aber ich traue mir zu, seinen Inhalt in den Hauptlinien wiederzugeben zu können. Einzelne Sätze musste ich unterwellen, weil sie mir nicht ganz klar schienen. Es kann aber auch an mir liegen.

    Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen, wenn ich mit dem Buch fertig sein werde, einige Erläuterungen dazu geben: sei es telefonisch oder in einem Caféhaus in Wien.

    Ich halte das Werk, das Otto Antonia Graf mit 40 Jahren herausgebracht hatte, für ein bedeutendes Buch, das von der Rezeption her fast unbemerkt blieb. Es ist sehr stark von Teilhard de Chardin bestimmt — sowie vom Theologen Hans Urs von Balthasar, dem es gewidmet wurde und der sich über den Autor in allerhöchsten Lobestönen äußerte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Hodina

     

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